Wie kann ich ein Aktiendepot beleihen? – Erklärung

Inhaltsverzeichnis:
  1. Wie kann ich ein Aktiendepot beleihen? – Erklärung

Wenn Sie bereits Geld in Wertpapiere angelegt haben, bei Ihrer Bank kein weiteres Kapital besitzen, sich aber eine günstige Gelegenheit bietet, um in aussichtsreiche Aktien zu investieren, bietet sich ein Wertpapierkredit an. In diesem Fall verpfänden oder beleihen Sie die Wertpapiere, die sich bereits in Ihrem Aktiendepot befinden. Im Gegenzug erhalten Sie Liquidität in Höhe vom Beleihungswert.

zwei Modellhäuser auf einem Stapel Geldscheinen - Aktiendepot beleihen
Mit Wertpapierkredit clever Aktien kaufen

Mit diesem geborgten Geld haben Sie nun einen größeren finanziellen Spielraum, welchen Sie für den Kauf von weiteren Wertpapieren nutzen können. Gehen Sie einen solchen Wertpapierkredit aber nur dann ein, wenn Sie sich sicher sind, dass die Aktien profitabel sind. Das kann z. B. in einer plötzlichen, aber temporären Krise wie dem Russland-Ukraine-Konflikt oder der Corona-Pandemie der Fall sein. Die Kurse vieler Unternehmen an den Börsen fallen ab und bieten gute Einstiegschancen für den Anleger.

Wertpapierkredit, Effektenlombardkredit und Dispositionskredit – was sind die Unterschiede?

Die Begriffe Wertpapierkredit, Effektenkredit und Lombardkredit werden in der Welt der Broker und Aktiendepots heutzutage meist synonym verwendet. Es gibt aber durchaus Unterschiede. So umfasst ein Lombardkredit weitaus mehr als nur die Beleihung von Wertpapieren für den Kauf weiterer Positionen.

Historisch stammt der Lombardkredit aus dem mittelalterlichen Oberitalien, also der frühen Zeit des Merkantilismus in der Lombardei. Hier überließen die Banken ihren Kunden Geld gegen die Einbehaltung eines Pfands. Teils musste man schon damals Zinsen für diesen Service abgeben.

Wie kann ich ein Aktiendepot beleihen? - Erklärung in Bildern
Klassische Pfandleihe

In Deutschland ist ein Lombardkredit heute ein Darlehen, welches gegen ein Pfand vergeben wird. Kann der Kreditnehmer das Geld später nicht zurückzahlen, bleibt die Leihgabe im Besitz der Bank. Sie dient somit als Sicherheit und kann bspw. aus verschiedenen Gegenständen wie Gold, Schmuck, Antiquitäten, aber eben auch Wertpapieren bestehen.

Ein Wertpapierkredit ist somit eine Form des Lombardkredits, die sich nicht wie bei den Pfandleihern auf physische Güter, sondern auf den Inhalt des Depots bezieht. Hier steht der Depotbetreiber dem Kunden natürlich am nächsten und wird der erste Ansprechpartner für das Darlehen sein.

Bei einem klassischen Kredit dieser Art wird das von den Banken und Direktbanken herausgegebene Geld durch das Wertpapierdepot abgesichert. Die Verwendung ist allerdings nicht vorgeschrieben. Sie können den Betrag also auch nehmen, um sich damit ein Haus oder ein Auto zu kaufen. Geben Sie das Darlehen nicht mehr zurück, so werden die Positionen einbehalten und veräußert.

Sie müssen immer darauf achten, dass die Broker die Wertentwicklung einberechnen. Entsprechend zahlt man Ihnen abhängig vom Risiko nur bis zu 80% des Kurswertes aus, oftmals weniger. Sie machen also in jedem Fall Verlust, wenn Sie Waren kaufen und den Kredit nicht zurückgeben. Jedoch können Gegenstände durchaus eine Investition sein. Uhren, Autos und Weine besitzen eine Preissteigerungsrate, weswegen Sie dann aber die Dauer des Wertpapierkredites entsprechend lang ansetzen sollten.

Ein Effektenkredit ist wiederum eine Unterform des Wertpapierkredits. Die Sicherheit besteht ebenfalls aus dem Depotwert, jedoch dürfen Sie das Geld nur für den Kauf von Wertpapieren einsetzen.

Zur Erleichterung der Kreditaufnahme wird ein solches Darlehen oft als Dispo gestaltet. Haben Sie bspw. 0,- Euro auf Ihrem Konto beim Broker liegen, möchten aber schnell eine lukrative Aktie kaufen, gehen Sie einfach ins Minus. Der Depotinhaber kann dieses vorab festgelegte Minus später ausgleichen, muss aber mit teilweise hohen Zinsen p. a. rechnen.

Die Zinsen von einem Dispositionskredit werden tagesgenau berechnet und beziehen sich auf die einzelnen Werte. Die eigentliche Zahlung erfolgt aber meistens monatlich. Festgelegt wird der Kreditzins von der Bank und ist von der allgemeinen Kreditlinie abhängig. Daneben kann es weitere Gebühren für den Service an sich geben.

Im Gegensatz zum Dispo auf dem Bank-Konto haben die Anleger bei einem Wertpapierkredit deutliche Preisvorteile. Die Kreditzinsen liegen oft um ein Vielfaches darunter. Bevor Sie also bei Ihrem Giro in den Dispo gehen, um Wertpapiere auf Pump zu finanzieren, sollten Sie eher die Hilfe des Aktiendepots bzw. des Brokers in Anspruch nehmen.

Kleines Glossar

  • Lombardkredit: Bei einem Lombardkredit erhalten Sie Geld und müssen dafür als Sicherheit einen Wert beim Verleiher belassen. Das können Schmuck, Antiquitäten, Fahrzeuge und Wertpapiere sein.
  • Wertpapierkredit: Ein Wertpapierkredit ist ein Lombardkredit, welcher durch das Wertpapierdepot gedeckt ist. Die Bank wird für die Zeit des Kredits Inhaber und kann die Werte bei ausbleibender Rückzahlung komplett übernehmen. Die Verwendung des Darlehens ist nicht festgeschrieben.
  • Effektenkredit: Ein Effektenkredit ist ein Wertpapierkredit, der ausschließlich für den Kauf neuer Wertpapiere, ETFs, etc. verwendet wird. Meist werden die Kredite direkt vom eigenen Depot angeboten.
  • Dispokredit: Bei einem Dispokredit dürfen Sie bei Ihrem Konto ins Minus gehen. Die Höhe des Kreditrahmens richtet sich nach dem beleihbaren Wert im Portfolio. Die Kreditzinsen liegen niedriger als beim Giro-Dispo.
  • Ratenkredit: Bei einem Ratenkredit erhalten Sie Geld, das durch eine Sicherheit gedeckt wird, müssen den Wert aber nicht auf einmal zurückzahlen. Viele Broker erlauben es Ihnen, monatlich kleinere Summen abzugeben.

