Markus Müller - Autor bei Trading Für Anfänger
Geschrieben von: Markus Müller
Res Marty
Überprüft von: Res Marty
Finanzierung

Wer schon lange mit dem Gedanken von Aktien-Investments spielt, stellt sich natürlich die Frage: Was kostet ein Aktiendepot? Beantworten kann man diese auf verschiedene Weise. Die tatsächlichen Kosten hängen zunächst einmal davon ab, wo Sie investieren und auf welche Weise der Anbieter des Depots Gewinn erzielt.

Generell gilt, dass die Depotgebühren bei klassischen Banken am höchsten sind. Hier fließt der Verwaltungsaufwand der Präsenzfilialen mit in die Berechnung ein. Als Alternative kommen nun die Online Broker in Frage. Sie haben sich in den letzten Jahren etabliert und werden in der breiten Masse der Bevölkerung immer beliebter. Der Vorteil: Sie bezahlen oft keine Gebühren auf die Depotführung und auf die einzelnen Trades.

Aktiendepot Kosten

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Aktiendepot wird von einer Vielzahl von Institutionen angeboten. Beim Aktiendepot bei einer klassischen Bank müssen Sie im Vergleich mit Online Brokern allerdings mit hohen Kosten rechnen.
  • Da Onlinebroker keine physischen Filialen bewirtschaften müssen und die Kosten für Mitarbeiter tiefer sind können diese oft bessere Konditionen für Aktiendepots bieten.
  • Zudem bieten Banken keinen Zugriff auf Analysetools und Sie müssen sich einzig und alleine auf die Empfehlung des Bankberaters verlassen.
  • Beim Aktiendepot beim Broker können Sie profitieren Sie dagegen von voller Flexibilität und können unter andrem auch Leerverkäufe in Echtzeit tätigen.

Klassisches Trading: Wie viel kostet ein Depot bei der Bank

Bei klassischen Banken müssen Sie im Handel mit Aktien mit hohen Kosten rechnen. So fallen zunächst schon ab der Eröffnung des Kontos Gebühren für die Depotführung an. Diese werden meist monatlich verrechnet und erreichen im Jahr einen Wert von zwischen 35 und 50 Euro.

Hinzu kommen immer die Ordergebühren. Sie müssen so einen bestimmten Preis für jeden Kauf und Verkauf zahlen. Dieser Betrag variiert stark zwischen den verschiedenen Banken. Einige Anbieter erlauben es Ihnen, bereits ab 2 bis 5 Euro pro Order zu traden. Bei anderen Banken müssen Sie mit bis zu 15 Euro rechnen.

Entsprechend sollten Sie gut planen, wie Sie Ihren Auftrag platzieren und welches Ordervolumen Sie wünschen. Je höher das Ordervolumen ist, desto mehr lohnt sich bei der Bank die Platzierung. Sie bezahlen nämlich in der Regel nur einmal pro Auftrag Ordergebühren. Prozentual sinken diese damit, wenn Sie eine größere Menge an Aktien kaufen.

Rechnen Sie beim Trading mit:

  • Monatlichen Gebühren für die Depotführung
  • Kosten für die einzelnen Aufträge (Orderentgelte)
  • Über-Nacht-Gebühren bei CFDs
  • Kosten aufgrund der Spreads (Spanne zwischen Kauf- und Verkaufspreis)

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Beispiele: Sparkasse, Deutsche Bank und Volksbank

Die Sparkassen, die Volksbank und die Deutschen Bank sind die beliebtesten Finanzinstitute in Deutschland und die Orte, an denen viele Arbeitnehmer Ihr Vermögen platzieren. Bleibt das Geld aber nur auf dem Konto liegen, gehen Sie automatisch ins Minus.

Bank

Zunächst einmal fallen durch die Entscheidung der EZB seit vielen Jahren keine Zinsen mehr auf Sparkonten an. Das Kapital liegt somit ungenutzt auf der Bank und vermehrt sich nicht. Es kommt aber noch schlimmer: Die wachsende Inflation frisst die Vermögen auf dem Konto auf. Im Dezember 2021 lag die Teuerungsrate bereits bei mehr als fünf Prozent. Wer das Geld nicht gewinnbringend anlegt, macht also automatisch Verlust.

Inflationsrate
Wachsende Inflationsrate im Jahr 2021 (Quelle: Statista 2022)

Entsprechend bieten alle klassischen Banken auch Depots für Wertpapiere an. Vorteilhaft ist natürlich, dass Sie relativ einfach Geld innerhalb desselben Finanzinstituts vom Konto auf das Depot übertragen können. Zudem dürfen Sie sich auf eine umfassende Beratung per Telefon oder in persona vonseiten der Bank freuen. Somit müssen Sie die Arbeit der Analyse nicht alleine übernehmen.

Auf der anderen Seite agieren die Banken bei Ihrer Beratung aber auch im eigenen Interesse und bieten Ihnen Fonds und Wertpapiere an, von deren Verkauf sie selbst stark profitieren. Weil die Bank als Mittelsmann auftritt, verdeckt sie Ihnen zudem den Blick auf den freien Markt. Somit entgehen Ihnen womöglich besonders attraktive Investmentoptionen.

Ein weiteres Problem sind die Öffnungszeiten der Banken. An den wichtigen Börsenplätzen in den USA haben die Märkte dann bereits geschlossen und es kommt somit zu erheblichen Verzögerungen. Im Falle von sich kurzfristig stark verändernden Kursen kann das zu deutlichen Verlusten führen. Bei den Online Brokern handeln Sie dagegen in Echtzeit und können sofort reagieren.

Konditionen für Depots bei der Sparkasse

Sparkasse-logo

Bei den Sparkassen können Sie relativ einfach über Ihren Bankmanager oder online ein Aktiendepot eröffnen. Der Grundpreis liegt dann bei etwa 2,95 Euro im Monat, was sich auf etwa 35 Euro pro Jahr summiert. Einige Regional- und Kreissparkassen verlangen sogar mehr für die Depotführung.

Außerdem müssen Sie mit einer prozentualen Abgabe für das Aufbewahren der Papiere selbst rechnen. Bei Optionsscheinen, Aktien, Fonds und verzinslichen Wertpapieren fallen so 0,15 bis 0,30 Prozent vom Kurswert pro Jahr an. Jüngeren Personen wird dabei oft ein Rabatt gewährt. Wer unter 25 Jahre alt ist, muss für die Depotverwahrung meist nicht bezahlen – für Unter-29-Jährige gibt es einen Abschlag von 50 Prozent.

