Wasserstoff-ETFs 2021 kaufen: Welcher ist der beste?

Der Trend zur Nachhaltigkeit ist in vielen Bereichen klar erkennbar. Dazu gehört auch saubere Energie, die ein wichtiges Element in den meisten Klimastrategien darstellt. Sowohl die Energiewende als auch staatliche Förderungen stellen die Weichen für den Ausbau des sogenannten grünen Wasserstoffs und zeigen, dass es sich bei Wasserstoff um eine zukunftsträchtige Branche handelt, die das Potenzial hat, die Hauptquelle der Energieversorgung zu werden.

Anwendungsbereiche Wasserstoff

Neben Wasserstoff Aktien, die bereits seit geraumer Zeit gehandelt werden können, gibt es seit Anfang des Jahres 2021 den ersten offiziellen Wasserstoff-ETF. Damit haben auch Anleger die Chance gezielt in eine wegweisende Branche zu investieren und von diesem Trend zu profitieren. Doch welche Chancen bietet Wasserstoff für die Zukunft, welche Möglichkeiten zur Anlage gibt es und hat das Ganze auch Nachteile? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert der folgende Bericht.

Mit einem Wasserstoff ETF in die Zukunft investieren

Dass es sich bei Wasserstoff um ein wegweisendes Thema handelt, dessen Bedeutung in den kommenden Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit weiterwächst, ist bekannt. Und auch, dass Wasserstoff ETFs eine interessante Anlageoption darstellen, wissen wir bereits. Doch was sind Wasserstoff-ETFs überhaupt und was ist der Unterschied zu Aktien in diesem Bereich?

Was sind Wasserstoff-ETFs?

Die Abkürzung ETF steht für Exchange Traded Funds. Dabei handelt es sich nicht um aktive Fonds, die von einem Fondsmanager verwaltet werden, sondern um passive Fonds. Diese besehen aus mehreren unterschiedlichen, zur Branche gehörenden Aktien, einem sogenannten Index. Dessen Zusammensetzung orientiert sich an einem bestimmten Vergleichsindex und hat den Zweck, die Wertentwicklung des Index so genau wie nur möglich abzubilden.

Wasserstoff ETFs beinhalten dementsprechend Aktien aus dem Bereich Wasserstoff und spiegeln die Wertentwicklung der gesamten Branche wider. Steigt der Wert bzw. die Bedeutung von Wasserstoff oder Technologien, die mit Wasserstoff zu tun haben, kann man dies an einem steigenden Kurs des jeweiligen Wasserstoff ETFs erkennen.

Diese wichtigen Wasserstoff ETFs gibt es aktuell

Wasserstoff-Aktien gewinnen zunehmend an Beliebtheit und haben besonders in den letzten Jahren eine positive Entwicklung gemacht, was mit hoher Wahrscheinlichkeit der wachsenden Bedeutung der E-Mobilität und Brennstoffzellen zu verdanken ist.

Da Wasserstoff auf dem Aktienmarkt viel weniger verbreitet ist als andere Energiequellen, sollten sich Interessenten zunächst am E-Mobilität Wasserstoff Index orientieren. Er setzt insbesondere auf Aktien aus den Bereichen Mobilität sowie erneuerbare Energien, wobei nur Unternehmen in den Index aufgenommen werden, welche schon mit Wasserstoff-Mobilität und Energie zu tun hatten. Dazu gehören unter anderem Wasserstoff-Aktien wie Air Liquide S.A., Ballard Power Inc., Plug Power Inc. und PowerCell Sweden AB. In den vergangenen drei Jahren hat der E-Mobilität Wasserstoff Index einen Wertzuwachs in Höhe von etwa 50 Prozent erlebt.

Allerdings sind die Investitionsmöglichkeiten in reine Wasserstoff-Aktien leider noch sehr begrenzt. Dementsprechend gibt es auch nur eine geringe Anzahl an reinen Wasserstoff-Aktien-ETFs. Anleger in Deutschland haben derzeit die Wahl zwischen zwei verschiedenen ETFs: dem VanEck Vectors Hydrogen Economy UCITS ETF und dem L&G Hydrogen Economy UCITS ETF. Im Folgenden werden beide näher betrachtet und weitere alternative Investitionsmöglichkeiten aufgezeigt.

