ETF Sparplan

Die besten ETF Sparpläne im Vergleich

Von klein auf wird uns erklärt, dass wir nicht unser ganzes Geld ausgeben sollten, sondern auch etwas sparen. Indem ein Teil des Einkommens zur Seite gelegt wird, bleibt immer etwas für schlechte Zeiten übrig. Lange Zeit war dafür ein Sparbuch das A und O. Doch Aktien, Fonds und weitere Investitionsmöglichkeiten gewinnen in den letzten Jahren immer mehr an Beliebtheit. Insbesondere aufgrund der Negativzinsen auf Sparbuch-Guthaben, stellt die Geldanlage in Aktien- oder Fonds-Sparpläne eine weitaus attraktivere Alternative dar. Auch in solchen können Anleger mittlerweile kleine Beträge, wie zum Beispiel 10 Euro pro Monat, ansparen und langfristig Vermögen aufbauen.

Vier Stapel aus Münzen, aus denen Pflanzen wachsen. Daneben ein Glas voll Münzen, aus dem auch eine Pflanze wächst.

Doch was ist ein Fonds-Sparplan bzw. ETF Sparplan eigentlich, welches sind die besten ETF Fonds und ist ein Sparplan überhaupt sinnvoll? Diese und weitere Fragen werden im folgenden Artikel gründlich beantwortet.

Was ist ein ETF-Sparplan? Kurz erklärt

Die Abkürzung ETF steht für Exchange Traded Funds. Dabei handelt es sich um passive Fonds, die im Gegensatz zu aktiven Fonds, nicht von einem Fondsmanager verwaltet werden. Stattdessen werden sie fortlaufend an einer Börse gehandelt. ETF sind auch bekannt als Indexfonds, da sie das Ziel haben, einen bestimmten Aktienindex so genau wie möglich abzubilden. Ein solcher Index besteht immer aus mehreren Aktien, die zur entsprechenden Branche gehören.

Die Zusammensetzung des ETFs orientiert sich dabei an einem bestimmten Vergleichsindex. Dementsprechend hängt die Wertentwicklung des ETFs von der Entwicklung des Index ab, d.h. steigt der Wert des Index, steigt automatisch auch der Wert des Indexfonds. Anstelle von einmaligen Investitionen in ein bestimmtes ETF, bietet sich vor allem für den langfristigen Vermögensaufbau ein ETF-Sparplan an. Damit werden regelmäßige Anteile von ETFs gekauft und der Anleger kann schon mit kleinen Beträgen jeden Monat am Handel teilnehmen. Diese Investition kann unter anderem der Altersvorsorge oder aber als renditestarke Geldanlage dienen. Ein ETF-Sparplan eignet sich darüber hinaus hervorragend für Anfänger, die sich an die Börse herantasten möchten.

Bevor allerdings ein Depot beim ETF Broker eröffnet und die ersten Investitionen getätigt werden, stellt sich dem Investor eine wichtige Frage: In welches ETF sollte ich investieren? Die Wahl des richtigen ETFs ist essenziell für den Erfolg des Sparplans. Bei der Vielzahl an verschiedenen Anlagemöglichkeiten fällt es allerdings alles andere als einfach einen Überblick zu bekommen und sich für den passenden ETF zu entscheiden. Daher bietet der folgende Abschnitt eine Übersicht über die besten ETF Sparpläne sowie ein ETF Sparplan Vergleich.

Die besten ETF Sparpläne aktuell

Heutzutage ist es möglich in nahezu jede Branche, jede Region und jeden Bereich zu investieren. Die Fülle an Möglichkeiten macht es schwer, sich für eine Option zu entscheiden. Da die Wahl des ETFs den Erfolg des Sparplans beeinflusst, sollte sie gut durchdacht sein und auf die persönlichen Präferenzen abgestimmt werden. So kann beispielsweise in eine spezifische Branche, wie die Energiebranche investiert werden, aber auch in eine bestimmte Region, zum Beispiel Deutschland. Wer allerdings auf Nummer Sicher gehen möchte und das Ziel einer langfristgien Geldanlage verfolgt, sollte ein ETF wählen, das Aktien aus verschiedenen Branchen und Ländern aus aller Welt beinhaltet.

Person, die eine Glaskugel mit Weltkarte darauf in den Händen hält.

Der große ETF Vergleich: Welche Indexfonds sind die besten?

Insbesondere für Einsteiger werden breit gestreute ETFs empfohlen, da diese weniger schwankungsanfällig und riskant sind als Fonds spezifischer Branchen oder einzelner Länder. Doch bei der großen Auswahl an verschiedenen Optionen fällt die Wahl nicht leicht. Welche Kriterien und Eigenschaften müssen beachtet werden, um sich für den richtigen ETF Sparplan zu entscheiden? Wichtig ist unter anderem die Total Expense Ratio, kurz TER. Diese gibt die Kosten an, welche bei einem Investmentfonds pro Jahr zusätzlich zum Ausgabeaufschlag anfallen und sollten dementsprechend möglichst niedrig sein.

Auch ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung ist die Gewinnverwendung, das heißt, ob der jeweilige ETF ausschüttend oder thesaurierend ist. Während ein ausschüttender ETF, wie der Name bereits verrät, die Dividenden und Zinsen regelmäßig ausschüttet, werden diese bei einem thesaurierenden ETF hingegen direkt reinvestiert. Dadurch entsteht eine Art Zinseszinseffekt. Auf lange Sicht erzielen Investoren eines thesaurierenden ETFs eine höhere Rendite. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die chancenreichsten ETFs für Ihren Sparplan:

ETF:
ISIN/WKN:
Kurs in € (Stand: 15.09.2021):
Jahres-Trend (Stand: 15.09.2021):
TER (Gesamt-kosten-quote):
Gewinnver-wendung:
iShares Core MSCI World UCITS ETF
ISIN: IE00B4L5Y983
WKN: A0RPWH
72,86
32,25%
0,20%
Thesaurierend
Lyxor Core MSCI World (DR) UCITS ETF
ISIN: LU1781541179
WKN: LYX0YD
13,31
32,11%
0,12%
Thesaurierend
Amundi MSCI World UCITS ETF – EUR (C)
ISIN: LU1681043599
WKN: A2H59Q
401,16
31,99%
0,38%
Thesaurierend
Xtrackers MSCI AC World UCITS ETF 1C
ISIN: IE00BGHQ0G80
WKN: A1W8SB
29,59
30,59%
0,25%
Thesaurierend
Lyxor MSCI All Country World UCITS ETF – Acc. (EUR)
ISIN: LU1829220216
WKN: LYX00C
357,25
30,19%
0,45%
Thesaurierend
iShares MSCI ACWI UCITS ETF (Acc.)
ISIN: IE00B6R52259
WKN: A1JMDF
62,16
30,53%
0,20%
Thesaurierend
Xtrackers Stoxx Europe 600 UCITS ETF 1C
ISIN: LU0328475792
WKN: DBX1A7
106,04
29,60%
0,20%
Thesaurierend
Lyxor Core STOXX Europe 600 (DR) UCITS ETF
ISIN: LU0908500753
WKN: LYX0Q0
199,74
29,59%
0,07%
Thesaurierend
iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF (DE) EUR (Dist.)
ISIN: DE0002635307
WKN: 263530
46,22
26,28%
0,20%
Ausschüttend
Xtrackers Euro Stoxx 50 UCITS ETF 1C
ISIN: LU0380865021
WKN: DBX1ET
64,26
28,75%
0,09%
Thesaurierend
iShares Core EURO STOXX 50 UCITS ETF EUR (Acc.)
ISIN: IE00B53L3W79
WKN: A0YEDJ
140,68
28,66%
0,10%
Thesaurierend
iShares Core EURO STOXX 50 UCITS ETF EUR (Dist.)
ISIN: IE0008471009
WKN: 935927
42,35
26,14%
0,10%
Ausschüttend
iShares Core MSCI Europe UCITS ETF EUR (Acc.)
ISIN: IE00B4K48X80
WKN: A0RPWG
64,79
29,14%
0,12%
Thesaurierend
iShares Core MSCI Europe UCITS ETF EUR (Dist.)
ISIN: IE00B1YZSC51
WKN: A0MZWQ
28,55
26,28%
0,12%
Ausschüttend
Amundi Index MSCI Europe UCITS ETF DR – EUR (D)
ISIN: LU1737652310
WKN: A2H9QZ
58,89
26,44%
0,15%
Ausschüttend
iShares Core MSCI EMU UCITS ETF EUR (Acc.)
ISIN: IE00B53QG562
WKN: A0YEDX
148,66
30,68%
0,12%
Thesaurierend
Xtrackers MSCI EMU UCITS ETF 1D
ISIN: LU0846194776
WKN: DBX0GJ
48,08
28,50%
0,12%
Ausschüttend
Lyxor Core MSCI EMU (DR) UCITS ETF – Dist.
ISIN: LU1646360971
WKN: LYX0XB
57,38
27,78%
0,12%
Ausschüttend