Weiterhin erhebt die Sparkasse Orderentgelte beim Kauf und Verkauf von Aktien, Fonds und anderen Positionen. Diese liegen beim Berater bei etwa 0,35 Prozent vom Kurswert zuzüglich einer Gebühr von 15 bis 20 Euro. Über das Online Banking der Sparkasse kommen Sie bei den Preisen für die Orders auf etwa die Hälfte.

  • Depotführungsgebühr von etwa 35 bis 50 Euro im Jahr
  • Verwahrungsgebühren von etwa 0,30 Prozent vom Kurswert
  • Rabatte für Personen unter 29 Jahren
  • Orderentgelte von bis zu 20 Euro (günstiger bei Online Brokerage)
  • Ab einem bestimmten Investitionswert entfallen oft die Depotgebühren

Konditionen für Depots bei der Volksbank

Volksbank-logo

Bei der Volksbank können Sie über ein Depot mit Aktien, Fonds und Zertifikaten handeln. Die Ordererteilung ist dabei online, per Telefon und persönlich in der Filiale möglich. Die Depotführungsgebühr liegt bei etwa 1,19 Promille vom Kurswert und mindestens 23,80 Euro im Jahr. Hinzu kommen 5,95 Euro im Jahr pro Bestandsposten.

Neben den Depotgebühren müssen Sie die Orderkosten einplanen. Beim Handel per Telefon oder über die Filiale bezahlen Anleger 0,70 Prozent vom Kurswert plus eine Grundgebühr von 15 Euro an inländischen Börsen. Für den Kauf von Aktien über ausländische Handelsplätze wie in den USA kommen zu den 0,70 Prozent 50 Euro Grundgebühr und 25 Euro für fremde Auslagen hinzu.

Wer die Orders in Form von Online Banking anweist und somit auf die persönliche Beratung verzichtet, spart zumindest bei der Gebühr für den Kurswert ein. Diese liegt mit 0,35 Prozent dann bei lediglich der Hälfte.

  • Depotgebühren von 1,19 Promille vom Kurswert, aber mindestens 23,80 Euro im Jahr
  • 5,95 Euro pro Bestandsposten im Jahr
  • Kosten pro Order von 0,70 Prozent vom Kurswert in der Filiale von 0,35 Prozent online
  • An inländischen Börsen 15 Euro Ordergebühr
  • An ausländischen Börsen 50 Euro Ordergebühr plus 25 Euro fremde Auslagen

Konditionen für Depots bei der Deutschen Bank

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank ist im Vergleich zu anderen klassischen Anbietern etwas günstiger. So können Anleger kostenlos ein Aktiendepot unter dem Label maxblue eröffnen. Sobald die Investitionssumme aber 50.000 Euro erreicht, wird ein Verwahrgelt von der Deutschen Bank verlangt.

Wichtiger zu beachten sind die Ordergebühren von 0,25 Prozent vom Ordervolumen. Per Transaktion fällt aber ein minimaler Preis von 8,90 Euro an. Nach oben sind die Kosten auf etwa 58,90 Euro gedeckelt.

Durch die Orderentgelte lohnt sich das Investment im Vergleich zum Online Broker nur wenig. Sie müssen stets mit hohen Kosten für den Kauf der Wertpapiere rechnen und verlieren so stets wertvolles Kapital für die Reinvestition.

  • Kostenlose Depotführung
  • Transaktionsprovision von 0,25 Prozent vom Ordervolumen
  • Mindestens 8,90 Euro pro Order
  • Maximal 58,90 Euro pro Order

Drei klassische Banken im Vergleich: Alle haben hohe Kosten

GebührenSparkasseVolksbankDeutsche Bank
DepotführungZwischen 35 und 50 Euro im Jahr1,19 Promille vom Kurswert (mindestens 23,80 Euro im Jahr)Kostenlos
Verwahrung0,30 Prozent vom Kurswert5,95 Euro pro Bestandsposten im JahrKeine zusätzlichen Kosten
OrderentgelteEtwa 20 Euro in der Filiale/9,95 Euro online0,70 Prozent (Filiale/Telefon) bzw. 0,35 Prozent (online) vom Kurswert

15 Euro Ordergebühr Inland
50 Euro Ordergebühr Ausland plus 25 Euro fremde Auslagen
0,25 Prozent vom Ordervolumen (mindestens 8,90 Euro und maximal 58,90 Euro pro Auftrag)

Vorteile und Nachteile klassischer Depot-Anbieter: Tabelle

Vorteile bei Wertpapierhandel über die Bank

  • Persönliche Beratung in der Filiale oder am Telefon
  • Depot und Giro-/Sparkonto in einem Haus

Nachteile bei Wertpapierhandel über die Banken

  • Starke Verzögerungen von der Order bis zur Ausführung durch Differenz von Banköffnungszeiten und Börsenzeiten
  • Sehr hohe Kosten für Orders und Depotführung
  • Kein Zugriff auf Analysetools
  • Sie müssen voll und ganz auf die Empfehlungen der Bankberater vertrauen
  • Keine Platzierung von Leerverkäufen möglich
  • Kein Handel mit Wertpapieren in Echtzeit
  • Keine aktuelle Preise am Markt

Online Banking und Online Depot – die Zukunft des Tradings zu niedrigen Preisen

Die Online Depots haben in den vergangenen zehn bis 15 Jahren den Markt liberalisiert und die Schranken für den Aktienhandel gesenkt. Nun kann jeder mit wenigen Klicks in der App oder am Computer kostenlos ein Konto eröffnen und sich einige der besten Wertpapiere leisten.

Die Vorteile sind mannigfaltig: So traden die Anleger über ein digitales Aktiendepot meist preiswerter – zum Beispiel ohne Kosten für Orders und Depotführung. Zudem stehen ohne Aufpreis zahlreiche Tools in Form von Charts, Zeichenwerkzeugen und Kennzahlen zur Verfügung.

