Wie der Hebel im Forex Trading funktioniert

Einführung & Definition:

Hebelwirkung ist die Verwendung von geliehenem Geld (Kapital genannt), um in eine Währung, eine Aktie oder ein Wertpapier zu investieren. Das Konzept der Hebelwirkung ist im Devisenhandel sehr verbreitet. Indem man sich Geld von einem Broker leiht, können Investoren größere Positionen in einer Währung handeln.

Infolgedessen vergrößert die Hebelwirkung die Erträge aus günstigen Bewegungen des Wechselkurses einer Währung. Allerdings ist die Hebelwirkung ein zweischneidiges Schwert, was bedeutet, dass sie auch Verluste vergrößern kann. Es ist wichtig, dass Devisenhändler lernen, wie man mit Leverage (Hebelwirkung) umgeht und Risikomanagement-Strategien zur Minderung von Devisenverlusten einsetzt.

Hebelwirkung im Forex Trading

Hebelwirkung im Forex Trading

Wichtige Fakten über den Hebel: 

  • Hebelwirkung, d.h. die Verwendung von geliehenem Geld zur Investition, ist im Devisenhandel sehr verbreitet.
  • Indem man sich Geld von einem Broker leiht, können Investoren größere Positionen in einer Währung handeln.
  • Der Hebel ist jedoch ein zweischneidiges Schwert, was bedeutet, dass er auch Verluste vergrößern kann.
  • Viele Broker verlangen, dass ein bestimmter Prozentsatz eines Handels als Sicherheit in bar gehalten wird, und diese Anforderung kann bei bestimmten Währungen höher sein (Margin).

Verstehen Sie die Hebelwirkung auf dem Devisenmarkt

Der Devisenmarkt ist der größte der Welt, auf dem täglich Devisen im Wert von mehr als 5 Billionen Dollar gehandelt werden. Der Forex Handel beinhaltet den Kauf und Verkauf der Wechselkurse von Währungen mit dem Ziel, dass sich der Kurs zu Gunsten des Händlers bewegt. Forex-Währungskurse werden beim Broker als Geld- und Briefkurse notiert oder angezeigt. Wenn ein Investor Long gehen oder eine Währung kaufen möchte, wird ihm der Briefkurs notiert, und wenn er die Währung verkaufen möchte, wird ihm der Geldkurs notiert.

Ein Anleger könnte zum Beispiel den Euro gegenüber dem US-Dollar (EUR/USD) kaufen, in der Hoffnung, dass der Wechselkurs steigen wird. Der Händler würde den EUR/USD zum Briefkurs von $1,10 kaufen. Unter der Annahme, dass sich der Kurs günstig entwickelt, würde der Händler die Position einige Stunden später auflösen, indem er den gleichen Betrag von EUR/USD unter Verwendung des Geldkurses an den Broker zurück verkauft. Die Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufskurs würde den Gewinn (oder Verlust) aus dem Handel darstellen.

Investoren nutzen die Hebelwirkung, um den Gewinn aus dem Devisenhandel zu erhöhen. Der Devisenmarkt bietet Anlegern einen der höchsten Beträge an Hebelwirkung, die ihnen zur Verfügung stehen. Leverage ist im Wesentlichen ein Darlehen, das einem Investor vom Broker zur Verfügung gestellt wird.

Das Forex Konto des Händlers wird eingerichtet, um den Handel auf Margin oder mit geliehenen Mitteln zu ermöglichen. Einige Broker können die Höhe der Hebelwirkung, die anfänglich bei neuen Händlern eingesetzt wird, begrenzen. In den meisten Fällen können Händler den Betrag oder den Umfang des Handels auf der Grundlage der gewünschten Hebelwirkung anpassen. Der Broker wird jedoch verlangen, dass ein Prozentsatz des fiktiven Handelsbetrags als Bargeld auf dem Konto gehalten wird, was als Anfangsmarge bezeichnet wird.

