Dow Jones

Dow Jones einfach erklärt – Definition des Amerikanischen Aktienindex

Der Dow Jones ist für die US-amerikanische Börse in New York der Leitindex. Er wird teilweise als Leitindex für die gesamten globalen Börsenstände gesehen. Der offizielle Name lautet Dow Jones Industrial Average, da unter dem Begriff Dow Jones mehrere Indizes laufen. Erstmals wurde der Dow Jones als Railroad Average durch Charles Dow bereits am 3. Juli 1884 zusammengestellt. Heute wird der Index durch die New York Stock Exchange herausgegeben und ist ein Zusammenschluss von 30 großen Unternehmen. Es ist jedoch nicht von den dreißig größten US-amerikanischen Unternehmen zu sprechen, da die Marktkapitalisierung nicht das einzige Aufnahmekriterium darstellt. Der Dow Jones hatte sein bisheriges Allzeithoch im August 2021 bei 35.631 Punkten.

Dow Jones
Der Dow Jones ist ein solider amerikanischer Index.

Dow Jones Definition

Der Dow Jones Industrial Average bildet den Wert von 30 großen US-amerikanischen Unternehmen ab. Im Gegensatz zu vielen anderen Indizes weltweit werden die Aktiengesellschaften im Dow Jones jedoch nicht anhand ihrer Marktkapitalisierung gemessen. Es bestehen keine klaren Regeln über einen Auf- oder Abstieg in den Index, sodass die Historie eine größere Rolle spielt. Der Dow Jones Industrial Average wird an der New York Stock Exchange gehandelt. Herausgeber ist der Finanzdienstleistungskonzern S&P Global. Neben dem Dow Jones Industrial Average existieren beispielsweise der Dow Jones Transportation Average, der Dow Jones Utility Average oder der Dow Jones Composite Average. Diese sind jeweils auf bestimmte Wirtschaftsbereiche spezialisiert.

Der Dow Jones Industrial Average ist ein sogenannter Kursindex. Er besitzt die WKN 969420. Hinter dem Begriff Kursindex versteckt sich das Detail, dass die ausgeschütteten Dividenden im Dow Jones nicht eingerechnet werden. Dies entspricht der Realität, da Dividenden nicht im Unternehmenswert verbleiben und keinen Einfluss auf die Aktienkurse haben sollten. Durch den Handel als Kursindex gilt der Dow Jones als guter Benchmark. Es besteht die Möglichkeit, den Verlauf des Index mit anderen Börsen weltweit zu vergleichen und so die US-amerikanische Börse zu messen. Der Dow Jones wird zusätzlich unter dem Namen Dow Jones Industrial Average Total Return Index als Performanceindex und unter dem Namen Dow Jones Industrial Average Net Total Return Index als Kurs zuzüglich Nettobardividende herausgegeben. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird unter dem Begriff Dow Jones jedoch der Kursindex verstanden. Die Handelszeit des Dow Jones lautet 09:30 Uhr bis 16:00 Uhr Ortszeit, was 15:30 Uhr bis 22:00 MEZ entspricht. In besonders volatilen Phasen wird der Handel an der NYSE nach bestimmten Regeln ausgesetzt. Ausschlaggebend sind die Veränderungen im breit gefächerten Index S&P 500.

Geschichte des Dow Jones

Bereits im Jahr 1884 entwickelte der Journalist und Herausgeber des Wall Street Journal Charles Dow den US-amerikanischen Aktienindex Dow Jones Railroad Average, der als Vorgänger des heutigen Dow Jones zählt. Es waren elf Werte gelistet, wozu neun Eisenbahngesellschaften, eine Dampfschifffahrtgesellschaft und eine Geldtransfergesellschaft gehörten. Ein klares Bild, wie zur damaligen Zeit die wirtschaftlich stärksten Unternehmen aufgestellt waren. Zum Ende des 19. Jahrhunderts änderte sich die Industrielandschaft der USA grundlegend, sodass Charles Dow seinen Aktienindex reformierte. Er nahm 12 Unternehmen auf, die die Wirtschaftskraft der USA widerspiegeln sollten. Heute ist keines der Anfangsunternehmen mehr gelistet. Mit General Electric wurde im Jahr 2018 der letzte Wert aus dem ursprünglichen Dow Jones ersetzt. Der neue Dow Jones wurde bis ins Jahr 1885 zurückgerechnet. Auf Monatsbasis sogar bis ins Jahr 1789.