Mithilfe der angebotenen Werkzeuge verschaffen Sie sich einen Überblick über die Börse und die dort gehandelten Wertpapiere. Sie bauen sich eine Watchlist auf und platzieren das Geld klug auf verschiedenen Positionen. Diversifikation ist hier das Schlüsselwort: Verteilen Sie Kapital und Risiko breit.

Im Vergleich zur Bank sind Sie mit den digitalen Aktiendepots der Broker wesentlich flexibler und können Ihre Finanzen selbst auf Reisen über die App managen. Bei modernen Handys bekommen Sie per Fingerabdruck Zugriff auf das Depot und erstellen einfach an jedem Ort der Welt Ihre Sparpläne.

In Hinblick auf die niedrigen Gebühren spielt bei den Brokern und ihren Aktiendepots die dezentrale Verwaltung eine wichtige Rolle. Vieles wird automatisiert und es gibt nur noch Hotlines bzw. Chats als Kundendienst. Somit sparen die Online Broker hohe Kosten ein und geben diesen Preisvorteil an die Kunden weiter. Zu günstigen Konditionen investieren die Anleger hier bei Aktien, CFD-Service und ETFs stets effizienter.

Gebühren beim Online Trading: Oft ist das Depot kostenlos

Wie bereits angemerkt sind die Betreiberkosten bei den Online Depots im Vergleich zur Bank wesentlich geringer. Es wird wesentlich weniger Personal benötigt und es gibt keine physischen Filialen, deren Unterhalt man finanzieren müsste.

Hieraus ergeben sich große Vorteile für die Anleger. So fallen die Depotgebühren in vielen Fällen komplett weg, zum Beispiel bei Capital.com und eToro. Sie gehen einfach auf die Seite des Anbieters, führen ohne jegliche Kosten die Depoteröffnung durch und sind ohne Mitglieds- und Verwahrungsgebühren bereits Mitglied in der Trading-Community.

Einige Anbieter von Online Aktiendepots verlangen bestimmte Gebühren für die Trades an sich, bspw. Admiral Markets und comdirect. Es gibt aber auch Möglichkeiten, diese Kosten auf einem Minimum zu halten. So offerieren bereits zahlreiche Anbieter Aktienhandel und CFD-Service ohne jegliche Gebühren. Sie können die Positionen somit ohne Provision in Ihrem Depot hin und her verschieben.

Auf diese Weise sparen Sie z. T. erhebliche Kosten ein, welche Sie wiederum besser im Wertpapierdepot anlegen. An dieser Stelle können Sie also nicht nur sparen, sondern Ihren Gewinn einfach ohne Verluste maximieren.

Zu den besten Depots ohne Depotgebühren und Orderkosten gehören aktuell Capital.com und eToro. Capital.com überzeugt dabei im Speziellen mit einer breiten Auswahl an Tools für die technische Analyse. So stehen Ihnen alle Zeichenwerkzeuge bereit, welche Sie für das Auffinden von bestimmten Trends am Markt benötigen.

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Versteckte Gebühren beachten: Spread, Auszahlung, Über-Nacht-Kosten und Hebel

Der Aktien Spread beim Online Depot

In der Werbung für ein Wertpapierdepot ist natürlich nicht immer alles Gold, was glänzt. Einige Anbieter versprechen extrem niedrige Preise und kostenlosen Handel. In Wirklichkeit werden die Gebühren dann aber versteckt erhoben.

Natürlich muss auch das Unternehmen hinter dem Depot profitabel sein und Gewinn erwirtschaften. Dies erfolgt in der Regel über die gehebelten Produkte und den Spread. Beim Spread handelt es sich um die Spanne zwischen dem Brief- und dem Geldkurs, also dem Ankaufs- und Verkaufspreis für Wertpapiere.

Bei Capital.com fallen die Spreads erstaunlich gering aus
Bei Capital.com fallen die Spreads erstaunlich gering aus

Hier sollten Sie unbedingt einen gründlichen Vergleich zwischen den Depots anstellen, um nicht in eine versteckte Kostenfalle zu geraten. Eine gewisse Spanne ist selbstverständlich normal – wenn sie außergewöhnlich groß ausfällt, sollte man jedoch die Finger vom Anbieter lassen.

Gängige Produkte sollten zu keinem Spread von mehr als 1 Prozent gehandelt werden. Gute Broker wie Capital.com und eToro liegen hier deutlich darunter. Das ein oder andere Depot verlangt vom Anleger aber auch schon mal fünf Prozent, was einem absoluten Wucher gleichkommt. Es ist also wichtig, sich selbst bei den Online Depots einen Überblick über die Anbieter zu verschaffen.

Versteckte Kosten: Gebühren bei der Auszahlung

Bei den meisten Anbietern ist die Einzahlung bereits ab kleinen Beträgen problemlos ohne Kosten möglich, sie bezahlen keine Depotgebühren und handeln sogar provisionslos mit den Aktien. Bei der Auszahlung der Gewinne kommt dann aber manchmal das böse Erwachen. Wollen Sie Geld zurück auf Ihr Bankkonto transferieren, werden auf einmal hohe Kosten fällig oder es muss erst eine relativ hohe Rendite erzielt worden sein.

Prinzipiell sind Kosten bei der Auszahlung durchaus akzeptabel. Die Anbieter müssen aber auch hier schlichtweg fair bleiben. Bei eToro bekommen Sie Ihr Geld so schon ab einer Gebühr von pauschal 5 Euro ausgezahlt. Hier kann man sich insbesondere bei höheren Abbuchungsbeträgen nicht beschweren. Capital.com erlaubt Ihnen die Auszahlung sogar ohne Aufpreis.

Die Über-Nacht-Kosten im Aktiendepot

Die meisten Anbieter von Depots verlangen beim CFD-Service eine Ausgleichszahlung für das Halten der offenen Positionen nach Börsenschluss. Diese Gebühren sind auch als Overnight- oder Über-Nacht-Kosten bekannt.

Als Basis für die Berechnung wird stets der Schlusskurs genommen. Hiervon wird dann ein bestimmter Prozentsatz pro Tag in Rechnung gestellt. Relevant wird diese Abgabe natürlich nur dann, wenn Sie sich für einen CFD-Kauf entscheiden und mit dieser Position nicht nur Daytrading betreiben.

