Angst im Trading vermeiden und kontrollieren

Emotionen sind es, die das Trading zu einer spekulativen Angelegenheit machen. Mit den richtigen Strategien und einer faktenbasierten Herangehensweise erfolgt Trading risikobasiert. Trading Ängste entstehen durch fallende Kurse, unvorhergesehene Ereignisse und dem Einsatz von zu hohen Positionsgrößen. Verlust Trades entstehen häufig dann, wenn die Angst gewinnt. In diesem Artikel schauen wir uns Tipps an, wie Trader Angst kontrollieren können und Angst für Gewinne im Trading nutzen können. 

Angst im trading

Die Gründe für die Ängste kennen 

Der Zusammenhang zwischen der Emotion Angst und Aktivitäten im Trading besteht nur dann, wenn die Angst Entscheidungen kontrolliert. Genau dann kommt es zu Verzerrungen. Sicherheit lässt sich als Erstes gewinnen, indem die Gründe für die Ängste bekannt sind.

  • Die Position fällt: Sinkende Kurse können Angstgefühle hervorrufen, die einen frühzeitigen und verlustreichen Verkauf einer Position hervorrufen. Hier dominiert die Furcht davor, dass Verluste entstehen. Sie entstehen jedoch erst durch falsches Handeln.
  • Die Gier gewinnt: Gier und Angst gehen miteinander einher. Der Kurs steigt und steigt und die Renditen könnten weiter steigen. In diesem Fall wird der Gewinn nicht zum geplanten Ausstieg realisiert, sondern spekuliert. Sinken die Kurse, die Gier ist jedoch noch nicht vollständig besiegt, folgt die Angst, dass die Kurse weiter fallen. Die Lösung: dem Setzen von Stop Loss und Take Profit Orderzusätzen.
  • Nicht genug zu wissen: Der Markt lässt sich langfristig nicht schlagen. Fehler entstehen, wenn Menschen davon ausgehen, dass sie das Trading nicht beherrschen. Auch hier folgt die Angst, einen Fehler zu begehen. Die Lösung: Nur in Vermögenswerte zu investieren, in welchen ein Grundlagenwissen vorhanden ist. 
  • Den Überblick verlieren: In der Regel schauen wir nicht täglich in unser Depot. So passiert es beim Handel schnell, dass Verluste nicht erkannt werden und Maßnahmen ausbleiben, die diesen verhindern hätten können. Auch hier entsteht Angst. Doch die Verluste sind noch nicht realisiert. Ein Trading Plan hilft dabei, jetzt strategisch zu agieren und nicht auf Basis der Emotionen. 
  • Der Herdentrieb: Die Fear of missing out findet auch im Trading statt. Tweets auf Twitter, Meinungen auf Social Trading Plattformen und medienwirksame Kampagnen führten nicht zuletzt zu vielen Anlegern in WireCard Aktien, Tesla Aktien, Ethereum oder führten zum Short Squeeze bei Gamestop. Die Angst, DIE Investition des Lebens zu verpassen, verleitet Trader in spekulative Geschäfte. Die Lösung: Nur dann investieren, wenn sich mit dem Thema auch beschäftigt wurde. 
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  • Unrecht haben: Sie haben einen Artikel zu einer Investitionsmöglichkeit gelesen und Freunden schon Tipps weitergeleitet. Sie sind absolut davon überzeugt, dass alle, die jetzt Trades setzen, gewinnen und teilen ihr Wissen. Die bittere Erkenntniss: Statt wie erwartet gewinnbringend sind die Ergebnisse verlustreich. Das Gefühl unrecht zu haben, kann einen zu lange in einer Geldanlage gefangen halten, da Scham empfunden wird. Die Lösung: Keine Empfehlungen geben und nur für sich diversifiziert handeln. Keine Anlage ist sicher. 

