Der MDAX ist zurzeit in einem positiven Trend.

MDAX

MDAX einfach erklärt – Definition des Deutschen Aktienindex

Beim MDAX handelt es sich um einen Aktienindex, welcher durch die Deutsche Börse AG herausgegeben wird und der DAX-Familie angehört. Der Index gilt als Unterbau zum DAX und beinhaltet 60 Unternehmen, die vom Wert der Marktkapitalisierung auf die DAX-Unternehmen folgen. Der MDAX wurde am 19.01.1996 eingeführt, lässt sich über Rückrechnungen jedoch auf sein Nominierungsdatum am 30.12.1987 bei 1.000 Punkten zurückdatieren. Der Name MDAX leitet sich von Mid-Cap-DAX ab, wobei das Wort Mid-Cap in diesem Fall für mittelgroße Unternehmen steht. Der MDAX ist ein Performanceindex, in dem Dividenden einberechnet werden. Seinen bisherigen Höchststand hatte der Index bei 36.025,87 Punkten im August 2021.

Der MDAX ist zurzeit in einem positiven Trend.
Der MDAX ist zurzeit in einem positiven Trend.

MDAX Definition

Der MDAX ist ein Index aus sechzig deutschen Unternehmen. Er beschreibt die Wertentwicklung der Unternehmen, die zu klein für den DAX sind, aber dennoch eine gewichtige Rolle an der Deutschen Börse spielen. Es wird daher vom Aktienindex für mittelgroße Unternehmen gesprochen. Die Berechnung des MDAX erfolgt anhand der Marktkapitalisierung der Aktien, die sich im Streubesitz befinden. Genau wie der DAX, der TecDAX oder der SDAX gehört der MDAX zur DAX-Familie, die von der Deutschen Börse AG herausgegeben wird. In ihr sind weitere 900 Aktienindizes gelistet, die alle nach den gleichen Regeln aufgestellt werden.

Der MDAX ist wie nahezu alle deutschen Indizes ein Performanceindex. Dies bedeutet, dass in ihm die Dividenden einberechnet und reinvestiert werden, die die gelisteten Unternehmen ausschütten. Das Vorgehen sorgt für Kritik, da hierdurch der MDAX verfälscht wird und nicht der Realität entspricht. Global wird bei den Indizes von einem Kursindex ausgegangen, bei dem die Dividende ausgeschüttet wird. Daher gilt der MDAX, wie auch der DAX oder andere Produkte der Deutschen Börse, als nicht vergleichbar mit anderen Indizes. Soll also die Wirtschaftskraft in Deutschland anhand der Börsenkurse bestimmt werden, ist dies im Vergleich zu den anderen weltweiten Börsen nur über die Kursindizes möglich. Ein solcher Kursindex wird für den MDAX ebenfalls geführt, jedoch ist im allgemeinen Sprachgebrauch beim Wort MDAX der Performanceindex gemeint.

Der Kurs des MDAX berechnet sich sekündlich neu und wird durch das Handelssystem XETRA an der Frankfurter Börse automatisch gemessen. Handelsstart ist täglich um 09:06 Uhr. Der Handel endet um 17:30 Uhr, wobei im Anschluss die Schlussauktion für etwa zehn Minuten stattfindet. Genannt sind die Börsenzeiten nach MEZ, da das Frankfurter Parkett für den MDAX ausschlaggebend ist. Für einen späteren oder früheren Handel stehen spezielle Wertpapiere aus der DAX-Familie zur Verfügung.

Um den exakten Wert des MDAX zu bestimmen, ist eine Addition der Unternehmenswerte der gelisteten Aktiengesellschaften nötig. Dies geschieht anhand einer Formel des Ökonomen Ernst Louis Étienne Laspeyres und wird vom Handelssystem XETRA völlig automatisch vorgenommen. Jedes Unternehmen im MDAX wird zunächst anhand seiner Marktkapitalisierung gewichtet, wodurch große Unternehmen deutlich mehr Einfluss auf den Gesamtwert erhalten. Im Anschluss erfolgt eine Multiplikation der einzelnen Unternehmenswerte nach Streubesitz mit dem Faktor der Marktkapitalisierung. Speziell bei den Indizes der DAX-Familie werden im Anschluss die Dividenden hinzuaddiert, die eigentlich an die Aktionäre ausgeschüttet wurden.

