Stop-Order-Beispiel

Stop-Order – Definition & Erklärung

Eine Stop-Order ist ein Auftrag an den Broker, einen Trade auszuführen, sobald ein Kurs erreicht wird, der nachteiliger für den Trader ist als der aktuelle Marktpreis.

In diesem Artikel erklären wir Ihnen, was eine Stop-Order ist und welche verschiedenen Arten es gibt. Außerdem verraten wir Ihnen, welche Vor- und Nachteile eine Stop-Order mit sich bringt.

Was ist eine Stop-Order? – Definition & Erklärung

Eine Stop-Order ist ein Auftrag, einen Trade auszuführen, sobald ein Kurs erreicht wird, der nachteiliger für den Trader ist als der aktuelle Marktpreis. Der Trader legt als einen bestimmten Kurs fest, der für ihn schlechter ist als der aktuelle Kurs. Der Broker führt diesen Trade bei Erreichen des zuvor festgelegten Preisniveaus aus.

Beispiel Stop-Order

Die Stop-Order stellt das Gegenteil einer Limit-Order dar. Eine Limit-Order ist hingegen ein Auftrag, einen Trade auszuführen, sobald ein Kurs erreicht wird, der vorteilhafter für den Trader ist als der aktuelle Marktpreis.

Je nach Art der Stop-Order kann diese andere Funktionen erfüllen. Entweder sie dient zur Begrenzung von Risiken und Verlusten oder zum Einstieg in den Markt bei weniger vorteilhaften Kursen.

Arten der Stop-Order

Im Wesentlichen gibt es zwei Arten einer Stop-Order. Eine Stop-Order kann dazu verwendet werden, Positionen zu schließen oder zu öffnen. Dazu wird entweder eine Stop-Loss-Order oder eine Stop-Entry-Order verwendet.

Stop-Loss-Order

Eine Stop-Loss-Order wird dazu eingesetzt, eine Position zu schließen, sobald der Kurs sich ungünstiger entwickelt als der aktuelle Marktwert. Bei einer offenen Long-Position würde das bedeuten, dass Sie ihre Stop-Loss-Grenze unterhalb des aktuellen Kurses platzieren. Bei einer offenen Short-Position ist es genau andersherum. Bei Letzterem wird die Stop-Loss Grenze über dem aktuellen Kurs gesetzt.

Eine Stop-Loss-Order dient also dazu, die Verluste und Risiken eines laufenden Trades zu minimieren. Bei unvorhergesehenen Marktereignissen dient, greift die Stop-Loss-Order automatisch. Sie dient sozusagen als Versicherung vor den Risiken am Kapitalmarkt und kann vor hohen Verlusten schützen.

Beispiel einer Stop-Loss-Order

Beispiel Stop-Loss-Order

Angenommen Sie besitzen 100 Aktien eines Unternehmens, die Sie zu 13,60 € gekauft haben. Nun kündigt der Geschäftsführer des Unternehmens seinen Rücktritt an. Dies verunsichert die Anleger und führt zu Panikverkäufen, wodurch der Kurs der Aktie sinkt. Sie sind dennoch weiterhin vom Unternehmen überzeugt und gehen davon aus, dass die Kursrückgänge nur vorübergehend anhalten werden. Fall Sie jedoch mit der Annahme falsch liegen, wollen Sie sich gegen weitere Kursverluste absichern. Nach dem Rücktritt ist der Kurs bereits von 13,60 € auf 12,60 € gefallen. Sie entscheiden sich also eine Stop-Loss-Order bei 11,20 € zu setzen.

Der Kurs sinkt allerdings weiter und unterschreitet die festgelegte Stop-Loss-Grenze von 12,60 €. Daraufhin wird ihre Stop-Order automatisch ausgeführt. Der Broker verkauft für Sie ihre Aktien zum angegebenen Preis und sichert Sie so gegen weitere Verluste ab.

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Stop-Entry-Order

Eine Stop-Entry-Order wird dazu eingesetzt, eine Position zu öffnen, sobald der Kurs sich ungünstiger entwickelt als der aktuelle Marktwert. Wenn Sie also eine Long-Position eröffnen wollen, würde das bedeuten, dass Sie ihre Stop-Entry-Grenze oberhalb des aktuellen Kurses platzieren. Wenn Sie hingegen eine Short-Position eröffnen wollen, würde das bedeuten, dass Sie ihre Stop-Entry-Grenze unterhalb des aktuellen Kurses platzieren.

Im ersten Augenblick erscheint es unlogisch, einen Trade zu einem schlechteren Kurs kaufen zu wollen als der aktuelle Marktwert. Allerdings kann diese Order dazu dienen, erst in den Markt einzusteigen, sobald sich ein gewisser Trend bestätigt hat. So wird verhindert, dass Sie als Trader zu früh in den Markt einsteigen und der Trend möglicherweise wieder dreht. Es handelt sich also um ein nützliches Mittel, um von der Dynamik des Marktes zu profitieren.

