CFD-trading-Beispiel

CFD Beispiel

Beispiel für den CFD Handel – Erklärung & Rechenbeispiel

Sie haben sich für den Handel mit Differenzkontrakten (CFDs) entschieden, weil Ihnen die Funktionsweise zumindest in der Theorie bekannt ist. Bevor Sie den ersten Trade platzieren, sollten jedoch nachfolgend dargestellte Faktoren verinnerlicht werden. Woraus entstehen Gewinne oder Verluste in bestimmter Höhe und welche Auswirkungen haben diese auf das Handelskonto?

Grundsätzliches zum CFD Trading 

Differenzkontrakte können auf den unterschiedlichsten Basiswerten beruhen. Wichtig ist: Sie erwerben mit dem Kauf eines Differenzkontraktes keinesfalls den Basiswert. Ihr Anrecht ist allein, an der Kursentwicklung teilzuhaben. Über Gewinn oder Verlust entscheiden also die Kurse beim Einstieg und beim Ausstieg. Ist die Differenz negativ, wird Ihr Handel zum Verlustgeschäft. Ein positiver Unterschied spricht hingegen für einen Gewinn.

Wie umfangreich der jeweilige Gewinn oder Verlust wird, hängt von nachfolgend dargestellten Parametern ab:

  • Höhe der hinterlegten Margin
  • Umfang des vom Broker verlangten Spreads
  • Kursverlauf
  • Gebühren für den Handel und gegebenenfalls Haltekosten

Der Handel mit Basiswerten unterscheidet sich vom CFD Trading durch die bei Letzterem einsetzbare Hebelkraft. Dazu ein Beispiel:

  • Aktien müssen beim Erwerb dem Tageskurs entsprechend und vollständig bezahlt werden
  • CFDs auf Aktien erfordern aufgrund des Hebels wesentlich weniger Kapital beim Kauf

In unserem ersten Rechenbeispiel geht es für das bessere Verständnis um den Erwerb eines Aktien CFDs.

Gekauft wird die Aktie der „Beispiel AG“ per Differenzkontrakt

CFD Trading Beispiel mit der Facebook Aktie
  • Die Aktie der Beispiel AG notiert aktuell beim Verkaufskurs von 15,90 Euro. Der Kaufkurs beträgt 16,00 Euro
  • Sie sind der Ansicht, dass der Kurs bald steigt, und erwerben 1.000 CFD Einheiten
  • Ihnen ist bekannt, dass CFDs auf Aktien mit 20 % Margin behaftet sind, welche einem Hebel von 1:5 entsprechen.
  • Ihre Sicherheitsleistung entspricht demnach 16.000 Euro (voller Kaufpreis) geteilt durch 5 gleich 3.200 Euro

Ergebnis eines profitablen Geschäfts 

  • Ihre Annahme war zutreffend, der Aktienkurs stieg innerhalb der Session auf 16,20 respektive 16,30 Euro an
  • Sie möchten die Position schließen und veräußern die CFD Einheiten zum aktuellen Verkaufskurs von 16,20 Euro
  • Es fand eine Kursbewegung zu Ihren Gunsten statt, von 16,00 auf 16,20 Euro
  • Sie berechnen Ihren Gewinn, indem die Differenz von 0,20 Euro mit der Anzahl der CFD Einheiten, mit 1.000 multipliziert wird. 1.000 mal 0,20 gleich 200 Euro

Ergebnis bei einem Verlustgeschäft 

  • Gehen wir davon aus, dass Ihre Prognose fehlerhaft war und der Aktienkurs in der Session von 15,90/16,00 auf 15,40/15,50 Euro fällt
  • Sie befürchten weitere Verluste und schließen die Position beim aktuellen Verkaufskurs von 15,40 Euro
  • Der Kurs ist zu Ihrem Nachteil von 16,00 auf 15,40 Euro gefallen. Daraus ergibt sich ein Verlust von 0,60 Euro pro CFD Einheit.
  • Der Gesamtverlust beträgt 0,60 mal 1.000 gleich 600 Euro

Im zweiten Rechenbeispiel gehen wir von völlig anderen Voraussetzungen aus und widmen uns dem Verkauf von Aktien CFDs.

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Aktien der Beispiel AG per CFD verkaufen

  • Sie sehen, dass der Aktienkurs derzeit bei 15,90 (Verkauf) und 16,00 (Einkauf) Euro steht
  • Ihrer Ansicht nach wird der Kurs weiter fallen
  • Sie möchten daher 1.000 Aktien CFD Einheiten veräußern
  • Aufgrund des Marginsatzes von 20 % hinterlegen Sie eine Sicherheitsleistung in Höhe von 15,90 mal 1.000 geteilt durch 5 gleich 3.180 Euro

Wie sieht ein Trade mit positivem Ergebnis aus?