Welches sind die besten Indizes?

Ein ETF bildet in der Regel einen bestimmten Index ab, d.h. die Zusammensetzung eines ETFs orientiert sich an diesem Index. Der in Deutschland wohl bekannteste Index ist der Deutsche Aktienindex, kurz DAX. Dieser umfasst 30 der größten deutschen Unternehmen aus verschiedenen Branchen. Dazu gehören unter anderem Konzerne wie BMW, adidas, die Deutsche Bank sowie Siemens Energy. Die Wahl einer solch spezifischen Anlageoption und somit die Konzentration auf Unternehmen aus lediglich einem Land steigern allerdings das Risiko. Stattdessen sollte die Zusammensetzung breit gestreut sein und Unternehmen aus verschiedenen Branchen und verschiedenen Regionen beinhalten. So gibt es weniger Schwankungen und die Rendite steigt Jahr für Jahr relativ gleichmäßig, was auf lange Sicht wünschenswert ist. Für den Vermögensaufbau sind vor allem Indizes geeignet, die nicht nur das Risiko besonders gut streuen, sondern gleichzeitig günstig sind. Dazu gehören unter anderem folgende:

  • MSCI World
  • MSCI All Countries World Index
  • STOXX Europe 600
  • Euro STOXX 50
  • MSCI Europe
  • MSCI EMU

Ein gutes Beispiel hierfür ist der MSCI World Index. Darin gelistet sind rund 1.600 Aktien aus mehr als 20 entwickelten Industrieländern, wobei etwa zwei Drittel der Unternehmen aus den USA stammen. Darunter findet man große Konzerne wie Apple, Microsoft, Amazon und Facebook. Länder wie China und Brasilien hingegen werden als Schwellenländer eingestuft, weshalb Unternehmen aus diesen Staaten nicht im Index vertreten sind. Allerdings wird die Zusammensetzung jedes Quartal geprüft, d.h. neue Unternehmen können aufsteigen, während andere ersetzt werden.

Eine interessante Alternative zum MSCI World ist der MSCI All Countries World Index (MSCI ACWI). Dieser internationale Aktienindex ist etwas breiter aufgestellt und beinhaltet etwa 3.000 Aktien großer und mittlerer Unternehmen aus aller Welt. Diese kommen nicht nur aus Industrieländern, wie den USA und Japan, sondern auch aus Schwellenländern. Um genau zu sei umfasst der MSCI ACWI 23 Industrieländer und 27 Schwellenländer. Dennoch liegt der Anteil der im Index vertretenen Schwellenländer nur bei rund 12 Prozent. Mit knapp 60 Prozent ist die USA mit Abstand am stärksten vertreten, gefolgt von Japan mit etwa 6 Prozent und China mit 4 Prozent. Der Index konzentriert sich besonders auf die Branchen der Informationstechnologie, der Finanzdienstleistungen sowie Nicht-Basiskonsumgüter.

MSCI-Logo

Der STOXX Europe 600 Index umfasst die größten Unternehmen aus 18 europäischen Ländern. Der Index ist nicht auf den Euroraum beschränkt und die Einstufung erfolgt nach Börsenwert. Gelistet sind überwiegend Firmen aus Großbritannien, der Schweiz, Frankreich, Deutschland sowie Schweden. Damit stellt der STOXX Europe 600 Index für Anleger eine attraktive Alternative zum MSCI World dar, mit der europaweit investiert werden kann.

Der Euro STOXX 50 Index wurde im Jahr 1998 eingeführt und ermöglicht es Investoren, ihr Kapital in Aktien der 50 größten, börsennotierten Unternehmen der Eurozone anzulegen. Dabei wird nach Streubesitz-Marktkapitalisierung gewichtet und man findet darin Unternehmen wie die Deutsche Post, Société Générale, Nokia und die BNP Paribas. Und auch die Streuung in verschiedene Branchen ist breit. Von der Automobilindustrie, über Nahrungsmittel und Getränke bis hin zu Öl und Gas ist nahezu jede Branche vertreten.

STOXX-Logo

Der MSCI Europe Index enthält rund 450 große und mittlere Unternehmen aus 15 Ländern in Europa, welche fast 85 Prozent des Gesamtmarktes repräsentieren. Kleine Unternehmen hingegen sind nicht gelistet. Der Index besteht überwiegend aus Firmen aus Großbritannien, Frankreich, der Schweiz sowie Deutschland. Dazu zählen beispielsweise Roche Holding Genuss, Unilever plc (GB) und Siemens.

Eine weitere Alternative für Anleger, die ihren auf Europa als Region setzen möchten, ist der MSCI EMU. Die Abkürzung EMU steht für European Economic and Monetary Union. Dieser Index beinhaltet rund 240 Aktien aus zehn Ländern des Euro-Währungsgebiets. Vertreten sind überwiegend Unternehmen aus den Niederlanden, Deutschland sowie Frankreich. Dazu gehören mitunter Schneider Electric, die ASML HLDG und SAP.

Beste ETF Sparpläne nach Indizes

Wie bereits erwähnt eignen sich Indizes einzelner Branchen oder Länder nicht als Grundlage für ein ETF Depot. Auf der Suche nach dem besten ETF-Sparplan, sollten Anleger hingegen lieber auf ETFs zurückgreifen, die eine breite Palette an unterschiedlichen Bereichen und Regionen umfasst. Dabei orientiert man sich am besten an einigen der vielversprechendsten Indizes, die im oberen Kapitel präsentiert wurden: der MSCI World, der MSCI All Countries World Index, der STOXX Europe 600 Index, der Euro STOXX 50 Index, MSCI Europe sowie MSCI EMU.

