Was ist der Leerverkauf (Short Selling) von Aktien?

Was ist der Leerverkauf (Short Selling) von Aktien?

In der öffentlichen Meinung hat das Short Selling bzw. der Leerverkauf eine schlechte Reputation. Grund dafür ist, dass Investoren hier nicht auf ein Wachstum, sondern auf fallende Kurse setzen. Sie machen also vermeintlich durch eine schlechte wirtschaftliche Lage der AG Profit oder, so der Volksmund, leiten sie sogar herbei.

In der Realität ist das Shorten von Aktien ein Vorgang, der durchaus seine Berechtigung hat. Die Kurse entstehen schließlich durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Wenn sich eine Rezession anbahnt, kann man so auch gezielt dann Gewinne aus Aktien und Leihgeschäften machen, wenn die Wertpapiere sinken.

Der gesamte Prozess des Short Selling ist auf den ersten Blick komplex. Auf den zweiten handelt es sich jedoch schlichtweg um ein ausgeklügeltes Leihgeschäft, bei dem man sich die Aktien zu noch hohen Preis sichert, sie sofort wieder verkauft und zu einem späteren Zeitpunkt zu einer gefallenen Kaufsumme zurückkauft. Die Differenz zwischen Einkaufspreis und fallenden Kursen sind der Schlüssel zum Erfolg beim Leerverkauf.

Man kann mit fallenden Kurse Gewinne machen? Wie soll das funktionieren?

Grundprinzip von Shortselling ist eigentlich einfach. Die Leerverkäufer suchen sich mit Hilfe von gründlicher Analyse ein Unternehmen heraus, dessen Zahlen darauf hinweisen, dass der Kurs fallen wird. Für eine solche Bewertung eignen sich verschiedene Kennzahlen wie das KGV und das KBV, aber auch technische Daten aus der Chart-Betrachtung.

Nun startet man ein Leihgeschäft. Direkthändler und verschiedene Broker offerieren Ihnen, sich für eine Gebühr eine Aktie für einen festgesetzten Zeitraum zu leihen und am Ende dieses Zeitraums das Papier zurückzugeben.

Direkt nachdem Sie sich die Aktie geliehen haben, veräußern Sie diese aber wieder zum Einstiegspreis. Sie haben den derzeitigen Preis pro Aktie minus der Leihgebühr eingenommen und auf Ihrem Konto verbucht.

Nun kommt es zu fallenden Kursen. Zu einem späteren Zeitpunkt, den Sie vorab festlegen, kaufen Sie die Aktie am Markt zurück und geben Sie an den Verleiher. Durch den gefallenen Kurs haben Sie also beim Short Selling Gewinn in Höhe der Differenz zwischen ursprünglichen Underlying (Basiswert) und der Kursveränderung gemacht.

Schema zum Short Selling (Quelle: Achim Grochowski, Wikipedia)

Der Short Sale in Zahlen und Beispielen: so profitieren Anleger von sinkenden Kursen

Nehmen wir einmal an, dass Aktien für das Unternehmen A aktuell für 100 Euro an der Börse zu haben sind. Sie wissen aber, dass diese Wertpapiere vermutlich in den nächsten Monaten im Wert fallen werden, beispielsweise, weil die Zahlen genau dieses Szenario hergeben.

In diesem Fall schließen Sie ein Leihgeschäft, z. B. CFDs, also Differenzkontrakte ab. Sie geben dem Verleiher eine bestimmte Gebühr je Aktie. Diese müssen Sie als Einstiegsinvestition bei der Wertpapierleihe einrechnen. Beziffern wir die Gebühr für den Trade für dieses Beispiel auf 5 Euro pro Aktie.

Haben Sie die geliehene Aktie nun in Ihrem Depot, gehen Sie in die Short Position und verkaufen sie leer. Trotz der negativen Aussichten gibt es am Markt viele Investoren, die relativ irrational handeln und das Papier dennoch von Ihnen für die aktuellen 100 Euro kaufen.

Sie haben somit eine Einnahme von 95 Euro. Am Ende der Laufzeit Ihrer Wertpapierleihe müssen Sie die Aktie aber wieder abgeben. Sie werden sie entsprechend zu einem gesunkenen Preis zurückkaufen, bspw. für dann nur noch 50 Euro. Nun können Sie die Anlage zurückgeben.

Ihr Einsatz: 50 Euro pro Aktie + 5 Euro Gebühr

Ihr Gewinn: 100 Euro – 50 Euro – 5 Euro = 45 Euro

Im kleinen Maßstab scheint das zunächst wenig zu sein. Wer aber viele Derivate kauft und mit solchen Leihgeschäften oder CFDs leer verkauft, kann hohe Gewinne selbst bei einem negativen Trend machen.

