Asutralischer Dollar

AUD

Was ist der Australische Dollar (AUD)? – Definition & Erklärung

In Australien ist der australische Dollar die offizielle Währung und gesetzliches Zahlungsmittel. Er hat den Währungs-Code AUD und gilt zudem auf den Weihnachtsinseln, der Keeling Insel sowie auf der Norfolk Insel. Seit wann gibt es den australischen Dollar, welche Geschichte ist mit seiner Einführung verbunden, welche Münzen und Banknoten stehen zur Verfügung? Die Antworten auf diese und weitere Fragen sind im nachfolgenden Beitrag enthalten. Zudem erfahren Sie, wie und wann der AUD von europäischen Forex-Tradern gehandelt werden kann.

Asutralischer Dollar

Historie und Entwicklung des Australischen Dollars

Die Verfassung Australiens befugt im Abschnitt 51 das Parlament zum Erlassen von Gesetzen hinsichtlich Währung, Münzen und gesetzlichem Zahlungsmittel. Gleichwohl muss dieses Recht im Kontext mit anderen Verfassungs-Abschnitten gelesen und verstanden werden. Aus Abschnitt 115 geht hervor, dass der Staat Australien kein Geld prägen und ausschließlich Münzen aus Gold oder Silber zu gesetzlichen Zahlungsmitteln machen darf. Aufgrund dieser Bestimmungen prägt die im Besitz der westaustralischen Regierung befindliche Perth Mint bis heute Gold- und Silbermünzen mit dem Status von gesetzlichen Zahlungsmitteln.

Gold Nugget und Silber Kookaburra sind jedoch weder im Umlauf noch dienen sie zur Begleichung von Schulden. Australische Umlaufmünzen werden heutzutage von der Royal Australien Mint in Canberra geprägt.

Die Geschichte des AUD

Die Historie der australischen Währung beginnt am 26. Januar 1788. An diesem Tag betraten Siedler aus Europa den Kontinent und begannen mit seiner Besiedlung. Kurz danach deklarierte das britische Empire New South Wales zur Kolonie der Krone und brachte das Pfund Sterling in Umlauf. Gleichwohl waren zu wenig Pfund Sterling im Umlauf und die Siedler erfanden alternative Formen zum Tausch von Gütern. Im Jahr 1910 wurde das Pfund zur australischen Währung. Es dauerte jedoch mehr als 50 Jahre, bis aus dem Pfund der australische Dollar mit Dezimalsystem wurde.

Die erste Münze, welche von der Kolonie ausgegeben wurde, war 1813 das Pfund Sterling, welches vor Ort ausgestanzt und in 2 Münzen verwandelt wurde. Dadurch entstand eine kleinere Münze für den Zahlungsverkehr und ein ausschließlich in der Kolonie verwendbarer Münzen-Ring. Der Dollar mit Loch war 5 Schilling wert und die kleinere Münze 25 % davon (1 Schilling, 3 Pence). Die innovativen Münzen waren 1817 die Grundlage zur Gründung der ersten Bank von New South Wales. Dieses Geldhaus druckte wenig später bereits private Banknoten, welche zwar weit verbreitet und akzeptiert waren, aber kein obligatorisches Zahlungsmittel darstellten.

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Im Jahr 1852 wurden von der Regierung in Adelaide Pfund-Münzen aus Gold ausgegeben, welche geringfügig schwerer als die Sovereigns waren. Das Gold kam aus neu in Betrieb genommenen Minen und war reichlich vorhanden. Die Royal Mint eröffnete 1854 eine Filiale in Sydney und die Melbourne Dependance wurde 1872 ins Leben gerufen.

Im September 1910 wurde von der Regierung der Australian Notes Act verabschiedet, welcher das australische Pfund als gesetzliche Währung etablierte. Das Gesetz verbot zudem das in Umlauf bringen von staatlichen Banknoten. In einem anderen Gesetzes-Abschnitt wurde das Recht zur Ausgabe und Kontrolle von australischen Banknoten an das Finanzministerium des britischen Commonwealth übertragen. Im Jahr 1920 wurde der Australian Notes Act vom Commonwealth Act der nationalistischen Regierung aufgehoben. Die Kontrolle über die australische Währung ging damit vom Finanzministerium auf die Commonwealth Bank über.

