Was sind ETFs? – Erklärung für Anfänger

Inhaltsverzeichnis:
  1. Was sind ETFs? – Erklärung für Anfänger

ETFs (Exchange Traded Funds) erfreuen sich heute bei Anlegern großer Beliebtheit. Der Grund dafür ist, dass man mit diesen Fonds auf mehrere Aktien gleichzeitig setzen kann und sich den Aufwand der selbstständigen Diversifizierung spart. Sie kaufen mit einem ETF sozusagen Aktienpakete, deren Inhalte bis zu 100 Anteile und mehr erreichen.

Definition: Was sind ETFs?

Als ETFs (Exchange Traded Funds) bezeichnet man börsengehandelte Indexfonds, welche nicht aktiv gemanagt werden. Sie bilden einen Aktienindex oder unterschiedliche Portfolios von Aktien, Staatsanleihen und mehr ab. ETFs besitzen eine eigene Wertpapiernummer und können durch geringe Kosten und große Risikostreuung überzeugen.

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(Quelle: https://www.finanzfluss.de/blog/etf-sparplan-fuer-anfaenger/)

ETFs sind zunächst einmal durch folgende Merkmale geprägt:

  • Ein ETF oder Exchange Traded Fund ist ein Fonds, der aus mehreren Aktien besteht
  • Welche Aktien sich im ETF Fonds befinden hängt von dem Index ab, auf den sich das Paket bezieht
  • Die Aktien werden automatisiert durch einen Algorithmus in den Fonds aufgenommen
  • Anders als aktiv gemanagte Fonds funktionieren die ETFs mit einer automatisierten Verwaltung und weisen daher eine niedrige Kostenstruktur auf
  • In einem regelmäßigen Rhythmus (meist vierteljährlich) werden die Aktien auf Basis ihrer Performance im Index bzw. an der Börse ausgetauscht
  • Durch den Austausch befinden sich stets die Aktien mit der besten Wertentwicklung im ETF Fonds und es ist ein konstantes Wachstum gegeben
  • Die Risiken sind aufgrund der hohen Diversifizierung sehr gering
  • Anleger müssen sich nicht selbst um die Diversifikation ihres Portfolios kümmern
  • Herausgeber sind meist Investment-Anbieter wie z. B. iShares, Deka, DWS, Amundi und Invesco
  • Sie können börsengehandelte Indexfonds genauso wie Aktien einfach über Ihren Broker kaufen
  • Extrem niedrige Kosten (TER), weil es sich um keinen aktiv gemanagten Indexfonds handelt

Warum sind ETF Sparpläne eine günstige Anlage für den Vermögensaufbau?

Mit einem ETF können Sie langfristig Ihr Vermögen aufbauen und einen veritablen Anlageerfolg erzielen. Warum ist das so? Die ETF Sparpläne sind in sich diversifiziert und setzen somit auf die Wertentwicklung von einem gesamten Markt. Schaut man sich nun die Börse der letzten 20 bis 30 Jahre an, ist die Weltwirtschaft durchweg von einem starken Wachstum geprägt.

MSCI-World seit den 90er Jahren

Wer hier auf die einzelne Aktie setzt, kann schnell ins Leere greifen. Nicht alle Unternehmen erweisen sich als Erfolg und viele Player verschwinden wieder vom Markt. In der Gesamtheit gibt es jedoch ein Wirtschafts-Wachstum, von dem Sie als Anleger über einen Indexfonds profitieren können.

Würden Sie Ihre Geldanlage nun individuell als Portfolio aufbauen, müssten Sie sich zunächst mit dein einzelnen Unternehmen beschäftigen, Informationen darüber sammeln, sich im Index über deren bisherige Entwicklung erkunden und sich tief in die Bilanzen einarbeiten. Daraus ergeben sich dann Daten zur Volatilität und zur Markt- und Branchenpositionierung.

Mein Tipp: ETFs ohne Kommissionen auf professionellen Plattformen handeln:

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Als Anleger ist es nun Ihre Aufgabe, das Portfolio gut zu mischen und das Kapital breit zu streuen. Dadurch sinkt das Risiko und die starken Wachstumsaktien ziehen Ihr Vermögen auf Basis eines sicheren Investments nach oben.

Sie merken hier aber bereits, dass diese Form des Investments mit viel Arbeit verbunden ist. Ein ETF Sparplan (sehen Sie hier die besten ETF Sparplan Broker) ist aber bereits in sich diversifiziert und kann 100 bis 1000 Aktien zum Inhalt haben. Dadurch ist die Geldanlage sehr sicher und wächst langfristig an. Der Anstieg ist dabei zwar immer flach. Auf Dauer lohnt sich das Investment aber vor allen Dingen dann, wenn Sie mit höheren Summen einsteigen.

Beispiel: Legen Sie 10.000 Euro in einen ETF mit durchschnittlich 5 Prozent Rendite p. a.

5 Prozent p. a. von 10.000 Euro = 500 Euro
5 Prozent p. a. von 10.500 Euro = 525 Euro
5 Prozent p. a. von 11.025 Euro = 551,25 Euro
5 Prozent p. a. von 11.576,25 Euro = 578,82 Euro
5 Prozent p. a. von 12.155,06 Euro = 607,75 Euro

Gesamte Rendite nach fünf Jahren in Euro: 2.762, 82 Euro

Nach der oben stehenden Rechnung hätten Sie nach insgesamt fünf Jahren mit einem Investment von etwa 10.000 Euro fast 2.800 Euro Gewinn gemacht – ohne aktiv etwas dafür zu tun. Es handelt sich bei diesem Ertrag um passives Einkommen mit Aktien, mit dem Sie Ihre Altersvorsorge finanzieren und die steigende Inflation ausgleichen können.