Drei ETFs, welche den MSCI World Index sehr gut abbilden sind folgende:

  • iShares Core MSCI World UCITS ETF
  • Lyxor Core MSCI World (DR) UCITS ETF
  • Amundi MSCI World UCITS ETF EUR (C)

Der iShares Core MSCI World UCITS ETF beinhaltet Positionen aus aller Welt und verschiedenen Branchen, orientiert am MSCI World Index. Einige der größten darin vertretenen Unternehmen, sind Apple, Tesla sowie Johnson & Johnson. Der Fond wurde im September 2009 aufgelegt und hat sein Domizil in Irland. Die Gewinnverwendung ist thesaurierend und die TER beträgt 0,20%. Der Wert des ETF hat sich im vergangenen Jahr um rund 33 Prozent erhöht und das Vermögen beträgt aktuell 37,5 Mrd. Euro.

Mit dem Lyxor Core MSCI World (DR) UCITS ETF investiert man, genauso wie mit dem iShares ETF, in einige der erfolgreichsten Aktien aus dem MSCI World Index.  Die Indexwährung ist US-Dollar und auch dieser ETF ist thesaurierend, d.h. erzielte Dividenden werden reinvestiert. Die Dividendenrendite beträgt 1,65 Prozent und die TER ist mit 0,12 Prozent vergleichsweise niedrig. Das Domizil dieses Fonds liegt in Luxemburg und das verwaltete Vermögen beträgt 1.201,5 Mio. Euro. Auch der Lyxor ETF hat in den letzten zwölf Monaten einen Wertzuwachs von knapp 33 Prozent erlebt.

Der Amundi MSCI World UCITS ETF EUR (C) wurde 2018 aufgelegt und ist somit einer der neusten Fonds in diesem ETF Vergleich. Dennoch kann er in Bezug auf die Wertentwicklung locker mithalten. Im letzten Jahr ist sein Wert nämlich um etwa 32,6 Prozent gestiegen. Der thesaurierende ETF mit Domizil in Luxemburg hat eine TER in Höhe von 0,38 Prozent, was vergleichsweise hoch ist. Das Fondsvolumen beträgt 1.805,96 Mio. Euro.

Logo von Amundi Asset Management

Diese drei ETFs bilden den MSCI All Countries World Index sehr gut ab:

  • Xtrackers MSCI AC World UCITS ETF 1C
  • Lyxor MSCI All Countries World UCITS ETF Acc. (EUR)
  • iShares MSCI ACWI UCITS ETF (Acc.)

Der Xtrackers MSCI AC World UCITS ETF 1C wurde im Jahr 2014 aufgelegt und das Fondsdomizil ist in Irland. Dabei handelt es sich um einen thesaurierenden ETF mit 30,59 Prozent Wertzuwachs in den vergangenen zwölf Monaten. Er verfügt über ein Fondsvermögen in Höhe von insgesamt 1.084 Mio. Euro und die TER liegt bei 0,25 Prozent.

Mit dem Lyxor MSCI All Country World UCITS ETF Acc. (EUR) investieren Anleger in einen thesaurierenden ETF, der 2011 aufgelegt wurde und sein Domizil in Luxemburg hat. Während die Fondsgröße bei 585 Mio. Euro liegt und der Wert im vergangenen Jahr um 30,19 Prozent gewachsen ist, beträgt die Gesamtkostenquote (TER) 0,45 Prozent.

Lyxor ETF Logo

Seit 2011 haben Anleger zudem die Möglichkeit ihr Kapital in den iShares MSCI ACWI UCITS ETF (Acc.) anzulegen. Seine Basis befindet sich in Irland und das Vermögen beträgt 2,698 Mrd. Euro. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,20 Prozent und ist somit niedriger als die der anderen ETF-Alternativen. Der ETF ist thesaurierend und reinvestiert dementsprechend anfallende Dividenden. Im letzten Jahr hat er einen Wertzuwachs in Höhe von 30,5 Prozent erlebt.

Sie sind auf der Suche nach einem ETF, der sich am STOXX Europe 600 Index orientiert? Dann eignen sich vor allem folgende Fonds:

  • Xtrackers STOXX Europe 600 UCITS ETF 1C
  • Lyxor Core STOXX Europe 600 (DR) UCITS ETF
  • iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF

Mit Sitz in Luxemburg wurde der Xtrackers STOXX Europe 600 UCITS ETF 1C im Januar 2009 aufgelegt. Er verfügt über eine Fondsgröße von 1.680 Mio. Euro und die TER liegt bei 0,20 Prozent pro Jahr. Die Gewinnverwendung ist thesaurierend und der Kurs hat sich seit einem Jahr um 29,6 Prozent nach oben entwickelt.

Beim Lyxor Core STOXX Europe 600 (DR) UCITS ETF handelt es sich ebenfalls um einen thesaurierenden ETF. Die Gesamtkostenquote liegt hier hingegen bei lediglich 0,07 Prozent jährlich. Der Fond wurde im April 2013 aufgelegt und das Fondsdomizil ist in Luxemburg. Auch hier hat sich der Wert um rund 29,6 Prozent erhöht.

Als einziges ETF mit Sitz bzw. Herkunft aus Deutschland ist der iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF eine weitere Option für einen Fond, der sich am STOXX Europe 600 Index orientiert. Er wurde bereits im Jahr 2004 aufgelegt. Seine Gesamtkostenquote liegt genau wie beim Xtrackers ETF bei 0,20 Prozent. Dieser ETF ist ausschüttend und seine Ausschüttungsrendite beträgt 1,85 Prozent. Der Kurs ist im zurückliegenden Jahr um etwa 26,3 Prozent gestiegen.

Diese drei ETFs orientieren sich am Euro STOXX 50 Index:

  • Xtrackers Euro STOXX 50 UCITS ETF 1C
  • iShares Core Euro STOXX 50 UCITS ETF (Acc.)
  • iShares Core Euro STOXX 50 UCITS ETF (Dist.)

Der Xtrackers Euro STOXX 50 UCITS ETF 1C ist ein thesaurierender ETF mit einer Fondsgröße von 4.932 Mio. Euro. Er wurde im August 2008 aufgelegt und hat sein Domizil in Luxemburg. Während die TER bei 0,09 Prozent liegt, hat sich der Kurswert im letzten Jahr um 28,75 Prozent erhöht.

Logo von DWS Xtrackers

Den iShares Core Euro STOXX 50 UCITS ETF gibt es sowohl als thesaurierenden als auch als ausschüttenden ETF. Je nachdem welche Gewinnverwendung Sie als Investor bevorzugen, haben Sie die Wahl zwischen beiden Alternativen. Das Ausschüttungsintervall ist quartalsweise, das heißt anfallende Erträge wie Dividenden und Kapitalausschüttungen werden alle drei Monate an den Investor ausgeschüttet. Während der ausschüttende Fond bereits im Jahr 2000 aufgelegt wurde, erschien der thesaurierende erst zehn Jahre später. In Bezug auf die Fondsgröße kann der jüngere ETF allerdings sehr gut mithalten und liegt mit 4.075 Mio. Euro nur knapp hinter dem ausschüttenden ETF mit 4.427 Mio. Euro. In Bezug auf die Wertentwicklung hat der thesaurierende ETF mit knapp 28,6 Prozent sogar die Nase vorn. Der ausschüttende ETF hat im letzten Jahr nur etwa 26,1 Prozent an Wert zugelegt. Beide verfügen über eine Gesamtkostenquote in Höhe von 0,10 Prozent.

