Investitionsportfolio

Was ist ein Portfolio? – Definition für Trader

Der Begriff Portfolio im Zusammenhang mit der Börse beschreibt die Summe aller Wertpapiere eines Investors. Was in der Definition leicht zu erklären ist, birgt bei näherer Betrachtung einige Detailfragen mit sich. Ein Investor sollte sich im Vorfeld darüber Gedanken machen, wie er sein Portfolio aufstellen möchte und welches Risiko er dabei eingehen will.

Hierbei kommt das Wort Diversifikation ins Spiel, wodurch das Risiko auf verschiedene Märkte aufgeteilt werden kann. Ist das Portfolio zusammengestellt, will dieses verwaltet werden. Ein Investor muss also dauerhaft das Wachstum und die Gesundheit des Portfolios im Auge behalten.

Der Aufbau eines Portfolios

Per Definition ist das Portfolio schnell erklärt. Es handelt sich dabei um ein Bündel von Vermögenswerten. Bezogen ist das Portfolio immer auf einen Trader oder ein Unternehmen, welches diese Vermögenswerte besitzt. Im Portfolio sind alle Wertpapiere wie beispielsweise Aktien, Anleihen, Derivate oder CFD gelistet. Die Summe aller Wertpapiere beschreibt das Kapitalvermögen des Investors. Wird mehr als nur ein Broker genutzt, so müssen die Portfolios der einzelnen Anbieter manuell zusammengerechnet werden, damit ein Gesamtbild der Vermögenswerte entsteht.

Gerade bei der Risikoverteilung ist es wichtig, die Gesamtheit der Broker zu betrachten. Die hier genannte Definition bezieht sich auf das Portfolio im Finanzwesen. Zusätzliche Vermögenswerte können beispielsweise über Immobilien, Schmuck, Autos oder weitere physische Wertgegenstände entstehen. Beim Aufbau eines Portfolios verfolgen Investoren in den meisten Fällen das Motiv der Vermögensvermehrung bei gleichzeitiger Risikosenkung.

Risikoverteilung und Diversifikation im Portfolio

Jedes Portfolio ist unterschiedlich und aus jedem Portfolio lässt sich die Risikobereitschaft eines Investors ablesen. Unterschiedliche Risikoaffinitäten sind normal, jedoch sollte ein Investor bewusst ein gewisses Risiko über seine Finanzprodukte auswählen, anstatt dies dem Zufall zu überlassen. Es bestehen große Unterschiede zwischen konservativen und aggressiven Anlagemethoden. Ist ein Anleger eher risikoscheu, so sollte er sich ein konservatives Portfolio aufbauen, welches durch Anleihen und einen kleinen Teil sicherer Aktien entsteht.

Der jährliche Ertrag ist über einen längeren Zeitraum sicherlich kleiner, jedoch hält sich die Volatilität in Grenzen und das Risiko eines Totalverlustes ist nur in sehr geringem Maße gegeben. Ein aggressiver Investor hingegen besitzt beispielsweise ausländische Aktien, CFDs oder Optionsscheine mit einem hohen Hebel. Die Chancen auf hohe jährliche Erträge sind hierbei groß, jedoch steigt automatisch das Risiko zum Totalverlust.

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Diversifikation ist immer empfehlenswert

Damit das Risiko bei gleichbleibenden Gewinnchancen minimiert werden kann, ist eine Diversifikation im Portfolio empfehlenswert. Die Diversifikation beschreibt das Schaffen eines ausgewogenen Risikoprofils im Wertpapierdepot. Hintergrund ist die dauerhafte Maximierung der Rendite mit möglichst wenig Verlusten einzelner Positionen. Es wird versucht, das Kapital in unterschiedliche Branchen oder gar Finanzprodukte zu streuen, damit eventuelle Verluste in einzelnen Produkten durch Gewinne in anderen Bereichen ausgeglichen werden. An der Börse können Risiken und Verluste nie ausgeschlossen werden. Damit diese jedoch nicht gleich das gesamte Depot belasten, wird eine Streuung in unterschiedliche Wirtschaftsbereiche vorgenommen.

Die Finanzprodukte an den Börsen decken bestimmte Unternehmen, Branchen, Märkte oder Länder ab. Unter Umständen sind die Risiken für wirtschaftliche Ereignisse in den jeweiligen Börsen unterschiedlich und hängen nicht so stark zusammen. Investoren machen sich dies zunutze und legen ihr Kapital in diverse Vermögenswerte an. Wird ein Unternehmen von negativen Nachrichten oder gar einer Insolvenz getroffen, so entstehen dem Investor deutliche Verluste. Durch eine Diversifikation können diese Verluste ausgeglichen werden, da in einem anderen Wirtschaftsbereich die Aussichten als äußerst positiv bewertet werden und daher die Kurse steigen. Selbstverständlich ist eine Garantie auf genaue Diversifikation kaum gegeben, da alle Wertpapiere ein Wetten auf die Zukunft bedeuten und somit keine genauen Sicherheitssysteme aufgebaut werden können.

Der Börsenhandel ist nicht risikofrei!

