Was sind Optionen? – Definition & Erklärung – Optionshandel lernen für Anfänger

Inhaltsverzeichnis:
  1. Was sind Optionen? – Definition & Erklärung – Optionshandel lernen für Anfänger

Wenn Sie mit dem Trading anfangen und sich allmählich in das Thema einarbeiten, werden Sie unwillkürlich dem Handel mit Optionen begegnen. Dabei geht es um ein komplexes Instrument, bei dem Sie keine Aktien an sich, sondern nur das Kaufs- oder Verkaufsrecht in der Hand halten. Dieses können Sie bei Interesse ziehen oder es verfallen lassen. Einzuplanen ist dabei immer eine zu zahlende Prämie.

Sowohl bei Optionen als auch beim Handel mit CFDs setzen Sie auf fallende und steigende Kurse.
Sowohl bei Optionen als auch beim Handel mit CFDs setzen Sie auf fallende und steigende Kurse.

Festgeschrieben im Kontrakt zur Option sind dabei stets bestimmte Rechte und Vereinbarungen. So einigen sich Käufer und Verkäufer auf den Optionsscheinen u. a. auf:

  • die Menge der zu kaufenden oder zu verkaufenden Aktien im Handel (in den meisten Fallen wird konkret festgelegt wie viele Aktien bei Ausübung der Option gekauft oder verkauft werden müssen)
  • den Basispreis/Basiswert, zu dem die einzelne Aktie (Underlying Asset) bis zum Ende der Laufzeit der Option verfügbar ist
  • die zu Grunde liegende Sicherheit
  • die Art der Option (Verkaufs- oder Kaufoption – Put oder Call)
  • den Zeitraum: Laufzeit der Option
  • Art der Ausübung: europäische oder amerikanische Option (Ausübung der Optionen nur zu einem festen Datum oder über den gesamten Zeitraum hinweg möglich)

In vielerlei Hinsicht sind die Optionen Instrumente zur Absicherung der Basiswerte. Sie ähneln dabei bestimmten Funktionen, die Sie über CFDs ausüben können. Entsprechend lohnt es sich, die beiden Produkte direkt zu vergleichen – kommen Sie mit dem Optionshandel oder mit an der CFD-Terminbörse besser?

Prinzipiell lässt sich über Optionen übrigens nicht nur mit Aktien handeln. Es gibt viele weitere Produkte, für welche Sie sich einen bestimmten Basispreis über einen Optionsschein sichern können. Hierzu gehören zum Beispiel:

  • Index-Optionen
  • Mini-Optionen
  • Mini-Index-Optionen
  • Optionen auf Futures
  • OEX-Optionen
  • Wöchentliche SPY-Optionen
  • ETF-Optionen
  • S&P 500-Optionen
  • IRA-Optionen
  • Rohöl-Optionen
  • ITM-Optionen (Deep in-the-money)

Definition – was sind Optionen?

Bei einer Option handelt es sich zunächst einmal um ein Derivat. Im Finanzwesen gehören in diese Kategorie alle Produkte, bei denen es sich um keine eigentlichen Wertpapiere, sondern nur um eine Ableitung oder Replikation handelt. CFDs kann man so zum Beispiel als Derivat-Instrumente bezeichnen.

Die Preisentwicklung und die Erzeugung von Gewinn entsteht hier durch den virtuellen Bezug auf einen Basiswert. Wenn sich der Kurs über eine bestimmte Laufzeit hinweg verändert, entstehen Renditen. Bei einer Option ist es das besondere, dass man sich das Recht auf einen festen Verkaufs- oder Kaufwert sichert. Dieser bleibt selbst dann gleich, wenn sich der tatsächliche Kurs am Markt verändert.

Das Ausübungsrecht besteht dabei aus verschiedenen Positionen – Sie können das festgeschriebene Aktienpaket entweder kaufen oder verkaufen. In der Kaufposition haben Sie einen Vorteil, wenn der Basiswert niedriger ist, als der Kurs zum Ende der Laufzeit. Wenn Sie auf der anderen Seite stehen, üben Sie die Verkaufsoption dann aus, sobald der im Vertrag vereinbarte Betrag die Kurse übertrifft.


Prinzipiell gibt es als Rechteinhaber von Optionen also zwei Positionen:

  • Bei der Put Option wird das Recht gestattet, Aktien zu verkaufen – bei Ausübung besteht die Pflicht zur Abnahme und der Vertragspartner zahlt den vorab vereinbarten Wert.
  • Bei der Call Option ermöglichen es die Optionen dem Inhaber, eine Aktie zu kaufen. Der Vertragspartner muss diese bei Ausübung bereitstellen.


In Opposition dazu stehen bei den Optionen die Vertragspartner. Diese müssen die Bedingungen annehmen, sobald der Inhaber der Option das Ausübungsrecht wahrnimmt. Sie befinden sich dann in der Short Call oder in der Short Put Position. Weitere Details zu diesen Begriffen folgen in diesem Artikel.