Zudem befinden Sie sich bei der Zahlung der Overnight-Gebühren an den Broker immer in der Long Position. Wenn Sie dagegen Leerverkäufe tätigen (short gehen) und somit auf fallende Kurse setzen, erhalten Sie diese Zinsen. Bei Capital.com beziehen sich diese Beträge dabei stets nur auf die angebotene Hebelwirkung und nicht auf den Gesamtwert der Position. Somit sparen Sie an diesem Punkt deutlich ein.

Verluste bei Hebelprodukten

Bei einem Hebel schießt Ihnen der Broker von seiner Seite her Kapital zu, um die mögliche Gewinnentwicklung zu verstärken. So erhalten Sie im CFD-Service mit 20:1 das 20-fache an Rendite. Andersherum wirkt der Hebel aber auch in die Gegenrichtung. Die Verluste werden vergrößert, sodass Sie nicht nur Ihre Einlage verlieren, sondern auch noch Schulden machen.

Entsprechend sollten gerade Anfänger mit Themen wie CFD und Hebel vorsichtig sein. Schnell kann man sich verkalkulieren und einen wirtschaftlichen Totalverlust erleiden. Setzen Sie dieses komplexe Instrument also behutsam und gut dosiert ein.

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Steuern auf Rendite und Dividende einplanen

Der Staat möchte auch etwas von Ihren Kapitalerträgen, also den Renditegewinnen beim Verkauf von Aktien sowie von der Dividende haben. Im Vergleich zur klassischen Einkommenssteuer sind die Abgaben allerdings niedrig. Sie sind auf 25 Prozent vom Gewinn gedeckelt. Mehr Kosten fallen bei der Kapitalertragssteuer selbst nicht an.

Ist Ihr Jahreseinkommen nun so niedrig, dass Ihr Steuersatz unter 25 Prozent liegt? Das wird natürlich vom Fiskus bedacht. In der Steuererklärung können Sie später diesen Steuersatz geltend machen und bekommen Ihr Geld zurück. Eine genaue Anleitung finden Sie in meinem Artikel zu den Steuern im Aktienhandel.

Dasselbe gilt für den Sparer-Pauschbetrag von 801 Euro. Dieser Wert bleibt in Ihrem Aktiendepot immer steuerfrei. Sie können dem Anbieter sogar einen Freistellungsauftrag erteilen, sodass die Steuer erst ab einem Kapitalertrag von mehr als 801 Euro an den Fiskus abgeführt wird.

Im Vergleich zu klassischer Arbeit und zum Sparen auf dem Konto haben Sie mit dem Depot also stets einen enormen Vorteil. Sie bezahlen weniger Steuern, nutzen bessere Konditionen und dürfen sich auf mehr Rendite freuen.

Weitere Vorteile der Online Broker

  • Online Zugriff auf das Aktiendepot per App von jedem Ort der Welt
  • Verfügbarkeit von vielen Handelsplätzen
  • Link zu Schulungsmaterial
  • Anleger können vielfältige Werkzeuge nutzen und sich selbst ein Bild vom Markt machen
  • Handel ohne Verzögerungen wie bei den Banken
  • Praktischer Überblick über bestehende Positionen und interessante Aktien per Portfolio und Watchlist
  • Handel in Echtzeit mit aktuellen Marktpreisen
  • Leerverkäufe über CFDs möglich (diese Option gibt es bei der Bank nicht)
  • Sehr günstige Konditionen bei den Depotführungsgebühren und Orderentgelten (oft kostenlos)

Direkter Vergleich von Bank und Broker

Depot bei der BankDepot beim Broker
Hohe Kosten für Orders und Depotführung (man kann teils mit bis zu hundert Euro für seltenere Aktien von ausländischen Börsen rechnen)Flexible Nutzung des Depots über den PC oder das Handy
Keine Transparenz in Bezug auf Gebühren und den MarktHandel zu jeder Uhrzeit
Kein Handel in Echtzeit und zu aktuellen Preisen (starke Verzögerungen)Aktienhandel von jedem Ort der Welt
Keine Leerverkäufe möglichKeine Verzögerungen
Sie sind von der Beratung der Bank abhängigAktuelle Marktpreise
Eingehende Beratung auch als Pluspunkt zu sehenSehr günstige Konditionen: oft keine Depotführungsgebühr und keine Orderkosten
Sparrücklagen und Investitionen in einem HausBereitstellung umfangreicher Tools
Leerverkäufe möglich
Option zum Copy Trading

Testergebnisse zu den besten Online Brokern und ihren Preisen: Depot-Vergleich

Es gibt eine ganze Reihe an Anbietern auf dem Markt, die Ihnen beste Konditionen mit niedrigen oder bisweilen sogar keinen Kosten garantiert. Dabei wählen Sie die Broker u. a. auch mit Blick auf die Funktionen aus. Capital.com eignet sich mit seinem Angebot an Werkzeugen so hervorragend für die technische Analyse. An dieser Stelle zeige ich Ihnen meine drei Favoriten:

Capital.com: Exzellentes Angebot für die technische Analyse

Logo Capital.com

Wenn Sie vor allem mit der technischen Analyse arbeiten möchten, empfehle ich Ihnen Capital.com. Das Aktiendepot überzeugt mit den sehr detailreichen Charts, welche in verschiedenen Formen wie Linien, Balken und den wichtigen Candlesticks angezeigt werden. Sie können dabei Zeicheninstrumente nutzen, um bestimmte Trends, Support- und Resistance-Zonen kenntlich zu machen. Dieser Service ist komplett kostenlos.

Charts
Entscheiden Sie sich für verschiedene Diagrammarten bei den Charts

Sie nutzen hier nicht nur das Depot und die Tools kostenlos, sondern können auch provisionsfrei traden. Auf Orders für Aktien und Rohstoffe fallen keine Gebühren an. Bei CFDs gibt es jedoch eine Über-Nacht-Gebühr, welche sich aber lediglich auf den Hebel und nicht die Gesamtsumme der Position bezieht.

