Trader Andre Witzel
Geschrieben von: Andre Witzel
johannes striegel
Überprüft von: Johannes Striegel
Finanzierung

Das Wort Abwärtstrend deutet im Börsenhandel darauf hin, das Kurse nicht auf einer Stufe verweilen, sondern das Niveau kontinuierlich sinkt. Die Betonung liegt somit auf dem Fall der Börsenkurse. 

Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel, wie Sie einen Abwärtstrend erkennen und handeln.

abwärtstrend

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Die wichtigsten Fakten zum Abwärtstrend im Trading:

  • Das Wort Abwärtstrend deutet im Börsenhandel darauf hin, dass Kurse nicht auf einer Stufe verweilen, sondern das Niveau kontinuierlich sinkt.
  • Der Stand von Kursen lässt sich mittels technischer Analyse interpretieren. Ein Abwärtstrend liegt immer dann vor, wenn die Kurse im Durchschnitt über eine bestimmte Zeit fallen. 
  • Es gibt keine bestimmte Zeitdauer für einen Abwärtstrend. Er kann wenige Minuten oder mehrere Monate andauern. Der Kursverlauf zeigt, wann ein Trend vorliegt.

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Was kennzeichnet einen Abwärtstrend?

Ein Abwärtstrend liegt immer dann vor, wenn die Kurse im Durchschnitt über eine bestimmte Zeit fallen. Man spricht hier von Impuls- und Korrekturwellen. Der Trend ist nach unten solange gegeben, wie die Impulswelle nach unten tendiert und die Korrekturwelle sich nach oben zeichnet. Die Preise für den Kauf der Anlagen sinken in diesem Zuge ebenfalls. 

Beispiel für einen Abwärtstrend im Russel2000 Index: 

Beispiel Abwärtstrend
Beispiel für einen Abwärtstrend

Merkmale eines Abwärtstrends:

Der Konjunkturverlauf weiset auf Abwärtstrends hin. Eine Regression, wirtschaftliche Krisen und Kriege haben in bestimmten Bereichen gravierende Auswirkungen. Die Folgen zeigen sich nicht nur in den Preisen am Markt, sondern auch in den Kursverläufen. In diesen Zeiten ist im Chart eines Finanzinstrumentes eine starke Änderung im Verlauf der Kurse sichtbar. Es folgen Tiefs und der Trend tendiert nach unten.

Stimmungen und Meinungen sind ebenfalls Indizien, die auf einen Abwärtstrend hinweisen. Die Angst vor dem Gasanstieg verändert auch die Entwicklungen an den Börsen. Zurückzuführen ist dies nicht nur auf die wirtschaftliche Veränderung, sondern auch auf das Anlegerverhalten. Der Markt wird instabil, die Anlage unsicher und ein schneller Marktausstieg wird häufig durchgeführt. Erklärungen für starke Kursabbrüche sind somit auf die Reaktion von Anlegern auf die Informationen zurückzuführen, die von den Medien publiziert werden. Auf der einen Seite kontrollieren somit wirtschaftliche Ereignisse die Abwärtstrends. Auf der anderen Seite sind es Emotionen im Trading und Risikoscheue, die das Ausmaß des Trends bestimmen. 

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Beispiele für einen Abwärtstrend

Ein Abwärtstrend folgt keiner spezifischen Zeit. Sie können unterschiedliche Zeitrahmen annehmen und sind so sowohl im Daytrading, Intradaytrading als auch in langfristigen Kursverläufen wiederzufinden. Im Chart sehen sie jedoch alle ähnlich aus. Je nach Grad des Abwärtstrends unterscheidet sich das Niveau, welches die Kurse annehmen. Das Ende eines Abwärtstrends wird als Tief bezeichnet. Gleichzeitig sinkt die Entwicklung eines Abwärtstrends nicht kontinuierlich. Korrekturen finden genauso wie Seitwärtsbewegungen statt. Die folgenden Beispiele zeigen, wie Ereignisse die Kurse in schlechteren Zeiten beeinflussen. 

