Was sind ETFs? – Erklärung für Anfänger

Auf dieser Seite erkläre ich Ihnen, wie ETFs (Exchange Traded Funds) funktionieren und welche verschiedenen Ausführungen es gibt. ETFs sind ein eher neues Finanzinstrument, das zahlreiche Vorteile im Gegensatz zu bekannten Anlagenformen hat.

Definition: Was sind ETFs?

Als ETFs bezeichnet man börsengehandelte Indexfonds, welche nicht aktiv gemanagt werden. Sie bilden einen Aktienindex oder unterschiedliche Portfolios von Aktien, Staatsanleihen und mehr ab. ETFs besitzen eine eigene Wertpapiernummer und können durch geringe Kosten und große Risikostreuung überzeugen.

Verschaffen Sie sich einen großen Überblick in den nachfolgenden Texten über das spannende und neue Thema. ETFs bieten exzellente Chancen für private Anleger, haben aber auch verschiedene Risiken.

(Quelle: https://www.finanzfluss.de/blog/etf-sparplan-fuer-anfaenger/)

✓ VORTEILE
✘ NACHTEILE
Keine Zwischenhändler (Direkter Zugriff)
Wird nicht aktiv gemanaged
Günstige Gebühren (0,1 – 0,6% Verwaltungsgebühr)
Höhere Gebühren als einzelne Aktien zu kaufen
Kein Ausgabenaufschlag
Emittentenrisiko
Das Risiko kann durch eine hohe Streuung sehr gering sein
Zinsrisiko
Eine hohe Streuung des Portfolios ist günstig
Flexible Anlagemöglichkeit

Eigenschaften von einem ETF (Exchange Traded Fund)

Das Finanzinstrument Exchange Traded Fund zeichnet sich durch bestimmte Merkmale aus, die den Handel des Finanzinstruments von anderen unterscheidet. Unter anderem ist ein ETF besonders für Beginner im Trading beliebt, da die Abbildung des Index in der Kursentwicklung vergleichsweise stabiler ist als bei klassischen Fonds. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bei einem ETF in einen gesamten Markt investiert wird. Kursschwankungen von einzelnen Marktteilnehmern wirken sich dementsprechend nur marginal auf den Kurs aus. Die Risiken eines Ausfalls sind bei einem ETF daher als niedrig zu bewerten und sind daher eine beliebte Anlageklasse unter Privatanlegern und Beginnern, die eine langfristige Strategie verfolgen. 

ETFs zeichnen sich weiterhin dadurch aus, dass sie passive Finanzinstrumente sind. Das bedeutet, dass Anleger entweder einmalig oder in Form eines Sparplans in den Index investieren, den der ETF abbildet. Erst nach Jahren wird der ETF wieder verkauft. Das bedeutet zum einen, dass Schwankungen über die Jahre mitgenommen werden und sich so die Rendite langfristig aufbaut. Zum anderen bedeutet dies, dass die Anleger nicht aktiv traden müssen. Einmal investieren genügt bereits. Aus diesem Grund ist ein ETF eine beliebte Wahlmöglichkeit, um die eigene Altersvorsorge aufzubauen. 

Der ETF ist somit auch ein sehr flexibles Finanzinstrument, welches an die eigenen Lebensumstände anzupassen ist. Anleger binden sich somit nicht über Jahre an die Anlage, sondern können Käufe und Verkäufe beliebig tätigen. Viel Geld benötigt man für die Investition in einen ETF im Übrigen nicht. ETFs zählen zu den kostengünstigen Anlageklassen. Bereits mit einem Sparplan von 25 Euro im Monat lohnt sich eine Investition in einen ETF dank des Zinseszinses. Hier gilt: Je früher mit dem ETF Trading begonnen wird, desto höher fällt die potenzielle Rendite aus und das auch bei geringem Kapitaleinsatz. 

Wir halten also fest: Diese Merkmale charakterisieren einen ETF: 

  • Passives Handelsinstrument 
  • Stabile Kurse, kaum Volatilität an den Märkten 
  • Risiko ist relativ gering 
  • Flexibles Trading möglich 
  • Geringer Kapitaleinsatz 

Was für ETF Ausführungen gibt es?

Für Exchange Traded Funds gibt es verschiedene Ausführungen, welche Ihr Investment maßgeblich beeinflussen können. Die wichtigste Regel ist es, bevor man in ETFs investiert, sich genau über das Produkt zu informieren. In den nachfolgenden Beschreibungen zeige ich mehrere verschiedenen Arten.

Physischer Fund: 

Dieser ETF kauft direkt physische Aktien von der Börse und bildet so direkt einen Aktienindex oder ein gestreutes Portfolio nach.