Wichtige Information, wenn Sie mit dem Hebel auf dem Devisenmarkt handeln: 

  • Manche Broker bieten einen Hebel von bis zu 1:2000 an
  • Der Hebel kann die Gewinne erhöhen
  • Der Hebel kann die Verluste erhöhen
  • Setzen Sie den Hebel immer bewusst ein sonst kann es schnell gefährlich werden
  • Die Hebelwirkung ist ein Darlehen vom Broker

Arten von Hebelwirkungen erklärt

Die von jedem Forex Broker geforderte Anfangsmarge kann je nach Umfang des Geschäfts variieren. Wenn ein Anleger EUR/USD im Wert von $100.000 kauft, muss er möglicherweise $1.000 als Marge auf dem Konto halten. Mit anderen Worten, die Marginanforderung würde 1% oder ($1.000 / $100.000) betragen.

Das Hebel-Verhältnis zeigt an, wie sehr das Handelsvolumen aufgrund der vom Broker gehaltenen Marge vergrößert wird. Wenn man das obige Beispiel mit der anfänglichen Margin verwendet, würde das Leverage-Verhältnis für den Handel 100:1 ($100.000 / $1.000) betragen. Mit anderen Worten, für eine Einlage von $1.000 kann ein Anleger mit $100.000 in einem bestimmten Währungspaar handeln.

Nachstehend finden Sie Beispiele für Margin-Anforderungen und die entsprechenden Hebelwirkungen-Verhältnisse:

Margin Anforderung Hebelwirkung:
2% 50:1
1% 100:1
0,5% 200:1

Wie wir aus der obigen Tabelle ersehen können, kann bei jedem Handel umso mehr Leverage eingesetzt werden, je niedriger die Margin-Anforderung ist. Je nach der gehandelten Währung kann ein Broker jedoch höhere Margin-Anforderungen verlangen. Beispielsweise kann der Wechselkurs des britischen Pfunds gegenüber dem japanischen Yen recht volatil sein, d.h. er kann stark schwanken, was zu großen Kursschwankungen führen kann. Ein Broker möchte möglicherweise mehr Geld als Sicherheit (d.h. 5%) für volatilere Währungen und während volatiler Handelsperioden halten.

Welche Forex Broker bieten einen Hebel an?

Den Forex Handel ohne Hebel können Sie über herkömmliche Banken durchführen. Forex Broker bieten in der Regel immer einen Hebel an. Bei manchen Anbietern ist dieser auch selbst einstellbar vor der Positionseröffnung. Forex Broker unter europäischer Regulierung dürfen an private Trader einen maximalen Hebel von 1:30 geben. Für professionelle Trader gibt es keine Hebelbeschränkung.

Sollten Sie einen FX Broker mit Regulierung außerhalb Europa wählen ist ein hoher Hebel bis zu 1:2000 oder mehr möglich. Ist dies überhaupt unbedingt nötig? – Ich denke nicht. Ein Hebel von 1:30 ist vollkommen ausreichend für den Forex Handel. Je nach Situation oder Strategie kann ein Hebel von bis zu 1:100 hilfreich sein.

In der unteren Tabelle sehen Sie empfehlenswerte Broker mit Hebel 1:30 oder höherem Hebel. Lesen Sie auch meinen Forex Broker Vergleich.

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Forex-Hebelwirkung und Handelsgröße

Ein Broker kann für größere Geschäfte andere Margin-Anforderungen verlangen als für kleinere Geschäfte. Wie in der obigen Tabelle dargestellt, bedeutet ein Verhältnis von 100:1, dass der Händler mindestens 1/100 = 1% des Gesamtwerts des Geschäfts als Sicherheit auf dem Handelskonto haben muss.

Der Standardhandel wird mit 100.000 Währungseinheiten abgewickelt, so dass bei einem Handel dieser Größe die Hebelwirkung 50:1 oder 100:1 betragen kann. Ein höheres Hebelverhältnis, wie z.B. 200:1, wird normalerweise für Positionen von 50.000 $ oder weniger verwendet. Viele Broker ermöglichen Anlegern die Ausführung kleinerer Geschäfte, wie z.B. $10.000 bis $50.000, bei denen die Marge niedriger sein kann. Ein neues Konto qualifiziert sich jedoch wahrscheinlich nicht für eine Hebelwirkung von 200:1.