Wann lohnt es sich, einen Effektenkredit aufzunehmen?

Wenn Sie nur wenig Kapital zur Verfügung haben oder dieses in Form von Aktien gebunden ist, kann ein Wertpapierkredit eine gute Option sein. Sie sind zum Beispiel investiert und möchten das Vermögen aus den lukrativen Wertpapieren nicht abziehen? Nehmen Sie sich dann beim Broker einfach einen Kredit mit dem Depotwert als Sicherheit und legen Sie für einen geringen Jahreszins weitere Wertpapiere in das Portfolio.

Somit lässt sich das Depot besser diversifizieren und Sie sichern sich spontan aussichtsreiche Papiere für die Zukunft. Gerade Krisen können einen Moment bilden, in dem Sie günstige Aktien mit Potenzial kaufen und nach einigen Jahren davon profitieren. Besitzen Sie zum besten Einstiegszeitpunkt allerdings kein Kapital, verwenden Sie einfach den Dispokredit des Depots bzw. beantragen einen speziellen Effektenkredit.

So kann man auch mit wenig Geld in der Rückhand einen guten Vermögensaufbau im Depot für die Kinder betreiben. Auf das eigene Investment kommen weitere Beträge in Höhe des Kreditrahmens und so lässt sich das Wachstum auf Dauer steigern. Ihr Nachwuchs kann sich dann über eine stattliche Summe für das eigenständige Leben freuen. Natürlich können Sie mit den kreditfinanzierten Wertpapieren auch auf Anschaffungen, das Alter und mehr sparen.

Ein guter Moment, um sich für einen Kredit zu entscheiden, ist ein günstiges Investmentziel. Wenn die Werte einer Aktie mit Potenzial z. B. durch temporäre Krisen und negative Nachrichten am Boden liegen, ist ein guter Zeitpunkt für den Einstieg gekommen. Haben Sie jedoch kein Kapital in der Rückhand, beleihen Sie einfach Ihr Portfolio.

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So läuft die Aufnahme der Wertpapierkredite ab: Schritt für Schritt

Wenn Sie mit dem Broker einen Wertpapierkredit vereinbaren möchten, wird dieser zunächst auf die beleihungsfähigen Positionen in Ihrem Depot schauen. Nicht alles wird komplett akzeptiert. Zu 100 Prozent werden so gut wie keine Werte vom Anbieter als Sicherheit für den Kredit genommen.

Als Erstes müssen Sie natürlich ein Konto bei der gewünschten Bank bzw. beim Broker besitzen. Dieses laden Sie mit Geld auf und kaufen davon Ihre ersten Aktien, Anleihen und ETFs. Dieses Portfolio im Depot kann schließlich beliehen werden.

Für den Kredit kontaktieren Sie das Unternehmen direkt oder vereinbaren das Darlehen einfach über die Einstellungen. Dann wird automatisch geschaut, welche Anlagen sich in Ihrem Depot befinden und zu welchem Wert Sie als Pfand für den Kredit dienen können. Der Prozentsatz berechnet sich nach folgendem Schlüssel.

Beleihungswert variiert nach Anlageart und Sicherheit

Je nach Anlageart und der Stufe Ihrer Sicherheit können die Werte im Depot unterschiedlich beliehen werden. Die Broker bieten Ihnen meist folgende Prozentsätze für den Kreditbetrag:

  • 100% des Kurswertes: EUR-Anleihen auf Festgelder und Geldmarktfonds
  • 80% des Kurswertes: EUR-Anleihen bis 5 Jahre mit Rating mind. AA- und Rentenfonds
  • 80% des Kurswertes: Guthaben und Geldmarktfonds in Fremdwährungen, EUR-Anleihen unter 5 Jahren Laufzeit mit Rating mind. A-; EU-Rentenfonds und Immobilienfonds aus Europa
  • 70% des Kurswertes: EUR-Anleihen und Anleihen in Fremdwährungen mit Rating mind. BBB-; internationale Renten- und Immobilienfonds
  • 60% des Kurswertes: Unternehmensanleihen, Aktienfonds, Mischfonds, Zertifikatefonds, Indexzertifikate, Express-Zertifikate
  • 60% des Kurswertes: Aktien (Standardwerte), Express-Zertifikate, Garantie-Zertifikate mit 100% Kapitalgarantie, Münzen, Barren und Goldzertifikate
  • 50% des Kurswertes: Guthaben und Geldmarktfonds in exotischen Währungen, Anleihen in Exotenwährungen mit Rating mind. BB-, Rentenfonds (High Yield und Emerging Markets), Aktienfonds auf Branchen, Immobilien, Nebenwerte etc., Zertifikate auf Branchenindizes
  • 30% des Kurswertes: Aktien und Indexzertifikate (Nebenwerte und Emerging Markets), Hedge-Fonds-Zertifikate, Anleihen mit Rating mind. B-, Rohstoff-Zertifikate außer Gold
  • 0% des Kurswertes: Single-Hedgefonds, Reverse Bonuszertifikate, Optionsscheine, Optionen, Futures

Wie Sie sehen, hängen die Beleihungsgrenzen stark davon ab, welche Anlagen Sie in das Depot gelegt haben. Bei Anleihen liegen die gewährten Kredite mit 80 bis 100 Prozent des Depotwerts relativ hoch. Meist werden Sie aber andere Wertpapiere in Ihrem Konto haben, nämlich Aktien und Fonds.

Hier liegen die Beleihungsgrenzen bei lediglich 40 bis 60 Prozent. Welcher Kreditrahmen genau bewilligt wird, bezieht sich auf die Stabilität der Wertpapiere, welche zum Beispiel durch die Mitgliedschaft in einem Index überprüft wird. Relativ hoch gewertet werden die Aktien im DAX40, im Stoxx50, FTSE100 und IBEX35. Weniger Kredit erhalten Sie im Verhältnis zum Kurs von Aktien aus dem FTSE250, Hang Seng, MDAX, SDAX, TecDAX40, Nikkei225, S&P 500 usw.