Synthetische Replikation (Swap ETF): 

Hier wird ein beliebiges Portfolio erstellt und mit einer fremden Gegenpartei getauscht. Die Gesellschaft muss die Rendite aus dem Portfolio aufbringen und erhält dadurch die Rendite des Aktienindex. (Achtung: Hier besteht ein Kontrahendenrisiko)

Ausschüttende ETFs: 

Hier werden die Dividenden der Aktienunternehmen an alle Investoren ausgeschüttet.

Thesaurisierte ETFs: 

Die Dividenden werden automatisch in den ETF reinvistiert. So steigt der Wert zusätzlich.

ETF Physische Abbildung Grafik

Die physische Abbildung ist am meisten verbreitet bei Anlegern. Bildquelle: https://www.finanzfluss.de/

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ETF Kategorien im Überblick:

Bei der Wahl eines ETFs sind sich Anleger oftmals nicht sicher, welcher ETF die richtige Investition ist. Da ein ETF ein langfristiges Investment darstellt und entsprechend auch in die Zukunft investiert wird, sollten Anleger auch in die ETFs investieren, die ihrer Meinung nach zukunftsfähig sind. Es macht also Sinn die eigenen ETFs an die eigenen Werte anzupassen. Folgende Kategorien sind gute Hilfestellungen:

  • Anlageklasse: ETFs gibt es als Aktien, Anleihen oder aber auch Rohstoffe. Je nachdem in welcher Anlageklasse der ETF gehandelt wird, unterscheidet sich auch die eigene Strategie. Die meisten Anleger wählen Aktien ETFs, da diese leichter zu verstehen sind.
  • Markt: ETFs bilden unterschiedliche Märkte ab. Es ist sowohl möglich einen ETF nach Standort zu wählen als auch in eine bestimmte Branche zu investieren. Die wirtschaftliche Innovationskraft sollte bei der Entscheidung im Vordergrund stehen. Wenn Sie beispielsweise an die Innovationskraft des asiatischen Marktes glauben, sollten Sie auch in diesen investieren. Glauben Sie hingegen, dass Wasserstoff der Energiestoff der Zukunft ist, ergibt es Sinn in die Branche zu investieren.
  • Werte: Ihre Investition können Sie auch als Wirtschaftskraft ansehen. Es ist daher ratsam in einen ETF zu investieren, dessen Anforderungen Sie auch unterstützen. Innerhalb eines ETFs müssen alle Unternehmen die Voraussetzungen erfüllen, um in dem ETF gelistet zu werden. Wenn Sie also an einen der 12 Megatrend vom Zukunftsinstitut glauben oder einen Beitrag zum Klimaschutz leisten möchten, lohnt es sich in einen Megatrend oder Nachhaltigkeits-ETF zu investieren. Gleiches gilt für FinTech Unternehmen und andere strategische Ausrichtungen des eigenen Portfolios.

Exchange Traded Funds bieten eine hohe Risikostreuung

In einem ETF stecken manchmal über 1000 Aktien oder andere Werte. So ermöglicht es der Fund schon mit kleinem Kapital eine große Risikostreuung zu betreiben. Was früher nur durch den Erwerb von vielen verschiedenen Finanzprodukten möglich war, ist heutzutage Verfügbar nur durch ein Finanzprodukt!

Aktienindexfund: 

Dieser ETF bildet direkt einen Aktienindex nach (Dax30, S&P500 und weitere). Alle enthaltenen Aktien des Index werden gekauft und dann als ETF sozusagen verkauft. Es ist eine genaue Abbildung des ETFs möglich.

Gestreuter ETF: 

Dieser Exchange Traded Fund besteht aus beliebig verschiedenen Aktien oder anderen Vermögenswerten (Rohstoffen, Staatsanleihen oder weitere). Die Gesellschaft investiert zum Beispiel in ein bestimmtes Wirtschaftsgebiet oder anderweitige Gebiete.

ETF auf ETF: 

Eine weitere und noch höhere Streuung hat ein Exchange Traded Fund, welcher in andere Exchange Traded Funds investiert. Eine viel zu große Streeung kann aber auch Nachteile haben, da nicht alle Märkte gleichzeitig steigen werden.

Wichtige Kennzahlen von ETFs

Bei jedem ETF können sie viele Informationen in den Kennzahlen lesen.

Wie hoch ist das Risiko bei ETFs einzuschätzen?

Da ETFs manuell und nicht zum Beispiel von einem Fondmanager verwaltet werden, gibt es günstigere Kosten und Gebühren für Investoren. Dies kann aber auch zu einem Nachteil werden, denn der Investor muss in der Regel selbst eingreifen, um sich vor Verlusten zu schützen (Beispiel Wirtschaftscrash).

