CFD Trader und Broker

CFD Handel erklärt

Was sind CFDs? – CFD Handel einfach erklärt – Anleitung 

Inhaltsverzeichnis:
  1. Was sind CFDs? – CFD Handel einfach erklärt – Anleitung 

Für viele Privatleute ist klar, dass der Handel an den Finanzmärkten die einzige Möglichkeit ist, den dauerhaft niedrigen Kapitalmarktzinsen zu entkommen. Die wenigsten Menschen haben jedoch einen Plan hinsichtlich des zu nutzenden Instruments. Der nachfolgende Beitrag stellt Ihnen den Differenzkontrakt oder Contract for Differenz (CFD) im Detail vor. Erklärt wird zudem die Funktionsweise nebst Vor- und Nachteilen des Handels sowie die unterschiedlichen Formen des CFD Tradings.

Es handelt sich bei CFDs um komplexe Finanzinstrumente, die für viele potenzielle Marktteilnehmer nur schwer verständlich sind und daher gemieden werden.

CFD Trader und Broker

Was sind CFDs?

Die Abkürzung CFD steht für die englische Wortkombination Contract for Difference, welche ins Deutsche mit Differenzkontrakt übersetzt werden kann. CFDs zählen zu den Derivaten respektive Hebelprodukten, die in ihrer Bedeutung erklärungsbedürftig sind.

Derivate:

Insider sprechen im Wertpapiersegment von einem Derivat, wenn ein vom Basiswert abgeleiteter Handelswert geschaffen wurde. Anders ausgedrückt: Der Handelswert bezieht sich auf den Basiswert eines Instruments. Ein Basiswert kann beispielsweise sein:

  • Ein Aktienindex
  • Eine einzelne Aktie
  • Ein Währungspaar

Hebelprodukt:

Oft ist ein Derivat ein Hebelprodukt und damit eine besondere Art von Finanzderivat. Unter den Begriff Hebelprodukte fallen neben CFDs auch Zertifikate und Optionsscheine

Der Unterschied zwischen Direktinvestment und CFD Trading:

  • Wenn Sie beispielsweise in Aktien direkt investieren, kann nur von steigenden Kursen profitiert werden
  • Derivate ermöglichen Ihnen, auf steigende und fallende Kurse, zu setzen
  • Sie können mit CFDs long oder Short gehen und profitieren vom Hebeleffekt, sofern sich der Kurs wie prognostiziert entwickelt
  • Mit dem gewählten oder möglichen Hebel vervielfachen Sie Ihren Gewinn. Gleiches gilt natürlich auch für jeden Verlust

CFD Geschichte und Entwicklung

Die Großbank UBS entwickelte in den 1980-er Jahren die Differenzkontrakte, um einer sogenannten Stempelsteuer in Großbritannien zu entgehen. Für jede Transaktion von Aktien an der Börse von London wurde eine Steuer in Höhe von 0,5 % des Handelsvolumens fällig. CFDs wurden ursprünglich zur Steuereinsparung im Investmentbanking erfunden und erst viele Jahre später als praktische Handelsinstrumente entdeckt. Der Markt für Differenzkontrakte wächst ebenso kontinuierlich wie die Handelsvolumen steigen.

Pruefung-durch-BaFin

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat im August 2017 verfügt, dass für den CFD Handel von Privatanlegern die Nachschusspflicht entfällt. Sie können dementsprechend beim CFD Trading niemals mehr als das investierte Kapital verlieren.

Die Anordnung der BaFin wurde ein Jahr später von der ESMA auf EU Ebene eingeführt. Leider kam es dabei auch zu Begrenzungen der Hebel für private Marktteilnehmer.

Zurück zur CFD Erklärung

Wie Sie bereits wissen, handelt es sich bei CFDs respektive Differenzkontrakten um Derivate. Die Kursentwicklung hängt von der Wertentwicklung des zugrunde liegenden Basiswerts ab. Als Basiswert sind folgende Assets möglich:

JFD Broker Angebot an Assets

Es besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen dem direkten Handel mit Basiswerten und dem CFD Trading:

  • Basiswerte sind im ursprünglichen Sinn direkt erwerbbar und zu veräußern
  • Lediglich eine Forderung auf Beteiligung an der Kursentwicklung erwerben Sie beim CFD Trading
  • War Ihre Entscheidung hinsichtlich der Kursentwicklung richtig, erzielen Sie einen Gewinn
  • Entwickelt sich der Kurs gegenteilig zu Ihrer Position, sind Verluste unvermeidbar

Ungeachtet aller Vor- und Nachteile ist der CFD ein hochspekulatives Instrument oder Derivat, welches insbesondere von Anfängern mit Vorsicht genutzt werden sollte. Erfahrene Marktteilnehmer erkennen die Chancen der CFDs ebenso wie die Risiken und nutzen sie für das aktive Setzen auf steigende Kurse und fallende Notierungen.

(Risikohinweis: 67% der Konten verlieren Geld)

CFD Handel mit Hebelkraft

Mit einem Hebel vervielfachen Sie Ihr eingesetztes Kapital und können größere Profite erwirtschaften. Zu bedenken ist aber, dass die Hebelkraft die Gewinne ebenso vervielfacht wie mögliche Verluste. 

  • Broker mit Regulierung durch eine EU Finanzmarktaufsicht dürfen Ihnen als Neuling für den CFD Handel nur Hebel von maximal 1:30 anbieten
  • Weisen Sie dem Broker gewisse Erfahrungen im CFD Handel nach, kann er Ihnen professionelle Hebel von 1:200 und mehr in Option stellen
  • Brokerage-Anbieter mit internationaler Regulierung sind von den ESMA Beschränkungen nicht betroffen, auch wenn Filialen in der Eurozone bestehen
  • Sie unterscheiden nicht zwischen Anfängern oder Tradern mit Erfahrung und stellen Hebel von 1:500 und darüber zur Verfügung

Merke!

Die Wahl des passenden Hebels ist ein wichtiger Faktor im CFD Trading. Gleichwohl sollte der gewählte Hebel stets zur Risikobereitschaft, dem Umfang des Handelskontos und der Markteinschätzung des Traders passen.

Beispiele für das Trading mit und ohne Hebel:

  • Der direkte Erwerb von Aktien kann pro Tag in 1 bis 2 % Profit resultieren
  • Bei einem Investment von 10.000 Euro entsprechen die Prozentangaben 100 bis 200 Euro Gewinn
  • CFD Trading mit 200er Hebel erfordert lediglich einen Einsatz (Margin) von 500 Euro für den oben genannten Profit
  • Entwickelt sich die Position anders als angenommen, sind im schlimmsten Fall die 500 Euro weg

Um Verluste in dieser Größenordnung zu vermeiden, muss das Risiko clever gemanagt werden. Die Verlustbegrenzung sollte für Sie zur Selbstverständlichkeit werden und von der Strategie abhängig, möglichst eng gesetzt sein. Sie können die Macht des Hebels zu Ihrem Vorteil nutzen, wenn jede Position mit Stop-Loss eröffnet wird.