Gerade im Vergleich zur Bank ist es besser, hohe Summen ab 10.000 Euro in einen sicheren Indexfonds anzulegen, anstatt die Kaufkraft auf dem Sparbuch aufgrund der steigenden Inflation sinken zu sehen. Bei der Bank wird Ihr Vermögen beim Sparen faktisch angesichts ausbleibender Zinsen entwertet.

Schwankende, aber auf Dauer konstante Entwicklung eines ETFs, hier am Beispiel von iShares Core S&P 500

Die Steigerungsraten von ETF-Fonds sind natürlich nie so geradlinig wie im Beispiel beschrieben. Der Markt ist stets Schwankungen unterworfen und in einem Jahr läuft es mal besser, im anderen schlechter. Wichtig ist, dass Sie bei ETFs über längere Zeit investiert bleiben, um am Ende die Ergebnisse in Form einer stattlichen Rendite einfahren zu können.

Mit ETFs denken Sie langfristig: die Ziele der Anlagestrategie gegenüber einzelnen Aktien

Wenn Sie nach einer Anlagestrategie suchen, die auf Dauer ausgerichtet und vor allen Dingen sicher sein soll, sind Sie mit einem ETF gut beraten. Natürlich machen Sie mit einem solchen Sparplan aufgrund der hohen Diversifikation nicht die riesigen Sprünge. Bei einem Wertpapier können Sie den Einsatz so teilweise verzehnfachen. Dafür sind die Risiken bei den Aktien aber auch höher und „Tenbagger“ kommen eher selten vor.

ETFs und Investmentfonds werden also von einem Anlegertyp gewählt, der langfristig Vermögen aufbauen und z. B. im Alter oder für einen Hauskauf von der Wertentwicklung profitieren möchte. Diese Ziele können Privatanleger mit einem Fonds verfolgen

  • Altersvorsorge aufbauen
  • Inflation bekämpfen: Gleichen Sie mit den stabilen Renditen der Fonds die Preisteuerung aus
  • Sparen auf Investitionen: z. B. für den Haus- und Wohnungskauf oder andere Anschaffungen
  • ETFs als Geldanlage für die Kinder: Geben Sie dem Nachwuchs ein Startkapital in Form eines Investmentfonds mit auf den Weg
  • Fonds als Basis für Ihr gesamtes Depot bilden

Selbst diversifizieren oder einen ETF kaufen?

Viele professionelle Anleger, die sich bereits tief in die Materie der Börse eingearbeitet haben, möchten Ihr Portfolio lieber selbst diversifizieren. Hierzu muss man sich die jeweiligen Informationen zu den Unternehmen beschaffen und diese mit dem Wert am Markt vergleichen.

Darauf baut sich dann die Diversifikation des Portfolios und die Eliminierung der Risiken auf. Leider spielt der menschliche Faktor dabei eine nicht immer positive Rolle. Schnell baut man eine Art emotionale Beziehung zu den Aktien im Depot auf und lässt diese ungerne im Falle von schlechten Wertenwicklungen gehen.

Zudem häufen sich eventuell die fehlerhaften Einkäufe, die das gesamte Portfolio nach unten drücken. Einberechnen sollte man zudem den enormen Aufwand, den man eingehen muss, um die besten Value-Aktien mit Bluechips und Growth-Potenzial zu mischen.

Value, Bluechips, Growth

Bei Value Aktien handelt es sich um Wertpapiere, die im Vergleich zum inneren Wert des Unternehmens unterbewertet sind. Sie kaufen diese Aktien also als Schnäppchen günstig ein und profitieren auf lange Sicht von ihrem Wachstum.

Bluechips sind dagegen sehr stabile Unternehmen, die seit Jahrzehnten über eine hohe Marktkapitalisierung an der Börse verfügen. Diese halten Ihr Portfolio selbst in Krisenzeiten in einem sicheren Fahrwasser.

Growth Aktien erkennen Sie anhand der Überbewertung. Meist sind es junge Unternehmen mit niedrigem Buchwert und hohen Investitionen, die in diese Kategorie fallen. Die Bewertung ist im Vergleich zum Gewinn extrem hoch, weil die Aktionäre die großen Chancen in der Zukunft bereits einpreisen.

ETFs nehmen Ihnen hier quasi die Arbeit ab. Sie müssen nicht selbst nach den besten Aktien suchen, sondern können einfach einen Fonds einkaufen, der automatisiert die Top-Papiere ins Paket aufnimmt. Da diese in Bezug auf einen Index ausgetauscht werden, ist das Wachstum immer stabil.

Einzelne Aktien
ETF Sparplan
Bei Value Aktien große Gewinnspannen möglich
ETFs orientieren sich an einem Index und werden automatisiert verwaltet
Sie können gezielter in ein Unternehmen Ihrer Wahl investieren
Diversifikation ist bereits vorhanden
Erhöhtes Risiko bei einzelnen Aktien
Kein Arbeitsaufwand für die Anleger
Mehr Arbeitsaufwand, um das Portfolio richtig zu diversifizieren
Gute Basis für das Gesamtportfolio
Eher flaches Wachstum (keine großen Sprünge)
Sehr geringe Risiken

Darum ist eine breite Streuung von Kapital und Risiko wichtig

Eine breite Streuung ist das A und O wenn es darum geht, Geld in Aktien und andere Anlagen zu stecken. Wenn Sie bspw. 1.000 Euro zur Hand haben, sollten Sie diese auf keinen Fall auf einer Position platzieren. Stattdessen splittern Sie das Vermögen in jeweils 100 oder 50 Euro auf und verteilen es auf unterschiedliche Unternehmen. Genauso machen das die ETFs für Sie.

