Geld im Ausland anlegen – Vergleich und Erfahrungen

Negative Schlagzeilen rund um die internationale Finanzwelt gab es in den vergangenen Jahren mehr als genug. Enthüllungen rund im die sogenannten Paradise Papers, Cum-Ex-Geschäfte, Panama Papers oder gekaufte CDs mit Steuerdatensätzen deutscher Anleger in der Schweiz riefen die Finanzämter auf den Plan. Behörden schauen inzwischen ganz genau hin, wenn es Finanzgeschäfte deutscher Bürger im Ausland geht.

Auch ohne solche Meldungen zu rechtswidrigen Maßnahmen vieler Großinvestoren ist eines aber nur allzu offensichtlich: Geld anlegen im Ausland wird für viele Sparer und Anleger immer interessanter.  Aus gutem Grund. Denn in Zeiten niedriger Zinssätze bei den meisten klassischen Geldanlagen braucht es den Blick über den Tellerrand, um Rücklagen gewinnbringend anzulegen.

Der deutsche Fiskus lässt gleichzeitig nichts unversucht, um juristische Schlupflöcher zu schließen und Maßnahmen zu ergreifen, um die rechtmäßige Steuer der Anleger im Ausland zu einzuziehen. Abgeltungssteuer, Abkommen zum Datenaustausch mit vielen Staaten sowie die Aufweichung des Banken-Geheimnisses sind populäre Schritte mit dem Ziel fällige Steuern auch bei Investitionen außerhalb Deutschlands einzutreiben.

Achtung: Innerhalb der Europäischen Union gibt es seit dem Jahr 2017 einen umfangreichen Datenaustausch, der die Steuerhinterziehung zwischen Staaten erschweren und idealerweise vollends vermeiden soll.

Doch auch innerhalb Deutschlands sind Auskunftsersuche durch Finanzämter ausdrücklich zugelassen. Die Möglichkeiten der digitalen Welt erleichtert dem Fiskus die Arbeit deutlich, wenn es um die Nachverfolgung von Transaktionen geht.

Geld im Ausland anlegen legal? Wie lohnend ist der Ansatz überhaupt noch?

Wer Geld im Ausland anlegen möchte, kann dies in der heutigen Zeit problemlos und vollkommen legal tun. Vorausgesetzt, Er oder Sie hält sich geltendes Steuerrecht. In Zeiten der Digitalisierung, digitaler Währungen und des bargeldlosen Zahlungsverkehrs verschwimmen die Grenzen des Legalen und Machbaren jedoch in zunehmendem Maße.

Wer in Deutschland wohnt und sein Geld auch hier in weiten Teilen ausgibt, kann sich genau genommen nur auf drei Argumente berufen, um Vermögen ins Ausland zu schaffen:

  1. Vermögen soll vor dem Fiskus versteckt werden
  2. Investitionsmöglichkeiten mit hohen Renditeerwartungen
  3. Banken bieten ertragreiche Tages- und Festgeldkonten an

Denken Sie im eigenen Interesse daran: Im Falle einer nachgewiesenen Steuerhinterziehung droht Ihnen eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.

Option eins ist nicht nur illegal, sondern wird weltweit massiv bekämpft. Der deutsche Fiskus ist dafür bekannt, oft und gerne anderen Banken Datensätze von Steuerzahlern abzukaufen.

Option zwei in Betracht zu ziehen, kann sich lohnen. Allerdings nur unter Einhaltung der zugrundeliegenden Steuerpflicht in Deutschland.

Bevor Sie jedoch Geld in eine Anlage im Ausland investieren, sollten Sie sich auf dem heimischen Markt in Deutschland nach etwaigen Alternativen umsehen.

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Rechtssicherheit und gesetzliche Einlagensicherung in der ganzen EU schützen den Anleger vor unseriösen Geschäften.

Geht es um Immobiliengeschäfte oder offene Fonds, sollten Sie sich den jeweiligen Markt zunächst sehr genau ansehen.