  1. Vaneck Vectors Hydrogen Economy UCITS ETF
  2. L&G Hydrogen Economy UCITS ETF

1. VanEck Vectors Hydrogen Economy UCITS ETF

Vaneck Logo

Seit März 2021 haben Anleger die Möglichkeit in den VanEck Vectors Hydrogen Economy UCITS ETF zu investieren. Dabei handelt es sich um einen thesaurierenden ETF, das heißt die Dividende wird nicht ausgeschüttet. Stattdessen werden Dividenden sowie Zinsen in den ETF reinvestiert. Die Total Expense Ratio – kurz TER – liegt bei 0,55 Prozent. Diese Kennzahl beschreibt die Gesamtkostenquote bzw. die laufenden Kosten und gibt an, welche Kosten bei einem Investmentfonds pro Jahr anfallen. Im Vergleich zu anderen ETFs ist das Fondsvolumen von diesem Wasserstoff-Aktien ETF mit 20 Millionen Euro eher im unteren Bereich. Folgender Übersicht sind die größten Positionen des VanEck Vector Hydrogen Economy UCITS ETFs zu entnehmen:

WKN/ISIN:
Kurs in € (Stand: 10.09.2021):
Jahres-Trend (Stand: 10.09.2021):
Markt-Kapitalisierung:
Ballard Power Inc.
WKN: A0RENB
ISIN: CA0585861085
13,29
+13,10%
3,952 Mrd.
Linde plc
WKN: A2DSYC
ISIN: IE00BZ12WP82
264,95
+25,94%
136,1 Mrd.
Air Products & Chemicals Inc.
WKN:  854912 ISIN: US0091581068
226,00
-8,05%
50,04 Mrd.
Mitsubishi Chemical Holdings
WKN: A0F6CH ISIN: JP3897700005
7,70
+32,46
11,11 Mrd.
Air Liquide S.A.
WKN: 850133
ISIN: FR0000120073
149,70
+6,76&
70,92 Mrd.
Plug Power Inc.
WKN: A1JA81
ISIN: US72919P2020
21,30
+111%
12,28 Mrd.
Nel ASA
WKN: A0B733
ISIN: NO0010081235
1,40
-31,87%
2,04 Mrd.
Fuelcell Energy Inc.
WKN: A2PKHA ISIN: US35952H6018
4,91
+165%
1,588 Mrd.
Bloom Energy Corp.
WKN: A2JQTG ISIN: US0937121079
16,95
+49,85%
2,979 Mrd.
Nikola Corp.
WKN: A2P4A9 ISIN: US6541101050
8,34
-73,65%
3,341 Mrd.

Stellt man den VanEck Vectors Hydrogen Economy UCITS ETF und den L&G Hydrogen Economy UCITS ETF gegenüber, fällt folgendes auf: Der erstgenannte ETF beinhaltet zum größten Teil Unternehmen, welche stark in der Gewinnung von Wasserstoff bzw. in der Herstellung von Brennstoffzellen beteiligt sind. Hier liegt also der Fokus auf der reinen Wasserstoff-Branche. Dementsprechend entscheidet die weitere Entwicklung von Wasserstoff über die Wertentwicklung des ETFs. Etwa 37 Prozent der hier enthaltenen Aktien kommen aus den USA. Der Rest stammt aus Kanada, Großbritannien und der EU. Im Mittelpunkt stehen dabei mit 65 Prozent eindeutig Aktien aus dem Industriesektor.

