Buchwert je Aktie – Definition & Berechnung

Der Buchwert bezieht sich allgemein erst einmal auf die Bilanz und nicht auf den aktuellen Kurs einer Aktie. Es geht also um die Aktivposten, wie er in den Büchern festgeschrieben sind und dabei konkreter um das eigene Vermögen. Beim Buchwert je Aktie wird dieser Betrag auf das einzelne Wertpapier heruntergebrochen. Die Kennzahl ist auch als Book Value per Share oder BVPS bekannt.

Wie bei vielen anderen Ziffern in der Analyse von Unternehmen dient der Buchwert je Aktie vor allem der groben Ersteinschätzung der finanziellen Situation und Entwicklung. Man kann feststellen, welches Potenzial eine Aktie hat und wichtiger noch, es lässt sich neben dieser Bewertung eine weitere Berechnung eröffnen: die des Kurs-Buchwert-Verhältnisses KBV. Sie berücksichtigt den Zusammenhang zwischen Bilanzwert und aktuellem Kaufpreis der jeweiligen Wertpapiere. Es werden eventuelle Unter- und Überbewertungen von Aktien sichtbar.

Was ist der Buchwert?

Der Buchwert allgemein ist im Prinzip nichts anderes als das Anlagevermögen eines Unternehmens in der Bilanz. Dies ist bei einer AG genauso wie bei einer GmbH. Hier findet man gesammelt also alle Werte in Form von liquiden Mitteln ebenso wie Immobilien, Reserven und Sachgütern. Dadurch wird klar, wie viel Potenzial insgesamt im Unternehmen steckt. Es sollte darüber hinaus aber versucht werden zu unterscheiden, welche Finanzwerte fest gebunden sind und was dem verfügbaren Cashflow entspricht.

Der Nachteil am Buchwert ist, dass er bisweilen in die Irre führen kann. Sie erkennen an der reinen Kennzahl nur schwerlich, wie handlungsfähig das Unternehmen eigentlich ist. Der operative Wert – also das Geld, was das der Konzern direkt für Investitionen verwenden kann – muss separat ermittelt werden. Schließlich muss berücksichtigt werden, dass einige Sachwerte nicht so schnell veräußert werden können oder sogar essentiell für den Betrieb sind.

So kommen Sie auf den Buchwert je Aktie: Berechnung

Beim Buchwert je Aktie wird nun einfach gesagt der Betrag des Buchwerts vom gesamten Anlagevermögen durch die Anzahl der Aktien geteilt. Sie nehmen sich also den Wert zunächst aus der Bilanz und suchen sich im Anschluss heraus, wie viele ausstehende Aktien es gibt. Die Formel für die Berechnung des Buchwerts je Aktie lautet dann wie folgt:

Buchwert je Aktie = (Eigenkapital – Vorzugskapital) ∕ Anzahl der ausstehenden Aktien

Ausstehende Aktien

Bei der Anzahl der ausstehenden Aktien handelt es sich um alle Wertpapiere, die auf dem Markt verfügbar sind, also nicht zum Eigenkapital der Aktiengesellschaft gehören. Es geht also um Aktien, die nicht vom Konzern selbst besessen werden.

Vorzugskapital

Beim Vorzugskapital handelt es sich um den Wert, der als Extra an die Anleger mit Vorzugsaktien ausgeschüttet wird. Dieser Betrag muss vom Eigenkapital abgezogen werden, um auf den gesamten Buchwert pro Aktie zu kommen.

Da es sich beim Buchwert des Unternehmens um das Eigenkapital aus der Bilanz handelt, muss von der kompletten Bilanzsumme das Fremdkapital subtrahiert werden. Dieses beinhaltet zum Beispiel mögliche Verbindlichkeiten, die von externen Geschäftspartnern eingetragen sind. Insgesamt kann man vom Buchwert je Aktie also auch vom Eigenkapital dividiert durch die Anzahl der ausstehenden Aktien und somit vom Eigenkapital je Aktie sprechen.

