Trader Andre Witzel
Geschrieben von: Andre Witzel
johannes striegel
Überprüft von: Johannes Striegel
Finanzierung

Wer mit Differenzkontrakten (CFDs) handeln möchte, muss für das bestmögliche Verständnis einige Fachbegriffe verinnerlichen. Ein oft anzutreffender Ausdruck ist die CFD Margin, welche Ihnen der nachfolgende Beitrag im Detail erklärt. Zudem stellen wir Ihnen im Zusammenhang mit der Margin den Fachbegriff Hebel vor.

margin im cfd handel

Key Facts: CFD Margin

  • CFD sind Differenzkontrakte
  • Margin ist die Sicherheitsleistung, die beim Handel von CFD zu hinterlegen ist
  • CFD Margin Anforderung variiert je nach Broker, Hebel und Assetklasse
  • CFD Margin Handel: Geringes Investitionskapital durch Leihgabe von Fremdkapital
  • Zu hinterlegenden Margin: Aktien 20 %, Indizes 5 %, Devisen 3,33 %

Warum ist der Begriff Margin aus dem CFD Handel nicht wegzudenken?

Die nachfolgende Erklärung wird verständlicher, wenn ihr ein Beispiel für die Realität vorausgeht:

CFD Trading Margin Beispiel
CFD Trading Margin Beispiel
  • Beim Erwerb einer Aktie schauen Sie auf den aktuellen Kurs und entrichten diesen Betrag zuzüglich der üblichen Gebühren. Für ein Portfolio mit Aktien ist daher viel Kapital erforderlich
  • Investieren Sie in die gleiche Aktie jedoch per Differenzkontrakt (CFD), wird nur ein Bruchteil der Kaufsumme fällig

Sie können also für Ihr Kapital wesentlich mehr CFDs auf Aktien erwerben als beim klassischen Kauf. Indes besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen dem traditionellen Aktien-Kauf und einer Investition in Aktien via CFD.

  • Mit dem Kauf einer Aktie erwerben Sie einen Anteil des emittierenden Unternehmens inklusive der Wertentwicklung
  • Ein Differenzkontrakt verbrieft lediglich ein Anrecht auf die Wertentwicklung, nicht aber die Beteiligung an der Aktiengesellschaft
Zurück zum Vorteil
Beim Erwerb eines Differenzkontakts auf eine Aktie hinterlegen Sie nur einen Bruchteil des Kaufpreises als Sicherheit beim Broker. Diese Sicherheitsleistung wird in der Branche Margin genannt.

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Wie wird die CFD Margin definiert?

Die Sicherheitsleistung wird Margin genannt und ist seitens der Höhe vom jeweiligen Basiswert abhängig. Wie bereits dargestellt, müssen Sie beim Erwerb eines Differenzkontrakts die Sicherheit beim Broker hinterlegen.

In diesem Kontext möchten wir Ihnen einen zuverlässigen und günstigen CFD Broker empfehlen: Capital.com. Der Brokerage-Anbieter mit Hauptsitz auf den Virgin Islands verfügt über eine weltweit gültige Lizenz mit Regulierung durch die FSC. Seine Niederlassung auf Zypern untersteht der Regulierung durch die zypriotische Aufsicht CySEC. Die Dependance in Großbritannien wird von der nationalen FCA reguliert. Die Margin ist aber nicht nur vom jeweiligen Underlying abhängig, sondern auch von der Regulierung Ihres Brokers. Dazu später mehr.

Bleiben wir zunächst bei der Margin, welche Sie bei einem Broker mit EU Zulassung entrichten müssen:

  • Basiswert Aktien – CFD Margin gleich 20 %
  • Underlying Indizes – CFD Margin gleich 5 %
  • Basiswert Haupt-Währungspaare – CFD Margin gleich 3,33 %

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Wie kommen diese unterschiedlichen Sicherheitsleistungen zustande?

CFDs sind Finanzderivate, welche gehebelt gehandelt werden können. Aufgrund der Hebel werden vergleichsweise niedrige Sicherheiten in Form von CFD Margin erforderlich. Wie können Sie den CFD Hebel berechnen?