Sehen Sie den aktuellen Chart des VanEck Hydrogen ETF:

2. L&G Hydrogen Economy UCITS ETF

L&G - Legal and General Investment Management

Nur einen Monat vor dem VanEck ETF wurde der L&G Hydrogen Economy UCITS ETF im Februar 2021 für Investoren aufgelegt. Dieser spiegelt die Wertentwicklung des Solactive Hydrogen Economy Index wider, wobei der Fokus auf folgenden Themen liegt:

  • Wasserstoff- und Elektrolysehersteller
  • Brennstoffzellenhersteller
  • Gas-Spezialisten
  • Schwertransporte (d.h. Wasserstoff-Lösungen für Busse und LKW)
  • Anbieter von Brennstoffzellenkomponenten

Der L&G Hydrogen Economy UCITS ETF enthält 28 Werte, von denen die Hälfte Unternehmen mit großer Marktkapitalisierung sind. Dazu gehören unter anderem Daimler, Siemens wie auch Linde. Die weiteren 14 Werte sind kleine und mittelständische Unternehmen, die eine vielversprechende Zukunft vor sich haben. Folgende Übersicht zeigt einige der Positionen, die sich hinter diesem Wasserstoff-ETF verbergen:

WKN/ISIN:
Kurs in € (Stand: 10.09.2021):
Jahres-Trend (Stand 10.09.2021):
Markt-Kapitalisierung:
Linde plc
WKN: A2DSYC
ISIN: IE00BZ12WP82
264,95
+25,94%
136,1 Mrd.
Kolon Industries Inc.
WKN: A0RN7K ISIN: KR7120110002
66,79
+158,1%
1,98 Mrd.
Chemours Corp.
WKN: A14RPH
ISIN: US1638511089
26,68
+54,64%
4,418 Mrd.
Daimler
WKN: 710000 ISIN: DE0007100000
68,61
+51,13%
73,28 Mrd.
Air Products & Chemicals Inc.
WKN:  854912 ISIN: US0091581068
226,00
-8,05%
50,04 Mrd.
Johnson Matthey PLC
WKN A2ABB6 ISIN: GB00BZ4BQC70
33,20
+18,59%
6,399 Mrd.
Cummins Inc.
WKN: 853121 ISIN: US2310211063
196,60
+12,82%
28,32 Mrd.
Air Liquide S.A.
WKN: 850133
ISIN: FR0000120073
149,70
+6,76&
70,92 Mrd.
Siemens AG
WKN: 723610 ISIN: DE0007236101
143,50
+24,56%
114,5 Mrd.
Uniper SE
WKN: UNSE01 ISIN: DE000UNSE018
35,68
+34,33%
13,04 Mrd.

Ebenso wie der VanEck Vectors Hydrogen Economy UCITS ETF, ist auch dieser Wasserstoff-Aktien ETF thesaurierend und anfallende Dividenden sowie Zinsen werden erneut investiert. Die TER beträgt hier 0,49 Prozent und das Fondsvolumen liegt bei 301 Millionen Euro, was um ein Vielfaches höher ist als beim VanEck ETF. Die Gewichtung zwischen Aktien aus der Eurozone und aus den USA ist sehr gleichmäßig. Beide Länder sind mit jeweils knapp 20 Prozent im ETF vertreten. Der Industriesektor ist mit 39 Prozent enthalten.

Dadurch, dass der L&G Hydrogen Economy UCITS ETF seinen Fokus nicht ausschließlich auf Unternehmen legt, die sich direkt mit der Herstellung von Wasserstoff oder Brennstoffzellen beschäftigen, ist die Wertentwicklung weniger schwankungsanfällig. In diesem ETF sind – neben reinen Wasserstoff-Aktien – auch eine Vielzahl an traditionellen Industriekonzernen, wie Daimler und Siemens oder Zulieferer wie Johnson Matthey und Cummins vertreten.

Hier sehen Sie den aktuellen Chart des L&G ETFs:

Diese Alternativen zum Wasserstoff ETF gibt es

Neben den beiden eben genannten Wasserstoff-Aktien ETFs haben Anleger jedoch auch weitere Möglichkeiten, in eine saubere Zukunft zu investieren. Eine interessante Alternative sind sogenannte Clean-Energy-ETFs. Dabei handelt es sich um ETFs im Bereich der erneuerbaren Energien, die ebenfalls Papiere von Wasserstoff-Aktien enthalten. Hier finden sich ETFs wie der Luxor New Energy UCITS ETF oder der iShares Global Clean Energy UCITS ETF. Mit dem Wasserstoff-Zertifikat von Morgan Stanley können Investoren seit Juli 2019 ihr Kapital außerdem exklusiv in Wasserstoff anlegen. Dieses Zertifikat hat einen Hebelfaktor von eins und weist attraktive Resultate auf. Allerdings ist Börseneinsteigern von Zertifikaten aufgrund des hohen Risikos abzuraten.