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Die Angst kontrollieren und nutzen 

Emotionen im Trading sollten mit äußerster Sorgfalt genossen werden. Die Trading Psychologie zeigt, dass Gefühle häufig erst zu Verlusten führen. Denn sobald wir Menschen fühlen, schaltet das rationale Denken aus. Genau dieses ist notwendig, um Entscheidungen im Börsenhandel auf Analysen zu fußen und nicht auf subjektiven Wahrnehmungen. Doch auch hier gilt es nicht, in den Farben Schwarz und Weiß zu denken. Trader können durchaus von der Angst profitieren. Hierfür müssen wir die Angst als solche wahrnehmen:

Was passiert im Kopf, wenn Angst entsteht?
  • stellt Informationen zur Verfügung
  • kontrolliert Entscheidungen 
  • ist immer subjektiv 
  • ist die Folge eines Ereignisses 
  • ist ein Warnsignal des Körpers

Das Gefühl Angst gewinnbringend nutzen

Insbesondere Angst als Warnsignal wahrzunehmen, kann Trader unterstützen. Tilgen wir der Angst eine Funktion oder Rolle zu, wird sie rational betrachtet. Ängste können auch berechtigt sein. Teilweise ist es sinnvoll, Gewinne frühzeitig mitzunehmen, auch wenn die gewünschte Rendite nicht erreicht wird. Und auch nicht jeder Trade ist erfolgversprechend. Manchmal empfiehlt es sich, Anlagen mit Verlust zu verkaufen, um diesen nach unten zu begrenzen. Die Tatsache, dass sich Trader vor dem Investment in ein gehyptes Asset fürchten, hat häufig einen guten Grund. Dieser könnte mangelndes Wissen, zu hohe Spekulation oder dubiose Ergebnisse von anderen Tradern sein. Immer mit dem Trend zu gehen, ist somit nicht förderlich. 

Trading Strategie auf Angst aufbauen 

Häufig haben Anleger Probleme dabei eine gute Strategie für ihr Trading System zu entwickeln. Die eigenen Verhaltens-und Denkmuster sind hierfür der Grund. Bevor an den weltweiten Märkten oder vor Ort investiert wird, sollte jeder Anleger seinen Umgang mit Geld kennen. Nur so kann eine auf Sicherheit ausgerichtete Strategie das Traden unterstützen. 

Strategisch anlegen

Im Folgenden betrachten wir, was der Faktor Geld im Trading Gehirn hervorrufen könnte:

  • Begierde: Im Gehirn eines Traders könnte Begierde dazu führen, dass höhere Positionsgrößen investiert werden, als Verluste verkraftet würden.
  • Geld als Sicherheitsfaktor: Wer Geld als Sicherheit sieht, sollte beim Handel darauf achten, Strategien so auszuformulieren, dass sie langfristig gedacht und zweckgebunden sind. 
  • Geld als Tauschmittel: Schwankungen am Markt lassen sich so am besten nutzen. Ein Trade sollte kurzfristig ausgerichtet sein, um kurzfristige Kursgewinne mitzunehmen.

Je nach Risikoprofil und Umgang mit Zahlungsmitteln unterscheidet sich auch die zu empfehlende Strategie. Nicht umsonst setzen Unternehmen Beratungsunternehmen ein, um individuelle Tradingstrategien entwickeln zu lassen. Ist das Trading strategisch auf die Ängste ausgelegt, sind sie es nicht mehr, die den Handel bestimmen. Stattdessen findet der Handel auf Basis von Daten statt. 

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Worst-Case-Szenarien entwickeln

Der Angst im Trading zu begegnen, ist eine geeignete Option, um mit ihr dann umzugehen, wenn sie tatsächlich bei einem aufkommenden Problem eintritt. Um die Angst in den Griff zu bekommen, empfiehlt es sich, diese einmal per Hand aufzuschreiben. Wovor habe ich Angst? Im Anschluss können die Ängste in absteigender Reihenfolge in einer Liste aufgeschrieben werden. Diese könnte im Prinzip so aussehen: 

  • Ich habe Angst, Geld zu verlieren. 
  • Ich fürchte mich davor, zu hohe Summen zu investieren. 
  • Ich wähle den falschen Einstieg.
  • Ich verpasse den Ausstieg. 

