Markus Müller - Autor bei Trading Für Anfänger
Geschrieben von: Markus Müller
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Überprüft von: Maren Dinges
Finanzierung

Eine Aktienblase entsteht in dem Moment, in dem die Kurse aus irrationalen Gründen exorbitant steigen und sich das Wachstum nicht mehr mit den fundamentalen Daten erklären lässt.

Wir zeigen, was auf eine Aktienblase hinweist und worauf Trader achten müssen.

Die Auswirkungen einer Aktienblase in der Übersicht:

  • Aktienkurse steigen und fallen durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage
  • Je knapper das Angebot und je höher die Nachfrage, desto höher die Preise
  • Die Börsen funktionieren hochpsychologisch: Anleger können dynamische Preisspiralen nach oben und unten auslösen
  • Viele der Trends lassen sich einfach anhand der Charts ablesen
  • Kluge Anleger steigen relativ früh in aussichtsreiche Märkte ein und verkaufen die Aktien bevor die Blasen platzen
  • Zu einer Aktienblase kommt es, wenn bestimmte Branchen überbewertet ist
  • Zeigt sich das im Vergleich zur Bewertung am Markt niedrigere Potenzial der Aktien augenscheinlich in den Medien, implodieren die Kurse regelrecht: Aktionäre wollen Ihre Anteile schnell verkaufen
  • Besonders stark von einem unnatürlichen Boom sind Märkte betroffen, in denen viel Fremdkapital (Kredite) steckt
  • Eine Option, um von den fallenden Kursen zu profitieren, ist das Shortselling

5 Anzeichen für eine Aktienblase am Markt

An dieser Stelle zeige ich Ihnen die fünf wichtigsten Anzeichen, die nach Meinung von erfahrenen Experten auf eine Aktienblase hinweisen:

  • Stark ansteigende Preise an den Märkten: Stabile Werte steigen in der Regel nicht sprunghaft an. Kommt es zu einem massiven Wachstum, das in die hunderte und tausende Prozent geht, und erfolgt eine solche Entwicklung über einen kurzen Zeitraum hinweg, ist das natürlich ein Warnsignal.
  • Viel Medienaufmerksamkeit: Allein die Berichterstattung kann für eine spektakuläre Aufwärtsbewegung sorgen. Wird z. B. fortwährend und lautstark von einer bestimmten Technologie als Zukunftsbringer berichtet, sorgt das zwangsläufig für ein gestiegenes Interesse bei den Käufern, ergo eine höhere Nachfrage. Mit diesem Kaufinteresse gehen letztlich auch die Preise nach oben.
  • Viele Anleger berichten über Ihre Erfolge: Wenn sich viele private Anleger über Ihre angeblichen oder tatsächlichen Erfolge äußern, legt das den Verdacht nahe, dass es irgendwann zu einer Abwärtsbewegung kommen wird. Häufig wird die Vermutung über ein mögliches Platzen der Blase durchaus kundgetan. Darauf folgt in der Regel die Aussage, dass bis zum Ende des Booms aber noch ausreichend Zeit für ein Investment ist.
  • Ungewöhnlich niedrige Volatilität trotz exorbitantem Wachstum: Anhand der Volatilität erkennt man die Schwankungsanfälligkeit von Aktien gegenüber der Normalschwankung am Gesamtmarkt. Berechnen lässt sich der Wert über den Betafaktor. Liegt dieser unter 1, ist die Schwankung weniger stark. Wenn die Kennzahl 1 übersteigt, darf die Aktie als volatil gelten.
  • Niedrige Zinsen: Durch niedrige Zinsen nehmen viele Marktteilnehmer günstige Kredite auf. Das billige Geld kann für ein noch stärkeres Wachstum und Aufblähen der Blase sorgen. Zunächst pumpen erfahrene Investoren mehr Kapital in das bestimmte Segment – später kommen unerfahrene Anleger hinzu.

Wie entsteht eine Aktienblase?

Die Entstehung der Preise an den Börsen hat viel mit Psychologie zu tun. Die ersten Investoren erkennen das Potenzial und investieren. Dadurch verknappt sich das Angebot und die Preise steigen. Anhand der Charts sehen nun andere Anleger die Bewegung nach oben und springen auf den Zug auf.

Umso stärker der Anstieg der Kurse nun ist, desto mehr Menschen wollen ein Stück vom Kuchen abhaben. Gerade dann, wenn das Wachstum bis in die 1000 Prozent geht, ist ein Boom erreicht, der sich schnell zu einer gefährlichen Aktienblase entwickelt. Bis zum Zusammenbruch hat man als Anleger jedoch einen echten Tenbagger in der Hand. Dies kann man mit klugem Investment nutzen und den Aufschwung mitnehmen. Wer früh investiert hat, kann letzten Endes auch recht zeitig die Aktie verkaufen. Somit macht man immer noch einen soliden Gewinn und begibt sich nicht unnötig in Gefahr.

Oft handelt es sich bei einer Aktienblase um ein ganzes Segment am Aktienmarkt. Um die Jahrtausendwende wurde so die Internet-Branche zum absoluten Boommarkt und platzte kurz darauf. Weitere gute Beispiele sind die Cannabis-Industrie in Nordamerika und der Bereich Wasserstoff.