Da man bei dieser Kennzahl stark von der Bilanzierung abhängig ist, muss es sich nicht zwangsläufig über das tatsächliche Vermögen und erst recht nicht um die liquiden Mittel handeln. Der Buchwert ist zwar bis zu einem gewissen Grad aussagekräftig. Wie bei anderen Kennzahlen an der Börse kommt es bei der Bewertung aber auch immer auf andere Faktoren und Vergleiche an.

Der Unterschied von Buchwert und Marktwert

Dem Buchwert ist in der Praxis der Marktwert gegenüberzustellen. Dieser beziffert den Preis, zu dem das Unternehmen am Markt gehandelt und bewertet wird. Es geht also um das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage und darum, wie die Anleger das Potenzial des Konzerns einschätzen. Der Einfachheit halber lässt sich der Marktwert mit der Marktkapitalisierung gleichsetzen. Diese ergibt sich aus der Multiplikation vom aktuellen Aktienkurs mit dem Streubesitz, also der Anzahl der Aktien, die sich frei im Umlauf befinden.

Streubesitz

Beim Streubesitz handelt es sich um die Aktien, deren Anleger weniger als 5 Prozent am Unternehmen besitzen und nicht mit dem Unternehmen selbst gleichzusetzen sind. Man spricht deshalb auch von den frei am Markt verfügbaren Wertpapieren.

Während der Buchwert die Einschätzung des Unternehmens zum eigenen Vermögen widerspiegelt, stellt der Marktwert also ein Bild von der externen Bewertung durch die Aktionäre dar. Vergleicht man beide, kann man bspw. erkennen, ob eine Aktie an der Börse über- oder unterbewertet ist. Für ein solches Ergebnis gilt es aber auch, weitere Kennzahlen sowie die Charts zur Analyse hinzuzuziehen.

Das sagt der Buchwert je Aktie aus und so hilft er mir bei der Bewertung von Unternehmen

Der Buchwert und der Buchwert je Aktie sind Hilfsmittel zur ersten Orientierung. Auf der Suche nach geeigneten Investitionsobjekten kann sich der Anleger hierüber anschauen, wie viel des Vermögens sich auf die einzelnen ausstehenden Aktien verteilt. Dadurch ergibt sich auch, welcher Anteil an den Aktien vom Eigenkapital und welcher vom Fremdkapital getragen wird. Wo mehr Eigenkapital drin steckt, kann von einer stabileren Entwicklung und weniger Gefahr für feindliche Übernahmen ausgegangen werden.

Zur Bewertung des Buchwerts je Aktie setzt man den Betrag stets mit dem Aktienkurs in Verbindung. Je höher der Buchwert im Vergleich zum Aktienkurs ausfällt, desto niedriger wird dieses Eigenkapital an der Börse gehandelt. Hier liegt eine Unterbewertung vor, welche der Investor also für sich nutzen kann. In der Praxis können Sie sich diese Zahlen erarbeiten und sich damit auf die Suche nach den besten Aktien 2021 bei Ihrem Online Broker begeben.

In den meisten Fällen wird der Marktwert aber weit höher sein als der Buchwert. Die Anleger haben nämlich nicht nur Vermögen und Reserven im Hinterkopf, sondern handeln u. a. auch in Bezug zu bestimmten Investitionsnews, schauen sich künftige Erträge und Aufstiegschancen an. So kann eine neue Technologie oder bestimmte Gesetzesänderung (zum Beispiel Legalisierung von Marihuana oder das Verbot von Verbrennerautos) zu einer höheren spekulativen Bewertung an der Börse führen.


