Aktienkennzahlen: die wichtigsten Ziffern zur fundamentalen Analyse

Inhaltsverzeichnis:
  1. Aktienkennzahlen: die wichtigsten Ziffern zur fundamentalen Analyse

Die Kennzahlen im Trading bieten Ihnen wichtige Indizien dafür, welche Aktien Potenzial haben und welche nicht. Genutzt werden sie vor allen Dingen in der Fundamentalanalyse. Bei dieser Methode schaut man sich den inneren Wert von Unternehmen an und versucht herauszufinden, ob diese stabile Gewinne einfahren und eine positive Prognose besitzen.

Danach vergleicht man die Aktienkennzahlen mit der Börse. Welche Bewertung gibt es durch die Anleger und ist diese fair bzw. gerechtfertigt gegenüber dem tatsächlichen Potenzial? So kann man u. a. den Gewinn, den Buchwert und den Umsatz mit dem aktuellen Kurs vergleichen. Sie kommen auf diese Weise auf mögliche Unterbewertungen oder Überbewertungen. Es sind speziell die Value- und Growth-Investoren, welche diese Art der Aktienanalyse für sich nutzen.

Die wichtigsten Kennzahlen für Aktien, die Sie kennen sollten sind:

Der innere Wert: Unternehmensgewinn, Buchwert, Umsatz und Cashflow je Aktie

Beim inneren Wert von Unternehmen handelt es sich quasi um die Finanzdaten, die sich aus dem Wirtschaften innerhalb eines Jahres ergeben. Dabei rückt für die Trader vor allen Dingen der Gewinn in den Fokus. Dieser wird quartalweise veröffentlicht und am Ende des Jahres zusammengefasst. Hieraus ergibt sich dann der wichtige Gewinn je Aktie, über den weitere Kennzahlen berechnet werden.

Aktienkennzahlen Funda - Trader bei der Arbeit

Der Unternehmensgewinn ist allerdings nicht die einzige Größe, die beim inneren Wert des Unternehmens relevant ist. So sollten Sie bei Ihrer Aktienanalyse auch auf den reinen Umsatz und den Cashflow achten. Letzterer beschreibt die liquiden Geldflüsse, also die Einzahlungen und Auszahlungen ohne fiktive Werte.

Was nicht liquide ist, befindet sich meist fest in Sachwerte und Immobilien gegossen. Diese haben natürlich auch einen Wert, den man nicht außer Acht lassen sollte. Im Buchwert sind alle diese Größen abgesehen vom Fremdkapital festgehalten. Er bietet Ihnen einen Hinweis darauf, wie viel Vermögen das Unternehmen noch in der Hinterhand hat.

Gewinn/Gewinn je Aktie

Für die Berechnung des Unternehmensgewinns je Aktie nehmen Sie sich das offizielle Endergebnis eines Jahres aus der Bilanz und teilen dieses durch die Aktienanzahl. Somit brechen Sie den offiziellen Jahresgewinn auf den einzelnen Anteil herunter und wissen genau, wie viel dieses Papier tatsächlich wert ist. Später kann man den inneren Gewinn der Aktie mit dem Kurs vergleichen und dadurch auf ihr unentdecktes Potenzial schließen.

Umsatz/Umsatz je Aktie

Beim Umsatz handelt es sich um die reinen Einnahmen des Unternehmens. Da hier die Betriebsausgaben nicht einberechnet sind, liegt diese Kennzahl deutlich über dem Gewinn. Interessant ist der Blick auf diesen Wert vor allen Dingen bei Firmen, die noch jung und sehr investitionsfreudig sind.

Durch die hohen Ausgaben für Neuanschaffungen und die Entwicklung innovativer Ideen ist der Gewinn selbst oftmals recht niedrig. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis könnte hier auf eine massive Überbewertung hinweisen. Am Umsatz lässt sich dagegen erkennen, wie erfolgreich sich das Unternehmen tatsächlich am Markt verkauft. Womöglich sind die Produkte oder Dienstleistungen extrem beliebt und haben Zukunftsaussichten, die sich noch nicht im Gewinn selbst widerspiegeln.

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Cashflow/Cashflow je Aktie

Das Wort Cash Flow oder Cashflow kann einfach mit Geldfluss übersetzt werden. Man möchte über diese Kennzahl herausbekommen, wie liquide der Konzern ist. Kann sehr schnell Geld flüssig gemacht und eingesetzt werden oder müssen erst langwierig Rücklagen, Sachwerte und Immobilien aufgelöst werden?

Im Unterschied zum Gewinn bildet der Cashflow besser die Realität ab. So können sich hierin keine fiktiven Ausgaben wie bspw. Rückstellungen oder Abschreibungen befinden. Sie blicken also auf die tatsächliche Ertragskraft des Unternehmens. Diese kann entweder positiv sein und für Investitionen genutzt werden oder sich als defizitär herausstellen.

Buchwert/Buchwert je Aktie

Der Buchwert umfasst alles, was das Eigenkapital hergibt. Dazu gehören also nicht nur die Gewinne, sondern alle Sachwerte und Immobilien des Unternehmens. Sie erkennen daran das komplette Vermögen und schätzen darüber ein, welche Werte wirklich im Konzern stecken. Diese lassen sich gerade bei Growth Firmen nur schlecht im Gewinn erkennen.

Vorteilhaft ist der auf die Aktie heruntergebrochene Buchwert nicht zuletzt für die Beurteilung von Boom-Märkten. Handelt es sich bei einem extrem hohen Aktienkurs trotz geringen Gewinnen um eine potenzielle Aktienblase oder um Growth-Wertpapiere? Während der Dotcom-Blase war so anhand der niedrigen Buchwerte und schmalen Investitionen häufig deutlich, wohin die Reise mit gewissen Unternehmen gehen würde.

Dotcom Crash
Dotcom Aktienblase 2000 konnte anhand von überbewerteten Aktien erkannt werden

Viele Anleger fühlten sich jener Zeit aber von der stark wachsenden Aktienbewertung am Markt dermaßen angelockt, dass Sie die tatsächlichen Finanzdaten aus den Augen ließen und in die Falle der Aktienblase liefen. Eine ganzheitliche Bewertung mit allen wichtigen Kennzahlen und Daten ist daher das A und O bei einer gründlichen Analyse.

Wie ist der Unternehmenswert/Enterprise Value zu beurteilen?

In der Wirtschaftslehre arbeitet man gerne mit dem Unternehmenswert, um die Gesundheit und Zukunftschancen von Firmen richtig einzuschätzen. Dabei unterscheidet man grundsätzlich zwischen dem Enterprise Value/Firm Value inklusive aller Kapitalquellen und dem bereinigten Equity Value ohne dem Fremdkapital.

Was das Unternehmen auf Basis der inneren Kennzahlen für den Markt wert ist, ergibt sich aus dem betriebsnotwendigen Vermögen und dem nicht-betriebsnotwendigen Vermögen. Diese Positionen zusammen ergeben das Firm oder Entity Value.