Folgende ETFs richten sich nach der Zusammensetzung des MSCI Europe Index:

  • iShares Core MSCI Europe UCITS ETF EUR (Dist.)
  • iShares Core MSCI Europe UCITS ETF EUR (Acc.)
  • Amundi Index MSCI Europe UCITS ETF DR EUR (D)

Genauso wie den iShares Core Euro STOXX 50 ETF, gibt es auch den iShares Core MSCI Europe UCITS ETF EUR in zwei Varianten: ausschüttend und thesaurierend. Abhängig von den persönlichen Zielen und Präferenzen kann sich der Anleger also für die passende Alternative entscheiden. Anfallende Dividenden und Zinsen werden alle drei Monate an den Investor ausgezahlt. Der ausschüttende Fond wurde im Jahr 2007 aufgelegt und der thesaurierende folgte zwei Jahre darauf. Beide weisen eine TER von 0,12 Prozent auf und haben ihr Fondsdomizil in Irland. Dennoch unterscheidet sich die Fondsgröße erheblich. Während sie bei der ausschüttenden Option 6.501 Mio. Euro beträgt, liegt sie bei der thesaurierenden Variante lediglich bei 4.998 Mio., was dennoch eine beachtliche Summe ist. Dafür ist der Wertzuwachs des 2009 erschienenen ETFs mit rund 29,1 Prozent höher als das Wachstum der ausschüttenden Alternative mit etwa 26,3 Prozent.

Beim Amundi Index MSCI Europe UCITS ETF DR EUR (D) handelt es sich um einen ausschüttenden ETF mit einer Fondsgröße in Höhe von 158 Mio. Euro und Domizil in Luxemburg. Er wurde im Februar 2018 aufgelegt und ist somit noch relativ neu. Seine Gesamtkostenquote liegt bei 0,15 Prozent und ist somit etwas höher als die der iShares ETFs. Im vergangenen Jahr ist der Wert des ETFs um knapp 26,4 Prozent angestiegen. Das Ausschüttungsintervall ist jährlich. Somit werden anfallende Dividenden und Zinsen einmal im Jahr an den Anleger ausgeschüttet.

Bei diesen drei Optionen handelt es sich um ETFs nach dem MSCI EMU:

  • iShares Core MSCI EMU UCITS ETF EUR (Acc.)
  • Xtrackers MSCI EMU UCITS ETF 1D
  • Lyxor Core MSCI EMU (DR) UCITS ETF (Dist.)

Der iShares Core MSCI EMU UCITS ETF EUR (Acc.) ist ein thesaurierender ETF, in den Investoren seit Januar 2010 ihr Geld anlegen können. Sein Sitz ist in Irland und das Vermögen beträgt 4.109 Mio. Euro. Die TER ist mit 0,12 Prozent eher niedrig und der Wert hat sich im zurückliegenden Jahr um etwa 30,7 Prozent erhöht.

iShares-Logo

Mit dem Xtrackers MSCI EMU UCITS ETF 1D investieren Anleger in einen im November 2012 aufgelegten, ausschüttenden ETF mit Domizil in Luxemburg. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,12 Prozent pro Jahr und der Wert des ETFs hat in den vergangenen zwölf Monaten einen Zuwachs in Höhe von 28,5 Prozent erlebt. Der ETF verfügt über eine Fondsgröße von 1.770 Mio. Euro und das Ausschüttungsintervall ist jährlich.

Beim Lyxor Core MSCI EMU (DR) UCITS ETF (Dist.) handelt es sich um einen ausschüttenden ETF, welcher allerdings auch in einer weiteren Variante als thesaurierender ETF verfügbar ist. Der ausschüttende Fond hatte sein Handelsbeginn im August 2003 und sein Domizil in Luxemburg. Das Ausschüttungsintervall ist halbjährlich, das heißt, dass anfallende Dividenden und Zinsen jedes halbe Jahr ausgeschüttet werden. Seine TER beträgt ebenso – wie bei den beiden Alternativen – 0,12 Prozent und sein Wert ist um circa 27,8 Prozent gestiegen.

Bester ETF Sparplan – Welcher ist der richtige Sparplan für Sie?

Es gibt eine große Auswahl an verschiedenen Anlagemöglichkeiten für Investoren, die Interesse an einem ETF-Sparplan haben. Insbesondere für Anfänger ist es schwer einen Überblick zu erhalten. Der ETF Test oben gibt bereits Aufschluss darüber, welche Kriterien und Eigenschaften bei der Suche nach dem für Sie passenden ETF berücksichtigt werden sollten. Dazu gehören unter anderem die Gesamtkostenquote, die Gewinnverwendung wie auch die Wertentwicklung in vergangenen Jahren.

Um die Entscheidung zu erleichtern, sollte sich der Anleger im Voraus die Frage stellen, welches Anlageziel verfolgt wird. Soll das Kapital kurz- oder langfristig angelegt werden? So bieten sich für den langfristigen Vermögensaufbau insbesondere thesaurierende ETFs an, da diese im Vergleich zu ausschüttenden ETFs anfallende Erträge umgehend reinvestieren. Vorteilhaft sind zudem Fonds mit einer geringen Gesamtkostenquote, auch TER genannt. Je niedriger diese ist, desto geringer sind die Kosten pro Jahr. Ein ebenfalls wichtiger Faktor ist die Wertentwicklung in den vergangenen Jahren. Kurzfristige Wertsteigerungen oder -minderungen sagen meist wenig aus, da es sich bei einem ETF Sparplan in der Regel um ein langfristiges Investment handelt. Erfolg versprechen daher insbesondere ETFs, die über mehrere Jahre einen Wertzuwachs nachweisen können. Doch Vorsicht: Die Wertentwicklung ist zwar in den meisten Fällen eine gute Orientierung, allerdings keine Garantie für einen gleichbleibenden Anstieg in Zukunft.

Person vor einem Laptop, auf dem eine Chart zu sehen ist.

Bei der Wahl des zu den individuellen Vorstellungen passenden ETFs, sollten sich Anleger auch immer die Frage stellen, welchen Markt ihr Sparplan abbilden soll. Sie sollten vorab einen Anlagefokus bestimmen und entscheiden, in welche Anlageklassen, Märkte und Themen investiert werden soll. Zum Beispiel tragen Schwellenländer-ETFs einerseits ein höheres Risiko als Alternativen, welche Industrielänger abbilden. Andererseits bieten sie allerdings auch größere Renditechancen. Entscheidet sich der Investor für mehrere ETFs, hat er die Möglichkeit das Risiko zu streuen, indem er die verschiedenen Anlageklassen unterschiedlich gewichtet. ETFs zeigen ihre Vorzüge vor allem bei einem Anlagehorizont von mindestens zehn Jahren. Daher eignen sie sich besonders gut für den langfristigen Vermögensaufbau.

Haben Sie sich für einen oder mehrere ETFs entschieden, können Sie Ihren Sparplan starten. Im folgenden Abschnitt wird Schritt für Schritt aufgezeigt, wie Sie als Anleger in einen ETF-Sparplan investieren können.

