Was ist ein Aktienrückkauf (Buyback): Erklärung für Anfänger

Was ist ein Aktienrückkauf (Buyback) – Erklärung für Einsteiger

Inhaltsverzeichnis
  1. Was ist ein Aktienrückkauf (Buyback) – Erklärung für Einsteiger
  2. So lassen sich Dividende und Aktienrückkäufe vergleichen
  3. Kann ich den Aktienrückkauf über den Online Broker abwickeln?
  4. Alternative Aktienrückkauf-ETFs – was hat es mit diesen börsengehandelten Fonds auf sich?
  5. Fazit: So profitieren Sie von Aktienrückkäufen der Aktiengesellschaft

Der Aktienrückkauf (Buyback) ist ein wirtschaftliches Instrument, mit denen die Aktiengesellschaft das Verhältnis zwischen Eigenkapital/Festbesitz und Free Float (Streubesitz) bewusst verändert. Durch den Rückkauf eigener Aktien verringert sich das Angebot auf dem Markt für frei handelbare Wertpapieren. Durch diese plötzliche Verknappung steigt bei gleichbleibender Nachfrage üblicherweise der Kurs. Insofern kann sich ein Aktienrückkaufprogramm positiv auf die Rendite auswirken. Das Unternehmen kann mit diesem Vorgehen verschiedene Ziele verfolgen.

Streubesitz

Beim Streubesitz handelt es sich um den Anteil der Aktien, die frei auf dem Markt gehandelt werden können. Ausgenommen sind davon die vom Konzern gehaltenen Anteile ebenso wie Pakete mit mehr als 5 Prozent Anteil in den Händen von Großaktionären oder Fondgesellschaften.

Warum kauft ein Unternehmen seine eigenen Aktien zurück?

Auf den ersten Blick scheint es ein eigenartiger Schritt zu sein, dass ein Unternehmen eigene Aktien von den Investoren zurückkauft. In den seltensten Fällen zeugt ein solches Vorgehen aber von Problemen oder Krisen in der Gesellschaft. Ganz im Gegenteil agiert der Konzern eher aus einer Position der Stärke heraus und will z. B. die Aktionärsstruktur bewusst verändern, Geld auf anderen Wegen als Dividenden an die Aktionäre ausschütten, eine Übernahme vorbereiten oder eine Übernahme verhindern. Die Gründe für Aktienrückkäufe können vielgestaltig sein. Hier stelle ich Ihnen die wichtigsten vor.

Folgende Gründe können bei einem Unternehmen für den Aktienrückkauf vorliegen:

  • Verwendung von überschüssigen Geldern
  • Einflussnahme auf die Struktur der Aktionäre
  • Abwehren von feindlichen Übernahmen
  • Finanzierung von Übernahmen anderer Unternehmen
  • Eigenkapitalrendite verbessern
  • Aktienrückkauf zur Weitergabe an die Mitarbeiter (Beteiligung)
  • Pflege der Aktienkurse
  • Signal an den Kapitalmarkt senden

Verwendung von überschüssigen Geldern

Ein typischer Grund für Aktienrückkäufe durch Unternehmen ist die Verwendung von überschüssiger Liquidität. Hat der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr einen hohen Gewinnüberschuss gehabt, den er aber aktuell nicht sinnvoll investieren kann, gibt es zwei grundsätzliche Möglichkeiten für die Verwendung: die Ausschüttung einer Dividende oder Aktienrückkäufe.

Dividende

Dividende ist ein Anteil am Reingewinn eines Unternehmens, der einmal im Jahr an die Aktionäre als Beteiligung je Aktie ausgeschüttet wird.

Für das Unternehmen ist es nur sinnvoll, das Kapital bei geplanten Investitionen zu halten. Die Aktionäre werden dagegen eine Ausschüttung in der ein oder anderen Form bevorzugen. Das Management macht hierzu also einen Vorschlag und in der Hauptversammlung wird schließlich abgestimmt.

Sind die Dividenden allzu hoch, fallen somit auch Steuern auf sie an – mit Aktienrückkäufen lässt sich dieses Problem vermeiden. Das Unternehmen leitet somit Kapital an die Aktionäre weiter, ohne deren Steuerstatus unnötig zu belasten.