ETF Risikostreuung minimiert das Anlagerisiko

Dabei sollten sich die Anleger auf diverse Branchen und Länder fokussieren. Dadurch stellt man sicher, dass die Investition nicht auf einmal abstürzt, wenn es in einem Segment kriselt. Das Prinzip der Diversifikation ist einfach: Stürzen die Kurse in einer Branche oder bei einem Unternehmen ab, gleichen die Gewinne in einem anderen Bereich diese Verluste wieder aus.

Die ETFs nehmen Ihnen die Arbeit ab

Mit mehr als 100 oder sogar 1.000 Aktien nehmen Ihnen die ETFs die Arbeit der notwendigen Diversifikation quasi ab. Die Fondsgesellschaft bzw. der automatisierte Fondsmanager berechnet die optimale Zusammensetzung, um ein stabiles Wachstum ohne Risiko zu erzeugen. Die Inhalte werden dabei mit hoher Transparenz und weitreichenden Informationen in der Beschreibung des jeweiligen Fonds angegeben.

✓ VORTEILE ETF
✘ NACHTEILE ETF
Keine Zwischenhändler (Direkter Zugriff)
Wird nicht aktiv gemanaged
Günstige Gebühren (0,1 – 0,6% Verwaltungsgebühr), da es keinen aktiven Fondsmanager gibt
Höhere Gebühren als einzelne Aktien zu kaufen
Kein Ausgabenaufschlag
Emittentenrisiko
Das Risiko kann durch eine hohe Streuung sehr gering sein
Zinsrisiko
Eine hohe Streuung des Portfolios ist günstig
Wachstum ist nur schwach – kein Anlageerfolg innerhalb von wenigen Monaten
Flexible Anlagemöglichkeit
Branchen- und Länder-ETFs können auch versagen
Kein Arbeitsaufwand für die Diversifikation
Hohe Investition notwendig, um eine angemessene absolute Rendite zu erzielen
Stabiles Wachstum
ETFs werden einfach über die Börse gehandelt

(Ihr Kapital ist gefährdet. Es fallen andere Gebühren an. Weitere Informationen finden Sie unter etoro.com/trading/fees.)

So bilden die ETFs eine gute Basis für Ihr Depot

ETFs müssen nicht ausschließlich für den langfristigen Erfolg beim Traden gedacht werden. Dies ist zwar auf Dauer durchaus das Ziel. Sie können aber zusammen mit starken Bluechips auch als Basis für Ihr Portfolio genutzt werden.

Die ETFs bieten hierbei eine sehr stabile Rendite, die gerade in Bezug auf den Gesamtmarkt sehr niedrige Risiken inbegriffen hat. Somit haben Anleger mit den Fonds bereits eine gute Grundlage, auf welcher das Aktiendepot insgesamt wächst.

Darauf aufbauend kann man nun etwas riskantere Papiere dem Portfolio hinzufügen. Spannend könnte z. B. das Spiel mit Value-Aktien sein, die Sparfüchse gerne aufgrund ihrer Unterbewertung einkaufen. Diese Papiere kosten weniger als sie im Inneren wert sind und haben auf Dauer daher ein hohes Potenzial, die Renditen zu steigern.

Auf die ETF Anteile setzen Sie weitere Aktien für die optimale Wertentwicklung

In einer klugen Strategie wird der Anleger also auf den Grundstock an ETFs und Bluechips weitere Aktien setzen. Diese können einerseits von einem stabilen Wachstum geprägt sein und z. B. aus der IT-Branche stammen oder aber auf zukünftige Sprünge setzen (u. a. künstliche Intelligenz Aktien, Wasserstoff ETFs, erneuerbare Energien Aktien).

Hier sollte man sich überlegen, was in den nächsten Jahren wichtig wird und wo es hohes Potenzial gibt. Solche spezifischen Branchen kann man sich auch in Form eines ETFs sichern, der gezielt Wertpapiere aus einem bestimmten Bereich zum Inhalt hat.

Welche Arten von ETFs gibt es?

Grundsätzlich gibt es verschiedene Arten von ETFs. Sie können sich so auf einen Index wie den MSCI World oder den S&P 500 in ihrer Gesamtheit beziehen. Alternativ können bestimmte Bereiche herausgepickt werden. Viele Betreiber offerieren darüber hinaus andere Anlageklassen wie Rohstoffe, Edelmetalle u. ä. in ihren Investmentfonds.

Gesamtmarkt-ETFs – beziehen sich auf die großen Indizes allgemein

Die Klassiker unter den Investmentfonds sind die Gesamtmarkt-ETFs. Alle großen Anbieter haben mindestens einen ETF im Portfolio, der sich auf einen der wichtigen Indizes bezieht – entweder den MSCI World oder den S&P 500.

Diese beiden Index-Listen bilden im Wesentlichen die amerikanische sowie die internationale Wirtschaft der Industriestaaten anhand der Unternehmensperformance an der New Yorker Börse ab. In den meisten Fonds, welche den gesamten Index abbilden, befinden sich somit viele starke Papiere von Apple über Meta und Alphabet bis hin zu zahlreichen Newcomern.

