In Sachwerte investieren: Chancen, Risiken, Handelsmöglichkeiten und Tipps

Die aktuell hohe Inflation ist in aller Munde und die derzeitige Geldpolitik trägt dazu bei. Klassische Anlageformen wie ein Festgeld- oder Tagesgeldkonto schaffen es aufgrund der niedrigen Zinsen kaum noch, den Kaufkraftverlust und die Geldentwertung auszugleichen.

Steigende Inflation

Um dem vorzubeugen, wählen immer mehr Anleger stattdessen die Investition in sogenannte Sachwerte. Diese sollen vor Währungskrisen sowie den Folgen der Inflation schützen. Doch auch hier sollten sich Investoren vorab genau informieren. Was Sachwerte überhaupt sind, welche es gibt und welche Chancen und Risiken sie mit sich bringen zeigt der folgende Artikel.

Was sind Sachwerte?

Bei Sachwerten handelt es sich um ein Anlagegut, das in physischer Form existiert und einen materiellen Nutzwert besitzt, zum Beispiel Schmuck, Fahrzeuge oder Grundstücke. Es sind reale Werte, oftmals Güter, denen nachgesagt wird, von Geldwertschwankungen unabhängig zu sein und somit die Inflation ausgleichen. Kurz gesagt: Sachwerter bezeichnen den Wert von physischen, beweglichen Sachen oder Grundstücken.

Sachwerte

Sachwerte verfügen vermeintlich über eine faktische Substanz, deren Wert nicht vom Marktgeschehen abhängt und somit nicht von den Marktentwicklungen beeinflusst wird. Das ist allerdings nicht immer der Fall – das sollten Anleger stets im Hinterkopf behalten.

Besonders gefragt sind krisensichere Sachwerte. Sie gelten als inflationsunabhängig und man geht davon aus, dass sich immer ein Käufer findet, der ungeachtet der Inflation einen bestimmten Betrag für den jeweiligen Sachwert entrichtet. Das entspricht ebenfalls nicht immer der Realität.

Das Gegenstück zu Sachwerten sind die sogenannten Geldwerte, darunter zum Beispiel Bargeld. Deren Wert beruht auf dem Versprechen, dass sie gegen Güter bzw. Waren sowie Dienstleistungen eingetauscht werden können. Ansonsten haben sie keinen praktischen Nutzen.

Geldwerte

Warum Geld in Sachwerte investieren?

Die aktuelle, expansive Geldpolitik der Zentralbank macht vielen Menschen, insbesondere Anlegern Sorgen. Um die Finanzkrise zu bekämpfen, kommt es zur übermäßigen Geldproduktion. Diese steigende Kapitalmenge bleibt allerdings nicht ohne Folgen, denn daraus entsteht früher oder später eine Inflation, vor der sich so viele Menschen fürchten – was vermutlich an der Hyperinflation in den 1920er Jahren liegt.

Kein Wunder suchen sich immer mehr Menschen alternative Möglichkeiten ihr Geld sicher und möglichst krisenresistent anzulegen. Dabei entscheiden sich die meisten für die Investition in Sachwerte. Tatsächlich sind Sachwerte eine gute Option, sich gegen die Folgen einer Inflation abzusichern.

Sie gelten als krisensicher, da nur eine (unwahrscheinliche) Zerstörung zu einem Totalverlust führen kann und sind daher sehr gefragt. Außerdem lassen sich die meisten Sachwerte bei der Kreditvergabe als Sicherheit einsetzen und haben auch im Alltag einen Gebrauchswert.

Fachwissen notwendig

Andererseits sollten dem Investor bei der Wahl der passenden Geldanlage keine Fehler unterlaufen. Insbesondere bei der Anlage in Sachwerte ist ein gewisses Fachwissen erforderlich, denn zwischen den einzelnen Sachwerten gibt es auch in Bezug auf die Liquidität deutliche Unterschiede. Doch welche Sachwerte gibt es überhaupt?

Welche Sachwerte gibt es?