Forex Positionsgröße mit Hebel

Forex Positionsgröße mit Hebel

Es ist ziemlich üblich, dass ein Broker bei einem Handel von $50.000 eine Hebelwirkung von 50:1 zulässt. Ein Hebelverhältnis von 50:1 bedeutet, dass die Mindestmargin-Anforderung für den Händler 1/50 = 2% beträgt. Für einen Handel mit $50.000 wären also $1.000 als Sicherheit erforderlich. Bitte bedenken Sie, dass die Margin-Anforderung schwanken wird, je nachdem, welches Leverage für diese Währung verwendet wird und was der Broker benötigt. Einige Broker verlangen eine Margin-Anforderung von 10-15% für Währungen von Schwellenländern wie den mexikanischen Peso. Die erlaubte Hebelwirkung könnte jedoch trotz des erhöhten Betrags der Sicherheiten nur 20:1 betragen.

  • Broker ermöglichen bei liquiden Währungspaaren einen hohen Hebel
  • Währungen von Schwellenländern haben eine höhere Marginanforderung
  • Die Marginanforderung kann sich je nach Marktsituation ändern (Bsp: Vor Präsidentschaftswahlen USA)

Wichtig: Forex-Broker müssen ihr Risiko managen und können dabei die Margin-Anforderung eines Händlers erhöhen oder die Leverage-Ratio und letztlich die Positionsgröße reduzieren.

Die Hebelwirkung an den Devisenmärkten ist tendenziell deutlich größer als die 2:1-Hebelwirkung, die üblicherweise bei Aktien erzielt wird, und die 15:1-Hebelwirkung am Futures-Markt. Obwohl eine Hebelwirkung von 100:1 äußerst riskant erscheinen mag, ist das Risiko deutlich geringer, wenn man bedenkt, dass sich die Devisenpreise beim Intraday-Handel (Handel innerhalb eines Tages) gewöhnlich um weniger als 1% ändern. Wenn Währungen genauso stark schwankten wie Aktien, könnten Makler nicht so viel Hebelwirkung bieten.

Die Risiken der Hebelwirkung im Forex Trading

Obwohl die Möglichkeit, durch den Einsatz von Leverage erhebliche Gewinne zu erzielen, erheblich ist, kann die Hebelwirkung auch gegen Investoren wirken. Wenn sich beispielsweise die Währung, die einem Ihrer Geschäfte zugrunde liegt, in die entgegengesetzte Richtung bewegt, als Sie glaubten, dass dies geschehen würde, wird die Hebelwirkung die potenziellen Verluste erheblich verstärken.

Um eine Katastrophe zu vermeiden, wenden Devisenhändler normalerweise einen strengen Handelsstil an, der die Verwendung von Stop-Loss-Orders zur Kontrolle potenzieller Verluste einschließt. Ein Stop-Loss ist eine Handelsorder mit dem Broker, um eine Position bei einem bestimmten Kursniveau zu verlassen. Auf diese Weise kann ein Händler die Verluste bei einem Handel begrenzen.

Fazit: Ohne einen Hebel ist aktives Forex Trading nicht sinnvoll

Aus meinen Erfahrungen benötigen Sie einen Hebel für das Forex Trading. Die Wechselkurse schwanken pro Tag unter einem Cent oder nur wenige Millicents. Eine Spekulation ohne Hebel kann sich hilfreich für eine Absicherung erweisen, aber für aktives Trading eignet es sich nicht, denn die Gewinne werden nur minimal sein.

Für ein gutes Gewinn und Risikoverhältnis ist ein Hebel nützlich. Jedoch sollten Sie aufpassen, dass der Hebel Sie nicht zum “Zocken” verleitet. Ein hoher Hebel muss nicht komplett ausgereizt werden. Am Ende entscheidet der Trader selbst welche Positionsgröße und Stop-Loss er wählt. Je nach Strategie und Markt ist ein Hebel von bis zu 1:500 sinnvoll. Die Hebelwirkung kann Ihre Gewinne und Verluste enorm erhöhen.

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