Der Handel mit Öl bleibt weiterhin weltweit relevant. In diesem Artikel zeige ich Ihnen, welche Öl Aktien jüngst hohe Performances aufwiesen und in welchen Bereichen Anleger in Öl investieren können.
Handel mit Öl-Aktien auf einen Blick: Diese Schritte sind nötig
- Schritt 1: Den passenden Aktien Broker finden und anmelden per E-Mail
- Schritt 2: Probedurchgang in der Demoversion
- Schritt 3: Verifizieren Sie sich beim Online Broker
- Schritt 4: Laden Sie Geld auf Ihr Konto
- Schritt 5: Öl-Aktie auswählen und kaufen
- Schritt 6: Verkaufen und Gewinne durch Kursveränderungen machen
Chancen und Risiken vom Handel mit Öl Aktien
In den nächsten fünf bis zehn Jahren ist das Öl weiterhin ein wichtiger Faktor und kann noch nicht komplett von den erneuerbaren Energien verdrängt werden. Insgesamt sind Ölaktien damit eine gute Investition auf Dauer für die Anleger, da sie sich abgesehen von gelegentlichen Schwankungen relativ stabil halten. Darauf aufbauend lassen sich andere Energieformen ins Portfolio integrieren, um die Hypes in den erneuerbaren Sektoren mitnehmen zu können.
- Staatliche Unterstützung der Unternehmen wirkt stabilisierend
- Auf Dauer gesehen sind die Ölaktien vergleichsweise stabil
- Ölaktien eignen sich gut für ein gemischtes Portfolio mit erneuerbaren Energien Aktien und Papieren aus anderen Branchen
Einige Risiken gibt es beim Kauf von Ölaktien natürlich auch zu beachten. Kurzfristig sollten vor allem die Daytrader aufpassen, nicht aufgrund von politischen Verwerfungen, Absatzschwierigkeiten oder Entscheidungen der OPEC plötzlich Verluste zu machen.
Vorteile von Ölaktien
- Derzeit niedrige Preise und eine absehbare Rückkehr zum Niveau der Vor-Corona-Zeit
- Öl-Unternehmen besitzen eine hohe Marktkapitalisierung und sind „too big to fail“
- Öl wird in den nächsten Jahren weiterhin gebraucht
- Hinter vielen der Konzerne stehen Staaten, welche stabilisierend wirken
- Öl-Aktien sind weitgehend stabil und somit ein positiver Faktor im Portfolio
- Meist werfen die Öl-AGs hohe Dividende ab
Nachteile von Ölaktien
- Die Energiewende steht an und hat mit China eine mächtige Leitfigur
- Politische Verwerfungen (Sanktionen, Boykotte) können zu Kurskorrekturen führen
- Der Aktienpreis hängt oft davon ab, auf welche Fördermengen sich die OPEC einigt
- Unfälle und Skandale wirken sich negativ auf die Kurse aus
- Schlechte Umweltbilanz der ölfördernden Unternehmen
Tipp: Über 2.000 Aktien ohne Kommissionen traden
Die besten Öl-Aktien im Überblick
Während der Fokus der Weltöffentlichkeit auf dem Klimawandel, den erneuerbaren Energien und E-Mobilität liegt, bieten die Ölaktien weiterhin gute Möglichkeiten, um Gewinne zu machen. Das sind die spannendsten Aktien:
Öl-Aktien | WKN/ISIN | Kurs (Stand: 10.03.2021) | 5-Jahres-Trend (Stand: 30.04.2024) | Markt-kapitalisierung |
---|---|---|---|---|
Royal Dutch Shell | WKN: A0D94M ISIN: GB00B03MLX29 | 33,98 Euro | +41,15 Prozent | 185 Milliarden GBP |
Total | WKN: 850727 ISIN: FR0000120271 | 69,39 Euro | +40,92 Prozent | 166,29 Milliarden Euro |
Saudi Aramco | WKN: A2PVHD ISIN: SA14TG012N13 | 7,50 Euro (30 SAR) | -1,02 Prozent | 7,28 Billionen USD |
Petrobras | WKN: 541501 ISIN: US71654V4086 | 8,20 Euro | +23,42 Prozent | 564,28 Milliarden BRL |
BP | WKN: 850517 ISIN: GB0007980591 | 6,17 Euro | -4,22 Prozent | 88,27 Milliarden GBP |
