Der TecDAX zählt zur deutschen DAX-Familie.

TecDAX

TecDAX einfach erklärt – Definition des Deutschen Aktienindex

Der TecDAX ist ein Aktienindex der Deutschen Börse AG. In ihm sind die 30 größten Unternehmen gelistet, die in Deutschland zu den Technologiewerten zählen. Es handelt sich beim TecDAX um den Nachfolger des Nemax50, der nach dem Platzen der Dotcom-Blase um 93 Prozent eingebrochen war und keine Zukunft mehr hatte. Der Index der Technologietitel wurde am 24. März 2003 eingeführt und ist ein sogenannter Parallelindex. Dies bedeutet, dass die gelisteten Unternehmen zusätzlich zum TecDAX auch im DAX, im MDAX oder im SDAX gelistet sein könnten, wenn sie die notwendigen Kriterien aufweisen. Der TecDAX hatte sein bisheriges Allzeithoch im August 2021 mit 3.874 Punkten.

Der TecDAX zählt zur deutschen DAX-Familie.
Der TecDAX zählt zur deutschen DAX-Familie.

TecDAX Definition

Das Wort TecDAX leitet sich von Technologie und Deutscher Aktienindex ab. Der Index gibt die Wertentwicklung der dreißig größten deutschen Unternehmen wieder, die dem Technologiesektor entstammen und an der Frankfurter Börse gehandelt werden. Für die Berechnung wird die Marktkapitalisierung der in Streubesitz befindlichen Aktien gemessen. Der TecDAX ist Bestandteil der DAX-Familie, der neben dem DAX, dem MDAX oder dem SDAX über 900 weitere Aktienindizes angehören.

Es handelt sich beim TecDAX um einen Performanceindex. Viele Indizes weltweit werden als Kursindex gesehen, was auf die deutschen Indizes jedoch nicht zutrifft. Zwar wird der TecDAX ebenfalls als Kursindex herausgegeben, es wird beim Begriff TecDAX allerdings immer der Performanceindex gemeint. Ein Performanceindex beschreibt einen Aktienindex, in dem die Dividenden reinvestiert und somit eingerechnet werden. Dies wird weltweit kritisch gesehen, da ein solches Vorgehen nicht der Realität entspricht. Da global von Kursindizes ausgegangen wird, gilt der TecDAX als verzerrt und nicht vergleichbar. Ist beispielsweise ein Vergleich der Wertsteigerung mit dem amerikanischen NASDAQ gewünscht, so kann aufgrund der Dividenden nicht einfach auf die Kurse geschaut werden.

Zur Kursberechnung des TecDAX erfolgt eine sekündliche Aktualisierung über das Handelssystem XETRA am Frankfurter Börsenparkett. Startschuss für die Berechnung ist werktäglich um 09:06 Uhr nach mitteleuropäischer Zeit. Der Handel endet nach 17:30 Uhr, sobald die Schlussauktion abgeschlossen ist. Für einen Handel ab 08:00 Uhr oder bis 22:15 Uhr, können andere Produkte aus der DAX-Familie genutzt werden, wozu beispielsweise der Late-TecDAX gehört.

Der Wert des TecDAX ermittelt sich aus den Werten der gelisteten Unternehmen. Dazu wird jede AG nach ihrer Marktkapitalisierung gewichtet. Hierdurch ergibt sich, dass die großen Unternehmen den TecDAX deutlich mehr beeinflussen, als die kleineren Aktiengesellschaften. Der Aktienkurs eines Unternehmens wird mit dem Faktor der Gewichtung multipliziert. Im Anschluss werden die Dividenden hinzuaddiert, wodurch sich durch die Summe aller Unternehmen der Wert des TecDAX ergibt. Die Berechnung erfolgt völlig automatisch nach einer bewährten Formel des Ökonomen Ernst Louis Étienne Laspeyres.

Geschichte des TecDAX

Der TecDAX wurde am 24.03.2003 eingeführt. Er gilt als Nachfolger des Nemax50, der durch Bilanzfälschungen, Insidergeschäfte und das Platzen der Dotcom-Blase in Verruf geraten war. Dennoch wird der Nemax50 bei Rückrechnungen des TecDAX einbezogen. Seine Normierung erfolgte am 30.12.1997 bei 1.000 Punkten. Der Nemax50 enthielt die größten Werte, die damals dem neuen Markt zugeordnet werden konnten. Im Gegensatz zum TecDAX war keine Spezialisierung auf einen bestimmten Wirtschaftsbereich gegeben. Der Nemax50 stieg seit seiner Gründung im Zusammenhang mit der Dotcom-Blase innerhalb von sieben Monaten ohne Unterlass. Zum 31.07.1998 war eine Verdreifachung erfolgt. Nach einem Rücksetzer von knapp 40 % stieg der Nemax50 in den folgenden Monaten bis zum 10.03.2000 auf ein Allzeithoch von 9.694,07 Punkten.

An diesem Tag platzte die sogenannte Dotcom-Blase und der Nemax50 verlor in kürzester Zeit seine gesamten Gewinne, sodass er im September 2001 bei 683,82 Punkten verharrte und 93 % des Wertes verloren waren. Der Nemax50 war gescheitert und musste grundlegend erneuert werden. In den folgenden zwei Jahren mit einem zwischenzeitlichen Allzeittief bei 306,32 Punkten wurde der Nemax50 zum Auslaufmodell, sodass er am 21.03.2003 vom TecDAX abgelöst werden konnte. Dieser zeigte sich weniger volatil und stieg stetig bis ins Jahr 2007 an, in dem er einen Stand von 1.043 Punkten erreichte. Es folge die internationale Finanzkrise, die den TecDAX auf 405,14 Punkte abstürzen ließ. Bis das neue Allzeithoch des TecDAX aus dem Jahr 2007 wieder erreicht wurde, dauerte es bis zum September 2013. Mit Ausnahme der Coronakrise hält der stetige Wertanstieg der Technologiebörse an. Im August 2021 lag das aktuelle Allzeithoch bei 3.874,59 Punkten.

