Was ist eine Long-Position? – Definition & Erklärung

Die Kurse an den Börsen steigen und fallen stetig. Investoren können hier mitverdienen und ihr eingesetztes Kapital auf die entsprechenden Kursschwankungen von Aktien setzen. Es besteht dabei die Möglichkeit, mit steigenden Aktienkursen Gewinne einzufahren, da sich hierbei das eingesetzte Kapital vermehrt und zu höheren Preisen verkauft werden kann. Auf der anderen Seite können Trader aber auch auf fallende Kurse wetten und über entsprechende Finanzprodukte, meist Optionsscheinen, von Aktienverkäufen profitieren.

Der Begriff Long Position steht in diesen beiden Anlageklassen für das Setzen auf steigende Aktienkurse, was den Normalfall darstellt. Das Gegenteil, also die Investition auf fallende Kurse, kann sowohl als Short als auch als Long Position bezeichnet werden. Dies hängt vom jeweiligen Finanzprodukt ab.

Optimistische Kurslagen können durch Long Positionen ausgenutzt werden.

Long Positionen am Aktienmarkt

Beim Betrachten der Börsenkurse wird schnell klar, dass diese nur zwei Richtungen kennen: Entweder steigt der Kurs oder er fällt. Wenn ein Trader davon ausgeht, dass die Kurse durch eine höhere Nachfrage steigen, so kauft er Aktien und hofft damit auf eine Vermehrung seines Kapitals. In einem solchen Fall ist der Trader mit einer Long Position auf ein bestimmtes Unternehmen unterwegs und Inhaber der entsprechenden Titel. Im Normalfall gehen bullische Trader Long Positionen ein, die von optimistischen Märkten ausgehen. Dabei kaufen die Investoren Aktien eines Unternehmens zum Briefkurs (Kaufpreis). Der Anlagegegenstand geht über die Aktie direkt in den Besitz des Traders über. Ähnlich verhält es sich mit den CFDs, wobei hier die Basiswerte nicht in das Portfolio des Investors übergehen. Häufig wird eine Long Position mit dem Begriff longterm verwechselt. Longterm sagt jedoch aus, dass ein Investor sein Finanzprodukt lange halten möchte und von einem langfristigen Investment ausgeht. Eine Long Position hingegen gibt keine Auskunft über die Länge der Haltedauer. Es ist möglich, diese zwischen wenigen Sekunden und etlichen Jahren zu besitzen. Außerdem besteht der Irrglaube, dass eine Long Position immer steigende Aktienkurse beschreibt, womit im Folgenden aufgeräumt werden soll.

Sonderfall Finanzprodukte auf Börsenkursbasis

Im Bereich der echten Aktien und der CFD-Anteile gilt die einfache Regel, dass eine Long Position dann eingegangen wird, wenn die Kurse steigen sollen. In einem solchen Fall ist eine Korrelation zwischen steigenden Kursen und dem Wort long korrekt. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass ein Trader trotz fallender Kurse eine Long Position besitzt. Dies hat den Hintergrund, dass long im eigentlichen Sinne nicht auf den Kurs bezogen ist, sondern auf das Wertpapier. Dies bedeutet, dass ein Investor auf steigende Kurse seines Wertpapieres setzt. Dies kann ein Optionsschein, ein Knock-Out-Schein oder jedes andere Wertpapier sein, welches sich auf Börsenkurse stützt. Geht ein Trader beispielsweise davon aus, dass die Aktienkurse fallen werden, so kauft er einen entsprechenden Optionsschein, der bei fallenden Kursen im Wert steigt. Dennoch ist der Investor long in seinem speziellen Schein, da er zwar auf fallende Kurse hofft, aber dennoch will, dass seine gekaufte Position im Wert steigt. Hierbei wird von einer Long Position Put gesprochen.

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Beispiele Long Position

Möglichkeit A – Klassischer Aktienkauf

Das Unternehmen Riva AG ist ein aufstrebendes Start-Up, welches seit einigen Monaten vom Weltkonzern Testlon aus Italien umworben wird. Investor D. ist fest davon überzeugt, dass Testlon in naher Zukunft ein Kaufangebot für die Aktien der Riva AG abgeben wird. D. glaubt, dass dieses Kaufangebot je Aktie bei etwa 53 EUR liegen wird. Aktuell befindet sich der Kurswert für einen Anteilsschein der Riva AG bei 43 EUR. D. kauft daher 100 Aktien der Riva AG für 43 EUR. Er geht eine Long Position ein und hofft auf steigende Kurse. Die 4.300 EUR gehen in seinen Besitz über. D. wird Anteilseigner der Riva AG und hofft auf steigende Kurse.

Möglichkeit B – Long Position im CFD-Handel

Daytrader F. beobachtet den Stand im Dax, der bei 15.550 Punkten liegt. Die Veröffentlichung des Bruttoinlandsproduktes durch die Bundesrepublik Deutschland steht unmittelbar bevor. F. geht davon aus, dass dieses die Erwartungen übertreffen wird, was die Aktienkurse antreiben sollte. F. nutzt eine Marktausführung für einen CFD auf den steigenden Dax. Er geht eine Long Position ein, bei dem er jedoch nur mit seinem Broker eine Wette auf steigende Kurse eingeht. Es gehen keine Besitztümer in sein Portfolio über. Das BIP lässt die Kurse tatsächlich steigen und fünf Minuten später verkauft F. seine Long Position wieder mit Gewinn.

Möglichkeit C – Long Position auf Put-Optionen

Investor K. ist ein Kenner der Flugbranche. Er hat beobachtet, dass die Kranich AG rückläufige Gästezahlen hat, während der Konkurrent, die Air Trans AG immer stärker am Markt wird. K. geht davon aus, dass die Kranich AG an der Börse an Wert verlieren wird. Er sucht sich dementsprechend einen Optionsschein, der bei fallenden Kursen steigt. Diesen Optionsschein nimmt K. in sein Portfolio auf. Obwohl er also auf fallende Kurse der Kranich AG hofft, besitzt er eine Long Position auf den Put-Optionsschein.

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