Geschichte des MDAX

Eingeführt wurde der MDAX offiziell am 19.01.1996. Eine Rückrechnung erfolgt jedoch bis zum 30.12.1987, an dem Tag der MDAX auf 1.000 Punkte normiert wurde. Zum Datum der offiziellen Einführung stand der Index bei 2.648,44 Punkten. Infolge der Dotcom-Blase stieg der MDAX im Anschluss gemeinsam mit den anderen deutschen Indizes deutlich an. Am 08. November 2000 betrugt der Wert 5.069,82 Punkte ehe die Blase platzte. Viele Menschen hatten in sämtliche Aktien investiert, die irgendwie mit der aufkommenden Digitalisierung in Verbindung gebracht werden konnten. Da dieses Vorgehen nicht nachhaltig war, brach der Markt schlagartig zusammen. Der Index fiel bis zum 12.03.2003 auf den Wert von 2.646,89 Punkten und verlor somit 47,8 % vom Allzeithoch. Damit zeigte sich der MDAX jedoch deutlich robuster als andere deutsche Indizes.

Im Anschluss an das Platzen der Dotcom-Blase folgte eine lange Rally. Zunächst übertraf der MDAX im Juni 2004 sein altes Allzeithoch. Im Februar 2007 wurde die Marke von 10.000 Punkten erstmals auf Schlusskursbasis durchbrochen. Im Juli 2007 folgte das bis dato letzte Allzeithoch bei 11.493,68 Punkten. In den anschließenden Monaten bestimmte die internationale Finanzkrise das Börsenparkett. Der MDAX fiel bis März 2009 um 63,4 % und fand sich bei einem Stand von 4.163,42 Punkten wieder. Ab diesem Datum folgte eine Zeit mit enormen Kursgewinnen, die bis heute anhält. Bereits im Februar 2015 hatte der MDAX die 20.000 Punktemarke durchbrochen. Selbst die Coronakrise konnte den Verlauf nur zwischenzeitlich stoppen, da bereits im Dezember 2020 die 30.000 Punkte erreicht wurden. Im August 2021 erfolgte das bis dahin letzte Allzeithoch bei 36.025.87 Punkten. Ein enormer Wertzuwachs von 865 % in 12 Jahren.

Mein Tipp: Beste Ausführung & Konditionen bei GBE Brokers

  • Mehrfach regulierter Broker
  • Deutsche Niederlassung (BaFin reguliert)
  • Über 500 Märkte ab 0,0 Pips Spread
  • MetaTrader 4/5 Software
  • Variable Hebel möglich
  • Nur 500€ Mindesteinzahlung (PayPal, Kreditkarten & mehr)
  • Persönlicher Deutscher Service 24/7
  • ECN/DMA Ausführung ohne Slippage
  • Meine Bewertung: 5 out of 5 stars (5 / 5)
GBE Brokers platform

(Über den oberen Button bekommen Sie 1€ Kommissionen oder 0,1 Pip Spread Rabatt – Günstigster Broker)

(Risikohinweis: 70,37% der privaten Konten verlieren)

Wie bildet sich der MDAX?

Der MDAX ist der Unterbau des DAX, in dem die größten deutschen Unternehmen gemessen an ihrer Marktkapitalisierung gelistet sind. Im MDAX sind somit die 60 Unternehmen enthalten, die nicht zu den 30 größten Unternehmen in mit Sitz in Deutschland gehören. Im September 2021 wird der MDAX jedoch einer Reform unterzogen und auf 50 Unternehmen verkleinert. Der MDAX weist Unternehmen aus sämtlichen Branchen aus und ist nicht auf einen bestimmten Sektor spezialisiert. Aktuell ist die Immobilienwirtschaft mit fünf Unternehmen am stärksten vertreten. Vier Konzerne entstammen der Branche Chemie und je drei der Biotechnologie und der Softwareentwicklung. Zu den Urgesteinen im MDAX zählen Bilfinger, Krones, Hochtief, Südzucker und Rheinmetall. Viele Aktiengesellschaften sind vom MDAX in den Dax aufgestiegen oder mussten den umgekehrten Weg gehen. Etwa 150 verschiedene Unternehmen waren in der Geschichte des Index im MDAX gelistet. Aktuell ist die Gewichtung im MDAX unausgewogen. Das Unternehmen Airbus nimmt beispielsweise über 10 % der Indexgewichtung ein und bewegt den MDAX deutlich mehr als andere gelistete Aktiengesellschaften. Mit knapp über 5 % folgt Zalando mit großem Abstand. Kleinere Unternehmen wie Hochtief, Nordex, Encavis oder Dürr machen hingegen jeweils nicht einmal 0,5 % der Indexgewichtung aus und haben daher kaum Einfluss auf den Wert des MDAX.