  • Bei Aktien werden bekanntlich 20 % Margin verlangt. Diese 20 % bedeuten, dass Sie nur den 5. Teil der Gesamtkosten aufbringen müssen. 20 % Margin bedeuten dementsprechend einen Hebel von 1:5
  • Indizes CFDs setzen eine Margin von 5 % voraus. Ihr Einsatz beträgt nur den 20. Teil des Kaufpreises, daher wird der Hebel mit 1:20 definiert
  • Währungspaare setzen beim Handel per CFD eine Margin von 3,33 % des Handelswertes voraus. Sie handeln den Währungspaar CFD dementsprechend um 30. Teil der Kaufsumme oder mit dem Hebel von 1:30

Hierbei muss eine gesonderte Regelung beachtet werden: Hebel von 1:30 gelten für die Majors. Andere Paare werden mit 1:20 gehandelt. Der jeweils zur Anwendung kommende Hebel entscheidet also über den Umfang der Margin, die Höhe berechnet sich durch den Einbezug der Positions-Größe.

Wenn beispielsweise mit 1 Lot (100.000 Währungseinheiten) gehandelt werden soll und ein Hebel von 1:30 eingesetzt wird, beträgt die Margin:

100.000 geteilt durch 30 gleich 3.333,33 Euro

Die Margin ist eine Sicherheitsleistung.
Die Margin ist eine Sicherheitsleistung.

Die Höhe der Margin kann jedoch auf zwei Wegen erheblich gesenkt werden:

  • Einstufung beim Broker von Retail Trader auf professionellen Marktteilnehmer ändern
  • Einen Broker mit Sitz außerhalb der Eurozone in Betracht ziehen

Möglichkeit 1: 

Wer seinen Status bei einem EU Broker ändern möchte, muss 2 der 3 nachfolgend aufgelisteten Kriterien erfüllen.

1 Tätigkeit in der Finanzbranche für mehr als ein Jahr nachgewiesen.

2 Trading Vermögenswerte in Höhe von mindestens 500.000 Euro vorhanden.

3 Eine vom Broker abhängige Anzahl von Trades muss pro Quartal innerhalb des letzten Jahres nachgewiesen werden.

Möglichkeit 2:

Der Wechsel zu einem Brokerage-Anbieter mit Sitz außerhalb der Eurozone will gut überlegt sein. Diese Broker sind nicht an die Weisung der ESMA (Finanzmarktaufsicht der EU) gebunden und können Hebel von 1:200 und darüber anbieten. Auf der anderen Seite ist es nicht jedermanns Sache, sein Kapital einem Anbieter vom anderen Ende der Welt anzuvertrauen.

Zu dieser Thematik gibt es ausführliche Beiträge auf unserer Webseite, daher gehen wir an dieser Stelle nicht näher auf die Vor- und Nachteile eines Brokers aus dem EU-Ausland ein.

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Beispiele für die hierzulande erhobene CFD Margin beim Forex Trading

Zugrunde gelegt wird ein Handelskonto mit 10.000 Euro. Getradet werden soll das Paar EUR/USD.

Gehen wir davon aus, dass Sie mit vollem Einsatz handeln möchten und nur eine kleine Reserve zur Sicherheit behalten.

  • Für 6.666 Euro Margin plus Gebühren können Sie einen Trade mit maximal 2 Lot Volumen eröffnen
  • War Ihre Annahme hinsichtlich der Kursentwicklung richtig, erzielen Sie pro Pips einen Gewinn von 20 Euro
  • Entwickelt sich die Position gegen Sie, bedeutet jeder Pips einen Verlust von 20 Euro
  • Im eigenen Interesse haben Sie den Stopp-Loss (Verlustbegrenzung) mit 5 Pips relativ eng gesetzt. Ihr maximaler Verlust kann nicht mehr als 20 mal 5 gleich 100 Euro betragen

Sollte Ihnen die Positions-Größe zu riskant respektive zu hoch sein, besteht die Möglichkeit, mit einem Minilot oder mehreren davon zu handeln:

  • Ein Minilot besteht aus 10.000 Währungseinheiten und kostet bei einem Hebel von 1:30
  • 10.000 geteilt durch 30 gleich 333,33 Euro plus Gebühren