Aufgrund der sehr breit gefächerten Diversifikation kann ein solcher Gesamtmarkt-ETF nur langsam wachsen. Die Rendite ist hier flach, aber angesichts des niedrigen Risikos garantiert. Wichtig ist es hier, dass sich die Privatanleger auf eine langfristige Strategie einlassen und nicht bereits nach einem Jahr aussteigen.

  • Beziehen sich auf den gesamten Markt
  • Haben einen Index zur Grundlage
  • Meist MSCI World oder S&P 500 als Bezugsgröße

Branchenbezogene ETFs, die einen bestimmten Markt in den Fokus nehmen

Branchenbezogene ETFs sind etwas für den etwas risikofreudigeren Anlagetypen. In der Regel dient auch in diesem Fall ein großer Index wie der MSCI World als Basis für die Berechnung. Es werden jedoch alle Unternehmen exkludiert, die nicht Teil der gewählten Branche sind.

Nehmen wir z. B. einen ETF, der sich konkret nur auf IT, Wasserstoff, Cannabis, Halbleiter oder erneuerbare Energien konzentriert. Bei letzterem Segment, z. B. beim Global Clean Energy ETF von iShares wird man so vor allem Unternehmen wie Vestas, Plug Power, Xinyi Solar und First Solar im Fonds wiederfinden. Google, Apple & Co. kommen dann nicht vor.

iShares Global Clean Energy ETF - Holdings-Übersicht (Screenshot)
Beispiel für die Zusammensetzung eines branchenspezialisierten ETFs wie dem Clean Energy von iShares

Solche branchenspezifischen ETFs können dem Anleger durchaus viele Vorteile bieten. So profitiert er gezielt von einer Zukunftsbranche und macht im besten Fall hohe Gewinne. Ob der Anlageerfolg aber wirklich eintritt, hängt dann stark davon ab, ob sich die Technologie wirklich durchsetzt.

Nehmen wir das Beispiel Wasserstoff: In diesem Antrieb könnte die Zukunft der Fahrzeugtechnologie liegen. Wenn sich die Brennstoffzellen tatsächlich als massentauglich erweisen, wird der Privatanleger hier enorme Renditen selbst über einen ETF wie dem HDRO von VanEck einfahren.

Sollte es aber Probleme bei der Etablierung geben und sich die Technologie als nicht nutzbar erweisen, stürzt das gesamte Segment ab. Egal wie gut die Binnendiversifikation des ETFs dann ist – der Anleger verliert an dieser Stelle sein Geld.

  • Ausschließlich Aktien aus einer Branche im Paket
  • Renditen sind im Falle des Erfolgs höher
  • Hohes Risiko, da einzelne Branchen auch abstürzen können

Länderspezifische ETFs

Länderspezifische ETFs sind relativ ähnlich zu den Branchen-Fonds. Hier schauen sich die Anbieter vor allen Dingen gewisse Regionen an. Meist werden Schwellenländer (Emerging Markets) für den Aufbau eines solchen Investmentfonds verwendet. So gibt es ETFs für chinesische Unternehmen im MSCI World ebenso wie für Firmen aus Indien, Brasilien oder Südafrika.

Solche Fonds sind natürlich extrem abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung im Land. Bei China und Indien kann man dabei von einer stark wachsenden Bevölkerung und steigender Prosperität ausgehen. Das bedeutet im Endeffekt mehr Umsatz in Bereichen wie E-Commerce Aktien und IT.

Auf der anderen Seite sind Schwellenländer nicht immer politisch stabil. Die Wirtschaft ist meist von den Entscheidungen und der Unterstützung der politischen Sphäre abhängig. Gab es in China so bis 2020 noch ein gutes Wachstum, wurde dieses in den folgenden Jahren maßgeblich durch die Kommunistische Partei abgesägt. Auf solche externen Faktoren muss man im Vergleich der Länder-ETFs achten.

alibaba aktie
Chart des einstigen chinesischen Top-Unternehmens Alibaba in den letzten 5 Jahren: der Einbruch im Herbst 2020 war politisch motiviert

ETFs nach Anlageklassen

Es müssen nicht immer Aktien sein, die sich in einem ETF befinden. Die ein oder andere Investmentgesellschaft wird Ihnen darüber hinaus die Anlageklasse Rohstoffe anbieten oder die Pakete mit Edelmetallen und Anleihen füllen. Beispiele dafür sind der VanEck Gold Miners und der VanEck Rare Earth and Strategic Metals.

Anleihen haben den Vorteil, dass sie für sich gesehen sehr sicher sind. Es handelt sich um festverzinsliche Wertpapiere, die meist von Staaten herausgegeben werden. Bei Rohstoffen und Edelmetallen schwanken die Preise dagegen oftmals sehr. Hier müssen die Anleger in jedem Fall zyklisch denken und Tiefphasen mit einberechnen.