Einflussnahme auf die Struktur der Aktionäre

Wenn eine Aktiengesellschaft einen Rückkauf der eigenen Aktien tätigt, verändert sich natürlich das Verhältnis zwischen Festbesitz und Streubesitz. Einige der bestehenden frei an der Börse handelbaren Aktien werden nun im Unternehmen gebunden. Dadurch hat die AG nun deutlich mehr Kontrolle in der Hand und kann in der Hauptversammlung Entscheidungen besser beeinflussen.

Börsenhandel
Börsenhandel

Die Anzahl der Anleger wird verringert und eine mögliche Entscheidungsmehrheit lässt sich im Hinblick auf eine bestimmte Abstimmung schneller herstellen. Andererseits wirkt sich diese Verschiebung in der Aktionärsstruktur natürlich auf die Entwicklung des Aktienkurses aus.

Prinzipiell gilt, dass die Kurse in normalen Zeiten bei niedrigerem Free Float volatiler, also schwankungsanfälliger werden. Andererseits sind sie bei eventueller Skandalberichterstattung oder bei Krisen angesichts der geringeren börsenpsychologischen Effekte stabiler. Mit einem Buyback könnte sich eine Aktiengesellschaft also auf eine Krise oder schlechte Berichterstattung in Folge einer kritisch beäugten Entscheidung vorbereiten.

Abwehren von feindlichen Übernahmen

Das Kapital über verschiedene Investoren und Anleger zu verteilen, ermöglicht natürlich anderen Unternehmen grundsätzlich eine feindliche Übernahme. Sie könnten ihrerseits die Aktien der Anleger aufkaufen und plötzlich mit einer Mehrheit dastehen. Umso mehr frei handelbare Aktien im Umlauf bin, desto stärker steigt also dieses Risiko.

Zeichnet sich eine solche feindliche Übernahme ab, kann sich die Aktiengesellschaft mit den Aktienrückkäufen einen gewissen Schutz davor geben. Einerseits steigt damit der Anteil des der Aktien in Händen der AG. Andererseits erhöhen sich in aller Regel die Kurse, was den Erwerb von frei handelbaren Aktien für mögliche Übernahme-Gesellschaften wesentlich teurer macht.

Finanzierung von Übernahmen anderer Unternehmen

Mit einem Rückkauf kann man aber nicht nur das eigene Unternehmen vor Übernahmen schützen – es lassen sich auch eigene Ankäufe fremder Firmen vorbereiten. So kann es sein, dass die liquiden bzw. bargeldlichen Mittel nicht ausreichen, um den Kaufpreis aufzubringen.

In diesem Fall lassen sich auch die eigenen Aktien für die Übernahme verwenden. Teilweise verlangt das Aktienrecht eine solche gemischte Finanzierung. Im Fachjargon nennt sich dieser Kauf unter Verwendung eigener Aktien auch Aktientausch oder Stock Swap.

Eigenkapitalrendite verbessern

Über Aktienrückkäufe wird das Grundkapital zu einem gewissen Anteil in Aktien angelegt. Dadurch sinken Eigen- und Grundkapital, während der Aktienbesitz des Unternehmens steigt. Der Effekt: Es erhöhen sich der Gewinn pro Aktie und die Gesamtkapitalrendite.

Aktienrückkauf zur Weitergabe an die Mitarbeiter (Beteiligung)

Viele Unternehmen möchten zur Verbesserung der Produktivität und zur festeren Bindung der Mitarbeiter Anteile an ihre Angestellten ausstellen. Typischerweise werden dabei bestimmte Vorzugsaktien angeboten. Eine solche Aktie kann etwas günstiger durch den Mitarbeiter direkt von der Gesellschaft gekauft werden. Die Anzahl solcher Wertpapiere ist natürlich limitiert.

Vorzugsaktien

Bei Vorzugsaktien handelt es sich um Wertpapiere, die meist zu einem günstigeren Preis und mit höherer Rendite ausgestattet sind. Dafür geben die Aktionäre ihr Stimmrecht auf der Hauptversammlung ab.

Ist der Konzern nun bereits an der Börse gezeichnet, kann er auf zwei Wegen an die notwendigen Aktien für eine solche Mitarbeiterbeteiligung kommen: entweder wird Kapital durch die Herausgabe neuer Aktien erhöht oder man einen Buyback durch.

Bei der Kapitalerhöhung gibt es den Nachteil, dass sich damit die Besitz- und Stimmverhältnisse allgemein verändern. Da es mehr Aktien auf den Markt geworfen werden, verringert sich die Gewichtung, die jede einzelne Aktie und die Aktionäre im Unternehmen haben. Entsprechend müssen Bezugsrechte herausgegeben werden, um die alten Aktionäre zu entschädigen.