Chevron Corp. | WKN: 852552 ISIN: US1667641005 | 154,70 Euro | +46,94 Prozent | 307,26 Milliarden Euro |
ExxonMobil | WKN: 852549 ISIN: US30231G1022 | 111,32 Euro | +60,08 Prozent | 473,57 Milliarden Euro |
Lukoil | WKN: A1420E ISIN: US69343P1057 | 8.152,00 RUB | +34,8 Prozent | ca. 650,34 Milliarden Euro |
ConocoPhillips | WKN: 575302 ISIN: US20825C1045 | 121,80 Euro | +125,31 Prozent | 152,50 Milliarden Euro |
1. Royal Dutch Shell
Die Royal Dutch Shell ist eines der größten ölproduzierenden Unternehmen weltweit und fördert das „schwarze Gold“ in mehr als 140 Ländern. Damit erzielt die britisch-niederländische AG jedes Jahr mehr als 340 Milliarden USD. Es sind mehrere Milliarden Ölaktien der Royal Dutch Shell auf dem Markt. In diese haben bereits über eine Million Anleger investiert. Die Aktie der Royal Dutch Shell fuhr in den letzten 20 Jahren einen Zickzack-Kurs, der maßgeblich von Skandalen und dem Ölpreis beeinflusst wurde.
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Aktueller Chart von Royal Dutch Shell:
2. Total
Der Total-Konzern wurde 1924 in Frankreich gegründet und gehört zu den 20 wichtigsten Ölproduzenten international. Seine Marktmacht in Europa hat er vor allem der Fusionierung mit dem direkten Konkurrenten Elf Aquitaine im Jahr 2000 zu verdanken. Dennoch reichen Fördermengen und Umsatz natürlich nicht an die riesigen Firmen der OPEC-Staaten heran. Nach vielen Jahren des Wachstums kam es 2020 durch die Corona-Krise zum Absturz der Aktie. Im Februar und März 2021 ging der Trend aber wieder nach oben.
Aktueller Chart von Total:
3. Saudi Aramco
Saudi Aramco macht, was die Ölförderung angeht, keiner etwas vor. Das saudische Unternehmen mit Sitz in Dhahran ist die derzeit größte Ölfördergesellschaft weltweit und hat einen Umsatz von deutlich mehr als 350 Milliarden USD im Jahr. Noch interessanter ist aber ein Blick auf den Gewinn. Da Saudi Aramco vom Königshaus unterstützt wird, liegen die Betriebskosten extrem niedrig. So kostet die Förderung von einem Barrel Öl lediglich 7,5 US-Dollar, während andere Unternehmen das Dreifache dafür aufwenden müssen. Bei eToro gibt es z. B. die Option, in die Öl-Aktien von Saudi Aramco zu investieren.
Aktueller Chart von Saudi Aramco:
4. Petrobras
Eine weitere Option ist es, in die Öl-Aktien von dem halbstaatlichen Konzern Petróleo Brasileiro S. A. oder kurz Petrobras einzusteigen. Das Unternehmen mit Sitz in Rio de Janeiro gibt es bereits seit den 50er Jahren und gehört zu den wichtigsten Ölproduzenten in Lateinamerika. Das Umsatzvolumen liegt bei etwas unter 90 Milliarden US-Dollar.
Die Ölaktien von Petrobras sind u. a. in New York und an der Bovespa in São Paulo notiert. Über verschiedene Trading-Plattform lassen sie sich einfach online kaufen.
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Aktueller Chart von Petrobras:
5. BP
ines der wichtigsten Unternehmen in der Ölindustrie überhaupt ist die BP plc auch als British Petroleum bekannt. Die mehr als 20.000 Tankstellen des britischen Konzerns mit Sitz in London sind nahezu überall in Europa zu finden. Trotz der Lage im erdölarmen Europa, spielt BP mit einer Fördermenge von etwa 120 Millionen Tonnen unter den Top-10 in der Welt mit. Schaut man sich den Chart über die letzten 20 Jahre an, so hat sich der Boom der frühen 2000er gelegt.