Nehmen wir als Beispiel also an, dass Sie 10.000 Euro in Aktien angelegt haben, die durchweg im DAX40 vertreten sind. Der Kreditrahmen dürfte sich dann in der Regel auf 6.000 Euro belaufen. Dieses Geld können Sie nun frei dafür verwenden, weitere Wertpapiere und ETFs in das Depot zu legen. Später geben Sie diesen Betrag mit Zinsen p. a. zurück und behalten sich den Gewinn, welcher durch den Kurs entstanden ist.

Die Rückzahlung kann nun vertraglich geregelt und auf eine bestimmte Frist angesetzt sein. Gerne erlauben es Ihnen die Broker, das Geld in Raten abzubezahlen. Häufiger gewährt man dem Kreditnehmer aber der Einfachheit halber eine Art Dispokredit.

Somit können Sie wann immer Sie wollen bei Ihrem Konto ins Minus gehen. Selbst dann, wenn Sie kein Guthaben auf dem Depot haben, kaufen Sie einfach mit dem Kreditbetrag ein Wertpapier und gleichen die Leihsumme später aus. Der Kreditrahmen wird automatisch anhand des Vermögens im Depot berechnet.

Die wichtigste Voraussetzung, um einen Wertpapierkredit als Dispo bewilligt zu bekommen, ist also das Vorhandensein von Wertpapieren als Sicherheit im Depot. Daneben muss es natürlich bereits eine komplette Verifizierung mit Wohnsitznachweis gegeben haben.

Fällt die Rückzahlung bis zu einem Fristende aus, haben Broker und Banken freien Zugriff auf die Beleihungswerte. Diese fallen u. U. komplett weg und Sie verlieren somit alle vorherigen Investitionen. Grund dafür, dass Sie die Forderungen nicht erfüllen können, wären z. B. Kursschwankungen, die für hohe Verluste gesorgt haben.

Lombardkredit bei der Bank oder beim Online Broker?

Die erste Anlaufstelle für Kredite im Allgemeinen sind natürlich die Banken. Sie sind die klassischen Kreditgeber und bieten Ihnen grundsätzlich vernünftige Konditionen. Wenn Sie einen Dispo über das Girokonto nutzen, müssen Sie jedoch mit einem hohen Jahreszins rechnen. In Verbindung mit dem Aktiendepot kann ein Wertpapierkredit wesentlich günstiger sein.

Die Online Broker erfüllen hier jedoch eher die Wünsche der Anleger. Die Plattformen sind modern gestaltet, Sie können online jederzeit auf Ihr Depot zugreifen und der Kreditrahmen lässt sich bei Bedarf flexibel gestalten. Oft gewährt man Ihnen dabei den Beleihungswert in Form eines Dispos. Sie haben somit wesentlich mehr Möglichkeiten, spontan auf die Dynamiken am Markt zu reagieren.

Generell haben die Online Broker viele Vorteile gegenüber den Banken. Das fängt bereits mit den Zinsen und Gebühren an. Ein Depot wie das von Capital.com erlaubt es Ihnen so, das Depot vollkommen kostenlos zu führen. Selbst die Orderkosten fallen bei diesem Anbieter weg. Somit haben Sie für alle Fälle mehr Kapital zur Verfügung und verschwenden es nicht unnötig auf die Nebenkosten.

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Vorteile von Online Brokern gegenüber den Banken

Trading beim Broker
Trading bei den Banken
Niedrige Gebühren (Aktiendepot und Orders oft kostenlos)
Oft sehr hohe Gebühren auf die Depotführung
Transparente Gebührenstruktur
Weniger Märkte verfügbar
Einfache Kreditaufnahme
Hohe Zinsen bei der Beleihung von Depotwerten
Zuschüsse über Hebel
Keine Verfügbarkeit von Leerverkäufen
Leerverkäufe möglich
Verzögerungen im Handel
Kostenlose Bereitstellung von Analysetools
Keine aktuellen Marktpreise
Jederzeit von jedem Ort der Welt per App traden
Keine Analysetools verfügbar
Aktuelle Marktpreise ohne Verzögerungen

Risikoabwägung: ein Kredit ohne kluge Vermögensverwaltung und Investmentplan ist immer riskant

Bevor Sie sich dafür entscheiden, einen Kredit beim Broker aufzunehmen, sollten Sie genau wissen, wofür Sie diesen verwenden möchten. Ein Darlehen aufzunehmen und dieses in riskante Spekulationen zu stecken, ist selbstverständlich eine schlechte Idee.

Verwenden Sie den Beleihungswert dagegen auf Wertpapiere, die wirklich gute Aussichten auf ein Wachstum haben. Hierfür ist vorab eine gründliche Analyse notwendig. Sie können sich z. B. den inneren Wert der Aktie, vor allen Dingen das Kurs-Gewinn-Verhältnis anschauen. Hierbei wird der Gewinn je Aktie mit dem Kurs verglichen.

Gibt es aufgrund von temporären schlechten Nachrichten oder Krisen einen Knick im Kurs und somit eine Unterbewertung, ist das ein hervorragender Moment für den Einstieg in den Aktienhandel. Wenn all Ihr Vermögen zu diesem Zeitpunkt gebunden ist, wissen Sie sich mit dem Fremdkapital der Bank zu behelfen.

Value-Investing
Langfristiges Wachstum

Ähnlich verhält es sich mit kurzfristigen Trends, die gute Chancen auf Erfolg haben. Für solche Fälle sollten Sie jedoch gut in der Materie sein und sich bestens mit der technischen Analyse auskennen. Sie schauen sich die Charts an und lesen hieraus die Bewegungen der Aktien ab. Anhand von Tradingsignalen wie den Elliott-Wellen erkennen Sie die Aktientrends. Jetzt kommt es darauf an, schnell zu handeln, um den Schwung nach oben mitzunehmen.

