EUR-JPY-Chart

EUR/JPY

EUR/JPY Forex Paar richtig handeln – Strategien & Tipps

Der Euro zählt seit Langem zu den meistgehandelten Währungen weltweit, gleiches gilt unter Insidern für den japanischen Yen. Der nachfolgende Beitrag ist dem Währungspaar EUR/JPY gewidmet. Er beschreibt beide Währungen im Detail, zeigt auf, wie sie richtig gehandelt werden, und beantwortet unter Tradern oft vorkommende Fragen hinsichtlich Stärke und Entwicklung.

Der japanische Yen

Seit Juli 1871 ist der Yen die offizielle Währung und gesetzliches Zahlungsmittel in Japan. Sein internationales Kennzeichen ist das Y mit doppeltem Querstrich im unteren Bereich, der ISO Währungscode mit der Nummer 392 ist die Buchstabenkombination JPY. Der Yen ist in 100 Sen respektive 1000 Rin unterteilt. Diese Unterteilungen sind seit 1954 nicht mehr im Umlauf und haben ausschließlich rechnerische Bedeutung.  Eingeführt wurde der Yen von der Regierung Meiji unter dem 122. Tenno als gold- und silbergedeckte Währung mit europäischem Dezimalsystem. Der Goldstandard musste von Japan ebenso wie von den meisten Ländern in den 1930-er Jahren abgeschafft werden. Auch in Japan waren mit der Zeit mehr Yen im Umlauf, als es Gold zur Deckung gab.

Die Wirtschaft Japans war nach dem Zweiten Weltkrieg gleichermaßen zerstört wie das Währungs- und Finanzsystem. Die Sieger banden den Yen eng an den US-amerikanischen Dollar. Der Yen war bis 1964 nicht konvertibel und durchlief in den Nachkriegsjahren einen starken Inflationsprozess.  Bis weit in die 1970-er Jahre wurde der japanische Yen international kaum beachtet. Japan war ein in sich abgeschottetes Land, welches sein Geld- und Kreditsystem hermetisch gegenüber dem Ausland abgrenzte. Die Abschottungs-Maßnahmen waren jedoch den Bestimmungen der Sieger des WK II geschuldet und nicht direkt der eigenen Regierung. Gleichwohl wurden die Restriktionen von den Vereinigten Staaten angeordnet und vom japanischen Parlament umgesetzt.

JPY Münzen
JPY Münzen

Japanische Banken waren seitens der ausländischen Geschäftstätigkeit stark eingeschränkt, Zins- und Kreditkonditionen wurden streng überwacht. Der Yen durfte nur in bestimmte Währungen umgetauscht werden, darunter der US-Dollar, das britische Pfund und einige Währungen vom europäischen Kontinent. Zu Beginn der 1980-er Jahre entwickelte sich Japan zur wichtigen Wirtschafts- und Exportmacht. Japans Konzerne expandierten ebenso weltweit wie die Banken, der japanische Wertpapiermarkt wurde für ausländische Investoren geöffnet. Der wirtschaftliche Erfolg war jedoch weniger den Produkten zu verdanken, sondern eher dem Fakt, dass der Yen seinerseits stark unterbewertet war. 

Die Bank of Japan musste in ihrer Rolle als Zentralbank sehr behutsam vorgehen, um die eigene Wirtschaft zu schützen und zu stärken. Vor 1973 waren keine geldpolitischen Maßnahmen notwendig, der Wert des Yen wurde durch die Leitwährung Dollar im Rahmen des Bretton-Woods Abkommens geregelt. Ein Dollar war seinerzeit etwa 308 Yen wert. Die globale Ölkrise 1973 resultierte in keiner nennenswerten Aufwertung, erst die Handels-Überschüsse der nachfolgenden Jahre drückten den Wert des Dollars auf 210 Yen.

In den nachfolgenden Jahrzehnten erstarkte der Yen ungeachtet einer geplatzten Immobilienblase und ähnlichen Vorkommnissen weiter. Im Jahr 2008 mussten für einen Dollar nur noch 80 Yen bezahlt werden. Der Yen zählt seit dem Jahrtausendwechsel zu den global meistgehandelten Währungen mit vergleichsweise starken Schwankungen. In den Fokus der Trader geraten sind vor allem die Währungspaare USD/JPY, AUD/JPY und EUR/JPY.