Bezugsrechte

Bezugsrechte erlauben dem Aktionär bei einer Kapitalerhöhung den Zukauf von neuen Aktien in einem bestimmten Verhältnis zum Gesamtbesitz. Ziel ist es, die Verwässerung des eigenen Aktienbesitzes durch die Erhöhung der Gesamtanzahl an Aktien auszugleichen.

Mit Hilfe der Aktienrückkäufe lässt sich dieser Aufwand umgehen. Die AG kann einfach eigene Aktien aus der Hand der Anleger kaufen und von diesen erworbenen Aktien einen Anteil mit Vorzügen an die Mitarbeiter weitergeben.

Pflege des Aktienkurses

Aktienrückkäufe verringern das Angebot. Es befinden sich auf diese Weise weniger Aktien auf dem Markt und folglich steigt der Kurs bei gleichbleibender Nachfrage. Einige Unternehmen entscheiden sich also für einen Buyback, um die Kurse gezielt zu erhöhen und durch das Verhältnis zum nun gesunkenen Streubesitz auch den Gewinn pro Aktie (EPS) zu steigern. Ebenso kann mit diesem Instrument das Kurs-Gewinn-Verhältnis gesenkt werden.

Trading
Aktienrückkäufe werden zur Kurspflege genutzt

Gewinn pro Aktie (EPS)

Der Gewinn pro Aktie (EPS) gibt an, wie viel Gesamtgewinn des Unternehmens auf ein einzelnes Wertpapier entfällt. Hieran lässt sich beurteilen, wie viel Ertrag eine einzelne Aktie einbringen kann.

Kündigen sich Aktienrückkäufe an, dürfen Sie als Anleger also meist mit steigenden Kursen rechnen. Es lohnt sich in diesem Moment über einen günstigen Online Broker zu investieren. Dieser sollte nach Möglichkeit wenige bis keine Gebühren pro Order nehmen und über einen niedrigen Spread verfügen. Mein Top-Tipp ist diesbezüglich Markets.com.

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Signal an den Kapitalmarkt senden

Am Aktienmarkt kommt es immer wieder vor, dass bestimmte Aktien unterbewertet sind. Einem solchen Effekt kann die Aktiengesellschaft nun mit Hilfe eines Aktienrückkaufs entgegenwirken. Durch die Verknappung des Angebots steigt bei gleichbleibender Nachfrage der Kurs. Zudem machen am Aktienmarkt die News die Runde, dass das Unternehmen seine eigenen Aktien als Top-Wertpapiere mit hohem Investitionspotenzial ansieht. Hierdurch lassen sich andere Anleger eventuell von einem Kauf der Aktie ihrerseits überzeugen.

Woher kommt das Geld für den Rückkauf eigener Aktien?

Bei einem Aktienrückkaufprogramm wird ein bestimmter Zeitraum festgelegt, innerhalb dessen die AG ihre eigenen Wertpapiere von den Aktionären erwirbt. Dieses Zeitfenster wird meist recht schmal ausgelegt, da sich sonst der Kurs durch die plötzlich gestiegene Nachfrage erhöhen würde. Das Unternehmen agiert schließlich ganz normal wie alle anderen Akteure an der Börse und könnte eventuell das Angebots-Nachfrage-Verhältnis deutlich verschieben.

Für die Finanzierung der Aktienrückkäufe greift der Konzern meist auf das Grund- und Eigenkapital zurück. Beispielsweise ist das der Fall, wenn in einem Jahr besonders viel Gewinn gemacht wurde, dieser sich aber aktuell nicht investieren lässt. Dann verwendet man den Überschuss zum Rückkauf und zur gleichzeitigen Beteiligung der Aktionäre.

Eine andere Option ist die Finanzierung des Aktienrückkaufs durch Fremdkapital. Dabei profitieren die Unternehmen insbesondere in Zeiten von Niedrigzinsen. Positiv wirkt sich dieses Vorgehen vor allem aufgrund des Zinses für das Fremdkapital aus, der dann unter der Dividendenquote liegt. Die Auszahlung von Dividenden wird also auf die niedrigeren Fremdkapitalzinsen verschoben, der Konzern spart Geld und kann seine Liquidität steigern.