Sinnvoll und sicher ist es zudem, mit dem Kredit anstelle klassischer Wertpapiere ETFs zu kaufen. Solche Fonds bestehen aus mehreren Aktien – es kann bis zu 100 Positionen und mehr geben. Da die Inhalte in einem regelmäßigen Rhythmus nach ihrer Performance in einem Index ausgetauscht werden, steigt der Wert konstant über mehrere Jahre hinweg. Das Wachstum ist durch die hohe Diversifikation etwas langsamer, aber garantiert. Entsprechend sollten Sie die Laufzeit des Kredits u. U. etwas länger wählen. ETFs erzielen nach etwa fünf Jahren einen attraktiven Ertrag.

Alternative zum Wertpapierkredit: CFDs mit Hebel nutzen

Nicht alle Broker bieten einen klassischen Wertpapierkredit oder Dispositionskredite an. Dafür kann man aber auf CFDs mit Hebel zurückgreifen. Die CFDs sind allerdings keine klassischen Aktien. In diesem Fall beziehen sich die abgeschlossenen Verträge lediglich auf ein Wertpapier und seine Entwicklung.

Sie halten somit virtuelle Nachbildungen von Aktien und handeln ausschließlich mit dem Broker selbst. Der Vorteil daran ist, dass Sie die replizierten Anteile nicht für den gesamten Wert kaufen müssen. Sie erwerben lediglich ein Bruchstück, welches sich im entsprechenden Verhältnis zum Gesamtwert verändert.

Kaufen Sie bspw. einen CFD für 10 Euro, während die Aktie 100 Euro kostet und diese auf 150 Euro wächst, erhalten Sie als Gewinn 5 Euro. Solche Finanzinstrumente sind extrem praktisch für alle, die mit wenig Kapital in den Aktienhandel einsteigen und sich auf Dauer etablieren möchten.

Da die CFDs sehr flexibel sind, kann man hier auch einen Kredit in Form von Hebeln einsetzen. Bei einem Hebel handelt es sich um einen Zuschuss zu einem bestimmten Wertpapier. Sie können sich so für einen Hebel von 1:30 entscheiden. Dann erhöhen Sie den Einsatz um das Dreißigfache und bekommen am Ende auch das Dreißigfache heraus.

Nachteile der Hebelwirkung auf Wertpapiere und ETFs

Auf der anderen Seite müssen Sie wissen, dass die Hebel ebenso ins Negative wirken. Wenn die Kurse abfallen, multipliziert sich der Verlust genauso wie die Gewinne. Sie verlieren so nicht nur Ihre eigene Einlage, sondern verschulden sich. Entsprechend sollten Sie gerade als Anfänger vorsichtig mit diesem Instrument umgehen.

Für risikofreudige Anleger: Knock-out Zertifikate

Viele Anleger nutzen die Beleihungswerte dazu, um in Knock-out Zertifikate zu investieren. Hierbei handelt es sich um Derivate mit sehr großen Gewinnchancen, aber auch mit hohem Risiko. Die KO-Zertifikate sind verbrieft und beziehen sich auf den Basiswert von Aktien, Indizes oder Rohstoffen. Kursschwankungen werden jedoch überproportional abgebildet. Wenn die Knock-out-Schwelle erreicht wird, verfallen diese Zertifikate allerdings.

Der Preis für das Knock-out Produkt liegt auf der Call-Seite fast immer beim inneren Wert der Aktie. Neben dem Kurs müssen Sie aber auch ein Agio (Aufgeld) für die Finanzierung einplanen. Wer die Instrumente nutzen möchte, setzt in der Regel auf kurzfristige Kursentwicklungen. Sie sollten dabei stets auf die Trends achten und die Analyse der Wertpapiere, auf welche sich das Derivat bezieht, gründlich durchführen.

Klassische Anleihen mit dem Wertpapierkredit kaufen

Wenn Sie viele Anleihen in Ihrem Depot haben, dürfen Sie sich auf einen sehr hohen Kreditrahmen zu Top-Konditionen freuen. Viele der Banken und Broker beleihen solche sicheren Anlagen oft bis zu 100 Prozent. Was Sie mit diesem Geld dann machen können, ist z. B., aussichtsreiche Aktien oder mehr attraktive Anleihen zu kaufen.

Anleihen sind eigentlich nichts anderes als klassische Wertpapiere, die an der Börse gehandelt werden können, jedoch erhält der Käufer mit dem Kaufvertrag das Recht auf eine Rückzahlung des gezahlten Geldes sowie auf die Zinsen. Sehr beliebt sind die Staatsanleihen, bei denen Sie dem Staat quasi Geld für einen bestimmten Zeitpunkt ausleihen. In regelmäßigen Abständen erhalten Sie dann Zinsen, die oft bei etwa 5% p. a. liegen.

Angesichts der hohen Sicherheit bei den Anleihen lohnt es sich also, den Wertpapierkredit darauf zu verwenden. Nichtsdestotrotz müssen Sie die Beleihungswerte irgendwann zurückzahlen. Und das kann früher geschehen, als Sie es wünschen. Anleihen laufen schließlich vergleichsweise lange und überschreiten womöglich die Dauer Ihres Kreditvertrags. Daher ist es sinnvoll, entsprechende Liquidität in der Hinterhand zu haben.

Bekannte Banken und Broker, die Wertpapierkredite bzw. CFDs mit Zuschuss anbieten

Die meisten klassischen Banken und Broker bieten Ihnen auch einen Wertpapierkredit an, der Ihre Wünsche sicherlich weitestgehend erfüllt. Haben Sie vor allen Dingen sichere Positionen im Depot, wird der Kreditrahmen wie bereits festgestellt, sehr weit gefasst. Der Nachteil bei Anbietern wie der Consorsbank, der Sparkasse und Comdirekt ist, dass die Konditionen hier nicht immer ideal sind.

So kommen Sie bei der Consorsbank mit eigentlich sicheren Anleihen nur auf einen Beleihungswert von 80 Prozent. Bei Aktien wie von der Allianz werden nur 60 Prozent gewährt. Hinzu kommen bei Banken generell die hohen Gebühren für die Depotführung und die Orders. Sie sind also in der Regel mit einem Online Broker wie Capital.com besser beraten. Hier gibt es zwar keine klassischen Kredite, aber Zuschüsse in Form von Hebeln auf die CFDs.

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So melden Sie bei einem Broker ein Aktiendepot an

Wenn Sie sich jetzt einen satten Beleihungswert sichern möchten, müssen Sie sich zunächst bei einem Broker oder einer Bank anmelden. Wie das funktioniert, zeige ich Ihnen im folgenden Abschnitt.