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Der Euro

Der 1999 als Buchgeld eingeführte Euro ist seit dem 1. Januar 2002 die gemeinschaftliche Währung in 19 Staaten der EU und dient als offizielles Zahlungsmittel in 6 weiteren Ländern Europas. Sie ist zudem nach den US-Dollar eine wichtige Reserve-Währung. Münzen und Banknoten werden im Auftrag der nationalen Zentralbanken gefertigt, die Geldpolitik der Eurozone wird von der EZB mit Sitz in Frankfurt am Main bestimmt.

Die Gemeinschaftswährung dient erstrangig einem politischen Projekt, welches seit den 1950-er Jahren zum Ziel hat, die Vereinigten Staaten von Europa zu erschaffen. Eine Währung für mehr als 20 Staaten mit wirtschaftlich unterschiedlicher Ausrichtung wurde bisher niemals in Erwägung gezogen. Der Euro mutet daher für einige Experten als experimentelle Währung an. Gleichwohl hat der Euro in seinen ersten Jahren viele Schwierigkeiten und Herausforderungen unbeschadet überstanden und sich einen Platz unter den Hauptwährungen erkämpft.

EZB
EZB

Zur Einführung des Euro waren umfangreiche Werbemaßnahmen und in einigen Ländern politischer Druck von außen notwendig. Die Deutschen wollten beispielsweise ihre bewährte Mark nie aufgeben und wurden zur Einführung des Euro zu keiner Zeit befragt. Auf Regierungsebene stand zur Wahl:

  • Den Euro akzeptieren und die DDR in die BRD übernehmen
  • Die Mark beibehalten und als Land getrennt bleiben

Das deutsche Volk erfuhr von diesem Deal erst viele Jahre später und orientierte sich, wie die anderen Völker Europas auch, zunächst an den vermeintlichen Vorteilen der Gemeinschaftswährung. Ungeachtet dessen hat sich der Euro als eine der meistgehandelten Währungen dieser Welt an den Finanzmärkten etabliert. Er wird von 450 Millionen Staatsbürgern der Eurozone genutzt und muss aufgrund seit Langem bestehender Regeln oft in den US-Dollar getauscht werden. Der Tausch ist unter anderem zum Erwerb von Erdöl und ausgewählten Rohstoffen erforderlich, welche nur gegen Dollar exportiert werden dürfen.

Der ISO Norm entsprechend ist die international anerkannte Bezeichnung für den Euro die Buchstabenkombination EUR. Es handelt sich jedoch um eine abgeänderte Variante der Norm, denn die Europäische Union ist kein souveräner Staat, sondern eine Gemeinschaft aus Mitgliedsländern. Dem folgend wird die ansonsten übliche Regelung, die ersten beiden Buchstaben für den Staat und der Letzte für die Währung, außer Acht gelassen respektive geändert.

Der Euro wird im internationalen Zahlungsverkehr mit dem Symbol € dargestellt, im Forex Trading hat sich die Buchstabenkombination EUR durchgesetzt. Ein Euro entspricht 100 Cent. Seit seiner Einführung hat der Euro gegenüber dem US-Dollar etwa 20 % seines Wertes eingebüßt. In den besten Zeiten entsprach ein EUR etwa 1,50 USD, der schlechteste Wert kam mit 1,05 USD der Parität ziemlich nahe.

Wussten Sie schon?

Das Währungspaar EUR/USD wird aus oben genannten Gründen und zu Spekulationszwecken weltweit mit Abstand am meisten gehandelt. Danach folgen EUR/GBP und EUR/JPY. 

Wissenswertes zu den Wirtschaftsgebieten

Im Jahr 2020 betrug das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone 11,36 Billionen Euro. Die japanische Volkswirtschaft wies 2020 ein BIP von 5,05 Billionen US-Dollar aus.In der Eurozone leben 450 Millionen Menschen, in Japan sind 127 Millionen ansässig.

Die EU und Japan sind auf den Export ausgerichtet, das Währungspaar EUR/JPY wird dementsprechend oft gehandelt. EZB und BOJ greifen nur selten in die Entwicklung der beiden Währungen ein, sondern überlassen diese dem freien Markt.