Aufgrund der geringen Zinsen suchen sich immer mehr Sparer andere Möglichkeiten ihr Geld zu verwahren. Dabei greifen sie häufig auf Sachwerte zurück. Wir haben uns bereits angeschaut, was Sachwerte im Allgemeinen sind. Doch einige Beispiele für Sachwerte machen das ganze sicher anschaulicher.

Daher nehmen wir im Folgenden einige der beliebtesten Sachwerte genauer unter die Lupe. Dazu gehören diese hier:

  • Aktien
  • Immobilien
  • Edelmetalle
  • Rohstoffe
  • Sammlerstücke
  • Diamanten und Waldinvestment

Aktien und Immobilien sind wohl diejenigen Sachwerte, an welche die meisten Anleger als erstes denken und ihr Geld entsprechend investieren. Dazu kommen die Klassiker Edelmetalle und Rohstoffe. Woran vermutlich die wenigsten denken, wenn sie das Wort Sachwert hören, sind Sammlerstücke.

Beispiele für Sachwerte

Aktien als Sachwerte

Mit Aktien erwerben Anleger einen Anteil an einem bestimmten Unternehmen und somit auch an dessen Produktionskapital wie auch nichtmonetären Vermögenswerten – darunter zum Beispiel Maschinen, Immobilien oder Patenten. Investoren werden also zu Miteigentümern und werden im Erfolgsfall durch eine Gewinnbeteiligung belohnt.

Allerdings sollten sich Anleger nicht darauf verlassen, dass sie durch eine Investition in Aktien automatisch vor der Inflation geschützt sind. Stattdessen sollte sich der Händler im Voraus genau über das Unternehmen, sein Geschäftsmodell und die aktuelle Marktlage informieren.

Denn insbesondere Unternehmen mit starker Konkurrenz haben es schwer während Krisenzeiten und Inflation. Die steigenden Produktionskosten lassen sich nicht so einfach durch steigende Preise kompensieren, wenn der Wettbewerb groß ist. Entsprechend fallen die Gewinnmargen niedriger aus und die entstehenden Fehlbeträge haben einen Gewinnrückgang sowie fallende Aktienkurse zur Folge.

Im Gegensatz dazu profitieren Unternehmen mit einer marktführenden Position und einem hohen Substanzwert, unter anderem durch den Immobilienbesitz oder großen Maschinenbeständen. Diese können einen zuverlässigeren Schutz gegen die Folgen der Inflation bieten.

Aktien als Sachwerte

Durch eine starke Marktstellung ist es für jene Unternehmen nicht schwer, Preissteigerungen gegenüber der Kunden durchzusetzen. So können sie die höheren Produktionskosten ohne Probleme ausgleichen. Die Steigerung des Preisniveaus, sorgt dafür, dass der Wert der Vermögenswerte ebenfalls steigt, was in wiederum steigenden Aktienkursen resultiert.

Allerdings sollten Investoren nicht vergessen, dass Aktien – vor allem im Vergleich zu beispielsweise Immobilien oder Edelmetallen wie Gold – ein höheres Risiko sowie eine erhöhte Volatilität mit sich bringen.

Immobilien als Sachwert

Zu den beliebtesten Sachwerten der Deutschen gehören neben Aktien auch Immobilien. Im Rahmen einer Inflation kommt es in der Regel zu einem Zinsanstieg. Hat der Käufer bei der Aufnahme des Darlehens eine langfristige Zinsbindung vereinbart, kommt es durch die Inflation zu einer realen Reduzierung der Schulden, die für den Kauf der Immobilie aufgenommen wurde.

Immobilien als Sachwerte

Darüber hinaus kann diese Immobilie bei der Aufnahme von Krediten als Sicherheit eingesetzt werden. Und auch Steuervorteile gibt es bei der Investition in Immobilien als Sachwerte. So können Kosten von Anfang an als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden.