Angenommen, Sie entscheiden sich für einen Handel mit 2 Minilot, investieren Sie inklusive der Finanzierungs-Gebühren rund 700 Euro an CFD Margin:

  • Durch das wesentlich kleinere Risiko sinken natürlich die Gewinnaussichten in identischer Relation
  • Pro Pips in die richtige Richtung wird nur 1 Euro Gewinn erzielt
  • Jeder negative Pips resultiert in einem Verlust von 1 Euro
  • Aufgrund des engen Stopp-Loss sind Ihre maximal möglichen Verluste auf 5 Pips respektive 5 Euro begrenzt
Zur Erinnerung
Wir reden hier zwar über die Margin beim Handel mit dem Währungspaar EUR/USD. Das Trading erfolgt bei jedem Broker aus der Eurozone aber via Differenzkontrakt (CFD). Es handelt sich also um die CFD Margin, denn das Währungspaar ist lediglich der Basiswert, welcher Ihnen nicht gehört.

Wie sieht das Ganze ohne Hebel aus?

Theoretisch können Sie Währungspaare per CFD ohne Hebel und Margin traden. Ihr gesamtes Kapital auf dem Handelskonto (10.000 Euro) ermöglicht Ihnen die Eröffnung einer Position mit 1 Minilot.

  • Wenn alles Ihren Vorstellungen entsprechend läuft, erzielen Sie in einer Session oder an einem Handelstag 50 bis 80 Euro Gewinn
  • Läuft der Trade jedoch gegen Sie und wird bei 5 negativen Pips gestoppt, erleiden Sie 5 Euro Verlust
  • Die 5 Euro sind leicht zu verschmerzen, nicht aber der Fakt, dass Sie mit 9.995 Euro kein Minilot mehr kaufen können
  • Genau genommen hätten 10.000 Euro plus der vom Broker verlangte Spread auf dem Handelskonto sein müssen

In jedem Fall müssten Sie nach einem verlorenen Trade eine Einzahlung auf Ihr Handelskonto vornehmen. Ansonsten wechseln Sie die Liga und handeln nur noch mit Mikrolots. Sie erkennen wahrscheinlich an diesem Beispiel Sinn und Zweck von Margin und Hebel. Zudem ist bei keinem klassischen Broker im Euroland der CFD Handel ohne Margin und Hebel möglich.

Nachfolgend setzen wir uns mit im CFD Trading häufig vorkommenden Begriffen im Margin-Umfeld auseinander.

Was ist Margin Trading? 

Der größte Reiz, den der CFD-Devisenhandel bietet, ist die Möglichkeit, auf Margin zu handeln. Aber für viele Händler ist „Margin“ ein Fremdwort und wird oft missverstanden.

Der Margin-Handel gibt Ihnen die Möglichkeit, Positionen einzugehen, die größer sind als Ihr Kontostand. Mit ein wenig Bargeld können Sie einen viel größeren Handel auf dem Forex-Markt eröffnen. Und dann, mit nur einer kleinen Preisänderung zu Ihren Gunsten, haben Sie die Möglichkeit, am Ende riesige Gewinne zu erzielen. Aber für die meisten neuen Trader passiert das normalerweise nicht, weil sie in der Regel nicht wissen, was sie tun. Wahrscheinlicher ist, dass sich der Preis zwar bewegt, aber gegen sie.

Assets Margin

Beispiel Trader X

Trader X war in einem „todsicheren“ Handel. Er war sich sicher, dass dieser Trade ein Gewinn sein würde, also setzte er alles ein, was auf dem Handelskonto war. Zu seiner Überraschung (und Schock) wurde er plötzlich Zeuge, wie sein Handel auf seiner Plattform automatisch geschlossen wurde und erlitt einen erheblichen Verlust. Die Gelder, die jetzt auf dem Konto verbleiben, reichen nicht einmal aus, um einen neuen Trade zu eröffnen. Trader X ist verwirrt und fragt sich: „Was zum Teufel ist gerade passiert?“

Er kontaktiert seinen Forex-Broker und erfährt, dass ihm „ein Margin Call geschickt wurde und er einen Stop Out erlebt hat“.