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Pro und Contra vom Buchwert je Aktie als Kennzahl

Der Buchwert je Aktie bietet eine Reihe an Möglichkeiten für Investoren. So lässt sich das Vermögen und dessen Entwicklung über mehrere Jahre hinweg einfach einschätzen. Parallel dazu sollte man dabei auf die Anzahl der ausstehenden Aktien achten – gab es eine Kapitalerhöhung oder wurden zum Beispiel Aktienrückkäufe vom Unternehmen getätigt?

Wächst der Buchwert, kann daraus weiterhin geschlossen werden, dass die AG Gewinne reinvestiert, also selbst viel auf ihr eigenes Geschäftsmodell hält. Im Vergleich zwischen sinkendem Buchwert je Aktie und stabilem Buchwert des Unternehmens erkennt man zudem, wie sich die Situation von Streubesitz zu Festbesitz verändert hat.

Ein wesentlicher Vorteil am Buchwert und am Buchwert je Aktie ist die einfache Verständlichkeit. Selbst mit wenigen zusätzlichen Informationen erfahren Sie hierüber mehr über die Struktur des Unternehmens, darüber wie viel Eigenkapital im Umlauf ist und welche Werte in der AG gebunden werden.

Auf der anderen Seite gibt es auch Schwächen am Konzept des Buchwerts. Das betrifft allem voran die stillen Reserven und Lasten, welche hier nicht verzeichnet sind. Dadurch kann es zu Fehlinterpretationen kommen. Branchenabhängig fallen diese Posten sehr unterschiedlich aus. Firmen, die mit immateriellen Gütern handeln, können so schwerer beurteilt werden.

Ein weiteres Problem ist, dass man mit dem Buchwert immer in die Vergangenheit blickt. Wer sich jedoch im Vergleich dazu den Marktwert anschaut, bemerkt schnell, dass auch zukünftige Faktoren bei der Bewertung einer Aktie eine Rolle spielen. Das betrifft geplante Investitionen und Erträge ebenso wie das auch nur spekulativ prognostizierte Wachstum von der Seite der Anleger.

Vorteile der Aktie-Buchwert-Bewertung
Nachteile des Buchwerts je Aktie als Kennzahl
Schnelle und eingängige Bewertung der Eigenkapitalstreuung möglich
Wert kann durch stille Reserven und Lasten nicht der Realität entsprechend
Es lassen sich unterbewertete und überbewertete Aktien leicht herausfinden
Stets ein Blick in die Vergangenheit (Zukunftsprognosen werden nicht beachtet)
Interpretation der Reinvestitionen möglich
 
Es ergibt sich ein Bild von Aktienrückkäufen und Kapitalerhöhungen anhand der Anzahl ausstehender Aktien
 
Blick auf die Entwicklung der Vermögenswerte in den letzten Jahren
 

 

Book Value Growth im Auge behalten

Hat man einmal den Buchwert je Aktie zur Hand, kann man sich auch das Wachstum von diesem Wert über die vergangenen Jahre hinweg ausrechnen. Sie erfahren hierüber, wie stark der Konzern in sein eigenes Modell reinvestiert. Schüttet er überschüssige Gewinne einfach aus oder steckt er sie in die Weiterentwicklung seines Geschäfts? Letzteres ist gerade für die Zukunft ein ausschlaggebender Faktor, um langfristig in den Handel mit dem Wertpapier einzusteigen.

Geht der Buchwert je Aktie jedoch kontinuierlich zurück, kann das durchaus als Warnsignal verstanden werden. Liegt bei der AG z. B. internes Problem vor oder findet es keine geeigneten Investitionsziele? Ein anderer Grund für einen fallenden Buchwert je Aktie kann die Gewinnverwendung selbst sein. Womöglich hat man sich auf der Hauptversammlung dazu entschlossen, mehr Gewinn in Form von Dividenden auszuschütten. Für Aktionäre, die vor allem auch eine hohe Gewinnausschüttung mitnehmen möchten, kann eine solche Entwicklung ein interessantes Indiz sein.

Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV oder PB Ratio) als wichtige Berechnungsgrundlage

Die größte Stärke der Kennzahl ist, dass Sie sich mit dem Kurs einer Aktie vergleichen lässt. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) bietet eine ausgezeichnete Bewertung der Käuferseite gegenüber der realen Vermögenslage des Unternehmens.

Während beim Buchwert selbst keine zukünftigen Investitionen, Erträge und Prognosen ablesbar sind, verweist der Aktienkurs im Vergleich dazu auch auf die tatsächlichen oder gedachten Wachstumschancen. Bei Firmen mit Zukunftstechnologien wie Wasserstoff, erneuerbare Energien, mRNA-Impfstoffen etc. liegt der Aktienkurs so oft höher als der Buchwert je Aktie. Je niedriger er ist, desto stärker kann man dagegen von einer Unterbewertung des Unternehmens sprechen.

Um auf den KBV bzw. die PB Ratio zu kommen, benötigen wir also zunächst den Kurs der Aktie und multiplizieren diesen mit der Anzahl der Aktien im Streubesitz. Daraus ergibt sich die Marktkapitalisierung. Diese muss nun durch das Gesamtkapital minus der Schulden, also das Eigenkapital geteilt werden. Laut Formel geht die Berechnung so:

KBV/PB Ratio = Aktienkurs * Anzahl der Aktien im Streubesitz / (Gesamtkapital – Schulden)

Alternativ kann, so bekannt, auch nur der Aktienkurs durch den Buchwert je Aktie geteilt werden.

Das Kurs-Buchwert-Verhältnis ist als absolute Zahl eher im Vergleich zu anderen Unternehmen aus demselben Segment zu interpretieren. Generell dürften Sie stets auf einen Wert von über oder unter 1 kommen – ähnlich wie beim Betafaktor aus der CAPM.

Betafaktor

Der Betafaktor gibt an wie stark oder schwach die einzelne Aktie im Vergleich zum Marktportfolio schwankt. Hierdurch ist die Zusammenstellung eines effizienten Portfolios nach den Annahmen des Capital Asset Pricing Models CAPM möglich.

Je niedriger der KBV unter 1 liegt, desto interessanter dürfte die Aktie für alle Value Anleger sein. Ein solcher Wert sagt nichts anderes aus, als dass die externe Bewertung des Unternehmens derzeit schlechter ausfällt als der tatsächliche Vermögenswert. Da verborgenes Potenzial in einem solchen Konzern steckt, könnte eine Investition mittel- und langfristig sehr viel Sinn machen. Es kommt aber auch immer darauf an, welche tatsächlichen Zukunftschancen in der Branche gegeben sind und in welcher Form das Kapital in der AG gebunden ist.

Als positives Indiz kann ein sinkender KBV verstanden werden. Das geschieht bei konstantem oder steigendem Buchwert plus sinkendem Kurs einer Aktie oder einem konstanten Kurs einer Aktie. Im umgekehrten Fall sollte man sich ein Investment eventuell noch einmal überlegen. Kurzfristig könnte es Sinn machen, die steigenden Renditen während der Überbewertung mitzunehmen. Klaffen Kurs und Buchwert aber eklatant mit einer wesentlich höheren Aktienbewertung auseinander, deutet das auf eine Blasenbildung mit hoher Verlustgefahr hin.

  • Bei einem KBV von 1 entspricht der Marktwert dem Buchwert
  • Bei einem KBV von über 1 wird das Unternehmen stärker bewertet als der Buchwert. Das kann an eventuellen Zukunftschancen liegen. Möglicherweise liegt aber auch eine Blasenbildung vor.
  • Bei einem KBV unter 1 ist die Aktie unterbewertet. Sie können das Wertpapier somit günstig einkaufen und auf eine Angleichung des Kurses an den Buchwert hoffen.