Gemeinhin erfolgt die Berechnung des Enterprise Value über die Zusammenrechnung von Eigen- und Fremdkapital, von dem man dann das nicht-betriebsnotwendige Vermögen abzieht. Mit dieser Kennzahl vergleicht man letztlich die operativen Werte und die Ergebnisse an den Börsen, um eventuelle Unter- und Überbewertungen zu erkennen.

Vergleich mit der Bewertung an der Börse: KGV, KBV, KUV und KCV

Die inneren Werte der Unternehmen verschaffen Ihnen zunächst einmal wichtige Informationen über die Finanzen an sich. Im Aktienhandel will man aber darüber hinaus herausfinden, ob diese Angaben mit der Aktienbewertung an der Börse übereinstimmt. Oft klaffen die Preise aus unterschiedlichen Gründen eklatant auseinander. Solche Diskrepanzen bieten für clevere Investoren die besten Möglichkeiten, um in verschiedene Trends einzusteigen – noch bevor sie von anderen Aktionären erkannt werden.

Diskrepanz - eiserne Waage im Gleichgewicht
Innerer Wert und Marktwert klaffen meist auseinander

Kurs-Gewinn-Verhältnis

Für Value-Aktionäre und fundamentale Analytiker ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) die mit Abstand wichtigste Kennzahl. Über diesen Wert vergleichen Sie kurz gesagt den inneren Wert in Form des Jahresgewinns mit der Bewertung der Aktie am Markt. Hierzu müssen Sie zunächst den Gewinn des Unternehmens auf einen Anteil herunterbrechen, indem Sie ihn durch die Anzahl der ausstehenden Aktien teilen.

Als Nächstes teilen Sie den aktuellen Aktienkurs durch den Gewinn je Aktie. Die Formel für die Berechnung lautet also:

KGV = Aktienkurs / Gewinn je Aktie

Die daraus resultierende Kennzahl müssen Sie nun richtig interpretieren. Generell kann man sagen, dass ein kleines KGV um die 15 Punkte und darunter auf eine Unterbewertung hinweist. Bei manchen Branchen kann das Ergebnis aber auch generell höher liegen, da der Gewinn selbst in diesem Segment vielleicht noch nicht so stark ist.

Entsprechend muss man sich das KGV immer im Kontext mit den anderen Unternehmen ansehen. Insgesamt können Sie mit dem KGV u. a. Value Aktien ermitteln, also Wertpapiere, bei denen die Bewertung an der Börse weit unter dem Potenzial und der Ertragskraft liegt. Zudem erkennen Sie früher, ob es sich um eine mögliche Überbewertung mit Risiko einer Aktienblase handelt. In diesem Fall sollten Sie auf ein Investment in die Aktiengesellschaft möglicherweise verzichten.

Kurs-Buchwert-Verhältnis

Beim Gewinn blicken Sie zunächst nur auf die mit den Ausgaben gegengerechneten Einnahmen der Aktiengesellschaft. Daraus wird nicht ersichtlich, wie viel Geld z. B. in das Inventar und die Immobilien geflossen ist. Aufgrund von Investitionen können Sie die Angaben aus dem KGV also täuschen und die finanziellen Werte des Unternehmens sind besser, als man auf den ersten Blick annimmt.

Großes Geschäftsgebäude Immobilienfonds
Immobilien stellen einen wichtigen Wert in Unternehmen dar

Daher ziehen schlaue Anleger bei der Aktienbewertung immer auch das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) zurate. Sie schauen sich hierbei den Buchwert an und teilen den Kurs durch diese Kennzahl. Dadurch bringen Sie den aktuellen Preis von Wertpapieren am Markt mit dem gesamten Eigenkapital in Verbindung.

KBV = Aktienkurs / Buchwert

Das Eigenkapital bzw. der Buchwert ist typischerweise höher als der Gewinn. Es beinhaltet so u. a. alle Sachwerte und Immobilien. Daher ist das KBV unterm Strich auch niedriger als das KGV. Das macht die Bewertung und Beurteilung zum Teil einfacher. Sie achten lediglich darauf, ob die Kennzahl über oder unter 1 liegt.

Liegt das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) unter 1, lässt das eine Unterbewertung vermuten. Bei einem höheren Ergebnis könnte man eine Überbewertung annehmen. Praktisch ist das KBV vor allen Dingen bei Unternehmen, die sich in einem Boommarkt befinden, dessen Bewertungen kaum durch die aktuellen Gewinne gedeckt sind. Viele Firmen in diesen Bereichen haben so kaum Inventar und Immobilien, sondern lediglich eine grobe Geschäftsidee. Der Buchwert ist entsprechend niedrig und das KBV sehr hoch.

Kommt es bei anderen Kennzahlen wie dem KGV und dem KCV zu ähnlichen Ergebnissen, sollte man als Anleger eher Abstand von einem Kauf nehmen und eventuell rechtzeitig aus dem Trade aussteigen.

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Kurs-Umsatz-Verhältnis

Ein eher selten genutzter Wert, der aber im ganzheitlichen Blick Hilfe bei der Entscheidung für oder gegen Kauf bieten kann, ist das Kurs-Umsatz-Verhältnis. In diesem Fall lassen Sie die Ausgaben des Unternehmens außer Acht. Sie schauen sich also lediglich die Einnahmen, sprich den Umsatz des letzten Jahres an.

Hierdurch sehen Sie, wie gut sich die Produkte oder Dienstleistungen der Aktiengesellschaft verkaufen. Das kann ein hervorragender Hinweis auf möglichen Growth sein. Eventuell befindet sich das Unternehmen in der Anfangsphase, hat ein beliebtes Angebot geschaffen, muss aber gleichzeitig investieren, um voranzukommen. Durch diese Investments sinkt der Gewinn automatisch und der Aktienkurs könnte ungerechtfertigt als überbewertet erscheinen.

KUV = Kurs / Umsatz

Der Umsatz und das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) bringt somit also etwas Aufklärung und schafft einen besseren Einblick in die tatsächliche Entwicklung des Unternehmens. Sie können sich zusätzlich die Zahlen aus den Vorjahren zur Hand nehmen, um zu erkennen, ob der Umsatz wächst, wie beliebt die Aktie bei den Anlegern ist und welche Investitionen es zuletzt gab.

Ähnlich wie beim Buchwert ist der Umsatz deutlich höher als der Gewinn. Somit liegen die Kennzahlen bei der Division entsprechend niedriger als beim KGV und lassen sich etwas klarer interpretieren. Allgemein kann man sagen, dass ein KUV unter 1 auf eine sehr günstige Aktie hinweist. Hier dürfte es viel Potenzial nach oben geben. Bei einem Wert von etwa 1 bis 1,5 liegt man im klassischen Mittel, während alles, was darüber liegt, als teuer gilt.