Risiko im CFD Handel
Risiko im CFD Handel

CFD Handel – die Funktionsweise

Differenzkontrakte sind keine an den Börsen notierten Werte. Sie benötigen für den Handel mit CFDs einen darauf spezialisierten Broker. CFDs werden außerbörslich gehandelt. Eine oft vorkommende Bezeichnung dafür ist das OTC Trading, welches ins Deutsche übersetzt, als Handel über den Tresen definiert wird. CFD Handel bedeutet, von steigenden Notierungen und fallenden Kursen profitieren. Und damit unterscheidet sich das CFD Trading erheblich vom Handel mit Aktien. Fallende Aktienkurse bedeuten für involvierte Händler in jedem Fall Verluste.

  • Vermuten Sie eine Kurssteigerung, platzieren Sie eine Kauf-Order und gehen eine Long-Position ein
  • Glauben Sie an einen Kursverfall, wird eine Verkaufs-Order platziert. Sie gehen in dem Fall eine Short-Position ein

Der meist kurzfristige CFD Handel kann eine Ergänzung zum langfristigen Vermögensaufbau mit Wertpapieren sein. Sie müssen nur einen kleinen Teil Ihres Vermögens für das CFD Trading nutzen und können dieses Risikokapital mit vielen Handelsstrategien vermehren.

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CFD Trading – die Vor- und Nachteile in der Übersicht

Wir wissen natürlich, das viele Broker Ihnen die Vorteile des CFD Tradings ausführlich und oft übertrieben darstellen. Gerade Forex Broker mit EU Zulassungen machen dabei die Not zur Tugend, denn sie können nicht anders. Wie bereits erwähnt, hat die ESMA vor 3 Jahren die CFD Hebel empfindlich reduziert und gleichzeitig das Forex Trading per CFD angeordnet. 

Früher konnten Sie bei jedem Broker Währungspaare mit hohen Hebeln handeln. Aktuell bieten Ihnen dies nur die Broker mit internationaler Regulierung. Ein Broker aus der Eurozone muss also den Devisenhandel via CDF in den höchsten Tönen loben – und er verschweigt gerne die negativen Aspekte.

Major Währungspaare

Die Vor- Nachteile des CFD Tradings aus objektiver Sichtweise

Der Einsatz von Hebeln kann als einer der größten Vorteile im CFD Handel bezeichnet werden. Durch den Hebel handeln Sie mit einem größeren Betrag als Ihr Handelskonto hergibt. Dieses wird bei der Eröffnung einer Position mit einer Margin belastet. Der maximale Hebel wird von der Regulierung Ihres Brokers und der Art des gehandelten Finanzinstruments bestimmt. 

Als Kleinanleger ohne Erfahrung handeln Sie Devisen CFDs mit maximalem Hebel von 1:30. Dazu ein Beispiel:

  • Ihr Kontostand beträgt 1.000 Euro. Mit einem 30er Hebel machen Sie daraus ein CFD Handelsvolumen von 30.000 Euro
  • Beim Handel mit Währungspaaren erwerben Sie damit etwa 3 Mini-Lots. Jeder positive Pips bringt Ihnen einen Gewinn von 3 Euro

Beispiel Gold CFD:

  • Beim Gold CFD steht Ihnen als Kleinanleger ein Hebel von 1:20 in Option
  • 300 Euro Margin genügen zum Eröffnen einer Position mit einer Unze Volumen im Wert von 1.500 Euro

Ihr Vorteil: Sie investieren mittels CFD weniger und kommen in den Genuss der Profite des Direkthandels. Ebenso schnell wie die Gewinne steigen im CFD Trading die potenziellen Verluste

Noch einmal zum Vergleich:

  • Im Gold CFD Trade beträgt die Einzahlung 300 Euro, beim Direktinvestment 1.500 Euro
  • Die Eröffnung eines Long-Trades mit 25 Euro Gewinn ergibt eine Rendite beim CFD Handel von 8,33 % und beim Direktinvestment von1,67 %
  • Ein Long-Trade mit 50 Euro Verlust resultiert im CFD Trading in einer negativen Rendite von minus 16,67 % und beim Direktinvestment von minus 3,33 %

Sie sehen an dem Vergleich, dass die absoluten Zahlen identisch sind und die prozentualen Angaben voneinander abweichen

Long-und Short-Positionen im CFD Handel

Traditionelle Aktien-Investments ermöglichen nur bei steigenden Kursen die Gewinnmitnahme. Fallen die Notierungen, müssen Trader unter 2 Szenarien wählen:

  • So früh wie möglich aussteigen und bis dahin erlittene Verluste akzeptieren
  • Diszipliniert die Performance-Schwäche aussitzen und auf Trendumkehr hoffen
  • Im CFD Trading können Sie sich long und Short positionieren und bei unerwünschter Entwicklung per Stopp-Loss oder manuell aussteigen
  • Long-Positionen werden grundsätzlich bei bestätigten Tiefstkursen eingegangen
  • Short gehen Sie, wenn ein bestätigter Höchstkurs dazu Anlass gibt

Dank diverser Indikatoren und der Chart-Analyse an sich, können Sie sich seitens der Prognosen auf ein Minimum beschränken. Beim CFD Handel müssen Sie nicht auf einen Aufwärtstrend mit idealem Einstiegspunkt warten. Beide Richtungen sind nutzbar und, richtige Positionierung vorausgesetzt, profitabel.

CFD Trading an vielen Märkten möglich

CFDs sind Derivate von anderen Basiswerten und daher an vielen Märkten handelbar. In der Regel bieten Ihnen die Broker den Handel dieser Basiswerte mittels einer einzigen Plattform an:

  • Währungspaare
  • Aktien
  • ETFs
  • Indizes
  • Rohstoffe
  • Anleihen
  • Kryptowährungen

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CFD Handel mit Währungspaaren

Wie bereits erwähnt, ist das Forex Trading bei Brokern mit EU Zulassung nur mittels CFD möglich. Die Auswahl dieser Anbieter erstreckt sich auf:

  • Hauptwährungspaare oder Majors
  • Paare, bestehend aus einem Major und einer Neben-Währung
  • Exoten, bestehend aus einem Major und einer Devise aus einem Entwicklungs- oder Schwellenland

Ungeachtet dessen handeln die Akteure an einem überaus liquiden und hochspekulativen Markt, welcher an 5 Wochentagen rund um die Uhr geöffnet ist. Die langen Öffnungszeiten ermöglichen Ihnen, Ihr Trading an individuelle Bedürfnisse und spezielle Eigenarten der favorisierten Paare anzupassen. Lesen Sie dazu ins Detail gehende Beiträge auf dieser Webseite.