  • Kriege: Ob im Irak, in Afghanistan oder in der Ukraine: Die Folgen eines Anschlags auf unser gesellschaftliches Systems spiegeln sich in den Kursen. Jüngst zeigte der Russland-Ukraine-Krieg, das Assets wie Indizes und Zertifikate auf den Krieg reagieren.
  • Ölpreise: Der wirtschaftliche Konflik mit Russland führt 2022 zu einer Unsicherheit über die Gasversorgung. Die Folge: Kosten für Strom und Heizen steigen exorbitant. Das spiegelt sich auch in den Kursen. Die Branche boomt, Kurse aus anderen Branchen sinken mit Unsicherheit des Ölpreises. 
  • DAX: Der DAX ist der deutsche Aktienindex. Er zeigt die 30 wichtigsten Unternehmen aus dem deutschen Raum. Ein Trend ist auch hier zu finden. In Monaten der wirtschaftlichen Unsicherheit können auch die umsatzstärksten Unternehmen den Kurs nicht halten. Er sinkt. 
  • Aktien: Auch Einzelwerte weisen Abwärtstrends auf. Der Unterschied: Auf Unternehmen wie Alphabet, Meta oder SAP haben nicht nur gesellschaftliche, sondern auch unternehmensinterne Entscheidungen und Entwicklungen Auswirkungen. 
Abwärtstrend Erklärung
Abwärtstrend erklärt

Den Abwärtstrend handeln: 5 Trading Strategien

Ein Abwärtstrend lässt sich auf verschiedene Art und Weisen handeln. Dabei ist es wichtig, dass sich Trader eine Strategie zurechtlegen, der sie folgen

Buy and Hold

Die erste Strategie, um einem Abwärtstrend zu begegnen, ist der Buy-and-Hold-Ansatz. Dieser dient als passive Reaktion auf die neuen Kursverläufe. Anlagen, die sich innerhalb des Portfolios in einem Abwärtstrend befinden, werden gehalten. Ziel ist es, den Handel solange auszusetzen, bis die Kurse wieder das gewünschte Niveau erreicht haben. 

Auf fallende Kurse setzen 

Das Gegenteil des Buy-And-Hold-Ansatzes ist die aktive Reaktion auf Kursänderung. Mithilfe von Finanzinstrumenten wie CFDs, Optionen und Forex lässt es sich auf fallende Kurse setzen. Diese Weise des Tradings kennzeichnet sich dadurch, dass Anlagen nicht gekauft werden. Stattdessen erhalten Trader das physische Recht, auf die sinkenden Kursverläufe binnen eines Zeitraumes zu setzen. Dank solcher Instrumente kann das Portfolio in Zeiten der Rezession ausgeglichen werden. Es bildet so einen wichtigen Teil des Risikomanagements aktiver Trader. 

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Leerverkäufe

Setzen Anleger bei einem Abwärtstrend auf einen Leerverkauf können sie die Liquidität im gewählten Markt durch Aktien shorten stark steigern. Das Anlegerverhalten könnte sich wiederum auf Kursverläufe auswirken. Denn je mehr liquide Mittel im Markt sind, desto höher können die Kurse auch wieder steigen.

Als Reaktion auf Börsencrashs, Skandale von Unternehmen und globalen Katastrophenereignissen können Leerverkäufe ein profitables Geschäft darstellen, um dem Abwärtstrend zu begegnen. Leerverkäufe sollten bei einem Abwärtstrend jedoch nur von geübten und geschulten Tradern durchgeführt werden. Der Hebel führt dazu, dass das Risiko der Anlage neben dem Risiko des Abwärtstrends stark ansteigt. So viel wie Sie gewinnen können, können Sie mit dieser Strategie auch verlieren. 

Buy the Dip

In der Coronpandemie 2020 notierten viele Finanzanlagen auf dem tiefsten Stand seit einigen Jahren. Dies bietet beste Eintrittschancen in Märkte. Denn hohe Renditen lassen sich, sobald sich die Kurse wieder reguliert haben, sehr zügig realisieren. Befinden sich Anleger in einem Abwärtstrend oder erkennen einem an einem Markt, können sie diesen beobachten. Sobald Widerstandsniveaus überschritten werden, empfiehlt sich der Kauf. Denn kurz zuvor kaufen sie die Anlage zum tiefsten Preis. 