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Anlageprofis warnen insbesondere vor offenen Fonds. Auch die Verbraucherzentrale verweist auf das hohe Risiko von Investitionen in diesem Marktbereich. Zwar locken in diesem Bereich Gewinne von 30 Prozent und mehr. Viele Projekte der Sparte sind jedoch frühzeitig zum Scheitern verurteilt. Anleger können oftmals nicht viel mehr tun, als tatenlos dabei zuzusehen, wie das eigene Kapital schwindet. Denn ein vorzeitiger Ausstieg ist bei solchen Fonds nicht möglich.

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(Risikohinweis: Ihr Kapital kann gefährdet sein)

Geld im Ausland anlegen: Welche Zinsen sind mit meinem Investment realistisch?

Dass Banken großzügige Zinsen auf Sparbücher sowie Tages- und Festgeldkonten versprechen, ist längst Geschichte. Zu oft haben die zuständigen Notenbanken die Leitzinsen gesenkt, um weiteres Wirtschaftswachstum zu ermöglichen. Allzu bald dürfte sich daran auch nichts ändern, schaut man sich die derzeit hohen Inflationsraten rund um den Globus und insbesondere in Europa an. Bisher jedenfalls hat die Europäische Zentralbank (EZB) nicht auf die Zinserhöhungen durch die US-Notenbank reagiert. Zwar wollen die europäischen Währungshüter ihre Programme für den Ankauf von Staatsanleihen reduzieren. Zinserhöhungen schließen die Experten aber weiterhin aus. So müssen Anleger weiter auf Zinsen warten, die das Inflationsniveau ausgleichen.

▶︎ Anbieter wie Savedo, Weltsparen und Zinspilot erlauben eine umfangreiche Übersicht über die derzeit höchsten Zinssätze bei Tages- und Festgeldkonten:

Anleger dürfen sich (Stand: Frühjahr 2022) glücklich schätzen, wenn Sie bei langen Laufzeiten von bis zu zehn Jahren für Tages- und Festgeld jährliche Zinssätze jenseits von einem Prozent erhalten. Vielerorts tendieren die Zinsofferten sogar gegen null.

Bank
Laufzeit
Zins p.a.
Plattform
Imprebanca
36 Monate
0,3%
LHV
12 Monate
0,01%
Rietumu Bank
12 Monate
0,40%
Banka Kovanica
5 Jahre
1,40%
Illimity
3 Jahre
1,2%

„On top“ können Sie sich als Sparer bei vielen Angeboten – mitunter despektierlich auch als Lockangebote bezeichnet – besondere Anreize wie Amazon-Gutscheine oder Prämien sichern. Angesichts der enormen Inflationsraten eignen sich Angebote für Tages- und Festgeld dieser Tage aber nicht für den Vermögensaufbau. Eher kann es sich lohnen, Geld auf solche Konten zu transferieren, um einerseits überhaupt eine kleine Rendite zu erzielen und andererseits negative Zinsen zu vermeiden, wie sie inzwischen von vielen Banken erhoben werden.

Was die realistische Rendite betrifft: Denken Sie daran, dass auf Finanzprodukte auch eine Kapitalertragssteuer (auch als Abgeltungssteuer bekannt) von 25 Prozent berechnet wird. Mitunter samt Kirchensteuer. Einstweilen zahlen Sie darüber hinaus wie gehabt den sogenannten Solidaritätszuschlag in Höhe von derzeit 5,5 Prozent auf die zu entrichtende Einkommenssteuer. Der „Soli“ soll vollends abgeschafft werden; noch aber zahlen vor allem viele Besserverdiener den die nach der Wiedervereinigung als Beitrag zum „Aufbau Ost“ eingeführten Zuschlag. Allerdings sind seit Anfang 2021 gut 90 Prozent der deutschen Steuerzahler befreit.

▶︎ Sinnvolle Alternativen zu Zinserträgen: Robo-Advisor

Geld im Ausland anlegen: Steuer und andere Aspekte beachten

Geld im Ausland: Steuerhinterziehung und Quellensteuer im Zielland bzw. auf die Vermeidung von Steuerzahlungen ausgerichtete Regeln sollten Sie kennen, bevor Sie eine endgültige Entscheidung fällt. Für den deutschen Fiskus ist es irrelevant, wo steuerpflichtige Bürgerinnen und Bürger ihr Erspartes anlegen. So oder so wird dieselbe Kapitalertragssteuer fällig. Sie sind bei Auslandsgeschäften also SteuerzahlerInnen gleichgestellt, die Finanzgeschäfte in Deutschland vornehmen. Der bürokratische Aufwand bei Investitionen außerhalb Deutschlands hingegen kann deutlich größer ausfallen.

