Innerer Wert einer Option

Der Innere Wert einer Option erklärt – Definition & Berechnung

Beim inneren Wert einer Option handelt es sich um den Wert zwischen dem aktuellen Preis des Basiswerts und dem Ausführungspreis (Strike). Dieser ist auch unter der Bezeichnung intrinsischer Wert bekannt. Optionshändler können anhand des inneren Werts einer Option die richtige Wahl für die jeweilige Optionsstrategie treffen. Mit dieser Kennzahl lässt sich gezielt ermitteln, ob eine Option gerade in the money notiert. Optionshändler nutzen den intrinsischen Wert gerne als Indikator, um über die konkrete Anwendung einer Optionsstrategie zu entscheiden.

Option innerer Wert

Definition des inneren Werts: Wie setzt sich dieser zusammen?

Der innere Wert einer Option kann verdeutlichen, wie weit sich die jeweilige Option in the money befindet. Der innere Wert muss immer über null Euro liegen. Er kann jedoch auch genau bei null Euro sein. Ggf. ergibt sich rechnerisch ein negativer Wert für den inneren Wert einer Option. Dies ist jedoch gleichbedeutend mit einer wertlosen Option, sodass sich hieraus der Wert 0 ergibt.

Berechnung des inneren Werts

Die Berechnung des inneren Werts ergibt sich aus der Differenz zwischen dem jeweiligen Kurs des Basiswerts und dem Strike Preis. Sofern es sich um einen Optionskontrakt handelt, bei dem in der Regel 100 Stücke des jeweiligen Basiswerts gekauft werden, muss auch das Bezugsverhältnis in die Berechnung integriert werden, um den inneren Wert einer einzelnen Option zu kaufen. Mithilfe der folgenden Formel können Optionshändler schnell den inneren Wert einer Option berechnen:

Kurs des Basiswerts – Ausführungspreis (Strike) / Bezugsverhältnis

Wenn sich der Basiswert und der Strike nah beieinander befinden, liegt die Option at the money. Out of the money ist eine Option immer dann, wenn der aktuelle Kurs unterhalb des Ausführungspreises notiert. Dies trifft jedoch nur auf Call-Optionen zu. Bei einer Put Option ist genau das Gegenteil der Fall. Dann ist die Option out of the money, wenn der aktuelle Kurs oberhalb des jeweiligen Strikes liegt.

Mithilfe des inneren Werts lässt sich jedoch nicht nur feststellen, ob eine Option aktuell in the money notiert. Zugleich kann man die Moneyness einer Option berechnen. Wenn der innere Wert der Call Option über Null notiert, weil der Basiswert höher als der Strike ist, befindet sich die gesamte Option in the money.

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Innerer Wert vs. tatsächlicher Wert

Die Prämie für eine implementierte Optionsstrategie und insbesondere einzelne Option ergibt sich nicht nur aus dem inneren Wert einer Option. Folglich müssen Optionshändler noch weitere Kennzahlen berücksichtigen, um die Optionsstrategie adäquat zu beurteilen. Denn jede Option verfügt auch über einen sogenannten Zeitwert. Dieser Zeitwert hängt exakt davon ab, wie weit sich die entsprechende Option von ihrem Verfallstag entfernt befindet. Grundsätzlich sieht es dergestalt aus, dass bei einer weiter entfernten Distanz zum Fälligkeitstag der Zeitwert einer Option höher ist. Je mehr sich die Fälligkeit der Option nähert, desto schneller sinkt der Zeitwert einer Option.

Dieses Phänomen beschreibt man als Zeitwertverlust, das unbedingt von Optionshändlern berücksichtigt werden muss. Allerdings beträgt der Zeitwert einer Option am Ende seiner Laufzeit Null. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass am Fälligkeitstag der Option der Wert des Optionsscheins mit dem inneren Wert einer Option korrespondiert.

Handel des inneren Zeitwerts von Optionen

Beispiel für den inneren Wert einer Option

Mit einem Beispiel lässt sich die Bedeutung und Funktion des inneren Werts verdeutlichen. Der Kurs eines beliebigen Basiswerts notiert aktuell bei 50, der Strike Preis unterscheidet sich je nach Beispiel und beträgt 45, 50 oder 55.

Unterschieden werden muss zwischen einer Call und einer Put Option:

  • Call Option: Bei einem Strike Preis von 45 ergibt sich ein innerer Wert der Option von 5 (50-45=5). Bei allen anderen Beispielen kommt die Berechnung zu einem inneren Wert von 0 (bzw. negativ, was gleichbedeutend mit 0 ist. Folglich notiert nur die erste Option mit dem Strike von 45 in the money, während die Option mit dem Strike bei 50 at the money notiert und die letztgenannte out of the money.
  • Put Option: Bei einem Strike Preis von 45 und 50 notiert die Put Option out of the money bzw. at the money. Der innere Wert beträgt jeweils null. Wenn der Strike Preis bei 55 liegt, beträgt der innere Wert 5. Dann notiert die Option in the money.

Optionshändler müssen immer bedenken, dass sich das Vorgehen bei einer Call oder Put Option unterscheidet. Die Berechnung des inneren Werts einer Option kann zu drei unterschiedlichen Einschätzungen hinsichtlich des intrinsischen Werts führen:

  • Option notiert in the money
  • Option notiert at the money
  • Option notiert out of the money

Fazit: Indiz für In the Money Notierung

Beim inneren Wert handelt es sich um eine Kennzahl, mit welcher Optionshändler schnell beurteilen können, ob eine Option in the money notiert. Die Berechnung ist einfach und erfolgt schnell. Allerdings sollten Optionshändler nie den Fehler machen, sich ausschließlich auf den intrinsischen Wert einer Option zu konzentrieren. Denn ergänzend gibt es den Zeitwert, der sich mit dem Verstreichen der Zeit verändert. Aus beiden Faktoren ergibt sich der Einfluss auf den Wert einer Put oder Call Option. Der innere Wert einer Option kommt dabei nicht als absolute Kennzahl zum Einsatz. Vielmehr handelt es sich um einen Indikator auf die Erfolgswahrscheinlichkeit einer Option.

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