Das sind die häufigsten Gründe für eine Aktienblase

Das wichtigste am Phänomen Aktienblase ist, dass man die Möglichkeit eines solchen Totalzusammenbruchs und den Zusammenhang zur Psychologie der Aktionäre einplant. Wer sich ausschließlich an Modelle wie die Portfoliotheorie und das CAPM hält, wird diesen Effekt womöglich nicht auf dem Schirm haben. Beide Theorien beruhen nämlich auf der Annahme, dass alle Akteure rational und risikominimierend agieren. Dies kann aber nicht als Erklärung für das Aufblähen eines bestimmten Segments hinreichen.

Tatsächlich sind viele Marktteilnehmer nicht rational und gehen bei einer scheinbar attraktiven Aktie hohe Risiken ein. Das passiert u. a. dann, wenn das Wertpapier extrem stark in den Medien beworben wird. Hierdurch kommt es zu einem extremen Aufpumpen des Marktes bis dieser in sich zusammenfällt.

Die wichtigsten Gründe und Erklärungsansätze für eine Aktienblase sind:

  • Begrenzte Rationalität am Markt: Die Basis für eine Aktienblase ist zu einem hohen Anteil die begrenzte Rationalität der Akteure. Der Anteil derer, die unerfahren sind und entsprechend höhere Risiken eingehen, wächst aufgrund der gesunkenen Zugangsschranken auf Tradingplattformen. Das bedeutet aber auch Chancen für diejenigen, die sich perfekt mit der technischen und fundamentalen Analyse auskennen. Gute Erklärungsansätze für irrationales Verhalten bietet die Behavioral Finance oder Verhaltensökonomie nach Autoren wie Daniel Kahneman, Amos Tversky und Richard H. Thaler.
  • Greater Fool: Nach dieser Theorie wird davon ausgegangen, dass es an der Börse immer jemanden gibt, der noch mehr für eine stark wachsende Aktie bezahlen wird und mit einem steigenden Preis rechnet. Es kommt selbst bei erfahrenen Großinvestoren zu einer Selbstüberschätzung, welche den Zusammenbruch vorantreiben kann.
  • Herdenverhalten: Kommt es zu den ersten Anzeichen eines Zusammenbruchs bei sehr hohen, überbewerteten Kursen, geraten viele Aktionäre in Panik. Gerade diejenigen, die auf Kredit gekauft haben, werden versuchen, ihre Schäfchen so schnell wie möglich ins Trockene zu bringen. Die Aktionäre folgen diesem Trend und es entsteht ein starkes Momentum nach unten. Umso weiter die Kurse fallen, desto stärker wird verkauft. Dies kann ebenfalls vollkommen irrational sein und zu einer Unterbewertung des Wertpapiers folgen. Für Value Investoren ist jetzt der Zeitpunkt zum Einstieg gekommen.
  • Steigende Zinsen: In Phasen mit niedrigen Zinsen leihen sich viele Anleger Geld aus und investieren dieses gewinnbringend. Steigen nun die Zinsen, ist ein solches Investment nicht mehr möglich. Zu einem Anheben der Zinsen kommt es in der Regel, wenn die Inflation stark steigt und die Notenbanken ein Gegenmittel dafür suchen. Das könnte 2022 mit der Rohstoffkrise rund um den Ukrainekonflikt der Fall sein. Bei einem plötzlichen Sprung der Zinsen nach oben, kommt wieder die Börsenpsychologie zum Tragen. Die Anleihen-Renditen spielen so eine wichtige Rolle für die Bewertung der Unternehmen durch die Marktteilnehmer.
  • Medien: Die Medien spielen eine extrem wichtige Rolle bei der Bewertung von Unternehmen am Markt. Egal, ob wahr oder falsch – kommen negative Nachrichten über einen Konzern heraus, fallen die Kurse zunächst ab. Shortseller können nun versuchen, die Preise noch weiter nach unten zu drücken, indem sie sich Aktien ausleihen und diese verkaufen – sie setzen also auf sinkende Kurse. Zwischen der Berichterstattung und der Entwicklung der Aktienmärkte besteht also ein starker Zusammenhang, welchen man als Investor unbedingt im Auge behalten sollte.
  • Krisen, Kriege, Inflation: In vielen Ländern der Erde sorgen bestimmte Krisen, Kriege und Sanktionen für ein schlagartiges Zusammenbrechen der Aktienkurse. Berühmt geworden ist so der Verfall der Währung in Venezuela vor einigen Jahren. Durch den Verlust der Kaufkraft investierten immer mehr Akteure ihr Geld in Immobilien und Aktien, um dieses zu schützen. Während der Wert der Währung abgenommen hat, kam es zu einem überproportionalen Wachstum am venezolanischen Aktienmarkt, der letztlich im Crash münden könnte. In Russland erfolgte im Februar 2022 der Kollaps an der Moskauer Börse in Folge der massiven wirtschaftlichen Maßnahmen der westlichen Länder gegen den Angriff auf die Ukraine.

Aktienblase traden: Was passiert?

Wenn die Preise für eine bestimmte Aktie exorbitant steigen, verleitet das viele Anleger dazu, in diese Spekulation einzusteigen. Tatsächlich befindet sich Ihr Kapital in einer solchen Situation aber möglicherweise in Gefahr. Wenn Sie nicht aufpassen und rechtzeitig aussteigen, droht die Blase zu platzen und Sie verlieren Ihre Investition.