Im Laufe der Zeit wurde der Dow Jones zunächst auf 20 Unternehmen angehoben. Im Oktober 1928 folgte die nächste Anpassung auf die heutige Anzahl von 30 Unternehmen. Ein Jahr später kam es zum Schwarzen Donnerstag, der in Europa als Schwarzer Freitag bekannt wurde. Vom Allzeithoch bei 381,17 Punkten leitete der Schwarze Donnerstag einen Bärenmarkt am Dow Jones und eine Weltwirtschaftskrise ein. Historiker gehen teilweise so weit und stellen die These auf, dass dieser Tag einer der Auslöser für den späteren Zweiten Weltkrieg war. Es sollte 25 Jahre dauern, bis am 23.11.1954 ein neues Allzeithoch nach dem Schwarzen Donnerstag erreicht wurde. Im November 1972 durchbrach der Dow Jones erstmals per Schlusskurs die Grenze von 1.000 Punkten.

Am 19.10.1987 kam es am Schwarzen Montag zum prozentual höchsten Verlust. 25 % Wertverlust an einem Tag bedeuten einen Rekordwert. Jedoch dauerte es nur 15 Monate, bis der Dow Jones den Verlust vom Schwarzen Montag wieder eingeholt hatte. Zum Schutz erließ die Börsenaufsicht im Jahr 1988 die Rule 80B, die für ein Aussetzen des Handels bei besonders starker Volatilität sorgt. Die 1990er-Jahre stehen für einen Boom des Dow Jones. 1995 wurde die Marke von 5.000 Punkten und 1999 die Marke von 10.000 Punkten übersprungen. Das Platzen der Dotcom-Blase konnte den Dow Jones nicht so hart treffen wie anderen Börsen auf der Welt. 37 % Wertverlust waren aber dennoch ein starker Einschnitt, der jedoch in wenigen Monaten wieder aufgekauft wurde. Im Jahr 2007 kam es beim bisherigen Höchststand von 14.164 Punkten zu einem langen Abstieg, der im Zusammenhang mit der internationalen Finanzkrise entstand. Am Ende stand ein Verlust von 53,8 Prozent. In den folgenden Jahren stieg der Dow Jones ohne Unterlass. Erst die Covid19-Pandemie 2020 führte zu neuen Rücksetzern. Ausgehend von 29.551 Punkten fiel der Index um etwa zwanzig Prozent, wurde jedoch umgehend wieder hochgekauft und stand im August 2021 bei einem Allzeithoch von 35.631 Punkten.

Wie bildet sich der Dow Jones?

Für die Bildung des Dow Jones gibt es im Gegensatz zu vielen anderen Indizes auf der Welt keine klaren Regeln. Der Index spiegelt dreißig große US-amerikanische Unternehmen wider, ist jedoch nicht klar auf einen quantitativen Faktor wie die Marktkapitalisierung der Unternehmen festgelegt. Die gelisteten Titel im Dow Jones sind dort teilweise nur auf Grundlage ihrer Historie enthalten. Es handelt sich daher um relativ alte Unternehmen mit einer langen Tradition. Diese sind geringeren Schwankungen ausgesetzt, was das Bild des Dow Jones deutlich verzerrt und dem Index Kritik einbringt. Der Dow Jones wird ausschließlich anhand der Aktienkurse der gelisteten Unternehmen berechnet. Da keine Gewichtung nach Marktkapitalisierung stattfindet, wirken sich Aktien mit einem höheren Wert deutlich stärker auf den Gesamtstand aus. Die Kurse der Einzelwerte werden aufsummiert und durch einen Divisor geteilt. Der Dow-Divisor sorgt dafür, dass bei einer Anpassung der gelisteten Aktien im Idealfall keine Änderung erkennbar wird. Seit dem 03.06.2021 liegt der Dow-Divisor bei 0,15188516925198. Er wird durch Barron´s, ein Magazin des Wall Street Journal veröffentlicht.