Wie läuft der Handel mit Optionen ab? Prämien, Vertrag, Put Option und Call Option

Zunächst ist zu sagen, dass Optionsscheine einen bestimmten Basiswert absichern – egal, ob Sie kaufen oder verkaufen möchten. Sie vereinbaren mit dem Partner also einen bestimmten Betrag für Aktien, welcher quasi für die gesamte Laufzeit eingefroren wird. Beispielsweise haben Sie dann auch nach sechs Monaten noch die Möglichkeit, die Aktien zum festgelegten Optionspreis zu kaufen oder zu verkaufen – unabhängig von der Entwicklung der tatsächlichen Aktienkurse.

Dabei sind Sie nicht dazu verpflichtet, die Option tatsächlich zu ziehen. Sie schauen sich einfach den aktuellen Preis der Aktie an, vergleichen ihn mit dem Optionspreis und entscheiden sich dann, ob Sie das Recht wahrnehmen – ob Kauf oder Verkauf also ökonomisch sinnvoll sind.

Call & Put CFDs
Call & Put CFDs

Wenn Sie sich eine Option an der Terminbörse sichern, verschaffen Sie sich also einen klaren Vorteil. Sie können sich Aktien zu einem Preis kaufen, der deutlich unter dem aktuellen Kurs liegt oder aber Sie verkaufen die Wertpapiere mit den Optionsscheinen zu höheren Beträgen, als sie am Markt wert sind. Die Käufer und Verkäufer auf der Gegenseite haben sich dazu verpflichtet, dieser Forderung der Optionsinhaber nachzukommen.

Ganz ohne Risiko und Gegenleistung geht es natürlich nicht: Für die Sicherung des Basiswertes wird eine Optionsprämie fällig. Gehen wir einmal davon aus, dass Sie sich ein Paket von 50 Aktien zu einem Basispreis von 100 Euro pro Stück sichern möchten. Der Gesamtpreis, der dann bis zum Ende der Laufzeit der Option gilt ist 5.000 Euro.

Um diesen Preis zu garantieren, zahlen Sie eine Prämie, die zum Beispiel bei 10 Euro pro Aktie liegt. Somit ist die Gebühr für den Service 500 Euro. Diesen Preis müssen Sie einberechnen, wenn Sie darüber nachdenken, die Optionen einzulösen – er bildet eine Hürde, über die Sie rein rechnerisch erst einmal kommen müssen.
Wenn der Preis der Aktie zum Ende der Laufzeit also bei 110 Euro liegt, kommen Sie nicht auf Break Even. Sie müssten einschließlich der Prämie 5.500 Euro bezahlen, also genauso viel, wie das Paket an Aktien an der Börse wert ist.

Erreichen die Kurse dagegen 120 Euro, bezahlen Sie anstelle von 6.000 Euro 5.500 Euro, also immerhin 500 Euro weniger. Sie könnten die gekauften Aktien dann theoretisch gleich wieder verkaufen und somit Gewinn erzielen. Hier kommt es jedoch darauf an, wie hoch der Spread, also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis der Aktien ist.

Suchen Sie sich unbedingt einen Broker aus, der den Spread angenehm schmal hält. Anbieter wie eToro, Plus500 (Risikowarnung: 77% der CFD-Kleinanlegerkonten verlieren Geld.), Capital.com, IG.com und Markets.com schaffen es so, die Spanne von Ankaufs- und Verkaufspreis bei maximal einem Euro zu halten. Bei allem, was darüber liegt, verlieren Sie unnötig Geld.

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Details zu den Arten von Optionen: Put Optionen und Call Optionen

Die wichtigsten Begriffe, die Sie beim Optionshandel kennen müssen sind Call und Put. Hierin liegen die wesentlichen Unterschiede für den Vertragspartner, der das Optionsrecht erhält. Bei Put Optionen haben Sie dabei das Recht, eine bestimmte Menge an Aktien zu einem festen Preis bis zum Ende der Laufzeit oder zu einem bestimmten Datum zu verkaufen.

Auswahl von Optionen in der Handelsplattform (S&P500)
Auswahl von Optionen in der Handelsplattform (S&P500)

Bei derCall Option liegt der Fall genau andersherum. Sie können den Wert dann für den vertraglich festgehaltenen Basispreis kaufen. Der andere Vertragspartner hat die Pflicht, Ihnen die Aktien abzunehmen oder auszuhändigen.

Was ist eine Call Option?

Bei einer Call Option erwerben Sie sich über die Prämie das Recht, eine bestimmte Menge an Aktien zu einem vorher vereinbarten Basiswert zu kaufen. In der Regel wird dabei eine Stückzahl von 100 vereinbart.

Long-Call
Long-Call

Wenn Sie sich nun innerhalb der Laufzeit dazu entscheiden, Ihr Recht wahrzunehmen und die Aktien in Höhe des Basiswerts zu kaufen, muss der Vertragspartner zu diesem Preis liefern. Sie sollten die Optionsscheine immer dann einlösen, wenn der tatsächliche Preis am Markt wesentlich höher ist. Der Kauf ist dann quasi ein Schnäppchen und Sie können die Papiere gleich zu einem höheren Wert verkaufen.

Wichtig zu bedenken ist natürlich die Höhe der Prämie. Diese Spanne müssen Sie bei einer Call Option zunächst überschreiten, um als Käufer einen Profit zu erzielen. Lohnenswert ist eine Call Option immer dann, wenn der innere Wert einer Aktie auf ein zukünftiges Wachstum hinweist.

