Keltner Channel Indikator Trading Erfahrungen & Test: Keltner Channel richtig traden

Immer mehr Menschen erkennen die Chancen die der Handel mit Wertpapieren wie beispielsweise Aktien, ETFs oder Forex mit sich bringt. Um möglichst langfristigen Erfolg beim Traden zu haben, gibt es zahlreiche verschiedene Strategien und Tools, darunter zum Beispiel Indikatoren zur Analyse der Kursentwicklung. Eines davon ist der Keltner Channel. Worum es sich dabei genau handelt, wie der Indikator bei der Kursanalyse hilft, wie das Trading mit Keltner Channel funktioniert und mehr Erfahrungen, zeigt der folgende Artikel.

Was ist der Keltner Channel?

Beim sogenannten Keltner Channel handelt es sich um einen Volatilitätsindikator. Dieser wurde vom in den 60er Jahren vom Rohstoff-Trader Chester W. Keltner entwickelt und entsprechend nach ihm benannt. Wirklich bekannt wurde der Indikator allerdings erst, nachdem die bekannte Traderin Linda B. Raschke eine etwas abgewandelte Form des Keltner Channels nutzte.

Der Keltner Channel ist ein volatilitätsbasierter Kanal, den Trader nutzen, um die Volatilitätsbereiche in den Kursbewegungen eines Basiswertes zu ermitteln. Dafür misst der Indikator die Kursbewegungen im Verhältnis zu oberen und unteren Bändern. Damit kann der Händler abschätzen, ob sich der Trend des Vermögenswertes fortsetzt oder ändert.

Genauso wie andere Indikatoren zur Ermittlung der Volatilität – darunter zum Beispiel die Bollinger Bänderbesteht der Keltner Channel aus drei separaten Linien. Diese bewerten die Schwankungen eines Basiswertes anhand der Kursbewegungen und der Unterstützungs- sowie Widerstandslinie.

Die mittlere Linie stellt die Kursentwicklung anhand des exponentiell gleitenden Durchschnitts (EMA) dar. Die beiden äußeren Linien sind Volatilitätsbänder, die diesen gleitenden Durchschnitt umgeben. Während die Bollinger Bänder die Standardabweichung verwendet, nutzen die Keltner Kanäle die sogenannte Average True Range, kurz ATR.

Je geringer die Volatilität, das bedeutet die Schwankung ist, desto näher befinden sich die äußeren Bänder an der Mittellinie. Entsprechend ist die Handelsspanne geringer. Je höher die Volatilität, desto weiter entfernen sich die äußeren Bänder von der Mittellinie.

Dabei grenzen die Widerstands- und die Unterstützungslinie scheinbar die Preisbewegungen des Basiswertes ein. Bei der Unterstützung fällt der Preis eventuell nicht weiter und beim Widerstand steigt er hingegen möglicherweise nicht weiter.

Der Keltner Channel ist ein nützliches Tool, das bei der Kursanalyse hilft, die Volatilität einzuschätzen. Schließt der Kurs nämlich entweder oberhalb des oberen oder unterhalb des unteren Bandes, kann dies eventuell auf eine Veränderung des vorherrschenden Trends bzw. auf die Beschleunigung dieses Trends hindeuten.

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So wird der Keltner Channel berechnet

Die meisten Handelsplattformen bieten mittlerweile zahlreiche Tools und Indikatoren zur Kursanalyse, darunter auch den Keltner Channel. Auf diesen Plattformen wird der Indikator automatisch berechnet. Alles, was Trader tun müssen, ist also nur auf den entsprechenden Button zu klicken.

Sollten Händler den Keltner Kanal allerdings selbst berechnen wollen, funktioniert das ganz einfach in zwei Schritten. Dafür berechnen sie zunächst den exponentiell gleitenden Durchschnitt (EMA) für einen Basiswert in einem festgelegten Zeitraum. Dieser dient anschließend als Mittellinie.

Anders als beim einfachen gleitenden Durchschnitt (SMA), gewichtet der EMA jüngere Kursbewegungen eines Wertes stärker als ältere Kursbewegungen. In der Regel benutzen Trader bei der Berechnung einen EMA mit einer Periode von 20 Tagen.