  • Wie auch immer Sie zu Ihrer Ansicht gekommen sind, sie war richtig. Der Kurs ist innerhalb der Session auf 15,40/15,50 Euro gefallen
  • Sie befürchten eine Trendumkehr und kaufen die Position zum aktuellen Kaufkurs von 15,50 Euro zurück
  • Mit dem Zurückkaufen einer Verkaufsposition ist natürlich das Schließen gemeint
  • Sie konnten von einer Kursbewegung zwischen 15,90 und 15,50 Euro profitieren
  • Ihr Gesamtgewinn liegt bei 0,40 Euro Differenz mal 1.000 CFD Einheiten gleich 400 Euro
Positive & negative Verläufe

Das Ergebnis eines negativ verlaufenden Trades

  • Sie lagen mit Ihrer Prognose respektive Analyse daneben, die Aktie der Beispiel AG stieg innerhalb kurzer Zeit auf 16,40/16,50 Euro
  • Die Position wird beim Kurs von 16,50 Euro, dem aktuellen Kaufkurs geschlossen, um weitere Einbußen zu vermeiden
  • Der Kurs hat sich zwischen 16,50 und 15,90 um 0,60 Euro zu Ihrem Nachteil entwickelt
  • Zur Ermittlung des gesamten Verlustes werden die 1.000 CFD Einheiten mit 0,60 Euro multipliziert
  • Demnach ergeben 1.000 mal 0,60 einen Verlust von 600 Euro

Wichtig!

In keinem der Rechenbeispiele haben wir Sie auf die Möglichkeit der Verlustbegrenzung aufmerksam gemacht. Die jeweils ermittelten Einbußen können durch Setzen von engem Stop-Loss in Grenzen gehalten werden.

Bei Brokern mögliche Stop-Loss Varianten

Stop-Loss Funktionen ermöglichen Ihnen das Begrenzen möglicher Einbußen, sollte eine Position gegen Sie laufen. Nachfolgend erklären wir Ihnen die bei Brokerage-Anbietern möglichen Varianten.

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  • Standard Verlustbegrenzung: Ein Stop-Loss in der Basis-Variante kann recht nah an das gewählte Einstiegsniveau gesetzt werden. Diese Verlustbegrenzung wird kostenfrei in der Handelsplattform vieler Broker offeriert und zeigt Schwächen bei hoher Volatilität sowie großen Markt-Lücken respektive Gaps.
  • Kostenpflichtige Verlustbegrenzung: Der Broker garantiert bei der gebührenpflichtigen Variante das Schließen einer Position auf gewünschtem Niveau in jeder Marktsituation. Die Prämie wird jedoch nur bei ausgelöster Verlustbegrenzung fällig.
  • Trailing Stop: Hierbei handelt es sich um eine intelligente Verlustbegrenzung, welche zunächst manuell gesetzt wird. Sie folgt mit gleichbleibendem Abstand der Kursentwicklung und übersteigt bei anhaltendem Trend das Einstiegsniveau. Sollte später eine Trendumkehr stattfinden, wird die Position automatisch ohne Verlust geschlossen.

CFD Rechenbeispiel für die Kommission

Beim Thema Kommission ist es wichtig zu wissen, woher der per CFD gehandelte Basiswert kommt. Der Handel mit Differenzkontrakten auf deutsche Aktien ist mit 5 Euro Pauschalgebühr behaftet. 5 Euro werden bei Eröffnung der Position fällig und 5 Euro beim Schließen. 

Haltekosten Beispiel

Für einen über Nacht oder das Wochenende gehaltenen Differenzkontrakt verlangt ein darauf eingerichteter Broker Gebühren in Form von Haltekosten respektive Swaps. Bei einem Kontrakt mit fixer Laufzeit ist diese Gebühr bereits in den Kurs eingearbeitet. 

Die Berechnung der Haltekosten ist vom Basiswert und dessen Ursprungsland abhängig. Haltekosten können zudem umgangen oder sogar verdient werden. Umgehen können Sie die Haltekosten mit CFDs auf Forwards oder Exchange Traded Funds (ETF). Die Haltekosten können beispielsweise mit CFDs auf Währungspaare verdient werden, wenn die Zinsen im einen Währungsland höher sind als im anderen.