Aktueller Chart von BP:
6. Chevron
Das amerikanische Unternehmen Chevron gehört mit einer Fördermenge von mehr als 85 Millionen Tonnen Erdöl zu den Top-20 der globalen Ölaktien. Zudem ist die Firma auch in der Gas-Industrie tätig. Als Hauptquartiere werden dabei seit 1879 San Ramon in Kalifornien und das brasilianische Fortaleza genutzt.
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Aktueller Chart von Chevron:
7. ExxonMobil
Durch den Zusammenschluss der beiden Unternehmen Exxon und Mobil Oil ist 1999 einer der größten Erdölkonzerne der Welt entstanden. Mit einer Fördermenge von etwa 130 Millionen Tonnen im Jahr gehört ExxonMobil zu den Top-5 in der Welt. Der Umsatz erreicht dabei mehr als 250 Milliarden USD und gehört somit auch zu den finanzstärksten Firmen auf dem Globus.
Aktueller Chart von ExxonMobil:
8. Lukoil
Auch Russland darf in der Liste der besten Ölaktien nicht fehlen. Besonders präsent ist dabei der Konzern Lukoil, welcher eines der Papiere mit der stärksten Performance am RTS-Index der russischen Börse besitzt. Dabei greift Lukoil auf immense Reserven an Öl und Gas in Sibirien zurück und wird de facto von staatlichen Institutionen unterstützt.
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Aktueller Chart von Lukoil:
9. ConocoPhillips
ConocoPhillips ist das drittgrößte Öl-Unternehmen der USA und hat seinen Hauptsitz in Houston, Texas. Entsprechend sind auch die Öl-Reserven der Sorte WTI (West Texas Intermediate) aus dem Golf von Mexiko der Fokus des Konzerns. In Europa ist ConocoPhillips vor allem in Form der JET-Tankstellen präsent. Mittlerweile liegt der Umsatz bei etwa 32 Milliarden US-Dollar.
Aktueller Chart von ConocoPhillips:
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Öl-Aktien kaufen Schritt für Schritt
Beim Online Broker in Öl investieren:
- Den passenden Aktien Broker finden und anmelden per E-Mail
- Probedurchgang in der Demoversion
- Verifizieren Sie sich beim Online Broker
- Laden Sie Geld auf Ihr Konto
- Öl-Aktie auswählen und kaufen
- Verkaufen und Gewinne durch Kursveränderungen machen
Im Vergleich zur Bank bietet Ihnen das Trading mit Öl und Gas via Online Broker viele Vorteile. So können Sie Ihre Investments in Echtzeit platzieren und bezahlen exakt den minutenaktuellen Preis für die gewünschte Öl-Aktie. Zudem kaufen und verkaufen Sie die Wertpapiere zu jedem Zeitpunkt Ihrer Wahl von jedem Ort der Welt aus. Somit reagieren Sie auf mögliche marktverändernde Ereignisse wie z. B. eine Erhöhung oder Senkung des Ölpreises durch Länder wie Saudi-Arabien.
