Eigenkapital (Equity) im Trading – Definition & Erklärung

Wenn Sie Interesse an Trading haben, dann gibt es eine ganze Menge Konzepte und Begriffe, die Sie nicht nur kennen, sondern vor allem auch verstehen sollten. Einer der grundlegendsten und wichtigsten Begriffe ist das Eigenkapital. Oftmals wird hierbei auch der englische Begriff Equity verwendet. Doch was genau wird mit dem Begriff bezeichnet und in welchen Bereichen des Trading ist er von Bedeutung? Im Folgenden ist alles Wissenswerte rund um das Eigenkapital zusammengefasst.

Eigenkapital ist Voraussetzung für das Trading.

Definition: Was ist Eigenkapital (Equity)?

Um es zu Beginn einfach zu halten: Unter Equity wird im Allgemeinen der gesamte Wert eines Trading-Kontos bezeichnet. Der Begriff bezeichnet also das komplette Vermögen, welches Sie auf dem Konto eines Brokers haben. Wenn Sie alle Positionen schließen würden und sich das Geld auszahlen lassen, dann könnten Sie genau den Betrag des Eigenkapitals sichern.

Das Eigenkapital auf einem Trading-Konto errechnet sich zum einen aus der Margin, welche aus den offenen Positionen resultiert. Außerdem kommt das ungenutzte Kapital auf dem Konto hinzu – also das Kapital, das gerade nicht investiert ist. Falls Sie derzeit keine offenen Positionen haben, wird die Equity als “freie Margin” bezeichnet und entspricht ganz einfach Ihrem Kontostand.

Wie verändert sich das Eigenkapital

Die Schwankungen des investierten Kapitals unterliegen den grundlegenden Gesetzen der Börse. Der Wert des Eigenkapitals wird durch den Preis der Aktien bestimmt, welche Sie von Unternehmen halten. Wenn diese eine gute Performance zeigt, dann steigt Ihr Kapital – und andersherum. Die Equity unterliegt daher sekündlichen Schwankungen, wenn die Börsen geöffnet haben.

Hinzukommen die Dividenden. Bei den Dividenden-Aktien schütten Unternehmen in regelmäßigen Abständen einen Teil ihres Gewinns an die Aktionäre aus. Diese Beträge fließen direkt in Ihr Eigenkapital auf das jeweilige Broker-Konto. Bei diesem Vorgang gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten: Entweder sind Ihre Anlagen auf einem thesaurierenden System aufgebaut, bei dem die Dividenden direkt wieder in Aktien investiert werden. Oder die Beträge werden dem Kontostand gutgeschrieben. In beiden Fällen wird das Eigenkapital um die jeweiligen Beträge aufgestockt.

Die Parameter im Equity Trading

Rund um offene Positionen in Ihrem Trading-Konto werden mehrere Parameter einberechnet, um das Eigenkapital genau zu bestimmen. Bei den meisten Trading-Plattformen spielen die folgenden vier Parameter eine übergeordnete Rolle rund um das Equity.

  • Margin: Die Margin ist der wichtigste Parameter rund um das Equity Trading. Mit dem Begriff wird die Höhe der Sicherheit bezeichnet, die Sie als Trader/in für eine offene Position hinterlegen müssen, wenn Sie den Trading Hebel benutzen wollen, den Ihr Broker zur Verfügung stellt. Durch die Hebel erlauben es Broker Ihren Trader/innen mit mehr Finanzmitteln zu handelt, wie diese eigentlich auf ihren Konto haben. Trading findet an den Finanzmärkten oftmals stark gehebelt statt, dazu muss aber immer eine Margin hinterlegt werden.
  • Kontostand: Der Kontostand umfasst alle Mittel Ihres Trading-Kontos. Durch offene Positionen wird er erst dann beeinflusst, wenn Sie diese schließen.
  • Freie Margin: Die freie Margin verändert sich stetig. Zum Kontostand wird sie erst dann gezählt, wenn die entsprechenden Positionen geschlossen sind.
  • Kapital:Das Kapital entspricht der “wahren” Höhe des Kontostandes – und zwar dann, wenn alle Positionen geschlossen sind. Der Kontostand aller Trader/innen ergibt sich daher aus dem Eigenkapital und den Profiten und Verlusten aus offenen Positionen, welche noch nicht realisiert wurden.

