Was ist ein Linienchart? Chartanalyse der Auf- und Abwärtsbewegungen der Kurse

Für den möglichst langfristigen Erfolg an der Börse ist es für Trader überaus wichtig zu wissen, wie sie einen Chart lesen müssen. Dieses Wissen gehört zu den Grundlagen im Trading. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Kursentwicklungen darzustellen und entsprechend unterschiedliche Arten von Charts – darunter zum Beispiel der Linienchart, den wir im Folgenden genauer unter die Lupe nehmen. Worum es sich dabei handelt, was ein Linienchart anzeigt und wie die Chartanalyse mit Linienchart funktioniert, zeigt der folgende Artikel.

Was ist ein Linienchart?

Ein Linienchart ist eine von vielen Arten die aktuelle wie auch vergangene Entwicklung eines bestimmten Wertpapiers abzubilden. Dabei werden die einzelnen Datenpunkte markiert und anschließend verbunden, sodass sich daraus eine Linie ergibt. Das sorgt für mehr Übersichtlichkeit, da Trader so einfach erkennen können, ob der Kurs momentan steigt oder fällt.

Darüber hinaus können Anleger auf dem Linienchart auch sofort sehen, zu welchem Zeitpunkt und in welcher Höhe der Kurs in den vergangenen Perioden Hochpunkte und Tiefpunkte hatte. Die Linienchart setzt sich, wie bereits erwähnt, aus einzelnen Datenpunkten zusammen, die anschließend zu einer Linie verbunden werden.

Bei diesen Datenpunkten handelt es sich um die Schlusskurse der jeweiligen Perioden – in der Regel der Schlusskurs einzelner Tage. Je nach Einstellung kann der Linienchart allerdings auch den Schlusskurs einer kompletten Woche oder aber eines ganzen Monats anzeigen. Auf der horizontalen Achse der Chart befindet sich der Zeitpunkt bzw. die einzelnen Perioden, während die vertikale Achse die entsprechende Kurshöhe abbildet.

Der Linienchart ermöglicht es Tradern, die Kursentwicklung des abgebildeten Finanzinstruments auf einen Blick zu erfassen. Allerdings kann als Nachteil gesehen werden, dass im Vergleich zu beispielsweise dem Candlestick Chart die Schwankungen, die der Kurs innerhalb einer Periode – in der Regel eines Tages – verzeichnet hat, nicht erkennbar sind.

Wann ist ein Linienchart sinnvoll?

Neben den zahlreichen weiteren Alternativen, die der Trader in Sachen Charts hat – darunter unter anderem der Bar Chart, Point and Figure Chart oder der Volume Chart – stellt sich die Frage, wann der Einsatz eines Liniencharts am sinnvollsten ist. Grundsätzlich ist diese Art von Chart für jeden Trader nutzbar, vom Einsteiger bis hin zum erfahrenen Trader.

Allerdings eignet sich der Linienchart besonders gut beim Trading für Anfänger – zum einen, da er sehr leicht zu lesen und verstehen ist und zum anderen, da erfahrene Trader meist auf andere Charts zurückgreifen, die mehr Informationen zur Verfügung stellen und somit eine detailliertere Analyse erlauben. Doch für den Anfang ist ein Linienchart vollkommen ausreichend.

Zudem eignet es sich eher für den mittel- bis langfristigen Handel, da hier viele Daten herausgefiltert werden und letzten Endes lediglich die Schlusskurse berücksichtigt werden. Der Fokus liegt dabei also auf dem Wesentlichen.

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Trading mit dem Linienchart

Trader, die ein bestimmtes Wertpapier kaufen wollen, sollten nicht unüberlegt handeln, sondern das Instrument vor Eröffnung einer Position genau im Auge behalten und den richtigen Zeitpunkt abwarten. Dafür eignen sich Liniencharts besonders gut. Nützliche Tools oder Hilfestellungen bei der Chartanalyse sind unter anderem Trendlinien, Formationen und weitere Indikatoren, die im Folgenden näher betrachtet werden.

Chartanalyse im Linienchart – Trendlinien und Formationen

Eine der wichtigsten Hilfestellungen bei der Chartanalyse ist die Trendlinie. Diese verläuft entlang der Hochpunkte bzw. Tiefpunkte und bildet somit den vorherrschenden Trend ab. Das hilft dem Trader bei seinen Handelsentscheidungen und zeigt ihm Optionen für Käufe oder Verkäufe.

Darüber hinaus können Trendlinien auch als Unterstützung und Widerstand eingesetzt werden. Sie kennzeichnen bestimmte Bereiche im Chart visuell, die der Kurs zu früheren Zeitpunkten nicht einfach durchbrechen konnte. Dafür werden alle Highs bzw. Lows, die auf derselben Höhe liegen, zu einer horizontalen Linie verbunden.

