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Limit Order im Trading – Was ist das?

In der Welt des Tradings gibt es so einige Begriffe, die einem begegnen. Manche können für die eigene Strategie eine große Bedeutung haben, während andere dagegen nur ein Versuch des Gegenübers sind, möglichst kompetent zu wirken. In jedem Fall zählt die “Limit Order” zur erstgenannten Kategorie. Sie kann gerade für unerfahrene Trader eine gute Möglichkeit sein, das eigene Risiko zu minimieren und mögliche Gewinne zu maximieren. Wie immer soll dieser Artikel keine Anlageberatung sein. Dennoch möchte ich einen umfassenden und genauen Blick auf die Limit Order werfen.

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Limits können in der Ordermaske gesetzt werden

Limit Order Definition und Erklärung – Was bedeutet das?

Eine Limit Order ist einfach erklärt eine Handlungsanweisung, die ein Trader seinem Broker übermittelt. Sie wird eingesetzt, um eine mögliche Transaktion – also Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers – zu einem besseren Preis als den aktuellen Marktpreis auszuführen. Einfach ausgedrückt: Limit Orders werden vor allem genutzt, um sich einen günstigen Einstieg bei einer Aktie zu sichern (unter dem aktuellen Preis am Markt) oder ein Wertpapier möglichst mit Gewinn wieder zu verkaufen. Man kann also selbst einen Mindestpreis beim Verkauf einer Aktie festlegen, aber auch den Höchstpreis, den man maximal bereit ist zu bezahlen. Dies ist eine einfache und praktikable Erklärung der Limit Order. Später gehe ich noch auf weitere Möglichkeiten ein.

Limit Order oder Market Order?

Eine Market Order wird direkt zum verfügbaren Marktpreis ausgeführt. Der angezeigte Preis je Aktie dient daher nur als Richtwert und kann bei der tatsächlichen Ausführung höher oder tiefer liegen. Der Trader hat hier also keine Garantie, dass seine Order wirklich zu dem gewünschten Preis ausgeführt wird. Bei Blue Chips mit hohem Volumen und niedriger Schwankung dürfte das weniger ins Gewicht fallen. Bei sehr volatilen Werten schon eher. Eine Limit Order gibt dem Anleger also mehr Sicherheit und Kontrolle über Verkaufs – bzw. Kaufpreis.

Vorteile und Nachteile einer Limit Order

Wie alles im Leben hat auch eine Limit Order, die zunächst einmal super klingt, Vorteile und Schattenseiten. An diesem Punkt gehe ich auf die wichtigsten Merkmale ein.

Vorteile:

Eine Limit Order hat vor allem den Vorteil, dass die Kursbewegung eines Wertpapiers nicht dauerhaft verfolgt werden muss. Gerade bei Wertpapieren mit hohen Schwankungen sorgt dies also für eine gewisse Sicherheit. Außerdem wird natürlich der (hoffentlich) vorher festgelegte Maximalpreis für die Aktie eingehalten. Trader schaffen es also mit Limit Orders, ihrer Strategie treu zu bleiben und vermeiden “böse Überraschungen”, falls die Aktie unerwartet schnell steigt oder fällt.

Nachteile:

Der Nachteil bei einer Limit Oder ist der, dass der Marktpreis sich einfach nicht in die gewünschte Richtung bewegt. Die Order wird also nicht ausgeführt und kann verfallen. Besonders bei sehr volatilen Märkten können Absicherungen nach oben oder unten zu Verlusten oder begrenzten Gewinnen führen. Grundsätzlich ist zu sagen, dass es für eine Limit Order keine Ausführungsgarantie gibt. Werden Stop- und Limitorders allerdings geschickt kombiniert, hat der Trader einiges mehr an Kontrolle. Dies ist aber ein so komplexes Thema, dass es in einem eigenen Artikel behandelt wird.