  • Kostenlose Depotführung und Orders
  • Faire Über-Nacht-Gebühr bei CFDs
  • Schmale Spreads
  • Keine Kosten beim Ein- und Auszahlen von Geld
  • Etwa 1.000 echte Aktien und 3.800 CFDs verfügbar

eToro: viele Kennzahlen

Etoro-Logo

Den Anbieter eToro kann ich sehr für die fundamentale Analyse empfehlen. Vorteilhaft ist hier, dass Sie kostenlos alle Kennzahlen von einem Unternehmen einsehen können. Mit einem Klick sehen Sie an dieser Stelle die Kursentwicklung, den Jahresgewinn, den Umsatz und die Dividende. Über den Betafaktor ermitteln Sie die Volatilität und per Kurs-Gewinn-Verhältnis die Über- oder Unterbewertung am Markt.

eToro Kennzahlen
eToro stellt alle wichtigen Kennzahlen bereit, hier am Beispiel von Tesla

Bemerkenswert ist, dass es auch hier keine Kosten für Depotführung und Orders gibt. Dafür wird aber eine pauschale Gebühr beim Abheben von Geld erhoben. Diese liegt aktuell bei etwa 5 Euro.

  • Viele Kennzahlen für die fundamentale Analyse
  • Keine Depot- und Orderkosten
  • Transparente Spreads
  • Auszahlungsgebühren von 5 Euro pro Transaktion

IG Markets: Breite Auswahl an CFDs

IG Markets Logo

Wer in erster Linie mit CFDs handeln möchte, ist mit IG Markets gut beraten. Hier stehen mehr als 5.000 Optionen für die Terminkontrakte sowie ETFs zur Verfügung. Im Vergleich zu Capital.com und eToro ist der Spread jedoch deutlich höher. Mit den klassischen Banken kann das Depot aber allemal konkurrieren.

Pro Order werden relativ niedrige Gebühren erhoben. Diese liegen bei Aktien, CFDs und ETFs bei lediglich 0,01 bzw. 0,02 Euro und fallen somit kaum ins Gewicht.

  • Eine kostenlose Auszahlung im Monat
  • Viele CFDs und ETFs
  • Geringe Orderentgelte bei Aktien, CFDs und ETFs
  • Spread höher als bei anderen Anbietern
  • Keine Depotführungsgebühr
GebührenCapital.comeToroIG Markets
DepotgebührenKostenlosKostenlosKostenlos
OrderkostenKostenlosKostenlosBei Aktien und ETFs 0,01 bzw. 0,02 Euro pro Order
Über-Nacht-GebührenBei CFDs in Bezug auf den HebelBei CFDs: geringe Gebühren in Bezug auf den KurswertBei CFDs: Gebühren in Bezug auf den Kurswert
Einzahlung/AuszahlungKostenlos5 Euro pro TransaktionEinzahlung meist kostenlos/Auszahlung einmal im Monat gratis
SpreadGeringer Spread ab 0,0 PipsGeringer Spread (transparent dargestellt)Vergleichsweise hoch (ab 0,6 Pips)

So melden sich Einsteiger kostenlos beim Online Depot an

Schritt 1: den richtigen Broker finden

Als Erstes sollten Sie prüfen, welche Anbieter sicher und seriös sind. Hierzu lesen Sie sich Erfahrungsberichte durch und finden heraus, ob die Gebühren bspw. transparent angezeigt werden. Neben einer fairen Kostenstruktur sind bei einem Aktiendepot, aber auch Lizenzierung, Software und das Angebot an Analysetools relevant für eine Entscheidung.

  • Niedrige und transparente Gebühren, vor allem schmale Spreads
  • Kostenlose Depotführung und Orders
  • Zugriff auf viele internationale Märkte
  • Verfügbarkeit von Analysetools
  • Schnelle und sichere Software
  • Niedrige Einzahlungsschwelle
  • Lizenzierung in Europa oder Nordamerika

Schritt 2: Kostenlose Depoteröffnung per E-Mail oder Social Media

Auf der Startseite Ihres gewünschten Anbieters finden Sie meist rechts oben den Button zur Anmeldung. Dieser wird oft als „Registrieren“, „Jetzt handeln“ oder „Konto einrichten“ bezeichnet. Nach einem Klick auf den Link öffnet sich ein Fenster, in dem Sie einen gewünschten Usernamen, die E-Mail und ein Passwort angeben.

Capital.com
Über dieses Formular registrieren Sie sich bei Capital.com: Tragen Sie E-Mail und Passwort ein oder nutzen Sie Social Media zur Anmeldung

Als Nächstes bekommen Sie vom Depot eine Mail zugeschickt, in der Sie auf den Link klicken müssen. Damit bestätigen Sie Ihre Echtheit und sind bereits jetzt ohne weitere Kosten Mitglied beim Broker.

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Bestätigen Sie Ihre Echtheit über den Link in der Mail

Schritt 3: Erfahrungen, persönliche Daten angeben und Verifizierung

Die Broker sind dazu verpflichtet, einige Daten von Ihnen abzufragen. Zunächst beantworten Sie ein Quiz und machen Angaben zu Ihren Erfahrungen als Trader. Damit soll sichergestellt werden, dass Sie wesentliche Grundkenntnisse im Aktienhandel haben und sich nicht als Anfänger an der Börse verzocken.

Adresse
Verifizierung über Personaldokumente

Darüber hinaus wird ein Wohnsitznachweis verlangt. Laden Sie einfach den Scan oder das Foto von Personalausweis, Führerschein oder Reisepass auf das Portal hoch. So der Broker mit dem Finanzamt kooperiert, muss an diesem Punkt auch die Steuernummer angegeben werden. Über sie werden letztlich die Kapitalerträge direkt mit 25 Prozent versteuert. Am Ende des Jahres erhalten Sie eine Abrechnung für die elektronische Aufbewahrung oder Print.

Schritt 4: Demokonto für Einsteiger nutzen

Allen Neulingen empfehle ich es, das Aktiendepot zunächst im Demomodus zu testen. Sie erhalten hier eine virtuelle Geldsumme und können sich ohne Kosten oder Risiko ausprobieren. So lernen Sie in einfachen Schritten mehr über die Dynamiken am Markt kennen.

Demokonto
Richten Sie ein Demokonto bei Capital.com ein

Sie testen sowohl die fundamentale Analyse als auch die technische Herangehensweise aus. Auf dieser Basis erstellen Sie ein effizientes Portfolio und sollten allmählich anfangen, Gewinne zu generieren. Wenn Sie mehr Sicherheit in dem Thema haben, wechseln Sie im Menü zum Echtgeldkonto.