Sie frieren mit Hilfe der Optionsprämie den aktuellen Preis ein, bevor der Wert an der Börse wächst. Für die richtige Einschätzung schauen Sie sich am besten zunächst das Kurs-Gewinn-Verhältnis an. Hierüber vergleichen Sie den inneren Wert (Gewinn je Aktie) mit der Marktbewertung. Weist der innere Wert mehr Potenzial auf als die Daten an der Börse, ist eine Steigerung in den nächsten Monaten wahrscheinlich.

KGV Kennzahl Aktien
KGV Kennzahl Aktien

Wenn man sich diesbezüglich sehr sicher ist, kann man die Aktien natürlich direkt zum Kurs des Basiswerts kaufen. Wer sich unsicher ist, kommt mit einer Call Option in der Long Position günstiger. Somit können die Anleger noch etwas abwarten, sich einen Begriff von der tatsächlichen Entwicklung machen, Risiken abwägen und bei einer positiven Konstellation die Option ziehen.

Was ist eine Put Option?

Eine Put Option ist das genaue Gegenteil von Call. Hier sichern Sie sich über den Optionenhandel den Verkauf eines Aktienpakets in Ihrem Besitz zu einem bestimmten Preis. Es wird mit dem Vertragspartner über eine bestimmte Menge – auch hier meist 100 Stück – und einen Basiswert gesprochen. Diese Punkte werden im Optionen-Vertrag festgeschrieben.

Auf der Seite des Verkäufers in der Long Position besteht bei einer Put Option generell keine Verpflichtung zum Verkauf. Man sichert sich nur den Basiswert über die Optionsprämie. Wenn die Kurse der Aktie nun fallen, lohnt es sich, die Option zum höheren Preis zu ziehen und somit mehr Geld als am Markt verlangt einzunehmen.

Long-Put-Breakeven
Long-Put-Breakeven

Auch in diesem Fall muss natürlich die Prämie für die Put Option einberechnet werden. Kommen Sie mit dem Gewinn nicht über diese Nebenkosten hinweg, lohnt sich der Verkauf zum Kurs des Basiswerts nicht.

Generell kann man mit der Put Option natürlich gut auf fallende Kurse spekulieren. Besser noch ist es aber, wenn man eine gründliche Analyse über den inneren Wert anwendet. Wie bei der Call Option vergleicht man den inneren Wert mit dem Preis am Markt. Ist die Aktie überbewertet, kann ein fallender Preis sehr realistisch sein. Die Frage ist jedoch, wann hier die mögliche Blase explodiert.

Um das Risiko zu verringern, sichert man sich über die Optionsscheine also den aktuellen Kurs des Basiswertes und geht in indirekter Art und Weise short. Der Effekt ist ähnlich wie wenn man über den CFD-Handel oder ein Leihgeschäft den Einstieg in den Leerverkauf auf Aktien wagt.

Auf welcher Seite stehen Sie? Käufer oder Verkäufer/Long Option oder Short Option

  • Long Put Option: In der Long Position bei der Put Option kaufen Sie eine Option zum Verkauf. Wenn Sie die Option im Rahmen der Laufzeit einlösen, können Sie also Ihre Aktien zu einem vorab festgelegten Preis verkaufen. Der Vertragspartner hat die Pflicht, die vereinbarte Menge zum vereinbarten Preis abzunehmen.
  • Short Put Option: In der Short Put Position ist man Verkäufer einer Option. Man bietet also über einen Vertrag gegen Bezahlung einer Prämie einen festen Preis für ein Aktienpaket an. Sie garantieren dem Partner also, dessen Aktien bei egal welcher Kursentwicklung zum fixierten Basiswert abzunehmen, sobald die Optionsscheine eingelöst werden.
  • Long Call Option: Die Long Call Option gibt Ihnen das Recht, ein bestimmtes Paket an Aktien zu einem bestimmten Basiswert zu kaufen. Sie sind damit der Käufer der Call Option, welche für Sie den Preis fixiert. Der Verkäufer ist wiederum dazu verpflichtet, dem Anleger die Aktien für die entsprechenden Basiswerte zu veräußern, sobald die Option gezogen wird.
  • Short Call Option: Im Short Call sind Sie der Verkäufer des Optionenhandels. Sie garantieren mit Ihrer Unterschrift, dass Sie Ihre Geldanlage zu einem vorab festgelegten Preis an den anderen Partner verkaufen, sobald dieser sein Recht innerhalb der Laufzeit wahrnimmt.

Was hat der Vertragspartner in der Short Position vom Optionenhandel?

Die Antwort auf diese Frage ist: die Optionsprämie. Diese mag im Vergleich zur Höhe des Basiswerts zwar niedrig sein, summiert sich aber durch die Anzahl an Vertragspartnern auf der Long-Seite sowie die Menge an Einzelaktien im Paket. Viele Käufer von Optionen lösen die Optionsscheine aufgrund von Fehlkalkulationen oder negativen Entwicklungen nicht ein. Die Optionsprämie verbleibt also beim Short-Händler und der Kauf/Verkauf der Aktien kommt nicht zustande. Das Risiko für den Käufer der Optionsscheine ist also die Optionsprämie, die gleichzeitig den Profit für den Verkäufer darstellt.