Durch steigende Immobilienwerte während einer Inflation kann der Anstieg des allgemeinen Preisniveaus leichter kompensiert werden. Und auch die Mieteinnahmen können erhöht werden, da sie an das durchschnittliche Preisniveau gekoppelt sind. Das ermöglicht einen Inflationsausgleich.

Allerdings kann sich nicht immer auf den Inflationsschutz verlassen werden. Stattdessen gilt dieser nur, solange der Immobilienmarkt im Gleichgewicht ist – und das ist nicht zwangsläufig der Fall, denn auch Sachwerte wie Immobilien unterliegen Wertschwankungen.

Entsprechend kann der Vermögenswert sinken. Platzt beispielsweise eine Immobilienblase, kann eine massive Entwertung der Immobilie folgen. Das wiederum führt dazu, dass die Immobilie im schlimmsten Fall zum Verkaufszeitpunkt einen geringeren Wert hat, als es zum Zeitpunkt des Kaufes der Fall war. So entstehen Verluste.

Immobilie vermieten

Darüber hinaus ist die geringe Liquidität von Immobilien ein Problem. Das kann den Verkauf und die Erzielung eines angemessenen Preises erschweren. Mieteinnahmen sind nicht stetig, sondern können schwanken. Aufgrund von Leerstand oder Mietschulden kann es sogar zu Zahlungsausfällen kommen.

Derzeit besteht ohnehin ein Immobilien-Boom, was die Investition in Immobilien durch die hohen Immobilienpreise ziemlich schwer macht. Der Kauf erfordert einen besonders hohen Kapitaleinsatz und so kommt es nicht selten zu hohen Verschuldungen.

Edelmetalle als Sachwert

Auch Edelmetalle sind unter Anlegern sehr beliebt. So gelten beispielsweise Gold, Silber und Platin als krisensicherer Inflationsschutz und wertstabile Sachwerte. Aufgrund der steigenden Nachfrage – aufgrund der verbesserten Lebensverhältnisse auch in Schwellenländern – steigt auch der Preis vieler Edelmetalle weiter an. Ein Grund dafür ist die begrenzte Verfügbarkeit dieser Werte.

Vor allem Gold hat eine historische Bedeutung und wurde während politischer Umstürze, Kriegen sowie Inflationen als Übergangswährung eingesetzt. Edelmetalle als Sachwerte sind relativ flexibel. Sie lassen sich schnell und einfach kaufen wie auch verkaufen und in der Regel fällt keine Abgeltungssteuer an.

Edelmetalle als Sachwerte

Zu entscheiden ist lediglich, in welcher Form man in das Metall investieren möchte – Münzen, Barren, Aktien oder Zertifikate. Grundsätzlich wird ein Goldanteil im eigenen Depot von fünf bis zehn Prozent empfohlen. Das sorgt für Diversifikation und hilft Anlegern, sich gegen Krisen abzusichern. Allerdings sollten Edelmetalle als langfristige Investition gesehen werden.

Andererseits bietet das Investieren in Gold nicht immer einen hundertprozentigen Schutz vor der Inflation. Auch hier gibt es Risiken – zum einen unterliegen auch Edelmetalle Wertschwankungen bzw. Volatilität. Grund hierfür ist, dass die Preise häufig durch Spekulanten bestimmt werden.

Entsprechend ist es wichtig, den richtigen Anlagezeitpunkt zu erwischen, damit es nicht zu Verlusten kommt. Hierfür ist allerdings Fachkenntnis vonnöten, weshalb sich diese Investition besonders für erfahrene Anleger eignet. Darüber hinaus erhalten Händler durch den Kauf von beispielsweise Gold, keine laufenden Erträge. Somit eignet sich das Metall nicht zum Vermögensaufbau.

Stattdessen muss der Trader sich um einen sicheren Aufbewahrungsort für sein Investment kümmern. Dafür kommen beispielsweise Tresore oder Bankschließfächer in Frage. Die Verwahrung darin ist wiederum mit Kosten verbunden, was die Rendite insgesamt schmälert.