Wer handelt das Währungspaar EUR/JPY?

Die Zentralbanken EZB und BOJ wirken nur noch durch die Geldpolitik auf den Kurs des Währungspaares ein. Der Leitzins ist in der EU seit Jahren bei null und in Japan sogar leicht negativ. Impulse sind von beiden Institutionen kurz- und mittelfristig nicht zu erwarten. Wer also bewegt den Kurs des Paares EUR/JPY? Oder anders gefragt: Was beeinflusst EUR/JPY?

Ausschlaggebend für die Kursbewegungen aller Währungspaare sind die Aktivitäten der großen Geschäftsbanken in Asien, Europa und den Vereinigten Staaten. Diese orientieren sich an den aktuellen Wirtschaftsdaten aus Japan sowie der Eurozone und agieren zuweilen auch spekulativ.

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Jede Geschäftsbank mit internationalem Geschäftsfeld verfügt über EUR und JPY Reserven, oft in mehrstelliger Dollar-Milliardenhöhe. Diese können bei Bedarf oder Gelegenheit auf den Markt geworfen werden und beeinflussen vorübergehend Angebot und Nachfrage. In beiden Regionen agieren Versicherer und regionale Banken aufgrund der dauerhaft niedrigen Zinsen am Devisenmarkt. Ihr Einfluss auf den Kursverlauf des Währungspaares EUR/JPY ist angesichts von Handelsvolumen im mehrstelligen Millionen-Bereich jedoch gering.

Des Weiteren sind Vermögensverwalter aus der Eurozone, Nordamerika und Asien in den Handel mit Euro und Yen engagiert. Auch sie üben keinen nennenswerten Einfluss auf die Kursentwicklung aus. Unternehmen aus der Eurozone, die japanische Produkte importieren, müssen täglich Euro gegen Yen eintauschen. Yen gegen Euro wechseln japanische Firmen mit Expansionsabsichten in der Eurozone ein.

Zahlenmäßig am meisten sind private Trader aus den unterschiedlichsten Ländern am Handel mit EUR/JPY beteiligt. Sie traden jedoch anders als ihre institutionellen Kollegen zu bestimmten Konditionen, auf welche wir im nächsten Abschnitt dieses Beitrags eingehen.

Als privater Akteur mit EUR/JPY handeln

Private Teilnehmer am Devisenhandel benötigen für ihr Engagement einen Handelsaccount bei einem Forex Broker. Dieser verbindet nicht nur seine Kunden mit dem dezentralisierten Markt, er finanziert auch ihre gehebelten Positionen über die Margin (Sicherheitsleistung) hinaus.

Bei der Auswahl des Brokers sollten Sie folgende Aspekte beachten:

  • Eine bestmögliche Regulierung des Anbieters resultiert für jeden Trader in optimaler Sicherheit
  • Die Regulierung entscheidet aber auch, mit welchem maximalen Hebel Sie EUR/JPY handeln können
  • Ein Brokerage-Anbieter mit EU Regulierung kann ihnen den Handel per Differenzkontrakt (CFD) mit maximalem Hebel von 1:30 in Option stellen
  • Broker mit internationaler Regulierung bieten den Handel am FX Spot Markt mit Hebeln von 1:500 und darüber an
  • Die beste Sicherheit ist gewährleistet, wenn Ihr Broker am Hauptsitz international reguliert ist und seine EU Dependance von der nationalen Aufsicht überwacht wird
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Unabhängig davon sollten diese Kriterien in die Entscheidung einfließen:

  • Handelsuniversum
  • Handelsplattformen
  • Spreads respektive Handelsgebühren
  • Möglichkeiten zur Ein- und Auszahlung
  • Trading-Akademie für die Fortbildung
  • Kundendienst jederzeit in Deutsch erreichbar
  • Erlaubte Handelsarten, Mindesteinzahlung und mögliche Positions-Größen

Letztlich muss bei der Auswahl Ihr EUR/JPY Trading Wunsch berücksichtigt werden, denn nicht jeder Broker hat das Paar im Angebot. Unabhängig davon ist der Spread für das Währungspaar EUR/JPY bei den meisten Brokern sehr niedrig.