Gesamtmarkt-ETFs
Branchenspezifische ETFs
Länderspezifische ETFS
Anlageklassen-ETFs
Langsames, aber stabiles Wachstum
Nur Aktien aus einer bestimmten Branche beinhaltet
Nur Aktien aus bestimmten Ländern beinhaltet
Abseits der Aktien werden Anlageklassen wie Edelmetalle, Rohstoffe und Anleihen aufgenommen
Bezieht sich auf den Gesamtmarkt (MSCI World oder S&P 500)
Potenziell stärkeres Wachstum als beim Gesamtmarkt
Hohes Potenzial bei Wachstumsmärkten wie Indien und China
Gut, um das ETF-lastige Portfolio zu diversifizieren
Geringes Risiko
Hohe Abhängigkeit vom Branchenerfolg und Gefahr eines Totalcrashs
Starke Abhängigkeit von politischen Entscheidungen und eventuell Gefahr eines Crashs
Bestimmte Anlageklassen oft an gewisse Zyklen gebunden

Was für ETF Ausführungen gibt es?

Für Exchange Traded Funds gibt es verschiedene Ausführungen, welche Ihr Investment maßgeblich beeinflussen können. Die wichtigste Regel ist es, bevor man in ETFs investiert, sich genau über das Produkt zu informieren. In den nachfolgenden Beschreibungen zeige ich mehrere verschiedenen Arten.

Physischer Fund: 

Dieser ETF kauft direkt physische Aktien von der Börse und bildet so direkt einen Aktienindex oder ein gestreutes Portfolio nach.

ETF Physische Abbildung Grafik

Synthetische Replikation (Swap ETF): 

Hier wird ein beliebiges Portfolio erstellt und mit einer fremden Gegenpartei getauscht. Die Gesellschaft muss die Rendite aus dem Portfolio aufbringen und erhält dadurch die Rendite des Aktienindex. (Achtung: Hier besteht ein Kontrahendenrisiko)

Ausschüttende ETFs: 

Hier werden die Dividenden der Aktienunternehmen an alle Investoren ausgeschüttet.

Thesaurisierte ETFs: 

Die Dividenden werden automatisch in den ETF reinvistiert. So steigt der Wert zusätzlich.

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Auf was bezieht sich der Indexfonds?

Indexfonds beziehen sich stets auf eine Auflistung von stark performenden Unternehmen. Hier sind die drei wichtigsten Indizes, in welche ETFs investieren.

MSCI World

MSCI-Logo

Der MSCI World Index listet insgesamt mehr als 1.600 Unternehmen aus 23 Staaten auf. Dabei rücken speziell die industriell geprägten Länder in den Mittelpunkt. Die Bewertung erfolgt nach der Marktkapitalisierung im Streubesitz, also dem Preis je Aktie multipliziert mit der Anzahl der von Kleinanlegern gehaltenen Aktien.

Schwellenländer sind generell nicht Teil des Index. Sie können daher auf keine MSCI World ETFs mit Bezug auf Südafrika oder Brasilien setzen. Dafür könnte man sich aber für Fonds mit Europa- oder Japanspezialisierung entscheiden.

S&P 500

s&p 500

Der S&P 500 Index wird von Standard & Poor herausgegeben und listet die 500 stärksten Unternehmen an den amerikanischen Börsen NYSE, NASDAQ und NYSE Amex auf. Das Ranking folgt ganz klassisch der Marktkapitalisierung im Streubesitz.

Der Fokus beim S&P 500 liegt mit mehr als 75 Prozent ganz klar auf der US-Wirtschaft. Wenn Sie also bei einer Fondsgesellschaft einen S&P 500 ETF einkaufen, wird die Anlage zu einem Großteil Anteile amerikanischer Firmen beinhalten. Da diese im Vergleich zu Konzernen aus anderen Ländern aber eine sehr hohe Marktkapitalisierung aufweisen, erzielen Sie mit dieser Anlageklasse durchaus hohe Gewinne.

DAX 40

Dax Logo

Im DAX Index befinden sich ausschließlich Werte, die an der Deutschen Börse in Frankfurt gezeichnet sind. Sie werden in einem DAX-ETF also überwiegend Firmen wie Daimler, Bayer, Zalando, adidas und SAP finden. Durch die Fokussierung auf Deutschland ist das Wachstum wesentlich stärker von der Wirtschaftslage abhängig.

Gibt es bestimmte Exportprobleme oder Einschränkungen bei Gaslieferungen, lahmt der Fortschritt im ganzen Land und Index sowie Fonds stehen für einen Moment still. Nichtsdestotrotz kann ein DAX-ETF auf Dauer mit viel Erfolg an der Börse gehandelt werden.

Noch höhere Streuung: Vergleiche der Anlageklassen ETF und ETF auf ETFs

Während ein klassischer ETF Fonds einen Index direkt abbildet, sind gestreute ETFs etwas breiter angelegt. Hier können z. B. auch andere Anlageklassen wie Rohstoffe und Anleihen hinzukommen. Ein Sonderfall sind die ETFs auf ETFs. Diese Fonds beinhalten einfach nur andere ETFs und bewirken somit eine extrem hohe Streuung. Das kann aber deutliche Nachteile mit sich ziehen, da es eher selten vorkommt, dass alle Märkte auf einmal wachsen. Somit wird die Rendite im schlimmsten Fall abgebremst.

So melden Sie sich für den Vermögensaufbau beim Broker an

Um sich bei einem Broker anzumelden, gehen Sie zunächst auf dessen Internetseite und wählen im Menü die Option „Konto einrichten“. Nun können Sie Ihren Namen und Ihre E-Mail zusammen mit einem Passwort angeben.

anmelden_etoro

Im nächsten Schritt erhalten Sie eine E-Mail, in der sich ein Link zur Bestätigung Ihres Kontos befindet. Dieser führt Sie zurück auf die Website, wo Ihnen nun einige Fragen gestellt werden.

