Forward Contract – Definition und Erklärung

Der Forward Contract ist eine maßgeschneiderte Vereinbarung zwischen zwei Parteien, einen Vermögenswert zu einem bestimmten Preis zu einem zukünftigen Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen. Ein Forward Contract kann zur Absicherung oder zur Spekulation verwendet werden, wobei er sich aufgrund seiner nicht standardisierten Natur besonders zur Absicherung eignet.

Den Verkaufs- oder Kaufstermin festlegen, ist mit Forward Contracts möglich.

Forward Contract: Das Wichtigste in Kürze

  • Forward Contracts sind anpassbare Derivatkontrakte, bei denen sich zwei Parteien darauf einigen, einen Vermögenswert zu einem bestimmten Preis zu einem zukünftigen Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen.
  • Forward Contracts können auf eine bestimmte Ware, eine bestimmte Menge und ein bestimmtes Lieferdatum zugeschnitten werden.
  • Forward Contracts werden nicht an einer zentralen Börse gehandelt und gelten als außerbörsliche (OTC) Instrumente.
  • Forward Contracts können z. B. von Produzenten und Nutzern landwirtschaftlicher Produkte eingesetzt werden, um sich gegen Preisänderungen eines zugrunde liegenden Vermögenswerts oder einer Ware abzusichern.
  • Institute, die Forward Contracts initiieren, sind einem größeren Abwicklungs- und Ausfallrisiko ausgesetzt als solche, die ihre Kontrakte regelmäßig zum Marktpreis bewerten.

Verständnis von Forward Contracts

Im Gegensatz zu Standard-Futures-Kontrakten kann ein Forward Contract auf eine bestimmte Ware, eine bestimmte Menge und ein bestimmtes Lieferdatum zugeschnitten werden. Zu den Rohstoffen können Getreide, Edelmetalle, Erdgas, Öl oder auch Geflügel gehören. Die Abwicklung eines Forward Contracts kann auf Bar- oder Lieferbasis erfolgen.

Da es keine zentrale Börse gibt, werden Forward Contracts als OTC-Instrumente (Over-the-Counter) betrachtet. Trotz ihres OTC-Charakters erleichtert das Fehlen einer zentralen Verrechnungsstelle die individuelle Gestaltung der Konditionen.

Wichtig:

Aufgrund des potenziellen Ausfallrisikos und des Fehlens einer zentralen Clearingstelle sind Forward Contracts für Kleinanleger weniger zugänglich als Futures Contracts.

Forward Contract vs. Futures Contracts (Terminkontrakte)

Ein Forward Contract und ein Futures Contract beinhalten die Vereinbarung, eine Ware zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Es gibt jedoch leichte Unterschiede zwischen den beiden. Ein Forward Contract wird nicht an einer Börse gehandelt, ein Futures Contract hingegen schon.

Der Forward Contract wird am Ende des Kontrakts abgerechnet, während der Futures Contract täglich abgerechnet wird. Außerdem handelt es sich bei Terminkontrakten um standardisierte Verträge, die zwischen den Kontrahenten nicht individuell angepasst werden.

Risiken von Forward Contract

Forward Contracts sind ein riesiger Markt, da viele der weltweit größten Unternehmen sie zur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken nutzen. Da die Details von Forward Contracts vertraulich sind und der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind, ist es schwierig, die Größe dieses Marktes abzuschätzen.

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Im schlimmsten Fall können Forward Contracts aufgrund ihrer Größe und ihres unregulierten Charakters anfällig für eine Kaskade von Zahlungsausfällen sein. Auch wenn Banken und Finanzunternehmen dieses Risiko durch die sorgfältige Auswahl ihrer Kontrahenten abmildern, bleibt die Möglichkeit eines Ausfalls in großem Umfang bestehen.

Aufgrund der nicht standardisierten Natur von Forward Contracts werden sie nur am Erfüllungstag abgerechnet und nicht wie Futures-Kontrakte zu Marktpreisen bewertet. Was passiert, wenn der im Kontrakt festgelegte Terminkurs stark vom Kassakurs bei der Abrechnung abweicht?

Wenn der Kontrakt regelmäßig zu Marktpreisen bewertet würde, wäre das Finanzinstitut, das den Forward Contract abschließt, einem geringeren Risiko ausgesetzt, wenn der Kunde ausfällt oder nicht abrechnet.

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