Öl-Aktien mit Hilfe des Online Brokers kaufen
- Niedrigere Gebühren und teilweise sogar keine Order-Kosten beim Kauf von Öl-Aktien (eToro bietet Ihnen bspw. Kauf und Verkauf ohne Kommission an)
- Kaufen Sie Öl-Aktien zum aktuellen Marktpreis
- Sie können jeder Zeit in Echtzeit kaufen und verkaufen
- Nutzen Sie die Möglichkeit, erfolgreiche Trader zu kopieren
- Zugriff auf detaillierte Analysen und professionelle Charts
- Unmittelbares Handeln ohne Verzögerungen
- Leerverkäufe möglich
- Einfacher Anmeldevorgang zum Online Trading per E-Mail
- Handeln von jedem Ort der Welt
Per Bank Öl-Aktien erwerben
- Hohe Gebühren für Depot und Orders
- Meist kein Kauf von Öl-Aktien in Echtzeit möglich
- Oft kein aktueller Marktpreis
- Verzögerung durch Anruf oder Gang zur Bank
- Keine Leerverkäufe möglich
- Kein unabhängiger Zugriff auf Charts und Analysen
Tipp: Über 2.000 Aktien ohne Kommissionen traden
Schritt 1: den passenden Broker finden und sich anmelden
Gerade beim Online Trading mit Öl-Aktien ist es wichtig, dass Sie auf einen sehr vertrauenswürdigen Broker setzen. Informieren Sie sich vorab über einige Faktoren wie Lizenzierung, Kontrollinstanzen, Gebührenstruktur und digitales System. In erster Linie muss die Plattform einwandfrei laufen, sicher gegenüber Hacker-Angriffen sein und von einer staatlichen Institution überwacht werden. Die wichtigsten Punkte, auf welche Sie vor den Investitionen in Erdöl achten sollten, sind:
- Wie hoch sind die Kosten für Depot und Orders?
- Kann ich auch ohne Kommission handeln?
- Wer kontrolliert den Broker? Eine staatliche Finanzbehörde?
- Wie transparent ist die Gebührenstruktur?
- Fallen hohe Kosten beim Abheben des Geldes an?
- Ist das System stabil, schnell und vor Hacker-Angriffen geschützt?
- Auf welche Märkte hat der Broker Zugriff?
- In welchem Land hat der Broker seinen Sitz?
- Kann ich in Euro oder USD für die Aktien bezahlen?
Bei den meisten Trading Plattformen geht die Anmeldung denkbar schnell vonstatten. Sie öffnen die Seite, klicken auf Buttons wie „Registrieren“ oder „Anmelden“ und geben hier Ihre E-Mail-Adresse, einen Profilnamen sowie ein sicheres Passwort ein. Nun erhalten Sie eine Nachricht zur Verifizierung und sind bereits Mitglied.
Meist möchte der Broker aber noch mehr von Ihnen wissen. So sind Angaben zur Adresse zu machen und man fragt Sie nach Ihren Erfahrungen im Trading. Daran kann der Anbieter besser einschätzen, wie hoch bei Ihnen das Risiko ist und bietet Ihnen individuell passende Aktien teils mit attraktiven Dividenden an.
Zwingend notwendig ist es zudem, die Steuernummer einzutragen. Hierzu sind die Plattformen per Gesetz verpflichtet. Es geht dabei in erster Linie um die Abführung der Abgeltungssteuer. Diese beträgt in Deutschland 25 Prozent und wird direkt ans Finanzamt weitergeleitet. Jedoch können Sie bis zu einem Sparer-Pauschbetrag von 801 Euro einen Freistellungsantrag stellen und in der Steuererklärung die Versteuerung nach Ihrem Jahreseinkommen einfordern. Mehr über Steuern und Trading erfahren Sie hier.
Schritt 2: Üben in der Demoversion
Bei jeder Trading Plattform können Sie vom Echtgeld- in den virtuellen Modus wechseln. Hier traden Sie sozusagen mit Spielgeld und trainieren Ihr Können am Ölmarkt. Nutzen Sie hierbei die Vorteile der technischen Analyse und lernen Sie die Doji Candlestick Charts richtig zu lesen. Zudem verbessern Sie Ihr Gefühl für die steigenden und sinkenden Preise und erfahren, wann sich Kauf und Verkauf lohnen.
Schritt 3: Verifizierung vornehmen
Bevor Sie mit echtem Geld eine Öl-Aktie kaufen können, müssen Sie sich verifizieren. Geben Sie zunächst Ihre Telefonnummer an und lassen Sie sich über einen Anruf oder SMS-Code als reale Person bestätigen. Nun folgen Nachweise zu Staatsbürgerschaft und Wohnsitz. Hierzu laden Sie Ihre Dokumente, z. B. Ausweispapiere, auf den Server hoch.