Eine Besonderheit müssen Trader beim Paar EUR/JPY beachten:

  • Der Kur des Paares EUR/USD wird bis zur 5. Nachkommastelle dargestellt
  • Beim Paar EUR/JPY geht die Darstellung nur bis zur 3. Nachkommastelle
  • Aktuell wird das Währungspaar wie folgt dargestellt: EUR/JPY 128,450

Die Darstellung verdeutlicht, dass derzeit ein Euro 128,450 japanische Yen kauft.

Ist das Paar EUR/JPY bullish oder bearish?

Die Frage ist einerseits wichtig und kann andererseits vernachlässigt werden. Mit bullish ist eine steigende Tendenz gemeint, mit bearish eine eher fallende Entwicklung der Basiswährung gegenüber der Kurswährung. Die im Paar erstgenannte Währung ist die Basiswährung, die zuletzt Genannte fungiert als Kurswährung.

Die Frage, ist das Paar EUR/JPY bullish oder bearish, spielt bei der Position-Gestaltung eine erhebliche Rolle. Bei einer identifiziert bullishen Tendenz sollten Sie dem Trend folgen und eine Long-Position eingehen. Erkennen Sie eine bearishe Entwicklung, eröffnen Sie bei der Trendfolge eine Short-Position.

Short Squeeze Kampf zwischen Bullen und Bären

Grundsätzlich spielt es keine Rolle, ob sich das Paar bullish oder bearish entwickelt, weil Sie im Forex Trading in beide Richtungen handeln können. Unverzichtbar ist jedoch die Wahrnehmung der aktuellen Entwicklung bei dem Eröffnen einer Position. 

Ein Blick auf den Chart des Währungspaares EUR/JPY im großen Zeitrahmen zeigt, dass die Entwicklung in den letzten 20 Jahren eher horizontal verlaufen ist.

  • Im Jahr 2000 gab es nur knapp 92 Yen für einen Euro
  • 169 Yen konnten im Jahr 2008 für einen Euro erworben werden
  • Im Jahr 2012 war ein Euro gut 96 Yen wert
  • 138 Yen kaufte der Euro zu Beginn des Jahres 2021
  • 128,45 Yen sind derzeit für einen Euro erhältlich

Die Kursentwicklung des Paares findet in einem breiten Kanal statt und bietet angesichts der Volatilität für Trader attraktive Chancen. Beim Vergleich der Paare EUR/JPY und EUR/USD im Chart wird deutlich, dass die Kursentwicklung weitgehend identisch verläuft, das erstgenannte Paar jedoch oft volatiler gehandelt wird.

Im Zeitfenster 5T ist derzeit allerdings keine eindeutige Entwicklung erkennbar. Für die Trendbestimmung des Paares EUR/JPY eignet sich der 15M Zeitintervall besser. Hierbei wird deutlich, dass sich der Kurs am oberen Bollinger Band bewegt:

  • Findet ein Ausbruch statt, kann von einer bullishen Entwicklung ausgegangen werden
  • Scheitert der Kurs am oberen Band, ist mit einer kurzfristig bearishen Tendenz zu rechnen

Steigt oder fällt der EUR/JPY?

Die richtige Beantwortung dieser Frage ist für die Positions-Eröffnung überaus wichtig und nicht immer leicht zu beantworten. In manchen Situationen ist einfach Geduld angesagt, beispielsweise zu Wochenbeginn in den frühen Morgenstunden. Warten Sie besser auf die Entscheidung des Marktes und folgen Sie bei Klarheit dem Trend. 

Ob das Paar demnächst steigt oder fällt, ist nebensächlich, Hauptsache ist vielmehr, dass Sie im richtigen Zug sitzen respektive dem vorliegenden Trend folgen.

Ist der Euro stärker als der Yen?

Die langfristigen Prognosen weisen für 2021 auf einen stärker werdenden Euro hin und auf einen schwächelnden Yen. Indes sind derartige Vorhersagen spekulativer Natur und sehr unzuverlässig. Ihnen kann es als Trader letztendlich egal sein, weil im Devisenhandel an einem starken Euro ebenso Geld verdient werden kann wie an einem festen Yen.