Anfänger werden sich zunächst nur auf die steigenden Aktien stürzen. Wer über einen längeren Zeitraum hinweg aber an einem professionellen Investment interessiert ist, sollte wissen, dass nicht nur Kurse, die steigen, Gewinn einbringen. Grundsätzlich können Investoren aus jeder Situation Profit schlagen.

Leerverkäufe und Leihgeschäfte im Einzelnen betrachtet

Für Short Selling wird zunächst ein Verleiher von Wertpapieren benötigt. Dieser besitzt die Aktien tatsächlich und vergibt sie für einen vorab festgelegten Zeitraum an den Shortseller. Hierfür werden Gebühren erhoben. Zudem muss eine Sicherheit meist in Form von Staatsanleihen erbracht werden. Diese liegt oft über dem Wert der geliehenen Aktien.

Typische Verleiher sind Investmentfonds und ETFs. Über die Gebühren machen sie mit ihrem hohen Besitz an Aktien innerhalb der Fonds Gewinn. Somit machen alle Beteiligten an dem Geschäft Plus. Als Privatanleger kann man sich für das Leihgeschäft auch an den eigenen Broker wenden. Hierdurch können die Sicherheiten etwas höher sein, da ein dritter Akteur im Spiel ist.

So ist es auch möglich, bei einem Anbieter wie eToro einen Leerverkauf zu tätigen. Das funktioniert vergleichsweise einfach über die Plattform und ist mit allen angebotenen Finanzinstrumenten machbar. Vorab sollte man sich natürlich eingehend mit der Analyse des gewünschten Unternehmens beschäftigen. Genutzt werden für diese Leihgeschäfte CFDs, wodurch die Gebühren und Sicherheiten denkbar gering sind.


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Warum gibt es überhaupt Leihgeschäfte?

Weltweit gibt es eine große Anzahl an Fondsgesellschaften, die bspw. ETFs vertreiben oder aber in riskantere Geschäfte investieren. Letztere Unternehmen werden meist als Hedgefonds bezeichnet. Sie beteiligen sich auch stark im Bereich der Leerverkäufe.

Da diese Unternehmen einen relativ hohen Bestand an Aktien im Depot haben, sind sie daran interessiert, diese zwischenzeitlich zu verleihen. Durch die Gebühren, welche dabei anfallen, macht der Verleiher ganz nebenbei einen Gewinn.

Der Shortseller kann in der Zwischenzeit relativ frei über die Wertpapiere verfügen und diese eben kurzzeitig verkaufen. Wichtig ist nur, dass er die Anzahl der geliehenen Wertpapiere am Ende des vereinbarten Termingeschäfts zurückgibt. Hierfür erwirbt er die Aktien kurz vor dem Ablauf des Leihvertrags an der Börse zurück und gibt sie schließlich wieder ab.

Gedeckte und ungedeckte Leerverkäufe

Bei dem Handel mit geliehenen Wertpapieren in der Short Positionen gibt es zwei verschiedene Optionen:

  • Die gedeckten Leerverkäufe
  • Die ungedeckten Leerverkäufe

Ungedeckte Leerverkäufe oder „naked short selling“ bedeutet, dass Sie sich die Wertpapiere nicht einmal Leihen. Sie bleiben in Besitz und Eigentum bei der Fondsgesellschaft. Es wird also quasi eine nicht bei Ihnen existente Position verkauft. Erst zum Ende des Börsengeschäfts muss sich die Aktie im Depot befinden.

In Deutschland sind die ungedeckten Leerverkäufe prinzipiell verboten. Da es aber international tätige Broker gibt, sind sie theoretisch auch für Anleger aus Deutschland verfügbar. Generell wird aber das klassische Shortselling empfohlen und überwiegend mittels CFDs angeboten.

Kann eine Aktie beim Broker leer verkauft werden?

Bei Brokern wie eToro oder Markets.com basieren viele der wichtigsten Geschäfte auf dem Handel mit CFDs. CFDs sind Differenzkontrakte, bei denen Sie nicht die eigentliche Aktie halten, sondern lediglich einen Leihvertrag unterzeichnen. Gewinn oder Verlust machen Sie über die Differenz zwischen Basiswert und Kursentwicklung.

Das wichtigste Merkmal an den CFDs ist, dass Sie einen Hebel einsetzen können. Bei einem Hebel von 1:5 schießt Ihnen so der Broker fünfmal so viel Geld zu wie die Aktie eigentlich kostet. Bei einem Wachstum der Kurse machen Sie somit fünfmal so viel Gewinn. Ebenso können Sie multiplizierte Verluste machen.

Wenn Sie aber vorher merken, dass die Aktie überbewertet ist und vermutlich fallen wird, können Sie die CFDs mit Hebel direkt weiterverkaufen. Während der Zeit der Wertpapierleihe fallen gewisse Kosten an. Diese sind insgesamt aber eher niedrig und stehen im Falle von einer guten Strategie in keinen Verhältnis zu den möglichen Gewinnen.