Mit Online-Broker in ein Wasserstoff ETF investieren

Für eine Investition in ein Wasserstoff-Aktien ETF sollten sich potenzielle Anleger an den Online-Broker ihres Vertrauens wenden. Bei der Auswahl eines Online-Brokers gilt es mehrere Kriterien zu beachten, damit Sie auf der sicheren Seite sind. Zum einen sollte dieser eine große Auswahl an besten Wertpapieren bieten, die auf dem Markt verfügbar sind. Zum anderen ist eine offizielle Regulierung durch eine unabhängige Finanzbehörde, genauso wie ein umfassendes Datenschutzkonzept von hoher Bedeutung und zeugt von Seriosität. Hilfreich sind zudem Charts und weitere Tools zur Analyse des Kurses und auch die Benutzerfreundlichkeit spielt eine wichtige Rolle.

ETF Handelsplattform

Im Vergleich zur Investition über die Bank, bringt die Kapitalanlage über den Online-Broker einige Vorteile mit sich, die in folgender Übersicht aufgezeigt werden:

Investition über den Online Broker:
Investition über die Bank:
Kauf und Verkauf in Echtzeit
Echtzeit-Handel nicht möglich
Handeln zum aktuellen Marktpreis
Werte i.d.R. nicht zum aktuellen Marktpreis erhältlich
Kosten sind vergleichsweise gering
Hohe Gebühren und Kosten
Umfassende Analysetools und Charts
Kaum Analysemöglichkeiten
Leerverkäufe möglich
Keine Leerverkäufe möglich
Schnelle und einfache Anmeldung
 
Große Auswahl an verschiedenen Anlagemöglichkeiten
 
Möglichkeit, erfolgreiche Trader zu kopieren
 

Wo kann man Wasserstoff-ETFs kaufen?

Sie haben Interesse an einer Investition in die Wasserstoff-Branche? Dann sollten Sie sich im Voraus über die verschiedenen Optionen zur Geldanlage informieren und sich entscheiden, in welches der beiden Wasserstoff-ETFs sie investieren wollen und wie hoch der Betrag des Sparplans sein soll. Anhand mehrerer Faktoren, die bereits oben dargelegt wurden, wählen Sie schließlich den passenden Anbieter für den Kauf des gewünschten Wasserstoff-ETFs. Dabei sollte allerdings auch auf das Angebot an handelbaren ETFs und Aktien geachtet werden. Da Wasserstoff-ETFs erst kürzlich auf dem Markt erschienen sind, werden sie noch nicht von jedem Online-Broker zum Handeln bereitgestellt. Zu den wenigen Anbietern gehört beispielsweise Scalable Capital, XTB oder Markets.com.

Die meisten ETF Handelsplattformen bieten eine große Auswahl von weiteren Assets wie zum Beispiel Aktien, Kryptowährungen, Devisen oder auch CFDs. Sämtliche Funktionen und Tools sind sowohl auf dem Desktop als auch mobil über das Smartphone oder Tablet nutzbar. Mit dem Preisalarm und Push-Nachrichten sind sie zudem immer auf neuesten Stand. Die Handelszeiten sind von 8:00 – 22:00 Uhr. Orders, die außerhalb dieser Zeiten getätigt werden, platziert der Online Broker automatisch bei Börseneröffnung. Im Vergleich zum klassischen kauf über die Bank sind die Gebühren deutlich niedriger. So bleibt mehr Spielraum, flexibler zu handeln und mithilfe von Analysen andere Investoren zu kopieren. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, die Kurse in Echtzeit zu verfolgen und dementsprechend zum aktuellen Marktpreis zu kaufen bzw. verkaufen.

