Iron-Condor

Iron Condor Optionsstrategie

Iron Condor Optionsstrategie handeln: Anleitung & Erklärung

Beim Iron Condor handelt es sich um eine beliebte Optionsstrategie, die eine Mischung aus Bull Put Spread und Bear Call darstellt. Damit können Marktteilnehmer auch in Phasen Geld verdienen, in denen sich die Kurse eines Basiswerts nicht bewegen. Zugleich ist das Verlustrisiko begrenzt. Im folgenden Beitrag gibt es mehr Informationen zum Setup, der Gewinnschwelle, den maximalen Chancen sowie der Entwicklung im Zeitverlauf.

Iron Condor Definition und Herangehensweise

Der Iron Condor ist eine Kombination aus Short Call Spread und Short Put Spread, welche beide zur gleichen Zeit vom Optionshändler eingesetzt werden. Damit stellt diese Strategie eine spannende Alternative dar, wenn man nicht den Long Condor Spread einsetzen möchte. Denn beim Iron Condor gibt es die Chance, auf eine Prämie direkt zu Beginn der Umsetzung.

Die Distanz zwischen den Strikes 1 und 2 ist normalerweise identisch mit dem Abstand zwischen den Strikes 3 und 4. Die Optionshändler können jedoch die Distanz zwischen den Strikes 2 und 3 relativ variabel wählen, um die Gewinnzone nach dem eigenen Belieben zu verändern. Der Aktienpreis befindet sich dann in der Regel zwischen diesen Strikes (2 und 3). Bei einer mittigen Positionierung handelt es sich um eine neutrale Optionsstrategie. Je nachdem, in welche Richtung der Aktienpreis tendiert, kann man dem Iron Condor leicht bärisch oder leicht bullisch umsetzen.

Wenn die Optionen in der Strategie fällig werden, sollte sich der Kurs des Basiswerts zwischen den Strikes 2 und 3 befinden. Das Sicherheitsnetz ist bei dieser Optionsstrategie weiter ausgeprägt. Dafür ist der maximale Gewinn auch geringer als beim Iron Butterfly. Hier müssen sich die Optionshändler je nach ihrer Risikoaffinität entscheiden, ob sie lieber einen Iron Butterfly oder einen Iron Condor einsetzen wollen.

Setup beim Iron Condor

Die Iron Condor Optionsstrategie funktioniert mit dem folgenden Setup:

  • Put Option mit Strike 1 wird gekauft
  • Put Option mit Strike 2 wird verkauft
  • Call Option mit Strike 3 wird verkauft
  • Call Option mit Strike 4 wird gekauft

Der Aktienkurs befindet sich in der Regel zwischen den Strikes 2 und 3. Die genaue Positionierung kann dem Iron Condor einen bullischen oder bärischen Anklang verleihen. Zudem werden alle gehandelten Optionen bei dieser Strategie im gleichen Monat fällig.

Break-Even-Point beim Iron Condor

Wer eine Optionsstrategie einsetzt, sollte die Gewinnschwelle kennen. Beim Iron Condor gibt es zwei unterschiedliche Punkte, an welchen die Strategie profitabel wird:

  • Strike 2 abzgl. der erhaltenen Prämie
  • Strike 3 zzgl. der erhaltenen Prämie

Bestenfalls bewegt sich der Basiswert am Fälligkeitstag zwischen den beiden Strikes 2 und 3. Dort befindet sich der Basiswert in der Regel am Anfang. Dies sollte sich bis zur Fälligkeit nicht ändern.

Maximaler Gewinn und Verlust

Beim Iron Condor ist der maximale Gewinn auf die erhaltene Prämie begrenzt. Folglich sollten alle gehandelten Optionen als wertlos verfallen, sodass keine weiteren Prämien fällig werden. Der Optionshändler kann die anfangs erhaltene Prämie dann behalten.

Zugleich kann auch der Verlust bereits vor der Anwendung der Strategie definiert werden. Der maximale Verlust liegt bei Strike 2 abzgl. Strike 1 abzgl. der anfangs erhaltenen Prämie.

Iron Condor und Zeitwertverlust

Der Zeitverlauf wirkt sich auf diese Optionsstrategie maßgeblich aus. Dabei profitiert der Iron Condor vom Zeitwertverlust, da bestenfalls am Ende alle Optionen als wertlos verfallen. Denn dann bleibt die erhaltene Prämie als Gewinn des Iron Condors dem Händler erhalten.