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Schritt 5: Geld aufladen

Hier laden Sie nun Geld von Ihrem Bankkonto auf das Aktiendepot. Der Vorgang ist in der Regel kostenlos und kann per Überweisung, Direkttransfer, Skrill, Kreditkarte, PayPal etc. abgewickelt werden. Meist gibt es ein Limit für die Einzahlung, das bei nicht mehr als hundert Euro liegen sollte. Capital.com verlangt sogar nur 20 Euro.

Capital.com aufladen
Wählen Sie Ihre Zahlungsmethode, um Geld bei Capital.com aufzuladen

Schritt 6: Aktien ohne Ordergebühren in das Wertpapierdepot aufnehmen

Für den Handel mit Aktien nutzen Sie nun kostenlos die vielen Tools und fügen interessante Positionen Ihrer Watchlist hinzu. Somit haben Sie stets einen Überblick über die spannendsten Aktien, CFDs und ETFs. Die Anlagen werden Ihnen im Aktiendepot direkt auf der Startseite angezeigt.

Watchlist capital.com
Erstellen Sie Ihre Watchlist bei Capital.com

Für den Kauf klicken Sie einfach auf den entsprechenden Button und geben anschließend die Menge bzw. Summe der Order ein. Sie können zudem vorab einstellen, ab welchem Wert der Kauf erfolgen soll.

Aktien Kaufen Capital.com
Klassischer Aktienkauf bei Capital.com

Bei CFDs können Sie sich zudem für einen Hebel entscheiden und den möglichen Gewinn multiplizieren. Dies ist jedoch mit einem hohen Risiko verbunden, da sich auch die Verluste vergrößern und Sie nicht mit Ihrem eigenen Geld traden. Anfängern empfehle ich daher einen vorsichtigen Umgang mit diesem Produkt.

Hebel Capital.com
Erhöhen Sie Ihren Gewinn mit einem Hebel bei Capital.com

Zur Absicherung lassen sich verschiedene Tradingfunktionen wie Stop Loss und Take Profit nutzen. Stop Loss schließt dabei den Trade ab einem bestimmten Verlust, während bei Take Profit im oberen Bereich eine automatisierte Gewinnmitnahme erfolgt.

Capital.com Stop Loss
Stop Loss: Stellen Sie ein, ab welchem Verlust Sie aus dem Trade aussteigen möchten

Mit dem CFD-Service können Sie des Weiteren short gehen. Sie leihen sich quasi eine Aktie, verkaufen sie zum höheren Preis weiter und erwerben sie später zu niedrigeren Kosten zurück. Profit machen Sie also durch fallende Kurse. Diese Art von Trading kann einerseits als Sicherheitsriegel (hedging), aber auch zur Spekulation genutzt werden. Riskant ist, dass die potenziellen Verluste für Sie anders als in der Long Position nach oben offen sind.

Schritt 7: Rendite durch Verkauf in Echtgeld umwandeln

Auch, wenn die Kurse exorbitant steigen, ist Ihre Anlage in Form von Aktien und CFDs natürlich nicht sicher. Potenziell sind die Werte immer in Bewegung und können auch kurzfristig abstürzen. Bei einem starken Kursverfall empfehle ich Ihnen dennoch ruhig zu bleiben und nicht überhastet alle Positionen zu veräußern.

Um die Rendite aber in echtes Geld umzuwandeln, müssen Sie irgendwann verkaufen. Hierfür klicken Sie bei bestehenden Positionen auf „Verkaufen“ und geben den gewünschten Betrag oder die Menge an Wertpapieren an. Kurz darauf wird Ihnen das Geld gutgeschrieben und Sie können es teils kostenlos auf Ihr Bankkonto abheben.

Was muss ich beim Handel mit CFDs beachten?

Der CFD-Service ist eine Besonderheit von Online Brokern gegenüber der Bank. Es handelt sich um reine Differenzkontrakte, die Sie mit dem Depotanbieter selbst abschließen. Beim Erwerb halten Sie also keine echten Aktien in der Hand und bekommen somit auch keine Dividende.

Der Vorteil daran ist jedoch, dass Sie auch mit relativ wenig Kapital einsteigen können. Sie kaufen so nur ein virtuelles Bruchstück von einem Wertpapier und können sich somit sogar sonst sehr teure Werte wie Amazon leisten.

Darüber hinaus sind bei den CFDs auch Hebel verfügbar. Hier schießen Ihnen die Broker Geld zu, welches am Ende Ihren Gewinn multipliziert. Da der Hebel ebenso in die Gegenrichtung wirkt, ist das Risiko eines Totalverlustes aber sehr hoch.

Zu beachten ist außerdem, dass die meisten Broker im CFD-Handel eine Über-Nacht-Gebühr verlangen. Es handelt sich hierbei um eine Zinsanpassung, um die Position nach Schließung der Börse für Sie offen zu halten. Wenn Sie short gehen, bekommen Sie die Über-Nacht-Gebühr zu Ihren Gunsten gutgeschrieben.

Die meisten Depots beziehen diese Gebühr auf den gesamten Wert der Position. Capital.com ist an diesem Punkt günstiger und verwendet lediglich den Hebel als Bezugspunkt. Somit sparen Sie in der Long Position bei Capital.com wesentlich mehr Geld ein.

Mehr als nur Wertpapierhandel: ETFs als Altersvorsorge – was sind die Kosten?

Wer konkrete Sparpläne aufbauen möchte, ist mit einem ETF gut beraten. Es handelt sich um Fonds mit mehreren Aktien im Paket, die frei an der Börse gehandelt werden können. Die Verwaltung geht dabei automatisiert vonstatten. Dadurch sind die Gesamtkosten (TER) extrem niedrig und liegen im besten Fall bei etwa 0,10 bis 0,35 Prozent.

ETF

Der Algorithmus sorgt dafür, dass in Bezug auf einen Index immer die Aktien mit der besten Performance im ETF landen. Jedes Viertel- oder halbe Jahr werden die Positionen überprüft und ausgetauscht. So ist auf Dauer ein konstantes Wachstum garantiert – das Risiko ist sehr gering.

Sparpläne wie die ETFs haben den Nachteil, dass sie deutlich langsamer wachsen als die einzelnen Aktien. Dafür ist die Wertsteigerung aber meist garantiert. Sie können entsprechend auch risikoarm höhere Summen auf einen ETF legen und nach etwa fünf Jahren die Früchte dieses Wachstums ernten.