Einfacher gleitender Durchschnitt (blau) vs. exponentiell gleitender Durchschnitt (gelb)

Um den EMA zu ermitteln, berechnen Trader zunächst den einfachen gleitenden Durchschnitt und daraus mithilfe eines Multiplikators für die Gewichtung den EMA. Dieser Multiplikator ergibt sich durch folgende Formel:

Multiplikator = (2 / (p + 1)) * 100

Anschließend wird der Kurs der aktuellen Kerze mit dem Multiplikator multipliziert und die Summe der vorherigen Kerzen in der gewählten Periode – in diesem Beispiel 20 – mit (100 – Multiplikator). Beide Werte werden nun addiert und schließlich durch die Periodendauer (20) geteilt. Schon hat der Trader den exponentiell gleitenden Durchschnitt errechnet.

Dann sind die äußeren Bänder an der Reihe. Dafür ist die Berechnung der Average True Range (ATR) erforderlich. Das obere Band ergibt sich nämlich als EMA zuzüglich des doppelten ATR und das untere Band als EMA abzüglich des ATR. Zunächst wird dafür der True Range ermittelt. Dieser ist der höchste der folgenden Werte:

  • Differenz aus aktuellem High und dem vorherigen Schlusskurs
  • Differenz aus aktuellem Low und dem vorherigen Schlusskurs
  • Differenz aus aktuellem High und aktuellem Low

Um nun den ATR zu erhalten, muss der Trader den vorherigen 14-tägigen ATR mit 13 multiplizieren, anschließend den ATR des letzten Tages hinzufügen und das Ganze durch 14 teilen. Die obere Linie ergibt sich entsprechend aus der Hinzurechnung der durchschnittlichen Handelsspanne des Kurses zum EMA. Die untere Linie hingegen, indem die durchschnittliche Handelsspanne vom EMA abgezogen wird.

Keltner Kanäle Test – So hilft der Keltner Channel bei der Kursanalyse

Der Keltner Channel ist ein Indikator, der Trader dabei unterstützt, die Kursentwicklung einzuschätzen und wird meist als Bestandteil einer Trendfolge Strategie genutzt. Grundsätzlich gilt: Wenn der Kurs eine der äußeren Kanallinien durchbricht, ist dies ein Hinweis darauf, dass sich der vorherrschende Trend umkehrt oder beschleunigt.

Überschreitet der Kurs das obere Band, deutet dies auf einen bevorstehenden Aufwärtstrend hin bzw. eine Beschleunigung des aktuellen Aufwärtstrends. Bei Durchbruch der unteren Linie von oben nach unten, bedeutet dies hingegen einen bevorstehenden Abwärtstrend bzw. eine Beschleunigung des Abwärtstrends.

Für die Identifizierung eines Trends, sollten sich Trader lediglich auf Kerzen konzentrieren, die den Keltner Channel bzw. die äußeren Bänder vollständig durchbrechen – sei es nach oben oder nach unten. Zu berücksichtigen ist außerdem, wie viele aufeinanderfolgende Kerzen sich außerhalb des Channels bilden und wie weit diese vom Channel entfernt sind.

Ein weiteres wichtiges Kriterium, mit dem Ausbrüche und die Kursentwicklung besser eingeschätzt werden kann sind die sogenannten Pullbacks, das bedeutet Rücksetzer nach einem Durchbruch. Dabei gilt es zu beachten, wo der Pullback endet und ob er wieder in den Keltner Channel gelangt oder schon vorher aufhört.

Zudem wird Händlern empfohlen, den Indikator nicht allein zu verwenden, sondern immer in Kombination mit anderen Indikatoren oder Chartanalyse Tools wie beispielsweise den Bollinger-Bändern, dem Relative Stärke Index (RSI) oder aber anderen gleitenden Durchschnitten. So können Vermutungen der weiteren Entwicklung bestätigt oder aber widerlegt werden.

