SEC-Securities-and-Exchange-Commission

SEC – Securities and Exchange Commission erklärt

Bei der Securities and Exchange Comission (SEC) handelt es sich um die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde.

In diesem Artikel erklären wir Ihnen, was die SEC ist und wie sich diese Wertpapieraufsichtsbehörde historisch entwickelt hat. Außerdem verraten wir Ihnen, was die wichtigsten Aufgaben der SEC sind.

SEC – Securities and Exchange Commission Definition

SEC steht für „Securities and Exchange Comission”. Es handelt sich dabei um die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde. Diese Wertpapieraufsichtsbehörde gilt als eine der ältesten und mächtigsten der Welt. Die SEC ist für die Kontrolle des Wertpapierhandels in den Vereinigten Staaten zuständig und hat Ihren Sitz in Washington, D.C.

Die BaFin kann hierzulande als das deutsche Pendant zur SEC angesehen werden. BaFin steht für „Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht“. Es handelt sich dabei um eine öffentliche Finanzmarktaufsichtsbehörde, die alle Bereiche des Finanzwesens in Deutschland kontrolliert. Dazu gehört unter anderem auch der Wertpapierhandel.

Historie der SEC

Die SEC wurde 1934 als Reaktion auf den Börsencrash von 1929 gegründet. Dieser Börsencrash ist auch als schwarzer Donnerstag bekannt und ereignete sich am 24. Oktober 2929. Er gilt als der folgenreichste Börsencrash der Geschichte und gilt als Auslöser der großen Depression in den USA sowie der Weltwirtschaftskrise. Die folgende Baisse erreichte erst 1932, also drei Jahre später ihren endgültigen Tiefpunkt. Als Baisse wird an der Börse das Fallen der Kurse bezeichnet, also ein Bärenmarkt bezeichnet. Im Durchschnitt dauert ein Börsenmarkt an der Wall Street um die 16 Monate, also deutlich geringer als nach dem schwarzen Donnerstag.

Es ist daher nur logisch, dass solche Ereignisse möglichst verhindert werden sollen. Demnach wurde die SEC als Reaktion auf diesen Börsencrash gegründet, um unkontrolliert ablaufende Wertpapiergeschäfte einzudämmen.

Was sind die Aufgaben der SEC?

Zu den wichtigsten Aufgaben der SEC gehört es, die Wertpapiergeschäfte zu kontrollieren und somit für mehr Sicherheit an den Finanzmärkten zu sorgen. So sollen die Anleger geschützt werden. Doch auch die SEC kann nicht vor Börsencrashs und Wirtschaftskrisen schützen, wie das Platzen der Dotcom-Blase (Spekulationsblase) im Jahr 2000 aufzeigte. Auch durch verschiedene Bilanzskandale geriet die SEC verstärkt in die Kritik. Daher wachsen ihre Aufgabenbereiche ständig an.

Die SEC überprüft beispielsweise den Handel auf Recht- und Ordnungsmäßigkeit und der Einhaltung börsenrechtlicher Anordnungen. Damit die Wertpapieraufsichtsbehörde ihren Aufgaben nachkommen kann, wurden ihr umfangreiche legislative, exekutive sowie judikative Kompetenzen eingeräumt. Daher wird die SEC manchmal auch als „Vierte Gewalt“ bezeichnet.

Grundsätzlich müssen sich alle Unternehmen, die den Kapitalmarkt nutzen möchten, bei der SEC registrieren lassen. Nur mit dem Einverständnis der SEC kann ein Unternehmen an der New York Stock Exchange gelistet werden. Die New York Stock Exchange ist die größte Wertpapierbörse der Welt und ist auch unter dem Namen „Wall Street“ bekannt.

Die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde stellt sicher, dass die börsennotierten Unternehmen Informationen für die Anleger veröffentlichen. Es handelt sich dabei um Informationen, die für Anleger relevant sein könnten beispielsweise zur finanziellen Situation des Unternehmens. Diese Informationen müssen dabei in vorgegebener Form vierteljährlich veröffentlicht werden und dürfen nicht von den Vorgaben abweichen. Außerdem macht sich ein Unternehmen strafbar, wenn es falsche Informationen preisgibt. Falsche Informationen können hohe Sanktionen nach sich ziehen.

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Aufbau und Abteilungen der SEC

Die SEC besteht insgesamt aus 5 Abteilungen mit mehr als 3.500 Mitarbeitern. Zusätzlich werden die Mitarbeiter der SEC durch Bewertungsunternehmen wie American Appraisal unterstützt.