Die Schwäche des KUV ist sicherlich, dass es die Gewinne komplett außer Acht lässt. Dies mag in den frühen, investitionsreichen Jahren eines Unternehmens kein Problem sein. Auf Dauer muss sich die Aktiengesellschaft aber als rentabel erweisen. Ein guter Hinweis darauf, ob es denn tatsächlich ein relatives Wachstum gibt, bietet Ihnen ein jahresmäßiger Rückblick auf die Gewinnzahlen.

Kurs-Cashflow-Verhältnis

Das Cashflow kann man allgemein als die Ertragskraft von Unternehmen bezeichnen. Übersetzen lässt sich der englische Begriff mit Geldfluss, woran ersichtlich wird, auf was es bei dieser Kennzahl letztlich hinausläuft. Es geht quasi um den Zufluss und Abfluss liquider Mittel – also der Geldmengen, die direkt eingesetzt werden können.

Fiktive Rückstellungen, Abschreibungen und Sachwerte werden somit nicht einberechnet. Dadurch bereinigt man vor allen Dingen den Gewinn um Beträge, die im Geschäftsalltag keine wirkliche Relevanz haben.

Zur Ermittlung des Cashflows nimmt man sich zunächst alle Erträge eines bestimmten Zeitraums (meist des Geschäftsjahres). Bei einer Vielzahl dieser Werte handelt es sich um die Umsatzerlöse, Kapitalerträge wie Zinsen, Subventionen und Desinvestitionen. Von diesen werden dann die reinen Aufwendungen abgezogen, die für den Betrieb des Geschäfts notwendig sind – z. B. Materialkosten, Löhne, Zinsaufwand und Steuern.

Vor Steuern kommen Sie dabei auf den Brutto-Cashflow. Minus der Steuern und Privateinnahmen sowie der Gegenrechnung mit den Rücklagen erhält man eine bereinigte Netto-Variante. Zusätzlich können Investitionen abgezogen und Desinvestitionen hinzugenommen werden, um auf den Freien Cashflow zu kommen.

Um nun weiter zum Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV) zu gelangen, teilt man den Cashflow durch die Menge der sich um Umlauf befindlichen Aktien. Diesen Betrag nutzt man nur, um den aktuellen Aktienkurs des Unternehmens zu teilen. Die Berechnung lautet also wie folgt:

KCV = Aktienkurs / Cashflow je Aktie

Genutzt wird das KCV vor allen Dingen deshalb, weil bei der Gewinnermittlung immer mehr Spielräume z. B. über fiktive Beträge bestehen. Das KCV gibt hier ein besseres Bild über die tatsächlichen Vermögenswerte, die sich im Umlauf befinden. Zudem kann man es meist sogar dann verwenden, wenn die Gewinne selbst negativ ausfallen.

Wie beim KGV ist die Aktie umso günstiger, desto niedriger das KCV ist. Am besten verwenden Sie das KCV ergänzend zum Kurs-Gewinn-Verhältnis und betrachten die Papiere damit ganzheitlich. Die Vorteile und Nachteile vom KCV gegenüber dem KGV sind:

Vorteile KCV vs. KGV
Nachteile KCV vs. KGV
Kann auch im Verlustfall angewendet werden
KCV bzw. Cashflow schwankt aufgrund der Investitionszyklen stärker als das KGV
Bilanztechnische Manipulationen stellen weniger stark ein Problem dar als beim KGV
Durch Investitionen/Abschreibungen ist das KCV bei stark wachsenden und schrumpfenden Unternehmen verfälscht
Bei unterschiedlichen Rechnungsmethoden bietet das KCV eine bessere Vergleichbarkeit
Es gibt verschiedene Arten, um das Cashflow zu berechnen (Brutto, Netto, freies Cashflow)
Zukünftige Cashflows sind so gut wie nicht zu prognostizieren

Was stelle ich mit den Kennzahlen an?

Die oben genannten Kennzahlen verwenden Profis vor allen Dingen dazu, die Über- und Unterbewertungen von Aktien zu ermitteln. Ganz klassisch wird dies mit dem KGV getan. Da sich die Gewinne vonseiten der Unternehmensführung aber leicht manipulieren lassen und andererseits bestimmte Investitionen nicht als eine positive Entwicklung in die Berechnung einfließen, nutzen die meisten erfahrenen Anleger weitere Kennzahlen. Diese verschaffen Ihnen ein umfassenderes Bild von der tatsächlichen Entwicklung des Unternehmens.

Beim KGV und beim KCV könnten Sie z. B. zunächst auf relativ hohe Werte kommen. Diese sollte man unbedingt im Kontext der Branche interpretieren. Wachstumssegmente wie E-Commerce, E-Mobilität, Wasserstoff u. ä. haben oftmals noch recht hohe Ausgaben. Dadurch ist insbesondere das Kurs-Gewinn-Verhältnis sehr hoch. Man würde auf dem ersten Blick von einer Überbewertung ausgehen.

Sowohl das KGV als auch das KCV weisen bei hohen Werten deutlich über 30 auf Überbewertungen hin. Das KGV von Tesla liegt so seit vielen Jahren bei deutlich über 100 Punkten. Im Vergleich zum Kurs-Cashflow-Verhältnis relativiert sich dieser Wert jedoch wieder – das KCV reicht etwa an die Hälfte des Tesla-KGVs heran.

Nimmt man nun aber die PEG-Ratio, also das Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis hinzu, ergibt sich ein durchaus unterbewertetes Ergebnis bei Tesla. Grund dafür ist, dass man das zukünftige Wachstum anhand von Prognosen betrachtet. Auf diesen Punkt werde ich später noch eingehen.

Für die aktuelle Bewertung ohne Zukunftsprognosen kommen viele weitere Kennzahlen infrage. Im Speziellen profitieren Sie vom Buchwert und dem Umsatz, um die Aktienkurse bezüglich des inneren Wertes besser einschätzen zu können.

Im Rahmen der Fundamentalanalyse zeigen das KBV und das KUV anhand von Zahlen über oder unter 1, ob die Aktie gegenüber des Eigenkapitals und der Einnahmen über- oder unterbewertet ist. Das spielt speziell bei jungen Unternehmen eine wichtige Rolle – hier sind die Ausgaben häufig hoch und verfälschen somit die Aussage über das tatsächliche Potenzial bei Gewinn und Cashflow.

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Vorteilhaft für Value und Growth Investment

In erster Linie nutzt man die Verhältniszahlen dazu, die Aktienkurse als zu hoch oder zu niedrig einzuschätzen. Um dies vorwegzunehmen: Beide Situationen bieten Potenzial, um gewinnbringend zu investieren. In der Regel werden sich die Anleger allerdings auf die Value-Papiere stürzen, die von einer starken Unterbewertung geprägt sind. Alternativ dazu sind Growth-Aktien mit einer zu hohen Bewertung am Markt eventuell aussichtsreiche Kandidaten für ein langfristig gedachtes Investment.

Was ist Value Investment?