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Schritt 4: Geld aufladen
Mit diversen Bezahlmethoden laden Sie nun Geld auf Ihr Konto beim Broker. Nutzen Sie bspw. Kreditkarten, Soforttransfer, PayPal, Neteller oder andere Mikrobezahlsysteme. Dabei müssen Sie die aktuellen Mindesteinzahlungsbeträge beachten. Seriöse Anbieter wie eToro ermöglichen es Ihnen, bereits mit 200 USD (umgerechnet etwa 170 Euro) in die besten Öl-Aktien zu investieren.
Schritt 5: Öl-Aktien mit wenigen Klicks kaufen
Bevor Sie Investitionen tätigen, lesen Sie sich zunächst detaillierte Analysen zu den wichtigsten Öl-Unternehmen durch. Diese fügen Sie nun Ihrer Watchlist hinzu und können direkt auf Ihrem Dashboard verfolgen, wie sich der Preis für die Ölaktien verändert. Daneben können Sie hier auch ETFs hinzufügen.
Wenn die Zeit für den Kauf gekommen ist, klicken Sie auf Traden. Nun öffnet sich ein einzelnes Fenster, in dem Sie die gewünschte Menge an Aktien angeben. Alternativ kaufen Sie günstiger auch nur Anteile und CFDs, also Differenzkontrakte, bei denen Sie von einem Hebel im Trading profitieren.
Sie können darüber hinaus weitere Optionen wählen, z. B. Ordertypen wie Stop Loss und Take Profit. Hierbei wird die Schließung des Trades ab einem bestimmten Preis automatisiert. Alternativ stellen Sie eine Preiswarnung ein, damit Sie über die Entwicklung Ihres Investments in Ölaktien immer auf dem Laufenden sind.
Schritt 6: Gewinne machen
Gewinne können Sie einerseits mit den an die Aktionäre ausgeschütteten Dividenden und andererseits mit dem Kursanstieg machen. Hier kommt es stark auf die Entwicklung und die Perspektive der jeweiligen Ölkonzerne an. Steigen die Kurse der Aktien über einen langen Zeitraum hinweg, könnten Investitionen auch langfristig interessant sein. Auf der anderen Seite und vor allem mit Blick auf die fragliche Zukunft des Rohstoffs Öl könnte es sich aber auch lohnen, nur kurzfristig beim Daytrading von einem zwischenzeitlichen Wachstum zu profitieren.
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Weitere Kosten beim Kauf einer Öl-Aktie
Wenn Sie eine der großen Ölaktien kaufen möchten, sollten Sie unbedingt zusätzliche Kosten im Handel einplanen. So wird meist eine Gebühr von bis zu 30 Euro im Jahr für die Führung des Depots fällig. Hinzu kommen Abgaben auf jede einzelne Order. Das ist speziell bei den Banken bisweilen relativ teuer.
Viele Online Broker haben die Gebührenstruktur aber schon längst verändert und bieten wie eToro Aktien-Handel zum Nulltarif an. Es fallen also weder beim Kauf noch beim Verkauf von Ölaktien Kommissionen an. Sie müssen lediglich einige Prozent beim Abheben Ihres Geldes an den Anbieter abtreten. Ebenso zieht der Fiskus eine maximal 25 Prozent hohe Abgeltungssteuer ein.
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Tipps und Tricks für Rohstoff-Aktionäre
- Informieren Sie sich vor Ihrer Investition in eine Aktie aus der Ölbranche über die Mechanismen dieses Marktes und achten Sie u. a. auch auf die Entscheidung der OPEC
- Analysieren Sie den gesamten Energiemarkt und schauen Sie sich an, wo Öl in den nächsten zehn Jahren in jedem Fall noch gebraucht wird
- Informieren Sie sich über den fundamentalen Rohstoffzyklus, bei dem sich die vier Phasen Überproduktion/niedrige Preise, Zehren von Beständen, steigende Nachfrage und Boom abwechseln
- Angesichts der Energiewende ist es sinnvoll, eine Öl-Aktie als Stabilisator in ein Portfolio mit Aktien aus anderen Branchen zu integrieren. So gleichen sich die Verluste des einen Segments mit den Gewinnen des anderen aus.
