Trendfolge Strategien erklärt – So funktioniert das Trend Trading

Trading wird auch unter privaten Anlegern immer beliebter. Ohne die passende Strategie sind die Chancen auf Gewinne allerdings eher niedrig. Daher sollten sich Einsteiger mit diesem Thema auseinandersetzen und eine für ihre Ziele und Anforderungen geeignete Trading Strategie entwickeln. Zu den beliebtesten Trading Strategie zählen sogenannte Trendfolge Strategien. Was eine Trendfolge Strategie ist, wie sie funktioniert und welche verschiedenen Arten von Trendfolge Strategien es gibt, verrät der folgende Artikel.

Was ist Trendfolge?

Ein Trend beschreibt die grundsätzliche Richtung, in die sich etwas entwickelt. In der Welt der Börse bzw. des Tradings ist der Trend die Entwicklung eines Wertpapiers oder eines anderen Finanzinstruments in eine bestimmte Richtung. Anders als in der realen Welt, in der es oftmals keine festen Anhaltspunkte für einen Trend gibt, gibt es am Finanzmarkt eine feste Definition, die Aufschluss darüber gibt, wann ein Trend besteht und wann nicht.

Dabei wird im Grunde zwischen drei verschiedenen Trends unterschieden: dem Aufwärtstrend, dem Abwärtstrend und dem Seitwärtstrend. Beim Aufwärtstrend ist der Tiefpunkt der vorherrschenden Schwankung höher als der Tiefpunkt der vorhergegangenen Schwankung. Zudem ist der Hochpunkt der aktuellen Schwankung höher als der Hochpunkt der vorherigen Schwankung.

Beim Abwärtstrend verhält es sich umgekehrt. Hier ist der aktuelle Tiefpunkt wie auch Hochpunkt tiefer als die Tief- und Hochpunkte der vergangenen Schwankung. Der Seitwärtstrend hingegen weist Hoch- und Tiefpunkte auf etwa derselben Höhe auf, das bedeutet der Kurs entwickelt sich weder steigend noch fallend, sondern seitwärts.

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Was ist eine Trendfolge Strategie?

Bei Trendfolgestrategien werden die vorherrschenden Trends genutzt, um Aussagen über die künftige Entwicklung von Kursen zu treffen. Es gibt zahlreiche verschiedene Strategien, die sich der Trendfolge bedienen. Diese können unter anderem auf gleitenden Durchschnitten oder charttechnischen Methoden basieren.

Trendfolgestrategien zählen zu den beliebtesten und dementsprechend am häufigsten eingesetzten systematischen Handelsansätzen. Dabei generieren diese Strategien Signale in Richtung des identifizierten Trends. Grundlage der Trendfolgestrategien ist die Annahme der Technischen Analyse. Diese besagt: Wenn sich ein intakter Trend auf dem Markt etabliert hat, ist die Wahrscheinlichkeit einer Fortsetzung viel größer als die Wahrscheinlichkeit, dass der Trend endet. Hauptaufgabe der Trendfolgestrategie ist also die Definition eines Trends.

Welche Vor- und Nachteile hat die Trendfolge Strategie?

An Trendfolge Strategien scheiden sich die Geister. Während die einen darauf schwören, setzen die anderen lieber auf andere Informationen und Tools. Dabei hat diese Strategie Vor- genauso wie Nachteile. Einige dieser Vor- und Nachteile werden im Folgenden genauer dargelegt.

Vorteile

Zwar lässt sich die Zukunft nicht mit 100-Prozentiger Sicherheit voraussagen, dennoch stellt die Trendfolgestrategie einen zuverlässigen wie auch logischen Einstiegspunkt für Trader da. Dieser bringt die Kursgewinnpotenziale im Vergleich zum Verlust in ein positives Verhältnis.

Außerdem neigen Trendfolger eher dazu ihre Werte bei einem Trendwechsel zum Abwärtstrend hin, zu veräußern. Das schützt sie davor, Aktien lange zu halten und gegebenenfalls Verluste zu machen. Dieses Vorgehen kann eine negative Schwankung im Portfolio verringern.