Value Investment ist eine der beliebtesten Strategien bei denjenigen Anlegern, die auf die fundamentale Analyse per Kennzahlen setzen. Populär gemacht wurde sie vor allen Dingen von Benjamin Grahams Buch „The Intelligent Investor“ und seinem Anhänger Warren Buffett, der über seine Investment-Gesellschaft Berkshire Hathaway ein Vermögen erwirtschaftete.

Günstige Aktien finden
The Intelligent Investor auf der Suche nach günstigen Aktien

Das grundsätzliche Prinzip beim Value Investing ist es, eine sehr niedrige Aktienbewertung für ein Unternehmen mit hohem Potenzial herauszufinden. Hierfür schaut man sich also das KGV und das KCV an. Diese geben erste Hinweise darauf, ob es sich um eine Unterbewertung handeln könnte.

Nun muss klarer herausgestellt werden, ob dies nicht nur an ausgebliebenen Investitionen liegt. Somit lohnt es sich, die anderen Kennzahlen KBV und KUV zu Rate zu ziehen. Wenn das Unternehmen aber so viel Potenzial hat, warum spiegelt sich das nicht in Form der Aktienkurse wider?

Diese Frage ist es, die man als Anleger im Value Bereich zu aller erst beantworten sollte. Mögliche Gründe für eine Unterbewertung können sein:

  • Negative Nachrichten über das Unternehmen
  • Temporäre Skandale und damit einhergehende negative Nachrichten
  • Internationale Krisen (Inflation, Krieg, Pandemie) und damit einsetzende Panik bei den Anlegern
  • Anleger haben das Potenzial der Geldanlage noch nicht für sich entdeckt oder sind noch zögerlich

Bei den vorab genannten Gründen dürfte sich ein Value-Investing in jedem Fall lohnen. So können selbst die Kurse sehr profitabler Unternehmen wie Amazon, Apple & Co. zwischenzeitlich in einer Krise abstürzen. Wenn die Kennzahlen aber ein stabiles Geschäftsmodell zeigen, sind die Bewertungen vermutlich nicht gerechtfertigt. In diesem Moment sollten Sie Ihr Geld auf die jeweilige Aktie platzieren.

Anders ist die Lage bei Fehlentwicklungen, die erst seit kurzer Zeit sichtbar werden. Womöglich hat ein Konkurrenzunternehmen gerade erst ein revolutionäres Produkt auf den Markt gebracht, mit dem der bisherige Marktführer auf Dauer nicht mithalten werden kann. Die Anleger preisen diese Entwicklung in der Zukunft in ihre Aktienbewertung ein.

Selbst wenn also der Gewinn im letzten Jahr hoch war und das KGV aufgrund der sinkenden Kurse auf eine Unterbewertung hinweist, mag diese vollkommen zu Recht erfolgt sein. Der Kurs könnte daher sogar weit bis in den Pennystock-Bereich absinken, weswegen ein Investment hier fehl am Platz wäre. Ein exemplarisches Beispiel für eine solche Entwicklung ist der Fall Nokia und Apple.

Was ist Growth Investment?

Eine ganz andere Herangehensweise ist das Growth Investment. Die Anleger gehen davon aus, dass das Unternehmen und die gesamte Branche noch relativ jung sind. Daher kommt es zu hohen Investitionen und einem geringen Gewinn. Bisher haben sich die Produkte vielleicht noch nicht erfolgreich im Verkauf etabliert. Die Idee ist aber bereits so gut und aussichtsreich, dass viele Aktionäre bereit sind, spekulativ hohe Summen in das Unternehmen zu stecken.

growth

Ob nun gerechtfertigt oder nicht – der Kurs geht zunächst einmal nach oben. Growth Investoren wollen dieses Wachstum mitnehmen und am liebsten langfristig davon profitieren. Zur Zeit der Dotcom-Blase hätte man so auf Unternehmen wie Amazon, Google und Apple setzen müssen, um nach knapp 20 Jahren die extrem hohe Aktienbewertung mitnehmen zu können. Bedacht eingesetzt, könnten solche Werte also eine gute Basis für den Vermögensaufbau im Alter sein.

Maximale Trendzeit der Google-Aktie
Die Entwicklung der Google Aktien in den 20 Jahren

Andererseits haben überbewertete Aktien (KGV und KCV über 30 und mehr; KBV und KUV über 1) aber die Tendenz, sich zu Aktienblasen auszudehnen. Hier sind die in das Unternehmen gesteckten Investitionen vonseiten der Anleger nicht annähernd mit dem wirklichen Potenzial gedeckt. Der Markt bläht sich also solange auf, bis man realisiert, dass es so nicht weitergeht.

Sobald die Anleger merken, dass die AG die Erwartungen der Börse nicht erfüllen werden kann, bricht der Markt zusammen und die Aktienkurse sausen rasant nach unten.

Selbst in dieser Situation kann man natürlich clever Gewinne einfahren. Einerseits lässt sich die Rendite bis zum Scheitelpunkt mitnehmen. Wer früh investiert hat, sollte aber auch besser eher aussteigen als zu spät – ganz nach dem Motto: investieren, wenn die Kanonen schießen, verkaufen, wenn die Violinen spielen.

Weiterhin sind Leerverkäufe eine interessante Option. Hierbei leihen Sie sich eine Aktie zu einem hohen Preis aus und verkaufen sie direkt weiter. Später erwerben Sie diese zu einem niedrigeren Wert zurück und geben Sie zusammen mit der Leihgebühr an den entsprechenden Anbieter ab. Somit haben Sie mit der Differenz durch die sinkenden Kurse Gewinn gemacht.

Leerverkäufe sind übrigens ganz einfach über den CFD-Trade bei Ihrem Broker möglich. Sie gehen einfach auf die entsprechende Website, melden sich mit Name und Mailadresse an und können invers über virtuelle Kontrakte traden. Plattformen, welche dieses Modell anbieten, sind z. B. eToro, Capital.com und IG.com.

Probleme bei der Aktienanalyse mit Kursverhältnissen

Das größte Problem an der Interpretation von Kursverhältnissen in Bezug auf Gewinn, Buchwert, Umsatz und Cashflow ist, dass Sie Ihnen immer nur einen Blick in die Vergangenheit eröffnen. Die Aktienbewertung an der Börse reagiert aber stets auf gegenwärtige Entwicklungen und Erwartungen in der Zukunft. Hierdurch entstehen Diskrepanzen, die gerechtfertigt oder ungerechtfertigt sein können.

Echte Profis haben unlängst begriffen, dass es mit dem Blick in die Vergangenheit bei manchen Branchen nicht getan ist. Man sollte sich daher u. a. auch mit den Prognosen für die Zukunft befassen und diese in die Beurteilung einbeziehen.

Mögliche Lösungen: Wachstum, Prognosen, Discounted Cashflow und Verschuldungsgrad

Um die Probleme der Rückwärtsgewandheit bei der fundamentalen Analyse zu minimieren, hilft nur eines: Sie müssen in die Zukunft blicken. Im Werkzeugkasten der Anleger befinden sich tatsächlich einige Tools, die sich hierfür nutzen lassen. Im Speziellen können Prognosen und Wachstumsvergleiche dabei helfen, sich ein klareres Bild über den Markt zu verschaffen.

Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis

Ein sehr effizientes Tool ist diesbezüglich die PEG Ratio (price/earnings to growth ratio) bzw. das Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis. Berechnet wird es, indem Sie das KVG durch das zu erwartende prozentuale Wachstum teilen. Die Formel lautet also:

PEG Ratio = KGV / erwartetes prozentuales Gewinnwachstum

Als Ergebnis erhalten Sie hier stets einen Wert über oder unter 1. Bei über 1 kann man grob von einer Überbewertung bei unter 1 von einer Unterbewertung ausgehen. Als Beispiel könnte eine Aktie ein KGV von 15 haben und eine Prognose von 30 Prozent aufweisen. Das PEG beläuft sich dann auf 0,5. Man kann für das nächste Jahr also mit einer Verdopplung der Kurse rechnen.

Problematisch ist beim PEG dennoch, dass sich die Prognosen natürlich nicht 1 zu 1 erfüllen werden. Die Experten leiten sie lediglich aus der Entwicklung der letzten Jahre und der konjunkturellen Lage in einem bestimmten Segment her. Kommt es zu einer plötzlichen Rezession oder Krise, kann sich der Trend überraschend ins Gegenteil kehren. Weiterhin wird das Marktzinsniveau außer Acht gelassen, welches ebenfalls die Entwicklung der Aktien beeinflusst.

Forward KGV

Viele Anleger nutzen weiterhin das Forward KGV als Teil ihrer Analyse. Gemeinhin wird es auch auf Englisch als Forward PE Ratio bezeichnet. Im Unterschied zum normalen KGV richtet man sich hierbei nicht am Jahresgewinn aus der Vergangenheit, sondern an der Gewinnerwartung aus. Gerade im Vergleich zu den vorangegangenen Monaten lässt sich daraus relativ gut auf eine Über- oder Unterbewertung schließen.

Forward PE Ratio = aktueller Aktienkurs / prognostizierter Gewinn je Aktie

Am besten betrachten Sie das Forward KGV also zusammen mit den Ergebnissen aus den letzten Jahren. Liegt es darüber, so ist die Gewinnerwartung sinkend. Wie beim KGV sind die Erwartungen an das Unternehmen vonseiten der Börse je nach Branche unterschiedlicher. Über- und Unterbewertung ermisst sich daher immer im Kontext des Marktes.

Sie müssen aber stets wissen, dass es sich beim prognostizierten Gewinn um einen theoretischen Wert handelt. Selbst wenn viele Analysten von einem Wachstum ausgehen, muss dieses am Ende nicht eintreten. Zudem richten sich die Bewertungsagenturen nach den offiziellen Bilanzen, die jedoch von der Unternehmensführung manipuliert werden können.

Ein weiterer Nachteil am Forward PE ist der begrenzte Prognosezeitraum. Wirklich aussagekräftig könnte ein solches KGV eigentlich erst mit Blick auf mehrere Jahre in die Zukunft sein. Wer Glück hat und sich tiefgründig auch mit anderen Kennzahlen beschäftigt, profitiert aber oft zumindest kurzfristig von einem Investment.

Discounted Cashflow

Das Discounted Cashflow (DCF) kann als abgezinster Zahlungsstrom übersetzt werden. Hierbei wird der Unternehmenswert über eine relativ komplexe Berechnung und Einschätzung festgestellt. Im Unterschied zur Forward PE Ratio nimmt man sich bei diesem Modell das Cashflow zur Hand – als Grundlage dienen aber ebenfalls die Prognosen aus der Zukunft. Somit wird lediglich mit theoretischen Annahmen gearbeitet.

Diese basieren immerhin z. T. auf den Bilanzen bzw. Gewinn- und Verlustrechnungen der letzten Jahre. Die Cashflows werden dann aber nicht einfach zusammengerechnet, sondern in Bezug auf das Entstehungsjahr abgezinst. Das bedeutet nichts anderes, als das Zinsen und Inflation aufgerechnet werden.

Durch diese Faktoren verliert das Geld über die Zeit hinweg an Wert. Deshalb sollten Sie als Anleger auch kein Vermögen ohne Grund einfach nur auf dem Bankkonto liegen lassen, sondern es eher in andere Segmente für den Inflationsschutz investieren.

(Ihr Kapital ist gefährdet. Es fallen andere Gebühren an. Weitere Informationen finden Sie unter etoro.com/trading/fees.)

Verschuldungsgrad des Unternehmens (Debt to Equity Ratio)

Interessant dürfte ebenfalls ein Blick auf den Verschuldungsgrad bzw. die Debt to Equity Ratio (D/E Ratio) sein. Hierbei schauen Sie als Anleger die Verbindlichkeiten bzw. das Fremdkapital im Verhältnis zum Eigenkapital an.

Eines vorweggenommen: Schulden sind für Unternehmen nichts Negatives. Ganz im Gegenteil sorgt das Fremdkapital für einen höheren Innovations- und Investitionsschub. Zudem genießt man aufgrund der seit Jahren niedrigen Zinsen viele Vorteile gegenüber dem Einsatz von Eigenkapital.

Nichtsdestotrotz gibt es natürlich ein gewisses Risiko, wenn man sich Geld ausborgt. Es könnte kurzfristig zurückgefordert werden. Für diesen Fall sollte man immer die entsprechenden Mittel flüssig zur Verfügung haben.

Wenn Sie die D/E Ratio berechnen möchten, nehmen Sie alle kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten zusammen, teilen diese durch das Eigenkapital und errechnen durch die Multiplikation mit 100 den Prozentsatz:

D/E Ratio = kurzfristige und langfristige Verbindlichkeiten / Eigenkapital * 100

Sie erfahren über den Wert also, wie viel Prozent vom Eigenkapital in Fremdkapital angelegt ist. Wenn die Ziffer bei 10 Prozent liegt, wäre dies der Grad der Verschuldung.

Generell kann man sagen, dass eine Schuldenlast über 100 Prozent immer mit mehr Risiko verbunden ist – Unternehmen mit mehr Eigenkapital fahren dagegen einen wesentlich sichereren Kurs.

Für die Anleger ist das hohe Fremdkapital kurzfristig allerdings als Antrieb für die Rendite zu verstehen. Die Aktionäre erkennen, dass viele Geldgeber dazu bereit sind, ihr Vermögen an diesen Konzern zu verleihen. Dadurch kommt es zu mehr Investitionen und womöglich einem wachsenden Gewinn. Bei einem hohen Anteil an Eigenkapital wird die Entwicklung der Kurse dagegen gebremst, andererseits ist die Dividende oft stabiler.

Die zweite Einkommensquelle: Dividende und Dividendenrendite

Neben der Rendite ist die Dividende eine Größe, die bei Aktien relevant ist. Mit dieser Zahlung beteiligen Sie die Unternehmen an Ihrem Gewinn. In den USA erfolgt die Ausschüttung meist quartalsweise, während Sie in Deutschland einmal im Jahr diesen Obolus bekommen.

