Trader in Vollzeit

Vollzeit als Trader arbeiten: Kann man Trading hauptberuflich machen?

Heutzutage beschäftigen sich immer mehr Menschen mit Trading. Was zunächst als Hobby beginnt, kann schnell zu etwas Ernsterem werden. Der Gedanke, sich selbst mit Trading selbstständig zu machen und dabei Geld zu verdienen, klingt einfach zu schön. Prinzipiell ist es auch durchaus möglich, sich mit Trading selbstständig zu machen und Vollzeit als Trader zu arbeiten. Allerdings ist einiges zu beachten, wenn man mit Trading seinen Lebensunterhalt verdienen möchte.

Folgend wird erklärt, was ein Trader überhaupt ist, welcher unter Unterschied zwischen privaten Tradern und selbstständigen Tradern besteht und was zu beachten ist, wenn man sich mit dem Trading selbstständig machen will.

Selbststaendiger Trader Jia Tian Rong
Selbstständiger Trade Jia Tian Rong von Trading.de

Unterschied zwischen privaten Tradern und selbstständigen Tradern

Man kann dementsprechend zwischen privaten Tradern und selbstständigen Tradern unterscheiden. Aber welche Unterschiede gibt es dabei?

Ein privater Trader ist ein Einzelunternehmer, der Verträge unter seinem eigenen Namen abschließt und persönlich für seine Schulden haftet. Als privater Trader ist man für die Zahlung von Steuern auf seine eigenen Gewinne verantwortlich und haftet persönlich für alle Verluste des eigenen, selbst gegründeten Unternehmens. Man kann dabei Angestellte beschäftigen, sollte jedoch darauf achten, der alleinige Eigentümer seines Unternehmens zu bleiben.

Im Gegensatz dazu kann die Definition des Begriffes „selbstständig“ für arbeitsrechtliche und steuerliche Zwecke ein wenig kompliziert sein. Als kleine Faustregel: Man gilt als selbstständig, wenn man für den Erfolg (oder Misserfolg) seines Unternehmens verantwortlich ist und selbst entscheiden kann, welche Arbeit man wann, wo und wie verrichtet. Wenn man selbstständig ist, kann man also quasi als privater Trader angesehen werden.

Wir fassen zusammen:

Kurz zusammengefasst, besteht kein wirklicher Unterschied zwischen der Tätigkeit als privater Trader und selbstständiger Trader. Der Begriff „privater Trader“ beschreibt meist eine Unternehmensstruktur, während „selbstständig“ bedeutet, dass man nicht für einen Arbeitgeber arbeitet und keine Lohnsteuer zahlt. Beide Begriffe werden dabei sogar oft synonym zueinander verwendet, denn wenn man selbstständig ist, führt man quasi ein Unternehmen als privater Einzelunternehmer. 

Mit dem Trading selbstständig machen: Das ist zu beachten

Es gibt nun jedoch einiges, das man beachten sollte, wenn man sich mit dem Trading selbstständig machen und mit Trading Geld verdienen will. Folgend sind sieben wichtige Tipps für Anfänger aufgelistet.

1. Die Auswahl des richtigen Brokers

Die erste wichtige Entscheidung, die ein Trader zu treffen hat, ist die Auswahl eines passenden Online-Brokers. Doch wozu braucht man einen Broker? Ein Trading Broker übernimmt die Aufgabe eines Zwischenhändlers bzw. Vermittlers zwischen Trader und Handelsplatz. Broker schließen im Auftrag einer anderen Person ein Geschäft für einen Provisionsanteil ab. Sie sind damit quasi eine „Eintrittskarte“ in die Welt der Finanzmärkte. Der „perfekte Broker“ muss einen zuverlässigen Kundendienst anbieten, ein umfangreiches Angebot bereitstellen und darf dabei nicht zu teuer sein. Je nachdem, wie die Bedürfnisse des Kunden aussehen, lohnt es sich verschiedene Broker zu vergleichen.