Nachteile

Andererseits wird bei der Trendfolgestrategie lediglich die Kursentwicklung berücksichtigt, die sich allerdings jederzeit ändern kann. Damit Trader eine gute Performance erhalten, ist eine hohe Trendstabilität erforderlich. Ob eine hohe Trendstabilität gegeben ist, muss qualitativ begründet werden.

Dafür muss der Trader einen Blick auf die Firma werfen und sich fragen, ob das Unternehmen das Potenzial hat, sich positiv weiterzuentwickeln oder sogar noch besser zu werden. Insbesondere eignen sich daher Aktien von wachstumsorientierten Unternehmen, wie Small-Caps oder Leader von Zukunftstechnologien.

Trendsignal Strategien sind zwar eine gute Orientierung beim Handel mit Wertpapieren, allerdings können sie unter Umständen Fehlsignale generieren, was schlechte Wiedereinstiegs-Preise zur Folge haben könnte. In diesem Fall wäre der Trader mit einem sogenannten Buy & Hold besser bedient.

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Wie funktioniert die Trendfolge Strategie?

Bei der Trendfolge Strategie gehen Anleger grundsätzlich davon aus, dass der vorherrschende Trend fortgesetzt wird. Der Trend wird in Form eines 1-2-3er Musters definiert. Ein solches Muster ist in folgender Abbildung dargestellt.

Dabei handelt es sich um einen Aufwärtstrend. Das Muster kann aber auch auf einen Abwärtstrend angewendet werden. Die Linie zwischen Punkt 1 und 2 ist die Aufwärtsbewegung, d.h. die eigentliche Richtung des Trends. Anschließend folgt eine Korrektur zwischen Punkt 2 und 3, weshalb die Linie leicht sinkt.

Daraufhin steigt der Kurs wieder in seiner eigentlichen Richtung. Sofern ein intakter Trend besteht, stellt Punkt 3 gleichzeitig einen neuen Punkt 1 dar. Ein neuer Punkt 2 entsteht dann, wenn er den letzten Punkt 2 übertrifft. Diese Reihe mehrerer dieser Bewerbungen und Korrekturen ist ein Trend.

Die Dauer eines Trends kann nicht prognostiziert werden. Ein Trendfolger definiert die Entwicklung des Kurses als Trend, sobald ein Punkt 2 überschritten wurde. Der Trader steigt am Markt ein und setzt seinen initialen Stopp-Loss kurz unter den vorherigen Punkt 3.

Das bedeutet, dass er seine Werte veräußert, wenn der Kurs unter diesen Preis sind und dementsprechend der Trend gebrochen wird. Einen Take Profit hingegen setzt er nicht. Stattdessen wartet er, bis ein neuer Punkt 2 entsteht und zieht sein Stopp-Loss nach.

Dabei sind allerdings mehrere Zeitebenen gleichzeitig zu berücksichtigen. Auch wenn die Entwicklung auf einer kleineren Zeitebene wie ein Trend aussieht, kann sie auf einer größeren Zeitebene eine Bewegung oder eine Korrektur sein.

Für wen eignet sich die Trendfolge Strategie?

Die Trendfolgestrategie eignet sich besonders gut für Trader, das bedeutet Anleger, die aktiv an der Börse handeln. Die Basis für die Trendfolgestrategie ist die Charttechnik. Das Hauptaugenmerkt liegt also nicht auf fundamentalen Daten, sondern auf den technischen Aspekten des jeweiligen Wertpapiers.

Gleichzeitig eignet sie sich aber auch für Investoren, die technische Grundlagen als Entscheidungshilfe zur Verlustbegrenzung heranziehen möchten. Die Trendfolgestrategie hat viele verschiedene Varianten und ist auf unterschiedlichen Zeitebenen durchführbar, was gerade in so einem Fall von Vorteil ist.

Diese Strategie hilft allerdings auch wachstumsorientierten Investoren, das Ende eines Trends zu erkennen und damit Verluste zu vermeiden. Und ebenfalls den richtigen Einstieg kann der Händler mit der Trendfolge Strategie leichter und mit geringerem Risiko finden.