Seit dem Jahr 1960 hat die Reserve Bank of Australia (RBA) das alleinige Recht zur Ausgabe von Banknoten. Zum Druck der Scheine wurde 1998 ein Tochterunternehmen der RBA namens Note Printing Australia gegründet. Seit 1988 bestehen australische Banknoten aus Polymer.

Übergang vom australischen Pfund zum AUD

Die Commonwealth Regierung beschäftigte sich seit 1959 mit den Vor- und Nachteilen eines Dezimalsystems. Es wurde 1960 ein Analysebericht vorgelegt, welcher die System-Umstellung bis zum Februar 1963 empfahl.

Die australische Regierung wollte jedoch alleine darüber entscheiden und verschob den Umstellungs-Termin in den Februar 1966. Der AUD ersetzt seit 14. Februar 1966 das australische Pfund zum Umrechnungskurs von 2 AUD für ein australisches Pfund. Bevor die australische Regierung sich für den AUD entschied, wurden zahlreiche Alternativ-Namen debattiert. Austral, OZ, Koala etc. fanden jedoch keine erforderliche Mehrheit. Die ultimative Entscheidung für den australischen Dollar fiel nach kontroversen Diskussionen am 18. September 1963. Dabei wurde beschlossen, dass der Dollar in 100 Cent unterteilt werden soll.

Der australische Dollar

Bis zum Jahr 1967 gehörte Australien zum Wechselkurgebiet des Pfund Sterling, welches den Wert des AUD auf 8 britische Schilling festlegte. Als das britische Pfund im Jahr 1967 gegenüber dem US-Dollar, abgewertet wurde, trat Australien aus der Sterlingzone aus. Die Regierung band den australischen Dollar an den USD, zu einem Kurs von 1,12 USD für einen AUD.

Wie bereit erwähnt, werden seit 1969 alle Umlaufmünzen von der Royal Australian Mint in Canberra geprägt. Zum 12. Dezember 1983 wurde die Bindung des AUD an den USD aufgehoben und durch einen variablen Wechselkurs ersetzt. Seither schwankt der australische Dollar gegenüber dem US-Dollar enorm.

  • Am historischen Tiefststand im April 2001 kaufte ein AUD nur noch 0,48 USD
  • 1,10 USD mussten im Juli 2011 für einen australischen Dollar bezahlt werden

Welche Münzen sind aktuell für den AUD verfügbar?

Bis zum Jahr 1991 wurden 1 und 2 Cent Münzen aus Kupfer mit Porträt von Elisabeth II und glattem Rand geprägt.

Bis heute im Umlauf sind folgende Münzen:

  • 5 Cent aus Kupfernickel mit 2,83 Gramm Gewicht, geripptem Rand und Echida-Motiv auf der Rückseite
  • 10 Cent aus Kupfernickel mit 5,65 Gramm, geripptem Rand und australischem Singvogel auf der Rückseite
  • 20 Cent aus Kupfernickel mit 11,3 Gramm, geripptem Rand und einem australischen Schnabeltier auf der Rückseite
  • 50 Cent aus Kupfernickel mit 15,6 Gramm, glattem Rand und Commonwealth Motiv auf der Rückseite
  • 1 AUD aus einer Kupferlegierung mit 9,0 Gramm, unterbrochenem Rand und Elisabeth II auf der Vorderansicht sowie 5 Kängurus auf der Rückseite
  • 2 AUD aus einer Kupferlegierung mit 6,0 Gramm, unterbrochenem Rand und Elisabeth II vorne sowie Aborigines mit Südkreuz hinten

Zu den Umlaufmünzen kommen noch zahlreiche Gedenkmünzen und Sammlermünzen, welche aber auch als gesetzliche Zahlungsmittel verwendet werden können.

Australische Münzen
Australische Münzen

Welche Banknoten sind für den australischen Dollar im Umlauf?