Finden Sie den passenden Broker für den Wertpapierhandel

Zunächst einmal müssen Sie einen Broker finden, der zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passt. Wichtig ist, dass die Tarife niedrig und transparent sind. Viele Online-Plattformen wie Capital.com erlassen Ihnen sogar die Depotgebühren und die Orderkosten. Das ist ein immenser Vorteil, wenn Sie gewinnbringend investieren möchten. Hierdurch sparen Sie unnötige Nebenkosten und haben schließlich mehr für die Anlage verfügbar.

Wichtige Faktoren, die für oder gegen einen Broker sprechen sind:

  • Transparente Gebührenstruktur
  • Niedrige Kosten (bei Capital.com z. B. keine Ordergebühren und kostenfreie Depotführung)
  • Viele Analysetools verfügbar
  • Zugriff auf zahlreiche internationale Märkte
  • Einfache Beleihung durch CFD-Hebel möglich
  • Lizenzierung in einem westlichen Land
  • Offizielle Kontrolle durch staatliche Behörden
  • Schnelle und sichere Software
  • Zahlung in Euro und US-Dollar möglich

Anmeldung des Depots über die E-Mail-Adresse

Haben Sie den passenden Broker gefunden, öffnen Sie Ihren Browser und gehen auf die Webseite des Anbieters. Hier finden Sie meist oben rechts den Button für die Eröffnung eines Depots.

Anmeldung Jetzt anmelden
Klicken Sie auf „Jetzt handeln“

Nach einem Klick gelangen Sie zum Fenster mit den Anmeldedaten. Tragen Sie hier die E-Mail-Adresse und ein sicheres Passwort ein. Als Nächstes geben Sie einige persönliche Informationen an. Dazu gehören insbesondere die Adresse und Angaben zu Ihren Tradingerfahrungen.

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Zuletzt kommt eine E-Mail bei Ihnen an, in der sich ein Link befindet. Über diesen bestätigen Sie Ihre Echtheit als Trader.

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Bestätigen Sie Ihre Echtheit über den Link in der Mail

Erfahrungen und persönliche Informationen angeben

Für die Broker ist es wichtig, dass sie wissen, mit wem sie es zu tun haben. Es gibt sogar die gesetzliche Pflicht dazu, sich über die Erfahrungen der User abzusichern. Man will schließlich niemanden ohne hinreichende Kenntnisse in riskante Investitionen werfen.

Dazu gibt es letztlich immer ein kleines Quiz, bei dem Sie relativ simple Fragen zum Thema beantworten. Haben Sie hier 80 Prozent richtig, werden Sie für das Trading bei dem jeweiligen Anbieter zugelassen.

Anleger müssen sich bei Banken und Brokern verifizieren

Als Mitglied beim Broker müssen Sie sich verifizieren, um vollständig traden zu können. Hierzu laden Sie zunächst einen Nachweis Ihres Wohnsitzes hoch. Das kann der Personalausweis, Reisepass oder Führerschein sein. Nachdem diese Dokumente überprüft worden sind, bekommen Sie kompletten Zugang zum Depot.

Adresse
Verifizierung über Personaldokumente

Weiterhin kooperieren viele Broker mit dem Fiskus, es werden in Deutschland also 25 Prozent Abgeltungssteuer pauschal vom Gewinn abgeführt. Hierzu müssen Sie eine Steuernummer in Ihrem Profil angeben.

Mit Stand 2022 haben Sie jedoch einen Sparer-Pauschbetrag von 801 Euro. Zudem können Sie Ihren tatsächlichen Steuersatz geltend machen, wenn dieser unter 25 Prozent liegt. Wie das in der Steuererklärung geht, zeige ich Ihnen in meinem Artikel zu Steuern im Aktienhandel.

Sich im Demokonto eine Übersicht über den Markt verschaffen

Wer bisher noch keine Erfahrungen im Traden hat, sollte sich nicht sofort in den Markt stürzen und gleich einen Beleihungswert aufnehmen. Stattdessen bieten die Depots kostenlose Probeaccounts, in denen Sie mit Spielgeld experimentieren.

Capital.com Demo
Capital.com Demokonto nutzen, um mit Trades zu üben

Lernen Sie dabei, wie die Mechanismen am Markt funktionieren und welche Anlagen sich lohnen. Hierfür können Sie bspw. die technische Analyse auf den Charts nutzen, um die aktuellen Trends kenntlich zu machen. Ebenso sind fundamentale Ansätze sinnvoll. Damit finden Sie heraus, welche Aktien Potenzial in der Zukunft haben und aktuell unterbewertet sind.

Geld auf das Konto aufladen

Um Geld zu investieren, müssen Sie dieses erst auf Ihrem Konto aufladen. Dafür stehen Ihnen verschiedene Optionen zur Verfügung. Die Broker bieten so z. B. Überweisungen mit Kreditkarte, per Banktransfer und Micropayment wie PayPal an.

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Wählen Sie eine Bezahlmethode beim Aktiendepot von Capital.com

Beachten Sie, dass es oft ein Limit gibt. Empfehlenswert sind generell die Aktiendepots ohne Mindesteinlage oder mit niedrigen Einzahlungsgrenzen. Bei Capital.com können Sie bereits ab 20 Euro einsteigen. eToro erlaubt Ihnen die Einzahlung ab 50 USD.

Wertpapiere und ETF-Pakete auf eigene Rechnung einkaufen

Nun fangen Sie allmählich damit an, Aktien und ETFs auf eigene Rechnung einzukaufen. Sie fügen interessante Anlagen Ihrer Watchlist hinzu und verfolgen hier die Kurse. Es lohnt sich, mit den Zeichentools auf den Charts zu arbeiten und damit Trendrichtungen, Widerstände und Unterstützungszonen zu markieren.

Watchhlist
Gestalten Sie Ihre Watchlist bei Capital.com und verfolgen Sie die Kurse der Aktien

Wenn die Voraussetzungen für den Kauf eines Wertpapiers gut sind, klicken Sie auf den entsprechenden Button und geben nun die Anzahl der gewünschten Aktien an. Diese werden mit wenigen Klicks Ihrem Depot hinzugefügt.