Welches Risiko gibt es?

Wenn Sie long gehen, ist der maximale Verlust durch die Zahl Null begrenzt. In der Short Position ist der Trade aber weitaus riskanter. Nach oben hin gibt es keine Begrenzung. Wenn Sie Leerverkäufe tätigen und die Short Strategie schiefgeht, ist das Wachstum nach oben aber offen. Umso höher die Kurse steigen, desto mehr Verlust machen Sie.

Die größte Gefahr für Shortseller ist der sogenannte Short Squeeze. Plötzlich versuchen viele Investoren sich schnell abzusichern, was zu einer steigenden Nachfrage und einem abrupt anwachsenden Kurs führt. In diesem Moment müssen Sie in der Short Position Ihre Aktien so schnell wie möglich verkaufen. Falls die Kurse bereits exorbitant gestiegen sind, ist ein längeres Abwarten eventuell eine Option. Das hängt aber ganz klar davon ab, auf welchen Zeitraum das Leihgeschäft limitiert ist.

Unterschiede zur Bank

Bei deutschen Banken sind Leerverkäufe in der Regel nicht möglich. Die modernen Broker eröffnen Ihnen hier also weitaus mehr Optionen und erlauben es Ihnen sowohl long als auch short zu gehen. Zudem sind die Gebühren für die einzelnen Trades weitaus günstiger. Anbieter wie eToro verlangen sogar überhaupt keine Abgaben auf Orders. Selbst die Depotführung ist hier kostenlos.

Wichtig bei Leerverkäufen ist natürlich auch, dass Analysetools vorhanden sind. Mit Kennzahlen wie dem KGV und dem KBV kann man ein erstes Indiz dafür bekommen, ob eine Aktie überbewertet ist. Zusätzlich muss man sich natürlich mit den News und den tatsächlichen Zukunftsaussichten eines Unternehmens beschäftigen.

Bei der Aktie von GameStop, einer Firma, die Videospiele physisch verleiht, sahen sowohl die Zahlen als auch die Zukunftsaussichten Anfang 2021 sehr schlecht aus. Der Konzern hatte keine neuen Geschäftsmodelle und musste quasi im Hinblick auf den Onlinehandel mit Spielen zugrunde gehen.

Viele Hedgefonds setzten daher vollkommen zurecht auf einen negativen Trend, hatten aber nicht mit der Gegenwehr der Community gerechnet. Fans von GameStop kauften massiv Aktien auf, um das Unternehmen zu unterstützen und die jeweiligen Personen und Unternehmen in der Short Position in den Ruin zu treiben.

Vorteile und Nachteile Bank vs. Broker

Short selling beim Broker
Short Selling bei der bank
Leerverkäufe über CFDs
Leerverkäufe nicht möglich
Zugriff auf Analysetools zum Auffinden von überbewerteten Aktien zum Short Selling
Keine Analysetools verfügbar
Niedrige bis keine Gebühren auf Depot und Orders (eToro z. B. kostenlos)
Hohe Gebühren auf Depot und Orders
Niedrige Leihgebühren bei CFDs
Kein Handel in Echtzeit
Handel in Echtzeit
Keine aktuellen Marktpreise
Aktuelle Marktpreise
Trading rund um die Uhr von jedem Ort der Welt

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Trading über den Broker: Wie man sich als Leerverkäufer anmeldet

Zunächst einmal müssen Sie einen Broker finden, bei dem Sie Short Selling durchführen können. Das ist in der Regel bei den meisten Anbietern von CFDs möglich. CFDs sind im engeren Sinne Differenzverträge, bei denen Sie ein virtuelles Recht an einer Aktie erwerben. Der Vertrag spiegelt die Entwicklung der Aktie am Markt wider und bezieht sich dabei auf den Basiswert.

Wenn Sie CFDs in Form eines Leihgeschäfts erwerben, können Sie diese auch sofort wieder anbieten und später zu einem niedrigeren Preis zurückkaufen. Somit machen Sie durch die fallenden Kurse Gewinn.

Bekannte Broker, welche es Ihnen ermöglichen, in die Short Position zu gehen, sind z. B. Markets.com und insbesondere mein aktueller Favorit eToro. Sie sollten sich daneben aber auch anschauen, welche Eigenschaften die einzelnen Verleiher und Firmen haben. Sind sie z. B. offiziell in einem westlichen Staat lizensiert und ist die Gebührenstruktur transparent? Bei eToro können Sie bspw. kostenlos Orders aufgeben.

Der große Vorteil der Broker gegenüber der Bank ist, dass Sie überhaupt Leerverkäufe tätigen können. Bei Banken funktioniert das für Privatanleger meistens nicht so einfach. Zudem gibt es günstigere Gebühren, bessere Analysetools und Sie können in Echtzeit traden, was gerade für Shortselling und Daytrading extrem wichtig ist.