ETF
ETFs bei Capital.com kaufen

Parallel zu den Aktien gibt es auch bei den ETFs bestimmte Kennzahlen. Die wichtigste ist vermutlich das Net Asset Value (NAV). Hierbei wird der Gesamtwert aller gehaltenen Anteile im Fonds abzüglich der Gesamtkostenquote TER durch die Anzahl der Positionen geteilt.

Da sich das NAV immer auf den letzten Tageswert bezieht, kann es vom Kurswert des ETFs abweichen. Das ist vor allen Dingen dann der Fall, wenn das Paket wie oftmals üblich aus Aktien aus verschiedenen Ländern besteht.

Auf diese Weise entstehen auch andere Kosten. So wird ein ETF bei einem Preis über dem NAV mit Aufschlag und unter dem NAV mit Abschlag gehandelt.

Beim Kauf von ETFs über einen Broker fallen so ziemlich dieselben Gebühren an wie bei den Aktien. Kurzum zahlen Sie bei Anbietern wie Capital.com keine Depotgebühren und keine Orderentgelte. Dafür müssen Sie aber auch bei den börsengehandelten Fonds auf den Spread achten, über den der Broker schließlich Gewinn erzielt.

Kostenfreie Verwendung der Kennzahlen beim Broker

Um Ihr Portfolio aufzubauen, können Sie verschiedene Strategien anwenden. Die Broker bieten Ihnen so kostenlos alle wichtigen Kennzahlen. Speziell über das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) und das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) bekommen Sie heraus, welche Unternehmen am Markt unterbewertet sind.

Es geht hierbei um die Spanne zwischen dem inneren Wert der Aktie (also dem Gewinn je Aktie bzw. EPS) und dem Kurs an der Börse. Häufig kommt es vor, dass das Potenzial wesentlich größer ist als der für die Aktie veranschlagte Kurs. Das kann bspw. an schlechten Nachrichten und temporären Krisen liegen.

In diesem Fall lohnt es sich, die Papiere zum Schnäppchenpreis zu kaufen und später vom starken Rebound profitieren. Nach der Rückkehr zum Normalwert sind aufgrund des hohen Potenzials sogar immense Rekorde denkbar.

Dieser Effekt spielte z. B. im Jahr 2020 bei Amazon, Tesla, Apple und anderen Werten eine wichtige Rolle. Nach dem Absturz der Kurse zum Beginn der Corona-Pandemie lagen die Aktien nur wenige Monate später auf einem Rekordwert.

Rebound
Der englische Begriff Rebound lässt sich mit Rückprall übersetzen und bezeichnet die plötzliche Rückkehr der Kurse einer Aktie zum Normalniveau.

Es besteht aber auch die Gefahr, in eine Value Trap zu geraten. Das geschieht dann, wenn die Anleger bereits negative Entwicklungen in den Kurs einpreisen, während der Gewinn noch den positiven Abschluss im letzten Jahr abbildet. Somit kann die Interpretation des KGV auch verzerrt werden. Sie müssen sich entsprechend mit der aktuellen Finanz- und Nachrichtenlage sowie mit dem Geschäftsmodell und möglichen Konkurrenten beschäftigen.

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Technische Analyse – kostenlose Tools im Aktiendepot nutzen

Häufig nutzen kluge Trader auch die technische Analyse. Bei dieser Methode schauen Sie zunächst ausschließlich auf die Charts. Sie markieren hierbei die Hochs und Tiefs zu einem Trendkanal und erkennen somit, in welche Richtung der Kurs geht.

Zeichenwerkzeuge
Nutzen Sie die Zeichenwerkzeuge zur Analyse der Trends

Dabei lassen sich die auf der jeweiligen Plattform verfügbaren Zeichentools verwenden. Auf diese Weise werden u. a. auch bestimmte Muster und Tradingsignale sichtbar. Auffällig sind z. B. bestimmte Zickzackbewegungen, bei denen der Kurs stark ansteigt, sich das Wachstum wieder halbiert und daraufhin ein noch größeres Wachstum folgt.

1-2-3-Markttechnik-Eintritt-Austritt-1
1-2-3-Markttechnik-Eintritt-Austritt-1

Lang ausschlagende Kerzendochte bei den Candlesticks weisen im Kontext der Trendanalyse ebenfalls auf eine bestimmte Richtung hin. Meist bewegen sich die Kurse daraufhin entgegen dieses Ausschlags. Sie dienen somit als ideales Signal, um zu investieren.

Lange Dochte ergeben oft gute Support oder Resistance Stellen
Lange Dochte ergeben oft gute Support oder Resistance Stellen

Auch bei der technischen Analyse sollte man den Kontext im Blick behalten. Womöglich handelt es sich nur um einen kurzen Hype oder einen Short Squeeze wie im Falle von Gamestop im Jahr 2021. Dann sollte man unbedingt am Ball bleiben und den Gewinn möglichst schnell mitnehmen.

Mein Fazit: viele Online Broker bieten Ihnen Trading ohne weitere Kosten

Im Vergleich der Kosten zwischen den klassischen Banken und den Online Brokern haben Letztere die Nase vorn. Da vieles in der Verwaltung automatisiert abläuft und keine Filialen betrieben werden müssen, fallen die Ausgaben der Unternehmen niedrig aus. Dieser Preisvorteil wird an die Kunden weitergegeben.

Während Sie bei der Bank teils horrende Gebühren für die Depotführung entrichten, ist das Konto bei Brokern wie Capital.com meist kostenlos. Dasselbe gilt für die Orders, also den Kauf und Verkauf von Positionen. Hierin liegt ein immenser Vorteil, da Sie nicht nur Geld sparen, sondern Ihr Portfolio ohne Rücksicht auf mögliche Nebenkosten flexibler gestalten können.

Vorsicht ist lediglich bei den Spreads (Spanne zwischen Kauf- und Verkaufspreis) sowie den Über-Nacht-Gebühren bei CFDs geboten. Hier sind die meisten Anbieter aber durchaus fair. Capital.com bezieht die Overnight-Kosten sogar nur auf den Hebel und nicht den Gesamtwert der Position. Selbst die Spreads fallen bei den Online Depots außergewöhnlich gering aus.