▶︎ Was sind Robo-Advisor?

Wer etwa in den USA Geld anlegt, muss 30 Prozent Quellensteuer zahlen; auf Einlagen in der Schweiz werden gar 35 Prozent Steuern berechnet. Wichtig dabei ist: Deutsche Anleger können sich Abgaben teilweise erstatten lassen.

In diesem Fall geht es um die Differenz zwischen der ausländischen Quellensteuer und der deutschen Kapitalertragssteuer samt Solidaritätszuschlag (25 Prozent + 5,5 Prozent).

Da es aber auch Staaten gibt geringeren Steuern wie Japan (lediglich sieben Prozent), sollten Sie als Anleger im Einzelfall auch auf Nachforderungen vorbereitet sein. Beim Beispiel Japan müssten Sie also 26,375 Prozent nachträglich abführen.

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Es gibt jedoch verschiedene gesonderte steuerliche Vereinbarungen. Zwischen den USA und Deutschland gibt es eine eindeutige Übereinkunft zur Teilung der Quellensteuer in Höhe von 30 Prozent. Deutsche Anleger führen deshalb in den USA lediglich 15 Prozent an den dortigen Fiskus ab. Das Finanzamt in Deutschland bekommt einen Anteil von 11,375 Prozent des Anlagebetrages.

Quellensteuer für Kapitalerträge in verschiedenen Ländern
Quellenland Währung Steuersatz in %
Belgien Euro 25
Brasilien Real 0
Italien Euro 27
Irland Euro 20
Japan Yen 7
Kanada Kanadischer Dollar 25
Russland Rubel 15
Schweden Schwedische Krone 30
Schweiz Franken 35
USA US-Dollar 30

Fazit:Wer trotz der mitunter komplexen Regelungen Geld im Ausland anlegen möchte, um es vor etwaigem Zugriff und Enteignung zu schützen, kann auf Seiten wie auslandskonto.eu entsprechende Anträge stellen.

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Geld im Ausland anlegen: Was spricht für Investitionen innerhalb Deutschlands?

Sieht man von solchen Anlageprojekten und Investitionsmöglichkeiten ab, die faktisch nur im Ausland verfügbar sind, spricht heutzutage wenig dafür, Geld im Ausland anzulegen. Schließlich bietet der deutsche Markt eine große Auswahl verschiedenster Anlagemöglichkeiten in allen potenziell Bereichen.

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Ob Investitionen in Aktien, Anleihen, ETF-Sparpläne, Termingeschäfte oder die Verwaltung durch Robo-Advisor – Anleger können in Deutschland auf eine bestmögliche Rechtssicherheit vertrauen.

Wichtige Punkte sind hierbei:

  • Die gesetzliche Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro schützt Vermögen im Falle einer drohenden Insolvenz der (Haus-) Bank
  • Die Kapitalertragssteuer fällt im Vergleich zu anderen Staaten niedriger aus
  • Anleger haben per Gesetz einen Anspruch auf umfassende Aufklärung über die Risiken von Finanzprodukten → die Folge sind eine besonders große Transparenz und eine ausgezeichnete Möglichkeit zur Risikoeinschätzung
  • Kontrollorgane wie die BaFin überwachen Kreditinstitute und Finanzdienstleister allgemein; die Anforderungen an die Vergabe ordentlicher Lizenzen sind hoch
  • Gerichte garantieren die Umsetzung geltenden Rechts für jeden Anleger

Deutschland genießt sowohl als reiches Land als auch als guter Standort für Anleger. Daraus resultiert, dass viele Unternehmen aus anderen (europäischen) Staaten einen Zugang zum deutschen Markt anstreben. Deutsche Investoren sind eine begehrte Zielgruppe für Finanzdienstleister – und damit auch für Anbieter von Robo-Abvisors aus unterschiedlichsten Ländern.

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Zuletzt geupdated am 07/06/2022 von Andre Witzel

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