So investieren Sie in einen ETF-Sparplan

Ist die Wahl getroffen, kann es schon fast mit der Geldanlage los gehen. Bevor allerdings die erste Sparrate investiert wird und der Investor somit über einen Sparplan ETF kaufen kann, muss sich der Anleger vorher noch für einen ETF Anbieter entscheiden. Mit dem steigenden Angebot an Anlagemöglichkeiten wächst auch die Auswahl an Anbietern. Diese unterscheiden sich in verschiedenen Punkten. Neben den Gebühren für die Depotführung sollte man unter anderem auch auf die Ordergebühren achten. Relevant ist darüber hinaus vor allem, ob der ausgewählte ETF beim jeweiligen Broker zum Handel zur Verfügung steht. Ist der richtige Broker gefunden, geht es an die Anmeldung.

So laufen Anmeldung und Investition beim Online-Broker ab

Ist die Entscheidung für einen Anbieter getroffen, erfolgt zunächst die Depoteröffnung. Dafür gibt der Investor seine persönlichen Daten, wie Name, Adresse und Telefonnummer, in ein Online-Formular ein. Dieser Schritt nimmt in der Regel nur wenige Minuten in Anspruch. Um das Depot nun auch nutzen zu können, muss der Anleger seine Identität verifizieren bzw. bestätigen. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen das Postident-Verfahren, bei welchem die Legitimierung in einer Postfiliale stattfindet, und zum anderen die Authentifizierung per Videoanruf, auch Videoident genannt. Dabei kontaktiert ein Mitarbeiter bzw. eine Mitarbeiterin den Anleger per Videoanruf. Dieser wird dabei aufgefordert Ausweisdokumente sichtbar in die Kamera zu halten, damit diese die Identität bestätigen können. Sobald die Verifizierung erfolgt ist, ist die Registrierung abgeschlossen und das Depot kann bereits nach wenigen Tagen genutzt werden.

Mann sitzt lächelnd vor dem Laptop, auf dem eine Frau zu sehen ist.

Um einen Sparplan einzurichten, muss entweder ein SEPA-Lastschrift-Mandat ausgefüllt und abgeschickt werden, der dem Broker erlaubt, die jeweilige Summe vom Bankkonto des Anlegers abzuziehen, oder die Summe wird vom Anleger selbst auf das Wertpapierdepot überwiesen. Anschließend wird in der Menüleiste nach dem gewünschten ETF gesucht. Dazu kann der Investor sowohl den Namen des ETFs als auch seine Identifikationsnummer, kurz ISIN, eingeben.

Anschließend werden Sparintervall und Sparrate angegeben und schon kann der Investor sein Sparplan eröffnen. Neben der Sparrate kann auch das Sparintervall in den meisten Fällen flexibel bestimmt werden. So besteht die Möglichkeit monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder sogar jährlich Geld in den Sparplan anzulegen. Zudem kann häufig auch gewählt werden, ob der Sparplan Anfang oder Mitte des Monats ausgeführt wird. Das hat den Vorteil, dass die Buchung zum Beispiel darauf abgestimmt ist, wann das Gehalt eintrifft. In Bezug auf den Kurs hat das Ausführungsdatum keine Wichtigkeit, da es sich um eine langfristige Geldanlage handelt.

Depoteröffnung und die erste Investition in wenigen Schritten:

  • Depoteröffnung unter Angabe persönlicher Daten
  • Depoteröffnung unter Angabe persönlicher Daten
  • Verifizierung der Identität per Post-Ident oder Video-Ident
  • SEPA-Lastschrift-Mandat erteilen oder Überweisung tätigen
  • Gewünschten ETF in der Menüleiste suchen
  • Sparintervall, Sparrate und Ausführungsdatum angeben

Diese Rendite bringt ein ETF-Sparplan

Besonders rentabel auf lange Sicht ist ein Sparplan mit thesaurierenden ETFs. Der dadurch entstehende Zinseszinseffekt lässt das Vermögen besser wachsen als die ausschüttende Option. Grund dafür sind die erzielten Erträge, wie Dividenden und Kapitalausschüttungen, welche einen positiven Einfluss auf das Vermögen und den Wertzuwachs haben. Wie in der obigen Tabelle aufgezeigt, haben die vielversprechendsten ETFs einen Wertzuwachs in Höhe von rund 25 bis 30 Prozent pro Jahr. Dieser Wertzuwachs entspricht allerdings nicht der Rendite.

Hier ein kurzes Beispiel:

Ein Anleger investiert 100 Euro mit einer Rendite von 10 Prozent. Er beobachtet, dass der Wert nach einem Jahr auf 110 Euro und nach dem zweiten Jahr auf 121 Euro steigt. Während die Rendite, wie gesagt, bei 10 Prozent liegt, beträgt der Wertzuwachs 21 Prozent. Eine weitere Kennzahl ist die Wertentwicklung. Diese würde nach dem zweiten Jahr bei 121 Prozent liegen, ist aber hier nicht relevant.

Die Rendite beschreibt also den Ertrag der innerhalb eines Zeitraums – hier ein Jahr – zum Anfangswert dazu kommt. Dieser Anfangswert ist jedes Jahr ein neuer. Nach dem ersten Jahr liegt er in unserem Beispiel bei 110 Euro. Der Wertzuwachs hingegen beschreibt die Steigerung des Wertes im Vergleich zum ursprünglich investierten Betrag – also in diesem Fall 100 Euro.

Person, die mehrere Geldscheine in den Händen hält.

Entscheidend für die Rendite sind sowohl Marktentwicklung als auch die Kosten, die von der Anlagesumme abgezogen werden. So schwankt die Rendite pro Jahr meist zwischen 5 Prozent und 14 Prozent. Die durchschnittliche Rendite liegt bei rund 7 Prozent jährlich.

Diese Kosten fallen an

Nachdem nun ein Blick auf die möglichen Renditen geworfen wurde, wird im Folgenden aufgezeigt, was ein ETF Sparplan kosten kann. Dazu gehört verständlicherweise in erster Linie der regelmäßige Sparbetrag. Dieser kann je nach persönlichen Wünschen und Bedingungen beim Online-Broker variieren. Obwohl eine Vielzahl an Anbietern bereits einen Sparbetrag in Höhe von wenigen Euro erlauben, setzen die meisten Anleger auf höhere Summen. Darüber hinaus ergeben sich mehrere Kostenquellen für die Investition in ein ETF Sparplan:

  • Ordergebühren bzw. Transaktionskosten
  • Kosten für die Depotführung
  • Steuern

Eine hilfreiche Orientierung erhalten Anleger dabei durch die Gesamtkostenquote. Im obigen ETF Fonds Vergleich wurde die Total Expense Ratio, kurz TER, bereits integriert. Sie beschreibt die laufenden Kosten des jeweiligen ETFs pro Jahr. Dazu gehören fast alle Gebühren des Fonds. Bei der Wahl der passenden Geldanlage, sollte diese Kennzahl also möglichst berücksichtigt werden.

In der TER nicht enthalten sind mitunter Transaktionskosten bzw. Ordergebühren. Diese entstehen durch den Kauf sowie Verkauf von Werten und unterscheiden sich je nach ETF Broker. Um einen Überblick zu erhalten, sollten Anleger die Produktinformationsblätter der Emittenten unter die Lupe nehmen, da die Renditen bereits alle Kosten enthalten.

Auch die Kosten für die Depotführung variieren von Anbieter zu Anbieter. So gibt es einige Online-Broker, welche für das Depot eine regelmäßige Gebühr berechnen, die meist monatlich abgezogen wird, während wiederum andere Broker die Depotführung kostenlos anbieten. Besteht die Möglichkeit, sollten Sie als Anleger Sparpläne einrichten, die kostenfrei bespart werden können.