Unterm Strich gibt es also für kluge Trader kaum eine Alternative zu den digitalen Depots. Wenn Sie Ihr Geld gewinnbringend investieren und somit der Nullzinspolitik sowie der Inflation entgehen möchten, schauen Sie sich jetzt nach einem geeigneten Depot um. Die Anmeldung geht in wenigen Schritten vonstatten.

Häufige Fragen zum Thema:

Was kostet ein Aktiendepot?

Bei der Bank kosten die Aktiendepots vergleichsweise viel. Allein für die Depotführung müssen Sie meist mit 35 bis 50 Euro im Jahr rechnen. Hinzu kommen oft die Verwahrungsgebühren auf die einzelnen Positionen. Weiterhin müssen Sie mit hohen Gebühren für die Orders rechnen. Als Alternative bieten sich die Online Depots an. Diese werden automatisiert verwaltet und schrauben somit auch die Kosten für Anleger herunter. So bekommen Sie das Konto hier kostenlos und können sogar ohne Provision Orders einleiten. Somit sind Sie im Handel mit Aktien, CFDs und ETFs weitaus flexibler.

Was kostet ein Depot bei der Sparkasse?

Bei der Sparkasse entrichten Sie etwa 35 bis 50 Euro im Jahr für die Führung eines Depots. Diese Kosten können ab einer bestimmten Umsatzhöhe entfallen. Stets mit einzuberechnen sind die Verwahrungsgebühren von ca. 0,30 Prozent vom Kurswert. Die Orderentgelte liegen in der Filiale und per Telefon bei etwa 20 Euro, im Online Banking bei ungefähr der Hälfte. Insgesamt sind die Kosten somit im Vergleich zu Online Brokern sehr hoch.

Was kostet ein Depot bei der Volksbank?

Bei der Volksbank werden die Depotführungskosten meist in Bezug auf den Kurswert berechnet. Diese liegen im Bereich von ca. 1,19 Promille. Es werden pro Jahr aber mindestens 23,80 Euro fällig. Hinzu kommen etwa 5,95 Euro je Posten im Jahr. Bei den Orderkosten greifen die Volksbanken in der Filiale mit 0,70 Prozent und online mit 0,35 Prozent vom Kurswert zu. Zusätzlich müssen sie 15 Euro an inländischen und 50 Euro an ausländischen Börsen einplanen. Somit sind die Kosten hier im Vergleich zu Online Brokern extrem hoch.

Wann fallen Depotführungsgebühren an?

Vor allen Dingen die Banken verlangen von Ihnen Depotgebühren, die meist monatlich abgerechnet werden. Hiermit zahlen Sie für den Service der reinen Verwahrung der Wertpapiere auf Ihrem Konto. Viele Online Broker wie Capital.com verzichten komplett auf diese Gebühr.

Welche Broker haben keine Depotgebühren?

Es gibt mittlerweile zahlreiche Broker, welche Ihnen einen Handel mit Aktien ohne Depotkosten anbieten. Hierzu zählen bspw. namhafte Unternehmen wie Capital.com und Etoro.

Sind Ordergebühren und Depotgebühren das gleiche?

Nein, Ordergebühren und Depotgebühren sind zwei verschiedene Arten von Gebühren. Depotgebühren sind Fixkosten, die monatlich (oder quartalsweise oder jährlich) für die Führung des Depots berechnet werden. Ordergebühren hingegen fallen nur dann an, wenn Sie ein Wertpapier kaufen oder verkaufen. Die Höhe der Ordergebühr hängt vom Anbieter ab. Ordergebühren werden entweder als Festbetrag (z.B. 3 Euro pro Kauf oder Verkauf) oder als prozentualer Anteil des Ordervolumens (z.B. 0,5% der gehandelten Menge) berechnet. Die meisten Anbieter arbeiten auch mit Spreads, das heißt, sie verdienen an der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs eines Finanzinstruments.

Wann muss ich Depotgebühren bezahlen?

Depotgebühren müssen Sie nur dann zahlen, wenn Sie Ihr Depot bei einem Anbieter haben, der diese auch verlangt. Glücklicherweise ist diese Gebühr heutzutage relativ selten und fast nur noch bei Hausbanken anzutreffen. Einige Anbieter verlangen jedoch eine Inaktivitätsgebühr, also eine Art Depotgebühr, die anfällt, wenn über einen bestimmten Zeitraum hinaus (z.B. 3 Monate) keine Handelsaktivität oder kein Login stattgefunden hat.

Welche anderen Depotkosten gibt es?

Neben den Depotgebühren müssen Sie sich darauf einstellen, dass Ihr Anbieter Ordergebühren verlangt. Diese fallen in Form von Kommissionen, Spreads oder einer Kombination aus beiden an. Einige Broker berechnen auch eine Gebühr für Ein- und/oder Auszahlungen. Hinzu kommen Fremdkosten, also beispielsweise die Gebühren des Handelsplatzes oder Emittenten, über den Sie ein bestimmtes Wertpapier handeln.

Markus Müller - Autor bei Trading Für Anfänger
Markus Müller
Autor und Aktien Trader
Über den Autor: Markus Müller ist seit vielen Jahren an der Börse aktiv und hat sich eingehend über Jahre hinweg Aktien und ETFs beschäftigt. Auf www.trading-fuer-anfaenger.de gibt er die neusten Aktien Tipps und hilfreiche Trading Anleitungen für Einsteiger. Aktien und auch Aktien CFDs nutzt er für die unterschiedlichsten Anlagestrategien.
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Markus Müller - Autor bei Trading Für Anfänger
Geschrieben von: Markus Müller Autor und Aktien Trader
Markus Müller ist seit vielen Jahren an der Börse aktiv und hat sich eingehend über Jahre hinweg Aktien und ETFs beschäftigt. Auf www.trading-fuer-anfaenger.de gibt er die neusten Aktien Tipps und hilfreiche Trading Anleitungen für Einsteiger. Aktien und auch Aktien CFDs nutzt er für die unterschiedlichsten Anlagestrategien.
Res Marty
Reviewed by: Res Marty Softwaretester und Autor
Res konzentriert sich bei Trading für Anfänger auf den Bereich "Hinter der Kulisse". Er ist außerdem Autor und Softwaretester mit einem betriebswirtschaftlichen Hintergrund.
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