Zeitwert einer Option

Der Zeitwert einer Option erklärt – Definition, Berechnung & Beispiel

Bei Optionen gibt es zwei verschiedene Komponenten, die für eine Veränderung des Werts sorgen. Dies ist zum einen der innere Wert einer Option. Zum anderen spielt auch der sogenannte Zeitwert eine relevante Rolle, da eine laufende Neubewertung durch den Markt erfolgt, die den Wert einer Option verändert. Gemeinsam mit dem inneren Wert ergibt sich hieraus somit die Optionsprämie. Der Zeitwert wird als Differenz aus dem Preis einer Option und dem inneren Wert berechnet. Je länger die Laufzeit einer Option bei gleichem inneren Wert ist, desto größer ist der Zeitwert. Infolgedessen wählen viele Optionshändler eine längere Laufzeit, um eine höhere Prämie zu erhalten.

Definition des Zeitwerts einer Option

Der Zeitwert einer Option beschreibt die Optionsprämie, die den Wert für die restliche Laufzeit in die Berechnung integriert. Dabei geht es immer um den Zeitraum von der jeweiligen Berechnung bis hin zum Tag der Fälligkeit einer Option. Der Zeitwert ist für Optionshändler wichtig, da sich die Prämie für eine Option grundsätzlich immer aus dem intrinsischen Wert (inneren Wert) und extrinsischen Wert (Zeitwert + Implizite Volatilität) ergibt.

Der Zeitwert kommt als ein relevanter Faktor bei der Preisbindung einer Option zum Einsatz. Denn der Zeitwert bzw. der sogenannte Zeitwertverlust verändern die Preise der Optionen. Optionshändler müssen diesen Indikator kennen und können sich dann ggf. sogar den Effekt zunutze machen.

Berechnung des Zeitwerts einer Option

Die Berechnung des Zeitwerts einer Option erfolgt mithilfe einer simplen Formel, sodass Optionshändler ohne Probleme den Zeitwert berechnen können. Dabei zieht man den inneren Wert von der gezahlten Optionsprämie ab. Ggf. muss die implizite Volatilität berücksichtigt werden. Sofern dies jedoch nicht möglich ist, kann eine ungefähre Ermittlung auch ohne implizite Volatilität erfolgen.

Zeitwert einer Option = Prämie für die Option – Innerer Wert (- Implizite Volatilität)

Zeitwert-1
Zeitwert-1

Innerer Wert vs. Zeitwert

Um das Konzept des Zeitwerts einer Option zu verstehen, müssen Optionshändler auch den inneren Wert kennen. Schließlich ergänzen sich beide Indikatoren. Zugleich ist für die Berechnung des Zeitwerts zwingend der innere Wert der Option erforderlich.

Optionshändler bezahlen für eine Option eine Prämie, um im Gegenzug die sich daraus ergebenden Rechte wahrzunehmen. Der innere Wert einer Option ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Ausübungspreis der Option (dem sogenannten Strike) und dem jeweiligen Kurs des Basiswerts. Die Berechnung erfolgt bei der Call oder Put Option unterschiedlich.

  • Call: Kurs des Basiswerts – Ausübungspreis (Strike)
  • Put: Ausübungspreis (Strike) – Kurs des Basiswerts

Der innere Wert wird niemals unter 0 sinken. Wenn sich eine negative Zahl bei der Berechnung ergibt, ist der innere Wert 0 und die Option besitzt keinen inneren Wert. Der innere Wert einer Option wird mit den Fachtermini in the money, at the money oder out of the money interpretiert.

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Interpretation des Zeitwerts

Der Zeitwert einer Option ist höher, wenn sich diese weiter von dem Tage der Fälligkeit entfernt befindet. Je näher der Fälligkeitstag also rückt, desto geringer wird der Zeitwert. Dieses Phänomen ist auf einen einfachen Gedankengang zurückzuführen. Denn Optionshändler zahlen naturgemäß höhere Prämien, wenn durch die längere Laufzeit auch mehr Zeit zur Verfügung steht, damit die Option profitabel wird. Zugleich verlangt der Verkäufer einer Option genau aus diesem Grund eine höhere Prämie, da er potenzielle Verpflichtungen, die sich aus dem Optionsgeschäft ergeben, länger auszuhalten bereit ist. Die Zeitspanne zwischen Implementierung der Optionsstrategie und Fälligkeit ist schlichtweg größer. Es steht mehr Zeit zur Verfügung, dass sich die Kurse des Basiswerts in die gewünschte Richtung bewegen. Wenn der Verfallstag dann näher rückt, werden die Chancen geringer. Somit wird auch der Zeitwert kleiner. Am Verfallstag liegt dieser dann bei 0, sodass der innere Wert gleichbedeutend mit dem Wert einer Option ist.

Der Wertverfall einer Option erfolgt jedoch nicht linear. Vielmehr verlieren Optionen in der Regel in der ersten Hälfte bis zur Fälligkeit rund ein Drittel des jeweiligen Zeitwerts. Die weiteren zwei Drittel ergeben sich aus dem Zeitwertverlust in der zweiten Hälfte der Laufzeit bis zur Fälligkeit. Der Zeitwertverfall wird somit mit dem Verstreichen der Zeit immer gravierender.

Zeitwertverlust
Zeitwertverlust

Der Zeitwertverlust

Der Zeitwertverlust beschreibt bei einer Option die Entwicklung des Zeitwerts während der gesamten Laufzeit. Hiermit lässt sich ausdrücken, wie stark sich der Zeitwert innerhalb eines gewissen Zeitraums verringert. Je näher der Fälligkeitstag einer Option rückt, desto schneller erfolgt der Zeitwertverfall. Für die Zeitwertsensitivität gibt es bei Optionshändlern die Kennzahl Theta. Diese drückt aus, um welchen Betrag der Zeitwert pro weiterem Tag sinkt. Mit Theta lässt sich somit der aktuelle Zeitwertverlust für eine Option zu jedem beliebigen Zeitpunkt beschreiben. Der Zeitwertverfall einer Option ist immer negativ. Es gibt keine gegenläufigen Bewegungen. Sobald der Kauf oder Verkauf einer Option erfolgt und die Strategie implementiert wurde, verläuft der Zeitwert nur noch in eine Richtung. Der Zeitwert der Option wird dann sukzessive geringer.

Fazit: Zeitwert immer im Optionshandel berücksichtigen

Beim Zeitwert einer Option handelt es sich um einen weiteren Indikator neben dem inneren Wert, der die Preisbildung bei der Optionsprämie beeinflusst. Die Berechnung ist einfach, erfordert jedoch immer eine Kenntnis des inneren Werts der Option. Im Laufe der Zeit geht der Zeitwert verloren, bis er am Fälligkeitstag bei 0 liegt. Optionshändler können den Zeitwertverlust für ihre Optionsstrategie nutzen, um die Gewinnpotenziale zu maximieren.

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