In der Fachwelt spricht man vom Leverage Buy Back. Dieser ist jedoch mit dem Risiko möglicher Zinssteigerungen und sinkender Unternehmensgewinne verbunden. Aufgrund der gesunkenen Eigenkapitalquote könnten sich außerdem die Bonitätsrankings verschlechtern.

So läuft ein Aktienrückkauf oder Buyback in Deutschland ab

Zunächst einmal wird auf der Hauptversammlung darüber abgestimmt, ob eigene Aktien des Unternehmens zurückgekauft werden sollen oder nicht. Seit 1998 hat der Konzern gemäß §71 Aktiengesetz das Recht, bis zu zehn Prozent des Grundkapitals innerhalb von fünf Jahren durch Aktienrückkäufe zu erwerben. Entscheidet sich die AG zu einem Buy Back und wurde eine Meldung an die Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin gemacht, können nun zwei verschiedene Wege eingeschlagen werden:

  • die eigenen Aktien auf dem Markt erwerben
  • ein Tender-Verfahren nutzen

Eigene Aktien am Markt kaufen

Beim Rückkauf der eigenen Aktien am Markt verhält sich das Unternehmen ähnlich den Aktionären und betritt als Käufer die Börse. Wie alle anderen Investoren kauft die AG also Wertpapiere in einem normalen Verfahren von Aktienbesitzern an.

Tender-Verfahren

Beim Tender-Verfahren wird den Aktionären direkt der Rückkauf von Wertpapieren angeboten. Das Unternehmen begibt sich also nicht in den Handel an der Börse, sondern kontaktiert die Anleger persönlich und fragt an, ob diese an einem Verkauf interessiert sind. Anders als an der Börse wird meist eine Prämie auf den Kurswert aufgeschlagen. Es können Festpreise genannt werden oder die Wertpapiere im Rahmen einer Auktion verkauft werden.

Was passiert nach dem Aktienrückkauf im Unternehmen?

Grundsätzlich liegt es ganz in der Hand des Unternehmens, was mit den aufgekauften Aktien passiert. Sie können entweder an Mitarbeiter ausgeteilt werden, für eine Übernahme verwendet, wieder verkauft oder sogar vernichtet werden. In letzterem Fall singt die Anzahl der Gesamtaktien.

Was ist der Buyback Yield?

Beim Buyback Yield handelt es sich um die Aktienrückkaufrendite, also um den Anteil, welcher der Rückkauf an den frei handelbaren Aktien hat. Angegeben wird der Wert als Quotient aus der Summe der zurückgekauften Aktien und der Marktkapitalisierung. Dieses Ergebnis wird dann mal 100 genommen, um auf den Prozentwert zu kommen.

Durch den Buyback Yield erfahren Sie als Investor, wie viel mehr Anteil Sie selbst nach dem Aktienrückkauf am Streubesitz des Unternehmens haben. Dies bezieht sich natürlich auf den Fall, in dem Sie Ihre Wertpapiere halten. Wenn Sie selbst als Verkäufer auftreten, müssen Sie die Abgabe Ihrer Wertpapiere natürlich mit einberechnen.

Umso höher der Buyback Yield ist, desto interessanter wird eine Investition in das Unternehmen. Er drückt aus, dass es ein sicheres Level an Liquidität, mehr Eigenkapital und solide Gewinne geben dürfte. Die Tendenz bei den Kursen zeigt ebenfalls nach oben.

Welche Vorteile haben die Aktionäre bei Aktienrückkäufen von Aktiengesellschaften?

Durch die Aktienrückkäufe wird die Anzahl der frei handelbaren Aktien, also der Streubesitz, insgesamt verringert. Dadurch erhöhen sich der Anteil und Wert, den der einzelne Anleger am Unternehmen hält. Im Falle von Stammaktien wird das Stimmgewicht stärker. Ein weiterer Effekt davon ist, dass pro Aktie mehr Dividende ausgeschüttet wird.

Mehr Dividende pro Aktie

Der Rückkauf der eigenen Aktien kann gleichzeitig als Ersatz für eine höhere Dividende oder als zusätzliche Gewinnausschüttung fungieren. Beim Verkauf der Wertpapiere profitieren die Aktionäre nämlich häufig von speziellen Prämien, insbesondere dann, wenn das Tender-Verfahren genutzt wird. Vorteil an dieser Art von Gewinnausschüttung ist, dass die Wertsteigerung der Aktie anders als bei einer Dividendenerhöhung nicht versteuert werden muss.