Um dem MDAX anzugehören, muss ein Unternehmen verschiedene Kriterien erfüllen, die generell von der Deutschen Börse für die DAX-Familie festgelegt wurden. So muss das Unternehmen dem Prime Standard sowie dem XETRA-Handel angehören, einen Streubesitz seiner Aktienanteile von mindestens 10 % aufweisen und einen Sitz in Deutschland haben. Alternativ hierzu reicht es aus, wenn der Großteil der Aktien auf dem Frankfurter Parkett gehandelt wird und der Konzern einen Sitz in einem EU-Staat besitzt. Vier Mal im Jahr wird über Auf- und Abstiege in den DAX bzw. SDAX entschieden, wenn gelistete Unternehmen einen anderen Wert überholt haben oder gar übermäßig Wert verloren haben.

Im September 2021 wird der MDAX reformiert. Nach dem Bilanzskandal rund um das Unternehmen Wirecard bekommt die gesamte DAX-Familie neue Bewertungsstandards. Ab diesem Zeitpunkt müssen alle gelisteten Unternehmen in den letzten zwei Finanzberichten ein positives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen vorweisen. Eine Zugehörigkeit im MDAX nur über die Umsatzhöhe wird es ab dann nicht mehr geben. Gleichzeitig wird der DAX zehn Unternehmen aus dem MDAX aufnehmen, wodurch der Unterbau auf 50 Unternehmen herabgestuft wird.

Wo kann ich den MDAX handeln?

Ein Aktienindex lässt sich nicht ohne Hilfsmittel handeln, da es keine tatsächlichen Anteile gibt. Der Wert berechnet sich aus den Aktien der gelisteten Unternehmen, wodurch ein Aktionär nur Anteile der enthaltenen Aktiengesellschaften kaufen könnte. Um dennoch vom gesamten Index zu profitieren, ist ein Kauf alternativer Finanzprodukte nötig. Eine Chance bietet sich über ETFs. Hierbei handelt es sich um Fonds, die den Aktienkurs des Index genau nachzeichnen. Für ein Investment ist es entscheidend, ob dabei tatsächlich vom Fonds Aktien gekauft werden oder nicht. Auf jeden Fall sind solche ETFs empfehlenswert, die direkt in Aktien investieren, da hierüber entsprechende Gegenwerte entstehen. Außerdem muss sich ein Investor über Gebühren oder den gesamten Fondswert informieren, um Vergleichswerte zu den Themen Kosten und Sicherheiten zu erhalten. Aus allen ETFs zum MDAX gilt es den besten Fonds herauszusuchen.

Eine zweite Methode ist die Investition in CFDs. Der CFD-Handel wird häufig von Daytradern genutzt, die nur über kurze Zeiträume investiert sind und spezielle Chancen suchen. Für einen solchen Handel wird mit einem CFD-Broker wie FxPro zusammengearbeitet. Der Trader geht eine Art Wette mit dem Broker über steigenden oder fallende Kurse ein. Der Vorteil im CFD-Handel ist eine klare Vorgabe von Risiken, Einsatzgrößen, Ein- und Ausstiege sowie Richtung der Trades.

Neben ETFs und CFDs bilden Optionsscheine eine gute Möglichkeit für den Handel vom MDAX. Diese Scheine bilden ebenfalls den Kurs des Index ab und lassen einen Investor je nach gewähltem Hebel profitieren. Bei einem hohen Hebel können bereits wenige Punkte im MDAX den Wert der Investition beeinflussen. Klassische Optionsscheine sind mit einem Ablaufdatum versehen, zu dem die Position stärker an Wert verliert, sollte der reale Wert des MDAX gegenteilig verlaufen. Einige Optionsscheine sind mit einem Knock-Out versehen. Dies ist ein Punktestand im MDAX, bei dessen über- oder unterschreiten die Investition ihren gesamten Wert verliert. Durch das höhere Risiko sollten Optionsscheine nur durch erfahrene Trader gehandelt werden.

(Über den oberen Button bekommen Sie 1€ Kommissionen oder 0,1 Pip Spread Rabatt – Günstigster Broker)

(Risikohinweis: 70,37% der privaten Konten verlieren)

Weitere Artikel des Trading Lexikons

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.