2. Das nötige technische Equipment

Um als Trader richtig durchstarten zu können, benötigt man eine angemessene Hardware. Die Grundvoraussetzung bilden dabei ein Internetanschluss sowie ein funktionierender, nicht zu alter Computer. Wichtig ist, technische Ausfälle zu vermeiden – denn das könnte sonst teuer werden!

Trading vollzeit

3. Der richtige Markt

Die Auswahl des richtigen Marktes ist ähnlich wichtig wie die Auswahl des Brokers. Der Trader sollte seinen Markt dabei basierend auf seinem Handelsstil, seinen finanziellen Mitteln und der Tageszeit, zu der er handelt (oder handeln möchte), auswählen. Man unterscheidet dabei folgende Märkte: Aktien Broker, Anleihen Broker, ETF Broker, Forex Broker, Rohstoff Broker, (Binäre) Optionen Broker, Futures Broker, CFD Broker und Kryptowährungen Broker.

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5. Eine durchdachte Trading-Strategie

Kaufen und wieder verkaufen – so einfach ist Trading dann doch nicht. Man unterscheidet verschiedene Trading-Strategien. Und eine passende Strategie für sich selbst zu finden, ist mitunter eine der wichtigsten Dinge im Leben eines Traders. Es gilt dabei, zu beachten, innerhalb eines welchen Zeitrahmen man handeln möchte (kurz- vs. längerfristig) und wie lange man einen Finanztitel halten möchte (Sekunden und Minuten, einen Tag, mehrere Wochen oder gar Monate bzw. Jahre). Die Strategie sollte dabei immer auf Chart- und Musteranalysen basieren und technische Indikatoren miteinbeziehen. 

Tipp!

Es kann auch empfehlenswert sein, eine Trading-Strategie zunächst in einem sogenannten Demohandelskonto mit virtuellem Guthaben auszutesten – völlig frei von jeglicher Art von Risiko.

6. Erstellen eines Risikomanagements

Wenn man seinen Lebensunterhalt mit Trading verdienen möchte, ist es zudem wichtig, gut mit Risiken umgehen zu können, denn: Wer Risiken nicht ernst nimmt, der wird ihnen sehr sicher irgendwann zum Opfer fallen! Daher braucht man ein gewisses System, das eine genügende Sicherheit bietet. Diese drehen sich meist um Stop-Loss, sowie Take-Profit und ermöglichen es, vorausschauend und neutral zu planen. 

  • Stop-Loss-Order: Eine Stop-Loss-Order ist ein Auftrag, der verwendet wird, um einen Verlust zu begrenzen oder den Gewinn eines bestehenden Finanztitels zu sichern. Wird eine gewisse Kursuntergrenze eines Wertpapiers erreicht, löst das System automatisch einen Verkaufsauftrag aus.
  • Take-Profit-Order: Eine Take-Profit-Order ist ein Auftrag, der geschlossen wird, wenn ein bestimmtes Gewinnniveau erreicht ist – eine Art „Limit-Auftrag“. Verwendet man diese Taktik, muss man den Kurs den Tag über nicht sorgfältig verfolgen oder sich Gedanken darüber machen, wie hoch die Aktie nach dem Ausbruch steigen könnte.
Stop Loss Take Profit

7. Ständige Weiterbildung

Man hat nie ausgelernt – auch nicht im Trading! Um sein Geld mit Trading verdienen zu können, sollte man sich ständig weiterbilden und sich ein Know-how aneignen. Ein Grundwissen in den Bereichen Volkswirtschaft und Wirtschaftswissenschaften bildet dabei eine gute Basis. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, sich selbst weiterzubilden: Angefangen mit Video-Tutorials, über Bücher bzw. Hörbücher und Foren bis hin zur mittlerweile existenten Trading-Ausbildung.

Gewerbeanmeldung Ja oder Nein: Das gilt es zu beachten

Hat man sich endgültig dafür entschieden, hauptberuflicher Trader zu werden, und dafür bereits die ersten Schritte eingeleitet, gibt es dennoch eine wichtige Frage, die es gilt zu klären: Muss ich als selbstständiger Trader eigentlich ein Gewerbe anmelden?