Außerdem fallen für Gewinne, sprich Dividenden und Kursgewinne, Steuern an. Diese setzen sich aus 25 Prozent Abgeltungssteuer, auch bekannt als Kapitalertragssteuer, 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag sowie gegebenenfalls Kirchensteuern in Höhe von 8 bis 9 Prozent zusammen. Die Abgeltungssteuer wird direkt beim Depot abgeführt. Der Sparerpauschbetrag ermöglicht es Anlegern allerdings, Steuern zu sparen. Sofern ein Freistellungsauftrag bei der Depotbank eingerichtet wurde, fallen für Erträge unter dem Sparerpauschbetrag keine Steuern an. Dieser Betrag liegt bei 801 Euro pro Person bzw. 1.601 Euro für Verheiratete.

ETF sparen: So funktioniert ein Sparplan

Ein ETF-Sparplan bezeichnet einen Fondssparplan mit ETF Fonds. Beim Einrichten des Sparplans gibt der Anleger zum einen die Höhe der Sparbeträge an und zum anderen den Rhythmus, in welchem der Sparplan ausgeführt werden soll. Beides kann jederzeit geändert und bei Bedarf sogar ausgesetzt werden. Mit jeder Sparrate werden Anteile des gewählten ETFs gekauft, wobei es sich nicht immer um ganze Anteile handelt. Werden beispielsweise monatlich 25 Euro angespart und der aktuelle Kurs eines ETFs liegt bei 20 Euro, werden 1,25 Anteile pro Monat gekauft. Da sich der Börsenkurs allerdings jede Sekunde verändert, variieren auch die Anteile, die jeden Monat erworben werden.

Mit regelmäßigen Sparraten kann der Anleger so über die Jahre ein Vermögen aufbauen und von der Entwicklung des Index‘ profitieren, welchen der jeweilige ETF abbildet. Sollte der Wunsch bestehen zwischendurch eine höhere Summe in den Sparplan zu investieren und somit das Vermögen zu vergrößern, kann der Investor jederzeit eine sogenannte Einzelorder erteilen.

Person im Anzug, die auf einen virtuellen Button mit Beschriftung "GO" zeigt.

Ist ein ETF Sparplan sinnvoll?

Ob ein ETF Sparplan sinnvoll ist oder nicht, hängt vor allem vom Anlageziel ab. Ist das Ziel, schnell viel Geld zu gewinnen, macht die Investition in einen Sparplan nicht viel Sinn. Besteht hingegen die Absicht, sein Kapital langfristig anzulegen und Vermögen aufzubauen, das zum Beispiel für die Altersvorsorge oder für die Vorsorge der Kinder dient, eignet sich ein ETF Sparplan besonders gut. Dabei gilt: Durchhaltevermögen wird belohnt, denn erst nach mindestens zehn Jahren lohnt sich die Anlage so richtig. Dass der Kurs sich teilweise kurzzeitig auch im Minusbereich bewegt, kommt nicht selten vor. Doch auf lange Sicht werden Verluste aus der Vergangenheit aufgeholt und es winken attraktive Renditen.

Wie viele ETF Sparpläne sind sinnvoll?

Obwohl ein spezifischer ETF größere Renditechancen bieten kann, wird empfohlen auf ein diversifizierten ETF Sparplan zu setzen, um das Risiko möglichst gut zu verteilen und somit zu minimieren. Viele schließen daraus allerdings, dass sie dafür mehrere Sparpläne abschließen müssen, was nicht der Fall ist. Schon ein einziger Indexfonds, mit dem der Anleger in viele verschiedene Unternehmen aus aller Welt investiert, reicht aus. Ein gutes Beispiel hierfür sind ETFs, die den Index des MSCI World abbilden. Für diejenigen, die sich nicht nur auf ein ETF festlegen möchten, sondern ihr Portfolio stattdessen breiter aufstellen, empfiehlt es sich nicht nur in Aktien, sondern zum Beispiel auch in Anleihen und Rohstoffe zu investieren. Doch auch dafür reichen bereits fünf verschiedene ETFs aus.

Darauf sollte geachtet werden

Beim ETF sparen gibt es im Gegensatz zu aktiv verwalteten Aktienfonds keinen Manager, der sich um die Investitionen kümmert. Das wiederum heißt auch, dass es keinen Manager gibt, der Fehlentscheidungen treffen kann. Stattdessen wird über mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte hinweg regelmäßig Geld in einen bestimmten ETF Sparplan angelegt, der Jahr für Jahr wächst. Anders als beim Sparbuch kann es hier infolge fallender Kurse auch mal zu Wertverlusten kommen, das heißt das angesparte Vermögen verringert sich. Davon sollten sich Anleger allerdings nicht abschrecken lassen, denn bei einem ETF Sparplan handelt es sich um eine langfristige Anlage. Dementsprechend steigt der Wert über die Monate und Jahre auch wieder und holt den Wertverlust auf.

Die Entwicklung eines ETFs gleich immer der Entwicklung des jeweiligen Aktienindex, den er abbildet. Vom jährlichen Fondsvermögen werden Verwaltungskosten – meist in Höhe von 0,2 Prozent bis 0,5 Prozent – abgezogen. Damit sind diese Fonds weitaus preiswerter als aktiv gemanagte Fonds. Empfehlenswert ist es zudem anfallende Dividenden immer wieder anzulegen. Bei thesaurierenden ETFs wird das automatisch gemacht. So profitiert der Investor von einem Zinseszinseffekt.

In der Regel werden monatliche Raten bei einem Sparplan gewählt. Allerdings kann es auch vorteilhaft sein eine quartalsweise Ausführung festzulegen. Das heißt die angegebene Sparrate wird alle drei Monate ausgeführt. Das bietet sich insbesondere für Anleger an, die nur kleine Summen wie zum Beispiel 50 Euro im Monat entbehren können. Außerdem spart man sich dadurch Orderkosten. Betragen die Orderkosten beispielsweise 1 Euro pro Order, entspricht das bei einer monatlichen Sparrate von 50 Euro bereits 2 Prozent. Werden hingegen alle drei Monate 150 Euro angespart liegt die Ordergebühr in Höhe von 1 Euro nur noch bei etwa 0,6 Prozent. So fallen die fixen Gebühren für die Ausführung weniger ins Gewicht.

Kalender, auf dem ein Tag markiert ist.

Wichtig zu wissen ist darüber hinaus, dass nicht alle ETFs sparplanfähig sind. Darüber sollten sich Anleger vor Depoteröffnung informieren, um sich gegebenenfalls nach passenderen Alternativen umzusehen und Fonds auszuschließen, die nicht sparplanfähig sind. Zudem sollte man sich vor der Geldanlage Gedanken über den Anlagehorizont sowie das Sparziel machen. So kann der regelmäßige Sparbetrag leichter bestimmt werden. Angenommen Ihr Sparziel beträgt 100.000 Euro und der Anlagehorizont 20 Jahre. Bei einer Rendite von 4 Prozent pro Jahr und ohne Anfangskapital, liegt die monatliche Sparrate bei rund 270 Euro pro Monat. Diese erhöht sich, sofern sich entweder das Sparziel erhöht oder der Anlagehorizont kürzer wird. Umgekehrt sinkt die Sparrate pro Monat, falls sich auch das Sparziel verringert oder sich der Anlagehorizont verlängert.