Investieren anhand des KBV mit Hilfe von Online Brokern

Wenn Sie den Buchwert pro Aktie und das KBV als Analysetool für Ihre Investition 2021 nutzen möchten, können Sie auf die Hilfe der Online Broker bauen. Bei Anbietern wie Markets.com werden viele dieser Kennzahlen direkt geliefert. Das macht die Interpretation und ein Gesamtbild des Unternehmens wesentlich einfacher.

Um in den Genuss dieser Werkzeuge zu kommen, suchen Sie sich zunächst einen passenden Broker aus. Dieser sollte möglichst von staatlichen Institutionen kontrolliert werden, über ein schnelles und sicheres Software-System verfügen und niedrige Gebühren haben. Bei Markets.com zahlen Sie z. B. keine Abgaben auf Orders (Kauf und Verkauf der Wertpapiere) und Depotführung. Zudem ist der Spread zwischen Briefkurs und Geldkurs sehr gering.

Spread

Beim Spread handelt es sich um die Differenz zwischen Briefkurs und Geldkurs einer Aktie. Sie erkennen diesen Unterschied an dem Wert, zudem der Broker bereit ist, die Aktie zu kaufen und zu verkaufen.

Achten Sie bei der Suche nach dem Broker auf:

  • Kundenservice rund um die Uhr auf Deutsch oder Englisch
  • Positive Erfahrungsberichte
  • Geringen Spread
  • Niedrige Gebühren
  • Gut laufendes und sicheres System
  • Lizensierung in Europa oder den USA
  • Kontrollinstanzen staatlicherseits
  • Bezahlung in Euro oder US-Dollar möglich
  • Bereitstellung von Charts und Kennzahlen wie dem KBV

Anmeldung beim Broker

Für die Anmeldung gehen Sie einfach auf die Seite des Brokers und klicken auf Registrieren. Nun tragen Sie einen Usernamen, Ihren richtigen Namen, die E-Mail-Adresse und eventuell eine Telefonnummer ein. Über die E-Mail klicken Sie nun auf den Bestätigungslink. Für die Verifizierung Ihrer Echtheit wird meist noch eine SMS versendet oder man führt einen Video Chat mit Ihnen durch.

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Weitere Verifizierungsschritte

In einem nächsten Schritt laden Sie Ihre Ausweispapiere bzw. einen Wohnsitznachweis hoch. Das ist u. a. auch steuerlich relevant, denn dadurch weiß der Broker an welches Finanzamt er die Abgeltungssteuer weiterreichen muss. Die Abgabe beläuft sich pauschal auf 25 Prozent. Dieser Wert ist gleichzeitig die obere Deckelung. Wenn Ihr tatsächlicher Steuersatz niedriger ist, können Sie sich das Geld im nächsten Jahr zurückholen. Falls der Broker nicht mit den Steuerbehörden zusammenarbeitet, geben Sie Ihre Kapitalerträge ab 801 Euro selbst in der Steuererklärung an.

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Verifizierung bei Markets.com durchführen

Übung macht den Meister: Anwendung des Buchwerts je Aktie im Demokonto

Ohne größere Erfahrung am Aktienmarkt zu investieren ist immer ein Risiko. Deshalb sollten Sie zunächst die Möglichkeit der Demoaccounts nutzen. Hier erhalten Sie einen virtuellen Betrag in Euro und setzen diesen nach belieben auf die Wertpapiere. Lernen Sie dabei, wie man ein effizientes Portfolio aufbaut. Je breiter Sie Ihr Kapital streuen, desto sicherer ist die Investition. Die Verlustgefahr verteilt sich auf mehrere Schultern und die Rendite wächst kontinuierlich. Als Indiz für potenziell steigende Aktienkurse können Sie u. a. das KBV und den Buchwert pro Aktie zu Rate ziehen.