Safe zur Aufbewahrung von Edelmetallen als Sachwerte

Rohstoffe als Sachwerte

Rohstoffe gelten für viele Anleger als unterbewertete Sachwerte. Dazu gehören unter anderem Öl, Kakao und Getreide. Aber auch Industriemetalle, Kupfer und Zink tummeln sich unter der großen Auswahl an zum Handel verfügbaren Sachwerten.

Der Wert von Rohstoffen hängt von verschiedenen Faktoren ab – darunter in erster Linie von der Entwicklung der Weltwirtschaft, insbesondere der Emerging Markets. Doch auch internationale wie auch nationale politische Entwicklungen spielen bei der Preisentwicklung von Rohstoffen eine wichtige Rolle. Händler müssen sich bewusst sein, dass sie mit einer Investition auf die Weltkonjunktur spekulieren.

Die Geldanlage in Rohstoffe erfolgt meist in Form von Zertifikaten und Aktien. Der direkte Kauf ist im Gegensatz zu Edelmetallen nicht möglich. Die indirekte Investition unterliegt teilweise starken Schwankungen, was sie als Inflationsschutz nicht wirklich zuverlässig macht.

Die Preisschwankungen erschweren es außerdem, den richtigen Zeitpunkt für die Investition zu finden. Das setzt nämlich Fachwissen voraus. Entsprechend eignen sich Rohstoffe als Sachwerte eher für risikofreudige sowie erfahrene Anleger.

Rohstoffe als Sachwerte

Sammlerstücke als Sachwerte

Zu den klassischen Sachwerten zählen Aktien, Immobilien und Edelmetalle wie Gold oder Silber. Woran vermutlich die wenigsten denken, wenn sie das Wort Sachwert hören, sind Sammlerstücke. Dazu gehören Kunst wie auch Antiquitäten oder Oldtimer.

Doch fast jedes Wirtschaftsgut mit Seltenheitswert kann als Sachwert eingestuft werden. Das macht es schwer, eine Übersicht zu behalten. Hier einige Beispiele für beliebte Sammlerstücke als Sachwerte:

  • Kunstgegenstände wie Gemälde
  • Automobile wie Oldtimer
  • Schmuck und (Luxus-)Uhren
  • Edelsteine wie Diamanten
  • Spirituosen wie Whiskeys oder Weine
  • Schallplatten
  • Musikinstrumente

Dabei stehen Material- und Gebrauchswert des jeweiligen Objekts allerdings in keinem Verhältnis zum entsprechenden Preis. Das macht Sammlerstücke zu einem schwierigen Feld für Investitionen, da ein Investor darauf spekulieren müssen, dass das Objekt seinen Wert unter Sammlern behält und er dieses später zu einem höheren Preis verkaufen kann.

Sammlerstücke als Sachwerte

Zwar können Sammlerstücke durchaus attraktive Renditen mit sich bringen, jedoch spiegelt der Preis nicht den tatsächlichen Wert des Gegenstands wider, was diese Anlageform hochspekulativ macht. Die Investition lohnt sich nur in seltenen Fällen.

Darüber hinaus lassen sich solche Werte im Vergleich zu Aktien und Edelmetallen nicht einfach verkaufen, das heißt sie sind nicht sonderlich liquide. Stattdessen ist der Kreis der potenziellen Käufer für solche Objekte sehr begrenzt. Bevor sich Anleger also Sammlerstücke als Investition anschaffen, sollten sie sich also ganz genau über den Markt und den jeweiligen Themenbereich informieren.

Mit dieser Anlageform lässt sich das eigene Portfolio diversifizieren. Dabei ist allerdings Fachwissen das A und O. Händler sollten die Wertentwicklung der Sachwerte stets im Blick behalten, damit sie bei Veränderungen schnell reagieren können.

Fachwissen

Diamanten und Waldinvestment als Sachwerte

Im Bereich Schmuck haben vor allem Diamanten eine große Bedeutung. Im Rahmen vergangener politischer Krisen erkannte man, dass dieser Sachwert unabhängig davon war. Dadurch gilt er sozusagen als Stabilitätsanker für Sicherheit.