Diese Nachteile können sich beim Aktienrückkauf ergeben

Die Vorteile der Buy Backs betreffen insbesondere die kleineren Aktionäre. Bei Investoren, die größere Pakete in ihrem Portfolio halten, ist es nicht immer möglich, diese rechtzeitig aufzulösen und von den Prämien zu profitieren. Wer Stammaktien abgibt, hält zudem auch weniger Stimmen am Unternehmen. Dieser Aspekt ist in der Summe eher für Anleger relevant, die langfristig gezielt nach Einfluss und nicht nach finanziellen Gewinnen suchen.

Eventuell sollten die Aktionäre abwägen, ob ihnen die Prämie oder die Dividende mehr bringt. Mit dem Verkauf der Aktien erfolgt auch die Abgabe des Dividendenrechts auf die jeweiligen Wertpapiere. Nun ist die Frage, welche Höhe die Dividende im Vergleich zur Prämie hat und wie sehr sich Rendite sowie Dividende bei den verbleibenden Aktien erhöhen.

Mein Tipp: Schauen Sie sich auch langfristig an, ob die einmalige Prämie insgesamt mehr Wert hat als die Jahr für Jahr ausgeschüttete Dividende. Meist ist es sinnvoll, nur einen Teil der Papiere zu veräußern und für den verbleibenden Anteil einen Renditen- und Dividendenzuwachs mitzunehmen.

Vorteile und Nachteile für Aktionäre im Überblick

Vorteile der Buy Backs
Nachteile der Buy Backs
Kurs der Aktien steigt in der Regel durch die Verringerung der handelbaren Aktien
Kurssteigerungen sind eventuell nicht langfristig: der Effekt verpufft schnell, bei Fremdkapital-Buybacks droht eine Verschuldung
Wert der einzelnen Aktie steigt, da die Summe der Gesamtaktien sinkt
Anleger könnten denken, dass das Unternehmen keine anderen Investitionsmöglichkeiten hat und die jeweilige Branche gesättigt ist
Bei gleichzeitiger Gewinnausschüttung steigt die Dividende pro Aktie
Aktie kann möglicherweise durch den Buyback überbewertet werden
Die Prämie kann als eine Art zusätzliche Gewinnausschüttung verstanden werden
Der Anteil des Streubesitzes am Unternehmen ist ein wichtiger Indikator für die Aufnahme in einen Index z. B. den DAX. Wenn der Streubesitz verringert wird, sinkt auch die für den Index wesentliche Marktkapitalisierung der frei handelbaren Aktien.
Anders als bei einer höheren Dividende muss die Wertsteigerung der Aktie durch einen Buyback nicht versteuert werden
Sollte das Unternehmen in einen niedrigeren Index absteigen, könnten sich ETFs dazu gezwungen sehen, Anteile zu verkaufen – so z. B. bei DAX-ETFs, die gemäß Gesetz keine Anteile an Unternehmen aus dem MDAX halten dürfen. Die gesamte Nachfrage würde damit sinken und mit ihr der Aktienkurs.
Positives Signal für Interessenten – dadurch Kurssteigerung (Nachfrage wird aufgebaut)
Beim Verkauf verlieren die Aktionäre Stimm- und Dividendenrechte auf die jeweiligen Aktien

So lassen sich Dividende und Aktienrückkäufe vergleichen

Dividende und Aktienrückkäufe sind zwei Varianten, mit denen die AGs Gewinne an die Aktionäre ausschütten können. Wenn Sie Dividende erhalten, müssen Sie ab einem bestimmten Betrag im Jahr nach Ihrem persönlichen Steuersatz mit einer Deckelung von maximal 25 Prozent Steuern bezahlen.

Bei den Erträgen aus Aktienrückkäufen liegt der Fall etwas anders. Diese sind steuerlich nicht relevant, insbesondere was die Prämien-Einnahmen bei dem Verkauf angeht. Auf die Rendite bzw. Kurssteuerung fallen dennoch Abgaben an.

Fakten zum Aktienrückkauf

  • Beim Aktienrückkauf profitieren Sie als Aktionär von Prämien auf den Rückkaufpreis
  • Die Renditen steigen häufig nach dem Rückkauf
  • Beim Rückkauf sparen Sie gegenüber der höheren Dividendenausschüttung Steuern
  • Die Aktionäre verlieren ihr Stimmrecht beim Verkauf der Aktien
  • Keine Dividende auf die verkauften Aktien

Fakten zu Dividenden

  • Auszahlung der Dividende in einer bestimmten Höhe ist garantierter als der Kurszuwachs nach Aktienrückkäufen
  • Das Recht auf Dividende besteht unabhängig von der Kursentwicklung
  • Gewinn aus Dividenden muss versteuert werden
  • In Verlustjahren kann die Dividende per Beschluss der Hauptversammlung ausfallen

Kann ich den Aktienrückkauf über den Online Broker abwickeln?