Und damit kommen wir zu den möglichen Vorgehensweisen im EUR/JPY Trading. Sie können grundsätzlich unter 2 Handelsvarianten wählen und müssen dabei Ihre individuellen Anforderungen respektive Präferenzen berücksichtigen. Im Idealfall finden Sie die Ihnen liegende Strategie im kostenfreien Demokonto Ihres Brokers.

Strategien für das Forex Trading mit EUR/JPY

Beim Handel mit diesem Paar ist zu beachten, dass japanische Fundamentaldaten schwer zu erfassen und zu bewerten sind. Daten aus Japan werden nach Mitternacht MEZ veröffentlicht und zunächst in der asiatischen Session gehandelt. Bis Sie mit dem Forex Trading beginnen, sind die Werte bereits im aktuellen Kurs enthalten. 

Gleichwohl ist die beste Handelszeit für das Währungspaar EUR/JPY zwischen 07:00 und 16:00 Uhr MEZ, also in der europäischen und amerikanischen Session. Erfahrene Trader aus Europa und den Vereinigten Staaten vertrauen beim Handel mit diesem Paar eher auf die technische Analyse und eigene Kenntnisse. Möglich sind langfristige und kurzfristige Strategien:

Langzeit Trading EUR/JPY

Zum Verfolgen einer Langzeit-Strategie benötigen Sie einen Broker, der das Paar EUR/JPY anbietet und das Offenhalten von Positionen über Nacht und an Wochenenden ermöglicht. Innerhalb der letzten 3 Jahre gab es mehrere Möglichkeiten zur Umsetzung:

  • November 2019 eine Short-Position beim Kurs von 133 Yen pro Euro. Auflösung der Position im September 2020 bei 116 Yen pro Euro
  • Januar 2020 eine Short-Position ab 123 Yen/Euro bis 115 Yen pro Euro im Mai 2020
  • Mai 2020 Einstieg in eine Long-Position bei 115 Yen pro Euro. Ausstieg im September 2020 bei 127 Yen/Euro
  • Einstieg in eine Long-Position im November 2020 bei 122 Yen/Euro. Ausstieg im Juni 2021 beim Kurs von 134 Yen pro Euro

Jede dieser Positionen hat sich sehr lukrativ entwickelt. Zu bedenken ist in diesem Kontext, dass Pips auf den beiden Nachkommastellen gezählt werden und Zehntelpips auf der 3. Stelle. Eine Veränderung um einen Yen entspricht demnach 100 Pips. Wurden die oben dargestellten Positionen jeweils mit 1 Lot (100.000 Währungseinheiten) eingegangen, waren diese Gewinne möglich: 

  • 1 Pips in die richtige Richtung entspricht beim EUR/JPY einem Gewinn von 10 Euro
  • Die Position November 2019 bis September 2020 ergab 1.700 Pips gleich 17.000 Euro
  • 800 Pips oder 8.000 Euro wurden mit der Position zwischen Januar und Mai 2020 erzielt
  • 1.200 Pips oder 12.000 Euro ergaben sich aus der Position zwischen Mai und September 2020
  • 12.000 Euro respektive 1.200 Pips war das Ergebnis der Position zwischen November 2020 und Juni 2021

Es lohnt sich demnach das Währungspaar EUR/JPY langfristig zu handeln, sofern der richtige Einstiegspunkt gefunden wird und Verluste konsequent begrenzt werden. Problematisch ist jedoch, dass der Stop-Loss bei Langzeit-Positionen nicht eng gesetzt werden darf. Sie müssen beim Eröffnen einer Langzeit-Position deutlich mehr riskieren als bei Short-Time-Trades. 

Vorteilhaft ist hingegen, dass eine langfristig aufgestellte Position kaum überwacht werden muss. Lediglich der Stopp-Loss sollte regelmäßig und der Entwicklung entsprechend nachgezogen werden. Sie können die oben genannten Gewinne erheblich übertreffen, wenn kurzfristige Strategien gewählt werden.

Day-Trading mit dem EUR/JPY Paar

Day-Trader sollten sich zunächst ein Bild der aktuellen Lage verschaffen und dazu Instrumente der technischen Analyse nutzen. Es müssen neben dem vorherrschenden Trend, Drehpunkt sowie Bereiche für Widerstand und Unterstützung gefunden werden.