Sinnvoll und profitabel kann das CFD Trading mit diesen Währungspaaren sein:

  • EUR/USD respektive Euro/US-Dollar
  • EUR/GBP oder Euro/ britisches Pfund
  • USD/JPY beziehungsweise US-Dollar/japanischer Yen
  • GBP/USD respektive britisches Pfund/ US-amerikanischer Dollar

CFD Handel mit Indizes

Sie möchten gerne in Aktien investieren und wissen nicht, welche Titel besonders aussichtsreich sind? Kaufen Sie doch den ganzen Markt mit einem Differenzkontrakt auf den entsprechenden Aktienindex. Mit dem DAX oder dem S&P 500 können Sie nichts falsch machen, denn beide Indizes repräsentieren die stärksten Unternehmen des jeweiligen Landes. Der Differenzkontrakt auf Aktienindizes offeriert dank seiner Hebelwirkung große Chancen zum kleinen Preis.

Wählen Sie unter den begehrtesten Index CFDs:

  • CAC 40 CFD
  • Nasdaq NQ 100CFD
  • FTSE 100 CFD
  • Dow Jones DJI 30 CFD
  • DAX 30 (40) CFD
Der DAX zeichnete 2021 mehrmals Alltime-Highs.
Der DAX zeichnete 2021 mehrmals Alltime-Highs.

CFD Trading mit Rohstoffen

Per Differenzkontrakt können Sie kostengünstig in Rohstoffe investieren und an jeder Preisentwicklung teilnehmen. Sie müssen die Rohstoffe nicht physisch besitzen, um an Kursanstiegen oder gegenteiligen Entwicklungen zu partizipieren. 

Besonders beliebt sind:

  • Rohöl CFD (beide Sorten)
  • Silber oder Gold CFD

CFD Handel mit einzelnen Aktien

Obgleich das Handeln mit Einzeltiteln sehr spekulativ und risikoreich ist, bietet das Aktien Trading per CFD einige Vorteile. Sie können aufgrund des Hebels mehr Aktien handeln als beim Direkterwerb zum vollen Preis. Durch die mögliche Diversifikation sinkt das Risiko während die Chance auf attraktive Gewinne steigt.

Tipp:

Aktien-Empfehlungen sind überaus riskant, indes sind bei Bluechips CFDs immer gute Chancen gegeben, in beide Richtungen.

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CFD Trading mit Kryptowährungen

Kryptowährungen sind eine eigenständige Asset-Klasse mit teils abenteuerlicher Entwicklung. Bei einigen Brokern können Sie Kryptowährungen in Kombination mit klassischen Währungen via CFD traden. Es lohnt sich aus unserer Sicht, diese Option im Demokonto risikofrei auszuprobieren.

Zu welchen Zeiten mit CFDs handeln?

Bei CFD Handelszeiten kommt es auf den jeweiligen Basiswert an, es bestehen leichte Unterschiede:

  • CFDs mit Kryptowährungen sind rund um die Uhr an allen Wochentagen handelbar
  • Rohstoff CFDs können Sie zwischen Montag und Freitag rund um die Uhr handeln
  • Aktien CFDs sind während der Öffnungszeiten der entsprechenden Börsen verfügbar
  • Index und Forex CFDs sind Montag bis Freitag rund um die Uhr handelbar

Genau genommen beginnt der Handel mit Forex, Rohstoff und Index CFDs Montagmorgen 00:00 Uhr GMT und endet am Freitagabend um 23:00 Uhr.

Was ist die beste Zeit zum Aktien kaufen.
Handelszeiten sind abhängig vom Standort der Börse.

Die Handelszeiten mit der größten Volatilität:

  • Asien: 20:00 bis 05:00 Uhr GMT
  • Europa: 07:00 bis 17:00 Uhr GMT
  • Amerika: 13:00 bis 22:00 Uhr GMT

Übrigens:

Die Handelszeit mit der größten Volatilität ist für CFD Trader aus Europa zwischen 13:00 und 17:00 gegeben.

CFD Handel im kleinen Zeitrahmen

Differenzkontrakte eignen sich hervorragend für das Umsetzen von Day-Trading Strategien. Mit einem Contract for Difference (CFD) profitieren Sie an den unterschiedlichsten Finanzmärkten von kurzfristigen Kursbewegungen. Sie müssen nur vergleichsweise wenig investieren, aber eine zu Ihnen passende Strategie entwickeln.

Für das lukrative Scalping ist beispielsweise ein Brokerage-Anbieter mit schnellster Orderausführung erforderlich. Andere Day-Trading Strategien erfordern die Bereitschaft zur technischen Analyse im Vorfeld des Handelns. Grundsätzlich ist der CFD Handel im kleinen Zeitrahmen profitabler als das langfristige Swing Trading, weil Kurse über wenige Stunden oder Minuten leichter berechnet oder prognostiziert werden können.

Differenzkontrakte ohne Ablaufdaten

Anders als Optionen und Futures besitzen CFDs kein Ablaufdatum. Sie können Ihre CFD Positionen zu jedem beliebigen Zeitpunkt schließen. Das fehlende Ablaufdatum ermöglicht Ihnen die Verwendung eines Differenzkontrakts für eine langfristige Position. Der Trade wird keinesfalls vom Broker geschlossen, sondern ausschließlich von Ihnen.

Das Schließen einer CFD Position kommt für den Broker nur in Betracht, wenn die Margin aufgebraucht ist. Da es in der EU keine Nachschusspflicht mehr gibt, ist das Fallen der Margin auf null das Ende einer Position. Eine Ausnahme von der Regel gibt es dennoch: Rohstoff Futures CFDs sind mit Ablaufdatum behaftet. Für Sie ist das Ablaufdatum allerdings von geringer Bedeutung, denn die Position kann jederzeit früher geschlossen werden.

CFD Handel – die Kosten

Fixkosten

Das Trading mit Differenzkontrakten bringt diese Kosten mit sich:

Kommissionen werden von jedem Broker anders gehandhabt. Entnehmen Sie in die Tiefe gehende Informationen den Kontraktdetails des zur Wahl stehenden CFD. Kommissionen können beim Handel von Aktien CFDs und Nebenwerten CFDs anfallen. In der Regel sind oft gehandelte Differenzkontrakte aber frei von Kommissionen.

Swaps werden von Brokern nur für über Nacht gehaltene CFDs in Rechnung gestellt. Wird eine Position über das Wochenende offengehalten, fällt am Freitag ein dreifacher Swap an. Swaps sind Finanzierungskosten, welche im Day-Trading keine Bedeutung haben.

