Aussetzung vom Handel an der Börse: Definition und Erklärung

Wenn im Börsenhandel unerwartete Umstände eintreten, die zu überdurchschnittlichen Schwankungen des Börsenkurses führen können, kann die Börsengeschäftsführung den Wertpapierhandel und damit die Kursnotierung für eine vorübergehende Zeit aussetzen.

Durch die Aussetzung der Kursnotierung sollen alle Anleger die Möglichkeit erhalten, die veränderte Kauf- und Verkaufssituation neu zu bewerten und entsprechende Entscheidungen zu treffen. Alle vorliegenden Orders werden gelöscht. Somit dient die Aussetzung der Kursnotierung vorrangig dem Schutz der Investoren.

Wann erfolgt die Aussetzung der Kursnotierung?

Die Kursaussetzung ist ein Instrument, das dazu genutzt wird, um ungerechtfertigte spekulative Kursschwankungen zu vermeiden. Das Ziel ist, dass Insidern aus dem Unternehmen oder dem Börsenumfeld gegenüber der breiten Masse der Anleger kein Informationsvorsprung gegeben wird.

Zusätzlich kann die Kursaussetzung dazu genutzt werden, panikartige Zustände an der Börse zu entschärfen. Durch eine handelsfreie Zeit soll eine gewisse Abkühlung der Emotionen herbeiführt werden. So soll den Anlegern die Möglichkeit gegeben werden, sich ausreichend zu informieren, anstatt ihr Handeln auf leere Vermutungen zu stützen.

Wie lange dauert eine Aussetzung?

Das Instrument der Kursaussetzung ermöglicht es dem Börsenvorstand, den Handel eines Wertpapiers, insbesondere Aktien, für eine bestimmte Zeit auszusetzen. Die Aussetzung der Kursnotierung kann wenige Stunden oder auch mehrere Tage andauern. Die Dauer dieser Maßnahme hängt vor allem davon ab, wie schnell das betroffene Unternehmen seine Aktionäre mit den notwendigen Informationen versorgen kann.


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Zuletzt geupdated am 15/07/2022 von Andre Witzel

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