  • Der Verkäufer der Optionsscheine macht über die Prämie Gewinn
  • Die Differenz zwischen Optionspreis und Preis pro Aktie am Markt ist das mögliche Verlustrisiko für den Verkäufer der Option
  • Der Verkäufer hofft darauf, dass sich der Preis der Aktie nicht positiv für den Long-Partner entwickelt und nicht zum unvorteilhaften Basiswert gekauft/verkauft werden muss
  • Der Verkäufer einer Option ist der Vertragspartner, der in der Pflicht steht. Seine Rolle wird als Short bezeichnet.

Wo bekomme ich Optionen her: Kauf/Verkauf oder Bezugsrechte?

Wer mit Optionen handeln möchte, benötigt ein Konto bei einem Broker, z. B. bei Plus500. Dieses lässt sich in wenigen Minuten mit der E-Mail-Adresse eröffnen. Nun hat man Zugang zum Markt und kann das eigene Geld gewinnbringend investieren.

Suchen Sie unbedingt einen Broker heraus, der günstig ist und auch den Kauf von Optionen zulässt. Am besten sollte man auch die gegenüberliegende Position einnehmen und zusätzlich zum Verkaufswert die Prämien als Gewinn verzeichnen können.

Anders kommt man über die Bezugsrechte beim Aktienrückkauf oder bei einer Kapitalerhöhung an Optionen. In diesem Fall kauft das Unternehmen Wertpapiere zurück, um mehr Einfluss auf die Entscheidungen zu erhalten. Den bereits bestehenden Privatanlegern wird über die Optionen ein Ausgleich geboten. Die Option kann nun individuell gezogen oder an andere Personen weiterverkauft werden.

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Zwei Optionsarten: Amerikanische und europäische Optionen

Der Unterschied zwischen amerikanischen und europäischen Optionen hat rein nichts mit dem Ort der Ausführung zu tun. Die beiden Begriffe beschreiben lediglich einen kleinen, aber feinen Unterschied bei der Ausübung dieser Optionsscheine.

In den meisten Fällen werden Sie mit amerikanischen Optionen handeln. Solche Derivate geben Ihnen das Recht, den Basispreis zu jedem Zeitpunkt innerhalb des Vertrags zu nutzen. Bis zu dem Tag, an dem der Optionsschein ausläuft, können Sie Ihr Recht also in Anspruch nehmen. Dies gibt Ihnen im Optionshandel deutlich mehr Flexibilität und Sie haben etwas weniger Risiko, dass der Kurs am Stichtag nicht günstig für den Kauf oder Verkauf ist.

Amerikanische-Optionen

Bei europäischen Optionen handeln Sie mit einem Instrument, welches Ihnen den Verkauf oder Kauf von Aktien zu einem bestimmten Preis an einem konkreten Datum zusichert. Wenn die Laufzeit der Option zu Ende geht, können Sie sich also innerhalb von 24 Stunden für oder gegen die Ausübung entscheiden.

Der Unterschied zur amerikanischen Option ist also, dass Sie nicht zu jedem Zeitpunkt während der Vertragslaufzeit den Basiswert einfordern können, sondern dies nur am letzten Tag der Option möglich ist. Dadurch haben Sie als Anleger den Nachteil, dass Sie sehr abhängig von der tagesaktuellen Entwicklung der Kurse sind. Diese könnten zum Beispiel über den gesamten Zeitraum der Option gestiegen sein, aber ausgerechnet am letzten Tag durch negative Nachrichten abstürzen.

Mein Tipp: Bevorzugen Sie grundsätzlich die amerikanischen Optionen für Call und Put. Damit sind Sie weitaus flexibler und minimieren Ihre Risiken. Die meisten Optionen, die bei Brokern in den Handel kommen, sind allerdings ohnehin nach dem amerikanischen Modell aufgebaut.

  • Amerikanische Optionen: Long Anleger können die Option zu jedem Zeitpunkt während der Vertragslaufzeit einlösen
  • Europäische Optionen: Die Long Anleger können die Option nur am Ende der Vertragslaufzeit einlösen

Was sind die Vor- und Nachteile von Optionen

Optionen bieten in beiden Positionen, also Call und Put, eine gute Möglichkeit, um sich eine kostengünstige Strategie für den Handel zurechtzulegen. Man kann hierüber bestimmte Werte absichern, muss auf der anderen Seite aber auch eine Optionsprämie zahlen. Diese gilt quasi als Hürde auf dem Weg zum Gewinn und ist gleichzeitig das Verlustrisiko.

An dieser Stelle im Beitrag möchte ich Ihnen genauer erklären, welche Vorteile es hat, mit Optionen zu handeln und welche Nachteile sich insbesondere auch im Vergleich zu anderen Finanzprodukten ergeben.