- Entscheiden Sie sich für ein Unternehmen, das hohe Dividende ausschüttet
- Eine Aktie aus der Ölindustrie lässt sich gut mit Wertpapieren aus anderen Energiesektoren kombinieren
- Wenn Sie das Risiko von Aktien oder CFDs scheuen, wählen Sie als Alternative einfach einen ETF, der bereits in sich selbst diversifiziert ist
Weniger Risiko: Öl-Aktien-ETFs
Eine Alternative zu einer klassischen Aktie ist ein ETF. Hierbei handelt es sich um Fonds, die sich an einem bestimmten Index orientieren, gleichzeitig aber auch direkt an der Börse gehandelt werden können. So bieten viele Trading Plattformen wie eToro die Möglichkeit, sein Geld in einen solchen ETF zu stecken.
Viele ETFs konzentrieren sich dabei auf ein bestimmtes Segment, z. B. auf chinesische Aktien, die Automobil-Industrie, Cannabis oder eben die Erdöl-Branche. Zu den derzeit besten ETFs mit Erdöl-Aktien gehören:
iShares MSCI World Energy Sector UCITS ETF
Der iShares MSCI World Energy Sector ETF wird von BlackRock herausgegeben und bezieht sich auf den World Energy Sector Index von MSCI. Darin enthalten sind die wichtigsten Unternehmen der westlichen Ölindustrie, bspw. ExxonMobil, Chevron, Total, BP und Royal Dutch Shell.
- ISIN: IE00BJ5JP105
- Land: Irland
- TER: 0,25 Prozent
- Fondvermögen: ca. 661 Millionen Euro
- Performance (12 Monate): +18,25 Prozent
- Gewinnverwendung: ausschüttend
Lyxor STOXX Europe 600 Oil & Gas UCITS ETF
Der Lyxor ETF Europe 600 Oil & Gas UCITS ETF beinhaltet eine Mischung aus Aktien aus der Öl- und Gasbranche und wurde erstmals 2006 aufgelegt. Dabei bezieht er sich als Referenz auf den Index STOXX Europe 600 Oil & Gas. Im Fond sind insgesamt 22 verschiedene Wertpapiere vorhanden. Dabei nutzt Lyxor nicht nur die Anteile von Ölfirmen wie Statoil oder BP, sondern integriert mit Vestas auch einen aufstrebenden Hersteller von Windenergieanlagen.
- ISIN: LU1834988278
- Land: Luxemburg
- TER: 0,30 Prozent
- Fondvermögen: 305 Millionen Euro
- Performance (12 Monate): 12,01 Prozent
- Gewinnverwendung: thesaurierend
United States Oil Fund
Der United States Oil Fund orientiert sich am Preis des WTI Sweet Crude Oils und wird von der Bank of New York Mellon sowie United States Commodity Funds geführt.
- ISIN: US91232N2071
- Land: USA
- TER: 0,73 Prozent
- Fondvermögen: 3,48 Milliarden USD
- Performance (3 Jahre): +16,33 Prozent
- Gewinnverwendung: ausschüttend
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Was sind Öl-ETCs?
Die ETCs (Exchange Traded Commodities) sind börsengehandelte Rohstoffe, deren Wert sich entweder am Preis für die Sofortlieferung oder am Futures-Preis orientiert. Wer direkt in Erdöl investieren möchte, kann sich ein solches Paket an Edelmetallen, Einzelrohstoffen und Agrargütern wie Lebendvieh an der Börse kaufen. Grundsätzlich bieten ETCs dieselben Vorteile wie ETFs, jedoch handelt es sich bei dem investierten Kapital um kein Sondervermögen. Der Anbieter offeriert Ihnen eine Art Schuldverschreibung, wodurch der Anleger ein gewisses Risiko hat.
Bei Öl, Erdgas und ähnlichen Brennstoffen handelt es sich meist um Investitionen in Futures, also in die Entwicklung des Marktpreises. Es lohnt sich gerade bei diesen rollenden Futures, die Zyklen der Rohstoffe im Hinterkopf zu behalten.
Wann sollte man Ölaktien kaufen?