Trader X weiß nicht, wovon der Broker spricht. Er ist ahnungslos. Aus diesem Grund ist es wichtig, zu verstehen, wie die CFD Margin funktioniert. Viele neue Trader verstehen das Konzept der Margin nicht. Wie sie verwendet sowie berechnet wird und welche Bedeutung sie für den Handel hat. Wissen Sie, was Margin eigentlich ist? Und was ist mit der gebrauchten Margin?

Was ist freie Margin? Was ist Margin-Level? Was ist ein Margin-Call? Was ist ein Stop-Out oder Margin Close-out?

Wie Sie sehen können, wird im Devisenhandel via CFD viel „Margin-Jargon“ verwendet. Bevor Sie sich für einen Broker entscheiden und mit dem CFD Margin-Handel beginnen, ist es wichtig, zu verstehen, was dieser Jargon bedeutet.

Wenn Sie dies nicht tun, ist es fast garantiert, dass Sie wie Trader X enden. Ihrem Handelskonto werden Dinge passieren, wie Margin Call oder Stop-Out. Aber Sie werden nicht einmal wissen, was gerade passiert ist oder warum. Wenn Sie wirklich verstehen möchten, wie CFD Margin im Devisenhandel verwendet wird, müssen Sie wissen, wie Ihr Margin-Handelskonto wirklich funktioniert.

Dies beginnt damit, dass Sie verstehen, was einige wichtige Zahlen, die Sie auf Ihrer Handelsplattform sehen, wirklich bedeuten. Wir nennen diese Zahlen die „Metriken“ Ihres CFD Margin-Kontos. Schauen Sie sich zum Beispiel die Handelsplattform MetaTrader 4, auch bekannt als MT4, an.

Meta Trader Handelsplattform

Als Trader müssen Sie sich der Beziehungen zwischen…

  • Balance oder Kontostand
  • Gebrauchte Margin
  • Freie Margin
  • Nicht realisiertes P/L
  • Eigenkapital und Margin-Level bewusst sein

Eine Metrik ist nur ein Maß für „etwas“. Dies bedeutet, dass jede der oben genannten Metriken etwas Wichtiges über Ihr Konto mit der Margin misst. Der „Saldo“ misst beispielsweise, wie viel Bargeld Sie auf Ihrem Konto haben. Und wenn Sie nicht über einen bestimmten Geldbetrag verfügen, haben Sie möglicherweise nicht genug „Margin“, um neue Trades zu eröffnen oder bestehende Positionen offen zu halten.

Abhängig von der Handelsplattform kann jede Metrik leicht voneinander abweichende Namen haben, aber was gemessen wird, ist dasselbe.Sie werden beispielsweise feststellen, dass „gebrauchte Margin“ nicht angezeigt wird. Aber sie ist da. Der MetaTrader 4 zeigt sie einfach als „Margin“ an.Machen Sie sich jetzt keine Sorgen über die verschiedenen Bezeichnungen, wir erklären jeden Messwert so, dass Sie unabhängig vom jeweiligen Label wissen, was gemeint ist. Lassen Sie uns nun jede Metrik einzeln im Detail besprechen.

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Was bedeutet „Kontostand“? 

Um mit dem Trading zu beginnen, müssen Sie ein Konto bei einem Retail-Forex-Broker oder CFD Anbieter eröffnen. Sobald Ihr Konto genehmigt wurde, können Sie Geld darauf überweisen. Dieses neue Konto sollte nur mit „Risikokapital“ finanziert werden, also Bargeld, das Sie sich leisten können, zu verlieren.

Kontostand

Der „Kontostand“ oder einfach „Saldo“ beschreibt das verfügbare Kapital in seiner Höhe auf Ihrem Konto. Wenn Sie 1.000 Euro einzahlen, beträgt Ihr Guthaben 1.000 Euro. Wenn Sie einen neuen Trade eingeben oder in der Insidersprache „eine neue Position eröffnen“, wird Ihr Kontostand nicht beeinflusst, bis die Position GESCHLOSSEN ist. Das bedeutet, dass sich Ihr Guthaben nur auf eine von drei Arten ändert:

  • Wenn Sie Ihrem Konto mehr Geld hinzufügen
  • Sobald Sie eine Position schließen
  • Sofern Sie eine Position über Nacht offen halten und entweder eine Swap-/Rollover-Gebühr erhalten oder zahlen

Nachdem wir nun wissen, was Kontostand bedeutet, gehen wir zum Verständnis der Konzepte von „nichtrealisiertem P/L“ und „realisiertem P/L“ über. Und darauf, wie sie sich auf Ihr Guthaben auswirken.