Vorteile von Optionen

  • Sichern Sie Ihre Strategie und Ihr Investment ab. Wenn die Entwicklung der Kurse und Basiswerte unklar ist, können Sie den Preis per Optionenhandel garantieren und zahlen dafür eine Optionsprämie.
  • Mit einer Option haben Sie mehr Zeit, sich für oder gegen ein Wertpapier zu entscheiden
  • Anders als CFDs können Sie die Optionen direkt über die Börse handeln
  • Bei den Optionen geht es meist ein ganzes Paket an Aktien. Sie können sich den Optionspreis also zu Kauf oder Verkauf einer größeren Stückzahl sichern.
  • Da Sie mit Ihrem Geld per Option anders als bei CFDs echte Wertpapiere sichern, ist es im Falle von Aktien bestimmter Unternehmen auch möglich, die Dividende einzukassieren.
  • Bei den Optionen nutzen Sie eine Hebelwirkung, über die Sie deutlich mehr Gewinn erzielen können.

Nachteile von Optionen

Ganz ohne Nachteile geht es bei den Optionen nicht. Die Vertragspartner haben so gegenüber den Privatanlegern Ihre eigenen Interessen. Sie möchten zum Beispiel ihrerseits Gewinn über die Optionsprämie bei verfallender Option erzielen. Diese Prämie ist bei einer solchen Geldanlage bzw. Strategie also Ihr Verlustrisiko.

Wenn Sie die Option bis zum Ende der Laufzeit nicht ausüben, verfällt sie. Sie können keinen Kauf oder Verkauf zum Basiswert durchführen und verlieren die Optionsprämie. Gleichzeitig ist es natürlich bei einer negativen Entwicklung der Kurse besser, wenn Sie das Geld nicht zu schlechteren Konditionen ausgeben. Als Käufer der Option sind Sie nicht in der Pflicht, sondern haben die freie Wahl, den Basiswert zu nutzen.

Ein weiterer Nachteil, wenn Sie mit Optionen handeln, ist die Spanne zwischen Bid and Ask. Dieser Spread zwischen dem Geld- und Briefkurs kann an den Märkten aufgrund der geringeren Liquidität stark schwanken. Wenn es zu Veränderungen um mehr als einen halben Punkt kommt, könnten sich die Käufe/Verkäufe für den Anleger nicht lohnen.

Ein wichtiger Faktor sind natürlich auch die Preisbewegungen an der Börse selbst. Die CFDs kann man in der Regel wesentlich länger halten und daher geduldiger auf eine lohnenswerte Veränderung warten. Bei einem Optionsschein ist die Laufzeit dagegen relativ stark eingegrenzt. Innerhalb von sechs Monaten kommt es beim Kurs des Basiswerts vielleicht nur zu einer minimalen Veränderung, welche den Einsatz der Optionsprämie nicht aufrechnet.

Vorteile und Nachteile von Optionen im Überblick

Vorteile von Aktienoptionen
Nachteile von Aktienoptionen
Sie haben mehr Zeit, um auf die Entwicklung der Kurse zu reagieren
Bei kurzen Laufzeiten ist das Wachstum nur gering
Aktienoptionen können als Absicherung genutzt werden
Risiko, reihenweise Prämien zu verlieren
Es besteht lediglich das Risiko, die Prämieneinlage zu verlieren
Man muss erst über die Prämie kommen, um Gewinn zu machen
Sie sichern sich einen festen Preis
Häufig hohe Spreads
Es gibt andere Derivate wie CFDs, bei denen Sie keine Gebühren bezahlen

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Kleine Begriffslehre zum Handel mit Optionen: im Geld, am Geld, aus dem Geld

Wer mit Optionen handelt, nutzt in der Regel bestimmte Fachbegriffe wie im Geld, am Geld und aus dem Geld. Was das bedeutet, erkläre ich Ihnen hier:

  • im Geld: Wenn Sie Käufer einer Call-Option sind, befinden Sie sich im Geld, wenn der Basiswert unter dem Aktienkurs liegt – bei der Put-Option muss der Kurs des Basiswerts darüber liegen.
  • Wenn der Aktienkurs und der Kurs des Basiswertes exakt gleich sind, dann befinden sich die Vertragspartner am Geld.
  • Wenn Sie sich bei einer Option aus dem Geld befinden, sollten Sie auf die Ausübung verzichten. Bei Call liegt der Kurs des Basiswertes dann über dem Aktienkurs, bei Put ist der Kurs des Basiswertes unter dem aktuellen Preis der Aktie.

Nutzen Sie Optionen vor allen Dingen um:

  • mit der Hebelwirkung die mögliche Rendite zu erhöhen
  • sich mehr Zeit zu verschaffen und die Entwicklung einer Aktie am Markt genau zu verfolgen
  • auf die Situation an der Börse flexibel reagieren zu können
  • sich auf einmal ein ganzes Paket an Aktien zu sichern
  • sich im Gegensatz zum CFD-Handel echte Aktien mit der Möglichkeit, Dividende zu verdienen, zu sichern
  • sich vor dem Risiko fallender Kurse (oder steigender) Kurse abzusichern

Andere Finanzinstrumente: Optionen im Vergleich zu Futures und CFD-Handel

Eine Option ist nur eines der vielen Finanzinstrumente, welche Sie bei dem Handel an der Börse verwenden können. Deutliche Ähnlichkeiten weisen sie zu den Futures und zu den CFDs auf. In allen Fällen handelt es sich um Derivate, über die man zum Beispiel auch invers Profit machen kann.

