Random-Walk-Theorie

Was ist die Random Walk Theorie?

Bei der Random-Walk-Theorie wird davon ausgegangen, dass sich die Aktienmärkte in eine völlig unberechenbare Art und Weise bewegen.

In diesem Artikel erklären wir Ihnen, was die Random-Walk-Theorie ist und woher diese kommt. Außerdem verraten wir Ihnen, welche Kritik es an dieser Theorie gibt.

Random Walk – Quelle Wikipedia

Random-Walk-Theorie Definition und Erklärung

Die Random-Walk-Theorie wird auch als „Theorie der symmetrischen Irrfahrt“ oder „Irrflugstatistik“ bezeichnet. Es handelt sich um ein finanzwirtschaftliches Modell, bei dem davon ausgegangen wird, dass sich die Kurse der Finanzmärkte völlig unvorhersehbar in alle Richtungen bewegen können. Der künftige Kursverlauf von Aktien ist demnach unabhängig von der eigenen historischen Entwicklung. Ferner korreliert der Kursverlauf einer Aktie auch nicht mit der Entwicklung anderer Wertpapiere.

Außerdem wird in der Random-Walk-Theorie angenommen, dass sowohl die technische als auch die fundamentale Aktienanalyse unzuverlässig sind.

Woher kommt die Random-Walk-Theorie?

Die Random-Walk-Theorie wurde von der französischen Mathematikerin Louise Bachelier entwickelt. Sie glaubte, dass die Kursverläufe genauso unberechenbar sind, wie die Schritte eines Betrunkenen.

Die Theorie wurde jedoch erst durch die Arbeit des Ökonomen Burton Malkiel bekannt. Er nahm ebenfalls an, dass Aktienkurse einen völlig zufälligen Weg einschlagen und nicht vorhersehbar sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Aktienkurs zu einem bestimmten Zeitpunkt steigt, ist genauso hoch wie die Wahrscheinlichkeit, dass er fällt. Seiner Meinung nach kann ein Affe mit verbundenen Augen ein Aktienportfolio nach Zufallsprinzip zusammenstellen, dass genauso gut performt, wie das sorgfältig zusammengestellte Portfolio eines Profis.

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Vergleich mit der Effizienzmarkthypothese

Die Random-Walk-Theorie wird oft mit der Effizienzmarkthypothese (EMH) verglichen. Beide Theorie stimmen in der These überein, dass es unmöglich ist, den Markt zu schlagen. Nach der Effizienzmarkthypothese liegt das allerdings daran, dass alle bekannten Informationen bereits in den Aktienkursen eingepreist sind. Die Märkte sind also nicht unstrukturiert. Allerdings kennt niemand die zukünftigen Informationen und Nachrichten, die die Aktienkurse von morgen beeinflussen, sonst wären sie bereits einkalkuliert.

Welche Folgen hat die Random-Walk-Theorie für Trader?

Anhänger dieser Theorie glauben, dass es unmöglich ist die Aktienmärkte zu schlagen. Die Theorie besagt allerdings auch, dass längerfristige Positionen die besten Erfolgsaussichten haben. Dementsprechend neigen Trader, die dieser Theorie Glauben schenken, zu einer Buy and Hold Strategie. Es handelt sich dabei um eine passive und langfristig ausgelegte Geldanlage.

Außerdem achten Anleger darauf, dass sie möglichst breit in den Aktienmarkt investieren. Vorzugsweise wird dabei der gesamte Markt abgedeckt. Sogenannte Exchange Traded Funds (ETFs) und Indizes sind daher beliebte Finanzinstrumente von Anhängern dieser Theorie. Diese Finanzinstrumente bilden eine Vielfalt von Aktienkursen verschiedene Unternehmen ab. Es ist also möglich, mit einem Produkt breit in den Markt zu investieren.

Kritik an der Random-Walk-Theorie

Kritiker dieser Theorie behaupten, dass es möglich ist, den Markt zu schlagen. Dafür ist eine sorgfältige Analyse, ein hoher Zeitaufwand und ein entsprechend ausgebautes Fachwissen notwendig. Sowohl die technische Analyse als auch die fundamentale Analyse können dabei helfen, Trends und Muster zu erkennen. Das ist auch innerhalb der chaotischen Marktbewegungen möglich. Es wird zwar immer unvorhersehbare Einflüsse geben, dennoch lässt sich durch sorgfältige Analyse die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass eine Kursbewegung richtig vorhergesagt wird.

Die Random-Walk-Theorie und dessen Hypothese der Nicht-Prognostizierbarkeit von Aktienkursen, findet in der Finanzwelt durchaus Zuspruch. Kritisiert wird die Theorie dabei hauptsächlich von Analysten, die durch technische und fundamentale Analyse bereits erfolgreich den Markt schlagen konnten.

Fazit

Die Random-Walk-Theorie besagt, dass Aktienkurse völlig unvorhersehbare Richtungen einschlagen. Nach dieser Theorie ist es nicht möglich den Markt zu schlagen. Daher bietet es sich an möglichst breit gestreut und über einen langfristigen Zeitraum in die Finanzmärkte zu investieren. Diese Theorie findet durchaus ihren Zuspruch in der Finanzwelt. Anhänger dieser Theorie verfolgen die Buy and Hold Strategie und investieren langfristig in eine Vielzahl von verschiedenen Aktien.

Vorzugsweise werden sogenannte Exchange Traded Funds (ETFs) für diese Strategie genutzt. Kritisiert wird die Random-Walk-Theorie lediglich von Analysten, die durch technische und fundamentale Analyse bereits erfolgreich den Markt schlagen konnten. Sie haben daher eine andere Meinung zu der Prognostizierbarkeit von Kursverläufen.

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