Grundsätzlich kann die Trendfolge auf jedem Markt und auf jeder Zeitebene zum Einsatz kommen. Von Aktien und Indizes über ETFs und Forex bis hin zu Futures. Dabei gilt: Umso größer die Zeitebene, umso zuverlässiger sind die Signale in der Regel.

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Trendfolge mit Tools und Indikatoren der Chartanalyse

Für den Einsatz der Trendfolge Strategie gibt es verschiedene Methoden. Die Charttechnik bietet einige verschiedene Tools sowie Indikatoren, die Tradern dabei helfen den Trend zu identifizieren und auf Basis darauf Handelsentscheidungen zu treffen. Zu diesen Tools zählen unter anderem Folgende:

  • Widerstand und Unterstützung
  • Trendlinien
  • Gleitende Durchschnitte
  • Trendkanäle
  • MACD-Indikator
  • RSI – Relative Stärke Index

Dabei stehen die Erfolgschancen besonders gut für Trader, die zum einen die Grundlagen der Charttechnik beherrschen und zum anderen dazu bereit sind, regelmäßig Marktanalysen durchzuführen.

Widerstand und Unterstützung

Erfahrene Trader haben in der Trendfolge Strategie, wie sie oben beschrieben ist, allerdings zwei Nachteile entdeckt. Zum einen findet der Einstieg in den Markt erst dann statt, wenn der Punkt zwei übertroffen ist. Jedoch ist die Bewegung zu diesem Zeitpunkt schon so weit fortgeschritten, dass der Trader einen zu späten Einstieg befürchtet.

Zum anderen liegt der Stopp-Loss unter dem Punkt 3 und somit weit entfernt vom Einstiegskurs, was unter Umständen einen Verlust zur Folge haben könnte. Um dem entgegenzuwirken, gibt es die Technik der Widerstände und Unterstützungen.

Mithilfe dieser Widerstands- und Unterstützungslinien kann der Händler mit höherer Wahrscheinlichkeit signifikante Punkte ausmachen, bis wohin der Kurs sich nach oben (Bewegung) oder unten (Korrektur) entwickelt, auch Pullback genannt. Die Vorhersage dieses Punkts verbessert das Chance-Risiko-Verhältnis.

Trendlinien

Ebenfalls sehr beliebt bei Investoren sind die sogenannten Trendlinien. Dabei muss allerdings ein eindeutiger Trend gegeben sein, der schon einen zweiten signifikanten Tiefpunkt ausgebildet hat. Das Kursverhalten an den Trendlinien gibt Aufschluss darüber, ob die Teilnehmer am Markt die Trendlinien als Widerstand oder Unterstützung akzeptieren.

Während der Kurs manchmal eher ruhig verhält, springt er manchmal an solchen Bereichen von der einen auf die andere Seite. In einem solchen Fall ist die Entwicklung des Kurses in die entgegengesetzte Richtung des bisherigen Trends und somit eine Trendwende wahrscheinlich.

Gleitende Durchschnitte

Ein weiteres nützliches Tool, das Anleger gern zur Trendbestimmung einsetzen, sind die gleitenden Durchschnitte. Es gibt verschiedene Arten von gleitenden Durchschnitten. Doch die wohl bekanntesten und beliebtesten sind zum einen der einfache gleitende Durchschnitt (engl.: simple moving average), kurz SMA und zum anderen der exponentielle gleitende Durchschnitt (engl.: exponential moving average), kurz EMA.

Einfacher gleitender Durchschnitt mit 50-Perioden-Durchschnitt (blau) und 200-Perioden-Durchschnitt (gelb)

Um damit den Trend zu identifizieren, ist es notwendig zwei gleitende Durchschnitte gleichzeitig zu betrachten und miteinander zu vergleichen. Dazu eignet sich ein gleitender Durchschnitt mit unterschiedlichen Perioden-Durchschnitten – beispielsweise mit dem 50-Perioden-Durchschnitt wie auch mit dem 200-Perioden-Durchschnitt.