Ein letzter wichtiger Punkt, den es bei der Investition in ein ETF Sparplan zu beachten gilt, ist das Timing. Während der Einstiegszeitpunkt keine wesentliche Rolle spielt, da zu Beginn nur wenig Kapital im Spiel ist, hat der Ausstiegszeitpunkt eine umso größere Bedeutung. Schwankungen der Kurse haben zu Beginn des Sparplans weniger Einfluss auf die Rendite als gegen Ende, wenn ein großes Vermögen aufgebaut wurde. Beträgt das angesparte Kapital zu Beginn beispielsweise 100 Euro, bedeutet eine Schwankung von 1 Prozent in den negativen Bereich einen Wertverlust in Höhe von 1 Euro. Liegt der angesparte Betrag allerdings bei 100.000 Euro, wirkt sich dieselbe Schwankung viel deutlicher aus. Der Wertverlust beträgt nämlich 1.000 Euro. Daher lohnt es sich Fondsanteile entweder so lang zu behalten, bis es zu einer Kurserholung kommt oder den Sparplan gegebenenfalls schon vorher zu beenden, sobald das Sparziel erreicht ist. Wer allerdings nicht sein komplettes Vermögen auf einen Schlag umschichten möchte, kann dies auch nach und nach machen.

Hier noch einmal die wichtigsten Hinweise:

  • Ein kurzfristiger Wertverlust wird in der Regel über die Jahre wieder aufgeholt
  • Die Verwaltungskosten pro Jahr betragen meist zwischen 0,2 und 0,5 Prozent des jährlichen Fondsvermögens
  • Eine quartalsweise Ausführung ist meist vorteilhafter als eine monatliche Ausführung
  • Nicht alle ETFs sind sparplanfähig. Informieren Sie sich im Voraus!
  • Der Einstiegszeitpunkt ist nicht wichtig – der Ausstiegszeitpunkt dafür umso mehr

Diese Vor- und Nachteile hat ein ETF-Sparplan

Beachtet man als Anleger diese Tipps kann man von den Vorteilen solcher ETF Sparpläne profitieren. Doch genau wie alles andere, hat auch ein ETF Sparplan Vor- und Nachteile. Um diese soll es sich im Folgenden drehen.

Es ist bereits bekannt, dass Fondssparpläne – darunter speziell ETF Sparpläne – die perfekte Geldanlage für Investoren sind, die langfristig Vermögen aufbauen möchten und dafür regelmäßig einen bestimmten Betrag investieren. Aufgrund der Vielzahl an Anbietern, gibt es immer mehr ETF Broker, die einen Sparplan bereits ab wenigen Euro pro Monat anbieten. Daher eignet sich ein ETF Sparplan sogar für Anleger, denen nur kleine Sparbeträge monatlich zur Verfügung stehen. Und auch die laufenden Kosten für ein ETF Sparplan sind vergleichsweise sehr gering.

Zudem ist die Anlage in ein ETF weniger riskant als in eine einzelne Aktie, insbesondere dann, wenn man sich für einen breit gestreuten und internationalen ETF entscheidet. So ist die Gefahr von starken Schwankungen geringer. Das macht ETFs als Sparplan auch für Einsteiger interessant, die sich langsam an die Börse herantasten möchten. Andererseits ist diese Möglichkeit der Geldanlage auch für vielbeschäftigte Menschen attraktiv, da sie sich nicht jedes Mal Gedanken machen und Zeit für den Wertpapierkauf aufwenden müssen. Stattdessen sparen sie Zeit indem regelmäßig ein bestimmter Betrag automatisch angelegt wird.

Mit einem Fondssparplan haben Investoren außerdem immer noch eine gewisse Flexibilität, da sie einerseits sowohl die Sparrate als auch die Ausführung jederzeit anpassen können. Andererseits können sie in einer Notlage immer auch Zahlungen aussetzen oder die Wertpapiere im Sparplan verkaufen. Genauso können Anleger aber auch mehr Geld in den Sparplan investieren, indem eine Einmalzahlung getätigt wird.

Darüber hinaus gibt es bei den zahlreichen zum Handel verfügbaren Fonds eine riesige Auswahl und Vielfalt. Unterschiedlichste Zielgruppen werden dabei fündig und das Angebot umfasst alles von breiten, internationalen Indizes bis hin zu einzelnen Ländern oder spezifischen Branchen und Bereichen.

Andererseits sollten Investoren eines ETF Sparplans sich ihrer Sache nicht zu sicher sein. Auch wenn Renditen über einen langen Zeitraum fast schon selbstverständlich sind, gibt es keine Garantie, dass nach einer bestimmten Zeit ein bestimmter Betrag erreicht wurde. Außerdem besteht bei einem ETF Sparplan im Vergleich zu anderen Anlagemöglichkeiten nicht die Möglichkeit in kurzer Zeit hohe Gewinne zu erzielen. Darüber sollte sich der Investor allerdings bereits vor der Eröffnung eines Sparplans im Klaren sein.

Ein weiterer Nachteil ist der Cost Average Effekt. Bei einem ETF Sparplan werden wichtige Daten zu Beginn festgelegt. Dazu gehören nicht nur der Sparbetrag und die monatliche bzw. vierteljährliche Ausführung, sondern auch das Ausführungsdatum. Dadurch hat der Anleger nicht mehr die Flexibilität den Kurs zu beobachten und die Anteile zu einem günstigen Zeitpunkt zu erwerben. Stattdessen kann der starre Zeitplan dazu führen, dass häufig zu hohen Kursen eingekauft wird. Mehr Flexibilität bei der Ausführung würde es dem Anleger erlauben einen besseren Einstiegszeitpunkt wahrzunehmen, was unter Umständen zu einer attraktiveren Performance führen könnte.

Dadurch, dass ETF Sparpläne insbesondere für Einsteiger so vorteilhaft und einfach ist, investieren vor allem unerfahrene Anleger in diese. Das bedeutet allerdings auch, dass es zu emotionalen Panikverkäufen kommt, sobald Kurse fallen. Das wiederum führt dazu, dass die Kurse noch schneller fallen.

Hier eine Übersicht über die wichtigsten Vor- und Nachteile:

Vorteile:
Nachteile:
Geringeres Risiko
Keine schnellen Gewinne
Kleine Sparraten möglich
Gewinne nicht garantiert
Spart Zeit und ist bequem
Cost Average Effekt
Hohe Flexibilität
Unerfahrene Anleger
Große Auswahl

Fazit: Perfekt für den langfristigen Vermögensaufbau

Spätestens mit den Negativzinsen hat das Investment in den Aktienmarkt das klassische Sparbuch abgelöst. Neben einzelnen Aktien gibt es aber auch weitere Anlagemöglichkeiten, die für verschiedene Zielgruppen attraktiv sind. Dazu gehört der ETF, in welchen gern auch als Sparplan investiert wird. Ein ETF-Sparplan bietet sich insbesondere für den langfristigen Vermögensaufbau an. Auch wenn man keine schnellen Gewinne erwarten kann, werden über mehrere Jahre hinweg regelmäßig Anteile am gewählten ETF gekauft, die im Wert stetig wachsen. Im Gegensatz zu einzelnen Aktien sind die Schwankungen bei ETFs viel geringer. Außerdem kann bereits ab wenigen Euro pro Monat ein Sparplan eröffnet werden. Welche Fonds sich hierfür besonders gut eignen, wurde weiter oben im ETF Sparplan Test behandelt. Empfehlenswert sind demnach ETFs, die sich an einem Aktienindex orientieren, der breit gestreut und international ist. Dazu gehören unter anderem der MSCI World Index oder der STOXX Europe 600 Index.