Nichtsdestotrotz bietet eine Aktienblase auch Chancen. Wenn man ganz am Beginn Aktien kauft und diese über mehrere 100 oder 1000 Prozent ansteigen, erzielt man außergewöhnliche Gewinne. Solche Tenbagger waren in der Vergangenheit in Bereichen wie New Economy (Dotcom), Immobilien in den USA 2008, Cannabis und Wasserstoff zu finden. Alle diese Segmente brachen jedoch kurz darauf zusammen. Entsprechend muss man als Anleger genau wissen, wann der Zeitpunkt zum Verkauf gekommen ist.

Phase 1: Exorbitantes Wachstum – So können Sie den Boom mitnehmen

Die erste Phase, in der Sie Ihre Finanzen an der Börse platzieren können, ist also das Wachstum der Preise. Hier sind die Bewertungen am Aktienmarkt durchweg positiv. Die Anleger haben hohe Erwartungen an das Unternehmen und investieren in dessen Zukunft. Mit den Einnahmen durch den Aktienverkauf steigert die AG ihr Kapital, investiert in die Entwicklung und kann im besten Fall den Umsatz dauerhaft steigern.

In dem Moment, wenn die meisten Anleger das Potenzial der Aktie noch nicht erkannt haben, sollte man einsteigen. Sie ermitteln bspw. durch das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), welche Wertpapiere unterbewertet sind, setzen dann den Fokus auf die Frage, warum das so ist und platzieren bei durchweg positiven Aussichten Ihr Kapital auf solche wachsenden Märkte.

Kommt es nun zum Preisanstieg, können Sie die Wertpapiere verkaufen und damit hohe Gewinne einfahren. Wichtig ist es, sich bei Tenbaggern nicht zu lange an den Anteil zu klammern – vor allem dann, wenn das Wachstumspotenzial nur in den Köpfen der Anleger, aber nicht in der Realität vorhanden ist. Bei echten Value Aktien, die sich über die Jahre hinweg zu Bluechips entwickeln, können Sie dagegen das Investment halten. Hier lohnt es sich, die Geldanlage auf lange Sicht auszurichten. Hätten Sie z. B. vor 20 Jahren auch nur einen US-Dollar in Unternehmen wie Apple, Amazon, Google & Co. gesteckt, würden Sie heute mit einem Profit von teils über 40.000 Prozent dastehen (so im Fall von Amazon).

Amazon 20 Jahre
Die Entwicklung der Amazon Aktie in den letzten knapp 20 Jahren ist phänomenal

Bluechips können kurz erklärt als sehr wertvolle Unternehmen verstanden werden, die sich bereits seit langer Zeit in den großen Indizes weit oben befinden. Ein Indikator dafür, dass eine Aktie als Bluechip gilt, ist die Marktkapitalisierung. Diese wird durch die Multiplikation von Aktienkurs und Anzahl der ausstehenden Aktien ermittelt. Als erste AG überhaupt erreichte Apple um den Jahreswechsel 2021/2022 einen Gesamtwert von mehr als 3 Billionen US-Dollar und ist somit der Bluechip schlechthin.

Phase 2: drohenden Crash früh erkennen: Strategien und Anzeichen

Eines der bekanntesten Zitate des renommierten Bankiers Carl Mayer von Rothschild ist, es zu „kaufen, wenn die Kanonen donnern, verkaufen, wenn die Violinen spielen.“ Gemeint ist damit, dass man in den Tiefphasen und bei Zusammenbrüchen der Märkte preisgünstig in die besten Aktien mit Potenzial einsteigen sollte. Wenn die Kurse dagegen sehr hoch stehen und sich der Markt im Boom befindet, verkauft man seine Anteile und nimmt die Profite mit. Zudem kann man kurz vor dem Scheitelpunkt per Shortselling auf fallende Kurse setzen.

In der Theorie ist ein solches Vorgehen natürlich relativ einfach. Bei der praktischen Anwendung muss man sich aber etwas tiefgründiger mit dem Markt und seinen Mechanismen beschäftigen. Besonders wichtig ist es, dass man Indikator für Indikator für einen Trendwechsel erkennt und versteht.

Einerseits können das natürlich die klassischen Anzeichen und Signale sein, welche ich Ihnen bereits aufgezählt habe. Andererseits lassen sich die Trendwechsel aber auch auf den Charts ablesen. Die generelle Richtung erkennen Sie z. B. über die Elliott-Wellen. Bei diesen Formationen kommt es in der Long Position zu einem starken Anstieg, der daraufhin um die Hälfte abfällt und dann noch stärker wächst. Im Mittelteil dieser Bewegung steigen Sie ein.

Aufbau der Elliott Wellen inklusive Bezeichnungen 1 bis 5 und A bis C
Typisches Muster der Elliott-Wellen

Ein weiteres Signal für einen Kurswechsel sind die stark und kurz ausschlagenden Kerzendochte auf den Candlestick-Charts. Diese zeigen, dass es eine starke Gegenbewegung – entweder im unteren Support- oder im oberen Resistance-Bereich gibt. Diese beiden Zonen können Sie in den Grafiken bei Brokern wie eToro markieren. Wird eine der Zonen Schritt für Schritt durchbrochen, sind das Anzeichen für einen Einstieg oder Ausstieg aus dem Trade in die eine oder andere Richtung.