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Wie bildet sich der TecDAX?

Der TecDAX ist ein Zusammenschluss der größten deutschen Technologieunternehmen. Bereits seit der Gründung im Jahr 2003 sind die Unternehmen AIXTRON, Drägerwerk, Pfeiffer Vacuum, QIAGEN, United Internet und Software AG Bestandteil im TecDAX. Der TecDax ist ein auf einen Wirtschaftsbereich spezialisierter Parallelindex, weshalb in ihm Unternehmen gelistet sind, die bereits Bestandteil im DAX, MDAX oder SDAX sind. Diese gleichzeitige Handhabung findet seit dem September 2018 statt. Zuvor waren die im TecDAX enthaltenen Titel ausschließlich dort gelistet. Es heute für eine ordnungsgemäße Listung die Vorgaben der DAX-Familie. Dies bedeutet, dass die Unternehmen einen Streubesitz von mindestens 10 % aufweisen, einen Sitz in Deutschland vorweisen und auf dem XETRA-Markt gehandelt werden müssen. Gibt es keinen Sitz in Deutschland, so reicht es aus, wenn der Großteil der Aktien in Frankfurt gehandelt werden und zudem ein Sitz in der EU vorhanden ist.

Im TecDAX sind Unternehmen gelistet, die sich in ihrer Größe deutlich unterscheiden. So nimmt das Unternehmen SAP beispielsweise mit 11,21 % einen sehr hohen Anteil ein und kann den Wert des gesamten TecDAX durchaus beeinflussen. Ebenfalls mit rund 10 % sind die Unternehmen Deutsche Telekom, Infineon und Siemens Healthineers gewertet. Zu den kleineren Titeln hingegen zählen LPKF, Pfeiffer Vacuum, Drägerwerk und SMA Solar Technology, die jeweils nur etwa ein halbes Prozent vom TecDAX ausmachen. Von den dreißig Aktiengesellschaften gehören fünf dem Sektor Software und je vier den Sektoren Biotechnologie und Telekommunikation an, womit diese Branchen am häufigsten vertreten sind. Andere Branchen im TecDAX bilden beispielsweise die Medizintechnik, die Halbleiterindustrie oder der Maschinenbau.

Wo kann ich den TecDAX handeln?

Der TecDAX ist ein Index, weshalb ein Investor nicht einfach Anteile erwerben kann, wie es bei einem Kauf von Unternehmensaktien der Fall wäre. Soll eine Investition in den TecDAX stattfinden, kann dies nur über den Umweg von Finanzprodukten laufen. Hierfür stehen die Möglichkeiten CFD, ETF oder Optionsscheine zur Verfügung. Bei dem Kauf von CFD benötigt der Trader ein Konto bei einem spezialisierten Broker wie FxPro. Dieser stellt Investitionsmöglichkeiten in verschiedene Produkte wie Rohstoffe, Devisen, Edelmetalle oder eben auch Aktienindizes zur Verfügung. Der Trader kann nun über seine Handelsplattform speziell in den TecDAX investieren, ohne tatsächlich Anteile zu kaufen. Er geht sozusagen eine Wette mit seinem Broker über steigende oder fallende Kurse ein. CFD haben den Vorteil, dass sie sehr detailliert und sauber den Kurs widerspiegeln und das ein Trader immer genau über seine Ein- und Ausstiege informiert wird. Eine perfekte Planung ist möglich, wobei langfristige Investitionen durch Haltegebühren in der Nacht eher nicht zum Standard gehören.

Eine deutlich gängigere und risikoärmere Methode ist die Investition in ETFs. Diese Fonds werden unterteilt in solche Produkte, die tatsächlich in Aktien investieren und in solche, die den Kurs nur nachbilden. Für eine Investition empfehlenswert sind die Produkte, die tatsächlich in Aktien investieren, da hierdurch Gegenwerte entstehen, die Sicherheiten garantieren. Die Auswahl verschiedener ETFs ist riesig. Interessenten sollten sich darüber informieren, welche Gebühren vom Emittenten erhoben werden, um Unterschiede festzumachen. Außerdem ist es ratsam, die Höhe der eingezahlten Kundengelder zu vergleichen, da Fonds mit einem hohen Wert mehr Sicherheit bieten.

Eine dritte Möglichkeit zur Investition in den TecDAX wird über Optionsscheine geschaffen. Über diese Scheine kann ein Investor sein Geld gehebelt einsetzen. Je nach Risikoaffinität bestimmt der Trader selbst, wie stark er seinen Einsatz hebeln möchte. Er profitiert oder verliert über die Bewegungen im TecDAX je nach Hebel überproportional, wobei auch Totalverluste im Bereich des Möglichen sind. Optionsscheine haben in den meisten Fällen ein Ablaufdatum und der Wert der Produkte verliert stärker, desto näher dieses Datum rückt. Außerdem gibt es die sogenannten KnockOut-Scheine, die zwar nicht mit einem Ablaufdatum versehen sind, aber dafür eine Schwelle besitzen, bei deren Über- oder Unterschreiten die gesamte Investition wertlos verfällt. Vor einer Investition in Optionsscheine sollte sich ein Trader genau über die Finanzprodukte informieren und nur das kaufen, was er auch wirklich versteht.

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