Vorhandene Positionen im Abwärtstrend absichern 

Das Risikomanagement ist wichtig, um die Bewegung des Kurses innerhalb des eigenen Portfolios zu begrenzen. Sie setzen mithilfe von Orderzusätzen eine bestimmte Stufe bzw. Schwelle, die nicht überschritten werden darf. Sobald der Kurs über diese Schwelle hinausgeht, wird die Zahl der angegebenen Anteile automatisch verkauft. Das hilft dabei, Gewinne mitzunehmen, aber auch Verluste nach unten zu begrenzen. 

Indikator Trendstärke
ADX Indikator für die Trendstärke

Wie sichere ich meine Positionen bei fallenden Kursen ab? 

Wenn Sie Ihre Long-Positionen gegen Verluste in einem Abwärtstrend absichern möchten, können Sie dies entweder mit Stop-Loss-Orders oder mit Derivaten tun, die am Kursverfall der von Ihnen gehaltenen Basiswerte profitieren. Wenn Sie mit Stop-Loss-Orders arbeiten, sollten Sie den Stop auf eine sinnvolle Kursmarke (z.B. eine wichtige Unterstützung) setzen, bei deren Erreichen der Abwärtstrend als bestätigt gilt.

Entscheiden Sie sich für eine Absicherung über Derivate so steht Ihnen eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Verfügung, beispielsweise Put-Optionen, Futures oder CFDs.

Fazit: Dem Abwärtstrend souverän begegnen 

Dieser Artikel hat Ihnen die wichtigsten Informationen über den Umgang mit Abwärtstrend nahegebracht. Ein Abwärtstrend ist häufig in einem Bärenmarkt vorzufinden. In diesen Zeiten sind die Aktienkurse negativ und auch diversifizierte Anlagen wie ETFs tendieren gen Minus. 

Grund zur Sorge gibt es auf lange Sicht nicht. Ein Abwärtstrend ist ein normales wirtschaftliches Ereignis. Anleger können im Trading zwei Strategien anwenden: Sie setzen den Abwärtstrend aus oder setzen auf die fallenden Kursbewegungen und erzielen so Renditen. In jedem Fall gilt es Geduld zu beweisen und die Angst, das Trading nicht übernehmen zu lassen. Die Historie zeigt: Trends sind keine Konstante. Spätestens nach zehn Jahren haben sich im Durchschnitt die Kurse erholt. 

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Meist gestellte Fragen zum Abwärtstrend im Trading:

Wie lange dauert ein Abwärtstrend?

Abwärstrends können sich in verschiedenen Zeitrahmen vollziehen, daher gibt es keine bestimmte Zeitdauer für einen Abwärtstrend. Er kann wenige Minuten oder mehrere Monate andauern. Der Kursverlauf zeigt, ob im betrachteten Zeitrahmen ein Trend vorliegt. 

Wie weist ein Widerstand auf einen Abwärtstrend hin?

Ein Widerstand kann unter Umständen auf einen beginnenden Abwärtstrend hinweisen, wenn er wiederholt getestet wird, ohne durchbrochen zu werden. Dies kann ein Zeichen dafür sein, dass die Käuferkraft nachlässt und die Verkäufer die Kontrolle über den Markt gewinnen.

Woran erkenne ich einen Abwärtstrend?

Einen Abwärtstrend erkennen Sie daran, dass die Hochs und Tiefs im Kursverlauf immer tiefer sind als das vorherige. Um einen solchen Trend besser zu visualisieren, kann es helfen, die jeweiligen Hochs und Tiefs mit einer Linie zu verbinden. Am Ende sollten Sie dann einen Trendkanal vor Augen haben, der die Widerstands- und Unterstützungslinie des Trends klar anzeigt.

Trader Andre Witzel
Andre Witzel
Gründer & Chefredakteur
Über den Autor: Erfahrener Trader im Bereich Forex, CFDs, Aktien und Futures seit 2013. Über 21.000 Abonnenten auf Youtube und 500 veröffentlichte Trading Videos.
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Geschrieben von: Andre Witzel Gründer & Chefredakteur
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Reviewed by: Johannes Striegel Autor, Texter & Redakteur
Autor und Redakteur für Geldanlage und Trading. Als studierter Ökonom beschäftigt sich Johannes seit über sechs Jahren intensiv mit dem Thema Geldanlage. Parallel führt er seine eigene Agentur, die unter anderem Unternehmen im Finanzbereich redaktionell zur Seite steht.
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