Bei äußeren Faktoren wie dem Wechsel der Geldpolitik, gesetzlichen Verboten und Deckelungen z. B. am Immobilienmarkt, Krisen und Kriegen ist es dagegen schwierig, die Entwicklung frühzeitig einzuschätzen. Gibt es bereits Hinweise auf ein möglicherweise marktveränderndes Ereignis, kann man vorsichtig versuchen, sein Aktiendepot abzusichern. Gleichzeitig sind Krisen immer auch Investmentchancen. Wenn alle Aktien unabhängig von Ihrem Potenzial am Boden liegen, suchen Sie sich die resilientesten heraus und sichern sich diese zu Schnäppchenpreisen.

Wenn Sie in einen Aktienmarkt investiert haben, der anhand bestimmter Anzeichen eindeutig überbewertet ist, sollten Sie sich Tag für Tag die Kursentwicklung ansehen. Gerade in bullischen Phasen ist die Gier oft groß, noch einmal 1000 Euro mehr zu verdienen. Tatsächlich ist es aber ratsam, sich mit etwas weniger Profit zufrieden zu geben und sein Vermögen in trockenen Tüchern zu haben.

Diversifikation als Mittel gegen den potenziellen Börsencrash

Diversifikation ist beim Trading immer die Grundregel. Jeder erfahrene Trader wird Ihnen als erstes ans Herz legen, das Vermögen breit über möglichst viele Anlagen zu streuen. Dadurch sinkt das Risiko. Fällt eine Anlage ab, wird der Verlust durch die anderen Investitionen abgefedert.

Es empfiehlt sich dabei, auf mehr als eine Branche zu setzen und sich auch diverse Länder als Investitionsziel auszusuchen. So ist man sogar dann relativ sicher, wenn ein gesamtes Segment, z. B. der Wasserstoff oder Cannabis wegbricht.

Prinzipiell lässt sich ein optimiertes Portfolio selbst anhand der Kapitalmarktlinie berechnen. Diese Theorie basiert auf dem Capital Asset Pricing Model (CAPM), welches jedoch stets auf der Annahme beruht, dass alle Marktteilnehmer gewinnorientiert, rational und risikoavers agieren. Dies ist mit Blick auf die Aktienblasen und die steigende Anzahl an unerfahrenen Tradern aber nicht der Fall.

Anders als bei klassischen Banken haben Sie bei Brokern wie eToro stets einen guten Überblick über ihre Anlagen. Ab etwa 30 Positionen stellt sich der positive Effekt der Diversifikation ein. In Ihrem Depot klicken Sie einfach auf das Portfolio, um alle diese Positionen übersichtlich aufgelistet zu sehen. Sie erkennen dadurch auch ungewöhnliche Bewegungen, die Sie schließlich über die Charts genauer untersuchen.

Bei riskanten Märkten auf Kreditnahme verzichten

Viele Broker bieten Ihnen an, das Portfolio zu beleihen oder mit Hilfe von Hebeln Fremdkapital aufzunehmen. Bei einem Hebel schießt Ihnen der Broker Kapital zu, um mehr Aktien oder CFDs kaufen zu können. Liegt Ihr eigenes Investment so bei bspw. 100 Euro und Sie entscheiden sich für einen Hebeltrade mit 1:5, werden insgesamt 500 Euro angelegt. Bei einem Gewinn bekommen Sie entsprechend das Fünffache heraus.

Das Problem an den Hebeln ist jedoch, dass sie auch ins Negative wirken und Sie den Kredit letzten Endes bedienen müssen. Es besteht somit die Gefahr, hohe Verluste zu machen und alles aufs Spiel zu setzen. Bei einigen Value Aktien und kurzfristigen Trendwechseln mag diese Strategie durchaus sinnvoll sein. Wenn die betroffenen Aktien aber deutlich überbewertet sind, gehen Sie mit der Kreditaufnahme ein erhebliches Risiko ein.

Im Herbst 2007 kam es zunehmend zu Zahlungsausfällen durch schwächere Löhne und eine stärkere Spaltung der Gesellschaft bei den Einkommenshöhen. Aufgrund der fehlenden Einnahmen bei den Subprime-Krediten gerieten auch einige Immobilienfonds in Turbulenzen. So waren bereits im Juni 2007 diverse Hedgefonds von Bear Stearns kaum noch etwas wert.

Großer Crash 2008 mit Lehman Brothers
Großer Crash 2008 mit Lehman Brothers

Der endgültige Kollaps erfolgte mit der Pleite der renommierten Bank Lehman Brothers. In der Folge kam es zu einer globalen Finanzkrise, die für viele Jahre andauern und die Welt in der Rezession halten sollte. In den USA und der EU kam es zu einer erheblichen Arbeitsmarktkrise und Staaten wie Griechenland bewegten sich auf den Konkurs zu. Man geht davon aus, dass selbst zehn Jahre nach dem Beginn der Krise noch nicht alle Folgen komplett überwunden waren.

Phase 3: Börsencrash – Was passiert, wenn die Aktienblase platzt?

Neben schlechten Nachrichten und niedrigen Umsätzen kann es auch äußere Ursachen geben, welche die Blase zum Platzen bringen. So sorgen Kriege und Sanktionen wie im Falle des Konflikts in der Ukraine für einen Sturz bei den Preisen. Weiterhin kann sich die Geldpolitik der Banken ändern oder aber es kommt zu einer allgemeinen Krise beim Bruttoinlandsprodukt.