Beispiel einer Stop-Entry-Order

Beispiel Stop-Entry-Order

Angenommen Sie wollen 100 Aktien eines Unternehmens kaufen, das augenscheinlich den Turnaround geschafft hat. Die Zukunftsaussichten sehen gut aus und die Kurse entwickeln sich von einem Abwärtstrend zum Aufwärtstrend. Allerdings wollen Sie noch warten, bis der Trend sich bestätigt. Der aktuelle Kurs steht bei 3,60 € pro Aktie. Bei 3,96 € ermitteln Sie einen weiteren Widerstand. Sie gehen davon aus, dass die Kurse weiter steigen werden, wenn der Widerstand durchbrochen wird. Sie platzieren also eine Stop-Entry-Order oberhalb des aktuellen Kurses und oberhalb des Widerstands. Die Order platzieren Sie bei 4,10 €.

Der Kurs entwickelt sich allerdings nicht wie erhofft und fällt wieder. Die Stop-Entry-Grenze, die Sie gesetzt haben, wird nie erreicht. Die Order wird also nicht ausgeführt, da sich der Trend nicht bestätigt hat. Die entsprechende Stop-Entry-Order hat Sie jedoch davor bewahrt, zu früh in den Markt einzusteigen. Hätten Sie sofort oder Orderzusatz gekauft, hätten Sie mit ihrem Trade Verluste eingefahren.

Vorteile und Nachteile einer Stop-Order

Vorteile einer Stop-Order

Eine Stop-Order eignet sich dazu, Positionen zu öffnen oder zu schließen, ohne ständig den Markt beobachten zu müssen. Sie können sich vorher ihre Trading-Setups überlegen und mittels Stop-Order entsprechend platzieren. Bei der Ausführung des Trades müssen Sie nicht zwingend anwesend sein. Mit einer Stop-Loss Order können Sie bequem ihre Verluste begrenzen. Das ist ein wichtiger Bestandteil eines guten Risiko- und Moneymanagements. Mit einer Stop-Entry-Order können Sie hingegen warten, bis sich ein Trend bestätigt hat, um dann zum zuvor definierten Kurs automatisch einzusteigen.

Außerdem haben Stop-Order den Vorteil, dass Sie weniger emotional handeln. Durch die Automatisierung des Tradings sind Sie den emotionalen Risiken weniger ausgesetzt.

Nachteile einer Stop-Order

Als Nachteil einer Stop-Order kann die nicht garantierte Ausführung eines Trades angesehen werden. Wenn Ihre zuvor gesetzten Stop-Grenzen nicht erreicht werden, wird die Order nie ausgeführt. Bei einem Stop-Loss kann das allerdings auch ein Vorteil sein, da das bedeutet, dass Sie keine oder nur wenig Verluste mit Ihrer Position einfahren. Bei einer Stop-Entry-Order bedeutet das jedoch, dass sich die Chance für einen Trade, den Sie sich erhofft haben, nie ergeben hat.

Außerdem kann es bei einer Stop-Order zu Slippage kommen. Wenn also der entsprechende Kurs erreicht wurde und die Kurse sich danach weiter bewegen, kann es zu einer Kursdifferenz kommen. Der zuvor von Ihnen definierte Stop-Kurs kann also vom tatsächlichen Ausführungskurs abweichen.

Fazit

Eine Stop-Order ist ein Auftrag, einen Trade auszuführen, sobald ein Kurs erreicht wird, der nachteiliger für den Trader ist als der aktuelle Marktpreis. Auf den ersten Blick scheint das zwar unlogisch, es hat aber durchaus seine Vorteile. Mit einer entsprechenden Stop-Loss-Order können beispielsweise Risiken von offenen Positionen minimiert werden. Mögliche Verluste werden somit eingedämmt. Mit einer Stop-Entry-Order können Kurse als Einstiegszeitpunkt gewählt werden, die schlechter sind als der aktuelle Marktpreis.

Das bietet sich an, um beispielsweise erst in den Markt einzusteigen, sobald ein Trend sich bestätigt hat. Mit einer Stop-Order lassen sich also Risiken minimieren und das Trading automatisieren. Das verringert den emotionalen Stress und sorgt für weniger Fehler und verhindert hektische Trading-Entscheidungen. Allerdings kann es auch passieren, dass die zuvor definierten Kurse Ihrer Stop-Order nie erreicht werden und die entsprechende Order nicht ausgeführt wird. Die Vorteile überwiegen jedoch.

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