Die kurze Antwort lautet: Nein! Da man als selbstständiger Trader mit seinem eigenen Geld handelt, muss man kein Gewerbe anmelden. Denn damit ist man weder ein Finanzleistungsinstitut oder ein Wertpapierhandelshaus noch eine andere Art von Finanzunternehmen. Die Sache sieht dabei jedoch ganz anders aus, wenn man mit dem Geld eines anderen handelt. Dann tritt man nämlich als Dienstleister im Finanzbereich auf und muss demnach eine Gewerbeanmeldung tätigen. 

Lifestyle als Trader

Steuern im Trading

Ist das Thema Gewerbeanmeldung geklärt, stellt sich häufig eine weitere Frage: Muss ich meinen Trading-Gewinn versteuern? Und wie mache ich das? Macht man sich als Trader selbstständig, ist das Trading der Hauptberuf und somit die Haupteinnahmequelle. Dabei hat man einen Steuerfreibetrag von 9.000 € pro Jahr. Natürlich auf Deutschland gedacht. Durch den Divisor 12 geteilt, der für die 12 Monate steht, ergibt das einen Steuerfreibetrag von 750 € pro Monat.

Zu diesen 9.000 € jährlich bzw. 750 € monatlich kommt der sogenannte Sparerpauschbetrag. Das bedeutet, dass man zusätzlich zum Freibetrag jährlich einen Beitrag von 801 € pro Jahr (für Ledige) bzw. 1602 € pro Jahr (für Verheiratete) guthat, für den man keine Steuern zahlen muss.

Fällt das Einkommen über diesen Beitrag, muss man die Abgeltungssteuer bezahlen, die derzeit bei max. 25 % plus Kirchensteuer sowie Solidaritätszuschlag liegt. Es kann hierbei empfehlenswert sein, sich von einem Steuerberater aufklären zu lassen. Oftmals scheitert es auch an Steuervorauszahlungen, die man für zukünftige Gewinne tätigen muss.

Tipp!

Zudem kann es nützlich sein, sich ein weiteres Girokonto für Trading-Angelegenheiten anzulegen. Das macht die Arbeit übersichtlicher: Man kann ganz einfach Kontoauszüge vorlegen und Gewinne bzw. Kosten einsehen.

Aufbau eines Business-Plans

Der nächste Schritt stellt ein ausgereifter Business-Plan dar, denn ohne den kann Trading schnell zu einem zeitraubenden und frustrierenden Unterfangen werden. Ein ausgereifter Business-Plan kann dabei helfen, das Unternehmenswachstum genauer zu planen und so die Erfolgsaussichten zu verbessern.

Aber was ist ein Business-Plan denn nun genau? Ein guter Business-Plan zeigt das tägliche Geschäft auf, enthält Marktforschungsdaten und legt dadurch den Wachstumsplan für einen gewissen Zeitraum in der Zukunft fest. Es sollten Handelsstrategien erläutert und Unternehmensziele festgesetzt werden. Er bietet dabei einen guten Gesamtüberblick, dient als wichtige Orientierung- und Strukturhilfe und erhöht unter anderem auch die Erfolgsaussichten des Unternehmens.

Business Plan erstellen

Ein Business-Plan besteht dabei aus mehreren wichtigen Bestandteilen: 

  • Eine Zusammenfassung, die eine Einführung in den Business-Plan darstellt
  • Ein Unternehmensüberblick, der Einsicht in die Art der Handelsgeschäfte gibt
  • Eine Branchen- oder Marktanalyse, die Einsicht in die Handelsbranche geben und so dabei hilft, den Markt zu verstehen
  • Eine Kundenanalyse, in der die Zielgruppe aufgeführt wird, die man zu bedienen gedenkt
  • Eine Wettbewerbsanalyse, die indirekte sowie direkte Konkurrenten ermittelt, analysiert und dabei jeweils Stärken und Schwächen auflistet
  • Ein Marketingplan, der die Produkte, Preise, Handelsstandorte und Werbeaktionen auflistet
  • Ein operativer Plan, der kurz- sowie langfristige Ziele enthält
  • Ein Finanzplan, der eine 5-Jahres-Übersicht enthalten sollte; diese wird monatlich oder pro Quartal erstellt und beinhaltet Gewinn- und Verlustrechnung, eine Bilanz und Kapitalflussrechnung
  • Ein Anhang mit allen wichtigen Dokumenten, wie Finanzprognosen oder wichtige Verträge