Was ist unrealisiertes P/L und Floating P/L? 

Auf Ihrer Handelsplattform sehen Sie etwas mit der Aufschrift „nicht realisiertes P/L“ oder „Floating P/L“ mit grünen oder roten Zahlen daneben.

Beim CFD Trading gibt es zwei verschiedene Arten von „Gewinn oder Verlust“, auch bekannt als „P/L“. Beides ist wichtig. Lassen Sie uns den Unterschied zwischen den beiden verinnerlichen.

Nicht realisiertes P/L 

Unrealisiertes P/L bezieht sich auf den Gewinn (P) oder Verlust (L), der in Ihren aktuellen offenen Positionen gehalten wird… Ihren derzeit aktiven Trades. Dies entspricht dem Gewinn oder Verlust, der „realisiert“ würde, wenn Sie alle offenen Positionen sofort schließen. Unrealisiertes P/L wird auch als „Floating P/L“ bezeichnet, da sich der Wert ständig ändert, weil Ihre Positionen noch offen sind.

Wenn Sie beispielsweise derzeit einen unrealisierten Gewinn haben und sich der Kurs gegen Sie bewegt, kann der Gewinn zu einem unrealisierten Verlust werden.

Beispiel: Floating Loss 

Nehmen wir an, Ihr Konto ist in Euro und Sie haben derzeit 10.000 Einheiten EUR/USD long offen, die zum Kurs von 1,15000 gekauft wurden. Der beispielhafte Wechselkurs für EUR/USD beträgt 1,13000. Lassen Sie uns den schwimmenden Verlust der Position berechnen:

  • Floating P/L gleich Positionsgröße mal (aktueller Preis minus Einstiegspreis)
  • Floating P/L gleich 10.000 mal (1,13000 minus 1,15000) gleich 200
  • Die Position ist um 200 Pips gesunken
  • Da Sie mit einem Mini-Lot handeln, ist jeder Pips 1 EUR wert
  • Sie haben also derzeit einen Floating Loss von 200 EUR (200 Pips x 1 EUR)
Wichtig
Es handelt sich um einen unrealisierten Verlust, da Sie den Trade noch NICHT geschlossen haben.

Beispiel: Floating Profit

Wenn ein Verlust schwankt, hoffen Sie normalerweise, dass sich der Preis umkehrt. Wenn das Paar EUR/USD über Ihren ursprünglichen Einstiegspreis auf 1,16000 gestiegen wäre, hätten Sie jetzt einen variablen Gewinn. 

  • Die Position ist jetzt um 100 Pips gestiegen
  • Da Sie mit einem Mini-Lot handeln, ist jeder Pips 1 EUR wert
  • Sie haben also derzeit einen Floating Profit von 100 EUR (100 Pips x 1 EUR)

Lassen Sie uns weitermachen und mehr über das Konzept der Margin erfahren

Was ist Margin? 

Beim Forex-Handel via CFD müssen Sie nur einen geringen Kapitalbetrag aufbringen, um eine neue Position zu eröffnen und zu halten. Dieses Kapital wird als Margin bezeichnet.

Was ist Margin-Anforderung? 

Die Margin wird als Prozentsatz der Positions-Größe ausgedrückt, auch bekannt als „Nennwert“ der Position, die Sie eröffnen möchten. Je nach Währungspaar und CFD Broker ist die Höhe der Margin, die zum Eröffnen einer Position erforderlich wird, unterschiedlich.

Schauen wir uns einen EUR/USD Handel an:

Um 100.000 EUR/USD ohne Hebelwirkung zu kaufen oder zu verkaufen, müsste der Händler 100.000 Währungseinheiten an Kontoguthaben aufbringen, den vollen Wert der Position. Bei einer Margin-Anforderung von 2 % wären jedoch nur 2.000 USD der Mittel des Händlers erforderlich, um diese 100.000 EUR/USD-Position zu eröffnen und aufrechtzuerhalten.