Trading Demokonto bei Markets
Trading Demokonto bei Markets

Geld auf das Konto aufladen

Damit Sie nun richtig beim Aktienhandel loslegen können, müssen Sie noch Geld auf Ihr Konto aufladen. Die Broker akzeptieren u. a. Euro und US-Dollar mittels diverser Zahlungsmethoden. So können Sie zum Beispiel die Kreditkarte, Soforttransfers, Micropayments wie Paypal, Skrill und Neteller sowie weitere Optionen verwenden. Meist gibt es dabei einen Mindesteinzahlungsbetrag. Bei Markets.com beläuft sich dieser bspw. auf 100 Euro.

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Analysetools und Watchlist nutzen

Moderne Online Broker stellen Ihnen zahlreiche Analysetools bereit, mit denen Sie die besten Aktien 2021 herausfinden können. Schauen Sie sich so neben dem KBV und dem Buchwert je Aktie auch den Betafaktor, das Kurs-Gewinn-Verhältnis, den Cashflow und die Dividendenrate an. Des Weiteren ist es sinnvoll den Verlauf der Kurse über die Charts im Auge zu behalten. Sehr detailliert werden Ihnen diese mit den Doji Candlesticks angezeigt.

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Erstellen Sie bei Markets.com eine Watchlist mit Ihren favorisierten Aktien

Aktien kaufen und Gewinne erzielen

Um Aktien zu kaufen, klicken Sie beim Broker auf Traden und gelangen somit zum Kauffenster für das jeweilige Papier. Sie tragen hier die Anzahl der Aktien ein, die Sie erwerben möchten. Alternativ können Sie auch nur einen Betrag eingeben und erhalten damit virtuelle Bruchstücke an einer Aktie im Rahmen eines CFD-Vertrags.

CFDs

Bei CFDs kaufen Sie keine echten Aktien, sondern gehen einen Differenzkontrakt mit dem Broker ein. Der Kurs wird dabei virtuell reproduziert und Sie machen in Bezug darauf Gewinn oder Verlust.

Durch einen Hebel können Sie sich Geld vom Broker zuschießen lassen. Auf diese Weise multipliziert sich der potenzielle Gewinn. Gleichzeitig fällt im umgekehrten Fall aber auch der Verlust höher aus und Sie können alles verlieren. Deswegen sollten Sie gerade als Anfänger stets umsichtig mit diesem Finanzinstrument umgehen.

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Aktien bei Markets.com kaufen

Wer das Risiko scheut, verwendet dagegen eher automatisierte Tradingfunktionen wie Stop Loss. Hierbei steigen Sie aus dem Trade aus, sobald ein bestimmter Verlust zu verzeichnen ist. Bei Take Profit wird ein oberes Limit gesetzt und Sie nehmen den Gewinn ab einem vorher festgelegten Wert automatisch mit.

Stop Loss
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Um Gewinne zu erzielen, muss natürlich ab irgendeinem Zeitpunkt auch verkauft werden. Sie veräußern einfach die Aktien bei einer gestiegenen Rendite und freuen sich über die Wertdifferenz. Daneben erhalten Sie bei einigen Aktien auch eine Nebeneinkunft über die Dividende, also der Beteiligung der Aktionäre am Jahresüberschuss.

Mein Fazit zum Buchwert je Aktie

Beim Buchwert je Aktie handelt es sich um eine Kennzahl, die sich vor allem für eine erste Einschätzung von Unternehmen und ihren Aktien eignet. Sie erkennen hieran, wie viel Eigenkapital auf die Wertpapiere verteilt ist. Einfach gesagt setzt die Ziffer also das Eigenkapital ins Verhältnis mit den ausstehenden Aktien, also den Wertpapieren, die nicht der AG selbst gehören.

Noch wichtiger als sich den Buchwert pro Aktie selbst anzuschauen, ist aber der Blick auf das KBV, also das Kurs-Buchwert-Verhältnis. In diesem Fall vergleicht man die Eigenbewertung des Unternehmens anhand der Zahlen in der Bilanz mit der Außenbewertung anhand der Kurse. Diese entstehen durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage.