Spreads werden von Brokern in jedem Fall berechnet, deshalb verdient ihre Höhe besondere Aufmerksamkeit. Der Spread berechnet sich aus der Differenz zwischen Ankaufskurs und Verkaufskurs des gehandelten Wertes. Bevor Sie mit einer Position in die Gewinnzone kommen, muss der Spread verdient sein. Geringe Spreads erleichtern den Handel mit CFDs, weil sie eher das Erzielen von Gewinnen ermöglichen.

Margin wird die von Ihnen geforderte Eigenleistung bei der Eröffnung einer CFD Position genannt. Ihre Höhe ist vom Handelsvolumen und den Hebel abhängig:

  • Ein Lot entspricht ohne Hebel im Forex Trading 100.000 Währungseinheiten
  • Durch den 200er Hebel verringert sich Ihre Eigenleistung auf 100.000 geteilt durch 200 gleich 500 Währungseinheiten
  • Ein Pips in die richtige Richtung ergibt einen Gewinn von 10 Währungseinheiten
  • 50 negative Pips bringen die Margin auf null

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CFD Handel – die Risiken

Jede Form der Geldanlage ist mit einem Risiko verbunden. Je größer die in Aussicht stehenden Gewinne, desto umfangreicher die Risiken. Das Trading mit CFDs ist hiervon nicht ausgenommen. Sie können Ihre Risiken in überschaubarem Rahmen halten, wenn dieses Finanzinstrument in seiner Komplexität verstanden wird. Ohne tief gehendes Verständnis für die Funktionsweise der CFDs sollte der Handel damit unterbleiben.

Die darüber hinausgehenden Risiken sind meist allgemeiner Natur. So besteht bei jeder Investition ein Marktrisiko. Entwickelt sich Ihre Position wie vorgesehen, sind Sie im grünen Bereich und verdienen Geld. Kehrt der Trend um, sind Sie zum schnellen Agieren gezwungen, andernfalls verlieren Sie die bereits erwirtschafteten Beträge wieder.

Pivot Points Einstieg und Stop Loss

Differenzkontrakte werden oft mit hohen Hebeln gehandelt, welche gleichermaßen für Gewinne und Verluste sorgen können. Verluste müssen unbedingt mit engem Stop-Loss begrenzt werden. Gewinne sollten hingegen in vollem Umfang mitgenommen werden.

Mehr als die Margin können Sie bei einem Broker aus der Eurozone niemals verlieren. Bei einem Broker mit internationaler Regulierung sollten Sie darauf achten, dass eine sogenannte „Negative Balance Protection Policy“betrieben wird. Es handelt sich dabei um einen Schutz vor negativen Kontosalden.

CFD Trading – wer kann sich daran beteiligen?

Der CFD Handels steht allen Personen offen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Besondere Fachkenntnisse oder Schul-Abschlüsse sind nicht notwendig. Gleichwohl sollte eine gewisse Grundkenntnis hinsichtlich der Märkte vorhanden sein. Strategien, Management von Geld und Risiken und dergleichen mehr können beim Einstieg mit dem kostenfreien Demokonto erlernt werden.

Ihr Einstieg in das CFD Trading

Nun ist es an der Zeit, dass aus der Theorie praktische Realität wird. Sie wissen über die Risiken ebenso Bescheid wie über die Chancen des CFD Handels, kennen die Vorteile und möchten loslegen. Nachfolgender Leitfaden erleichtert Ihnen den Einstieg in den Handel mit Differenzkontrakten.  

Suchen und finden Sie einen Broker

Angesichts des großen Angebots ist die Suche nach einem Broker einfach. Schwieriger ist hingegen die Auswahl, welche nach persönlichen Kriterien und mittels Vergleich stattfinden sollte. Im Idealfall schreiben Sie die vom Broker erwarteten Eigenheiten auf arbeiten nach dieser Check-Liste jeden Anbieter ab.

Bedenken Sie unter anderem die oben dargestellte Hebel Problematik, die Einlagensicherung und die Kosten für den CFD Handel.

CFD Broker:
Bewertung:
Regulierung:
Märkte & Spreads:
Vorteile:
Konto:
1. Markets.com
CySEC, FCA, ASIC, FSCA
Ab 0,6 Pips (ohne Kommission)
2.200 Märkte+
# Einfache Plattform
# Analysen, Signale
# Deutscher Service
# Hohe Sicherheit
Live-Konto ab 100€
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2. GBE Brokers
GBE Brokers Logo
BaFin, CySEC, FCA
Ab 0,0 Pips + 2€ Kommissionen
(Spezial Konditionen über mich)
500 Märkte+
# DE Niederlassung
# Beste Ausführung
# Hohe Liquidität
# Günstigster Broker
# MT4/MT5
Live-Konto ab 500€
(Risikohinweis: 70,37% der privaten Konten verlieren)

Demokonto einrichten

Ist der passende Brokerage-Anbieter gefunden, sollte der nächste Schritt das Einrichten eines Demokontos sein. Besser lassen sich Handelsplattform, Handelsuniversum und erste Eindrücke vom Handel mit CFDs nicht erleben. Nicht jeder Broker ermöglicht Ihnen das Einrichten eines Demoaccounts ohne Bedingungen. Einige Anbieter verknüpfen das Demokonto direkt mit dem Live-Konto und stellen Sie vor die Wahl: entweder beides oder nichts.

Bevor Sie aber ein Handelskonto eröffnen und Geld darauf einzahlen, sollte im Demokonto sichergestellt werden, dass Ihnen der Handel mit Differenzkontrakten wirklich liegt. 

Demokonto und Realkonto in der Trading Plattform
Demokonto und Realkonto in der Trading Plattform

Handelskonto eröffnen

CFDs können von Ihnen nur über einen Broker gehandelt werden. Sie benötigen dazu ein Live-Konto mit ausreichendem Guthaben. Das Einrichten eines Demokontos erfolgt mit der Angabe weniger Daten und ist schnell erledigt. Für ein Live-Konto ist die Prozedur etwas umfangreicher:

  • Gehen Sie auf der Webseite des Brokers auf das Untermenü Kundenportal und wählen Sie ein zu Ihren Bedürfnissen passendes Konto aus
  • Füllen Sie das entsprechende Formular aus und klicken Sie den Button „Absenden“ an
  • Aktivieren Sie Ihr Handelskonto mit dem per E-Mail erhaltenen Link und loggen Sie sich ein
  • Verifizieren Sie die angegebenen Daten durch Kopien von Ausweis und Wohnsitznachweis
  • Damit ist Ihr Live-Konto endgültig eröffnet und Sie können eine Einzahlung vornehmen

Handelsplattform auswählen

In der Regel bieten Broker Webtrader ohne Download und die bewährten MT4 und MT5 zum Herunterladen an. Der Webtrader ist sinnvoll, wenn auf verschiedenen Computern gehandelt werden soll. Für das CFD Trading mit einem Computer empfehlen wir die Produkte des Unternehmens Metaquotes. 

