Market Timing Definition – Was versteht man unter diesem Begriff im Detail?

Anleger, die über den Einsatz eines Robo-Advisor nachdenken, können mittlerweile aus dem Vollen schöpfen. In Deutschland gibt es längst eine Auswahl von deutlich mehr als 20 Anbietern. Abgesehen von den anfallenden Kosten unterscheiden sich die Dienste in erster mit Blick auf die Ausrichtung der zugrunde liegenden Algorithmen.

Der „innovative“ Aspekt eines Robo-Advisor sind an erster Stelle die automatisierte Verwaltung und Optimierung der Portfolios. Die wesentliche Aufgabe eines Handels-Roboters: Er soll die Überwachung der Investitionen im Sinne der Anlage-Präferenzen übernehmen.

Wie funktionieren Robo-Advisor?

Damit Roboter automatisiert arbeiten können, sind entsprechende Dienste – wie jeder guter Trading-Dienst – bei den verwendeten Algorithmen und Systemen auf gewissen System angewiesen. Eben diese technischen Grundlagen geben den Rahmen und den Handlungsspielraum des verwendeten Robo-Advisors auf der einen und letzten Endes auch die ideologische oder visionäre Ausrichtung des Anbieters eines Robo-Advisors vor.

▶︎ Wie werden Robo-Advisor definiert?

Innerhalb des individuell abgesteckten Rahmens investiert und de-investiert der Robo-Advisor Ihre zur Verfügung gestellten Gelder. Das System tut am Ende nur, was es tun soll. Oder anders formuliert: Erwarten Sie beim Handel keine Überraschungen, die über die von Ihnen selbst vordefinierten Parameter hinaus gehen. Daraus resultiert ganz automatisch die Regel: Jeder Robo-Advisor arbeitet nur so gut wie sein Anwender.

Dabei hat jeder Anbieter eine mitunter recht unterschiedliche Auffassung davon, wie er welche Weise Märkte am besten vorhersagen und möglichst hohe Renditen erwirtschaften will und kann.

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Market Timing – Strategien und Stock Picking als zentrale Komponenten beim Trading

Eine populäre, aber auch umstrittene Theorie bzw. Annahme zur Einschätzung der Märkte ist das Market Timing oder Timing-Strategie. Zur Definition des Begriffs Market Timing ist zu sagen: Automatisierte versuchen in diesem Fall stets, den richtigen Zeitpunkt ausfindig zu machen, um Positionen gewinnbringend zu kaufen oder zu verkaufen.

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Mit anderen Worten ließe sich formulieren: Es geht in erster Linie darum, Hinweise zu entdecken, wann der Markt oder einzelne Aktien ihren temporären Höchst- oder Tiefststand erreicht haben könnten. Der Hintergrund jeder Anlage ist also, den Moment zu finden, zu dem Sie möglichst günstig kaufen bzw. teuer verkaufen können. So weit, so gut. Bis hierher sind die Rahmenbedingungen aus der Sicht jedes Anlegers nur allzu gut nachvollziehbar.

Anleger, die dem Ansatz Market Timing folgen, zielen auf den optimalen Zeitpunkt ab, um in den Markt einzusteigen und sich von Positionen zu verabschieden – in der grauen Theorie lassen sich so exorbitante Gewinne erzielen.

Diese Strategie verlangt Händlern und Anlegern aber ein durchaus weitreichendes Wissen ab. Entscheidend sind beispielsweise Marktsignale, die Ihnen überhaupt erst dabei helfen, geeignete Märkte und/oder Aktien zu erkennen. Ohne einen gewissen Erfahrungsschatz wird es nur mit Glück gelingen, jene Werte zu finden, die sprichwörtlich durch die Decke gehen werden. Diese Auswahl einzelner Titel wird auch als Stock Picking bezeichnet.

Stefan Schütze, Experte im Hause Robo-Advisor Truevest, schreibt zu diesem Thema:

Wir glauben an einen Timing-orientierten Investmentansatz. Daher sind unsere Investoren nur bei einem klaren Kaufsignal über die 200-Tage-Linie ihrer Strategiebenchmark im Markt investiert. Erfolgt hier ein Verkaufssignal, gehen wir mit den Geldern der Strategie an den Seitenrand und investieren vorübergehend nur in Geldmarkttitel. Damit lassen sich die großen Markttrends hervorragend timen und Anleger partizipieren überwiegend an den großen Aufwärtstrends und vermeiden die großen Abwärtstrends überwiegend. Auskömmliche Ergebnisse bei geringer Schwankung und überschaubarem Verlustrisiko sind ein Ansatz für Jedermann. Wahlweise über Zielfonds oder ETFs.

Relevante und richtungweisende Signale können Gesetzesänderungen, Entwicklungen der Kaufkraft, aktuelle Daten zur Inflation, Unternehmensgewinne, Wirtschaftswachstum oder Technologie-Trends sein. Je nach Aufkommen und Abflachen können eben diese Informationen die Märkte und damit das Wachstum von Indizes beeinflussen.