Im Anschluss sollte sich gefragt werden, warum diese Emotion entsteht. Wir hinterfragen die Details bzw. das Warum:

  • Ich habe Angst, Geld zu verlieren, weil ich im Alter arm sein könnte.
  • Ich fürchte mich davor, zu hohe Summen zu investieren, weil ich dann mein Leben nicht bezahlen könnte.
  • Wenn ich den falschen Einstieg wähle, könnte ich den Trend verpassen.
  • Wenn ich den Ausstieg verpasst, entstehen Verluste beim Traden.
Warum hinterfragen im Trading

Im letzten Schritt lösen wir die Angst. Wie? Indem bereits vor dem Handeln Maßnahmen getroffen werden, damit diese Ängste begrenzt werden:

  • Ich habe Angst, Geld zu verlieren. Lösung: Nur das investieren, was verloren gehen darf.
  • Ich fürchte mich davor, zu hohe Summen zu investieren. Lösung: Investiere kleine Kapitalbeträge.
  • Ich wähle den falschen Einstieg. Lösung: Analysiere den Markt und suche den Beginn eines Trends. Und: Warte nicht zu lange.
  • Ich verpasse den Ausstieg. Lösung: Einen unlimitierten Stop Loss setzen, um dem Entstehen von Verlusten entgegenzuwirken. 

6 Tipps gegen Angst im Trading

Trotz Vorbereitung lässt sich aufkommende Angst im Trading nicht vermeiden. Menschen gehen unterschiedlich mit der Furcht vor. Ein System zu haben, hilft vor allem, um aufkommende Ängste frühzeitig in den Griff zu bekommen. Optionen, wie Sie dem Thema Angst begegnen, erhalten Sie in den folgenden Aufführungen auf dieser Seite. 

1. Ein sicheres Umfeld schaffen

Probleme können im Trading bereits vor dem tatsächlichen Handel entstehen. Wer bei einem unseriösen Broker investiert, verliert bereits durch die Kapitalisierung des Kontos Geld. Die Wahl eines seriösen Brokers ist vor allem anderen wichtig. Dabei sei auf die Art des Brokers genauso wie auf vorhandene Regulierungen zu achten. Mit einem Demokonto lassen sich die Broker risikofrei testen. Hierzu ist meist nur die Angabe des Namens und der E-Mail-Adresse notwendig. Fühlen Sie sich bei dem Broker wohl, können Sie den ersten Trade durchführen. Jetzt lohnt es sich, frühzeitig Gewinne zu sichern, um auch die Auszahlung zu testen. Hat alles geklappt, haben Sie ein sicheres Umfeld gewählt. 

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2. Automatisierte Trading Systeme nutzen

Ein Mensch entscheidet immer mit Emotionen. Glauben wir Experten, ist es gerade bei der Geldanlage wichtig, datenbasiert Entscheidungen zu treffen. Im Börsenhandel besteht die Möglichkeit, Software das Denken und Handeln übernehmen zu lassen, entweder vollständig durch einen Trading Roboter oder nur in bestimmten Bereichen. Orderzusätze sind beispielsweise bereits automatisiert. Es gibt jedoch auch möglich, durch Aufsetzen von Programmierbefehlen die Software vollständig für einen handeln zu lassen. Ein gesundes Maß ist meist geeignet, um die Angst nicht siegen zu lassen. 

3. Den Trend hinterfragen

Posts in den sozialen Medien können dazu bewegen, unüberlegt in einen Hype einzusteigen. Doch nicht jeder Hype entpuppt sich auch als Trendlinie. Entscheidungen sollten im Trading nicht auf Gefühlen, sondern Fakten basieren. Erst Dinge und Positionen zu hinterfragen ist wichtig, um mit einem sicheren Gefühl in die jeweilige Anlage zu investieren. Teilen Investoren ihr wissen, heißt es somit nicht, dass es für alle funktioniert. Zudem heißt es nicht, dass der Fall auch eintritt, der prognostiziert wird. Denn: Die Kurse am Markt sind unberechenbar. Keiner von uns besitzt eine Glaskugel. 