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So funktioniert das Trading mit dem Keltner Channel

Den Keltner Channel können Anleger beim Trading einsetzen, um die Kursentwicklung von Vermögenswerten zu analysieren und Handelssignale zu generieren. Der Kanal zeigt Bereiche auf, in denen es sich lohnt, einen Kauf oder Verkauf abzuschließen.

So wird ein Kauf empfohlen, wenn der Kurs des Basiswertes nach Durchbruch der unteren Linie wieder steigt. Ein Verkaufssignal wird hingegen generiert, wenn der Kurs nach Durchbruch der oberen Linie wieder fällt. Ein Durchbruch der äußeren Bänder bedeutet also nicht immer, dass sich diese Entwicklung auch fortsetzt.

Diese Einstellungen gibt es

Wie bereits erwähnt stellen nahezu alle Online-Broker, Handelsplattformen und Chartprogramme ihren Nutzern heutzutage eine Reihe von Indikatoren, darunter den Keltner Channel, zur Verfügung. Dabei kann der Trader einige Einstellungen nach individuellen Wünschen vornehmen. Dazu gehört zum einen die Breite des Kanals und zum anderen die Periodenlänge des gleitenden Durchschnitts.

Die Breite des Keltner Channels kann über den Multiplikator bestimmt werden. Je kleiner der Multiplikator, desto enger ist der Kanal. Bei einem größeren Multiplikator ist der Kanal entsprechend weiter. Dabei bedeutet ein Multiplikator von 2, dass der zweifache ATR zum EMA – das bedeutet zur Mittellinie – hinzugerechnet wird.

Beträgt der Multiplikator 1, wird lediglich der einfache ATR hinzugerechnet. Einen breiteren Channel durchbricht der Kurs seltener als einen engen Channel. Somit werden auch seltener Kauf- bzw. Verkaufssignale generiert.

Darüber hinaus können Trader die Periodenlänge des exponentiell gleitenden Durchschnitts individuell festlegen. Dadurch lässt sich steuern, wie sensibel der Durchschnitt auf Kursänderungen reagiert.

Je kürzer die Periode, das bedeutet je weniger Tage herangezogen werden, desto sensibler reagiert der EMA auf kurzfristige Änderungen. Mit einer längeren Periodenlänge reagiert der Durchschnitt langsamer und die Mittellinie ist deutlich glatter.

EMA mit Periodenlänge 100 (gelb) vs. EMA mit Periodenlänge 20 (blau)

Keltner Channel MT4 / MT5 – Indikator im MetaTrader

Zahlreiche Online-Broker und Trading-Plattformen bieten ihren Nutzern heutzutage vielfältige Analysetools und Indikatoren wie den Keltner Channel. Dazu zählt zum Beispiel der MetaTrader. Dabei handelt es sich um eine der beliebtesten Plattformen für automatisiertes und algorithmisches Handeln.

Der MetaTrader (MT) ist in zwei Versionen verfügbar: dem MT4 und dem MT5. Der MetaTrader wird hauptsächlich von Forex Tradern genutzt. Der Forex Markt ist ein hoch volatiler bzw. sehr schwankungsanfälliger Markt. Daher gehört der Keltner-Channel zu den am häufigsten genutzten Indikatoren auf der Plattform.

Logo von MetaTrader

Neben dem klassischen Keltner Channel, der sowohl im MT4 als auch im MT5 verfügbar ist, empfehlen einige Trader die Verwendung des sogenannten Admiral Keltner Indikators. Dieser ist eine optimierte Version des Standard Keltner Kanals, der allerdings nicht auf dem MT4 bzw. MT5 vorinstalliert ist.

Für die Nutzung können Anleger diesen Indikator als Teil der kostenlosen MetaTrader Supreme Edition herunterladen und installieren. Anschließend erscheint der Indikator auf der linken Seite im Navigator-Fenster.

Fazit: Zuverlässiger Indikator in Kombination mit weiteren Tools

Der Keltner Channel ist in nahezu jedem Charttool und auf jeder Handelsplattform nutzbar. Außerdem ist der Indikator einfach in der Anwendung und leicht zu verstehen. Das macht ihn zu einem geeigneten Tool, das Trader bei der Kursentwicklungsanalyse unterstützt. Darüber hinaus können ganz einfach Handelssignale generiert werden.