Wenn sich der kürzere gleitende Durchschnitt unterhalb des längeren gleitenden Durchschnitts befindet, liegt ein Abwärtstrend vor. Im umgekehrten Fall spricht man von einem Aufwärtstrend. Eine Aussage kann allerdings nur getroffen werden, wenn tatsächlich ein Trend vorherrscht und sich der Markt nicht seitwärts bewegt. Ein Seitwärtstrend generiert nämlich uneindeutige Signale.

Als Nachteil ist allerdings festzuhalten, dass eine Trendwende unter Umständen zu spät erkannt wird und der Händler bei volatilen Kursen viele Gewinne wieder abgeben muss, ehe er das Ausstiegssignal erhält. Außerdem können bei stark schwankenden Durchschnitten schnell Fehlsignale entstehen.

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Trendkanäle

Eine weitere Möglichkeit für die Trendbestimmung und den Handel in Trendfolge sind die sogenannten Trendkanäle. Dazu gehören zum Beispiel die Bollinger Bänder, der Donchian Channel oder aber der Keltner Channel. Dabei empfiehlt es sich Tradern innerhalb eines Trendkanals in Trendrichtung zu handeln.

Bollinger Bänder

Dementsprechend eröffnen sie eine Longposition, sobald ein Aufwärtstrend sich dem unteren Bereich des jeweiligen Trendkanals nähert. Dieser Ansatz lohnt sich besonders, da die Trefferquoten ausgesprochen hoch sind.

MACD-Indikator

Auch der MACD-Indikator eignet sich hervorragend zur Trendbestimmung. Dabei handelt es sich einerseits um einen Oszillator und andererseits um eine Kombination von gleitenden Durchschnitten. Der MACD-Indikator besteht aus der MACD-Linie, einer Signallinie und einem Histogramm.

Die MACD-Linie ist der gleitende Durchschnitt des Kurses. Die Signallinie ist ein gleitender Durchschnitt des vorherigen gleitenden Durchschnitts, glättet diesen und generiert damit Trendwendesignale. Das Histogramm bewegt sich um eine Nulllinie und gibt Aufschluss über die Stärke eines Trends. Im Gegensatz zu den normalen gleitenden Durchschnitten reagiert der MACD-Indikator schneller auf Kursänderungen.

RSI – Relativer Stärke Index

Auch beim Relativen Stärke Index (kurz: RSI) handelt es sich um einen oszillierenden Indikator. Er zeigt das Verhältnis zwischen Kauf und Verkauf auf einem Markt an, das bedeutet, ob ein markt überkauft oder überverkauft ist.

Um den RSI zu ermitteln, werden die Kursveränderungen der Tage mit steigendem Schlusskurs sowie der Tage mit fallendem Schlusskurs zusammengerechnet und geglättet. Steigt der Indikator auf über 70, so gilt das Wertpapier aus überkauft. Sinkt er hingegen unter 30, ist er überverkauft.

Fazit: Zuverlässige Handelssignale durch Kombination mehrerer Tools

Die Trendfolge Strategie gehört zu den am häufigsten genutzten Trading Strategien – und das nicht ohne Grund. Es gibt zahlreiche verschiedene Tools und Indikatoren, die Tradern dabei helfen den vorherrschenden Trend zu identifizieren und dementsprechend findet jeder Händler das Passende.

Außerdem liefern diese Methoden relativ zuverlässige Handelssignale, was die Erfolgschancen des Traders erhöhen. Dabei ist allerdings zu beachten, dass auch die Trendfolge Strategie keine Garantie darstellt und die künftige Kursentwicklung nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden kann.

Um das Chance-Risiko-Verhältnis zu verbessern, empfiehlt es sich nicht nur eines der zur Verfügung stehenden Tools zu nutzen, sondern eine Kombination aus mehreren Indikatoren. Darüber hinaus lohnt es sich oftmals auch einen Blick auf die Fundamentaldaten des Unternehmens zu werfen und diese in die Handelsentscheidung mit einfließen zu lassen.

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Zuletzt geupdated am 25/05/2022 von Alex Abate

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