Andere Risiken an der Börse lassen sich nicht diversifizieren. Hierbei handelt es sich um die allgemeinen Risiken, die Finanzprodukte immer mit sich bringen. So kann es zu einer globalen Wirtschaftskrise, zu einer Pandemie oder zu einer Naturkatastrophe kommen, von denen sämtliche Finanzprodukte betroffen wären. In einem solchen Fall ist eine Risikoverteilung nicht ausreichend. Unterschiedliche Branchen wären vollumfänglich betroffen und der Investor würde Geld verlieren. Ein Schutz vor diesen Risiken ist durch reine Diversifikation nicht möglich. Dieses sogenannte systematische Marktrisiko ist nicht zu verhindern und das Gegengewicht zu den Renditen, die Investoren für ihr Geld erhalten.

Eine weitere Möglichkeit der Diversifikation im Portfolio ist das Hedging. Hierbei geht ein Investor für alle seine Positionen eine Gegenposition in anderer Richtung ein, wenn es zu Unsicherheiten an der Börse kommt. Ist die Marktlage im normalen Zustand, muss jedoch auf das Hedging verzichtet werden, da ansonsten die Gewinne durch die gleichzeitigen Verluste der Gegenposition aufgebraucht werden würden. Das Hedging ist eine komplizierte Disziplin, die nur von erfahrenen Trader mit einem großen Know-how zu Finanzprodukten durchgeführt werden sollte. Die Diversifikation im Portfolio hat nicht nur Vorteile für Investoren.

Dadurch, dass immer auch Produkte gekauft werden müssen, die rein der Risikominimierung dienen, geht die Diversifikation zulasten der Rendite. Auch der deutlich häufigere Kauf und Verkauf von Finanzprodukten verursacht Kosten durch Gebühren und den Spread. Diese zusätzlichen Kosten gilt es einzuberechnen.

Portfolioverwaltung und -überwachung

Will ein Investor eine aktive Portfolioverwaltung betreiben, so sind hierfür einige Aufwendungen im Börsenalltag notwendig. Es muss eine regelmäßige Überwachung und eventuelle Nachjustierung stattfinden, da Aktien und Portfolios sich in einem ständigen Wandel befinden. Zunächst ist bei der Portfolioverwaltung auf den richtigen erstmaligen Aufbau zu achten. Das gewünschte Risikoverhältnis muss ein Investor für sich selbst festlegen und kann es im Anschluss rechnerisch überprüfen. Hierfür stehen die beiden Risikokennzahlen Sharpe-Verhältnis oder Sortino-Verhältnis zur Verfügung.

Sharpe-Verhältnis

Beim Sharpe-Verhältnis wird der Ertrag in ein Verhältnis zum eingegangenen Risiko gesetzt. Dazu wird der aktuelle risikolose Zinssatz aus dem 3-Monats-EURIBOR Zins abgelesen und von der Performance des Wertpapiers abgezogen. Dieses Ergebnis wird durch die Volatilität des gleichen Finanzproduktes dividiert. Passt das Ergebnis zur gewünschten Risikoklasse des Traders, so kann das Wertpapier in das Portfolio aufgenommen werden. Andernfalls ist davon abzuraten, da das Produkt nachweislich nicht zu den Vorstellungen des Investors passt. Das Sortino-Verhältnis ist eine Kennzahl, die am Sharpe-Ratio angelehnt ist und dieses modifiziert.

Sortino-Ratio

Die Sortino-Ratio bringt ebenfalls den Ertrag in ein Verhältnis zum eingegangenen Risiko. Während jedoch beim Sharpe-Ratio die Volatilität über die gesamten Auf- und Ab-Bewegungen des Kurses errechnet wird, ist dies beim Sortino-Verhältnis nur bei den Abwärtsbewegungen der Fall. Dies hat den Hintergrund, dass Aufwärtsbewegungen positiv gesehen werden und somit nicht in das Verhältnis einfließen. Ein Investor kann es somit als Geschmackssache sehen, ob er eher zum Sortino-Verhältnis oder zur Sharpe-Ratio greifen will.

Anleger und Trader müssen in der regelmäßigen Überwachung ihres Portfolios die Kennzahlen ihrer Wertpapiere überprüfen. Diese können sich verändern, wenn der risikolose Zinssatz oder die Volatilität nicht mehr dem herkömmlichen Muster entsprechen. Doch auch die Risikobereitschaft des Investors kann sich durch finanzielle Veränderungen im Leben verändern, wodurch das Portfolio ebenfalls angepasst werden muss. Eine weitere Aufgabe der Portfolioüberwachung ist die dauerhafte Überprüfung der einzelnen Titel.

Trotz aller Vorsicht können Aktien auf Dauer an Wert verlieren oder Unternehmen in die Insolvenz abrutschen. In solchen Momenten müssen Veränderungen am Portfolio vorgenommen werden, da die schwachen Titel durch leistungsstarke ersetzt werden sollten. Außerdem kann es vorkommen, dass ganze Branchen ins wirtschaftliche Hintertreffen geraten und somit ein Umbau im Portfolio notwendig wird. Die globale Finanzwelt befindet sich in einem steten Wandel, wodurch mit einem aktiven Management im Portfolio gegengesteuert werden muss.

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