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OPEC Definition und Erklärung – Was steckt dahinter?

Die Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) ist eine internationale Organisation, die 1960 gegründet wurde. Sie hat ihren Sitz in Wien. Dem Kartell gehören derzeit dreizehn Länder an: Algerien, Republik Kongo, Angola, Kuwait, Libyen, Äquatorial-Guinea, Gabun, Iran, Irak, Nigeria, Saudi Arabien, Vereinigte Arabische Emirate und Venezuela. Indonesien ist zum Ende des Jahres 2016 aus der OPEC ausgetreten.

Fünf OPEC-Mitgliedsländer (Saudi-Arabien, Iran, Kuwait und Venezuela) gehören zu den zehn größten Ölproduzenten der Welt. Die OPEC-Mitgliedsländer produzieren rund 40 % des weltweiten Öls und verfügen über drei Viertel der weltweiten Reserven. Der Einfluss der OPEC wird zunehmen, nachdem die Nicht-OPEC-Staaten ihren Höhepunkt der Ölproduktion erreicht haben.

Webseite der OPEC

Ziele der OPEC

Ein monopolisierter Ölmarkt ist das Ziel. Durch die Festlegung von Förderquoten und die Regulierung der Ölproduktion kann man sich gegen die Weltmarktpreise absichern. Ziel ist es, die Rohölproduktion künstlich zu drosseln oder zu erhöhen, damit der Preis innerhalb einer bestimmten Preisspanne bleibt. Obwohl die Zielpreisspanne Änderungen unterworfen ist, gilt sie für längere Zeit als Richtwert.

Es ist jedoch möglich, dass sich die Mitglieder nicht an die festgelegten Förderquoten halten und eigene politische und wirtschaftliche Ziele verfolgen. So kündigte beispielsweise Indonesien 2008 seinen Austritt aus der OPEC an. Es begründete dies damit, dass die hohen Preiserwartungen der OPEC seinen großen Inlandsmarkt finanziell stärker belastet hätten, als es durch Exporte auffangen könne. Im Jahr 2008 wurde Indonesien zum Nettoimporteur, da die Produktion zurückging und das Land nicht mehr in der Lage war, genug Öl zu produzieren, um den eigenen Bedarf zu decken.

Einige OPEC-Mitglieder geben den Forderungen der Industrieländer nach niedrigeren Förderquoten teilweise nach, um der Gefahr einer Rezession entgegenzuwirken. Als Gegenmaßnahme agieren einige OPEC-Länder verstärkt auf den Finanzmärkten mit solventen Investoren. Das liegt daran, dass staatliche Indexinvestoren über ihre Staatsfonds eher in Rohstoffindizes investieren als die sogenannten Spekulanten, von denen in den Medien oft die Rede ist.

Organe – Dies sind die obersten Organe der OPEC

Die Ministerkonferenz

Der für Erdölwirtschaft oder Energie zuständige Regierungsminister vertritt jeden Mitgliedsstaat in diesem entscheidenden Willensbildungsgremium. Jeder Mitgliedsstaat hat eine Stimme und ist gleich gewichtet. Um gültige Beschlüsse zu fassen (derzeit neun der vierzehn Mitglieder), ist ein Quorum von drei Fünfteln erforderlich. Einstimmigkeit ist für alle inhaltlichen Fragen (d.h. alle anderen Angelegenheiten außer Verfahrensfragen) erforderlich.

Abwesende Vollmitglieder können gegen getroffene Entscheidungen Einspruch erheben und deren Umsetzung verhindern. Nicht-Mitglieder können auf Wunsch der Konferenz als Beobachter eingeladen werden. Ein Delegierter (Minister), der während der Konferenz zum Präsidenten gewählt wird, leitet die Konferenz und hält den Titel, bis sein Nachfolger auf einer regulären Sitzung gewählt wird. Die Konferenz legt die Ziele und die Politik der Organisation fest, bestimmt ihre Strategie und ist das einzige Gremium, das Satzungen ändern und über Mitglieder entscheiden kann. Sie wählt auch die wichtigsten Organe. Eine Generalklausel legt zudem alle Kompetenzen der Organisation in den Zuständigkeitsbereich der Ministerkonferenz. Der Hauptsitz der Organisation in Wien ist der übliche Ort für Sitzungen.

Der Gouverneursrat

Jeder Mitgliedsstaat entsendet einen Gouverneur in den Gouverneursrat, und zwar für eine Amtszeit von zwei Jahren. Die Ministerkonferenz kann gegen diese Entscheidung ein Veto einlegen. Der Gouverneursrat führt die Politik der Organisation aus, wie sie in den Grundsätzen der Ministerkonferenz festgelegt ist. Er erstellt auch den Haushalt der Organisation und gibt Empfehlungen an die Ministerkonferenz. Der Gouverneursrat tagt mindestens zweimal im Jahr.