MT4 und MT5 überzeugen mit schneller Ausführung von Orders, einer Fülle von Werkzeugen und Indikatoren sowie fortgeschrittene Features. Beide Plattformen sind leicht zu handhaben, in jeder Marktsituation stabil und zuverlässig. Bei vielen Brokern können Sie MT4 und MT5 herunterladen und bereits im Demomodus testen.

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Entscheiden Sie sich für eine Trading Methode

Es geht hierbei nicht um die Entwicklung einer persönlichen Strategie, sondern um die Festlegung Ihres Engagements im CFD Handel. Dazu zählen folgende Aspekte:

  • Möchten Sie sich täglich oder seltener mit dem Handel von Differenzkontrakten befassen?
  • Sollen eigene Aktivitäten die Grundlage für das Trading bilden oder vertrauen Sie auf Trading-Roboter?
  • Sind Sie während jeder Session aktiv oder nur zu Beginn und am Ende?
  • Welchen Trading-Stil möchten Sie verfolgen, Scalping, Day-Trading mit einer oder mehreren Positionen, Swing-Trading oder langfristiges Positions-Trading?
  • Auf welcher Strategie sollen künftig Ihre Entscheidungen hinsichtlich des Eröffnens oder Schließens von Positionen beruhen?
  • Welche Positions-Größe möchten Sie handeln, wie eng soll die Verlustbegrenzung gesetzt werden?
  • Welche Maßnahmen zur Weiterbildung erachten Sie für sinnvoll? Bevorzugen Sie kostenfreie Bildungsangebote oder sind Sie bereit, Geld für die Erweiterung Ihres Wissens zu bezahlen?

Als Neuling werden Sie vermutlich nicht auf jede Frage bereits eine Antwort haben. Vieles wird erst in der Praxis offensichtlich und muss nicht im Vorfeld erledigt werden. Sie sollten sich aber mit den oben ersichtlichen Fragen auseinandersetzen und baldmöglichst eine individuelle Trading Methode entwickeln.

MetaTrader 5 Software
MetaTrader 5 Software

Der erste Trade mit CFD

Im Idealfall ist der erste Handel eine Übung mit virtuellem Geld im Demokonto. Die Entscheidung liegt bei Ihnen, alle Schritte sind im Demoaccount oder Live-Konto identisch:

  • Handelsplattform öffnen und einloggen
  • Das Menü „Marktübersicht“ öffnen und einen Differenzkontrakt per Doppelklick auswählen
  • Nicht gleich an eine Order denken, sondern einige Minuten den Kursverlauf in unterschiedlichen Zeitintervallen beobachten
  • Positions-Größe zwischen den beiden Kursen für An- und Verkauf wählen
  • Einklickhandel aktivieren und nach einer Möglichkeit für den Einstieg suchen
  • Der Klick auf Buy eröffnet eine Long-Position, eine Short-Position eröffnen Sie mit einem Klick auf Sell
  • Stop-Loss durch Ziehen an der Eröffnungslinie festlegen. Gewinnmitnahme bei Bedarf durch nochmaliges Ziehen an der Entry-Linie einrichten.- Kontrolle des eröffneten Trades in der Maske unterhalb des Charts. Das Schließen erfolgt entweder durch Stopp-Loss, Take Profit oder manuell durch Klicken auf die entsprechende Schaltfläche unten rechts

Anmerkung:

Natürlich kann jeder Trade auch durch die ausgefüllte Ordermaske aktiviert werden. Die Funktion Einklickhandel ist aber schneller und daher für viele Vorgehensweisen empfehlenswert.

Welcher CFD Trading Stil passt zu Ihnen?

Der Trading Stil sollte Ihren Vorstellungen entsprechen und mit Ihrem Leben in Einklang zu bringen sein. Ein Ansatz mit großem Zeitaufwand ist beispielsweise nicht für einen Berufstätigen mit Familie geeignet. Gleichermaßen wird ein hauptberuflich tradender Akteur viel Zeit vor dem Screen verbringen wollen. Grundsätzlich können Sie unter nachfolgend beschriebenen Trading Stilen wählen:

CFD Handel mit langfristiger Ausrichtung

Damit sind Trades gemeint, die länger als eine Woche und oft Monate andauern. Für diesen Ansatz benötigen Sie einen Broker, der Positionen über Nacht und an Wochenenden offen hält. Sie sollte die fundamentale Analyse ebenso beherrschen wie die Technische, Entry-Points identifizieren und Verluste großzügig begrenzen können.

Vorteilhaft ist der geringe Zeitaufwand beim langfristigen CFD Handel. Nachteilig könnte sein, dass Sie nur vom übergeordneten Trend profitieren – nicht aber von den regelmäßig vorkommenden Kontern und Korrekturen.

CFD Swing Trading

Von Swing Trading spricht die Branche bei Positionen, die mindestens 1 Tag und maximal 1 Woche offengehalten werden. Swing Trader profitieren ungeachtet der aktuellen Entwicklung vom jeweiligen Trend-Momentum. Auch beim Swing Trading muss der Broker Positionen über Nacht offenhalten. Kenntnisse seitens der fundamentalen und technischen Analyse sind wünschenswert.

CFD Day-Trading

Der Day-Trader eröffnet nach eingehender Marktanalyse eine Position am Morgen und schließt sie im Laufe des Tages. Eine weitere Variante des Day-Tradings ist die Trendfolge mit Ausnutzung größerer Korrekturen. In der Regel eröffnet und schließt ein Day-Trader weniger als 5 Positionen mit Fokus auf mindestens 10 Pips pro Trade.

CFD Scalping

Ein Akteur mit Scalping-Ansatz sucht nach kleinsten Chancen und nutzt geringe Kursbewegungen zum Erzielen möglichst vieler Pips. Erforderlich sind schnelles Reaktionsvermögen, Fähigkeiten hinsichtlich der Identifizierung von Entry- und Exit-Points und der gelassene Umgang mit möglichen Verlusten.

Scalper können auf die fundamentale und technische Analyse verzichten. Gute Nerven und Durchhaltevermögen sind hingegen unverzichtbar. Probieren Sie jeden Trading Stil im kostenfreien Demokonto ohne Risiken aus. Ihre Entscheidung sollte auf eine Variante fallen, die möglichst effektiv ist und mit dem Privatleben harmoniert.

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Eine grundsätzliche Frage muss dennoch geklärt werden: Will ich selbst handeln oder ist das automatisierte Trading sinnvoller?