Diese Linie können Händler nun als Grenze interpretieren, die der Kurs nur schwer überwinden kann. Wird sie allerdings durchbrochen – nach oben oder unten – ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich der Kurs auch in diese Richtung weiterentwickelt.

Ein weiteres wichtiges Mittel zur Analyse des Charts sind Formationen, die sich aus der Bewegung der Linien ergeben. Dabei gibt es zahlreiche verschiedene Formationen, die jeweils hilfreiche Trading-Signale generieren. Formationen, die im Linienchart häufig vorkommen und leicht identifiziert werden können, sind folgende:

  • Schulter-Kopf-Schulter Umkehrformation
  • Double-Top/Double-Bottom und Triple-Top/Triple-Bottom
  • Dreieckformation

Hinzu kommen zum Beispiel Wimpel und Flaggen, die Rechteckformation und die Keilformation. Doch wir gehen in diesem Artikel nur näher auf die ersten drei Formationen ein.

Die Schulter-Kopf-Schulter Formation ist eine Umkehrformation und ist somit ein Hinweis auf eine baldige Trendänderung. Sie besteht aus drei Hochpunkten – auch Spitzen genannt – die optisch an einen Kopf mit zwei Schultern erinnert. Dabei liegen die beiden äußeren Spitzen auf einer tieferen Ebene als die mittlere Spitze.

Double-Tops (Bottoms) und Triple-Tops (Bottoms) haben, wie der Name bereits verrät, zwei bzw. drei Spitzen und gelten ebenfalls als Umkehrformation. Dabei geht der Kurs zwei bzw. drei Mal in Richtung Unterstützung oder Widerstand, prallt allerdings jedes Mal daran ab und entwickelt sich anschließend in die entgegengesetzte Richtung weiter.

Bei der Dreieck-Formation unterscheidet man in symmetrische, aufsteigende und absteigende Dreiecke. Je nachdem um welches es sich dabei handelt, unterscheidet sich das Aussehen etwas. Grundsätzlich bewegt sich der Kurswert aber bei allen in abnehmenden Schwankungen zwischen zwei Linien, sodass sich am Ende das Muster eines Dreiecks ergibt. Diese Formation zeigt, im Gegensatz zu den beiden vorherigen, die Fortsetzung des Trends.

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Indikatoren im Linienchart

Auch Indikatoren gehören fest zum Werkzeugkoffer bei der Chartanalyse. Sie helfen Tradern bei der Einschätzung des Marktes und geben eine Übersicht über die aktuellen Kursentwicklungen. Außerdem generieren sie Handelssignale für den Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers zum richtigen Zeitpunkt.

Es gibt zahlreiche verschiedene Indikatoren, die sich allerdings alle in folgende Typen oder auch Kategorien einteilen lassen:

  • Gleitende Durchschnitte
  • Trendindikatoren
  • Oszillatoren
  • Kurs-/Preis-Kanäle

Während gleitende Durchschnitte den Durchschnitt eines Wertpapiers über eine bestimmte Periode anzeigen, stellen Trendindikatoren den Trend des Wertpapiers dar, weshalb sie auch als Trendfolger bezeichnet werden.

Bei den Oszillatoren hingegen spielt nicht die Entwicklung oder die Trendrichtung selbst eine Rolle. Vielmehr geht es dabei um die Stärke der Kursbewegung und die Geschwindigkeit des Trends. Zu guter Letzt gibt es noch Kurs-/Preis-Kanäle. Diese bestehen in der Regel aus zwei Linien die einen Kanal ergeben, wobei die Linien in Wellen und Schwüngen verlaufen.

Fazit: Besonders für Einsteiger geeignet

Beim Linienchart handelt es sich um eine von vielen verschiedenen Möglichkeiten, die vergangene und aktuelle Entwicklung des Kurses eines Wertpapiers abzubilden. Dabei werden die Schlusskurse der einzelnen Perioden – in der Regel Tage – markiert und zu einer Linie verbunden.

Diese einfache Darstellung erlaubt es Tradern nicht nur vergangene Hoch- und Tiefpunkte zu identifizieren, sondern auch den aktuellen Trend auf einen Blick zu erkennen. Da allerdings nur der Schlusskurs und keine weiteren Daten hier erfasst werden, greifen erfahrene Trader oftmals zu anderen Charts zurück, die eine detailliertere Chartanalyse ermöglichen. Beim Trading für Anfänger eignet sich der Linienchart dennoch hervorragend.

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Zuletzt geupdated am 20/01/2022 von Andre Witzel

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