Erfahrungen angeben und Konto verifizieren

Der Broker muss aufgrund der aktuellen Gesetze sicherstellen, dass Sie sich gut im Trading auskennen. Daher wird man Informationen zu Ihrem Wissensstand und Ihren Erfahrungen einholen. In einem Quiz stellen Sie Ihre Kenntnisse unter Beweis und werden bei positiven Ergebnissen zugelassen.

Verifiziertes Aktienkonto bei Etoro
Verifiziertes Aktienkonto bei Etoro

Weiterhin muss das Konto verifiziert werden. Geben Sie dazu Infos zu Ihrem Wohnsitz an und bestätigen Sie diesen über das Upload relevanter Dokumente. Zugelassen werden u. a. der Personalausweis und der Führerschein.

Eventuell Steuernummer im Land Ihres Wohnsitzes angeben

Viele Broker kooperieren direkt mit den Finanzbehörden im Inland. Egal, ob Bank oder Tradingplattform – alle müssen automatisch ab Quelle 25 Prozent der Gewinne eines Traders an das Finanzamt weiterleiten. Später können Sie sich Teile dieser Kapitalertragssteuer über die Trading Steuererklärung zurückholen.

eToro Steuer-ID verifizieren
Geben Sie bei eToro Ihre Steuernummer an

Geld auf das Konto aufladen

Bevor Sie nun in einen Fonds investieren können, müssen Sie zunächst Geld auf Ihr Konto laden. Das ist einfach über Methoden wie Kreditkarte, Bank-Transfer, PayPal, Apple Pay & Co. möglich. Je nach Anbieter können die Optionen variieren.

Dasselbe gilt für die verlangte Mindesteinlage. IG.com stellt hier z. B. keine Forderung und ermöglicht es Ihnen, sogar nur einen Euro zu überweisen. Bei eToro liegt das Limit aktuell bei etwa 50 US-Dollar und bei Capital.com bei 20 Euro. Sie können das ETF Portfolio auch per mobilen App verwalten

Anlagestrategie ausbauen und ETFs über die Tools analysieren

Beschäftigen Sie sich eingehend mit der Strategie zu Ihrer Anlage und überlegen Sie, in welchem Verhältnis Sie ETFs und Aktien in Ihrem Portfolio benötigen. Auch ist es wichtig zu wissen, mit welchem Ziel Sie Ihr Geld über die Website investieren. Wollen Sie kurzfristig Gewinne einfahren oder ist es der Plan, langfristig ein passives Vermögen aufzubauen?

MSCI-iShares - Statistiken (Chart-Zeiten in UTC)
Sehen Sie bei eToro die Statistiken zu verschiedenen ETFs ein

Wie bei Aktien helfen Ihnen bei den ETFs die Charts und die fundamentalen Zahlen. Begriffe wie TER (Gesamtkostenrate) und NAV (Wert des einzelnen Assets ähnlich zum Gewinn je Aktie) sind besonders relevant für die Kaufentscheidung.

ETF kaufen und im Depot ablegen

Nun ist es an der Zeit, den ETF in das Portfolio aufzunehmen. Sie öffnen die Website des ETF Brokers, loggen sich in Ihr Konto ein und öffnen das Profil des Fonds. Sie klicken nun auf „Kaufen“ oder „Traden“ und begegnen der Frage, wie viele Anteile Sie nun einkaufen möchten.

Kaufen Sie bei eToro ETFs ein

Entscheiden Sie sich hier für eine bestimmte Anzahl, um komplette, echte ETFs in das Portfolio zu legen. Innerhalb weniger Sekunden wird der Fonds, so die Börse, an der dieser gehandelt wird geöffnet ist, in Ihr Depot gelegt.

Alternativ lassen sich auch Preise wählen, die deutlich unter dem Kurs des ETFs liegen. Dann erhalten Sie allerdings nur einen CFD, der sich auf den Fonds bezieht. Sie schließen hierbei einen Kontrakt mit dem Broker über die Replikation der Kurse ab. Vorteilhaft ist, dass Sie mit wesentlich weniger Geld einsteigen können. Auf der anderen Seite ist das Risiko teils höher, vor allen Dingen dann, wenn Sie zu einem Hebel greifen.

(Ihr Kapital ist gefährdet. Es fallen andere Gebühren an. Weitere Informationen finden Sie unter etoro.com/trading/fees.)

Lassen Sie den ETF über viele Jahre wachsen und profitieren Sie langfristig

Anders als bei Aktien werden Sie die ETF Anlage nicht nach einem Jahr wieder verkaufen. Allein die schwachen Steigerungsraten lassen ein solches Vorgehen kaum zu. Im Vergleich zu anderen Anlageklassen denken Sie mit einem ETF langfristig und lassen ihn über fünf Jahre und mehr im Depot liegen.

Erst danach schauen Sie sich das Wachstum an und prüfen, ob es sich insbesondere in Bezug auf die Inflation bewährt hat. Benötigen Sie nun die gewonnene Summe z. B. zur Altersvorsorge oder für eine wichtige Anschaffung, leiten Sie den Verkauf ein.

Das geht genauso schnell und einfach wie der Erwerb. Innerhalb kurzer Zeit wird Ihnen die Summe gutgeschrieben und Sie können diese von Ihrem Depot auf das Konto bei der Bank abheben.

Mit welchen Gebühren muss ich bei einem Indexfonds rechnen?