CFD Handel – manuell oder automatisch?

Manuelles CFD Trading bedeutet, dass alle Entscheidungen von Ihnen getroffen und mit dem Computer umgesetzt werden. Je nach Trading Stil müssen Sie die fundamentale/technische Analyse beherrschen, die Bedeutung der Kursanzeige durch Kerzenformationen kennen und mehr oder weniger Zeit investieren. 

Mit manuellem Trading zu beginnen, kann vorteilhaft sein, denn Sie erfahren dabei viel über die Funktionsweise der Märkte und über das Marktsentiment. Indes kann die Fülle der Aufgaben auf den einen oder anderen Anfänger überfordernd wirken. Wem das Handeln schwerfällt, wird nie das Maximum aus dem Markt herausholen. Automatisiertes CFD Trading wird von extra dafür entwickelten Programmen nach vorgegebenen Algorithmen durchgeführt. Der wesentliche Vorteil des automatisierten Handels ist, dass menschliche Emotionen außen vor bleiben. 

Jedes Programm ist allerdings nur bei bestmöglicher Konfiguration profitabel. Es sind also Kenntnisse in der Programmiersprache und ausgiebige Back-Tests erforderlich. Ein Trading-Programm verfolgt konsequent die eingegebene Strategie, wird niemals krank und benötigt keinen Urlaub. Ungeachtet aller Vorteile ist der automatisierte CFD Handel nicht jedermanns Sache.

Automatisierter Handel kann Trading Strategien unterstützen.

Ein weiterführendes Urteil kann nur durch Ausprobieren oder die gründliche Auseinandersetzung mit dem Thema gebildet werden. Sie müssen sich für eine Variante entscheiden, beides zusammen geht beim Trading nicht. Bei Spass am Handeln ist die manuelle Variante erfüllend. Die automatisierte Version kann aus Zeitmangel und ähnlichen Gründen in Betracht gezogen werden.

Wie funktioniert der CFD Handel?

Bislang haben Sie eine Antwort auf die Frage gefunden: Was ist ein CFD. Zudem können Sie sich die Funktionsweise eines Differenzkontrakts erklären und Vorteile mit Risiken vergleichen. Jetzt lernen Sie alles über das CFD Trading.

CFD Handel – die Funktionsweise

Der Handel mit einem Differenzkontrakt ermöglicht Ihnen, gehebelt von der Kursentwicklung des zugrunde liegenden Basiswerts zu profitieren. Bei richtiger Positionierung hängt die Höhe des Profits von der Differenz zwischen Einstiegskurs und Verkaufskurs ab. Wichtig ist in diesem Kontext, dass Sie niemals den Basiswert an sich erwerben.

Worin besteht der Unterschied zwischen dem Erwerb von Aktien und CFDs?

Beim Kauf einer Aktie erwerben Sie einen verbrieften Anteil des emittierenden Unternehmens. Die Aktie macht Sie sozusagen zum Teilhaber. Kaufen Sie hingegen einen Differenzkontrakt erwerben Sie lediglich ein Anrecht auf den Ertrag des Basiswerts respektive auf einen Austausch der Wertentwicklung. Der Erwerb von Aktien erfordert die vollständige Begleichung des Kaufpreises. Einen Differenzkontrakt erwerben Sie dank der Hebelwirkung mit geringem Kapitaleinsatz.

Die Kalkulation von Gewinn und Verlust

Nachdem Sie ein grundlegendes Verständnis hinsichtlich des Handels mit CFDs erworben haben, möchten Sie womöglich wissen, welche potenziellen Verluste und Gewinne mit einem bestimmten Differenzkontrakt verbunden sind. Broker bieten oft diesbezügliche Handelsrechner auf ihren Webseiten an, die Ihnen mühsames Kopfrechnen ersparen.

Richtiges Money Management kann große Verluste verhindern
Richtiges Money Management kann große Verluste verhindern

Verluste oder Gewinne können bei Eingabe folgender Details kalkuliert werden:

  • Das zu handelnde Instrument
  • Konto-Währung
  • Verfügbarer Hebel
  • Kurs bei Eröffnung und Handelsende

Nachfolgend wird die Funktionsweise der meisten Rechner in 4 Schritten leicht verständlich erklärt.

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Schritt 1 – Kursunterschiede bei CFDs berechnen

Die Kalkulation von Gewinnen und Verlusten beginnt recht einfach und nachvollziehbar. Sie berechnen zunächst lediglich den Unterschied zwischen Eröffnungskurs und Schlusskurs. Dabei gilt es zu beachten, um welche Art von Handel es sich dreht.

  • Bei einem Long Trade müssen Sie den Eröffnungskurs vom Schlusskurs abziehen
  • Handelt es sich um einen Short Trade, wird der Schlusskurs vom Eröffnungskurs abgezogen

Zum besseren Verständnis ein praktisches Beispiel:

  • EUR/USD Long Trade, aktueller Kurs bei Eröffnung 1,1796.
  • Schluss-Kurs 1,1850Berechnung: 1,1850 minus 1,1796 gleich 0,0054

Schritt 2 – Handelsvolumen 

Nachdem Sie den Kursunterschied kennen, muss dieser mit dem Volumen der Position multipliziert werden. Durch das in Lots oder Kontrakten angegebene Volumen wird der Wert einer Kursbewegung bestimmt.

Das Volumen bestimmt aber auch den Wert des Kontrakts. Angenommen, Ihr Basiswert ist ein Währungspaar, wird der Standardwert als 1 Lot definiert. 1 Lot entspricht 100.000 Einheiten der Basiswährung. Im oben genannten Beispiel EUR/USD ist der Euro die Basiswährung. 1 Lot entspricht in diesem Fall 100.000 Euro.

Die meisten Broker wissen, dass Anfänger vor derartig hohen Positions-Größen zurückschrecken und ermöglichen daher den Handel mit Minilot (10.000 Währungseinheiten) oder Mikrolot (1.000 Währungseinheiten). 

Andere Basiswerte werden durch verschiedene Kontrakt-Größen definiert:

  • Bei Edelmetallen beträgt die Standard-Kontrakt-Größe 100 Unzen
  • Indizes haben als standardisierte Größe einen Differenzkontrakt (CFD)

Der Handelsrechner Ihres Brokers zeigt Ihnen bei Eingabe des Instruments die jeweilige Standard-Kontrakt-Größe. Bleiben wir zur Kalkulation beim Basiswert Devisen und berechnen das Trading Volumen von 3 Minilots:0,1 Lot mal 3 mal 100.000 Euro Standard-Größe gleich einem Handelsvolumen von 30.000 Euro

Karolina Grabowska

Schritt 3 – Berechnung des Werts einer Kursbewegung

Damit die Erklärung verständlich bleibt, nutzen wir nachfolgend den Basiswert Währungspaar. Der Handelsrechner Ihres Brokers kann Ihnen natürlich auch den Wert einer Kursbewegung bei anderen Assets berechnen.