Während bislang noch nicht jeder Online-Broker Wasserstoff-ETFs anbietet, gibt es kaum einen Anbieter, der keine Aktien in diesem Bereich zur Verfügung stellt. Im Gegensatz zum ETF ist der Markt der Aktien in der Wasserstoff-Branche weitaus größer, wodurch Anleger hier aus einem breiteren Angebot wählen können. Zu den vielversprechendsten Aktien gehören unter anderem:

  • Plug Power Inc. mit einem Wertzuwachs von 111% in einem Jahr
  • Fuelcell Energy Inc. mit einem Wertzuwachs von 165% in einem Jahr
  • Kolon Industries Inc. mit einem Wertzuwachs von 158% in einem Jahr

Welche Kosten fallen beim Handel mit einem Online Broker an?

Im Vergleich zu anderen Online-Brokern, die einen bestimmten Mindestbetrag zur Anlage in Sparplänen festlegen, ermöglicht Scalable Capital die Investition in Sparpläne bereits ab 1 Euro. Ein- und Auszahlungen gestalten sich sehr einfach. Mit lediglich zwei Klicks können Sie Geld zwischen Girokonto und Wertpapierdepot transferieren. Dies ist sicher per SEPA-Lastschrift und -Überweisung möglich. Scalable Capital bietet beispielsweise drei verschiedene Modelle an: Den Free Broker, den Prime Broker und den Prime Broker Flex. Je nachdem auf welches dieser Modelle die Wahl fällt, unterscheiden sich die Konditionen.

Folgende Übersicht zeigt einen Vergleich der drei Modelle (Gebühren können zu anderen Brokern abweichen):

Free Broker:
Prime Broker:
Prime Broker Flex:
Depotgebühren/Monat
0€
2,99€
4,99€
Ordergebühren
Sparpläne: 0€ Derivate: 0,99€ Aktien: 0,99€
Sparpläne: 0€ Derivate: 0€ Aktien: 0€
Sparpläne: 0€ Derivate: 0€ Aktien: 0€
Zahlungsweise
Pro Ausführung
Jährlich
Monatlich

In wenigen Schritten zur Investition in Ihr Wasserstoff ETF

Um in Ihr ausgewähltes Wasserstoff Aktien ETF zu investieren, ist es zunächst notwendig, ein entsprechendes Wertpapierdepot beim Online-Broker Ihrer Wahl zu eröffnen. Für die Registrierung geben Sie Ihre E-Mail-Adresse, Ihren Namen und weitere persönliche Informationen an. Die Anmeldung ist in nur wenigen Minuten abgeschlossen und wird im nächsten Schritt verifiziert. Dabei werden Sie in den meisten Fällen per Video-Telefonat kontaktiert, bei dem ein Mitarbeiter ihre Identität bestätigt. Dieser bittet Sie darum, bestimmte Dokumente und Ausweispapiere sichtbar in die Kamera zu halten. Auch dieser Schritt ist in nur wenigen Minuten erledigt und das Investieren kann losgehen.

Dafür ist eine Einzahlung von Geld auf das Konto notwendig. Überlegen Sie sich also vorher in welches Wertpapier bzw. Wasserstoff ETF investiert werden und wie hoch der Betrag sein soll. Je nachdem auf welchen Broker die Wahl fällt, unterscheiden sich Orderkosten und Gebühren. Bei Scalable Capital zum Beispiel ist die Anlage in ETFs gebührenfrei. Informieren Sie sich darüber vorab und behalten Sie, sobald Sie eine Investition getätigt haben, den aktuellen Kurs mithilfe von Charts und Analysetools im Blick.

5 Schritte zur erfolgreichen Anlage in ihr Wasserstoff ETF:

  • Wertpapierdepot beim Online-Broker der Wahl eröffnen
  • Identität mit Ausweispapieren verifizieren lassen
  • Geld per SEPA-Lastschrift oder -überweisung einzahlen
  • Kurs mithilfe von Charts und Analysetools im Blick behalten
  • Mit wenigen Klicks in Ihr Wasserstoff-ETF investieren

Was ist Wasserstoff?

Bei Wasserstoff handelt es sich um das am häufigsten im Universum vorkommende chemische Element. Es ist geruchlos, ungiftig und durch seine nahezu grenzenlose Verfügbarkeit, lässt es sich – im Gegensatz zu anderen Energieträgern, wie Erdöl oder Kohle, für deren Transport oftmals eine nicht unerhebliche Entfernung zurückgelegt werden muss – auch immer lokal gewinnen. Das unsichtbare Gas ist leichter als Luft und die Energieumwandlung zwei- bis dreimal effizienter als bei klassischen Motoren. So bietet es die Möglichkeit mit weniger Kraftstoff eine weitere Strecke zurückzulegen.