Sie sollten diese Begriffe unbedingt vollends verstehen und auseinanderhalten können, wenn Sie als Trader/in aktiv werden wollen. Nur so können Sie stets einen Überblick über alle Positionen haben und das Risiko einschätzen. So kann auch der unter Trader/innen gefürchtete Margin Call in der Regel verhindert werden. Dieser widerfährt in den meisten Fällen denjenigen, welche die Beziehungen zwischen den verschiedenen Parametern falsch einschätzen.

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Wie funktioniert Equity Trading?

Das Trading rund um das Eigenkapital stellt allgemein betrachtet das Ergebnis von Profiten und Verlusten dar. Diese können aus offenen und geschlossenen Positionen resultieren. Die Veränderung des Eigenkapitals steht in Abhängigkeit mit den Profiten und Verlusten, welche nicht realisiert wurden. Sobald die Positionen geschlossen sind, werden Profite und Verluste auf Ihrem Konto verrechnet. Daraus ergibt sich die Equity.

Das Equity Trading ist zudem der wichtigste Faktor, wenn es um den Umgang mit dem Hebel geht. Es ist zu raten, dass das Eigenkapital immer höher ist als die Margin, welche Sie für Trades hinterlegen. Die Auswahl der Trading Equity und des richtigen Hebels ist von größter Bedeutung. So können Sie Verluste vermeiden und Profite erzielen. Der vielleicht wichtigste Punkt rund um das Equity Trading ist es zu verstehen, dass es für ein ausgeglichenes Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) eingesetzt wird. Außerdem soll der Einfluss des Hebels nachvollzogen werden können.

So wird Equity Trading angewendet

Um die Bedeutung und die Funktionsweise des Equity Trading zu verdeutlichen, müssen Sie nun noch die Formel beherrschen, mit denen Margin und freie Margin errechnet werden können. So können Sie die wichtigen Werte rund um das Eigenkapital berechnen und stets auch schätzen.

Die Margin wird mit folgender Formel bestimmt: Tradevolumen * Kurs des Basiswerts) : Hebel

Die freie Margin errechnet sich schließlich aus der Trading Equality abzüglich der Margin.

Tipps und Tricks zum Equity Trading

Erfahrung ist rund um das Trading nach den Kenntnissen aller Parameter und Begriffe der wichtigste Faktor. Es gibt aber auch schon für Neuanfänger an der Börse einige Tipps, mit denen Sie rund um das Eigenkapital gut aufgestellt sind. Dazu habe ich zwei Fallbeispiele zusammengefasst:

Sobald es im Markt zu einer Umkehr kommt – und damit gleichzeitig die Verluste sinken – wird der Marginbetrag höher. Die Trading Equity wird die Margin dann bald überholen. Wenn Sie einen neuen Trade anstreben, dann wird dieser durch den Abstand definiert, welcher die beiden Parameter aufbauen.

Falls sich der Markt gegen Sie bewegt, dann ist zu vermuten, dass das Eigenkapital unter die Margin fällt. Das bedeutet, dass die offene Position kaum mehr gehalten werden und schnellstmöglich geschlossen werden sollte. So können Sie die Gleichungen noch ausbalancieren, und das Kapital des Brokers schützen. Die Grenzen werden von den meisten Brokern bei einer bestimmten Prozentzahl gesetzt. In den meisten Fällen beträgt dieses so genannte Margin Level um die zehn Prozent. Wenn Ihre Trading Equity dann diese Prozentzahl erreicht, werden alle Positionen mit Verlust automatisch geschlossen. Begonnen wird mit der Position, welche den größten Verlust bietet.

Fazit: Verständnis ist alles

Wenn Sie alle Abläufe und die Bedeutung rund um das Equity Trading vollumfänglich erfasst haben, dann kann das Ihren Tradingaktivitäten eine Struktur geben. Das große Risiko können Sie dadurch ebenfalls vermeiden. Mit einem guten Verständnis des Eigenkapitals und allem, was noch dazugehört, können Sie verantwortungsvoll und ambitioniert traden. Außerdem vermeiden Sie den Margin Call – den Worst Case aller Trader/innen.

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