Bei einem börsengehandelten Fonds gibt es immer eine Gesamtkostenquote, über welche die Verwaltung finanziert wird. Da der ETF aber meist nicht aktiv gemanagt wird, fallen die Kosten dafür sehr gering aus. 0,20 bis 0,35 Prozent sind bei den meisten Anbietern der Standard.

Daneben müssen Sie aber auch Gebühren bei der Bank oder dem ETF Broker einplanen. Die meisten Broker verzichten mittlerweile auf Provision und Depotführungskosten. Dafür kann es sein, dass man pauschal eine Abgabe je Abhebung entrichtet. Hinzu kommt der Aktien Spread oder ETF Spead, also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis.

Wenn der ETF Spread über einem Euro liegt, sollte man hellhörig werden und eventuell über das Geschäftsmodell der Website nachdenken. Mein Tipp: Suchen Sie sich immer einen seriösen, preisgünstigen Broker aus und lesen Sie sich die Details zum Anbieter durch, bevor Sie im Begriff dazu sind, sich dort anzumelden.

Unabhängig vom Broker fallen folgende Kosten bei einem ETF an:

  • Indexgebühren
  • Managementkosten, sofern aktiv gemanagt
  • Orderprovision
  • Transaktionskosten
  • 25 % Versteuerung + eventuell Soli Abschlag

Mein Tipp: ETFs ohne Kommissionen auf professionellen Plattformen handeln:

ETF Broker:
Bewertung:
Regulierung:
Märkte & Spreads:
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Meine Tipps für das Trading mit einem ETF Sparplan

Beim ETF Trading stoßen die meisten Anfänger immer wieder auf die gleichen Probleme. Als erfahrener Händler gebe ich Ihnen hier die wichtigsten Tipps, um die passende Fondsgesellschaft zu finden und mit den ETFs das Vermögen zu vermehren.

1. Unbedingt einen günstigen und seriösen Broker wählen:

Durch den elektronischen Börsenhandel benötigt man einen Online-Broker, um in ETFs zu investieren. Online Broker gibt es im Internet sehr viele, umso schwerer ist es die richtige Auswahl zu treffen, da es gravierende Unterschiede gibt.

Ich empfehle es unbedingt, einen Anbieter mit europäischer Regulierung zu nutzen, da man als Trader einen direkten Ansprechpartner hat. Solche Broker sind in der Regel vertrauenswürdig und stellen Ihnen alle wichtigen Informationen zum Traden bereit. Zudem kooperieren sie mit dem deutschen Fiskus, so dass Sie sich nicht selbst um die Abführung der Steuern kümmern müssen.

Zusätzlich sollte man die Gebühren pro Trade vergleichen. Viele Unternehmen verzichten mittlerweile komplett auf die Kosten für Depotführung und Orders, was Sie unbedingt nutzen sollten. Hierzu gehören bspw. eToro, Capital.com, IG.com und Markets.com. Umso weniger Nebenkosten Sie haben, desto besser lässt sich das Vermögen investieren. Sie müssen mit der Rendite nicht erst über eine bestimmte Gebührengrenze kommen, um mit dem ETF Gewinn zu erzielen.

2. Gehebelte ETFs für höheren Gewinn und Verlust nutzen

ETFs können auch kurzfristig gehandelt werden. Bei dieser Anlagestrategie spricht man entweder von Leverage ETFS oder ETFs als CFDs. Leverage ETFs sind sogenannte gehebelte Finanzprodukte. Die bedeutet: Sie benötigen weniger Kapital, um einen großen Gewinn zu machen. Bei einem DAX ETF mit einem Hebel von 1:2 schwankt der Fonds doppelt so stark wie der DAX. Sie machen also bei einem Wachstum mehr Gewinn.

Eine weitere Möglichkeit ist es einen ETF per CFD mit einem noch höheren Hebel zu traden. Hierbei wird direkt in einen CFD (Differenzkontrakt) investiert, der den Exchange Traded Fund genau abbildet. Je höher der Hebel ist, desto höher werden Gewinn und Risiko. Wie das ETF Trading mit Hebel funktioniert, habe ich Ihnen in einem separaten Artikel ausführlich erklärt.

Ein Wort zum Risiko ist an dieser Stelle aber unbedingt notwendig. Sie müssen sich bewusst machen, dass ein Hebel immer auch in das Minus hineinwirkt. Wenn Sie also einen Verlust machen, ist dieser ebenso größer und Sie könnten sich verschulden. Im Falle von ETF-CFDs mit Hebel gibt es immerhin ein niedrigeres Risiko, dass es mit dem Finanzprodukt nach unten geht. Dennoch sollten Sie sich diesen Hinweis genau zu Gemüte führen und mit entsprechender Vorsicht investieren.

3. Unbedingt auf aktiv gemanagte Fonds verzichten und Geld sparen

Auf dem Markt gibt es sowohl gemanagte als auch nicht aktiv gemanagte Fonds. Bei einem passiven Produkt werden die Inhalte, also die Aktien, über einen vorher festgelegten Algorithmus ausgetauscht. Die künstliche Intelligenz hat hier einen kühlen, rationalen Blick auf die Börse und kann den aktuellen Stand der Kurse besser einschätzen. Andererseits gibt es hier kein menschliches Korrektiv, wenn eventuelle Fehler auftreten.

Der große Vorteil daran, eine Fondsgesellschaft zu wählen, die ihre ETFs automatisch und passiv verwaltet ist, dass hier die Gesamtkostenrate TER wesentlich niedriger ist. Sie müssen also nicht für den Lohn des Fondsmanagers aufkommen. Die TER liegt im Schnitt lediglich bei 0,35 bis 0,45 Prozent.