Sie berechnen den Wert eines Pips (kleinste Kursbewegung) bei einem Währungspaar durch Multiplizieren mit der Größe des Kontrakts. Wichtig: Der Wert von einem Pips wird in der Gegen-Währung angezeigt. Beim Währungspaar EUR/USD und Handelsvolumen 1 Lot ist der Pips dementsprechend 0,0001 mal 100.000 gleich 10 Dollar wert.

Reduzieren Sie das Handelsvolumen auf ein Minilot, hat der Pips einen Wert von 1 Dollar. Beim Einsatz von einem Mikrolot ist der Pips 0,10 Dollar wert.

(Risikohinweis: 67% der Konten verlieren Geld)

Schritt 4 – die Kalkulation von Gewinnen und Verlusten

Sie wissen aus unserer Anleitung bisher, wie Kursunterschiede, Volumen und Kursbewegungen in Pips (bei Währungspaaren) kalkuliert werden. Zur Erinnerung nachfolgend eine Zusammenfassung:

  • Kursunterschied bei Long Trades: Schlusskurs minus Eröffnungskurs
  • Volumen: Größe mal Anzahl mal Wert eines Kontrakts.
  • Kursbewegung: Größe des Kontrakts mal Pips.

Die Berechnung von Verlust oder Profit eines CFD Handels funktioniert wie nachfolgend dargestellt:

  • Das Resultat aus Schlusskurs minus Eröffnungskurs multipliziert mit dem Ergebnis aus Größe mal Zahl mal Wert des Kontrakts multipliziert mit Pips mal Kontraktvolumen.

Kompliziert? Sicher nur das erste Mal. In Zahlen ausgedrückt und auf einem Beispiel beruhend, erscheint die Berechnung womöglich einfacher. 

  • Beispielrechnung Long Trade: EUR/USD, 3 Minilot. Eröffnung bei 1,1796, geschlossen bei 1,1850.
  • (1,1850 minus 1,1796) mal (0,01 x 3 x 100.00) mal (0,0001 x 10.000) = 162 Dollar Profit.

Verluste werden mit der gleichen Formel berechnet und das Endergebnis erscheint negativ.

Trading Strategien können Sie im Portfolio mit Social Trading verfeinern.

Vereinfachte Darstellung eines profitablen CFD Handels

  • Es werden 2 Kontrakte auf den DAX beim Kurs von 12.000 Punkten erworben
  • Der Handel verläuft wie gewünscht und Sie schließen die Position beim Kurs von 13.000 Punkten
  • Die Berechnung des Profits: 13.000 minus 12.000 mal 2 Kontrakte mal 1 Euro pro Punkt gleich 2.000 Euro

Verläuft der Trade negativ und der Schlusskurs liegt bei 11.000 Punkten, sieht die Berechnung so aus:

  • 11.000 minus 12.000 mal 2 Kontrakte mal 1 Euro pro Punkt gleich 2.000 Euro Verlust

Die Beispiele stellen ausschließlich Brutto-Gewinne dar, von welchen die Handelskosten abgezogen werden müssen. Werden Forex CFDs gehandelt, muss lediglich der Spread abgezogen werden. Swaps kommen nur bei über Nacht gehaltenen Positionen zum Abzug.

Gebühren für Depot und Kontoführung werden bei den meisten CFD Brokern nicht erhoben. Trading Software, Indikatoren und Werkzeuge sind weitestgehend umsonst.

CFD Handel – einige Trading Tipps

So wie in diesem Beitrag dargestellt, mutet der Handel mit Differenzkontrakten überaus einfach an. Vergessen Sie jedoch nicht, dass das Trading mit CFDs ein solides Basiswissen voraussetzt, welches wir auf unserer Webseite und Ihr Broker vermitteln. Ein kundenfreundlicher Brokerage-Anbieter macht mit seinem Fortbildungsbereich jeden Neuling zum selbstbewussten CFD Händler.

Wir vermitteln solides Grundwissen im Vorfeld des Tradings und begleiten Sie bei der Entwicklung zum professionellen Trader. Nachfolgend einige Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene.

(Risikohinweis: 67% der Konten verlieren Geld)

Ratschlag 1: Verluste immer begrenzen, Gewinne nicht immer

Der Tipp dürfte bei manchem Trader auf Widerspruch treffen, denn es gibt für die Gewinnmitnahme unterschiedliche Ansichten.

Bei der Verlustbegrenzung besteht weitgehend Einigkeit, sie ist ein Muss. Lediglich der Umfang des Stop-Loss wird von einigen Marktteilnehmern unterschiedlich bewertet. Die einen glauben, dass er so eng wie möglich gesetzt werden sollte, die anderen halten mehr Luft für Kursbewegungen sinnvoll.

Wir meinen, dass Positionen, die mit Scalping-Technik gehandelt werden, einen sehr engen Stop-Loss benötigen. Bei der Berücksichtigung von Korrekturen muss der Trade natürlich mit großzügiger Verlustbegrenzung eröffnet werden. Die Mitnahme von Gewinnen kann bei zu weit platziertem Take Profit in einer Enttäuschung enden. Nicht immer erreicht der Kurs das angepeilte Ziel, sondern dreht vorher ab und entwickelt sich in die entgegengesetzte Richtung.

Wir regen daher zu wohldurchdachter Gewinnmitnahme und zur Platzierung des Take Profits unterhalb des vielleicht Möglichen an. Besser einige Pips verpassen als den gesamten Trade verlieren. Bei eigener Präsenz vor dem Screen können Sie natürlich die Gewinne so weit wie möglich laufenlassen und erst bei erkennbarer Trendumkehr den Trade beenden. Natürlich setzt diese Vorgehensweise Erfahrung voraus, welche nur durch Üben erlangt werden kann.

 Ratschlag 2: Emotionen durch Logik ersetzen

Viele Trader glauben mit der Zeit, dass ihr Bauchgefühl Ihnen den richtigen Weg weist. Glaube versetzt zwar Berge, heißt es zumindest. Er ist aber im unberechenbaren Devisenmarkt ein schlechter Ratgeber. Von Emotionen abhängig traden bedeutet, per Zufall gewinnen und verlieren. Natürlich können sich einige Gewinne in Folge einstellen, wenn Sie auf Ihr Bauchgefühl hören. Der CFD Handel wird aber auf lange Sicht zum Casino, welches nur selten Gewinne, aber oft Verluste ermöglicht.