Bei der Herausgabe von Rohstoffen kann in normalen Zeiten ein klassischer Zyklus mit vier Stadien festgestellt werden. Je nachdem, wie sich darin die Nachfrage entwickelt, sollte man die Ölaktien kaufen oder verkaufen.
- Niedrigpreisphase mit Überproduktion und geringer Nachfrage
- Stagnierende Preise, Zehren von Beständen, steigende Löhne und wachsende Wirtschaft
- Rapide ansteigende Nachfrage und Notwendigkeit zur Produktionssteigerung
- Boomphase mit hohen Gewinnmargen
In Stufe 1, einer Niedrigpreisphase, lohnt sich die Investition. Zu diesem Zeitpunkt herrscht eine deutliche Überproduktion an Öl, die Lagerbestände steigen, die Nachfrage ist im Vergleich dazu gering und die Preise fallen entsprechend ab. Die kommenden Jahre sind eher stagnierend und sie werden keine nennenswerten Gewinne erzielen.
In dieser Stufe 2 wächst die Wirtschaft und die Löhne steigen. Die Bestände an Rohstoffen werden schrittweise aufgebraucht und müssen allmählich aufgrund der steigenden Nachfrage aufgestockt werden.
Nun befindet man sich bereits in der Stufe 3 mit einer Angebotsunterdeckung und einer stark steigenden Nachfrage. Erste Shortseller vollenden ihre Käufe.
In der vierten Stufe kommt es zu einem impulsiven Boom mit enormen Gewinnmargen. Neue Produzenten betreten angelockt von den hohen Ölpreisen den Markt und bieten Konkurrenz. Schrittweise werden die Aktien von Spekulanten weggekauft und allmählich fällt der Zyklus wieder zurück in die Phase 1.
Angesichts der Corona-Krise befinden wir uns aktuell in einer von externen Faktoren bedingten Tiefphase bei den Preisen für Rohstoffaktien im Allgemeinen. Da auf Dauer ein Ende der Pandemie und eine Rückkehr zur Normalität absehbar ist, dürften die Barrelpreise spätestens 2022 rapide hochgehen. Entsprechend lohnt es sich noch vor dem kommenden Aufschwung Ölaktien mit in das eigene Portfolio aufzunehmen.
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Mein Fazit zum Ölmarkt: Klug in Ölaktien investieren
Während der Fokus der Weltöffentlichkeit auf dem Klimawandel, den erneuerbaren Energien und E-Mobilität liegt, bieten die Ölaktien weiterhin gute Möglichkeiten, um Gewinne zu machen. Einerseits werden die fossilen Rohstoffe weiterhin benötigt und andererseits stehen oft ganze Staaten hinter den einzelnen Unternehmen. Die Kurse entwickeln sich somit relativ stabil und bewegen sich in gut voraussagbaren Zyklen.
Meist gestellte Fragen:
Was sind die besten Öl Aktien?
Zu den derzeit besten Öl Aktien auf dem Markt zählen ConocoPhillips, Devon Energy, Enbridge, ExxonMobil und Phillips 66. Diese Unternehmen zeichnen sich durch eine führende Position im Markt, starke Bilanzen und ein effizientes Management aus.
Lohnt sich ein Investment in Öl Aktien?
Ja, Öl Aktien sind nach wie vor ein lohnenswertes Investment. Auch wenn sich erneuerbare Energien auf dem Vormarsch befinden, bleibt Öl zumindest mittelfristig weiterhin die wichtigste Energieressource der Welt. Daher besteht in diesem Markt eine relativ konstante und sichere Nachfrage, was ihn insbesondere für dividendenorientierte Value-Investoren interessant macht.
Wie wirkt sich der Ölpreis auf Öl Aktien aus?
Im Allgemeinen wirkt sich ein steigender Ölpreis positiv auf die Performance von Aktien in diesem Sektor aus. Historisch betrachtet lässt sich eine stark zyklische Tendenz in der Entwicklung des Ölpreises und auch entsprechender Aktien beobachten. Ein sinkender Ölpreis geht dabei fast immer mit einer sinkenden Nachfrage einher, was zu geringeren Gewinnmargen für Unternehmen im Ölsektor führt.