  • Bei Banken kein Short Selling möglich
  • Geringere Gebühren bei Brokern
  • Trading in Echtzeit zu aktuellen Marktpreisen
  • Übersichtliche Tools zur Analyse von Aktien
  • Handel von jedem Ort der Welt über die Broker Smartphone App

Anmeldung beim Broker

Um sich beim Broker anzumelden, gehen Sie zunächst auf die Startseite und klicken auf den Button für Konto eröffnen oder Registrieren. Dieser befindet sich meist oben rechts. Danach öffnet sich das Anmeldefenster, in dem Sie Ihre persönlichen Daten eingeben. Wichtig ist, dass Sie eine E-Mail-Adresse hinterlegen und einen Benutzernamen festlegen.

Anmeldung eToro
eToro Anmeldung

Im Anschluss erhalten Sie eine Mail mit dem Bestätigungslink. Diesen angeklickt sind Sie bereits Mitglied im Netzwerk und können bald schon mit dem Traden anfangen. Es fehlt lediglich noch eine Verifizierung. Hierfür bestätigen Sie Ihre Telefonnummer und laden ein Ausweisdokument hoch. Zusätzlich muss die Steuernummer genannt werden, über welche der Broker die Abgeltungssteuer von pauschal 25 Prozent abführt. Diese kann man sich später in der Steuererklärung zum Teil wiederholen.

Verifizierung eToro
Telefon bei eToro verifizieren

Short Selling im Demokonto üben

Broker wie eToro bieten Ihnen stets ein virtuelles Demokonto, in dem Sie den Handel mit Aktien und Leerverkäufen üben können. Sie bekommen einen virtuellen Geldbetrag, den Sie frei verfügen können.

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Probieren Sie sich im Short Selling bzw. mit Leerverkäufen in der Demoversion aus

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Die Summe können Sie sowohl für virtuelle Käufe als auch Verkäufe in der Short Position verwenden. Dabei besitzen Sie die Aktie zunächst nicht, sondern verkaufen eine Anzahl an Wertpapieren, aus dem Bestand von eToro. Fällt die Aktie nun im Kurs, machen Sie Gewinn.

Üben Sie die Vorgänge an der Börse tiefgründig ein, um später im Handel erfolgreich sein und hohe Gewinne erzielen zu können. Hierfür sollten Sie auch lernen, wie man bestimmte Kennzahlen richtig interpretiert und den Trend bei den Papieren frühzeitig erkennt.

Geld beim Broker aufladen

Um richtig traden zu können, müssen Sie Geld auf Ihr Konto beim Broker laden. Häufig gibt es dafür einen Mindesteinzahlungsbetrag, der bei eToro z. B. nur bei 50 USD (etwa 44 Euro) liegt. Verwenden Sie für die Einzahlung einfach eine der verschiedenen Zahlungsmethoden von Banküberweisung und Kreditkarte bis hin zu PayPal.

Wählen Sie eine der Zahlungsmethoden bei eToro

Aktien der Watchlist hinzufügen und analysieren

Interessante Aktien können Sie nun der Watchlist hinzufügen. Schauen Sie sich hierfür zunächst die Zahlen an. Spannend können vor allem die Papiere sein, die überbewertet sind. Hier setzen die Investoren sehr viel Hoffnung in die zukünftige Entwicklung, die Bewertung entspricht aber nicht dem aktuellen Potenzial. Eine Kurskorrektur ist bei den jeweiligen Wertpapieren vorauszusehen.

watchlist etor
Fügen Sie überbewertete Aktien mit Potenzial für Leerverkäufe der Watchlist hinzu

Geliehene Aktien verkaufen und Verluste für Gewinne nutzen

Wenn Sie bei einer bestimmten Aktie auf „Traden“ klicken, öffnet sich ein Fenster, in dem Sie die Anteile kaufen oder verkaufen können. Der Verkauf ist tatsächlich auch dann möglich, wenn Sie gar nicht Besitzer der Aktien sind.

Leerverkauf etoro
Klicken Sie bei einer AKtie Ihrer Wahl auf Verkaufen, um einen Leerverkauf zu tätigen.

Geben Sie also einfach eine Anzahl an Wertpapieren oder eine bestimmte Summe ein. Nun klicken Sie auf Verkaufen und eröffnen den Trade. Sie haben jetzt die geliehenen CFDs auf dem Markt angeboten und können sie später mit einem Klick auf „Trade schließen“ zurückkaufen. Bei einem gefallenen Kurs machen Sie dabei Plus.

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Hohes Risiko beim Short Selling gegenüber der Long Position beachten

Wenn Sie aus der Long Position heraus handeln, ist ihr Verlust durch die Zahl Null begrenzt. Unter diesen Wert kann die Aktie definitiv nicht fallen. Wenn Sie also bspw. 100 Euro investieren, bedeutet das, dass Sie auch maximal 100 Euro verlieren können.