Optionen vs. Futures

Auf den ersten Blick kann man schnell Optionen mit Futures verwechseln. Bei beiden Produkten einigen sich so Käufer und Verkäufer auf den Kurs eines Basiswerts. Der Unterschied liegt im Detail, genauer gesagt in der Art und Weise wie eine Option oder ein Future gehandelt wird.

Bei den Futures ist die Erfüllung des Vertrags so von beiden Seiten her verpflichtend. Keiner der Partner hat hier eine Wahl, die Option wahrzunehmen oder verfallen zu lassen. Sie einigen sich auf einen Wert, der in der Zukunft mit Ende der Laufzeit für Käufer und Verkäufer fällig wird. Die tatsächliche Kursentwicklung hat auf die Ausführung keinen Einfluss.

Unterm Strich kann man also sagen, dass Futures wesentlich riskanter sind als klassische Optionen. Andererseits liegen die Gebühren bei den Futures oftmals niedriger. Die Kosten beim Schließen und Eröffnen von Positionen liegen bei verschiedenen Brokern meist zwischen 1,5 und 4 US-Dollar.

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Optionen vs. CFD-Handel

Genauso wie Optionen sind CFDs, also Contracts for Difference, Derivate von Aktien, ETFs, Rohstoffen usw. CFDs sind dabei allerdings wesentlich virtueller. Sie replizieren lediglich die Kurse und Sie werden darüber nie eine echte Aktie in der Hand halten. Stattdessen geht es darum, ein Nachbildung zu kaufen oder zu verkaufen. Die Optionen führen dagegen dazu, dass am Ende tatsächliche Wertpapiere den Besitzer tauschen.

Optionen vs. CFDs

Praktisch sind die CFDs vor allen Dingen für den Short-Handel. Sie können über ein virtuelles Leihgeschäft Leerverkäufe lancieren und somit von fallenden Kursen profitieren. Dasselbe ist bei den Optionen möglich, wenn Sie den Kurs für den späteren Verkauf per Prämie einfrieren und der Wert über die Dauer des Vertrags hinweg sinkt.

Eine weitere Ähnlichkeit ist der Hebel, der sich bei Optionen und CFDs einsetzen lassen. Viele Broker ermöglichen es Ihnen, den möglichen Gewinn zu vervielfachen. So schießt man Ihnen Geld zu und bei einem Hebel von zum Beispiel 1:10 würden Sie das Zehnfache des Profits erzielen.

Wie und wo kaufen/verkaufen: per Broker können Sie mit Aktien und Optionen handeln

Bei vielen Brokern können Privatanleger heute mit CFDs und Optionen handeln. Hier treten Sie je nach Wunsch und Strategie als Käufer oder Verkäufer von Put und Call auf. Zunächst einmal müssen Sie sich beim Broker anmelden und sollten schauen wie die Konditionen hier sind. Werfen Sie vorab einen Blick in die zahlreichen Ratgeber, welche Ihnen weitere Informationen zu den Anbietern bereitstellen.

Vorteile von Brokern gegenüber der Bank und der direkten Börse

Broker bieten gegenüber den Banken und Börsen große Vorteile. Zum einen sind diese Plattformen wesentlich günstiger und zum anderen lassen sie sich flexibler nutzen. Sie können bspw. von jedem Ort der Welt schnell und einfach Aktien, CFDs, ETFs und Optionen in Ihr Portfolio aufnehmen.

  • Sehr niedrige Gebühren (zum Teil keine Kosten für Depotführung und Orders, so bei Plus500, eToro, Capital.com und IG.com)
  • Transparente Gebührenstruktur
  • Flexible Nutzung per App
  • Integrierte Ratgeber in Schrift und Video
  • Möglichkeiten, invers zu handeln (Leerverkäufe)
  • Zu jeder Zeit traden
  • Immer aktuelle Marktpreise

Den richtigen Broker finden

Mein Tipp: Suchen Sie sich einen seriösen Broker aus, bei dem Sie keine hohen Nebenkosten haben. Somit sparen Sie Geld ein, welches Sie besser in Ihr Portfolio investieren können. Es gibt daneben viele weitere Faktoren, anhand derer man den besten Broker für den Optionenhandel aussuchen kann.

Beispiel einer Optionshandelsplattform (Tradestation)
Beispiel einer Optionshandelsplattform (Tradestation)
  • Lizensierung in einem westlichen Staat
  • Kontrolle durch offizielle Finanzbehörden
  • Einfaches Handling der Webseite/der App
  • Zugriff auf Analysetools (inneren Wert der Aktie, Charts etc.)
  • Niedrige Gebühren (kostenlose Depotführung, keine Orderkosten, geringer Spread, z. B. bei Plus 500, eToro, Capital.com und IG.com)
  • Viele Optionen, Aktien, ETFs und CFDs verfügbar

Einstieg in den Handel: Anmeldung beim Broker

Als erstes müssen Sie sich beim Broker Ihrer Wahl anmelden. Hierfür gehen Sie auf die entsprechende Seite und klicken auf „Konto einrichten“. Nun geben Sie Ihren Namen an, tragen eine E-Mail-Adresse ein und wählen ein sicheres Passwort aus.