Die Anmeldung beim ETF Broker dauert in der Regel nicht länger als 10 Minuten. Nachdem das Wertpapierdepot erfolgreich verifiziert wurde, kann der Sparplan eingerichtet werden. Daraufhin werden in regelmäßigen Abständen automatisch Anteile am gewünschten ETF in Höhe des festgelegten Betrags gekauft. Dabei kann der Anleger mit einer Rendite zwischen 5 und 14 Prozent pro Jahr rechnen. Gleichzeitig fallen allerdings auch Kosten wie Ordergebühren und Steuern an, die der Investor nicht vergessen sollte. Sofern sich Investoren nicht von kurzzeitig fallenden Kursen abschrecken lassen und weiter über mehrere Jahre oder besser Jahrzehnte hinweg Kapital anlegen, steht einem langfristigen Vermögensaufbau nichts im Weg.

FAQ – Meist gestellte Fragen:

Was ist ein ETF-Sparplan?

ETFs (Exchange Traded Funds) sind auch als Indexfonds bekannt. Sie haben die Aufgabe, einen bestimmten Aktienindex so genau wie möglich abzubilden. Die Wertentwicklung des ETFs hängt also von der Wertentwicklung des jeweiligen Index ab, an dem er sich orientiert. Steigt der Wert des Index, so steigt auch der Wert des ETFs. Entsprechend verhält es sich bei einem sinkenden Wert. Neben einmaligen Investitionen in ein ETF, kann mit einem sogenannten ETF-Sparplan auch regelmäßig in einen bestimmten ETF investiert werden. Dabei handelt es sich um eine Kapitalanlage zum langfristigen Vermögensaufbau. So werden über einen langen Zeitraum hinweg – oftmals mehrere Jahrzehnte – regelmäßig Anteile des gewünschten ETFs erworben. Die Sparrate wird bereits im Voraus festgelegt, genauso wie die Ausführung, das heißt, ob die Anteile monatlich oder quartalsweise gekauft werden.

Was sind die besten Indizes?

Bei der großen Auswahl an verschiedenen Aktien, ist es schwer einen Überblick zu erhalten. Für eine risikoarme und langfristig ausgelegte Geldanlage in Form eines ETF-Sparplans, empfehlen sich vor allem Indizes, die verschiedenste Branchen und Länder aus aller Welt umfassen und somit das Risiko möglichst breit streuen. Dazu gehört unter anderem der MSCI World Index, der etwa 1.600 Aktien aus mehr als 20 Industrieländern beinhaltet. Darunter Aktien großer Konzerne wie Apple, Facebook und Microsoft. Attraktiv sind allerdings auch weitere Indizes wie der MSCI All Countries World Index, der etwas breiter aufgestellt ist als der MSCI World Index. Dazu kommen Indizes, die ihren Fokus auf die Region Europa legen: Der STOXX Europe 600, der Euro STOXX 50, der MSCI Europe sowie der MSCI EMU.

Was sind die besten ETF Sparpläne?

Für ein ETF Sparplan besonders zu empfehlen sind ETFs, die sich an den besten Indizes orientieren. Diese sind breit aufgestellt und dementsprechend weniger schwankungsanfällig und riskant. Zu den besten Indizes gehört mitunter der MSCI World Index. Einige Indexfonds, die diesen Index besonders gut abbilden, sind der iShares Core MSCI World UCITS ETF, der Lycor Core MSCI World (DR) UCITS ETF wie auch der Amundi MSCI World UCITS ETF EUR (C). Für Anleger, die ihren Fokus lieber auf Europa legen möchten, eignet sich zum Beispiel der STOXX Europe 600 Index. Zu den ETFs, die diesen Index abbilden, gehören der Xtrackers STOXX Europe 600 UCITS ETF 1C, der Lyxor Core STOXX Europe 600 (DR) UCITS ETF und der iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF.

Welche Renditen hat ein ETF-Sparplan?

Auf lange Sicht ist ein Sparplan mit thesaurierenden ETFs besonders profitabel, da somit anfallende Erträge, wie Dividenden und Kapitalausschüttungen automatisch wieder investiert werden. Dadurch entsteht eine Art Zinseszinseffekt und das Vermögen wächst schneller. Der Wertzuwachs der meisten ETFs beträgt zwischen 25 und 30 Prozent pro Jahr. Dieser Wertzuwachs ist allerdings nicht mit der Rendite gleichzusetzen. Die Rendite beschreibt den Ertrag, der innerhalb eines bestimmten Zeitraums zum Anfangswert hinzukommt. Dieser Anfangswert ist jedes Jahr ein neuer. Der Wertzuwachs hingegen beschreibt die Steigerung des Wertes im Vergleich zum ursprünglich investierten Betrag. Dementsprechend ist die Rendite niedriger und beträgt in den meisten Fällen zwischen 5 und 14 Prozent pro Jahr. Ein Investor kann also mit einer durchschnittlichen Rendite in Höhe von rund 7 Prozent pro Jahr rechnen.

Wie hoch sind die Kosten für einen ETF-Sparplan?

Die Kosten für einen ETF-Sparplan setzen sich aus mehreren Teilen zusammen. Die Total Expense Ratio, kurz TER, beschreibt die laufenden Kosten des jeweiligen ETFs pro Jahr. Darin nicht enthalten sind unter anderem die Ordergebühren. Diese werden auch als Transaktionskosten bezeichnet und stellen die Kosten dar, die pro Ausführung anfallen. Daneben werden vereinzelt auch für die Depotführung Gebühren berechnet. Darüber hinaus fallen in der Regel für Gewinne, das heißt Dividenden und Kursgewinne, Steuern an. Dazu gehören 25 Prozent Abgeltungssteuer bzw. Kapitalertragssteuer, 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag sowie gegebenenfalls eine Kirchensteuer in Höhe von 8 bis 9 Prozent. Durch den Sparerpauschbetrag können Anleger allerdings Steuern zahlen, sofern ein Freistellungsauftrag bei der Depotbank eingerichtet wurde. Dieser Betrag liegt bei 801 Euro für Alleinstehende bzw. 1.601 Euro für Verheiratete.

Ist ein ETF-Sparplan sinnvoll?

Ein ETF-Sparplan ist insbesondere für Investoren sinnvoll, die vorhaben, auf lange Sicht Kapital anzulegen und so ein Vermögen aufzubauen. Auch für Anleger, die einen begrenzten Betrag pro Monat für eine Geldanlage zur Verfügung haben oder sich langsam an die Börse herantasten möchten. Die große Auswahl an ETFs aus verschiedenen Ländern, Regionen, Bereichen und Branchen wirkt sich positiv auf die Rendite aus. So sind die Schwankungen bei einer breit gestreuten Geldanlage weniger stark und das Risiko von Wertverlusten auf lange Sicht verringert. Dafür ist es nicht zwingend notwendig mehrere ETFs in den Sparplan aufzunehmen. Ein ETF reicht in den meisten Fällen vollkommen aus, wenn er in verschiedene Unternehmen aus aller Welt investiert. Gut eignet sich beispielsweise ein ETF, der sich am MSCI World Index orientiert. Investoren, die hingegen schnell viel Gewinn erzielen wollen, ist von einem ETF-Sparplan abzuraten.

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