Der Grund dafür ist, dass man die Aktie für die Investoren attraktiver machen möchte. Speziell bei Bluechips, also Unternehmen mit einer sehr hohen Marktkapitalisierung und wenig Volatilität, sind die Renditezuwächse pro Jahr eher schmal. Die Dividende sorgt dann für einen entsprechenden Ausgleich.

Es gibt sogar viele Anleger, die ausschließlich auf die Aktien mit hoher Dividendenrendite aus sind. Diese suchen sich dann vor allen Dingen die Dividenden-Könige aus, also Firmen, die über viele Jahrzehnte hinweg ohne Unterbrechung wachsende Gewinnbeteiligungen ausschütten.

Um eine entsprechende Aktie über die Kennzahlen herauszufinden, schauen Sie sich die Dividendenrendite an. Diese wird meist bei Brokern wie eToro, IG.com und Capital.com in der Profilzusammenfassung angegeben.

Die Dividendenrendite zeigt das Verhältnis zwischen der letzten Dividende und dem aktuellen Kurs in Prozent an. Berechnet wird sie also über die folgende Formel:

Ausgeschüttete Dividende pro Aktie / aktueller Aktienkurs * 100

Unterm Strich erfahren Sie somit, wie hoch die Verzinsung der einzelnen Aktie ist und schätzen ein, ob sich die Investition als wirklich rentabel erweisen könnte. Je geringer der Kurs und je höher die Dividende ist, desto mehr Dividendenrendite werden Sie erzielen.

Der höhere Betrag ist bei der Dividendenrendite immer besser. Als sehr gute Optionen für einen Kauf von echten Aktien gelten dabei vor allen Dingen Unternehmen, die einen Wert von etwa 15 Prozent und mehr erzielen. Bereits dies kommt eher selten vor. Beispiele für Aktien mit einer hohen Dividendenrendite sind mit Stand 2022 u. a. Hapag-Lloyd (9,3 Prozent), publity (12,93 Prozent), Digital Realty PDF G (18,18 Prozent) und Macy’s (11,44 Prozent).

Muss man auf Dividende Steuer bezahlen?

Auf alle Kapitalerträge fallen in Deutschland Steuern an. Diese belaufen sich seit 2009 pauschal auf 25 Prozent (Abgeltungssteuer) und betreffen sowohl die Rendite als auch die Dividende. Der Betrag wird automatisch ab Quelle abgezogen. Sie können sich später aber einen Teil dieser Abgaben zurückholen.

Erstellen Sie hierzu eine Steuererklärung mit dem Formular KAP, in dem Sie u. a. Ihren Sparer-Pauschbetrag von 801 Euro im Jahr für 2022 und 1000 Euro ab dem Jahr 2023 geltend machen. Zudem können Sie auf Ihren eigentlichen Jahressteuersatz bestehen, so dieser unter den 25 Prozent liegt.

Hier finden Sie die wichtigsten Kennzahlen: Trading und Analyse beim Broker

Die meisten Broker bieten Ihnen hochwertige Analysetools und eine breite Auswahl an Kennzahlen, um die perfekten Investitionen tätigen zu können. Sie klicken bei Plattformen wie eToro, Capital.com und IG.com einfach auf das entsprechende Profil der Aktie und werfen einen Blick auf die wichtigsten Kennzahlen.

Hier hat der Broker klare Vorteile gegenüber der Bank. Bei traditionellen Kreditinstituten haben Sie nämlich keinen Zugriff auf die wichtigsten Ziffern für die Analyse. Sie müssen eher auf den Manager vertrauen, welcher Ihnen Vorschläge für Ihre Investition macht. Für diesen Service fallen wesentlich höhere Gebühren an.

Den richtigen Broker finden

Bei der großen Anzahl an Brokern auf dem Markt sollten Sie sich unbedingt etwas Zeit nehmen, um den passenden Anbieter zu finden. Gehen Sie dabei einfach die Erfahrungsberichte durch und schauen Sie sich bestimmte Details wie die Sicherheit, die Software auf der Webseite, die Lizenzierung und das Angebot an Analysetools an. Wichtige Faktoren für die Wahl eines Brokers sind:

  • Lizenzierung in westlichen Ländern
  • Kontrolle durch offizielle Finanzbehörden
  • Schnelle Software
  • Sichere Firewall
  • Viele Tools und Kennzahlen für die fundamentale Analyse
  • Einfache Anmeldung mit Name und E-Mail
  • Niedrige Mindesteinlage
  • Bezahlung mit US-Dollar und Euro möglich

Anmeldung beim Broker

Auf der Webseite des gewählten Brokers finden Sie meistens rechts oben einen Button, über den Sie Ihr Konto kostenlos einrichten können. Innerhalb weniger Minuten ist das Depot eröffnet und Sie können fast mit dem Traden loslegen.

Konto erstellen bei eToro Europe Ltd.
Das Anmeldeformular bei eToro

Im ersten Fenster werden Name, E-Mail-Adresse und ein Passwort gefordert. Die Mail bestätigen Sie als nächstes über einen Verifizierungslink. Im Anschluss daran beantworten Sie einige Fragen zu Ihren Erfahrungen und beantworten ein kleines Quiz, mit dem der Broker sicherstellt, dass Sie sich in dem Metier auskennen.

Verifizierung durchführen

Um offiziell traden zu dürfen, müssen Sie eine Verifizierung durchführen. Meist wird zunächst die Echtheit von Ihnen als physische Person per Telefon überprüft. Danach müssen Sie einen Wohnsitznachweis hochladen. Sie können z. B. den Personalausweis, den Reisepass oder den Führerschein nebst Meldebescheinigung verwenden.

Kontoverifizierung
Kontoverifizierung

Bei vielen Brokern, die mit den deutschen Behörden kooperieren, wird weiterhin die Steuernummer benötigt. Hierüber werden 25 Prozent Kapitalertragssteuer pauschal an den Fiskus abgeführt. Teile davon können Sie sich später zurückholen.

Geld aufladen

Bevor Sie Ihr Portfolio aufbauen können, müssen Sie Geld auf Ihr Konto beim Broker überweisen. Dies ist über verschiedene Methoden online möglich. Nutzen Sie bspw. die Direkttransfers mithilfe von Klarna und Adyen oder senden Sie die Beträge via Kreditkarte. Alternativ dazu sind MicroPayments wie PayPal, Neteller, Skrill usw. verfügbar.

etoro zahlungsmethoden
eToro Zahlungsmethoden

Es gibt einige Depots ohne Mindesteinlage, so die Plattform IG.com. Andere Broker wie eToro und Capital.com bieten Ihnen ebenfalls sehr niedrige Limits. So können Sie bereits mit 50 bzw. 20 USD/Euro einsteigen.