In vielen Fällen begeben sich die Unternehmen im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms ganz einfach an den Aktienmarkt. Entsprechend können z. T. auch über die Online Broker ganze Aktien wieder an die AGs abgetreten werden. Wichtiger für alle Investoren auf Tradingplattformen ist es aber allgemein die News zu solchen Prozessen im Auge zu behalten. Der Konzern muss nach dem Beschluss und dem „Go“ durch die BaFin eine Ad-hoc-Meldung machen. Allein aus diesem Grund kann der Kurs bereits steigen. Wie Sie ganz einfach über einen Online Broker investieren, zeige ich Ihnen im Folgenden:  

Was sind Online Broker und wie kann ich am besten über sie investieren?

Online Broker sind die Zukunft des Tradings. Anstatt zu der Bank zu gehen und sich bestimmte Aktien oder ETFs vorschlagen zu lassen, nehmen Sie mit den Tradingplattformen Ihr Glück selbst in die Hand. Sie haben hier einen umfangreichen Zugriff auf alle Finanzdaten, Analysetools und Charts. Zudem können Sie die aktuellen News zur jeweiligen Branche verfolgen. Im Gegensatz zur Bank sind beim Broker:

  • Die Gebühren niedriger (teils keine Gebühren auf Trades wie bei Markets.com)
  • Trades in Echtzeit möglich
  • Aktuelle Marktpreise verfügbar
  • Top-Aktien global verfügbar
  • Trading rund um die Uhr möglich
  • Viele Services wie Charts und Kennzahlen vorhanden

Anmeldung beim Online Broker

Zunächst einmal suchen Sie sich den passenden Broker anhand von Erfahrungsberichten heraus. Orientieren Sie sich dabei an Faktoren wie der Gebührenstruktur, den Zahlungsarten, der Finanzkontrolle und der Lizensierung. Zudem ist es wichtig, dass der Broker auf ein sicheres und schnelles Software-System baut.

Anmeldung beim Broker per E-Mail

Nachdem Sie den richtigen Broker gefunden haben, melden Sie sich mit der E-Mail-Adresse an. Darüber bekommen Sie einen Bestätigungscode und sind bereits nach kurzer Zeit kostenloses Mitglied. Nun müssen Sie noch Ihre Adresse und andere Daten eingeben.

Anmeldung Markets.com
Melden Sie sich hier bei Markets.com an

Bevor es losgehen kann, ist eine Verifizierung notwendig. Bei einigen Anbietern werden Sie per Video-Chat angerufen und halten Ihre Dokumente in die Kamera. Andere Tradingplattformen wie Markets.com erlauben es Ihnen, den Wohnsitznachweis und Ausweis als Scan hochzuladen. Oft müssen Sie zudem Ihre Steuernummer für die Abfuhr der Abgeltungssteuer ans Finanzamt angeben.

Verifizierung durchführen
Laden Sie Ihre Dokumente zur Verifizierung hoch

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Proberunde im Demokonto

Der Vorteil an den Online Brokern ist, dass Sie sich zunächst im Demokonto ausprobieren können. Sie erhalten eine bestimmte Summe an virtuellem Geld in Euro und verfügen frei darüber. Lernen Sie dabei, wie man sein Portfolio richtig diversifiziert und z. B. auch zum richtigen Zeitpunkt auf Unternehmen setzt, die eine Aktienrückkaufaktion starten wollen.

Sie können auch für den späteren Handel in Echtgeld bestimmte Aktien, die Sie interessieren, auf die Watchlist setzen und dort die Bewegung auf den Charts mitverfolgen. Zudem sollten Sie wichtige Kennzahlen wie den Gewinn pro Aktie, das Kurs-Gewinn-Verhältnis und die Dividendenrendite im Auge behalten.