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Limit Order – Tiefer in die Materie

Die grundsätzliche Funktionsweise einer Limit Order ist leicht zu verstehen. Ein Anleger möchte sich dadurch entweder einen günstigen Einstiegspreis sichern oder einen maximalen Verkaufspreis erzielen. Auch auf weitere Arten von Limit Orders möchte ich in diesem Artikel kurz eingehen. Hier die zwei gängigsten Varianten:

  • Buy Limit Order: Hier kann sich ein Trader die Möglichkeit sichern, einen Kauf zu einem vorher festgelegten Preis oder darunter zu sichern. Er erhält dadurch einen günstigeren Einstieg.
  • Sell Limit Order: Eine Sell Limit Order folgt dem demselben Prinzip wie eine Buy Limit Order, nur dass es sich hier um einen Verkauf dreht. Die Veräußerung des Wertpapiers kommt nur ab einem bestimmten Preis oder darüber zustande.

An dieser Stelle könnte man noch tiefer in die Materie einsteigen, was aber für Anfänger etwas zu weit führen kann. Nun möchte ich mich aber zunächst auf die Grundlagen konzentrieren und steige daher in ein praktisches Beispiel einer Limit Order ein.

Die Limit Order im praktischen Beispiel

Nehmen wir an, ein Trader möchte die Aktie des Unternehmens XY kaufen. Diese steht derzeit bei 105 Euro. Der Anleger möchte allerdings nicht mehr als 100 Euro je Wertpapier ausgeben. Nun gibt es die Möglichkeit, bei 100 Euro eine Limit Order zu setzen. Die Order wird also erst ausgeführt, wenn der Preis des Wertpapiers diesen Betrag erreicht. Es gibt allerdings keine Garantie dafür, dass diese Order jemals ausgeführt wird.

Ist man nun allerdings im Besitz der Aktie kann man sich bei 110 Euro seinen Ausstieg sichern und so Gewinne erzielen. Ist der Einstieg beispielsweise bei 100 Euro gelungen, kann man nun 10 Euro Gewinn je Wertpapier machen.

Wie lange ist eine Limit Order gültig?

Wie lange eine Limit Order gültig ist, kann vom Trader selbst gewählt werden. Dabei wird in tagesgültige Fristen (Good – for – Day – Order), datumsbezogene Fristen (Good – till – Date – Order) oder in unbefristete Zeiträume (Good – till – cancel – Order) unterschieden. Hier bietet sich für einen Trader natürlich die Möglichkeit, eine Limit Order zu setzen und dann einfach abzuwarten. Die Notwendigkeit einer ständigen Beobachtung des Kurses besteht hier also nicht. Unbefristete Orders werden meist nach 360 Tagen annulliert, sofern der Trader das nicht vorher schon getan hat.

Limit Order Fazit

Limit Orders können auf die vielfältigste Weise gesetzt werden. In diesem Artikel sollten die Grundlagen für Anfänger vermittelt werden. Immer wieder taucht die Diskussion auf, ob ein langfristig orientierter Anleger mit einer “Buy and hold” Strategie überhaupt eine Limit Order setzen muss. Die Grundannahme ist hier ja, dass der Markt grundsätzlich immer steigt und Schwankungen im Rauschen der Zeit untergehen. Im Idealfall hat der Anleger gute Aktien ausgewählt, die die Zeit überdauern werden und nicht vom Risiko eines dauerhaften Verlustes bedroht sind. Andererseits gibt es auch die Börsenweisheit “Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen”. Demzufolge wäre zumindest eine Absicherung nach unten (sogenannte Stopp Loss Order) zu empfehlen. Ja was denn nun? Schlussendlich muss jeder Anleger selbst für sich entscheiden und abschätzen, wie risikoreich seine Wertpapiere sind und bei welchen er eventuell eine Absicherung nach unten einbauen will. Vor allem aber muss er genau wissen, was er tut und warum er es tut. Das ist die Grundlage einer jeden guten Anlagestrategie – schlussendlich besteht Erfolg an der Börse wie so vieles im Leben aus Fehlern und stetigem Dazulernen. Viel Spaß beim Investieren.

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