Das Sekretariat

Das Sekretariat der Organisation beaufsichtigt die Geschäftsführung gemäß der Satzung und unterliegt der Kontrolle des Gouverneursrats. Es besteht aus dem Generalsekretär und dem für die Erfüllung seiner Aufgaben erforderlichen Personal.

Außerdem gibt es die folgenden Organe:

Generalsekretär

Laut Satzung ist der Generalsekretär der offizielle Vertreter der Organisation und der ranghöchste Beamte. Der Generalsekretär koordiniert alle Aktivitäten der Organisation gemäß den Weisungen der Ministerkonferenz. Der Generalsekretär wird von der Ministerkonferenz auf Vorschlag der Mitgliedsstaaten ernannt.

Eine Wiederwahl ist nur einmal möglich. Zwei Direktoren aus der Forschungsabteilung und ein Direktor aus der Abteilung für Unterstützungsdienste unterstützen den GS bei seinen Aufgaben. Die sieben Abteilungsleiter unterstützen ihn ebenfalls. Mohammed Sanusi Barkindo ist der derzeitige Generalsekretär.

Außerdem wurden ein Interner Revisor und ein General Legal Council eingerichtet.

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Historie der OPEC

Die OPEC wurde in Bagdad von fünf ölproduzierenden Ländern gegründet: Iran, Kuwait und Irak. Heute besteht die OPEC aus elf Mitgliedsländern. Die fünf Gründungsmitglieder waren Algerien, Indonesien, Katar, Katar, Libyen, Nigeria und die Vereinigten Arabischen Emirate. Ecuador trat 1973 bei. Gabun war von 1975 bis 1994 Mitglied der OPEC. Brunei beantragte 1984 die Mitgliedschaft, wurde aber abgelehnt. Wien ist seit dem 1. September 1965 der Sitz der OPEC auf neutralem Boden. Zuvor hatte die OPEC Genf als ihren Hauptsitz bezeichnet.

Um die Ursprünge der OPEC zu verstehen, muss man die Situation in den 50er Jahren aus der Sicht der ölexportierenden Länder betrachten. Bis dahin wurde die weltweite Ölproduktion von privaten Ölkonzernen (den sogenannten “Sieben Schwestern”, Exxon, Mobil (Chevron), Socal (Chevron), Gulf (Texaco), BP, Shell) dominiert und beeinflusst, die auch starken Einfluss auf den Preis hatten.

Die weltweite Rohölproduktion – d.h. die vorherrschende Nachfrage – war deutlich größer als das Angebot. Die Ölpreise fielen und die Öleinnahmen sanken infolgedessen. An diesem Punkt sah Saudi-Arabien die Möglichkeit einer Föderation zwischen vielen Staaten. Diese Idee sollte einen weiteren Verfall der Rohölpreise verhindern. Aufgrund der wachsenden Bedeutung der Öleinnahmen für die Förderländer wollte man eine Position einnehmen, die den Staaten die Macht gibt, den Ölpreis zu bestimmen.

Die OPEC, die den Ölpreis bestimmt, wurde 1960 gegründet. Mit einem Anteil von fast zwei Dritteln an den nachgewiesenen Ressourcen der Welt3 schuf die OPEC ein “Rohstoffkartell ” , dem es gelang, die Preise zu stabilisieren und eine gemeinsame Förderpolitik zu etablieren. Besonders wichtig war die OPEC in den 1970er Jahren. Nach dem Ende der geopolitischen und wirtschaftlichen Konflikte in den 1960er und 1970er Jahren gewann die OPEC mehr Marktmacht. Die Folge war eine globale Energiekrise in den Industrieländern. Die erste Ölkrise wurde dadurch und durch zunehmend kollusive Produktionspraktiken ausgelöst. Der Preis für Rohöl verdreifachte sich zwischen 1973 und 1974 von weniger als drei Dollar pro Barrel auf fast zwölf Dollar pro Barrel. Die OPEC hatte so viel Macht, dass sie in der modernen Literatur oft als “Spitzenleistung der Macht” bezeichnet wird.

Der Ölpreis stieg zwischen 1974 und 1978 fast alle sechs Monate, um den starken Wertverfall des US-Dollars auszugleichen. Aufgrund einer starken Verknappung des Öls stiegen die Preise dramatisch an, nachdem einige OPEC-Länder ihre finanziellen Mittel verloren hatten. Die “Zweite Ölkrise” war eine schwere wirtschaftliche Rezession in der industrialisierten Welt.