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Klicken Sie bei einer AKtie Ihrer Wahl auf Verkaufen, um einen Leerverkauf zu tätigen.

In der Short Position ist die Situation eine andere. Nach oben hin gibt es im Prinzip keine Grenze. Haben Sie eine Aktie für 100 Euro geshortet und steigen die Kurse daraufhin plötzlich auf 1000 Euro, machen Sie 900 Euro Verlust plus eventuelle Gebühren. Der Derivate-Handel aus der Short Position heraus ist somit hochriskant und Sie sollten eventuell bereits gute Kenntnisse im Aktienhandel haben.

Leerverkauf zurück
Durch einen Klick auf das X kaufen Sie die leerverkaufte Aktie als CFD zurück

Welche Gebühren fallen für den Shortseller an?

Klassischerweise möchte der Verleiher für seine Dienstleistung einen Obolus haben und verlangt daher auch eine Gebühr für die Wertpapierleihe. Viele moderne Broker haben diese Regelung aber bereits abgeschafft und offerieren kostenfreie Services. So müssen Sie bei eToro keine weiteren Gebühren entrichten, wenn Sie Aktien kaufen oder verkaufen. Gewinn macht eToro hier, wenn Sie in der Short Position kein Glück im Handel haben.


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Wie findet man Unternehmen zum Leerverkauf?

Wie können Sie nun herausfinden, ob eine Aktie im Wert fallen wird oder nicht? Grundsätzlich ist die Überbewertung ein Anhaltspunkt dafür. Es handelt sich um eine Diskrepanz zwischen dem inneren Wert und dem Marktwert der Aktie. Innere Werte sind z. B. der Gewinn, der Umsatz und der Buchwert. Auch wenn diese keine positive Entwicklung hergeben, setzen Investoren häufig große Hoffnungen in ein bestimmtes Wertpapier.

Diese Hoffnung spiegeln sich im Preis wieder. Gerade bei gehypten Branchen wie Wasserstoff, Cannabis und digitaler Technologie steigen die Preise oft exorbitant und erreichen innerhalb kurzer Zeit Zuwächse von 500 bis 1000 Prozent.

Cannabis Aktien kaufen
Spektakuläre Wachstumsraten von Canopy Growth während der Legalisierung von Marihuana in den USA und in Kanada. Im Anschluss eine ebenso abrupte Preiskorrektur, die Leerverkäufe profitabel macht.

An dieser Stelle lohnt es sich, zunächst das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) zu Rate zu ziehen. Sie besorgen sich dafür den Gewinn je Aktie (EPS), indem Sie den Jahresgewinn durch die Anzahl der ausstehenden Aktien teilen. Nun dividieren Sie den aktuellen Aktienkurs durch das EPS und erhalten das KGV.

Ein niedriges KGV liegt meist bei etwa 12 und darunter. Hierbei handelt es sich um unterbewertete Aktien, welche sich als Value Investment eignen. Ob der Wert wirklich hoch oder niedrig ist, hängt aber auch vom branchenüblichen Durchschnitt ab.

Oft erreicht das KGV aber auch Werte jenseits der 100. Hier kann man ganz klar von einer überbewerteten Aktie sprechen. Nun ist die Frage, ob die Bewertung gerechtfertigt ist oder nicht.

Bei stark wachsenden Kursen ist das selbst bei sehr zukunftsträchtigen Unternehmen häufig nicht der Fall. Die Investoren preisen eine positive Entwicklung in der Zukunft ein, die durchaus gegeben sein mag. Nach dem ein Gipfel erreicht ist, erfolgt aber eine Korrektur nach unten. Diese kann zunächst durch Gewinnmitnahmen initiiert sein und aufgrund der börsenpsychologischen Effekte für eine Spirale nach unten sorgen.

Letztlich pegelt sich der Kurs auf einem angemessenen Wert ein. Womöglich ist die Aktie zunächst von 50 Euro auf 1000 Euro gestiegen, was deutlich zu hoch ist. Nach der Korrektur liegt sie vielleicht bei 500 Euro. Eine solche Sachlage ermöglicht es Ihnen also mit Leerverkäufen zu operieren und hohe Gewinne zu erzielen.

Um die Analyse richtig durchzuführen, sollten Sie dabei auch immer auf die Nachrichtenlage achten und die Zukunftspläne im Auge behalten. Wenn das exorbitante, überbewertete Wachstum noch nicht abgeschlossen ist und Sie short gehen, können die Verluste u. U. hoch sein.