Plus500 Anmeldung
Anmeldung beim Broker Plus500

Sie erhalten daraufhin eine Mail mit einem Bestätigungslink. Hiermit verlinken Sie offiziell Ihre Mailadresse und verifizieren Ihre Echtheit. Nun sind Sie Mitglied beim Broker und müssen nur noch einige kleinere Schritte abschließen.

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Erfahrungen angeben und Verifizierung durchführen, bevor man mit dem Optionshandel beginnt

Der Broker ist dazu verpflichtet, weitere Daten zu Ihren Erfahrungen abzufragen. Sie geben so an, wie oft Sie bereits getradet haben und wie viel Geld dabei eingesetzt worden ist. Über ein Quiz werden Ihre Kenntnisse noch einmal geprüft.

Als nächstes ist die Verifizierung notwendig. Sie geben Ihren Wohnsitz an und laden ein Dokument hoch, über welches Sie diesen verifizieren. In der Regel werden Sie in Deutschland den Personalausweis nutzen.

Plus500 Kontoeröffnung
Plus500 Erfahrungen

Wenn der Broker mit den Steuerbehörden zusammenarbeitet, werden 25 Prozent von Ihren Gewinnen automatisch an das Finanzamt abgeführt. Hierfür müssen Sie die Steuernummer mit dem Broker teilen. Wie man dies in der Steuererklärung angibt, zeige ich Ihnen hier.

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Viele Broker bieten Demo-Accounts, in denen man mit Optionen üben kann

Wenn Sie neu im Traden mit Aktien und Optionen sind, sollten Sie einige Runden im Demo-Account drehen. Nahezu jeder Broker bietet heutzutage ein virtuelles Konto, auf welches Sie über das Menü Zugriff haben. In diesem Bereich üben Sie mit Spielgeld und arbeiten eine schlüssige Strategie für die Zukunft aus.

plus500 Demo vs. Live
plus500 Demo vs. Live

Analysen durchführen: so können Anleger die passenden Optionen auf Aktien & Co. finden

Wenn Sie mit Optionen oder Futures handeln, ist die Voraussage der zukünftigen Kurse extrem wichtig. Sie können diese zum Beispiel über den inneren Wert aus der fundamentalen Analyse antizipieren. Dazu muss der innere Wert über das Kurs-Gewinn-Verhältnis und andere Methoden mit dem aktuellen Marktwert verglichen werden.

Plus500-Handelsplattform-1
Plus500-Handelsplattform-1

Eine weitere Option ist es, sich die Charts anzuschauen. Die technische Analyse blickt im Detail auf die Bewegungen der Candlesticks. Anhand bestimmter Muster lässt sich erkennen, wann es zu einem Trendwechsel kommen wird. Ist bspw. ersichtlich, dass der Kurs in den nächsten Monaten fallen wird, setzen Sie per Option den derzeitigen Basiswert auf einem höheren Niveau fest.

Optionen und Aktien beim Broker kaufen: wenige Klicks reichen

Um Optionen und Aktien beim Broker zu kaufen, klicken Sie auf das entsprechende Profil und nutzen den Button Traden. Jetzt öffnet sich eine Kaufmaske, in der Sie z. B. die Laufzeit, den Basiswert und andere Faktoren konkretisieren können. Im Zuge dessen werden Sie auch erkennen, wie hoch die Prämie ist und rechnen dann durch, ob sich der Optionenhandel in diesem Fall lohnt.

Plus500-Netflix
Plus500-Netflix

Option ziehen oder verfallen lassen: Wann Sie was machen sollten

Ob Sie die Option ziehen oder verfallen lassen sollten, hängt ganz klar vom Break-Even-Point ab. Wenn Sie aus dem Geld oder am Geld sind, lohnt es sich eigentlich nicht der Mühe. Sie lassen dann besser die Option verfallen, verlieren die Prämie, gehen aber nicht weiter ins Minus. De facto warten an der offiziellen Börse nämlich günstigere Konditionen auf Sie.

Die Entscheidung ist insofern nicht allzu schwierig. Kompliziert kann es dagegen sein, bei einer amerikanischen Option den richtigen Zeitpunkt abzupassen. Optionsstrategien, die funktionieren, haben in der Regel einen Trader hinter sich, der hellwach und früh auf den Beinen ist.

Handeln Sie amerikanische und europäische Optionen auf Plus500
Handeln Sie amerikanische und europäische Optionen mit Plus500

Sie sollten zum Beispiel schon um 07:00 Uhr aufstehen, wenn Sie ein Gefühl dafür bekommen wollen, in welche Richtung sich die Märkte in Europa bewegen und in die USA öffnen werden. Sie können damit beginnen, Ihre Handelsstrategie auf der Grundlage dessen festzulegen, was Ihr Markt die ganze Nacht über getan hat.

Nehmen Sie zum Beispiel den E-Mini Future (S&P500): Bis zu 70% der Aktien werden sich in die gleiche Richtung bewegen wie der E-Mini. Dadurch können Sie wissen, ob die meisten Aktien bei Öffnung des US-Marktes um 15.30 Uhr MEZ auf- oder abwärts gehen werden.