Strategien für Anleger: So schützen Sie sich vor dem Crash

Gerade bei stark boomenden Branchen ist es immer möglich, dass die Börse kollabiert. Entsprechend sollte man als Anleger nicht irrational auf den Trend aufspringen, sondern sein Investment gut durchdenken. Eine tiefgründige Analyse und das Verfolgen der Charts ist das A und O. Wichtiger ist es noch, das Portfolio zu diversifizieren und das Aktiendepot abzusichern. Indem man nicht all sein Kapital auf ein Pferd setzt, senkt man das Risiko und kann einen Verlust zu gewissen Teilen abfedern.

Die wichtigsten Strategien, um das Aktiendepot vor einer platzenden Aktienblase zu schützen sind:

  • Warnsignale erkennen und frühzeitig aus dem Boommarkt aussteigen
  • Aktiendepot diversifizieren
  • Bei riskanten Branchen auf Kreditnahme verzichten
  • Short gehen und von den fallenden Kursen profitieren
  • Mit ETFs eine langfristige Basis für den Vermögensaufbau schaffen

Tipp: Über 2.000 Aktien ohne Kommissionen traden

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Wenn die Bewertungen an den Börsen weit über dem eigentlichen Potenzial der Aktie liegen, ist ein Kollaps eigentlich unausweichlich. Die Preise basieren in diesem Fall ausschließlich auf den Erwartungen der Anleger auf Erfolg in der Zukunft. Stellt sich dieser nicht ein, kommt es zu einer teils sehr schroffen Korrektur. Von einem Tag zum anderen kann es einen kompletten Einbruch der Kurse um mehrere 100 Prozent geben.

Der wichtigste Grund für eine Aktienblase bzw. ihre plötzliche Explosion ist die Konfrontation der Erwartungen der Anleger mit der Realität. Der Druck auf die Unternehmen, hohe Gewinne zu erzielen und die Erwartungen zu erfüllen, ist extrem hoch. Stellt sich der Erfolg nach einiger Zeit nicht ein, ziehen die ersten Investoren Ihr Geld aus dem Markt.

Dadurch fallen die Kurse kurzfristig ab und weitere Anleger verfallen in Panik. Die Spirale geht schlagartig nach unten, wird oft von einem kurzen Rebound aufgefangen, welcher von der Spekulation auf eine Rückkehr zum alten Niveau getragen wird, und geht letzten Endes aber weiter in den Keller.

Extrem hoch ist die Gefahr einer Aktienblase, wenn viele Spekulanten Wertpapiere aufgrund der guten Aussichten auf Kredit kaufen. Die Kredite müssen letzten Endes bedient werden. Kann man sie wegen der sinkenden Kurse nicht zurückgeben, ist die Panik am Markt noch größer und es kommt zu einem kompletten Kollaps.

Stark betroffen sind u. a. die Aktionäre, die Ihr Portfolio beliehen haben. Beim Beleihen des Aktiendepots geben Sie Ihre Wertpapiere als Sicherheit beim Broker oder der Bank an. Daraufhin erhalten Sie einen bestimmten Beleihungswert als potenzielle Geldanlage. Oftmals liegt dieser Lombardkredit bei ungefähr 60 Prozent. In der Wachstumsphase nehmen sich viele spekulativ agierende Akteure am Aktienmarkt einen solchen Kredit, um mit noch mehr Geld in einen Wert einsteigen zu können. Sie setzen darauf, dass der Preis stark in einer Boomphase steigt und man somit sehr hohe Gewinne vor dem Börsencrash erzielt.

Nimmt man das Geld auf Pump aber zu spät aus dem Markt, kommt man in Turbulenzen und verliert womöglich sein gesamtes Portfolio. Ähnliche Bewegungen sind auch bei den Immobilien zu sehen, wenn es in einer Stadt zu extremen Anstiegen der Grundstücks- und Wohnungspreise kommt. Durch den hohen Anteil an Fremdkapital in der Branche wird der Markt überproportional stark aufgepumpt. Von den exorbitanten Renditen angelockt, vergessen viele Börsenteilnehmer eine genauere Analyse und setzen am Ende auf ein Unternehmen, das den Erwartungen des Marktes nicht gerecht werden kann.

Seit der Einführung der Nullzinspolitik durch die Europäische Zentralbank sehen wir immer mehr Wachstum, das jedoch auf Pump besteht. Dieses Geld wurde z. B. zum Beginn der Corona-Krise in attraktive Value-Papiere gesteckt. Weiterhin macht es die Online-Software immer leichter, in Aktien zu investieren. Somit wächst der Anteil unerfahrener Trader, die wesentlich irrationaler am Aktienmarkt agieren.

Bei einem extremen Hoch an der Börse sollte man also unbedingt aufmerksam sein. Grundsätzlich gilt, dass sich Wachstumsphasen (bullischer Markt) mit Verlustphasen (bärischer Markt) abwechseln. Der finale Zusammenbruch bestimmter Segmente, die über mehrere Jahre außergewöhnlich stark angezogen haben, ist somit vorprogrammiert. Vorbereiten kann man sich darauf, indem man bestimmte Signale frühzeitig erkennt und das Geld herauszieht. Zudem lassen sich mit Leerverkäufen Sicherheitsschranken einbauen.