  • Nutzen Sie die Analysewerkzeuge, insbesondere die Kennzahlen und Jahrescharts, um überbewertete Aktien zu finden
  • Überbewertete Aktien haben das Potenzial für Short Selling, da in der Zukunft eine Kurskorrektur nach unten unvermeidlich ist
  • Die wichtigste Kennzahl für Shortseller ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis, welches aufzeigt, ob eine Aktie unter- oder überbewertet ist
  • Neben dem KGV können Sie auch das Kurs-Buchwert-Verhältnis zu Rate ziehen, welches den Aktienkurs mit dem Eigenkapital in Form des Buchwerts vergleicht
  • Neben den Kennzahlen sind auch Nachrichten und Prognosen wichtig. Sie geben Ihnen ein Bild darüber, in welche Richtung die Reise in Zukunft gehen könnte und welche Prognosen die Investoren ihren Trades zugrunde legen.

Absicherung beim Leerverkauf und Leerverkauf als Absicherung

Damit der mögliche Verlust bei Leerverkäufen nicht ins unermessliche steigt, können Sie sich mit automatisierten Tradingfunktionen absichern. Bei Brokern wie eToro gibt es so die Möglichkeit, Stop Loss anzuwenden. Hiermit legen Sie vorab fest, was der maximale Verlust sein soll. Ist dieser erreicht, steigen Sie automatisch aus dem Trade aus.

Auf der anderen Seite können Leerverkäufe selbst zum Hedging von einem Investment, also zur Absicherung verwendet werden. Man shortet in Opposition zu einem Portfolio, das überwiegend als Long Positionen besteht. Somit können eventuelle Verluste im Long-Bereich durch die Gewinne beim Shorten ausgeglichen werden. Generell empfehle ich Ihnen bei komplexen Long-Portfolios immer auch einige Leerverkäufe als Sicherheit zu verwenden.

Vorteile und Nachteile von Short Selling

Vorteile Short Selling
Nachteile Short Selling
Sie können bei fallenden Kursen Gewinne erzielen
Die Verluste können ins unermessliche Wachsen, da es nach oben keine Begrenzung gibt
Short Positionen dienen auch der Absicherung von Long-Portfolions (Hedging)
Generell sind Bullenmärkte, also Märkte mit Wachstum, in den letzten Jahrzehnten wesentlich häufiger
Für den Markt dienen die Short Seller als eine Art Aufräum- und Wachdienst, der schlecht funktionierende Unternehmen ausfindig macht I
In der Regel fallen Zinsen an, welche in der Long Position bei modernen Brokern meist wegfallen
Stark gehypte und somit überbewertete Unternehmen bzw. Branchen lassen sich schnell ausfindig machen
Ungeeignet für einen langfristigen Vermögensaufbau
Geringer Kapitaleinsatz dank Wertpapierleihe/CFDs

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Das große Geschäft mit dem Short Selling: Hedgefonds verstehen

Sie haben sicherlich schon von Hedgefonds gehört. Hedge steht hier zwar für Sicherheit und Absicherung. Tatsächlich sind diese Art von Investmentfonds aber dafür bekannt, hochriskante Geschäfte zu tätigen.

Die Vermögensgesellschaften werden aktiv verwaltet und investieren das ihnen anvertraute Geld für Hebelungen, Derivate und Leerverkäufe. In der Regel wird dennoch die Hälfte des Vermögens in die Long-Position und die andere hälfte in die Short Position gesetzt.

Angeboten werden die Hedgefonds meist nur sehr risikofreudigen Anlegern, die ohnehin ein großes Vermögen haben. Kleine private Anleger werden eher selten die Gelegenheit haben, ihr Geld in einen Hedgefonds zu stecken. Zu den bekanntesten Hedgefonds gehören Bridgewater Associates, Renaissance Technologies und BlackRock, die ebenso im Bereich ETF aktiv sind.

Hedgefonds werden oft dafür kritisiert, dass Sie Firmen, die bereits in einer leichten Schieflage sind, noch weiter in den Abgrund stürzen. In der Tat haben Sie aber auch eine bereinigende Wirkungen. Sie machen z. B. unlautere Geschäftspraktiken wie im Fall von Wirecard deutlich und bilden somit auch eine Art unabhängige Kontrollinstanz.

Short Squeeze und das Beispiel Gamestop: Community gegen Shortseller

Nicht alle Kleinanleger sind mit dem Handeln der Hedgefonds einverstanden. So teilte die Games-Community im Januar 2021 gegen die Short Seller auf, als diese massiv auf fallende Kurse von GameStop setzten.

GameStop Aktie

Hierfür muss zunächst einmal verstanden werden, was ein Short Squeeze ist. Short Squeeze bedeutet, dass die Kurse entgegen der Erwartungen der Shortseller massiv steigen. Nun müssen die Leerverkäufer sehr schnell ihre Positionen zurückkaufen, um ihre Verluste zu begrenzen.

Auf diese Weise kommt es zu einer starken Verknappung des Angebots, während die Nachfrage steigt. Das Resultat ist, dass Preis bzw. Kurs pro Aktie noch stärker anwachsen und außergewöhnliche Höhen erreichen.