Kaufen Capital.com
Geben Sie eine Order bei Capital.com in Auftrag

Sie können bereits ohne Positionen im Portfolio auf einen gewissen Kredit setzen. Bei CFDs lassen sich so auch Hebel anwenden. Hier schießt Ihnen der Broker einen bestimmten Geldbetrag zu.

Eventuell CFD Hebel ohne weitere Sicherheit verwenden

CFDs sind eigentlich keine echten Aktien. Es handelt sich dagegen um Verträge, die Sie mit dem Broker eingehen. Sie vereinbaren einen virtuellen Handel in Form von Derivaten, bei denen die Kursentwicklung nachgebildet wird.

Der Vorteil ist, dass Sie dadurch weniger Geld investieren können. Sie kaufen so bspw. mit 10 Euro eine Aktie-Replikation, die eigentlich 100 Euro kostet. Steigt die tatsächliche Aktie auf 150 Euro, machen Sie 5 Euro gut.

Weiterhin können Sie sich für Hebel entscheiden. Dabei erhöht der Broker die Gewinnchancen, schaut sich aber natürlich auch Ihre Sicherheiten an. Bei einem Hebel im Verhältnis 1:30 bekommen Sie bei einem Gewinn das 30-fache heraus.

Hebel Capital.com
Erhöhen Sie Ihren Gewinn mit einem Hebel bei Capital.com

Ein wichtiger Hinweis sollte aber nicht fehlen: Der Hebel wirkt auch in die Gegenrichtung. Bei einem Verlust läuft man somit Gefahr, alles zu verlieren und sich obendrein zu verschulden. Daher ist das Instrument nicht unbedingt für Anfänger geeignet. Man sollte genau wissen, in welche Art von Anlagen man mit einem Hebel investiert.

Darlehen auf Wertpapiere (Wertpapierkredit) aufnehmen und weiter investieren

Klassische Wertpapierkredite müssen Sie zunächst beim Broker beantragen. Dieser schaut sich Ihr Depot und die darin beinhalteten Wertpapiere an. Mit dem aktuellen Stand der Werte wird das Portfolio dann beliehen. Man teilt Ihnen den Beleihungswert mit und Sie können mit dem geborgten Geld anfangen zu investieren.

Sehr häufig wird ein solcher Kredit als Dispo abgeschlossen und gilt dann auf Dauer. Sie brauchen sich keine weiteren Gedanken über Aufladen und Investieren machen. Wenn Sie interessante Wertpapiere sehen, kaufen Sie diese einfach, indem Sie beim Broker ins Minus gehen. Wer das entsprechende Geld in der Rückhand hat, sollte das Darlehen aber schnell ausgleichen, um keine allzu hohen Zinsen anzuhäufen.

Profite mitnehmen: Verkauf der Wertpapiere aus dem Depot

Während Ihr Geld in den Aktien und ETFs gebunden ist, können Sie es natürlich nicht zum Kauf von Waren und Gütern verwenden. Um damit Ihren Lebensunterhalt zu verdienen, müssen Sie auch einen Teil verkaufen. Dies geht fast genauso einfach wie beim Kauf der Wertpapiere.

Sie klicken einfach auf eine Position in Ihrem Portfolio und entscheiden sich für „verkaufen“. Daraufhin können Sie bei echten Aktien eine Anzahl angeben oder bei CFDs eine Summe wählen. Kurze Zeit später wird Ihnen der Gegenwert gutgeschrieben.

Verkaufen
Klicken Sie auf Verkaufen, um eine Aktie zu veräußern

Es ist sogar möglich, Aktien zu verkaufen, die Ihnen gar nicht gehören. Das erfolgt über einen CFD-Leerverkauf. Sie leihen sich damit ein Papier, verkaufen es sofort weiter und holen es sich vor dem Ablauf der Leihfrist zu einem niedrigeren Preis zurück. Somit machen Sie Profit durch sinkende Kurse.

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Nutzen Sie beim Kauf von Aktien auf Darlehen Sicherheitsschranken

Ein Kredit ist immer mit einigen Risiken verbunden. Sie kaufen damit schließlich Wertpapiere auf Pump, von denen Sie selbst noch nicht wissen, ob sie wirklich im Kurs anziehen werden. Somit empfiehlt es sich, an der ein oder anderen Stelle eine Sicherheitsschranke im Investment einzubauen. Wichtig sind vor allem die automatisierten Tradingfunktionen Stop Loss und Take Profit, teilweise eine Hedging-Strategie und natürlich die umfassende Diversifizierung.

Stop Loss

Um Ihr Investment abzusichern, können Sie verschiedene automatisierte Trading-Funktionen bei den Brokern nutzen. Eines der wichtigsten Tools ist dabei Stop Loss. Hiermit limitieren Sie die Verluste, indem Sie das minimale Minus vorab einstellen. Wird der Wert schließlich erreicht, verkauft der Broker für Sie automatisch. Somit müssen Sie nicht selbst die Entscheidung treffen, wann eine Aktie abgegeben werden sollte.

Capital.com Stop Loss
Stop Loss: Stellen Sie ein, ab welchem Verlust Sie aus dem Trade aussteigen möchten

Es ist übrigens auch möglich, den Einstieg in den Trade mit einer Limit-Order zu versehen. Bei Capital.com geben Sie z. B. an, dass der Kauf bei einem bestimmten Minimalwert erfolgen sollte. Wenn Sie zusätzlich einen Wertpapierkredit in Form eines Dispos haben, müssen Sie nicht einmal Guthaben auf Ihr Konto laden. Der Broker leiht Ihnen kurzfristig für den besten Einstiegsfall Geld aus.

Take Profit

Am oberen Ende setzt man Take Profit für den Ausstieg aus einem Trade ein. Sobald ein bestimmter Gewinn erzielt wurde, verkauft der Broker den Wert und Sie nehmen den Gewinn mit. Das ist insbesondere für diejenigen Trader praktisch, die sich zu lange an eine erfolgreiche Aktie klammern. Oftmals wird der richtige Moment zum Ausstieg verpasst und es geht wieder nach unten. Hierdurch hat man Verluste und man kann im Falle von Krediten in Probleme geraten. Take Profit stellt einen veritablen Schutz dar.