Sie war schlimmer als diejenige, die auf die “Erste Ölkrise” folgte. Durch diese schweren wirtschaftlichen Rezessionen verschwanden die riesigen Überschussgewinne, die die OPEC-Länder in den 1970er Jahren erzielt hatten. Sie verloren auch ihre Marktführerschaft in der Produktion. Viele Nicht-OPEC-Länder hatten Investitionen in alternative Energiequellen und eigene Produktionsstrategien getätigt, um den steigenden Preisen entgegenzuwirken. Kanada war ein Netto-Ölimporteur und dann ein Netto-Ölexporteur.

Die Ölpreise stürzten von 1982 bis 1986 aufgrund eines Überangebots ab. Der Preisverfall erreichte 1986 seinen Höhepunkt, als der Ölpreis auf nur noch zehn Dollar pro Barrel fiel. Die OPEC stand am Rande des Zusammenbruchs, nachdem die Preistaktik gescheitert war. Mehrere OPEC-Mitgliedsländer begannen mit den ölexportierenden Nationen zu verhandeln und erreichten eine gemeinsame Zielpreispolitik und Förderquote.

Die Preise erholten sich im Laufe der Jahre, stiegen aber bis zum Jahr 2000 nie über 30 $ pro Barrel. Die Ausnahmen waren die Jahre 1990/916 während des 1. Golfkriegs, als die Preise vorübergehend auf bis zu 45 $ pro Barrel stiegen.

Warum ist Russland nicht in der OPEC vertreten?

Die OPEC (die “Organisation erdölexportierender Länder”) hat eine erhebliche Lücke in ihrer Mitgliedschaft. Sechs der zehn größten Ölproduzenten sind in der OPEC vertreten, die Nummer eins der Mitglieder jedoch nicht. Und warum? Weil Russland und die OPEC unterschiedliche Interessen haben.

Das Fundament ist nicht vorhanden

Um zu verstehen, warum Russland nicht Teil der OPEC ist, muss man ihre Geschichte verstehen. 15 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die OPEC gegründet. Sie bestand aus Saudi-Arabien, Kuwait, Iran und Irak. Das waren alles Länder, die noch nicht sehr lange unabhängig waren. Auch Venezuela wurde in das Ölkartell aufgenommen. Im Jahr 1960 gründeten die Länder eine Organisation, um ihre Souveränität über die nationalen Ressourcen zu sichern. Dies war zu ihrem Vorteil.

Die Mitglieder wollten auch frei vom Einfluss der Industrienationen sein. Russland, vertreten durch die Sowjetunion, war zu dieser Zeit eine Industrienation. Alle Länder mit bedeutenden Netto-Ölexporten wurden in die OPEC eingeladen. Sie sollten ähnliche Interessen verfolgen wie die Gründungsländer. Russland exportierte zwar erhebliche Mengen Öl, aber seine Interessen waren nicht grundsätzlich die gleichen wie die der OPEC-Gründungsmitglieder.

Das erklärt, warum Russland 1960 nicht der OPEC beigetreten ist. Es ist unwahrscheinlich, dass Russland ein offizielles Mitglied der OPEC sein möchte, weil es seine nationale Sicherheit nicht gefährden möchte. Die Hälfte von Russlands Haushaltseinnahmen stammt aus Steuern und Ölexporterlösen. Öl ist daher eine strategische Ressource in Russland und sehr wichtig für die Finanzierung des russischen Militärs.

Es ist unwahrscheinlich, dass Russland seine Rechte aufgibt, und damit die OPEX entscheiden lässt, wie viel Öl es fördern darf.

Russland stimmt seine Ölpolitik mit der OPEC ab, wenn es in seinem Interesse ist.

Russland wurde im Oktober zu einem OPEC-Treffen in Wien eingeladen. Es sollte Wege zur Erhöhung der Ölpreise diskutieren. Sowohl die OPEC-Länder als auch Russland sind mit dieser Entscheidung zufrieden. Nachdem die Verhandlungen im Dezember in einer Entscheidung der OPEC und Russlands gipfelten, die Ölproduktion ab Januar um 1,8 Mio. Barrel pro Tag zu reduzieren, beendete Russland die Verhandlungen.

Fazit: Opec macht Ölaktien interessanter

Der Ölpreis hat einen tiefgreifenden Einfluss auf die Wirtschaft und die Kapitalmärkte. Für Verbraucher ergeben sich fast täglich Veränderungen, wenn sie ihr Auto tanken und ihre Energierechnung bezahlen.

Es ist davon auszugehen, dass sich die Preise in den nächsten Monaten angesichts der bevorstehenden Produktionskürzungen wieder erholen werden. Die Ölaktien sind zunehmend unter Druck geraten und bieten attraktive Kaufgelegenheiten. Zudem bieten sie eine stabile Dividendenrendite.

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