Der Dow Jones besteht aus dreißig Unternehmen, die unterschiedlichen Branchen entstammen. Die Informationstechnologie ist mit vier Unternehmen am häufigsten vertreten. Gefolgt von je drei Bankhäusern und drei Pharmakonzernen. Das älteste Unternehmen im Dow Jones ist Procter & Gamble, welches bereits seit 1932 gelistet ist. Mit großem Abstand folgt der Mischkonzern 3M, der 1976 aufgenommen wurde. Der Dow Jones ist gemessen an der Indexgewichtung ein ausgeglichener Index. United Health nehmen als größtes Unternehmen 7,97 % ein. Gefolgt von Goldman Sachs mit 6,92 % und Home Depot mit 6,10 %. Der kleinste Konzern ist Walgreens Boots Alliance mit 0,87 % Indexgewicht. Da der Indexwert jedoch nicht anhand von Gewichtungen gemessen wird, ist der Faktor eher zu vernachlässigen.

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Wo kann ich den Dow Jones handeln?

Der Dow Jones ist ein Index, was bedeutet, dass ein Investor nicht einfach Anteile eines Unternehmens kaufen kann, wenn er von einer Performance profitieren möchte. Aus diesem Grund müssen Finanzprodukte genutzt werden, die den Wert des Dow Jones nachbilden. Hierfür stehen beispielsweise die sogenannten CFD zur Verfügung. CFDs werden über einen entsprechend spezialisierten Broker gehandelt, wie beispielsweise XTB. Mit diesen Brokern gehen die Investoren so etwas wie eine Wette ein, ohne dabei wirklich Anteile oder Aktien zu kaufen. Vielmehr wird eine Marge hinterlegt, die als Einsatz des Investors dient. Will ein Trader über CFD in den Dow Jones investieren, so kann er genau seine Anteile, die Richtung und die Ein- und Ausstiege planen. CFD gelten als sehr transparent und gut zu handeln.

Eine weitere Möglichkeit für den Handel des Dow Jones bieten ETFs. Aktienfonds nehmen einem Investor die gesamte Arbeit ab und versuchen, die eingesetzten Geld zu vermehren. Unterschieden wir in ETFs, die tatsächlich in Aktien investieren und in solche, die dies nicht machen. Empfehlenswert ist die erstgenannte Kategorie, da hierbei Gegenwerte für den Investor entstehen, die für Sicherheiten im Insolvenzfall sorgen. Die ETFs versuchen, den Stand des Dow Jones so genau wie möglich nachzuzeichnen, wodurch ein Investor direkt von den Kursständen profitieren, aber auch verlieren kann. Im Vergleich der unterschiedlichen Produkte zum Dow Jones sollte ein Investor sich zudem darüber informieren, welche Gebühren für ihn anfallen und wie stark die Fonds nachgefragt sind. Beides Aspekte die über Kosten und die Sicherheit entscheiden.

Eine dritte Methode für Investments in den Dow Jones liefern Optionsscheine. Diese Finanzprodukte sind an einen Punktestand im Dow Jones geknüpft. Entwickelt sich der Index im Anschluss in die richtige Richtung, so nimmt der Wert der Optionsscheine zu. Die Produkte sind meist mit einem Ablaufdatum versehen. Steht der Schein in der zeitlichen Nähe des Ablaufdatums zu weit in der falschen Richtung, so verliert er deutlich an Wert. Eine andere Möglichkeit ist der Knock-Out-Schein. Anstatt eines Ablaufdatums hat dieser eine Knock-Out-Schwelle bei deren Unter- oder Überschreitung die gesamte Investition ihren Wert verliert. Es ist daher wichtig, die Funktionalität der Investitionen genau zu verstehen, bevor es zu einem möglichen Totalverlust kommen kann.

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