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So berechnen Sie die erforderliche Margin 

Beim Handel mit Margin wird der zum Offenhalten einer Position erforderliche Marginbetrag als Prozentsatz der Positionsgröße berechnet. Der spezifische Betrag der erforderlichen Margin wird gemäß der Basiswährung des gehandelten Währungspaars berechnet, in unserem Beispiel demnach in EUR.

Der einzige Grund, Geld auf Ihrem Konto zu haben, besteht darin, sicherzustellen, dass Sie über genügend Margin für den Handel verfügen. Dies bedeutet, dass Ihr Broker immer darauf achtet, ob Sie über genügend Margin auf Ihrem Konto verfügen, die tatsächlich von Ihrem Kontostand abweichen kann. Wenn das verwirrend klingt, machen Sie sich keine Sorgen. Es wird mehr Sinn ergeben, wenn wir fortfahren.

Accout

Was bedeutet „freie Margin“? 

Die verwendete Margin, die nur die Summe aller erforderlichen Margin aus allen offenen Positionen ist, wurde bereits besprochen. Die Margin kann entweder als „gebraucht“ oder „frei“ klassifiziert werden. Free Margin ist der Unterschied zwischen Eigenkapital und gebrauchter Margin. Freie Margin bezieht sich auf das Eigenkapital auf einem Händlerkonto, das NICHT an Margin für aktuelle offene Positionen gebunden ist.

Freie Margin kann wie folgt interpretiert werden: 

  • Als verfügbarer Betrag, um NEUE Positionen zu eröffnen
  • Der Betrag, den BESTEHENDE Positionen gegen Sie bewegen können, bevor Sie einen Margin Call oder Stop Out erhalten

Was bedeutet „Margin-Level“? 

Der Margin-Level ist der prozentuale Wert basierend auf dem Betrag des Eigenkapitals im Vergleich zur verwendeten Margin. Mit dem Margin Level können Sie wissen, wie viel Ihres Geldes für neue Trades verfügbar ist. Je höher der Level, desto mehr freie Margin steht Ihnen für den Handel zur Verfügung. Je niedriger der Level, desto weniger freie Margin steht für den Handel bereit. Achtung: Gefahr von Margin Call oder Stop Out.

So berechnen Sie Ihr Margin-Level: Margin-Level gleich (Eigenkapital geteilt durch genutzte Marge) mal 100 %.

Wenn Sie keine Trades offen haben, beträgt Ihr Margin Level NULL.

Margin Level

Was bedeutet „Margin Call Level“ respektive „Margin Call“? 

Im CFD Devisenhandel bedeutet Margin-Call-Level, wenn der Margin-Level einen bestimmten Schwellenwert erreicht hat. Wenn dieser Schwellenwert erreicht ist, besteht die Gefahr, dass einige oder alle Ihrer Positionen zwangsweise geschlossen oder „liquidiert“ werden. Margin Level ist die „Metrik“ und „Margin Call Level“ ist ein spezifischer „Wert“ der Metrik

Ein Margin Call liegt vor, wenn Ihr CFD Broker Sie darüber informiert, dass Ihr Margin Level unter das erforderliche Mindestniveau (das „Margin Call Level“) gefallen ist. Diese Benachrichtigung war früher ein tatsächlicher Telefonanruf, aber heutzutage ist es normalerweise eine E-Mail oder Textnachricht. Unabhängig davon, wie Sie tatsächlich benachrichtigt werden, ist das Gefühl nicht großartig. 

Ein Margin Call tritt ein, wenn Ihre schwimmenden Verluste höher sind als Ihre gebrauchte Margin. Dies bedeutet, dass Ihr Eigenkapital geringer ist als Ihre verwendete Margin (da fließende Verluste Ihr Eigenkapital reduzieren).

Was ist ein „Stop-Out-Level“ oder „Stop-Out“? 