Dabei ist allerdings gleichzeitig zu beachten, dass kein Tool bzw. Indikator im Alleingang garantierte Sicherheit bieten kann. Daher empfiehlt es sich in jedem Fall mindestens einen weiteren technischen Indikator, wie beispielsweise die Bollinger Bänder oder andere gleitende Durchschnitte zu nutzen, um vermutete Kursentwicklungen zu bestätigen, bevor eine Handelsentscheidung getroffen wird.

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Meist gestellte Fragen:

Was ist der Keltner Channel?

Beim Keltner Channel handelt es sich um einen volatilitätsbasierten Indikator, der in den 60er Jahren von Chester W. Keltner entwickelt wurde. Er besteht aus drei Bestandteilen: der Mittellinie, welche die Kursentwicklung darstellt zum einen und zwei äußeren Linien bzw. Bändern zum anderen. Die Mittellinie wird durch den exponentiell gleitenden Durchschnitt dargestellt und die beiden äußeren Bänder ergeben sich durch hinzurechnen bzw. abziehen der Average True Range (ATR).

Wozu dient der Keltner Channel?

Der Keltner Channel unterstützt Trader dabei, die Kursentwicklungen besser einzuschätzen und generiert Handelssignale und Empfehlungen. Der Indikator wird meist als Bestandteil einer Trendfolge Strategie eingesetzt und kann auf eine Trendumkehr oder aber eine Beschleunigung des aktuellen Trends hindeuten. Wenn der Kurs das obere Band durchbricht deutet dies auf einen bevorstehenden Aufwärtstrend oder die Beschleunigung des aktuellen Aufwärtstrends hin. Durchbricht der Kurs hingegen das untere Band, ist dies ein Hinweis auf einen künftigen Abwärtstrend bzw. die Beschleunigung des vorherrschenden Abwärtstrends.

Wie wird der Keltner Channel berechnet?

Nahezu jeder Online-Broker, jede Handelsplattform und jedes Charttool verfügt heutzutage über zahlreiche Indikatoren. Diese werden dort automatisch berechnet. Um den Keltner Channel allerdings selbst zu berechnen, muss der Trader lediglich zwei Schritten folgen. Als erstes berechnet er den exponentiell gleitenden Durchschnitt bzw. exponential moving average (EMA). Anschließend ermittelt er die Average True Range für die bestimmte Periode und kann daraus die beiden äußeren Bänder ableiten.

Wie werden mit dem Keltner Channel Handelssignale generiert?

Der Keltner Channel wird gern auch eingesetzt, um Handelssignale zu erhalten. Dabei wird ein Kauf empfohlen, wenn sich der Kurs des jeweiligen Vermögenswertes nach Durchbruch der unteren Linie wieder nach oben entwickelt und ein Aufwärtstrend bevorsteht. Ein Verkaufssignal erhält der Trader hingegen, wenn der Kurs des Vermögenswertes nach Durchbruch der oberen Linie wieder abfällt und entsprechend ein Abwärtstrend erwartet wird. Ein Durchbruch der äußeren Bänder bedeutet allerdings nicht in jedem Fall, dass sich diese Entwicklung auch fortsetzt.

Welchen Einfluss haben die Breite des Kanals und die Periodenlänge?

Auch wenn der Keltner Channel in Handelsplattformen grundsätzlich automatisch ermittelt wird, hat der Trader auch noch ein Wörtchen bei den Einstellungen mitzureden. Er kann sowohl die Breite als auch die Periodenlänge individuell festlegen. Mit der Periodenlänge kann er Einfluss darauf nehmen, wie sensibel der exponentiell gleitende Durchschnitt auf Kursänderungen reagiert. Umso länger die Periode, umso langsamer reagiert die Mittellinie auf Änderungen. Entsprechend ist die Linie glatter als bei einer kurzen Periode. Die Breite des Kanals kann der Händler wiederum mithilfe des Multiplikators beeinflussen. Je größer der Multiplikator, desto breiter der Kanal und umgekehrt.

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Zuletzt geupdated am 09/02/2022 von Maren

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