Durch die hohe Streuung durch Aktien oder andere Vermögenswerte ist das Risiko natürlich wesentlich geringer als bei einem Einzelinvest in einen bestimmten Wert. Solle ein Vermögenswert extreme Verluste verzeichnen, wird es nicht so stark in das Gewicht des Portfolios fallen.

Bei Investitionen in ausländische Exchange Traded Funds kann es allerdings zu Währungsschwankungen kommen, da der ETF in einer fremden Währung erworben wird. Macht der ausländische Fund zum Beispiel 10 % Gewinn und die eigene Währung sind im Wert von 10 %, gehen Sie mit einem Ergebnis von +/-0 heraus.

Das sind die Risiken bei einer Investition in ETFS:

  • ETFs werden automatisch gemanagt. Ein Fondsmanager greift nicht bei hohen Verlusten ein. Sie müssen also Selbstverantwortung übernehmen oder ein Verlustlimit einbauen
  • Durch eine hohe Streuung ist das Risiko viel kleiner als bei einzelnen Investments
  • Bei ausländischen ETFs kann es zu Währungsrisiken kommen
  • Aufgrund der langfristigen Anlage unterliegt das Investment auch immer einem Zinsrisiko
ETF Risikostreuung minimiert das Anlagerisiko

Bildquelle: https://www.finanzfluss.de/

Meine Tipps für das ETF Trading:

Beim ETF Trading stoßen die meisten Anfänger immer wieder auf die gleichen Probleme. Als erfahrener Händler gebe ich Ihnen meine 2 wichtigsten Tipps mit. Damit können Sie Ihre Profite erhöhen!

1. Unbedingt einen günstigen und seriösen Broker wählen:

Durch den elektronischen Börsenhandel benötigt man einen Online-Broker, um in ETFs zu investieren. Online Broker gibt es im Internet sehr viele, umso schwerer ist es die richtige Auswahl zu treffen, da es gravierende Unterschiede gibt.

Ich empfehle es unbedingt einen Anbieter mit deutscher Regulierung und Kundenstandort zu wählen, da man als Trader einen direkten Ansprechpartner hat. Alle in Deutschland regulierten Broker sind in der Regel vertrauenswürdig.

Zusätzlich sollte man die Gebühren pro Trade vergleichen. Einer der empfohlenen Anbieter (XTB) bietet zum Beispiel Zugriff auf über 16 internationale Börsen weltweit.

Unabhängig vom Broker fallen folgende Kosten bei einem ETF an:

  • Indexgebühren
  • Managementkosten, sofern aktiv gemanagt
  • Orderprovision
  • Transaktionskosten
  • 25 % Versteuerung + Soli Abschlag

Meine Meinung zu ETFs

Insgesamt sind für mich ETFs eine der risikoärmsten Anlagen weltweit. Durch eine hohe Streuung wird das Risiko auf viele verschiedene Vermögenswerte übertragen.

2. Gehebelte ETFs für höheren Gewinn und Verlust nutzen

ETFs können auch kurzfristig gehandelt werden. Bei dieser Anlagestrategie spricht man entweder von Leverage ETFS oder ETFs als CFDs. Leverage ETFs sind sogenannte gehebelte Finanzprodukte. Die bedeutet: Sie benötigen weniger Kapital, um einen großen Gewinn oder Verlust zu machen. Bei einem DAX ETF mit einem Hebel von 1:2 schwankt der Fund doppelt so stark als der Dax.

 Der Dax macht 2% Gewinn und Ihr Leverage ETF mit einem Hebel von 1:2 macht sozusagen 4% Gewinn.

Eine weitere Möglichkeit ist es einen ETF per CFD mit einem noch höheren Hebel zu traden. Hierbei wird direkt in einen CFD (Differenzkontrakt) investiert, der den Exchange Traded Fund genau abbildet. Je höher der Hebel ist, desto höher wird das Risiko und der mögliche Gewinn. Wie das ETF Trading mit Hebel funktioniert, habe ich Ihnen in einem separaten Artikel ausführlich erklärt.

Mein Fazit zu den Exchange Traded Funds:

Auf dieser Seite sollten Sie gelernt haben, was ein ETF ist und welche Ausführungen es gibt. Ich habe Ihnen einen vielfältigen Einblick für die Investmentmöglichkeiten gegeben.

Insgesamt halte ich ETFs für eine gute und risikoärmere Alternative zu bekannten Investmentmethoden. Jedoch sollte man sich vorher über den Fund ausreichenden informieren. Sie sollten sich sicher sein in welches Gebiet Sie investieren möchten.

Es ist eine neue Art ein breit gefächertes Portfolio aufzustellen. Mit dem richtigen Investment lassen sich sogar die bekannten Aktienindizes outperformen.

(Risikohinweis: 67% der Konten verlieren Geld)

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