Das anfängliche Wachstum der geshorteten Aktien kann natürliche Gründe wie positive News haben oder aber künstlich herbeigeführt werden. Letzteres war bei GameStop der Fall.

Das Unternehmen hatte sich einen Namen als Verleiher von physischen Videospielen einen Namen gemacht. Durch den wachsenden Online-Verkauf brachen die Gewinne über Jahre hinweg ein. Hedgefonds und Shortseller setzten daher auf fallende Kurse.

Die Gaming-Community sah dies als Angriff auf ihre Identität und verabredete sich in einem Reddit-Forum dazu, bei GameStop long zu gehen, also massiv Aktien des Unternehmens zu kaufen. Hierdurch wuchs der Kurs entgegen der Erwartungen der Shortseller an.

GameStop Short Squeeze
GameStop Short Squeeze

Diese waren nun gezwungen, die Positionen so schnell wie möglich zurückzukaufen, was zu einem sprunghaften Steigen der Preise von etwa 17 USD auf fast 350 USD führte. Selbst Ende 2021 liegt der Wert der Aktie immer noch ungewöhnlich hoch. Eine Folge des Short Squeeze.

Strategie kombinieren: Hedging und Long Position
Wie bereits angesprochen ist es sinnvoll die beiden Strategien Hedging und Long zu kombinieren. In der Long Position setzen Sie auf die steigenden Bullenmärkte. Hier kann das Risiko zwar durch die Berechnung optimaler Portfolios nach den Vorgaben des CAPM beschränkt werden. Es gibt aber die das vollkommen sichere Investment beim Kauf von Aktien.

Leerverkäufe können hier eine Absicherung und ein Gegengewicht darstellen. Sollten die Kurse in einer Branche tatsächlich fallen, machen Sie in der Short Position dennoch Gewinn und federn den Verlust in Ihrem Long-Portfolio deutlich ab.

Sie müssen dennoch wissen, dass der Handel mit Leerverkäufen einiges an Erfahrung und kluger Analyse bedarf. Andernfalls ist das Risiko eines Totalverlustes und sogar einer Verschuldung extrem hoch. Wenden Sie sich also nur den Leerverkäufen zu, wenn Sie sich sicher sind, mit diesem Instrument sicher umgehen zu können.

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Gibt es ETFs, die auf Leerverkauf und Wertpapierleihe basieren?

Diversifikation ist auch beim Shorten eine wichtige Kategorie. Der Grundsatz beim Traden heißt schließlich, dass Sie nie Ihr gesamtes Kapital auf eine Karte setzen sollten. Verteilen Sie das Geld also auf mehrere Positionen und Branchen. Zudem lohnt es sich, long und short zu kombinieren. Somit gleichen sich die möglichen Verluste aus und Sie haben dauerhaft ein konstantes Wachstum.

Eine Alternative zur händischen Diversifikation ist ein ETF. Hierbei handelt es sich um börsengehandelte Fonds, in denen sich verschiedenste Aktien befinden. Die ETFs können dabei auf einen der großen Indizes, auf eine Branche oder ein Land bezogen sein. Sie replizieren dabei stets automatisch ohne Verwaltung einen Index.

Mittlerweile gibt es auch Short-ETFs, bei denen Sie auf mehrere Aktien setzen, die im Kurs fallen. Sie handeln hier also invers, also spiegelverkehrt. Der Index wird somit nicht direkt abgebildet, sondern gespiegelt.

Auch wenn ETFs allgemein das Image haben, besonders sicher zu sein, ist das bei einem Short-ETF auf keinen Fall so. Sie stellen eher eine kurzfristige Wette auf fallende Kurse dar und eignen sich für risikofreudige Anleger.

Der Vorteil ist immerhin, dass der Kapitaleinsatz bei den ETFs generell gering ist. Durch die passive Verwaltung fallen so nur sehr wenige Gebühren an. Ein Short-ETF kann u. a. auch zur Absicherung des Long-Portfolios verwendet werden.

Fazit zum Short Selling – besser als sein Ruf

Short Selling scheint auf den ersten Blick ein sehr komplexes Instrument zu sein und hat angesichts des Charakters einer Wette auf negative Entwicklungen einen schlechten Ruf. Tatsächlich haben die Leerverkäufe aber durchaus ihre Berechtigung und können auch für kleine Privatanleger zum Teil ihrer Strategie werden.

Die Grundidee ist es, sich eine Aktie zu leihen, sie sofort zu verkaufen und bei einem gefallenen Kurs für die Rückgabe wieder zu erwerben. Die Differenz minus der Gebühren ist der Gewinn. Somit lässt sich selbst bei einer negativen Entwicklung am Markt ein Plus erzielen.