Anders als bei herkömmlichen Kraftstoffquellen, die CO2 oder andere schädliche Gase, wie Kohlenmonoxid ausstoßen, fällt beim Wasserstoff ausschließlich Wasser als Abfallprodukt an. Nicht nur diese Tatsache, sondern auch die umweltfreundliche Gewinnung machen Wasserstoff zu einem der wichtigsten Energieträger der Zukunft. Doch wie wird dieses Gas eigentlich gewonnen und wie kann daraus Strom erzeugt werden?

Wasserstoff Grafik

Gewinnung von Wasserstoff und Erzeugung von Strom

Wasserstoff wird in verschiedenen Branchen erfolgreich eingesetzt. Da dieser Stoff allerdings nicht in der dafür benötigten Form in der Natur zu finden ist, muss er zunächst mithilfe eines Prozesses gewonnen werden. Um Wasserstoff in Gaszustand zu erhalten, gibt es mehr als nur eine Methode. Dazu gehören unter anderem folgende:

  • Dampfreformierung
  • Elektrolyse
  • Partielle Oxidation

Der wohl am meisten verbreitete Prozess in Europa ist die Dampfreformierung. Dabei werden Kohlenwasserstoffe in zwei Schritten vom Wasserstoff getrennt. Zuerst werden die Kohlenwasserstoffe bei circa 450 bis 500 Grad Celsius, hohem Druck und unter Zugabe von Wasserdampf, aufgespalten. Als Resultat erhält man Methan, Wasserstoff sowie Kohlenmonoxid. Um zum Schluss lediglich das reine Wasserstoff zu gewinnen, werden sowohl Methan als auch Kohlenmonoxid im nächsten Schritt umgesetzt bzw. herausgefiltert.

Ein weiterer effizienter Prozess zur Gewinnung von Wasserstoff ist die Elektrolyse. Hier wird Strom durch Wasser geleitet, was eine Redoxreaktion erzwingt. Dadurch wird Wasserstoff als Gas freigesetzt und die gewünschte Form ist erreicht. Um diesen Prozess noch umweltfreundlicher zu gestalten, wird gern auch Strom aus erneuerbaren Energiequellen für die Gewinnung genutzt. Die Elektrolyse hat zum einen den Vorteil, dass der Prozess mit geringen Kosten verbunden ist. Zum anderen wird dabei im Gegensatz zu anderen Methoden weder CO2 noch andere Schadstoffe freigesetzt.

Die Partielle Oxidation hingegen weist als Nebenprodukt auch Kohlenstoffmonoxid auf. Für dieses Verfahren wird Erdgas bzw. ein schwerer Kohlenwasserstoff wie Heizöl mit Sauerstoff versetzt. Dabei wird oftmals Wasser zugegeben, damit die Rußbildung sich in Grenzen hält. In Ländern mit reichem Kohlevorkommen – darunter China oder Südafrika – kann diese Methode auch mit Kohle umgesetzt werden. Diese wird zermahlen und mit Wasser zu einer sogenannten Suspension vermischt.

Es gibt also verschiedene Möglichkeiten aus unterschiedlichen Ausgangsstoffen, Wasserstoff zu gewinnen. Das entstandene Gas kann nun weiterverarbeitet und in Strom umgewandelt werden. Dafür wird lediglich eine Brennstoffzelle benötigt. Die Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff erzeugt Energie und als Nebenerzeugnis entstehen keine schädlichen Gase oder ähnliches, sondern nur Wasser. Durch diese Energie wird schließlich der Elektromotor versorgt, der das Fahrzeug vorantreibt. Die restliche Energie, die der Motor in dem Moment nicht benötigt, wird in einer Batterie gespeichert und kann zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden.