Der Stop-Out-Level ähnelt dem Margin-Call-Level, welcher bereits behandelt wurde. Im CFD Devisenhandel liegt ein Stop-Out-Level vor, wenn Ihr Margin-Level auf einen bestimmten Prozentsatz fällt, bei dem eine oder alle Ihrer offenen Positionen automatisch von Ihrem Broker geschlossen werden. Diese Liquidation erfolgt, weil das Handelskonto die offenen Positionen aufgrund fehlender Margin nicht mehr unterstützen kann.

Genauer gesagt liegt der Stop-Out-Level vor, wenn das Eigenkapital niedriger ist als ein bestimmter Prozentsatz Ihrer verwendeten Margin. Wenn dieser Level erreicht ist, beginnt Ihr Broker automatisch mit dem Schließen Ihrer Trades, mit dem unprofitabelsten zuerst, bis Ihr Margin-Level wieder über dem Stop-Out-Level liegt. Wenn Ihr Margin-Level auf oder unter dem Stop-Out-Level liegt, schließt der Broker alle offenen Positionen so schnell wie möglich, um Sie vor weiteren Verlusten zu schützen. 

Dieser Akt des Schließens Ihrer Positionen wird als Stop-Out bezeichnet. Denken Sie daran, dass ein Stop-Out nicht willkürlich ist. Wenn der Liquidationsprozess einmal begonnen hat, ist es in der Regel nicht mehr möglich, ihn zu stoppen.

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Meist gestellte Fragen:

Was passiert, wenn die Margin aufgebraucht ist?

Wenn die Margin aufgebraucht ist und der Trader nicht rechtzeitig neues Kapital auf sein Konto einzahlt, wird die Position vom Broker automatisch geschlossen. Damit wird verhindert, dass das Konto ins Minus gerät, sollten die Verluste das Eigenkapital übersteigen.

Anders verhält es sich bei Brokern mit Nachschusspflicht. Hier macht der Trader solange Schulden beim Broker, bis er entweder neues Kapital auf sein Konto einzahlt, um die Verluste auszugleichen, oder bis der Wert der Position wieder ausreichend gestiegend ist, um aus dem Verlust herauszukommen.

Was ist die Margin beim CFD Handel?

Als Margin wird der Eigenkapitalanteil bezeichnet, den der Trader beim Broker als Sicherheitsleistung hinterlegen muss, um sich zusätzliches Geld für den Handel zu leihen. Dadurch entsteht die sogenannte Hebelwirkung, mit der Trader Positionen eröffnen können, die um ein vielfaches größer sind als das von ihnen eingesetzte Kapital.

Was bedeutet Margin 20%?

Eine Margin von 20% bedeutet, dass Sie 20% des Gesamtwerts einer Position als Sicherheitsleistung mit Ihrem Eigenkapital abdecken müssen. Beträgt die Gesamtgröße der Position beispielsweise 1000 Euro, so müssen Sie bei einem Margin-Satz von 20% genau 200 Euro Eigenkapital investieren, um in den Trade einzusteigen. Dies entspräche einem Hebel von 1:5.

Was wäre die erforderliche Margin für 1 Lot EUR/USD, wenn der Hebel 1:100 ist?

Die erforderliche Margin für ein Lot bei einem Hebel von 1:100 beträgt 1000 Euro. Diese Summe ergibt sich aus der 100-fachen Hebelwirkung, mit der Sie die Positionsgröße von 1 Lot (100.000 EUR/USD) teilen.

Trader Andre Witzel
Andre Witzel
Gründer & Chefredakteur
Über den Autor: Erfahrener Trader im Bereich Forex, CFDs, Aktien und Futures seit 2013. Über 21.000 Abonnenten auf Youtube und 500 veröffentlichte Trading Videos.
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Trader Andre Witzel
Geschrieben von: Andre Witzel Gründer & Chefredakteur
Erfahrener Trader im Bereich Forex, CFDs, Aktien und Futures seit 2013. Über 21.000 Abonnenten auf Youtube und 500 veröffentlichte Trading Videos.
johannes striegel
Reviewed by: Johannes Striegel Autor, Texter & Redakteur
Autor und Redakteur für Geldanlage und Trading. Als studierter Ökonom beschäftigt sich Johannes seit über sechs Jahren intensiv mit dem Thema Geldanlage. Parallel führt er seine eigene Agentur, die unter anderem Unternehmen im Finanzbereich redaktionell zur Seite steht.
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