Verkauf und Stop Loss und Trend

4. Leben und Investieren verbinden

Jeder Mensch baut sein Leben nach den eigenen Vorstellungen auf. Dabei hat auch jeder ein anderes Sicherheitsgefühl. Wer im Alltag bereits sehr risikobewusst ist, sollte im Trading nicht plötzlich in hochspekulative Werte einsteigen. Leben und Investieren müssen miteinander im Einklang stehen. Dann ist auch die Angst geringer, da nach den eigenen Verhaltensmustern investiert wird. 

5. In schlaflosen Nächten das Depot ruhen lassen

Trades können noch so strategisch und sicher erscheinen. Verluste gehören dazu. Covid-19 und der Russland-Ukraine-Krieg haben zuletzt gezeigt, wie schnell es gehen kann, dass alle Positionen im Portfolio sinken. Schlaflose Nächte sind hier vorprogrammiert. Doch genau hier entstehen Fehlschlüsse. In Zeiten hoher Unsicherheit werden so viele Hormone im Körper freigesetzt, dass rationales Denken unmöglich ist. Ein beschleunigter Puls, Schweiß und verdicktes Blut sind Anzeichen für Stress. Erst wenn sich wieder beruhigt wurde, dürfen Trader an das Portfolio herantreten. Davor empfiehlt es sich nahezu immer, keine unüberlegten Aktivitäten aus Angst zu tätigen. 

6. Diversifiziert handeln

Sparpläne sind unter Tradern nicht umsonst beliebt. Langfristige Wertsteigerungen lassen sich so am besten mitnehmen. Es geht jedoch nicht darum, nur in eine Anlage immer wieder zu verschiedenen Zeitpunkten zu investieren. Ziel ist es, das Portfolio so aufzubauen, dass schlecht laufende Positionen durch gut performende Assets ausgeglichen werden. Gewinne können langfristig dann erzielt werden, wenn nicht alle Einzelwerte im Plus stehen, sondern das Gesamtportfolio. 

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Fazit: Emotionen im Trading gegen Strategie tauschen

Das Ziel im Trading ist es, Gewinne zu erwirtschaften. Die Angst kann uns jedoch lähmen, zu Kurzschlussreaktionen führen oder die Investition in gewinnbringende Märkte verhindern. Trader sind gut beraten, wenn sie sich vor dem Handel mit ihrer Angst auseinandersetzen. So lassen sich Ängste langfristig gewinnbringend einsetzen und sind kontrollierbar. 

Häufige Fragen und Antworten:

Verpasse ich Trading Gelegenheiten, wenn die Angst mich steuert?

Im Leben ist es immer das Gleiche: Gelegenheiten kommen und gehen. Es kann mal sinnvoll sein, auf einen Tipp aufzusteigen und beispielsweise in den DAX zu investieren. Das ist von Mensch zu Mensch verschieden. In anderen Zeiten lohnt sich eine Investition in den DAX nicht. Allein aus Fomo sollte jedoch kein Trade erfolgen. 

Welche Angst ist beim Traden am größten ausgeprägt?

Die Furcht davor, Geld zu verlieren, ist am größten. Sie lässt sich nur minimieren, indem diversifiziert und mit kleinen Positionsgrößen gehandelt wird. So sinkt das Risiko, hohe Geldbeträge auf einen Schlag zu verlieren. 

Ist es immer gut, das Thema Angst zu ignorieren? 

Trades sind rational zu betrachten. Dennoch ist Angst ein Warnsignal des Körpers. Aus Angst sollte somit kein Übermut entstehen. Stattdessen gilt es jetzt, die Anlage, die einem Angst bereitet, faktenbasiert zu analysieren.

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Zuletzt geupdated am 11/08/2022 von Andre Witzel

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