Quirion Startseite

Der typische Robo-Advisor wie Quirion oder VisualVest greift vor allem auf Big-Data-Analysen zurück, um eine schier endlose Vielfalt an Daten auszuwerten und diese zu analysieren. Der Robo-Advisor des weltweit größten Vermögensverwalter BlackRock soll angeblich neben Satellitenbildern sogar Daten aus Social-Media-Netzwerken auswerten.

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Market Timing Beispiel: Verlauf des DAX und anderer Indizes im Mittelpunkt

Der Gegenentwurf zur Market-Strategie ist die Haltestrategie. Im Fachjargon ist dieser Trading-Ansatz als Handelsstrategie seit Jahrzehnten auch unter dem Namen „Buy and Hold“ bekannt. Hier werden Investitionen konstant über einen bestimmten Zeitraum gehalten.

Das Beispiel der DAX-Verlaufs-Kurve von 2008 bis 2018 verdeutlicht an dieser Stelle das Vorgehen von Anlegern, die diese Strategie bevorzugen.

Quelle: Onvista

Wer im Jahr 2008 in einen DAX-ETF (z. B. iShares Core DAX UCITS ETF (DE) EUR (Acc) investiert hat, hätte sich in den vergangenen Jahren über einen stetigen Zuwachs des eigenen Vermögens dürfen, Allein bis zum Jahr 2017 wäre das Vermögen um weit über 60 Prozent gewachsen. Parallel zum Deutschen Aktienindex (DAX).

Schaut man sich die Verlaufskurve mit dem für Anleger nötigen Blick fürs Detail an, zeichneten sich bis heute zwar immer wieder Einbrüche ab. Zwischenzeitlich aber legte der Index immer ebenso deutlich zu, sodass in mancher Phase Gewinne von bis zu 50 Prozent durchaus realistisch waren.

Market Timing versucht, genau diese Schwankungen vorherzusagen und entsprechend günstig einzukaufen beziehungsweise zu zeitweise höheren Kursen einen Verkauf auszuführen.

Kritik am Ansatz des Marketm Timing

Gegner der Strategie des Market Timings halten den Ansatz für nicht existent  oder nachvollziehbar. Sie sind der festen Überzeugung, dass man Kursentwicklungen in dieser Form eben nicht treffsicher vorhersagen kann. Vielmehr wisse man als Anleger immer erst im Nachhinein, ob und wann der Markt wirklich eingebrochen ist.

Für diesen Gedankengang sprechen auch finanzmathematische Studien. Etliche dieser Auswertungen konnten nachweisen, dass der Ansatz Market Timing nicht sinnvoll und zielführend ist. In mehr als der Hälfte der bisherigen Untersuchungen zeigte sich: Eine Vorhersage der Marktentwicklung ist zum Scheitern verurteilt.

Seit 1930 wiesen Börsenjahre zu 70 Prozent stets eine positive Entwicklung auf, was zumindest in der Theorie sehr eindeutig für die „Buy-and-Hold-Strategie“ spricht.

Zum Thema äußerte sich wiederholt auch der Star-Investor Warren Buffett: “Wir sind seit langem der Meinung, dass der einzige Wert von Aktien-Prognostikern darin besteht, Wahrsagen gut aussehen zu lassen. Sogar jetzt glauben Charlie [gemeint ist Buffetts Berkshire Hathaway-Vize Charlie Munger] und ich weiterhin, dass kurzfristige Marktprognosen Gifts (also ein unerwartete Geschenke für Anleger) sind und an einem sicheren Ort weggeschlossen werden sollten, fern von Kindern und auch von Erwachsenen, die sich am Markt wie Kinder benehmen.“

Eugene Francis Fama - ein US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler - halbsitzend auf einem Tisch mit verschränkten Armen
Eugene Fama (Bild: Helmut Fricke, Quelle: FAZ)

Der bekannte Ökonom Eugene Fama von der Universität Chicago geht sogar soweit zu sagen, dass es nicht einmal Blasen gibt: „Ich glaube nicht an Blasen. Man muss vorhersagen können, dass und wann sie platzt. Wenn man das nicht kann, ist es nachlässig, das Worte Blase dafür (überhaupt) zu verwenden.“

Fazit: Market Timing Definition und Funktionsweise

Die Strategie Market-Timing ermöglicht Anlegerinnen und Anlegern das zielgenaue Abpassen günstiger Momente für den Ein- und Ausstieg in/aus Positionen. Dabei erfüllt der strategische Ansatz seinen Zweck sowohl beim Handel mit Wertpapieren wie Aktien als auch anderen Produkten wie Kryptowährungen und Fiatgeldern. Vor allem kurz- und mittelfristig planende Investoren können sich durch diese Strategie gute Renditen sichern – komfortabel gelingt dabei auch und gerade die Einbindung in einen zuverlässigen, hochwertigen Robo-Advisor. Doch selbst bei langfristigen Handelszielen können Transaktionen mittels Market-Timing zu deutlich höheren Gewinnen zielen. Freilich unter Berücksichtigung insgesamt höherer Handelsgebühren als Folge regelmäßiger Transaktionen auf dem Markt.

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Zuletzt geupdated am 07/06/2022 von Andre Witzel

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