CFD Beispiel für das Währungspaar GBP/USD

GBP/USD CFD Trading Beispiel

Das britische Pfund kauft aktuell 1,3555 US-amerikanische Dollar. Sie glauben aus einem nicht näher spezifiziertem Grund, dass das Pfund gegenüber dem Dollar weiter an Wert verliert. Der Verkaufspreis für das GBP liegt bei 1,3554, der Kaufpreis derzeit bei 1,3556. 

Aufgrund Ihrer Ansicht beschließen Sie, 5 Währungs-CFDs zum Kurs von 1,3554 zu verkaufen. Jeder Kontrakt hat die Positions-Größe von 1 Lot der Basiswährung, also 100.000 britische Pfund. Die gesamte Position hat einen Wert von 500.000 Pfund respektive rund 678.000 Dollar. Da es sich bei Differenzkontrakten um Hebelprodukte handelt, wird nur ein Bruchteil der Summe fällig. Der CFD Broker mit Hauptsitz in der EU verlangt eine Margin von 3,33 % des Handelsvolumens, Sie profitieren von einem 1:30 Hebel. Netto zahlen Sie beim Eröffnen der Position 16.650 Pfund oder 22.567 Dollar. 

Ergebnis bei einer positiv verlaufenen Position

Wie von Ihnen erwartet, ist das britische Pfund gegenüber dem Dollar gefallen. Die Position GBP/USD wird geschlossen, sobald sie einen Verkaufspreis von 1,35440 erreicht hat. Um die Position zu schließen, wird der Trade umgekehrt und die Kontrakte werden zum Preis von 1,35440 gekauft.

Der Gewinn wird wie folgt berechnet:

  • 35540 minus 1,35440 gleich 10 Pips
  • Pro Pips und Kontrakt gewinnen Sie 10 Dollar
  • Ihr Gesamtgewinn beläuft sich auf 10 mal 10 mal 5 gleich 500 Dollar
  • Eventuell müssen davon noch Übernachtungskosten abgezogen werden

Wie kann das Ergebnis bei negativem Verlauf aussehen?

Die Position ist um 16 Pips in die falsche Richtung gelaufen. Das Paar GBP/USD notiert aktuell bei 1,3570. Bei diesem Preis entscheiden Sie sich, die Position aufzulösen. So sieht Ihr Verlust aus:

  • 16 Pips haben beim Handelsvolumen von 1 Lot einen Wert von 10 mal 16 gleich 160 Dollar
  • Ihr Kontrakt umfasst 5 Lot und daraus ergibt sich ein Gesamtverlust von 160 mal 5 gleich 800 Dollar
  • Selbstverständlich kann die Einbuße durch Handels- und Übernachtungskosten vergrößert werden

Bei diesem Rechenbeispiel ist sehr anschaulich zu sehen, wie wichtig eine möglichst enge Verlustbegrenzung ist. Mit einem Stop-Loss bei 5 Pips, hätten sich die Einbußen auf 5 mal 10mal 5 gleich 250 Dollar begrenzen lassen. Selbst beim manchmal sinnvolleren Stop-Loss nach 10 negativen Pips wäre das Ergebnis weniger dramatisch ausgefallen. 10 mal 10 mal 5 gleich 500 Dollar Verlust.

(Risikohinweis: 70,37% der privaten Konten verlieren)

Welche Vorteile haben die CFD Beispielrechnungen?

Sie werden sich womöglich fragen, welcher Sinn mit den oben dargestellten Beispielen verbunden ist. Denn Ihre Handelsplattform informiert Sie ab der Eröffnung einer Position ständig über deren Stand.

Aus unserer Sicht ist es wichtig, im Vorfeld über mögliche Entwicklungen informiert zu sein. Mit den vorab berechneten Gewinnen und Verlusten können Sie besser den Sinn einer Positions-Eröffnung einschätzen. In diesem Kontext spielt das jeweilige Handelsvolumen eine tragende Rolle.

Die meisten Menschen denken dabei nur an die in Aussicht stehenden Gewinne und übersehen den negativen Aspekt. Insbesondere das letzte Rechenbeispiel soll Sie dazu auffordern, die Größe Ihrer Position zu überdenken. Sie können natürlich mit einem Volumen von 5 Lot lukrative Einnahmen erzielen – aber auch erhebliche Verluste. Zumindest sollten die Einbußen durch engen Stop-Loss in überschaubaren Grenzen gehalten werden, und zwar konsequent bei jedem Trade.

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