Aufzinsungspapier

Was ist das Aufzinsungspapier? – Definition und Erklärung 

Bei einem Aufzinsungspapier handelt es sich um ein Wertpapier, das zum Nennwert ausgegeben und am Ende der vereinbarten Laufzeit zu einem höheren Betrag eingelöst wird. Eine laufende Verzinsung ist nicht vereinbart. Der Ertrag dieser Anlageform wird durch die Differenz zwischen Ausgabe- und Rückzahlungsbetrag dargestellt. Damit handelt es sich um ein Wertpapier ohne laufende periodische Zinszahlungen.

Was sind die bekanntesten Aufzinsungspapiere?

Es gibt verschiedene Formen von Aufzinsungspapieren. Der Bundesschatzbrief Typ B ist beispielsweise ein solches Aufzinsungspapier. Allerdings wurde seine Ausgabe inzwischen eingestellt. Zu Aufzinsungspapieren zählen aber auch bestimmte Formen von Sparbriefen.

Vorteile von Aufzinsungspapieren

Neben dem Kapital enthält der Rückzahlungsbetrag nicht nur Zinsen, sondern auch Zinseszinsen. Für gewöhnlich erfolgt die Rückzahlung nach einer fest vereinbarten Laufzeit. Zum Emissionszeitpunkt wird die Höhe des Zinssatzes festgelegt.

Die einmalige Auszahlung der Zinsen kann unter anderem steuerlich günstiger sein, da die ausgezahlten Zinsen nur einmal am Ende versteuert werden müssen und nicht jedes Jahr.

Beispiel: Auszahlung eines Aufzinsungspapiers

Angenommen man legt 10.000 Euro für eine Laufzeit von 5 Jahren an und bekommt einen Zinssatz von 4 % p.a. Nach dem ersten Jahr hat man einen Zinsertrag von 400 Euro, der aber nicht ausgezahlt wird, sondern auf die 10.000 Euro draufgerechnet werden und somit wieder verzinst werden. Am Ende der 5 Jahre beträgt der Auszahlungsbetrag so dann 12.166,53 Euro.

Zuletzt geupdated am 02/01/2023 von Maren

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