Proberunde im Demokonto

Wenn Sie bisher noch keine Erfahrung mit der Analyse über die Kennzahlen haben, sollten Sie sich zunächst in den virtuellen Bereich begeben. Sie wechseln mit wenigen Klicks die Portfolios und üben im Demoaccount ohne jedes Risiko.

Demokonto eToro Virtuell Handelsgeld mit Portfolio Option im Dropdown
Bei eToro können Sie in der virtuellen Version üben, Aktien zu kaufen

Sie erhalten hier eine bestimmte Summe an Spielgeld und haben freien Zugriff auf die Kennzahlen. Gestalten Sie hierüber Ihr erstes Depot mit verschiedenen Aktien aus diversen Bereichen. Diese lassen sich optimiert über die Value- und Growth-Strategien, aber auch mittels des Betafaktors aus dem CAPM auswählen.

Aktienanalyse mit fundamentalem Ansatz und Watchlist aufbauen

Mit der fundamentalen Analyse verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick über potenzielle Top-Aktien. Haben Sie diese ausgemacht, fügen Sie die Papiere Ihrer Watchlist hinzu. Auf dem Dashboard werden diese stets angezeigt und Sie verfolgen die aktuellen Kurse jeden Tag minutengenau mit.

Günstige Aktien
Erstellen Sie bei eToro Ihre Watchlist

So zeigt sich auch schnell, ob sich eine Value-Aktie wirklich rentiert. Ist die Entwicklung gut und sind die Preise im Moment attraktiv, schlagen Sie zu. Den Kauf leiten Sie mit wenigen Klicks ein.

Aktien einkaufen und ins Depot aufnehmen

Eine Aktie beim Broker zu kaufen, ist sehr einfach. Sie öffnen einfach Ihre App oder die Website auf dem Computer, loggen sich ein und finden die passenden Wertpapiere bereits auf dem Dashboard. Nun klicken Sie auf das Profil und wählen Buttons wie „Traden“ oder „Kaufen“.

etoro Apple kaufen
Aktien kaufen bei eToro, bspw. von Apple

Daraufhin öffnet sich ein Fenster, in dem Sie weitere Angaben machen. Konkretisieren Sie so Ihren Kauf und entscheiden Sie sich für eine bestimmte Anzahl oder Stückzahl an Aktien. Alternativ lassen sich Beträge eingeben. Dann erhalten Sie allerdings meist einen CFD, also keine echte Aktie.

Bei CFDs handelt es sich um replizierte Derivate, bei denen Sie lediglich mit dem Broker handeln. Der Vorteil ist, dass Sie dadurch mit wesentlich weniger Geld einsteigen können. Zudem ist die Nutzung von Leerverkäufen für das inverse Investment auf sinkende Kurse möglich. Ein Nachteil ist jedoch, dass es sich um keine echten Aktien handelt und Sie somit auch keine Dividende erhalten können.

Rendite bei Verkauf erzielen

Der Verkauf von Aktien erfolgt genauso einfach wie der Erwerb. Sie suchen das gewünschte Papier aus Ihrem Portfolio heraus, klicken auf „Verkaufen“ und entscheiden sich für eine gewünschte Summe oder eine Anzahl. Kurz danach wird die Aktie verkauft und der Erlös Ihrem Guthaben gutgeschrieben.

Unser Tipp: Bei folgenden Brokern können Sie problemlos Aktien handeln. Probieren Sie es aus:

Aktien Broker:
Bewertung:
Regulierung:
Märkte & Spreads:
Vorteile:
Konto:
1. eToro
CySEC, FCA, ASIC
Ab 1,0 Pips ohne Kommission
3,000 Märkte+
# Aktien 0% Provision
# Social Trading
# Short-Trades
# Social Trading
# PayPal
Live-Konto ab 50€
Direkt zum Broker
(Ihr Kapital ist gefährdet. Es fallen andere Gebühren an. Weitere Informationen finden Sie unter etoro.com/trading/fees.)
2. IG.com
BaFin, FCA
Ab 0,4 Pips ohne Kommissionen
16.000 Märkte+
# Alle Märkte handelbar
# Deutsche Niederlassung
# Persönlicher Support
# Verschiedene Plattformen
# DMA Ausführung
Live-Konto ab 0€
Direkt zum Broker
(Ihr Kapital ist gefährdet. Es fallen andere Gebühren an. Weitere Informationen finden Sie unter etoro.com/trading/fees.)
3. Capital.com
CySEC, FCA, ASIC
Ab 0,0 Pips ohne Kommission
6,000 Märkte+
# Größte Auswahl
# Nutzerfreundlich
# Günstige Gebühren
# Variable Hebel
# PayPal
Live-Konto ab 20€
Direkt zum Broker
(Risikohinweis: 87,41% der privaten CFD Konten verlieren Geld)

Fallen Gebühren an?

Anders als bei den Banken gibt es bei Online Brokern nur wenige Gebühren. Die Depotführung und die Orders sind bei Anbietern wie eToro, IG.com und Capital.com komplett kosten- bzw. provisionsfrei. Einige Plattformen verlangen eine geringe Pauschalgebühr, wenn man das Geld zu seiner Bank transferieren will.

Acht geben sollten Sie jedoch auf den Spread. Hierbei handelt es sich um die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis. Letzterer liegt generell unter dem Ankaufspreis. Bei fairen Brokern sollte diese Spanne nicht mehr als 1 Euro betragen.

Tipps, um Kosten zu sparen

Es gibt eine Reihe an guten Tipps, um abseits der reinen Kennzahlen Kosten zu sparen. So können Sie sich für besonders günstige Broker entscheiden, stark diversifizieren und auf ETFs setzen. Hier sind meine wichtigsten Tipps für Sie:

  • Broker mit niedrigen Gebühren wählen
  • Portfolio diversifizieren
  • ETFs wählen
  • Betafaktor nutzen

Broker mit niedrigen Gebühren wählen

Bei traditionellen Banken geht reichlich Geld bei den Nebenkosten verloren. Entscheiden Sie sich daher eher für einen Broker, der auf hohe Gebühren verzichtet. Bei eToro, IG.com und Capital.com sparen Sie sich so die Abgaben auf Depotführung und Orders.

Sie haben jetzt mehr Geld zur Verfügung, um Ihr Vermögen über ein passives Einkommen und optimiertes Portfolio wachsen zu lassen. Andernfalls müssten Sie mit der Rendite immer erst über Ihren Einsatz und die Nebenkosten hinauskommen.

Portfolio diversifizieren

Eine der Grundregel beim Trading ist es, zu diversifizieren. Umso mehr Aktien Sie im Portfolio haben, desto niedriger ist das Risiko. Aus dem CAPM wissen wir, dass man bereits ab 30 Positionen die Effekte der Diversifizierung merkt. Generell rate ich Ihnen aber zu deutlich mehr Wertpapieren im Depot.