Die SEC besteht aus den folgenden fünf Abteilungen:

  • Finanzwesen der Kapitalgesellschaften (Corporate Finance)
  • Marktregulierung (Trading and Markets)
  • Investment Management
  • Strafvollzugsbehörde (Enforcement)
  • Wirtschaft und Risiko-Analyse (Economic and Risk Analysis)

In der Abteilung Finanzwesen der Kapitalgesellschaften überwacht die Aufsichtsbehörde, dass Aktiengesellschaften kursrelevante Informationen rechtzeitig veröffentlichen. Das können beispielsweise Quartalszahlen oder Informationen über mögliche Unternehmensübernahmen sein. Außerdem müssen diese Informationen rechtzeitig für alle Marktteilnehmer gleichzeitig veröffentlicht werden. Falls Unternehmen Fragen zu den zu veröffentlichenden Daten haben, können die Mitarbeiter dieser Abteilung auch beratend tätig sein.

Die Abteilung der Marktregulierung befasst sich mit der Regulierung der amerikanischen Wertpapierbörsen. Dabei stehen alle Börsenteilnehmer genau unter Beobachtung. Die SEC kontrolliert, ob alle rechtlichen Vorgaben eingehalten werden und Unternehmen ihrer Informationspflicht nachkommen. Außerdem kümmert sich die Abteilung darum, dass bestehende Gesetze den aktuellen Begebenheiten angepasst werden oder reichen entsprechende Gesetzesvorschläge ein.

In der Abteilung Investment Management arbeiten Mitarbeiter, die die Investmentgesellschaften und Analysten überwachen. Analysten dürfen beispielsweise keine falschen Informationen preisgeben, um den Markt zu manipulieren.

Die Strafvollzugsbehörde stellt die Rechtsabteilung der SEC dar. Die Mitarbeiter dürfen Sanktionen erteilen und den Strafvollzug bei Missachtung der geltenden Gesetze durchführen.

Die Abteilung Wirtschaft und Risiko-Analyse analysiert allgemeine wirtschaftliche Risiken.

Außerdem stellt die SEC eine Online-Datenbank namens EDGAR (Electronic Data-Gathering, Analysis and Retrieval) zur Verfügung, wo Investoren kostenlosen Zugang zu unternehmensspezifischen Informationen erhalten können. Es ist daher sehr einfach, Informationen über amerikanische Unternehmen zu erhalten. Das ist nicht in allen Ländern der Fall.

Vergleich mit der BaFin

Die Medien vergleichen die BaFin gerne mit der amerikanischen Wertpapierbörsenaufsichtsbehörde SEC. Jedoch wird die SEC häufig als schlagkräftigere Behörde wahrgenommen. Die SEC verhängt im Gegensatz zur BaFin deutlich höhere Geldstrafen und Vergleichssummen als die BaFin. Zudem glänzt die BaFin auch immer wieder durch Bilanzskandale, die der Behörde nicht aufgefallen sind. Eines der letzten großen Beispiele dafür ist der Skandal um Wirecard.

Außerdem unterscheiden sich die Zuständigkeiten und Befugnisse beider Behörden. Die BaFin stellt sozusagen eine Universalaufsicht dar. In den USA gibt es so etwas nicht. Während die BaFin Wertpapier-, Banken- und Versicherungsaufsicht unter ihrem Dach vereint, ist die SEC nicht für die Aufsicht über Banken und Versicherungen zuständig. Die SEC ist als Wertpapierbörsenaufsicht hauptsächlich für die Beaufsichtigung von Kapitalgesellschaften, Analysten, Broker und der Börse zuständig.

Die Befugnisse beider Behörden sind im Allgemeinen vergleichbar. Im Gegensatz zur BaFin hat die SEC jedoch die Möglichkeit vor Zivilgerichten zu klagen. In Deutschland ist das nicht möglich.

Fazit

Bei der SEC handelt es sich um die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde. Diese Wertpapieraufsichtsbehörde gilt als eine der ältesten und mächtigsten der Welt. Sie ist für die Kontrolle des Wertpapierhandels in den Vereinigten Staaten zuständig und sorgt so für mehr Sicherheit für die Anleger. Die SEC wurde 1934 als Reaktion auf den Börsencrash von 1929 gegründet. Dieser Börsencrash ist auch als schwarzer Donnerstag bekannt und gilt als der folgenreichste Börsencrash der Geschichte.

Er war Auslöser der großen Depression in den USA und der Weltwirtschaftskrise. Um solche Ereignisse zukünftig vermeiden zu können, wurden die SEC ins Leben gerufen. Sie sorgt beispielsweise dafür, dass relevante Informationen von Kapitalgesellschaften rechtzeitig und für alle Anleger gleichzeitig veröffentlicht werden. Außerdem kontrolliert sie die Börsenteilnehmer und Kapitalgesellschaften. Die SEC ist vergleichbar mit der deutschen BaFin.

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