Leerverkäufe fürs Hedging

Klassische Leerverkäufe werden für das Hedging, also die Absicherung verwendet. Im Normalfall leihen Sie sich eine Aktie aus, verkaufen sie am Markt und erwerben sie kurz vor Ablauf der Leihfrist zu einem niedrigeren Preis zurück. Mit diesem Konstrukt machen Sie Gewinn durch sinkende Kurse. Sie müssen jedoch eine kleine Gebühr einplanen.

Als Absicherung funktioniert das Hedging, wenn es zu einer Krise kommt und alle Kurse an der Börse fallen. Die Leerverkäufe federn dann diesen Trend etwas ab und Ihr gesamtes Portfolio ist geschützt.

Es gibt aber auch Gefahren beim Shortselling. So sind die Steigerungsraten nach oben offen. Das bedeutet auch, dass Ihr Verlust theoretisch ins Unendliche steigen kann. In der normalen Long Position ist das Minus dagegen durch die Zahl 0 begrenzt.

Insofern sollte man bei einem Leerverkauf immer wissen, auf was man sich einlässt und bereits Erfahrung in der gründlichen Analyse nach technischen Grundsätzen haben. Bei Brokern wie Capital.com können Sie über CFDs short gehen, also Aktien leer verkaufen. Hier wird die Dynamik des Verleihs und Weiterverkaufs nachgebildet.

Umfassende Diversifizierung des Portfolios

Die wichtigste Art und Weise, wie Sie Ihr Portfolio und somit auch Ihren Wertpapierkredit vor einer Krise schützen können, ist die Diversifizierung. Umso breiter Sie Ihr Kapital streuen, desto geringer ist am Ende das Risiko. Am besten nehmen Sie mindestens 30, besser aber noch mehr Positionen in das Depot auf. Dadurch ist ein konstantes Wachstum gegeben.

Wichtig ist es dabei, sich nicht nur auf eine Branche oder Anlageart zu konzentrieren. Nehmen Sie eher Wertpapiere aus verschiedenen, teils auch gegenläufigen Segmenten auf. Sie könnten z. B. IT/Tech, Künstliche Intelligenz, Fintechs, E-Commerce, Wasserstoff, Öl und erneuerbare Energien Ihrem Depot hinzufügen.

Weiterhin ist es sinnvoll, parallel auf Aktienfonds und insbesondere ETFs zu setzen. Diese sind in ihrer Kostenstruktur günstig und weisen bereits eine hohe Diversifizierung auf, welche automatisiert hergestellt und verwaltet wird.

ETFs durch Wertpapierkredite kaufen

ETFs sind Aktienfonds, die frei an der Börse gehandelt werden können. Sie bestehen also aus einer Vielzahl an Aktien, die teils auch branchen- und länderspezifisch in das Paket aufgenommen werden. So gibt es spezielle ETFs für Halbleiter, Gaming, Wasserstoff, erneuerbare Energien, New Technology und vieles mehr. Ebenso lassen sich Fonds mit Positionen aus den Schwellenländern (Emerging Markets) wie China, Indien und Russland kaufen.

Die ETFs sind aufgrund ihrer Struktur bereits in sich diversifiziert. Sie müssen sich also selbst keine Gedanken über die optimierte Risikostreuung machen. Die Verwaltung erfolgt dabei automatisiert, wodurch die Kosten extrem sinken. Sie liegen oft bei nur 0,35 Prozent Gesamtkostenrate (TER).

In meist vierteljährlichen Abständen werden die Aktien im ETF ausgetauscht. Dies geschieht in Bezug auf einen bestimmten Index. Auf diese Weise befinden sich stets die stärksten Papiere einer Branche bzw. des Index im Fonds und das Wachstum ist auf Dauer garantiert.

Anders als bei einzelnen Aktien ist das Wachstum meist ein bisschen flacher. Dafür kann man sein Investment besser auf Dauer anlegen. Durch den halbwegs garantierten Trend nach oben lohnt es sich, auch höhere Werte auf einem ETF zu platzieren. Selbst die Nutzung von Wertpapierkrediten ist an dieser Stelle sinnvoll.

Das sind die Vorteile an ETFs: Aktien ETFs für langfristiges Investment

  • Langfristig gut für den Vermögensaufbau geeignet
  • Automatisierte Verwaltung und dadurch geringe Kosten
  • Konstantes Wachstum durch regelmäßigen Austausch der Aktien
  • Geringes Risiko
  • Diversifikation ist bereits vorhanden

Allgemeine Tipps für Ihr Investment im Wertpapierdepot

Damit Sie mit einem Wertpapierkredit kein allzu hohes Risiko eingehen, sollten Sie einige Grundregeln beachten. Hierzu gehören neben der Diversifizierung des Depots u. a. eine gründliche fundamentale und technische Analyse sowie die Nutzung von günstigen Aktiendepots. Die besten Anbieter online können Sie hier finden.

Günstige Aktiendepots und beste Konditionen nutzen

Indem Sie sich einen preiswerten Anbieter für das Trading online nehmen, können Sie viel Geld einsparen. Bei Aktiendepots ohne Depotführungskosten und Ordergebühren haben Sie letztlich mehr Kapital zur Hand, um dieses erfolgreich investieren zu können. Es fließen somit keine Mittel unnötig ab.

Die meisten Banken erheben für die Depotführung sehr hohe Gebühren. Hinzu kommen Verwahrentgelte und die Orderkosten. Sie können jedes Jahr mit mindestens 50 Euro rechnen und müssen pro Trade etwa 9 bis 25 Euro einplanen.

Broker wie Capital.com gehen hier andere Wege. Bei solchen Anbietern wurden die Nebenkosten komplett abgeschafft. Sie können somit vollkommen provisionsfrei Aktien und ETFs in Ihr Depot aufnehmen. Zudem haben Sie Zugriff auf praktische Tools zur Analyse von inneren Unternehmenswerten sowie von längerfristigen Trends.

Mein Tipp: Kostenloses Aktiendepot bei Capital.com

  • Mehrfach regulierter Broker
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  • Nur 20€ Mindesteinzahlung (PayPal, Kreditkarten & mehr)
  • Perfekte Trading Software für Trader
  • Schnelle Ausführung ohne Slippage
  • Meine Bewertung: 5 out of 5 stars (5 / 5)

(Risikohinweis: 87,41% der privaten CFD Konten verlieren Geld)

Value-Investment – hierfür lohnen sich Kredite

Suchen Sie sich für Ihr Investment eine passende Strategie aus, mit der Sie das geliehene Geld einsetzen und das Depot absichern können. Besonders beliebt sind die Value-Aktien, bei denen es sich quasi um echte Schnäppchen handelt.