Hervorragend geeignet dafür sind die Pivot Punkte, welche Sie mit nachfolgender Anleitung einfach selbst berechnen können:

Sie benötigen dazu einen Chart vom Vortag im entsprechenden Zeitfenster sowie den Höchstkurs, Tiefstkurs und Schlusskurs des Paares EUR/JPY. Den Drehpunkt oder PP berechnen Sie wie folgt:

  • Höchstkurs plus Tiefstkurs plus Schlusskurs dividiert durch 3

Steigt der Kurs deutlich über den PP, kann von einer bullishen Entwicklung ausgegangen werden. Fällt er hingegen deutlich unter den PP, ist die Entwicklung eher bearish. Nun gibt es aber Bereiche, die eine bullishe Kursentwicklung bremsen oder behindern. Diese werden Widerstandsbereiche oder Résistance genannt. In der Regel beinhalten die Pivot Punkte 3 Résistance Linien: R1, R2 und R3. Die Berechnung:

  • R1 gleich PP multipliziert mit 2 minus Tiefstkurs
  • R2 gleich Höchstkurs plus PP minus Tiefstkurs
  • R3 gleich die Differenz zwischen Tiefstkurs und PP mal 2 plus Höchstkurs

Fällt der Kurs des Paares deutlich unter den PP, kann er von Support Bereichen gestützt werden. S1, S2 und S3 in der Berechnung:

  • S1 gleich Höchstkurs minus PP mal 2
  • S2 gleich PP minus die Differenz zwischen Höchstkurs und Tiefstkurs
  • S3 gleich Tiefstkurs minus die Differenz zwischen Höchstkurs und PP mal 2

Auf den aktuellen Stand des Währungspaares EUR/JPY übertragen, sieht das Bild für Day-Trader wie folgt aus:

  • R3 – 128,77
  • R2 – 128,70
  • R1 – 128,62
  • PP – 128,55
  • S1 – 128,47
  • S2 – 128,40
  • S3 – 128,32

Die Berechnung der Pivot Punkte ist ebenso einfach wie das Trading damit. Prallt ein fallender Kurs an einer Unterstützung ab, kann dies ein Einstiegspunkt für einen Long-Trade sein. Der Kurs steigt bis zum ersten Widerstand und legt etwa 15 Pips zurück. 

Bei ruhigem Geschäftsverlauf schwankt der Kurs mehrmals pro Session innerhalb dieses Kanals in beide Richtungen und ermöglicht Ihnen das Generieren von 50 Pips und mehr. Die kurzfristige Strategie ist vergleichsweise risikoarm, sofern Sie den Stopp-Loss stets auf 5 Pips setzen. 

Noch einfacher als die Pivot Punkte sind die Bollinger Bänder im Day-Trading verwendbar. Die Bänder müssen nicht berechnet werden und stören zudem nicht beim Beobachten des Kurses. Das mittlere Band entspricht dem durchschnittlichen gleitenden Durchschnitt, SMA genannt, in vorkonfigurierter Einstellung. Die oberen und unteren Bänder zeigen jeweils eine positive sowie negative Standardabweichung an. Etwa 85 % der Kursbewegungen vom Paar EUR/JPY finden zwischen dem oberen und unteren Band statt. 

Das obere Band kann als Résistance verstanden werden, als Support das untere Band. Die Bollinger Bänder werden bei zunehmender Volatilität breiter. Durchbricht der Kurs das obere Band oder entwickelt sich auf ihm, kann von einem Aufwärtstrend mit 20 und mehr Pips ausgegangen werden. Ebenfalls 20 Pips und mehr sind möglich, wenn der Kurs auf dem unteren Band reitet oder es durchbricht.

Vor einem Ausbruch verengen sich die Bollinger Bänder und zeigen oft mit einer Kerbe die Richtung der Entwicklung an.

Strategien, die auf Bollinger Bändern und Pivot Punkten basieren, sind leicht umzusetzen und meist lukrativ. Sie brauchen keine Daten aus Japan im Wirtschaftskalender interpretieren. Notwendig sind lediglich solide Kenntnisse hinsichtlich der Candlestick Aussagekraft und Erfahrungen, die im Vorfeld des Tradings im Demokonto gemacht wurden. Beide Werkzeuge eignen sich für Akteure mit Scalping-Technik und klassische Day-Trader.

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