Kapitalerträge Definition – Was sind überhaupt Kapitalerträge?

“Kapitalertrag” ist ein rechtlicher Terminus, der im Steuerrecht verwendet wird, um eine etwaige Kapitalertragsteuer zu ermitteln und zu bemessen. Ein Kapitalertrag ist ein Gewinn, der erzielt wird durch den Ankauf und den Verkauf der verschiedensten Vermögenswerte. Wenn der Händler oder die Händlerin diesen Wert zu einem höheren Kurs verkauft als er oder sie für ihn bezahlt hat, stellt der sich einstellende Gewinn den Kapitalertrag dar.

Ein steigender Kurs des jeweiligen Vermögenswertes allein generiert noch keinen Kapitalertrag. Nur wenn die entsprechende Position mit Gewinn geschlossen und der Vermögenswert veräußert wird, kann von einem Kapitalertrag die Rede sein. Auch nur in diesem Fall wird für den Kapitalertrag eine Steuer fällig, nämlich die Kapitalertragsteuer. Wird der Vermögenswert zu einem niedrigeren Kurs als zu dem Zeitpunkt des Ankaufs wieder verkauft, ist die Rede von einem Kapitalverlust.

Der Gewinn im Trading wird auch als Kapitalertrag bezeichnet.

Abgrenzung von Kapitalerträgen

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, Kapital für sich arbeiten zu lassen und auf diesem Wege Kapitalerträge zu erzielen. Das kann durch die verzinste Anlage eines Sparbuchs bei einer Bank geschehen oder durch Anteile an einem Fonds oder durch den erfolgreichen Zukauf und Verkauf von Aktien.

Zinsen

Der wohl bekannteste Weg, um Kapitalerträge zu generieren, besteht darin, sein Geld zur Bank zu bringen, um es dort für sich arbeiten und Zinsen erwirtschaften zu lassen. Die Banken bieten verschiedene Optionen an: Sparbücher, Tagesgeldkonten oder festverzinsliche Wertpapiere. Die Höhe der zu erwartenden Zinsen korreliert in der Regel mit der Höhe der eingezahlten Summe, der Dauer der Anlage und der gewünschten Verfügbarkeit. Natürlich hängt die Höhe der Zinsen, die die Banken anbieten können, auch ab von der jeweiligen Politik der zuständigen Zentralbank, die das Zinsniveau vorgibt.

Wenn ich also 100.000 Euro auf einem Konto anlege, das 2 % Zinsen pro Jahr generiert, dann finde ich nach Ablauf des Jahres auf diesem Konto einen Betrag in Höhe von 102.000 Euro vor. Ich habe also einen Kapitalertrag in Höhe von 2.000 Euro erwirtschaftet.

Fonds

Ein Investmentfonds ist eine Zusammenführung von Geldmitteln vieler Anleger, die von einem dazu ernannten Fondsmanager investiert werden. Die Art der Investition ist sehr breit gefächert, der Manager kann zum Beispiel in Aktien, Immobilien oder Anleihen investieren. Der Vorteil eines Fonds besteht darin, dass die Investitionen nicht nur etwa eine einzelne Aktie betreffen, sondern breit gestreut werden, um auf diese Weise das Investitionsrisiko zu minimieren. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass der Anleger durch seine Beteiligung an dem Fonds das Know How des Fondsmanagers nutzen kann, ohne sich selber mit den Finanzmärkten auskennen zu müssen. Je nach Risikofreude des Anlegers kann der Anteil an Aktien, die oft eine höhere Renditechance, aber auch ein höheres Risiko mit sich bringen, höher oder niedriger sein.

Mein Tipp: Fairer und regulierter Online Broker Markets.com

  • Über 2.200 verschiedene Märkte
  • Börsengelistetes Unternehmen
  • Aktien & ETF Trading ohne Kommissionen
  • Variable Hebel möglich
  • Nur 250€ Mindesteinzahlung (PayPal, Kreditkarten & mehr)
  • 1.000.000€ Absicherung
  • Persönlicher Deutscher Service 24/7
  • Signale, Webinare & mehr
  • Meine Bewertung: 5 out of 5 stars (5 / 5)
trading platform

(Risikohinweis: 67% der Konten verlieren Geld)

Im Gegensatz zu einem Sparbuch wirft ein Fonds keinen garantierten Gewinn ab. Ein Kapitalertrag kann hier nur realisiert werden, wenn der Anleger Anteile am Fonds verkauft.

Dividenden

Eine andere Möglichkeit des Kapitalertrags durch Fonds oder auch durch einzelne Aktien besteht darin, an der Ausschüttung von Dividenden zu partizipieren. Dividenden sind eine Art der Beteiligung am Gewinn eines Unternehmens, an dem man Anteile hält. Wenn ein Unternehmen einen Gewinn einfährt, wird ein Teil dieses Gewinns in der Regel reinvestiert, um auch einen Gewinn für die kommenden Jahre zu ermöglichen. Ein Teil des Gewinns wird aber an die Teilhaber des Unternehmens verteilt. Weil die Anteile an den Unternehmen Aktien heißen, werden die Teilhaber auch Aktionäre genannt. Für eine einzelne Aktie wird vom Unternehmen dann ein gewisser Betrag bestimmt, der dann die Höhe der Dividendenausschüttung bestimmt. Wenn der Wert bei 5 Euro pro Aktie liegt und ich 100 Aktien des entsprechenden Unternehmens halte, bekomme ich Dividendenzuwendungen in Höhe von 500 Euro.

Kapitalerträge im Trading

Mit Trading ist der Handel an einer Börse gemeint. Früher waren es vor allem Kunden aus dem institutionellen Bereich, die an den verschiedensten Börsen Handel trieben. Heute gibt es auch immer mehr private Anleger, die auf diese Weise ihr Glück versuchen und die Dienste zahlreicher neuer Onlinebroker nutzen. Der Trader kann dabei in Aktien, Währungen (neuerdings auch Kryptowährungen), Rohstoffe oder Indizes investieren und zahlt dabei in der Regel einen kleinen Betrag für jeden Trade. Schließt er seine Position, wenn der Kurs höher ist als zum Zeitpunkt der Eröffnung der Position, fährt er einen Gewinn ein. Dieser Gewinn ist auch ein Kapitalertrag und steuerlich relevant. Eine besondere Form des Handelns an der Börse ist das sogenannte Daytrading. Wie der Name schon suggeriert, geht es dabei nicht um eine langfristige Form der Investition, sondern darum, tagesaktuell von Schwankungen der Kurse zu profitieren und innerhalb eines Handelstages zu kaufen und wieder zu verkaufen.

Weitere Artikel des Trading Lexikons

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.