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Bekannte Beispiele für Blasen am Finanzmarkt

Die Suche nach Beispielen für Spekulationsblasen ist eigentlich nicht schwierig. Bereits im 17. Jahrhundert wird aus Holland von exorbitanten Preisen für Tulpenzwiebeln berichtet. Umso verwunderlicher ist es, dass die Urväter der Portfoliotheorie und des CAPM von einem durchweg rationalen und risikoaversen Verhalten der Akteure ausgegangen sind. Bekannte Aktien- und Spekulationsblasen waren in der Vergangenheit z. B.

  • Tulpenspekulation in Holland 1634-1637
  • Schwarzer Donnerstag 1929
  • Dotcom-Blase 2000
  • Immobilienblase 2007/2008
  • Silberspekulation 1970er Jahre

Beispiel 1: Die Tulpen-Blase in Holland

Die Spekulationsblase Mitte der 1630er Jahre in Holland ist als Tulpenwahn oder Tulpenmanie in die Geschichte eingegangen. Sie zählt zu den ersten Berichten über eine Blasenbildung im Bereich von Spekulationen auf mögliche Wertanlagen. Im Zentrum standen bei diesen exorbitanten Bewertungen die Tulpenzwiebeln aus Holland.

Genaue Preise für die beliebten Tulpenzwiebeln der damaligen Zeit können nicht mehr angegeben werden. Bereits damals wurden die Sorten aber an den Börsen gehandelt und konnten sogar über Terminkontrakte gekauft werden. Eine grobe Schätzung geht davon aus, dass eine Zwiebel im Jahr 1923 etwa 1.000 Gulden kostete und man im Jahr 1637 bis zu 30.000 Gulden dafür auf den Tisch legte. Im Vergleich dazu lagen die Kaufpreise für Immobilien bei maximal 10.000 Gulden.

Der höchste Wert soll im Februar 1637 bei der Versteigerung von Tulpenzwiebeln in Alkmaar erzielt worden sein. Nur wenige Tage danach kam es zum Zusammenbruch des Marktes. Als bei einer weiteren Auktion keine der Tulpen zum erwarteten Preis verkauft werden konnte, stürzten die Kurse in den gesamten Niederlanden ab. In diesem Moment wurde für die Anleger klar, dass es auf dem Scheitelpunkt eben nicht mehr den „greater fool“ geben würde und das Geld wurde schnell dem Tulpenmarkt entzogen.

Die traditionellen Erklärungsansätze gehen davon aus, dass die platzende Blase auf irrationales Verhalten und einen regelrecht wahnhaften Run auf die Tulpenzwiebeln zurückzuführen ist. Anhänger der Effizienztheorie suchen dagegen andere Gründe für den Zusammenbruch. Der Wirtschaftshistoriker Peter M. Garber erklärt die erhöhte Risikobereitschaft so mit der zuvor grassierenden Beulenpest in den Niederlanden. Zudem sieht er die Geldpolitik der Amsterdamer Wisselbank als eine weitere Ursache für die Tulpenblase.

Beispiel 2: Schwarzer Donnerstag 1929

Traurige Berühmtheit erlangte der Black Thursday am 24. Oktober 1929, als die New Yorker Börse einen Zusammenbruch erlitt und eine der folgenreichsten Wirtschaftskrisen der Geschichte auslöste. In der Folge kam es in den USA zur „Großen Depression“. Die Amerikaner zogen die Kredite aus Europa zurück, was letztlich auch den sozialökonomischen Grundstein für die Machtergreifung der Nationalsozialisten und die kommenden kriegerischen Konflikte legte.

Die Vorgeschichte beginnt mit einer erheblichen Spekulationsblase in den 20er Jahren. Der Bullenmarkt trieb den Dow Jones Index von lediglich 100 Punkten im Jahr 1923 relativ bald auf 331 Punkte. Zu diesem Zeitpunkt wurde von einem möglichen, ewigen Wachstum gesprochen – eine Überschätzung, die typisch für ungesunde Boommärkte ist.

Um an diesem Wohlstand partizipieren zu können, nahmen viele Kleinanleger Kredite auf und kauften mit diesem geliehenen Geld Anteile wertvoller Firmen. Erste Panikreaktionen gab es bereits Anfang Oktober 1929, als der Kurs zwischenzeitlich stark abstürzte. Als Reaktion pumpten die Banken und Investmentgesellschaften noch mehr Geld in den Markt, um die Kurse zu stützen.

Die riskante Situation wurde den Anlegern aber zunehmend bewusst als die Aktienkurse stagnierten. Angesichts der Gefahr, die aufgenommenen Kredite nicht mehr zurückzahlen zu können, begannen viele Aktionäre hektisch die Anteile zu verkaufen, was zu einer massiven Preisspirale nach unten führte. Am 24. Oktober kam es schließlich u. a. in Folge des Bankrotts des britischen Spekulanten Clarence Hatry zum kompletten Börsencrash. Der Gesamtwert der Börsenunternehmen sank innerhalb von wenigen Stunden um etwa 11 Mrd. US-Dollar.

Europäische Börsen
Am anschließenden Freitag wurden auch die europäischen Börsen allmählich von der Krise erfasst. Nach dem Wochenende und vielen Versuchen, die Kurse künstlich hoch zu halten, waren die Aktienpreise am folgenden Dienstag soweit abgestürzt, dass ein Rebound nicht mehr vorstellbar war und die herausgegebenen Kredite nicht mehr gedeckt werden konnten. Indem die Banken nun ihr Geld zurückverlangten, mussten auch die letzten Aktien als Sicherheit verkauft werden.