Diese Chancen bietet Wasserstoff für die Zukunft

Nicht nur in der Energiebranche gehört Wasserstoff zu den Hoffnungsträgern. Der Fortschritt der Technologie und das Interesse daran, ein umweltfreundliches Fahrzeug zu entwickeln, das ausschließlich Wasserdampf als Nebenprodukt aufweist, macht Wasserstoff auch in der Automobilbranche attraktiv. So können Emissionen im Gegensatz zur Nutzung von fossilen Energieträgern drastisch reduziert werden. Das unscheinbare Gas gilt als mögliche Lösung für die Energieversorgung der Zukunft und auch Anleger können von dem zukunftsträchtigen Trend profitieren.

Herkömmliche regenerative Energiequellen wie Solar- oder Windenergie finden vor allem in der Stromerzeugung und im Transportwesen Einsatz. Wasserstoff hingegen kann darüber hinaus auch zur Dekarbonisierung von folgenden Bereichen beitragen:

  • Luftfahrt
  • Schifffahrt
  • Schwerindustrie wie zum Beispiel die Stahl- oder Zementindustrie

Insbesondere in letztgenanntem Bereich könnte Wasserstoff in Zukunft von hoher Bedeutung sein, da nicht bedenkenlos auf batteriebasierte Technologien umgestiegen werden kann und Wasserstoff eine solide Basis bietet. Dazu kommt der Vorteil, dass sich der durch Wasserstoff erzeugte Strom leicht speichern und transportieren lässt. Somit gehört Wasserstoff zu den wichtigsten Energieträgern der Zukunft.

Auch von der Politik wird Wasserstoff zunehmend unterstützt. So wurde unter anderem die Nationale Wasserstoffstrategie verabschiedet, die das Ziel hat, bis 2030 in Deutschland Erzeugungsanlagen von bis zu fünf Gigawatt Gesamtleistung zu errichten. Ein weiteres Ziel, das sowohl die Bundesregierung als auch die Europäische Kommission verfolgen, ist die Abwendung Europas von Kohle, Gas sowie Öl bis zum Jahr 2050. Damit dies gelingt, ist der Ausbau der Wasserstoff-Technologie ein wichtiger Schritt.

Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) soll sich die Produktion von Wasserstoff auf der ganzen Welt in diesem Jahrzehnt mehr als verhundertfachen. Dieses Wissen kann Anlegern einen entscheidenden Vorteil verschaffen. Sowohl Wasserstoff Aktien als auch ein Wasserstoff-ETF kann ein rentables Geschäft sein. Allerdings investiert man mit einem ETF nicht nur in ein einzelnes Unternehmen, sondern gleich in die gesamte Wasserstoff-Branche, was weniger schwankungsanfällig und mit geringerem Risiko verbunden ist.

Bei der Umwandlung von Wasser in Wasserstoff spielt vor allem die Solarindustrie eine besondere Rolle. Was zuvor nur mit einem hohen Bedarf an Energie und fossilen Brennstoffen durchgeführt werden konnte, wird dank der Solarchemie zunehmend durch erneuerbare Energien bewältigt. Das macht die Gewinnung von Wasserstoff umweltfreundlicher. Wichtig sind darüber hinaus auch Betreiber von Wasserstoff-Tankstellen, die für die notwendige Infrastruktur zum Vertrieb von Wasserstoff sorgen.

Vor- und Nachteile bei der Anlage in ein Wasserstoff ETF

Obwohl Wasserstoff bereits seit mehreren Jahrzehnten hergestellt und das Thema somit nichts Neues ist, lässt sich in jüngster Zeit ein deutlicher Trend erkennen. Es handelt sich um eine zukunftsträchtige Technologie und auch auf dem Aktienmarkt macht sich diese Tendenz bemerkbar. Bereits heute sieht man Unternehmen im Bereich Wasserstoff, deren Aktien sehr hohe Wachstumsraten – teilweise im mehrfachen 1000-Prozent-Bereich – aufweisen. Dazu gehören unter anderem Ballard Power Systems und ITM Power. Mit diesem hohen Wachstum übertreffen sie sogar die Aktien von E-Autos wie Tesla oder Aktien für klassische regenerative Energien. Und auch in den künftigen Jahren soll sich der Umsatz vervielfachen.