Andererseits ist der Einkaufspreis sehr hoch, was insbesondere für private Anleger ein Problem ist. Daher hat sich ein Waldinvestment als Geheimtipp herumgesprochen. Sogenannte Waldinvestments sind alternative Anlagen, mit denen man sein Kapital in Holz als wiederherstellbares Wirtschaftsgut investiert.

Sie sind auch bekannt als Holz- oder Edelholzinvestments und gerade aufgrund der Tatsache, dass Holz wiederherstellbar ist, ist dieser Sachwert aktuell auf vielfältige Art stark nachgefragt. Dabei raten Experten zu einer direkten Geldanlage statt zu einem Fondsinvestment.

Waldinvestments als Sachwerte

Geld in Sachwerte investieren – So funktioniert’s

Da wir uns nun einige der beliebtesten Sachwerte angeschaut haben, geht es in diesem Abschnitt darum, wie der Handel mit solchen Werten funktioniert. Dabei stellen sich die Fragen, wann der richtige Zeitpunkt für ein solches Investment ist, was die besten Sachwerte sind und wo diese gehandelt werden können.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Viele Anleger fragen sich nun vermutlich, ob sie lieber in Geldwerte oder in Sachwerte investieren sollten. Diese Entscheidung hängt zunächst von der vorherrschenden Marktphase ab. Geldwerte haben vor allem dann einen Vorteil, wenn der Leitzins hoch ist, da in diesem Fall eine reine Geldanlage gut verzinst wird.

Sachwerte hingegen sind durch ihren Inflationsschutz insbesondere bei hohen Inflationsraten und in Krisenzeiten empfehlenswert – das umfasst nicht nur wirtschaftliche, sondern auch wirtschaftliche Instabilitäten. Allerdings sind auch sie nur bedingt geeignet, sofern sich schon so viel Kapital auf dem Markt befindet, dass es zu Spekulationsblasen kommt.

Eine Inflation bedeutet, dass sich die Geldmenge vergrößert, ohne dass die Güterproduktion dem standhält. Das resultiert darin, dass sich das Geld abwertet und die Preise – sowohl für Waren bzw. Güter und Dienstleistungen – steigen. Das bedeutet wiederum einen Kaufkraftverlust und Menschen können sich mit derselben Menge an Geld weniger leisten.

Sicherheit in Krisenzeiten

Grundsätzlich empfiehlt es sich Anlegern sich für eine Kombination aus beiden Anlageformen zu entscheiden – Sachwerte und Geldwerte. Dadurch kann der Anleger eine bessere Risikostreuung erzielen. Nun stellt sich die Frage: „In welche Sachwerte jetzt investieren?“.

Was sind die besten Sachwerte?

Für eine Investition in Sachwerte ist in jedem Fall ein grundlegendes Fachwissen notwendig, insbesondere wenn es beispielsweise um Sammlerstücke geht. Während einige Sachwerte eine gute Wertsteigerung nachweisen können, verlieren andere ihren Wert. Das ist zu berücksichtigen, denn meist sind solche Anlagen langfristig ausgerichtet.

Grundsätzlich kann die Anlage in Sachwerte Investoren vor einem Kaufkraftverlust schützen und das Vermögen absichern. Für welchen der vielen Sachwerte sich der Anleger letzten Endes entscheidet, hängt von verschiedenen Faktoren ab – in erster Linie aber von seinen persönlichen Zielen, Interessen und Überzeugungen.

Durch einen einzelnen Sachwert können sich Anleger zwar nicht vor der Geldentwertung schützen. Daher ist die Diversifizierung der Geldanlagen ein wichtiger Stichpunkt. Sie sichert das Portfolio gegen Inflation und Krisenzeiten ab, weshalb auch Sachwerte vertreten sein sollten.

Portfolio diversifizieren

Wo kann ich in Sachwerte investieren?