Es lohnt sich, daran zu denken, dass die USA oft die Richtung der Weltmärkte diktieren. Es ist also vernünftig, eine Stunde zu warten, bis sich der Markt etwas beruhigt hat, bevor Sie Ihren ersten Handel tätigen. Der Handel mit Optionen erfordert eine sorgfältige Analyse und viel Zeit. Stellen Sie sicher, dass Sie bereit sind, diese Stunden zu investieren, wenn Sie substanzielle Gewinne erzielen wollen.

Welche Gebühren fallen bei einem Optionsgeschäft an?

Bei Optionen müssen Sie in erster Linie die Prämie einplanen. Diese garantiert Ihnen sozusagen den Basiswert über die gesamte Laufzeit hinweg. Hinzu kommen bei manchen Anbietern die Gebühren für Depotführung und Orders. Diese sind bei Banken meist sehr hoch. Online Broker wie Plus500, eToro, Capital.com und IG.com verzichten dagegen meist auf diese Punkte.

Besonders relevant sind weiterhin die Spreads. Hierbei handelt es sich um die Spanne zwischen Brief- und Geldkurs, also dem Ankaufs- und Verkaufspreis. Mit jeder Aktie schaukeln sich die Kosten in einem Paket also hoch. Liegt der Spread bei mehr als 1 Euro, sollten Sie eher die Finger von dem Broker lassen.

Fazit: der Handel mit Optionen hat Vor- und Nachteile, die man kennen sollte

Optionen sind sehr spannende Finanzprodukte, mit denen Sie Ihr Portfolio und Ihre Trading-Strategie komplettieren können. Sie sichern sich als Käufer der Optionen einen bestimmten Preis auf Aktien, ETFs, Rohstoffe etc. – auf der Call-Seite für den Kauf und auf der Put-Seite für den Verkauf. Somit frieren Sie quasi den Basiswert ein und machen am Ende aufgrund der Unterschiede zum Realpreis Gewinn.

Sie können die Aktien dann z. B. zu einem günstigeren Preis kaufen, als sie am Markt wert sind. Oder aber Sie sichern sich einen Vertragspartner, der später zur Abnahme der Aktien zu einem höheren Preis verpflichtet ist.

Für diese Garantie müssen Sie selbstredend eine Gebühr bezahlen. Die Prämie ist letztlich ein Teil der Gewinnberechnung von der Short-Seite, also von den Verkäufern der Option. Diese Prämie müssen Sie immer einplanen, wenn Sie sich innerhalb der Laufzeit überlegen, ob Sie die Option wahrnehmen wollen oder nicht.

Wichtig zu wissen ist, dass die Optionen relativ komplex aufgebaut sind. Entsprechend müssen Sie sich bereits gut auskennen können, bevor Sie in den Handel mit Optionen einsteigen.

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Meist gestellte Fragen zum Optionshandel: 

Was sind Optionen?

Mit Optionen sichern Sie sich einen bestimmten Basiswert für Aktien. Sie können dabei als Käufer von Aktien oder als Verkäufer auftreten. Für die Einfrierung der Kurse wird eine Prämie fällig, welche Teil der Gewinnberechnung des Vertragspartners ist. Der Vertragspartner in der Short-Position muss bei Ausübung der Option kaufen oder verkaufen. Sie als Käufer der Option haben die freie Wahl, ob Sie ausüben möchten oder nicht.

Wie kann ich Optionen handeln?

Optionen können Sie bei einem beliebigen Broker handeln. Dafür müssen Sie sich zuerst ein Handelskonto erstellen. Für Optionen sind nahezu alle Finanzmärkte verfügbar (Währungen, Rohstoffe, Aktien, Indizes, Anleihen und weitere).

Wer gibt Optionen aus?

Optionen werden von Personen oder Instituten ausgegeben, die das Recht haben diese zu schreiben. Als Schreiber benötigen Sie diese Optionen auch in Ihrem Portfolio. Der Ausgeber verdient Geld durch mögliche Prämien.

An welchen Börsen werden Optionen gehandelt?

Optionen werden an Terminbörsen gehandelt. Eine der bekanntesten Börsen ist die CME in Amerika. Sie bietet Optionen auf Rohstoffe, Indexe, Forex, Zinsraten und Metalle an. Auch in Europa gibt es Börsen z. B. Eurex.

Wann machen Optionen Sinn?

Mit Optionen haben Sie mehr Zeit, sich über den Kauf oder Verkauf von Aktien Gedanken zu machen. Zudem lassen sich im besten Fall deutliche Gewinne einfahren. Hierfür müssen Sie jedoch die inneren Werte der Aktie analysieren und diese mit dem Markt vergleichen.

Wann sind Optionen im Geld?

Eine Option ist immer dann im Geld, wenn der festgelegte Basispreis gegenüber dem Marktwert minus der Prämie für Sie vorteilhaft ist. Als Long Put Händler wäre dies der Fall, wenn Sie Ihre Aktien für mehr verkaufen können als sie wert sind und Sie zugleich über den Prämieneinsatz kommen. In der Long Call Position kaufen Sie günstiger ein, zahlen also weniger als der Marktpreis wenn Sie im Geld sind.


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Zuletzt geupdated am 16/08/2022 von Andre Witzel

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