Das macht Wasserstoff-Aktien für Daytrader und weitere Anleger attraktiv. Aber auch ein Wasserstoff Aktien ETF kann für Investoren erfolgversprechend sein. So bietet ein Wasserstoff Aktien ETF Anlegern nicht nur kurz- und mittelfristig, sondern auch langfristig überdurchschnittlich hohe Renditen. Eine Investition in Wasserstoff ist derzeit relativ preiswert, während die Wachstumsraten äußerst vielversprechend sind. Staatliche Förderungen in hohen Summen sorgen zudem für Zuversicht, dass es sich in diesem Gebiet lohnt, zu investieren. Ein Wasserstoff-ETF erlaubt es Anlegern breit gestreut in das Wachstum der gesamten Branche zu investieren, wobei sie gleichzeitig einen starken Fokus auf das spezielle Thema haben.

Doch neben den zahlreichen Vorteilen gibt es auch einige Nachteile, die zu erwähnen sind. Dazu gehören insbesondere technische Hürden, die überwunden werden müssen. Denn neben der hohen Energiedichte von Wasserstoff, besitzt das Gas auch ein ausgesprochen hohes Volumen, wodurch für die Lagerung sehr viel Platz beansprucht wird. Um dieses Problem zu beheben, muss der Wasserstoff verflüssigt und mittels Druckspeicherung gelagert werden. Das bedeutet wiederum einen hohen Energieaufwand. Um die Vorteile, die Wasserstoff mit sich bringt, in Zukunft vermehrt zu nutzen, sollte die Technologie nicht nur effektiver, sondern auch kostengünstiger gestaltet werden. Ein weiterer Nachteil sind die hohen Kosten, die bei der Herstellung wasserstoff-betriebener Fahrzeuge anfallen. Im Vergleich dazu ist die Produktion von E-Autos kostengünstiger. Aus diesem Grund setzen die meisten Autohersteller aktuell eher auf die E-Mobilität statt auf Wasserstoff.

Dennoch wird das Anlagethema aktuell hoch gehandelt und zieht somit auch Spekulanten an, was bedeuten könnte, dass viele Wasserstoff Aktien überbewertet sind und die Gefahr einer Aktien-Blase besteht. Dazu kommt, dass bisher nur eine begrenzte Anzahl an handelbaren Werten in diesem Bereich zur Verfügung steht. Dementsprechend gibt es in Deutschland auch lediglich zwei Wasserstoff-ETFs auf dem Markt. Da beide erst im Jahr 2021 aufgelegt wurden, gibt es dafür kaum historische Daten oder Analysen zur Performance.

Diese Vor- und Nachteile hat ein Wasserstoff ETF:

Vorteile:
Nachteile:
Investition in eine zukunftsweisende Technologie
Autohersteller setzen aktuelle eher auf E-Mobilität
Hohe Renditen
Anlagethema zieht Spekulanten an
Anlage aktuell preiswert
Gefahr einer Aktien-Blase
Wachstumsraten vielversprechend
Begrenzte Anzahl handelbarer Werte

Fazit: Wasserstoff ETFs sind eine gute Investition in die Zukunft

Grundsätzlich sind Geldanlagen in Wertpapiere und ETFs eine sinnvolle Investition in die Zukunft. Während Aktien ein höheres Risiko darstellen, ist man als Anleger mit einem ETF noch eher auf der sicheren Seite. Trotz einiger technischer Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, ist Wasserstoff ein vielversprechender Energieträger. Zwar stehen derzeit nur zwei reine Wasserstoff-ETFs zur Verfügung, jedoch ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich das Angebot erweitert.

Mit dem aktuell günstigen Preis und attraktiven Wachstumsraten, bietet ein Wasserstoff Aktien ETF chancenreiche Aussichten für Anleger. Daher ist nicht nur bei Daytradern, sondern auch bei Langzeitanlegern das Interesse an der Wasserstoff-Branche groß. Dabei ist allerdings nicht zu vergessen, dass es auch hier, wie bei jeder Investition, ein gewisses Risiko gibt. So sollten Sie die Kurs-Entwicklungen jederzeit im Blick behalten, da die Gefahr einer Aktien-Blase besteht.

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