Der Vorteil liegt aber insgesamt nicht nur im Gewinn aus Verlusten eines Unternehmens, sondern in der Nutzung der Short Position zum Hedging, also zur Absicherung des Investments. Wer überwiegend Long-Papiere im Portfolio hat, kann shorten, um einen Sicherheitsriegel einzubauen. Sollte es in einer Branche zu einem abrupten Absturz der Kurse kommen, federn die Short Positionen die Verluste deutlich ab.

Das war z. B. während der Corona-Krise im Frühjahr 2020 der Fall. Als alle Kurse an der Börse abstürzten, konnten Investoren ihre langfristigen Anlagen durch den Leerverkauf schützen.

Um einen Leerverkauf zu tätigen müssen Sie heute kein professioneller Investor sein. Bei Anbietern wie eToro besteht die Möglichkeit, CFDs zu leihen und zu verkaufen. Dies ist mit wenigen Klicks auf Verkaufen anstatt auf Kaufen möglich. Sie befinden sich somit schnell in der Short Position.

Nutzen Sie also die Möglichkeiten, die sich Ihnen heutzutage bei Brokern wie eToro bieten und machen Sie mit Leerverkäufen kurzfristig Gewinne bei gleichzeitiger Absicherung eines langfristigen Investments.

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FAQs zum Thema Short Selling/Leerverkauf

Was ist Short Selling?

Beim Shortselling oder den Leerverkäufen handelt es sich um Termingeschäfte, bei denen Sie eine geliehene Aktie sofort verkaufen und später im Bestfall zu einem niedrigeren Preis zurückerwerben, um sie dem Verleiher wieder zu geben.

Was ist ein klassisches Beispiel für Leerverkäufe?

Sie leihen sich beispielsweise eine Aktie für 100 Euro aus und entrichten dafür eine Gebühr. Die Aktie wird sofort zum Marktpreis weiterverkauft. Sie haben nur also eine Einnahme von 100 Euro minus der Gebühr von z. B. 5 Euro. Nach Ablauf des Termingeschäfts müssen Sie die Aktie wieder einkaufen, um Sie an den Verleiher zurückzugeben. Unterdessen ist der Preis womöglich auf 50 Euro gesunken. Indem Sie das Papier nun für 50 Euro kaufen, machen Sie also 50 Euro minus 5 Euro Gebühr bei dem Leerverkauf Profit.

Was sind ungedeckte Leerverkäufe?

Bei ungedeckten Leerverkäufen sind Sie im Moment des Verkaufs nicht der Besitzer der Aktie. Da ein solches Geschäft eher risikoreich für alle Beteiligten ist, haben es die deutschen Finanzbehörden verboten. Über internationale Broker sind ungedeckte Shorts dennoch möglich.

Was ist der Unterschied zwischen Short und Long?

In der Long-Position treten Sie ganz klassisch als Käufer von Aktien auf. Sie kontaktieren also den Broker, zahlen einen Betrag und nehmen das Papier ins Depot auf. Wenn der Wert wächst, machen Sie Gewinn.

Die Short-Position ist quasi spiegelverkehrt. Zunächst leihen Sie sich eine Aktie aus und treten dann als Verkäufer dieser geliehenen Aktie auf. Erst kurz vor Ablauf des Leihgeschäfts müssen Sie die Anlage zurückkaufen. Ist sie dann weniger wert, haben Sie Gewinn gemacht.

Welche Broker bieten Leerverkäufe an?

Da sich Leerverkäufe auf Basis von CFDs durchführen lassen, bieten Ihnen mittlerweile viele der Online-Broker Short Selling an. Besonders einfach lässt sich dieses Instrument bei eToro verwenden.

Ist Short Selling schlecht?

Da gerade bei angeschlagenen Unternehmen der Kurs durch Short Seller nach unten gedrückt werden kann, haben Leerverkäufer international einen schlechten Ruf. Dabei machen Shortseller in Wirklichkeit auch Firmen ausfindig, bei denen es Ungereimtheiten in der Geschäftsführung gibt.

Auf diese Weise fungieren Sie als eine wichtige Kontrollinstanz. Im Fall von Wirecard waren es so vor allem die Leerverkäufer, welche auf die illegalen Geschäftsgebaren des Fintechs aufmerksam geworden sind, während die staatlichen Prüfstellen darüber hinweg gesehen haben.

Was sind Hedgefonds?

Hedging steht eigentlich für „absichern“ und bezieht sich darauf, dass man mit der inversen Strategie der Leerverkäufe seine Long-Position auf Dauer schützen kann. Hedgefonds stecken das ihnen anvertraute Geld aber oft in sehr riskante Termingeschäfte und nutzen auch Hebel bei ihren Investitionen. Entsprechend gibt es bei den Hedgefonds durchaus einige hohe Verlustgefahren. Kleine Privatanleger kommen allerdings nicht mit den Hedgefonds als Anlage in Kontakt.

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