Anbieter für den Handel mit verschiedensten Wertpapieren gibt es unzählige – von Banken über Broker bis hin zu Online-Broker und Neo-Broker. Im Folgenden stellen wir drei der beliebtesten Anbieter kurz vor. Dazu gehören:

  • Capital.com
  • GBE Brokers
  • XTB Online Trading
  • Plus500
  • Libertex

Bei Capital.com handelt es sich um ein Fintech-Unternehmen mit Büros in London, Limassol, Minsk, Belarus und Gibraltar. Der Anbieter wird durch die Financial Conduct Authority (FCA), die Cyprus Securities and Exchange Commission (CySEC) sowie die Australian Securities and Investments Commission (ASIC) reguliert.

Capital.com Logo

Damit handelt es sich um einen sicheren Broker mit mittlerweile rund 790.000 Kunden und einer gehandelten Summe von etwa 88 Mrd. US-Dollar. Zum Handel verfügbar sind mehr als 6.000 Werte darunter auch Gold, Öl und Aktien verschiedenster Unternehmen. Der Fokus liegt dabei auf dem CFD-Handel.

GBE Brokers hat seinen Sitz in Hamburg und wird reguliert durch die CySEC einerseits und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) andererseits. Der Anbieter stellt seinen Kunden rund 500 Produkte zum Traden zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem Aktien, Metalle sowie Rohstoffe.

Darüber hinaus profitieren Händler von einer äußerst schnellen Orderausführung, einer hohen Liquidität und einem zuverlässigen wie auch kompetenten Kundenservice. Als Handelsplattform wird der MetaTrader in beiden Versionen – MT4 und MT5 – angeboten.

GBE Logo

Der Broker XTB wurde im Jahr 2002 in Polen gegründet und hat inzwischen Niederlassungen in ganz Europa, darunter auch ein Büro in Frankfurt am Main. Geboten werden Händlern hier mehr als 4.000 Assets aus 6 Anlageklassen. Das umfasst Devisen, Indizes, Rohstoffe, Aktien, ETFs sowie Kryptowährungen.

Dabei dürften für Interessenten von Sachwerten besonders Rohstoffe sowie Aktien interessant sein. Das Unternehmen unterliegt der Regulierung durch die BaFin, die FCA (UK) sowie die KNF in Polen. Der Fokus liegt – wie auch bei Capital.com – auf CFDs.

XTB Broker Logo

Plus500 hat sich hingegen auf den Optionen-Handel konzentriert, bietet allerdings auch den CFD-Handel mit unterschiedlichsten Finanzinstrumenten an. Darunter finden Anleger Indizes, Devisen, Rohstoffe und Kryptowährungen, aber auch Aktien, Optionen sowie ETFs.

Der Anbieter ist bereits seit 2008 aktiv und konnte bislang mehr als 300.000 aktive Kunden überzeugen. Der Handelsumsatz beträgt über 1.000 Mrd. US-Dollar. Dabei wird Plus500 autorisiert und reguliert durch die FCA. Kunden profitieren außerdem von einer Einlagensicherung in Höhe von bis zu 85.000 britischen Pfund.

Plus500 Logo

Die Plattform von Libertex wird von der Indication Investments Ltd betrieben, welche bereits im Jahr 1997 gegründet wurde und ihren Sitz in Zypern hat. Das Angebot umfasst eine große Auswahl an über 250 handelbaren Vermögenswerten aus verschiedenen Märkten – Aktien, Krypto, Forex, Metalle, Indizes, Rohstoffe, Öl und Gas, ETFs sowie Optionen.

Der Anbieter konnte schon mehr als 40 internationale Auszeichnungen sowie über 2,9 Mio. Kunden für sich gewinnen und verfügt über eine Regulierung durch die CySEC. Auch hier liegt der Fokus auf dem Handel mit gehebelten Derivaten (CFDs).

Libertex Logo - Web- und mobile Handelsplattform von Libertex, seine Struktur umfasst Finanz- und Bildungsunternehmen.