Zeitwertverlust einer Option
Zeitwertverlust

Die implizite Volatilität

Zugleich stellt sich die Frage, wie sich die erwartete Volatilität auf die Iron Condor Optionsstrategie auswirkt. Dies hängt grundsätzlich davon ab, wo sich der Basiswert in Relation zu den verschiedenen Strikes befindet. Hier gibt es zwei Varianten.

Sofern sich der Kurs des Basiswerts zwischen den Strikes 2 und 3 befindet oder in der unmittelbaren Nähe liegt, ist eine sinkende implizite Volatilität für den Iron Condor vorzugswürdig. Denn infolgedessen verlieren alle gehandelten Optionen an Wert. Da diese dann als wertlos verfallen, erreicht der Optionshändler sein Ziel. Der maximale Gewinn in Form der erhaltenen Prämie wird realisiert.

Sofern sich der Kurs des Basiswerts bei oder außerhalb der Strikes 1 und 4 befindet, ist eine steigende implizite Volatilität vorteilhaft für diese Optionsstrategie. Dann werden die Long Optionen mit den Strikes 1 und 4 wertvoller. Demgegenüber sind die Auswirkungen auf die Short Optionen mit den Strikes 2 und 3 überschaubar. Dadurch sinkt der Wert der gesamten Optionsstrategie. Die Kosten sind geringer, sodass das Schließen der Positionen günstiger möglich wird.

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Für wen ist diese Strategie geeignet?

Die Iron Condor Optionsstrategie eignet sich für Optionshändler, die bereits umfassende Erfahrung gemacht haben. Schließlich kommen zahlreiche Optionen zum Einsatz. Zugleich gibt es mehrere Gewinnschwellen und die Spanne der Profitabilität ist überschaubar.

Für wann ist diese Strategie geeignet?

Die Optionsstrategie eignet sich für Zeiten, in welchen die Marktteilnehmer mit einer neutralen Marktbewegung rechnen. Die Optionshändler gehen von einer Seitwärtsbewegung beim Basiswert aus. Die Bewegungen der Aktie sollten allenfalls minimal sein. Allerdings kann man die Strategie auch mit einer leicht bärischen oder bullischen Einschätzung anwenden.

bullisch und bärisch handeln

Tipps für die praktische Umsetzung

Grundsätzlich können Optionshändler beim Iron Condor das Ziel verfolgen, das alle Optionen als wertlos verfallen. Dann müssen keinerlei Gebühren gezahlt werden. Mittels Positionierung des aktuellen Kurses des Basiswerts von den Strikes 2 und 3 lässt sich die Risikobereitschaft gezielt verändern. Je weiter sich die Strikes vom Aktienpreis entfernt befinden, desto geringer ist der maximale Gewinn. Doch zugleich sinkt auch das Risiko. Zudem ist die Anwendung des Iron Condor mit einem Index als Basiswert empfehlenswert. Schließlich ist die Volatilität bei Indizes geringer, da die Einzelwerte ihre Performance ausgleichen und ggf. neutralisieren. Somit schwankt der Indexwert deutlich weniger. Folglich steigen die Erfolgsaussichten beim Iron Condor.

Es empfiehlt sich zugleich, die Laufzeit der Optionen den jeweiligen Marktgegebenheiten anzupassen. Häufig kommen Optionen mit einer kurzen Laufzeit zum Einsatz. Allerdings sind auch andere Setups hinsichtlich der Laufzeit der Optionen möglich.

Fazit: Gewinne sind auf Optionsprämie begrenzt

Die Iron Condor Optionsstrategie eignet sich grundsätzlich für Marktsituationen, in welchen der Kurs eines Basiswerts kaum Bewegungen verzeichnet. Das Risiko der Optionsstrategie ist klar nach unten begrenzt. Zugleich ist das Ziel eindeutig, da alle Optionen als wertlos verfallen sollen. Schließlich beläuft sich der maximale Gewinn auf die erhaltene Prämie. Vorzugsweise bleibt die implizite Volatilität gering bzw. nimmt ab, da hierdurch der Zeitwert der verschiedenen Optionen sinkt. Mit dem Verstreichen von Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Optionen als wertlos verfallen, sodass die Optionshändler ihr Ziel erreichen. Dabei bietet diese Optionsstrategie den Vorteil, dass die doppelte Prämie im Vergleich zum Bull Put Spread oder Bear Call Spread möglich ist. Das Risiko ist überschaubar, obgleich für eine erfolgreiche Anwendung eine gewisse Erfahrung im Optionshandel vorteilhaft ist.

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