Trendumkehr und Ausbruch im Trading
Trendumkehr und Ausbruch im Trading

Es ist erwiesenermaßen sinnvoller, eine bewährte Strategie mit Logik umzusetzen. Natürlich sind auch dabei Verluste möglich, aber die Gewinne überwiegen bei konsequenter Befolgung.

Sollten Sie anderer Meinung sein, machen Sie bitte folgendes Experiment im Demokonto:

  • Traden Sie eine Session rein emotional nach Ihrem Bauchgefühl
  • Handeln Sie in einer Folgesession logisch und mit einer verstandenen Strategie
  • Vergleichen Sie nun die Ergebnisse

In der Regel dürfte die 2. Session entspannter zu mehr Erfolg geführt haben.

Ratschlag 3: Diversifikation richtig verstehen

Diversifikation bedeutet beim Handel mit CFDs, nicht das gesamte Kapital in eine Position zu stecken. Wer alles auf eine Karte setzt und verliert, muss entweder aufhören oder neues Geld besorgen. Wie viel Geld Sie in eine Position investieren sollten, hängt unter anderem von Ihrer Risikobereitschaft ab. Einige Experten empfehlen 1 bis 2 % des gesamten Kapitals, andere glauben, dass mit eng gesetzter Verlustbegrenzung deutlich mehr riskiert werden kann. Diversifikation bedeutet keinesfalls, 5 oder mehr Positionen gleichzeitig zu eröffnen. Damit überfordern Sie sich und ermöglichen vermeidbare Verluste.

  • Bei Aktien und Indizes sorgt Diversifikation für Minderung des Risikos, weil sich dieses auf die Anzahl der Papiere verteilt
  • Eine CFD Position erfordert im Day-Trading jedoch erhöhte Aufmerksamkeit zur Maximierung des Gewinns. Viele offene Positionen können Ihr Ende als Trader bedeuten, weil sie nicht gemeinsam überschaubar sind

Ratschlag 4: Ermitteln Sie den vorliegenden Trend

Hierbei ist die technische Analyse aufschlussreicher als die fundamentale Betrachtung. Bei der Bewertung von Wirtschaftsdaten fehlt die Erkenntnis, wie der Markt auf die Veröffentlichung reagiert. Wir empfehlen daher den langfristigen Trend im Chart mit 4H Zeitfenster zu ermitteln und bei der wahrscheinlichen Entwicklung auf, Pivot Punkte, Bollinger Bänder oder ähnliche Indikatoren zu vertrauen. 

Bitcoin-Bollinger-Baender
Bollinger Bänder als technisches Analysewerkzeug

Den richtigen Punkt zum Einstieg erkennen Sie an den Candlesticks, respektive deren Reaktion und Aussehen, wenn sie auf Widerstände oder Supportlevel treffen. Bollinger Bänder und Fibonacci Retracements eignen sich hervorragend zur Bestätigung einer vorliegenden Trendwende. Auch eine Kerze kann den Trendwechsel bestätigen. Im Idealfall machen Sie Ihren Einstieg von mehreren Impulsen abhängig.

(Risikohinweis: 67% der Konten verlieren Geld)

Ratschlag 5: Positionen im roten Bereich schnell schließen

Auch dieser Tipp dürfte nicht bei jedem Marktteilnehmer auf Zustimmung treffen. Läuft eine Position ins Minus, verfällt der Trader in unbegründeten Optimismus und glaubt an eine neuerliche Trendwende. Grundsätzlich ist diese Ansicht richtig, weil Kurse wellenförmig verlaufen. Vergessen wird aber, dass es Tage, Wochen und Monate dauern kann, bis sich der Kurs wieder in die gewünschte Richtung bewegt.

Positionsgröße bestimmen im Daytrading
Positionsgröße bestimmen im Daytrading

Selbst wenn der Broker das Offenhalten über Nacht und an Wochenenden erlaubt, zehren die Gebühren schmerzhaft am Gewinn. Nicht abzustreiten ist zudem der Fakt, dass eine Position sich zunächst 20 oder 30 Pips in die verkehrte Richtung bewegt und anschließend so wie gewünscht verläuft.  Aus unserer Sicht ist es jedoch besser, jede Bewegung bestmöglich mitzunehmen. 

  • Dazu muss die Position mit negativer Entwicklung sofort geschlossen werden
  • Eine neue Position in die richtige Richtung nimmt die besagten 20 oder 30 Pips mit
  • Die dritte Position folgt wieder dem übergeordneten Trend, aber von Anfang an

Natürlich erfordert diese Vorgehensweise das Akzeptieren von Verlusten und schnelle Reaktionen auf die Kursentwicklung. Sie bringt aber unterm Strich viele Pips und Zufriedenheit.

Ratschlag 6: Stop-Loss niemals vergessen

Dieser Tipp kann aufgrund seiner Wichtigkeit nicht oft genug wiederholt werden. Die Verlustbegrenzung ist eine Notbremse, welche vor emotionalen Fehlentscheidungen schützt. Ohne Stop-Loss verfallen Sie in unbegründete Hoffnungen und sorgen damit für richtig große Einbußen.

Stop Loss

Abschließend eine Aufstellung von Wichtigem für den CFD Handel

  • Sie benötigen für das CFD Trading zwingend einen Broker, der gute Konditionen mit attraktiven Hebeln verbindet. Sinnvoll ist ein Anbieter mit internationaler Regulierung und Dependance in der EU
  • Dieser Broker sollte Ihnen eine Handelsplattform anbieten, die sowohl im Demokonto als auch beim Trading mit Echtgeld überzeugt. Wir empfehlen in diesem Kontext aufgrund eigener Erfahrung die Metaquotes Produkte MT4 und MT5
  • Ihr Startkapital sollte nur aus Mitteln bestehen, deren Verluste Sie problemlos verkraften können. Die Höhe muss so gewählt werden, wie es Ihr Budget und laufendes Einkommen erlaubt
  • Bevor das CFD Trading im Live-Konto beginnt, sollten Sie mittels Demokonto Erfahrungen hinsichtlich Plattform, Basiswert, Handelszeit und dergleichen mehr machen
  • Finden Sie bereits im Demokonto eine Handelsstrategie, die zu Ihnen und Ihren Anforderungen passt. Ohne Strategie wird Ihr CFD Handel zum Glücksspiel mit ungewissem Ausgang
  • Schützen Sie sich vor jederzeit möglichen Verlusten und lernen Sie, mit Einbußen richtig umzugehen. Fehler sind selbst für Profis tägliche Begleiter. Sie müssen akzeptiert, seitens der Ursache verstanden und zukünftig vermieden werden
  • Bleiben Sie nicht auf Ihrem aktuellen Wissen stehen, sondern nutzen Sie die Weiterbildungsangebote Ihres Brokers bestmöglich aus

(Risikohinweis: 67% der Konten verlieren Geld)

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