Vorteile Nicht aktiv gemanagter Fonds
Nachteile Nicht gemanagter Fonds
Niedrigere Kosten
Kein Korrektiv durch menschliche Manager
Algorithmus behält kühlen Kopf
Sie sind für den Ausstieg aus dem Trade selbst verantwortlich

4. Nicht alles auf eine Branche oder ein Land setzen

Sich auf ein bestimmtes Land oder eine Branche zu spezialisieren, kann viele Vorteile haben. Insbesondere sind die Renditen hier potenziell höher, da sie nicht von weniger starken Segmenten heruntergezogen werden.

Andererseits steigt mit höherer Spezialisierung auch das Risiko. Die Diversifikation ist dann kleiner und im Falle einer branchen- oder länderspezifischen Krise, werden Sie unweigerlich ins Minus gehen. Daher rate ich Ihnen dazu, auch bei den ETFs nicht alles auf eine Karte zu setzen.

Die Nutzung spezialisierter ETFs ist grundsätzlich legitim und nichts Schlechtes. Sie sollte aber von anderen Finanzprodukten wie Gesamtmarkt-ETFs, sicheren Anleihen und eventuell einem gut strukturierten Aktienportfolio flankiert werden

5. Fondsvergleich anstellen: Welche Fondsgesellschaft ist die beste?

Stellen Sie vor Ihrem Investment Vergleiche an, was die Fondsgesellschaft betrifft. Nicht jede macht Ihnen ein gutes, faires Angebot. Bei den bekanntesten Marken wie iShares, Amundi, DWS, VanEck, Lyxor und Xtrackers können Sie aber mit guten Konditionen rechnen. Alle diese ETFs sind im Übrigen über namhaften Broker wie eToro, IG.com und Capital.com verfügbar.

Mein Fazit zu ETFs (Exchange Traded Funds)

Unterm Strich kann man sagen, dass ETFs eine gute Alternative zu einem von Hand diversifizierten Portfolio sind. Durch die automatisierte Verwaltung und die algorithmische Auswahl der Aktien entsteht eine bessere Performance, die aufs Ganze gesehen sicherer ist.

Im Vergleich zu Aktien sind die ETFs wesentlich risikoärmer, wachsen aber auch deutlich langsamer. Auf lange Sicht gesehen, machen Sie bei einem hohen Investment aber einen stattlichen Gewinn. ETFs sollten dabei in erster Linie für Geldanlagen genutzt werden, die über mindestens fünf Jahre oder mehr laufen.

Selbst dann, wenn Sie sich sicher am Aktienmarkt bewegen und gerne mit einzelnen Wertpapieren spekulieren, sind die ETFs eigentlich unverzichtbar. Sie bilden eine Basis für Ihren dauerhaften Vermögensaufbau, den Sie dann mit risikoreicheren Investments flankieren können.

Zusammengefasst sind ETFs also:

  • Fonds, die sich auf einen Index beziehen und automatisiert verwaltet werden
  • Fonds, die frei an der Börse gehandelt werden
  • Fonds, die risikoarm sind und stabil wachsen
  • Vermögensanlagen, mit denen man über mehrere Jahre hinweg Gewinn macht
  • eine gute Basis für Ihren Vermögensaufbau

(Ihr Kapital ist gefährdet. Es fallen andere Gebühren an. Weitere Informationen finden Sie unter etoro.com/trading/fees.)

Welcher ETF für Anfänger?

Anfängern kann man stets zu einem ETF raten, der sich auf den Gesamtmarkt bezieht. Alle großen Fondsgesellschaften bieten solche Pakete, die entweder den S&P 500 oder den MSCI World replizieren. Dadurch ist ein stetes Wachstum bei geringem Risiko gegeben.

Sind ETFs besser als Aktien?

ETFs sind zunächst einmal risikoärmer als Aktien. Dafür ist allerdings das durchaus garantierte Wachstum deutlich flacher als bei einzelnen Wertpapieren. Wer auf Dauer investieren möchte, sollte ETFs unbedingt im Portfolio haben. Für kurzfristigen Erfolg ist ein gut analysiertes Aktienportfolio besser.

Sind ETFs besser als Sparen?

Mit einem ETF erzeugen Sie eine deutlich höhere Rendite als beim Sparen auf dem Bankkonto. Während Sie bei der Bank keine Zinsen bekommen und Ihr Vermögen durch die Inflation aufgefressen wird, können Sie mit einem guten ETF die Preisverteuerung über fünf bis zehn Jahre hinweg ausgleichen.

Sind ETFs sicher?

Im Vergleich zu Aktien sind die ETFs wesentlich sicherer. Die Pakete sind stark diversifiziert und Sie müssen sich keine Mühe machen, das Vermögen selbst aufzusplittern. Angesichts des flachen Wachstums sollte man aber bei ETFs auf lange Sicht planen.

Wie funktioniert ein ETF?

Bei einem ETF werden verschiedene Aktien – bis zu 100 Positionen und mehr – zusammengefasst und automatisiert über einen Algorithmus im Rhythmus von meist drei Monaten ausgetauscht. Dadurch befinden sich immer die Aktien mit der stärksten Performance im Paket. Das Wachstum ist somit konstant, das Risiko niedrig und die Kosten erweisen sich als extrem gering.

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Zuletzt geupdated am 12/08/2022 von Andre Witzel