Zeitweise fallen die Kurse bei einem solchen Wertpapier abrupt ab. Grund dafür können negative Nachrichten über ein Unternehmen und plötzliche Krisen sein. So gab es im Zuge der Corona-Pandemie ebenso Kurseinbrüche wie zum Beginn des russischen Kriegs in der Ukraine.

Die niedrigen Preise für die Aktien sind jedoch nicht zwangsläufig fair und repräsentativ für den Konzern. Möglicherweise ist der innere Wert und somit das Potenzial des Wertpapiers deutlich besser als die aus massenpsychologischen Gründen verzerrte Bewertung an der Börse. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) zeigt Ihnen an, ob die Aktie unterbewertet ist.

Nun müssen Sie noch herausfinden, ob die Unterbewertung gerechtfertigt oder ungerechtfertigt ist. Gerechtfertigt kann sie z. B. sein, wenn das Geschäftsmodell in der Zukunft keine wirklichen Chancen hat. Das ist der Fall bei neuen Technologien, welche die Produkte des Unternehmens bald ersetzen werden.

Sollte die Unterbewertung ungerechtfertigt sein, ist es an der Zeit zu investieren. Wenn Sie zu diesem Zeitpunkt nicht ausreichend Geld zur Verfügung haben, entscheiden Sie sich einfach dazu, das Aktiendepot zu beleihen.

Trendanalysen über technische Herangehensweise: kurzfristig Darlehen aufnehmen

Ein zweiter Weg zum Erfolg mit Aktien ist die Trendanalyse. In diesem Fall vernachlässigen Sie die inneren Werte und schauen lediglich auf die Charts. Hier sind tatsächlich bereits alle groben und kurzfristigen Trends enthalten.

Wer auf den Chart schaut, wird schnell bestimmte Muster erkennen. Sehr markant sind die Elliott-Kurven, bei denen der Kurs zunächst stark ansteigt, dann um etwa die Hälfte abfällt und daraufhin ein weiterer Anstieg folgt. Im Mittelteil dieser Bewegung sollten Sie investieren, um den Trend mitzunehmen.

Elliott Wellen
Elliott-Wellen bei Capital.com einzeichnen

Wichtige Tradingsignale sind die lang ausschlagenden Kerzendochte auf den Candlestick-Charts. Sie können sich bei Capital.com für verschiedene Diagrammarten entscheiden und diese mit Zeichentools bearbeiten. Ich empfehle Ihnen u. a. auch die Widerstands- und Support-Zonen einzuzeichnen, um das Potenzial in die eine oder andere Richtung kenntlich machen zu können.

Zusammenfassung: wie ein Wertpapier- oder Lombardkredit klug zum Vermögensaufbau eingesetzt werden kann

Ein Lombardkredit ist eine gute Möglichkeit, um in einer liquiditätsarmen Phase dennoch Geld investieren zu können. Sie beleihen dafür Ihr bisheriges Depot. Dies ist abhängig von den Anlagearten nur zu einem begrenzten Wert möglich. Meist werden Sie zwischen 40 und 80 Prozent beliehen bekommen. Mit Aktien und ETFs ist es meist weniger als mit Anleihen im Depot.

Sie können offiziell einen Antrag stellen und der Broker wird nun berechnen, wie viel Geld man Ihnen zuschießen kann. Am besten gestaltet man das Darlehen als Dispo, sodass Sie weitaus flexibler sind. Sie müssen sich keine Gedanken um die Kreditaufnahme machen und können sofort in einen gewünschten Trade einsteigen.

Kredite sind aber immer auch mit Risiken verbunden. Sie müssen sich stets bewusst machen, dass das geliehene Geld mit einem bestimmten Zinssatz zurückgezahlt werden müssen. Entsprechend vorsichtig sollten Sie mit dem Leihbetrag umgehen und diesen wirklich nur für aussichtsreiche Positionen einsetzen.

(Risikohinweis: 87,41% der privaten CFD Konten verlieren Geld)

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zum Beleihen von Aktiendepots

Kann man Aktien beleihen?

Wenn Sie ein attraktives Investitionsziel haben, die liquiden Mittel aber knapp sind, können Sie die vorhandenen Aktien im Depot beleihen. Die Broker rechnen dann aus, wie viel Beleihungswert verfügbar werden kann. Oft können bis zu 80 Prozent der Werte im Depot beliehen werden. Dies ist über einen klassischen Wertpapierkredit oder als Dispo möglich.

Kann man eine Aktie als Sicherheit hinterlegen?

Grundsätzlich ist es kein Problem, Aktien als Sicherheit für einen Kredit zu hinterlegen. Hierbei handelt es sich um einen sogenannten Wertpapierkredit, dessen Geld Sie frei verwenden dürfen. Effektenkredite haben dagegen die Eigenschaft, dass damit lediglich Wertpapiere gekauft werden können. Dies ist bei vielen Brokern der Standard.

Wie funktioniert ein Wertpapierkredit?

Bei einem Wertpapierkredit beleihen Sie das Portfolio in Ihrem Depot. Die Broker haben somit Zugriff auf Ihre Aktien und Fonds und werden diese für sich verwenden, wenn Sie das Kreditgeld nicht zurückzahlen. Um sicherzugehen, können die Werte nur bis zu einem bestimmten Anteil beliehen werden. Der Beleihungswert liegt zwischen etwa 40 und 80 Prozent.

Was versteht man unter einem Beleihungswert?

Der Beleihungswert ist der Betrag, den Sie auf Basis Ihres Depots erhalten können. Bei sehr sicheren Anleihen kann bis zu 100 Prozent beliehen werden. Üblicherweise sind jedoch niedrigere Werte. Bei Aktien und ETFs müssen Sie so mit lediglich 40 bis 60 Prozent des Depotwerts rechnen.

Wie wird der Beleihungswert ermittelt?

Der Beleihungswert wird anhand der Inhalte im Depot berechnet. Der Broker schaut sich an, welche Anlagearten im Portfolio vorhanden sind und entscheidet sich für einen bestimmten Anteil, der beliehen werden kann. Der Beleihungswert liegt meist bei zwischen 40 und 80 Prozent.

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Zuletzt geupdated am 09/11/2022 von Maren

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