Die Börse ist bearish – Das ist damit gemeint! Definition

Die Börse hat ihre ganz eigene Sprache, die gerade für Anfänger nicht immer einfach zu durchblicken ist. Neben Fachbegriffen aus der Finanzwelt wird am Wertpapiermarkt auch gerne bildlich gesprochen. Sicher ist Ihnen bereits der Begriff “bearish” begegnet – meist im Zusammenhang mit dem direkten Gegenteil “bullish”.

Aber was meinen erfahrene Börsianer, wenn sie von “bearish” sprechen? In diesem Artikel bringe ich Licht ins Dunkel und erkläre Ihnen, worauf Sie als Anleger achten müssen.

Bearish
Bearish wird auch als pessimistische Marktlage bezeichnet.

Definition Bearish

Mit dem geflügelten Wort “bearish” wird eine Stimmungslage an der Börse bezeichnet, die von einem herrschenden Pessimismus und fallenden Kursen geprägt ist. Im Jargon der Börsianer wird diese Situation auch gerne als Bärenmarkt oder als “Baisse” bezeichnet. Die negative Erwartungslage und die Furcht vor Kursverlusten spiegeln sich meist in einem anhaltenden Abwärtstrend wider. Die aufkommende Panik der Anleger verstärkt diese Dynamik noch, da diese ihre Aktien oft überstürzt verkaufen. In der Regel wird der Markt bearish, wenn die Konjunktur träge wird. Oft sind diese Entwicklungen auch in äußeren Faktoren erkennbar: Sinkende Unternehmensgewinne, eine hohe Arbeitslosigkeit und ein niedriges Einkommen sind nur drei der Warnsignale.

Eine einheitliche Definition eines Bärenmarktes gibt es nicht. Verluste von 20 % im Gesamtmarkt oder in einem Sektor können aber auf jeden Fall so bezeichnet werden. Für langfristige “Buy and Hold” Anleger bietet ein Bärenmarkt einige Chancen. Es benötigt zwar etwas Mut, aber oft sind hier günstige Zukäufe möglich. Auch durch den Optionshandel können in einem fallenden Markt Gewinne erzielt werden.

Das Gegenteil von “bearish” ist “bullish”. Läuft es an der Börse also besonders gut, sind die “Bullen” los. In dieser “Hausse” steigen die Kurse sehr stark an und die generelle Stimmung am Markt ist optimistisch. Die Aussicht auf schnelles Geld lockt weitere Anleger in den Markt, sodass der Bullenmarkt auch ohne äußere Einflüsse sehr lange bestehen kann. Diese bildliche Sprache geht der Legende nach auf Kämpfe zwischen einem Bären und einem Bullen in der Nähe der Londoner Börse im 17. Jahrhundert zurück. Während der Bulle seinen Gegner mit einem kraftvollen Stoß von unten nach oben attackierte, schlug der Bär mit seiner mächtigen Tatze von oben nach unten. Dadurch wurden diese beiden Bezeichnungen geprägt, die die Kursbewegungen im jeweiligen Sentiment beschreiben.

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Beispiele für einen Bärenmarkt

Nach der Finanzkrise im Jahr 2008, regierten an der Börse zwölf Jahre die Bullen. Die verschiedenen Indizes erklommen immer wieder neue Höhen und “bearish” schien ein Wort aus vergangenen Zeiten zu sein. Die weltweite Corona Pandemie stürzte die Börse aber im März 2020 in einen Bärenmarkt. Dieser hielt zwar nicht lange an, brachte aber empfindliche Verlust für manchen Anleger mit sich. Auch die sogenannte Internetblase aus dem Jahr 2000 mündete direkt in einem Bärenmarkt.

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