Seit dem Jahr 1992 sind in Australien nur noch Banknoten der Serie 3 aus Polymer im Umlauf:

  • 5 AUD Original in blassem Lila mit Elisabeth II vorne und mit dem alten Parlament hinten sowie Gum Flower Fensterbild
  • 5 AUD neu kolorierte Variante mit identischen Motiven in Lila und Pink mit Gum Flower Fensterbild
  • 5 AUD Föderation Variante in Violett und Pink mit australischen Politikern auf beiden Seiten und Fensterbild in Blattform
  • 10 AUD in Blau mit australischen Prominenten auf beiden Seiten und einer Windmühle im Fensterbild
  • 20 AUD in Rot und Orange mit australischen Persönlichkeiten auf beiden Seiten und einem Kompass im Fensterbild
  • 50 AUD in Gelb mit bekannten Australiern auf beiden Seiten und dem Kreuz des Südens im Fensterbild
  • 100 AUD in Grün mit australischen Prominenten vorne und hinten sowie einem Fensterbild mit in Australien bekanntem Vogel

Seit September 2016 gibt es die 4. Serie mit Namen „Next Generation“. Banknoten dieser Serie sind mit klaren Fensterbildern von oben bis unten sowie Prägungen im kleinen Fensterbild versehen. Darüber hinaus bestehen keinerlei Unterschiede zu Noten der Serie 3.

Der Wert des AUD im internationalen Währungshandel

Im Jahr 2019 wurde der australische Dollar im Ranking auf den 5. Platz eingeordnet, weil 6,8 % aller täglich eröffneten Positionen mit dem AUD verbunden waren. Öfters gehandelt werden nur Paare mit:

  • Pfund Sterling – 12,8 %
  • Japanischer Yen – 16,8 %
  • Euro – 32,3 %
  • US-Dollar – 88,3 %

Im Forex-Trading werden diese AUD-Paare sehr oft gehandelt:

  • AUD/GBP
  • JPY/AUD
  • AUD/EUR
  • USD/AUD

Wann und wie den australischen Dollar handeln?

Trader gehen mit Abstand am meisten Positionen für das Währungspaar USD/AUD ein und handeln den Aussie situationsbedingt sowohl Long als Short. Theoretisch können Sie das Paar zwischen Montag und Freitag rund um die Uhr handeln. Allerdings gibt es mehr oder weniger interessante Zeiten. Die besten Chancen sind zwischen 18:00 und 03:30 Uhr MEZ geboten. In der europäischen Session verläuft der Handel mit diesem Paar meist sehr ruhig.

Auch die Paare GBP/AUD, JPY/AUD und EUR/AUD offerieren nach Mitternacht bis 04:00 Uhr MEZ die besten Gelegenheiten. Nur selten setzt sich die Volatilität bis in die europäische Session fort. Als Frühaufsteher oder Nachtmensch realisieren Sie aber nicht selten pro Session 50 Pips und mehr mit jedem AUD-Paar.

AUD / USD

Für Einsteiger kann das Forex-Trading mit AUD-Paaren zur Herausforderung werden, weil kein Analyst das Marktsentiment auf dem fernen Kontinent richtig einschätzt. Seit Jahren bewegt sich das Paar USD/AUD in einem Kanal zwischen 65 und 80 Dollar-Cent. Das bedeutet: Ein AUD kaufte in dieser Periode zwischen 65 und 80 US-amerikanische Cent. Die seit Anfang 2020 prognostizierte Talfahrt des AUD fand bislang nicht statt, Ende Juni 2021 kauft der Aussie immer noch 75 amerikanische Cent.

Chancen ergeben sich jedoch täglich beim Handel auf Sicht im Chart mit 5-M-Einstellung und Kursanzeige mittels Kerzenformationen. Empfehlenswert ist die Trendfolge mit Scalping-Strategie. Das bedeutet, dem Trend zu folgen, bei bestätigten Veränderungen die alte Position sofort aufzulösen und neu einzusteigen. Damit wird das Forex-Trading zwar zur Arbeit, aber Sie sind auf der sicheren Seite und realisieren pro Session 50 Pips oder mehr. Zur Sicherheit ist eine enge Verlustbegrenzung notwendig, idealerweise bei 5 Pips. Die effektive Notbremse kann bei volatilem Handel manchmal zu Verlusten führen. Aber für einen erfahrenen Akteur zählt allein die Tatsache, dass am Ende der Session deutlich mehr positive Pips übrig bleiben, als Negative eingefangen wurden.

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