Chancen und Risiken einer Investition in Sachwerte

Den Großteil der Vorteile, die eine Investition in Sachwerte mit sich bringt, haben wir im Verlauf des Artikels bereits aufgedeckt. Darauf gehen wir im Folgenden nochmals ein und beleuchten anschließend die Nachteile und Risiken, die dadurch entstehen können.

vorteile:
nachteile:
Schutz vor Inflation
Volatilität teilweise sehr hoch
Krisensicherheit
Anschaffung häufig kostenintensiv
Große Nachfrage
Geringe Liquidität
Attraktive Rendite
Großes Fachwissen erforderlich
Sicherheit für einen Kredit
Wechselkursrisiko

Zunächst bietet die Geldanlage in Sachwerte Schutz vor Inflation sowie Krisensicherheit. Der Wert solcher Objekte büßt in Zeiten von Inflationen in der Regel keinen großen Verlust ein. Zudem bieten viele Sachwerte durch Kurssteigerungen und die wachsende Nachfrage eine attraktive Rendite.

Darüber hinaus haben diese Sachwerte einen materiellen Wert, welche grundsätzlich mit der Inflation steigt. So kommt es nicht so leicht zu einem Totalausfall, wie es beispielsweise bei Kreditprodukten passieren kann. Zu guter Letzt können Sachwerte häufig auch als Sicherheit für einen Kredit eingesetzt werden.

Vorteile und Nachteile von Sachwerten

Sachwerte gelten also als stabil, allerdings sind sie andererseits auch nicht zu 100 Prozent vor Wertschwankungen geschützt. In wenigen Fällen kann die Volatilität sogar sehr hoch sein, was zur Folge haben kann, dass der jeweilige Sachwert nicht zum gewünschten Preis veräußert werden kann und somit entstehen Verluste.

Ein Grund dafür ist auch, dass der Käuferkreis beispielsweise bei Sachwerten wie Sammlerstücken sehr begrenzt ist und so entsteht eine geringe Liquidität. Sammlerstücke im Besonderen sind hochspekulativ. Die Anschaffung eines Sachwertes erfordert auch ein großes Fachwissen, um beispielsweise Fälschungen oder Überbewertungen zu erkennen. Aber auch um den Markt richtig einschätzen zu können und flexibel auf Änderungen zu reagieren.

Ein weiterer Nachteil ist, dass beispielsweise für den Kauf einer Immobilie als Sachwert aufgrund der hohen Kosten häufig eine Fremdfinanzierung notwendig ist. Das kann zu Liquiditätsproblemen bis hin zum Totalverlust des Kapitals führen. Ein Verlust kann außerdem eintreten, wenn der Sachwert durch Diebstahl verloren geht oder durch Beschädigung seinen Wert verliert.

Und auch das Wechselkursrisiko sollte nicht unterschätzt werden. Diese kommen nicht nur beim Kauf von ausländischen Aktien vor, sondern auch zum Beispiel beim Erwerb von Rohstoffen, welche in einer anderen Währung notiert sind.

Wechselkursrisiko bei Sachwerten

Fazit: Zuverlässiger Schutz mit Ausnahmen

Sachwerte sind eine interessante Anlageform für Investoren und können attraktive Renditen bieten. Insbesondere zu Krisenzeiten und während einer Inflation wird ihnen ein zuverlässiger Schutz nachgesagt. Da fragen sich viele „In welche Sachwerte investieren?“ und „Welche Sachwerte sind krisensicher?“. Einige der beliebtesten Sachwerte sind zum Beispiel Aktien, Immobilien, Rohstoffe sowie Edelmetalle.

Allerdings sollten Anleger zugleich nicht vergessen, dass auch Sachwerte keinen vollkommenen Schutz bieten, auch wenn sie grundsätzlich stabiler als Geldwerte sind. So ist sind tiefgreifende Kenntnisse vonnöten, die Investition kostet häufig viel Geld und auch hier kann es teilweise zu hoher Volatilität kommen. Das Wechselkursrisiko nicht zu vergessen.

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Zuletzt geupdated am 05/08/2022 von Maren

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