Den absoluten Tiefpunkt erreichte der Dow Jones Index im Sommer 1932 mit nur noch 41 Punkten. Als einigermaßen überwunden kann die Krise erst ab Mitte der 30er Jahre gelten. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Nationalsozialisten bereits die Macht in Deutschland ergriffen und damit begonnen, eine stark schuldenbasierte Wirtschafts- und Sozialpolitik einzuführen, die auf kurz oder lang im Krieg münden musste.

Beispiel 3: Die berühmte Dotcom-Aktienblase

Aus der jüngsten Vergangenheit ist vor allen Dingen die Dotcom-Blase ein sehr beispielhaftes Ereignis. In den 90er Jahren gab es eine regelrechte Euphorie in Bezug auf das Internet. Immer neue Firmen widmeten sich der digitalen Wirtschaft bzw. der New Economy. Teilweise wurden Unternehmen gegründet, ohne einen genauen Plan vom zukünftigen Potenzial des Marktes zu haben.

Aufgrund der großen Medienaufmerksamkeit investierten viele Aktionäre in die bis dahin nur wenig profitable Branche. Welches Unternehmen sich am Ende durchsetzen würde, stand um die Jahrtausendwende in den Sternen. So entschieden sich viele Anleger eher für Yahoo, anstatt auf den heutigen Marktführer Google zu setzen.

Das meiste Geld, das in die Unternehmen gesteckt wurde, waren also Vorschusslorbeeren, mit denen die Bewertungen an den Börsen weit vom inneren Wert der AGs (Gewinn je Aktie, Umsatz etc.) abwichen. Die fieberhaften Investitionen in die New Economy glichen in ihren Hochphasen ein Stück weit dem holländischen Tulpenwahn im 17. Jahrhundert. Der Niedergang des New Economy Booms folgte im März 2000. Noch Anfang des Monats wurde ein spektakuläres Rekordhoch im Deutschen Aktienindex DAX erreicht. Es kam zu immer mehr und schnelleren Neuemissionen von Aktien und somit einer Überflutung des Marktes mit Wertpapieren.

Dotcom
Crash der Dotcom-Bubble im Jahr 2002 zu sehen im Nasdaq Composite (Quelle: Wikipedia)

Mit den extrem hohen Bewertungen war irgendwann klar, dass die Unternehmen die Erwartungen der Anleger innerhalb der nächsten Jahre kaum erfüllen konnten. Da es sich durchweg um sehr junge Firmen mit neuartigen Technologien und wenigen materiellen Gegenwerten handelte, waren die Aktienpreise vollkommen ungedeckt. Bei vielen der AGs bestand der Buchwert lediglich aus einigen Computern und wenigen Gebäuden.

Mit der Insolvenz erster IT-Firmen begannen Gerüchte über gefälschte Bilanzen in den Medien zu kursieren. Es kam im März erstmals zu einem deutlichen Absinken der Aktienkurse. Die neuen unerfahrenen Investoren wollten nun ihre Wertpapiere schnell um jeden Preis loswerden. Die Blase platzte und zahlreiche Anleger verloren ihr gesamtes Investment.

Positiver Ausgang aus der Dotcom-Episode
Im Vergleich zu anderen Börsencrashs hatte die Dotcom-Episode aber etwas Gutes. Das IT-Segment wurde deutlich von unprofitablen und teils sogar kriminell agierenden Firmen gereinigt. Auf den Ruinen der ersten New Economy konnte sich ein tatsächlich wirtschaftlich agierender Markt mit heute unvergleichbaren Marktkapitalisierungen entwickeln. Hierfür stehen insbesondere Aktiengesellschaften wie Amazon, Apple, Google, Facebook & Co.

Beispiel 4: Immobilien 2007/2008

Nur sieben Jahre nach der Dotcom-Blase kam es am amerikanischen Immobilienmarkt zu einer rasanten Abwärtsbewegung. Grund dafür war die massive Vergabe von Krediten durch US-Banken an Kleininvestoren für den Kauf von Immobilien. Die Immobilienkäufer nahmen das Fremdkapital vor allem angesichts der drastischen Preissteigerungen für Wohnungen und Gebäude auf. Vor allem relativ gering verdienende Gruppen wollten sich nun ein Eigenheim mit Zukunftsaussichten leisten. Einen weiteren Impuls dazu setzte die US-Regierung mit ihrer Eigenheimförderung.

Beispiel 5: Silberspekulation in den 70er Jahren in Texas

Ein Beispiel aus dem Bereich der Edelmetalle ist die Spekulation rund um die Silberpreise in den USA. Die Aktienblase geht im Wesentlichen auf das Handeln der Brüder Nelson Bunker Hunt und William Herbert Hunt aus Texas zurück. Sie kauften in den 1970er Jahren, gedeckt durch saudische Geschäftsmänner, außergewöhnlich große Mengen an Silber an.

Vor allem auch aufgrund des Verbots von privatem Goldbesitz bis ins Jahr 1974 stieg der Wert des Silbers sprunghaft. Von 2 US-Dollar, die man 1973 für eine Unze bezahlte, erreichte der Wert im Januar 1980 50 US-Dollar. Im Januar 1980 stoppte die Finanzaufsicht schließlich alle neuen Käufe von Silber und setzte der Blase somit ein Ende.

