MiFID Definition – Was regelt die Finanzmarktrichtlinie?

MiFID ist eine europäische Finanzmarktrichtlinie, die der Harmonisierung der Finanzmärkte in Europa dient. Die Kurzbezeichnung MiFID stammt dabei von der englischen Bezeichnung “Markets in Financial Instruments Directive” ab.

In diesem Artikel erklären wir Ihnen, was die Finanzmarktrichtlinie ist und was sie genau regelt. Außerdem verraten wir Ihnen, warum die Richtlinie so wichtig für Anleger ist.

Finanzmärkte unterstehen Regulierungen.

Was bedeutet MiFID? – Definition und Erklärung

MiFID steht für “Markets in Financial Instruments Directive” und bedeutet übersetzt “Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente” oder kurz “Finanzmarktrichtlinie”. Es handelt sich hierbei um eine europäische Richtlinie zur Harmonisierung des europäischen Finanzmarktes. Außerdem soll durch diese Richtlinie der Anlegerschutz erhöht sowie der Wettbewerb auf dem europäischen Finanzmarkt verstärkt werden.

Die Finanzmarktrichtlinie ist ein geltendes Gesetz, an das sich alle europäischen Mitgliedsstaaten halten müssen. Erstmalig in Kraft getreten ist die Finanzmarktrichtlinie am 31. Januar 2007 und musste entsprechend in den Mitgliedsstaaten bis zum 1. November 2007 umgesetzt werden. Seit dem 3. Januar 2018 ist die MiFID (Richtlinie 2004/39/EG) durch die neu gefasste Richtlinie MiFID II (Richtlinie 2014/65/EU) abgelöst.

Warum wurde die Richtlinie 2004/39/EG eingeführt?

Von Jahr zu Jahr werden immer mehr Anleger auf den Finanzmärkten aktiv. Den Privat-(Investoren) werden dabei immer umfangreichere und komplexere Finanzinstrumente angeboten. Aufgrund dieser Entwicklungen wurde eine Harmonisierung des europäischen Finanzmarktes erforderlich. Anleger sollten in allen Mitgliedsstaaten ein hohes Schutzniveau erhalten. Außerdem sollten Finanzdienstleister ihre Leistungen in ganz Europa zu gleichen Bedingungen anbieten können, um den Wettbewerb zu erhöhen.

Was regelt die Finanzmarktrichtlinie?

Die Finanzmarktrichtlinie regelt einige Aspekte, die für Anleger einen höheren Schutz bieten sowie eine breitere Auswahl an Finanzdienstleistern ermöglichen.

Die erste Finanzmarktrichtlinie MiFID führte beispielsweise folgende Verpflichtungen und Harmonisierungen ein:

  • Finanzdienstleister sind berechtigt, nicht nur in ihrem Herkunftsland, sondern in ganz Europa ihre Dienstleistungen erbringen zu dürfen. Sie benötigen dafür keine gesonderte Zulassung für jeden Mitgliedsstaat.
  • Eine Anlageberatung darf nur noch von einem Berater oder Unternehmen mit entsprechender Zulassung durchgeführt werden.
  • Zum Schutz der Anleger muss deren Eignung für bestimmte Finanzprodukte festgestellt werden.
  • Sollte ein Finanzdienstleister eine Provision beispielsweise durch Kickbacks (Rückvergütungen) erhalten, so müssen sie diese Vorteile gegenüber dem Kunden offenlegen.
  • Dokumentation und Archivierung der Finanzmarktgeschäfte, sodass Aufsichtsbehörden die Einhaltung der Finanzmarktrichtlinie jederzeit prüfen können.
  • Finanzdienstleister sind verpflichtet, die Kundenaufträge zu den für den Kunden günstigsten Konditionen auszuführen.
  • Damit ein fairer Wettbewerb gewährleistet wird, müssen die Marktbedingungen transparent sein, beispielsweise das Handelsvolumen und die besten Geld- und Briefkurse.

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Neue Richtlinien bringen neue Erkenntnisse

Die MiFID (Richtlinie 2004/39/EG) bringt bereits einige Vorteile für Anleger mit und erhöht somit den Anlegerschutz. Außerdem wurde die Wettbewerbsfähigkeit auf dem europäischen Finanzmarkt gestärkt. Dennoch wurde die ursprüngliche Finanzmarktrichtlinie durch die MiFID II (Richtlinie 2014/65/EU) abgelöst. Insbesondere in der Finanzmarktkrise wurde deutlich, dass Anleger einen deutlich höheren Schutz benötigen. Daher wurde die erste Fassung überarbeitet. Neben den bisherigen Forderungen wurde der Anlegerschutz weiter gestärkt sowie Regelungen für einige Finanzprodukte hinzugefügt.

Folgende Punkte wurden im Rahmen der Neufassung innerhalb der MiFID II ergänzt:

  • Finanzprodukte müssen, wenn möglich über regulierte Handelsplattformen gehandelt werden.
  • Für außerbörslich gehandelte Finanzprodukte, die nicht über regulierte Handelsplattformen abgewickelt werden, muss ein höheres Risikokapital gefordert werden.
  • Regulierung von Algorithmen für den Hochfrequenzhandel sowie Nahrungsmittel-Spekulationen.
  • Verbesserung der Transparenz in Bezug auf den Vertrieb, die Offenlegung von Kosten sowie weiteren Produktinformationen.
  • Erfassung von sämtlichen Vermögenswerten und Finanzberufen in der EU-Finanzdienstleistungsbranche.

Insgesamt lassen sich die Regelungen der Richtlinien also in zwei Kategorien einteilen. Zum einen in den Anlegerschutz und zum anderen in markt- und börsenbezogene Regeln.

Fazit: Warum ist die MiFiD wichtig?

Ohne eine entsprechende Finanzmarktrichtlinie wäre der Finanzmarkt deutlich intransparenter und somit auch unsicherer für Anleger. Durch die hohe Transparenz beispielsweise in Bezug auf sämtliche Kosten, Handelsvolumen und Produktinformationen wird der Anlegerschutz deutlich erhöht. Auch die Regulierung von Handelsprodukten sorgt für mehr Sicherheit und einen fairen Wettbewerb. Einige Regeln vereinfachen zudem den europäischen Wettbewerb und ermöglichen es Unternehmen ihre Dienstleistungen auch in anderen Mitgliedsstaaten anzubieten.

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