Geld auf das Konto laden

Geld auf das eigene Konto beim Online Broker zu laden ist ein Kinderspiel. Sie nutzen hierfür einfach die verfügbaren Methoden von PayPal über Kreditkarte bis hin zur klassischen Überweisung. Dabei gibt es bei den Anbietern meist einen Mindesteinzahlungswert. Dieser sollte nach Möglichkeit recht niedrig sein. Bei Markets.com können Sie bspw. bereits ab 100 Euro einsteigen.

Einzahlung Aktien
Einzahlung bei Markets.com

Die passenden Aktien herausfinden und investieren

Um die passenden Aktien zu finden, verfolgen Sie z. B. die aktuellen News bspw. in Bezug auf Buybacks, lesen sich die Kennzahlen durch und werfen beim Online Broker einen Blick auf die Charts. Attraktive Wertpapiere fügen Sie Ihrer Watchlist hinzu und eröffnen zum richtigen Zeitpunkt den Trade.

Fügen Sie bei Markets.com mit einen Klick auf das Sternchen Aktien Ihrer Watchlist hinzu

Klicken Sie einfach auf Kaufen oder Traden. Es öffnet sich schließlich ein Fenster, in dem Sie die Anzahl der Aktien bzw. einen Betrag eingeben können. Liegt dieser unter dem Kurswert, kaufen Sie in der Regel CFDs, also virtuelle Bruchstücke von Aktien über einen Kontrakt mit dem Broker selbst. Sie halten in diesem Fall keine echten Aktien in der Hand und sind somit auch nicht dividendenberechtigt.

Klicken Sie bei Markets.com auf Kaufen, um eine bestimmte Aktie zu erwerben

Die Online Broker bieten Ihnen viele praktische Funktionen. So gibt es die Hebel, bei denen Ihnen in einem bestimmten Prozent-Verhältnis Geld zugeschossen wird. Dadurch multiplizieren sich die möglichen Gewinne. Es steigt aber auch das Risiko, da die Verluste ebenfalls höher ausfallen.

Um Risiken einzugrenzen, entscheiden Sie sich für automatische Tradingfunktionen wie Stop Loss und Take Profit, bei denen der Ausstieg aus dem Trade ab einem bestimmten Verlust bzw. Gewinn erfolgt.

Automatisierte Tradingfunktionen bei Markets.com nutzen

Alternative Aktienrückkauf-ETFs – was hat es mit diesen börsengehandelten Fonds auf sich?

Da die Tendenz bei den Kursen von Unternehmen, die Aktien zurückkaufen, meist sehr gut aussieht, haben sich einige ETFs global genau auf dieses Segment spezialisiert. Sie nehmen in den Fond lediglich Papiere von AGs auf, die gerade einen Buyback planen oder durchführen. Dadurch kann man sich auf teils höhere Rendite als bei anderen ETFs freuen.

ETF

Bei ETFs handelt es sich um Fonds, die frei an der Börse gehandelt werden können. In den Aktienpaketen befinden sich dabei stets performancestarke Papiere z. B. aus einer Branche oder einem bestimmten Index. Das Wachstum ist hier langsamer, dafür aber stabil. Das Risiko kann als sehr niedrig eingestuft werden.

Vergleicht man z. B. bekannte Buyback ETFs wie den Invesco Global Buyback Achievers und den Amundi S&P 500 Buyback mit ETFs, die sich auf den MSCI World beziehen, fällt der jährliche Zuwachs auf den Charts deutlich höher auf. Teilweise ist die Rendite im Jahr um etwa 70 Prozent höher.

Wenn Sie die Vorteile der Buyback Aktien also gebündelt nutzen möchten, investieren Sie am besten bei Ihrem Online Broker in einen solchen ETF. Markets.com bietet Ihnen so eine breite Auswahl an spannenden Aktienrückkauf-Fonds, die sich mit wenigen Klicks in das Portfolio aufnehmen lassen und als stabiles Wachstumsinstrument für das eigene Portfolio gelten dürfen.