Natürlicherweise sind nicht all diese Punkte essenziell für einen Business-Plan im Trading. Dementsprechend kann er auch gut und gerne kürzer ausfallen. 

Wie viel Geld kann man als selbstständiger Trader verdienen?

Wäre das alles geklärt, stellt sich abschließend noch eine letzte wichtige Frage: Ist Geld verdienen mit Trading möglich und wenn ja, wie viel?

Die Antwort auf diese Frage ist kompliziert. Prinzipiell kann jeder mit Trading Geld verdienen. Allerdings hängt der Gewinn von einigen Faktoren wie Trading-Strategie oder Kapital ab. Es gibt zwei große Möglichkeiten: Entweder man setzt auf steigende oder aber auf fallende Kurse. Die Möglichkeit, einen Gewinn zu machen, ist also prinzipiell eine 50/50-Chance, kann jedoch je nach Marktlage und Strategie auch anders ausfallen. 

Gewinne und Handel im Trading

Generell heißt es immer, dass unbegrenzte Gewinne möglich sind, allerdings gibt es einen wichtigen Grundsatz, der zu beachten ist: Um Geld zu verdienen, muss man immer ein Risiko eingehen – und je höher dieses Risiko ist, desto höher ist auch der mögliche Gewinn! Kurz gesagt bedeutet das, dass der Einsatz immer den möglichen Gewinn bestimmt.

Tipp!

Im Internet lassen sich einige Rechner finden, die eine mögliche Tagesperformance berechnen. Diese können bei der Frage nach dem möglichen Gewinn vielleicht Abhilfe schaffen.

Fazit: Vollzeittätigkeit als Trader – möglich, oder nicht?

Kann man Trading hauptberuflich machen? Nun, es ist definitiv möglich, seinen Lebensunterhalt als selbstständiger Trader zu finanzieren. Nicht umsonst beginnen seit knapp 10 Jahren immer mehr Menschen damit, ihr Geld mit Daytrading zu verdienen. Wichtig ist dabei jedoch, dass man sich der Risiken, die mit der Tätigkeit des Traders eingehen, bewusst ist. Zudem sollte man sich einen ausgereiften Business-Plan zurechtlegen und zunächst alle rechtlichen Dinge klären.

Die Frage “Ist Geld verdienen mit Trading möglich?” lässt sich also nicht pauschalisieren. Wie erfolgreich man schließlich als Trader ist, hängt auch von mehreren Faktoren ab: Markt, Strategie, Risikobereitschaft und allen voran Ehrgeiz und Engagement. Wer ehrgeizig und engagiert an die Tätigkeit als Trader herantritt, hat definitiv die Chance, mit Trading erfolgreich zu werden.

(Risikohinweis: 87,41% der privaten CFD Konten verlieren Geld)

Häufige Fragen und Antworten:

Was ist der Unterschied zwischen einem privaten Trader und einem selbstständigen Trader?

Im Großen und Ganzen gibt es keinen signifikanten Unterschied.

Muss ich als selbstständiger Trader ein Gewerbe anmelden?

Nein, muss man nicht. Man ist kein Finanzunternehmen, sondern handelt mit seinem eigenen Geld. Ein Gewerbe kann aber steuerliche Vorteile bringe.

Ist Geld verdienen mit Trading möglich?

Ja, kann man. Der Gewinn hängt dabei von Strategie und Risikobereitschaft ab: Je mehr man einsetzt, desto mehr kann man gewinnen. 

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Zuletzt geupdated am 02/01/2023 von Maren

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