Wie funktioniert der Auktionsmarkt? – Definition & Erklärung

Beim Auktionsmarkt kommen die Käufer mit den höchsten Kaufangeboten und die Verkäufer mit den niedrigsten akzeptierten Verkaufsangeboten zusammen. Es handelt sich also um ein Verfahren, das Kaufen und Verkaufen vereinfacht und dabei Liquidität gebündelt wird. Für die Organisation dieser Transaktionen werden sogenannte Auktionatoren als Vermittler zwischen Käufer und Verkäufer tätig. Sie bringen exakt die Parteien zusammen, die den gleichen Preis angegeben haben. Es handelt sich dabei um Spezialisten, die für eine Börse arbeiten. Ebenso bietet das elektronische Handelssystem Xetra die Kursermittlung nach dem Auktionsprinzip an. Ein Service kombiniert die Handelsmodelle “Auktion”, “Fortlaufender Handel” und “Trade-at-Close”.

Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten: Ein Einblick in den Auktionsmarkt
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Auktionsmarkt: Die Arten der Auktionen

Der Auktionsmarkt sieht verschiedene Auktionen vor: die Eröffnungsauktion, die Schlussauktion und gegebenenfalls mehrere Auktionen im Laufe des Handelstages.

  • Eröffnungsauktion: Hiermit startet der Handel. Die Liquidität wird gebündelt und aus möglichst vielen Orders wird der Eröffnungspreis ermittelt. Nachdem der Preis durch die Nachfrage ermittelt wurde, wird der fortlaufende Handel weitergeführt.
  • Untertägige Auktionen: Je nach Aktie ermöglichen tagsüber, meistens zur Mittagszeit, die Auktionen eine Bündelung von Liquidität. Alle Orders aus der Eröffnungsauktion sowie aus weiteren Auktionen im Laufe des Tages werden immer ausgeführt, sofern sie ausführbar sind. Somit gibt es keine preisliche Überschneidung von Geldangebot und Briefangebot. Für alle Orders, die bis dahin nicht ausgeführt werden konnten, erfolgt die Übernahme in den fortlaufenden Handel.
  • Schlussauktion: Zum Börsenschluss wird nochmals die Liquidität gebündelt, um den Schlusspreis des Tages zu ermitteln. Durch die Liquiditätsbündelung liegt ein marktnaher Preis vor. Aus diesem Grund dient dieser Preis oft als Basis für die Bewertung von Vermögensanlagen, beispielsweise Depots.

Mit Xetra Trade-at-Close (TaC) nach Auktionsende handeln

Seit November 2020 ist es über die elektronische Handelsplattform Xetra möglich, nach Auktionsende zum Preis der Schlussauktion zu handeln. An TaC nehmen Aufträge teil, die entweder nicht ausgeführt wurden, oder neue Aufträge. Die Aufträge müssen gekennzeichnet werden, um am TaC teilzunehmen. Der Handel findet über einen Zeitraum von rund 10 Minuten statt.

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Der Ablauf der Preisfindung am Auktionsmarkt

Jede Auktion besteht aus drei Abschnitten:

  • Aufrufphase: Das Orderbuch ist in dieser Phase teilweise geschlossen. Die Teilnehmer geben ihre Orders ein oder ändern bestehende Orders. Um Manipulationen auszuschließen, ist das Ende der Aufrufphase zufällig. Die Kauforders und Verkaufsorders werden zentral, in einem Orderbuch, geführt. Diese Bündelung der Liquidität ist die Grundlage für die anschließende Preisfeststellung.
  • Preisermittlungsphase: Auf Grundlage der zum Ende der Aufrufphase vorliegenden Orders wird nach dem Meistausführungsprinzip der Auktionspreis ermittelt. Dazu werden sämtliche Gebote nach der Höhe sortiert. Anschließend wird der Preis so festgelegt, dass alle Gebote, angefangen vom Höchsten, eine Zuteilung erhalten, bis das angebotene Volumen aufgebraucht ist.
  • Marktausgleichsphase: Sollte nach der Preisermittlung ein Überhang bestehen, werde diese Werte dem Markt zum Auktionspreis angeboten.

Beispiel:

Der praktische Ablauf und die Preisfindung werden an einem Beispiel verständlich. Es liegen folgende Verkaufsaufträge vor:

  • 400 Stück mit Limit 197 Euro
  • 200 Stück mit Limit 198 Euro
  • 100 Stück mit Limit 200 Euro

sowie folgende Kaufaufträge:

  • 300 Stück mit Limit 200 Euro
  • 200 Stück mit Limit 201 Euro
  • 200 Stück mit Limit 202 Euro

Unter diesen Bedingungen kommt ein Auktionspreis von 200 Euro zustande, da damit das höchste Ordervolumen gehandelt wird und kein Überhang besteht. Die ausführbaren Aufträge sind in dem Beispiel:

Kauforders:

300, 200 und 200 Stück zu jeweils 200 Euro

Verkaufsorders:

400, 200 und 100 Stück zu jeweils 200 Euro

In der Praxis wird die Rechnung nicht immer komplett aufgehen. Die Regel ist jedoch immer die gleiche: Am Auktionsmarkt wird der Kurs als Auktionspreis festgelegt, bei dem der größte Umsatz sowie der geringste Überhang entstehen.

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