Invesco Global Buyback Achievers

  • ISIN IE00BLSNMW37, WKN A114UD, Ticker BBCK
  • Fondgröße: ca. 60 Mio. Euro
  • Ertragsverwendung: Ausschüttend
  • TER: 0,39 Prozent
  • Domizil: Irland
  • Fondauflage: seit Oktober 2014
  • Wertentwicklung: ca. 53 Prozent in drei Jahren

Amundi S&P 500 Buyback

  • ISIN LU1681048127, WKN A2H562, Ticker B500
  • Fondgröße: ca. 50 Mio. Euro
  • Ertragsverwendung: Thesaurierend
  • TER: 0,15 Prozent
  • Domizil: Luxemburg
  • Fondauflage: seit Januar 2018
  • Wertentwicklung: ca. 50 Prozent in drei Jahren

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Fazit: So profitieren Sie von Aktienrückkäufen der Aktiengesellschaft

Es gibt viele Gründe, warum sich AGs zu einem Buyback entschließen. Einerseits können so überschüssige Geldmittel verteilt werden, andererseits lassen sich Übernahmen abwehren bzw. vorbereiten. Außerdem kann man im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms Kurspflege betreiben und den Wert der einzelnen Aktien verbessern. Durch die Reduktion des Free Floats (Streubesitz) gibt es darüber hinaus mehr Entscheidungsgewalt auf Seiten der AG in der Hauptversammlung.

Für die Aktionäre ist ein Aktienrückkauf in den meisten Fällen als positiv zu bewerten. Verkaufen Sie Ihre Aktien, erhalten Sie eine Prämie oberhalb des eigentlichen Kurswertes. Wer die Wertpapiere hält, darf sich dagegen auf einen Renditenzuwachs und im Falle von Stammaktien über mehr Mitspracherecht freuen. Der Gewinn pro Aktie wächst auf diese Weise ebenfalls an, da die Anzahl der frei handelbaren Aktien sinkt.

Eine Strategie kann es sein, in Unternehmen zu investieren, die in naher Zukunft einen Buyback planen. Dieser muss zumindest in Deutschland bei der BaFin angemeldet und per Ad-hoc-Mitteilung der Öffentlichkeit kundgetan werden. Wer vor dem Aktienrückkauf einsteigt, kann entweder von der steigenden Rendite oder von der Prämie beim Wiederverkauf profitieren.

Eine weitere Option sind die Buyback ETFs, die Pakete ausschließlich mit Unternehmen in Buyback-Programmen schnüren. Wenn man sich die Charts solcher Fonds anschaut, steigen die Werte dabei deutlich stärker als bei den klassischen ETFs, die sich einfach nur auf einen Index beziehen.   

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FAQs zum Aktienrückkauf

Was bringt ein Aktienrückkauf?

Ein Aktienrückkauf treibt in aller Regel den Kurs nach oben. Zudem bekommt die AG mehr Handlungsgewalt in der Hauptversammlung und kann die eigenen Aktien als besonders attraktiv promoten. Für Aktionäre sind neben der steigenden Rendite die höhere Dividende pro Aktie ebenso ein Vorteil wie die Prämie, die beim Verkauf auf den Kurswert aufgeschlagen wird.

Ist ein Aktienrückkauf gut?

Grundsätzlich überwiegen die positiven Aspekte an einem Aktienrückkauf. Die AG präsentiert sich als stabil und liquide, darf auf steigende Kurse hoffen und die Aktionäre profitieren bei einem Verkauf von einer Prämie auf den Angebotspreis. Durch die Senkung des Streubesitzes steigen zudem Dividende und Gewinn pro Aktie. Zudem erhält man als Einzelaktionär mit Stammaktien mehr Mitspracherecht in der Hauptversammlung.

Wieso kauft eine Firma Aktien zurück?

Der Rückkauf kann aus verschiedenen Gründen erfolgen. Hierzu zählen: die Kurspflege, die Senkung des Streubesitzes für mehr Entscheidungsgewalt in der Hauptversammlung, die Verteilung überschüssiger Mittel, die Verhinderung von feindlichen Übernahmen, die Vorbereitung auf Übernahmen anderer Unternehmen

Wie werden Aktienrückkäufe bilanziert?

In der Bilanz müssen die Rückkäufe gesondert vom Unternehmen als „zurückgekaufte Aktien“ aufgeführt werden. Dieser Posten mindert das Eigenkapital, da die dafür aufgewendeten finanziellen Mittel aus der Bilanz gelöscht werden. Die Eigenkapitalquote sinkt. Das kann u. U. zu einem schlechteren Bonitätsranking führen.

Wie wirkt sich ein Aktienrückkauf auf den Kurs aus?

Der Kurs steigt in der Regel, da sich das Angebot an Aktien bei gleichbleibender Nachfrage verringert. Zudem erhöht sich bei einem Aktienrückkauf der Gewinn pro Aktie und das Kurs-Gewinn-Verhältnis sinkt. Da steigende Kurse erwartet werden, kommt es oft zu einer wachsenden Nachfrage bei den Anlegern.

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