Während der Buchwert nur in die Vergangenheit blickt, beinhalten die Preise, welche verlangt und die Aktionäre bereit sind zu zahlen, die Zukunftsperspektiven und Wachstumschancen. Diese können realistisch oder spekulativ sein. Das KBV zeigt dabei auf, wo eine Überbewertung oder eine Unterbewertung vorliegt. Viele Value Anleger konzentrieren sich dabei darauf, Wertpapiere mit Unterbewertung in das eigene Portfolio aufzunehmen.

Einfach investieren lässt es sich im Jahr 2021 mit Hilfe von Online Brokern. Diese bieten gegenüber den Banken niedrigere bis keine Gebühren und stellen alle Tools für die richtige Zusammenstellung des Portfolios bereit. Sie nehmen hier selbstständig die Analyse vor und platzieren Ihre Order mit wenigen Klicks.

FAQs zum Buchwert pro Aktie

Was versteht man unter dem Buchwert?

Der Buchwert stammt aus der Bilanz eines Unternehmens und verweist auf das Eigenkapital, also die Bilanzsumme minus der Verbindlichkeiten. U. U. sind hierüber aber nicht die stillen Reserven und Lasten erkennbar.

Was ist ein gutes Kurs-Buchwert-Verhältnis?

Die meisten Value Aktionäre suchen nach Wertpapieren mit einem KBV unter 1. Das bedeutet, dass der Preis pro Aktie bzw. der Kurs nicht das wahre Potenzial, das sich aus dem Eigenkapital ergibt, repräsentiert. Man kann hier also günstig investieren und auf einen Angleich von Kurs und Buchwert warten.

Ist der Buchwert gleich Eigenkapital?

Der Buchwert entspricht so gut wie dem Eigenkapital. Sie müssen dieses jedoch noch um die Verbindlichkeiten bereinigen. Insgesamt erhalten Sie hierüber Auskunft über das gesamte Vermögen der AG inklusive liquide Mittel, Maschinen, Immobilien und andere Sachgüter.

Was ist besser, ein hoher oder niedriger KBV?

Für die meisten Investoren sind Aktien mit einem niedrigen KBV unter 1 interessant. Hier steckt im Vergleich zur Bewertung durch die Aktionäre weiteres Potenzial drin. Man muss allerdings beachten, dass im Buchwert noch keine zukünftigen Faktoren einberechnet sind. Das niedrige KBV könnte auch an den schlechten Zukunftsaussichten liegen.

Bei einem hohen KBV sehen zumindest die Aktionäre mehr Potenzial im Unternehmen, als finanziell in diesem Moment vorhanden ist. Womöglich stehen gesetzliche Änderungen an oder die AG hat ein aussichtsreiches Produkt auf dem Markt, wodurch sich der Kurs nach oben hin vom Buchwert entfernt. Es werden zukünftige Erträge also bereits mitgedacht.

Was sagt das KBV bei Aktien aus?

Das KBV zeigt Ihnen auf, wie die rein finanzielle Bewertung anhand der Bilanz im Verhältnis zur Bewertung auf Basis von Angebot und Nachfrage aussieht. Hieran lassen sich Unter- und Überbewertungen ausmachen. Zudem können Zukunftsprognosen besser in die Interpretation des reinen Eigenkapitals oder Buchwerts mit einbezogen werden.

Wo finde ich das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV)?

Das KBV erhalten Sie, indem Sie den Kurs einer Aktie mit dem Buchwert je Aktie (also die Bilanzsumme minus Eigenkapital durch die Anzahl der ausstehenden Aktien geteilt) dividieren. Sie erhalten daraus ein Ergebnis, das über oder unter 1 liegt. Unter 1 steht für eine Unterbewertung und über 1 für eine Überbewertung. Bei einem KBV von 1 ist der Buchwert mit dem Marktwert identisch.

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