Sie sollten dabei vor allen Dingen auch verschiedene Branchen, Länder und Kategorien wählen. Dadurch gleichen sich einige Trends besser aus. Sie können z. B. bei einem abfallenden Kurs in einem Wirtschaftssegment von den wachsenden Werten an einer anderen Stelle profitieren.

Betafaktor für ein optimiertes Portfolio nutzen

Eine interessante Kennzahl, über welche Sie die Diversifizierung optimieren können, ist der Betafaktor. Dieser gibt die Schwankung einer Aktie im Verhältnis zum Gesamtmarkt an. Sie erkennen hieran also, ob ein Unternehmen weniger oder stärker volatil ist.

Hohe vs. geringe Volatilität

Bei einem Betafaktor über 1 kann von einer höheren Schwankungsanfälligkeit ausgegangen werden. Dies eröffnet Chancen bei einem Einstieg zu niedrigen Preisen und einem explosiven Wachstum kurz danach. Genauso sind Gewinne durch Leerverkäufe möglich.

Liegt der Betafaktor unter 1, ist die Aktie dagegen weitaus stabiler. Sie kaufen hiermit meist wertvolle Bluechips, die sich durch eine hohe Marktkapitalisierung und gute Dividendenzahlungen auszeichnen.

In einem gut diversifizierten Portfolio mischen Sie die volatilen und stabilen Aktien in einem angemessenen Verhältnis.

ETFs nutzen

ETFs sind ein spannendes Finanzinstrument, um langfristig von der Entwicklung am Markt zu profitieren. Sie kaufen hiermit Aktienpakete, deren Inhalte regelmäßig über einen Algorithmus ausgetauscht werden. Es kommen dann stets die besten Wertpapiere aus einem bestimmten Index in den Fonds – andere werden dagegen abgeworfen.

Durch die automatisierte Verwaltung sind die Kosten extrem niedrig. Zudem sorgt die Binnendiversifizierung für ein stabiles Wachstum und ein extrem niedriges Risiko. Sie können sich für allgemeine Weltwirtschafts-ETFs in Bezug auf den MSCI World oder den S&P 500 entscheiden. Alternativ gibt es spezialisiertere Fonds z. B. mit Aktien aus China, der Wasserstoff-Wirtschaft oder IT.

Fazit: Mit Kennzahlen können Sie langfristig Ihr Vermögen vermehren

Kennzahlen sind die Basis der fundamentalen Analyse von Aktien. Diese basiert auf einem Vergleich des inneren Werts von Unternehmen mit dem Marktwert an der Börse. Sie erkennen hierüber das Potenzial der Firma und schauen sich an, ob dieses von den Anlegern fair bewertet wird.

Haben die meisten Anleger das Potenzial noch nicht erkannt oder kommt es aufgrund von temporären Krisen sowie negativen Nachrichten zu einem Absinken der Kurse, bietet dies gute Einstiegsmöglichkeiten ins Trading. Darüber hinaus kann man mit Growth Aktien langfristig Gewinn machen.

Die meisten Kennzahlen dienen dazu, Aktien mit Über- oder Unterbewertung ausfindig zu machen. Diese lohnen sich vor allen Dingen auf lange Sicht. Man kann frühzeitig zu Schnäppchenpreisen investieren und erntet nach einigen Jahren die Früchte dieser Analyse.

Anders als bei der technischen Analyse ist die fundamentale Herangehensweise eher auf langfristiges Trading und weniger auf Daytrading ausgerichtet. Sie können aber auch beide Methoden auf Dauer mischen und sich z. B. ein Depot allein für dauerhafte Investments aufbauen, das andere für kurzfristiges Zocken verwenden.

(Ihr Kapital ist gefährdet. Es fallen andere Gebühren an. Weitere Informationen finden Sie unter etoro.com/trading/fees.)

Häufig gestellte Fragen zu Aktien Kennzahlen

Was versteht man unter einer Dividende?

Bei der Dividende handelt es sich um eine Gewinnbeteiligung von Seiten des Unternehmens. Dieses schüttet Geld an die Aktionäre aus, um ein Investment attraktiver zu machen. Die Dividende ebenso wie die Dividendenrendite werden unter den wichtigen Kennzahlen beim Broker angezeigt.

Was ist eine Aktienbewertung?

Aktien können am Markt anders bewertet werden, als es die inneren Werte von Unternehmen hergeben. So kommt es aufgrund von Berichterstattung, Krisen und Skandalen oft zu weitaus niedrigeren oder höheren Preisen. Die Differenz zum Gewinn je Aktie lässt sich über das KGV ermitteln. Hierdurch erfahren Sie von Über- und Unterbewertungen, die Spielraum für Investitionen eröffnen.

Welche Kennzahlen zur Aktienbewertung?

Für die Aktienbewertung stehen Ihnen verschiedene Kennzahlen zur Verfügung. In erster Linie werden Sie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) nutzen, um Unter- und Überbewertungen kenntlich zu machen. Absichern können Sie sich über weitere Kennzahlen wie das Kurs-Umsatz-Verhältnis, das Kurs-Cash-Flow-Verhältnis und das Kurs-Buchwert-Verhältnis. Während diese Daten in die Vergangenheit blicken, bieten die Forward P/E Ratio, das PEG und das Discounted Cashflow Prognosen für die Zukunft.

Was sagt das KGV aus?

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis vergleicht den aktuellen Aktienkurs mit dem Gewinn je Aktie aus dem letzten Jahr. Hierdurch erkennen Sie Diskrepanzen zwischen dem eigentlichen Potenzial des Unternehmens und seiner Bewertung an der Börse. Bei einem hohen KGV handelt es sich um eine Überbewertung, die auf eine Aktienblase hindeuten könnte. Niedrige KGVs stehen dagegen für potenziell unterbewertete Value Aktien.

Was ist ein guter KGV Wert?

Was ein gutes oder schlechtes KGV ist, hängt von den branchenüblichen Daten ab. Bei einigen Wirtschaftssegmenten wird viel investiert und es kommt dadurch zu vermehrten Überbewertungen. Generell wird bei Werten zwischen 10 und 20 von einem relativ niedrigen KGV gesprochen. Value Investoren werden hier hellhörig und könnten an einem Einstieg interessiert sein. Überbewertete Aktien sind allerdings per se nichts Schlechtes. Hier können Growth Investoren und eventuell Shortseller profitieren.

Welche Kennzahlen sind für die Unternehmensbewertung relevant?

Wenn Sie Aktien und Unternehmen über die fundamentale Methode analysieren möchten, sollten Sie sich einige wichtige Kennzahlen zur Hand nehmen. Ganz klassisch verwendet man das KGV und das KBV. Diese beiden Ziffern verweisen relativ klar auf Diskrepanzen zwischen den inneren Werten Gewinn/Buchwert und der Bewertung am Markt. Daneben sind das Kurs-Umsatz-Verhältnis, das Kurs-Cashflow-Verhältnis, die Forward P/E Ratio, das PEG und der Betafaktor relevant bei der Unternehmensbewertung.

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Zuletzt geupdated am 04/11/2022 von Maren

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