Die Silberblase der 70er Jahre ist somit ein gutes Beispiel dafür, wie ein externer Faktor für den Zusammenbruch sorgen kann. Der darauf einsetzende hektische Abverkauf von physischem Silber u. a. auch auf den Schwarzmärkten löste eine regelrechte Silberschwemme und somit einen Preisverfall aus. Für den Handel mit Silber bedeutete das Ende der Spekulationsblase einen über fast zwanzig Jahre andauernden Bärenmarkt.

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Mein Fazit: mit etwas Achtsamkeit kommen Sie sicher durch den Crash

Sobald es das erste Anzeichen der Unsicherheit gibt, kollabiert der Markt und die Kurse sausen teils bis auf das Pennystock-Niveau herunter. Als Anleger ist es also wichtig, sich mit dieser Gefahr auseinanderzusetzen und die Signale zu einem Trendwechsel frühzeitig zu erkennen. Hierbei helfen vor allen Dingen Analysetools wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis und die Charts. Über die Kursverläufe lassen sich die Trendrichtungen und Tradingsignale u. a. auch für einen baldigen Einbruch erkennen.

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Meist gestellte Fragen zu Aktienblasen an der Börse:

Wie kommt es zu einer Aktienblase?

Eine Aktienblase entsteht immer dann, wenn der Markt zu viel Hoffnungen in die Entwicklung einer Branche oder eines Unternehmens steckt. Dann bläht sich der Preis vor allen Dingen auch aufgrund des eingesetzten Fremdkapitals auf. Er entspricht nicht mehr dem eigentlichen Potenzial der Aktie und nicht einmal den realistischen Prognosen. An dieser Stelle kommt es zwangsläufig zur Korrektur und der Kurs stürzt ein.

Wie können sich Investoren vor einem Börsencrash schützen?

Wenn Sie sich als Investor vor einem Crash schützen möchten, sollten Sie zunächst einmal das Portfolio umfassend diversifizieren. So können bestimmte Segmente den Verlust in einer anderen Branche auffangen.

Sinnvoll können auch Absicherungen durch Derivate wie Optionen, Futures oder CFDs sein. Durch die richtige Auswahl der entsprechenden Absicherungsinstrumente profitieren Sie am Kursverfall, der mit einem Börsencrash einhergeht und gleichen so die Verluste in Ihrem Portfolio wieder aus.

Darüber hinaus muss man die Märkte im Auge behalten und vor allen Dingen bei sehr überbewerteten eine tägliche Analyse auf den Charts durchführen. Sie achten hier auf die Trading-Signale, welche ankündigen, wann der Umschwung kommen wird.

Wann platzt eine Aktienblase?

Eine Aktienblase platzt dann, wenn der Optimismus der Anleger nachlässt und die Aktien gleichzeitig stark überbewertet sind. Dann setzt eine Angst vor der Korrektur ein, was in der Regel Panikverkäufe zur Folge hat.

Was passiert, wenn eine Aktienblase platzt?

Wenn eine Aktienblase platzt, werden sich die Anleger bewusst, dass ihre Aktien zu hoch bewertet sind und wollen ihre Aktien schlagartig verkaufen, bevor sie zu hohe Verluste erleiden. Dies hat in der Regel einen rapiden Kursabfall zur Folge. Je nachdem, wie groß die Aktienblase war und welche Sektoren davon betroffen waren, können Aktienblasen auch ganze Volkswirtschaften in die Krise stürzen, da der Kapitalverlust sich auch auf die Realwirtschaft auswirken kann.

Wie wahrscheinlich ist ein Börsencrash?

Die Wahrscheinlichkeit des nächsten Börsencrash ist sehr hoch, da dies zum natürlichen Marktzyklus gehört. Wann der nächste Crash eintreten wird, ist allerdings sehr schwer vorherzusagen, da er von einer Vielzahl unterschiedlicher Faktoren abhängig. Im Allgemeinen sollte man bei Vorhersagen von Crash-Propheten sehr skeptisch sein und sich möglichst eine eigene Meinung zur aktuellen Marktlage bilden.

Markus Müller - Autor bei Trading Für Anfänger
Markus Müller
Autor und Aktien Trader
Über den Autor: Markus Müller ist seit vielen Jahren an der Börse aktiv und hat sich eingehend über Jahre hinweg Aktien und ETFs beschäftigt. Auf www.trading-fuer-anfaenger.de gibt er die neusten Aktien Tipps und hilfreiche Trading Anleitungen für Einsteiger. Aktien und auch Aktien CFDs nutzt er für die unterschiedlichsten Anlagestrategien.
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Markus Müller - Autor bei Trading Für Anfänger
Geschrieben von: Markus Müller Autor und Aktien Trader
Markus Müller ist seit vielen Jahren an der Börse aktiv und hat sich eingehend über Jahre hinweg Aktien und ETFs beschäftigt. Auf www.trading-fuer-anfaenger.de gibt er die neusten Aktien Tipps und hilfreiche Trading Anleitungen für Einsteiger. Aktien und auch Aktien CFDs nutzt er für die unterschiedlichsten Anlagestrategien.
Avatar Maren Dinges
Reviewed by: Maren Dinges Autorin und Brokerexpertin
Maren ist aktiv im Finanzbereich und redaktioniert bei Trading für Anfänger Themenbereiche wie Portfoliomanagement, Betrug im Anlagensektor und klassische Investitionsmöglichkeiten.
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