Deutsche Bank Robo-Advisor Robin

Deutsche Bank Robo-Advisor – Test und Erfahrungen

Deutsche Bank Robo-Advisor Robin

Deutsche Bank Robo-Advisor Robin – Gebühren und Konditionen

Anbieter
Robin
Gesamtgebühren für die Vermögensverwaltung
durch Robin (pro Jahr)
0,8 bis 1,0%
Fondskosten pro Jahr
0,25% im Durchschnitt
Erfolgsbeteiligungsgebühr
Keine
Ausgabeaufschlag
Entfällt
Mindestanlagebetrag ROBIN
500 €
Kündigungsfrist
2 Wochen zum Monatsende
Investmentvehikel
ETFs
Kontoführende Partner-Bank
Deutsche Bank
100.000€ gesetzliche Einlagensicherung
Anlagestrategie
Aktiv
Anzahl Anlagestrategien
nicht bekannt; individuell
Sparplan
Nein
App
Nein (Webseite ist mobil optimiert)

Deutsche Bank Robo-Advisor Robin Erfahrungen und Kostenvergleich

4/5

Mit Kosten von inzwischen pauschal 0,75% (vorher: zwischen 0,8 und 1,0 Prozent) für die Vermögensverwaltung liegt Robin im guten Mittelfeld. Platzhirsch Scalable Capital verlangt dasselbe, die robo-advisor.de-Empfehlung quirion liegt mit 0,48% etwas darunter.

Der Robo-Advisor cominvest von der comdirect Bank verlangt mit Kosten von bis zu 1,5 Prozent deutlich mehr.  Auch Baloise Monviso oder Truevest zählen mit 1,49 Prozent zu den teureren Anbietern.

Die Produktkosten (TER) von 0,25 Prozent sind branchenüblich und werden von fast allen anderen Anbietern ebenfalls verlangt. Insgesamt fallen damit Kosten in Höhe von 1,05 und 1,25 Prozent an.

Anlagebetrag
bis 10.000€
Mindestanlage 10.000 €
0,95%
0,95%
1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
10.001€
0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,75%
0,95%
1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
35.001€
0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,75%
0,85%
1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
50.001€
0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,45%
0,75%
1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
150.001€
0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,45%
0,6%
1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
250.001€
0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,45%
0,45%
1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
Anlagebetrag
Robin
bis 10.000€
0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66%
1,08% – „Wir gemeinsam“
1,50% – „Wir für Sie“
1%
10.001€
0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66%
1,08% – „Wir gemeinsam“
1,50% – „Wir für Sie“
1%
35.001€
0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66%
1,08% – „Wir gemeinsam“
1,50% – „Wir für Sie“
0,9%
50.001€
0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66%
1,08% – „Wir gemeinsam“
1,50% – „Wir für Sie“
0,8%
150.001€
0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66%
1,08% – „Wir gemeinsam“
1,50% – „Wir für Sie“
0,8%
250.001€
0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66%
1,08% – „Wir gemeinsam“
1,50% – „Wir für Sie“
0,8%
Anlagebetrag
bis 10.000€
0,79%
0,5%
0,99%
Mindestanlage: 100.000 €
10.001€
0,79%
0,5%
0,69%
Mindestanlage: 100.000 €
35.001€
0,79%
0,5%
0,69%
Mindestanlage: 100.000 €
50.001€
0,79%
0,5%
0,39%
Mindestanlage: 100.000 €
150.001€
0,49%
0,5%
0,39%
0,15% (Index)
0,5% (Global)
250.001€
0,49%
0,5%
0,39%
0,15% (Index)
0,45% (Global)
0,9% (Select)

Die Staffelung der Kosten in drei Phasen wurde abgeschafft, sodass die ROBIN Gebühren jetzt pauschal bei 0,75% plus ETF-Kosten (meist 0,2 – 0,25 Prozent) liegen.

Auf Beträge über 25.000 Euro werden die günstigeren Gebühren jedoch nicht auf den Gesamtbetrag berechnet. Die Deutsche Bank bringt dazu ein Beispiel:

„Sie investieren 65.000 EUR in die digitale Vermögensverwaltung. Wenn davon durchschnittlich 5.000 EUR in Liquidität vorgehalten werden, so sind durchschnittlich 60.000 EUR in Wertpapieren investiert. Da die Liquidität nicht bepreist wird, fällt die Vergütung nur für 60.000 EUR an. Die ersten 25.000 EUR werden mit 1,0% p. a. berechnet, was 250 EUR entspricht. Für das Anlagevolumen zwischen 25.000 und 50.000 EUR werden 0,9% p. a., also 225 EUR, fällig. Für die restlichen 10.000 EUR sinkt die Vergütung auf 0,8% p. a. und kostet damit 80 EUR. In diesem Beispiel fallen also insgesamt 555 EUR pro Jahr an.“

Solche eine Preisstaffelung ist unüblich und kann eher als Nebelkerze gesehen werden. Statt die geringen Gebühren von 0,8 Prozent auf den Gesamtbetrag anzurechnen, wird nur ein kleiner Teil berücksichtigt. Würde man bei 60.000 Euro den gesamten Betrag mit 0,8 Prozent bepreisen, beliefen sich die Kosten auf 480 Euro statt auf 555 Euro.

Robin Robo-Advisor - Kosten

Für Anleger mit einem Anlagevermögen von unter 25.000 Euro ist Robin unverhältnismäßig teuer. Da gibt es günstigere Einsteiger-Angebote wie z. B. der Robo-Advisor von Ginmon, quirion oder vaamo.

Pluspunkt: als sehr positiv in diesem Zusammenhang möchten wir die Tatsache hervorheben, dass die Liquidität nicht bepreist wird.

Deutsche Bank Robo-Advisor Robin Test – Das Unternehmen

5/5

Der Robo-Advisor Robin ist ein Angebot der Deutsche Bank AG . Der Robo-Advisor ist seit 2017 Teil der Investment-Plattform maxblue.de.

Info: Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG ist eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bank AG. Gestartet ist die Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG im Jahr 1995 als Direktbank unter dem Namen Bank 24 AG. Erst 2002 wurde das Private Banking sowie der Online-Broker maxblue zusammengeführt und existiert heute als Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG.

LIQID - Test und Erfahrungen

ROBIN ist seit 2017 am Markt und wächst nach Angaben der Deutschen Bank “schnell”. Anleger konnten dort seit jeher ihre Anlageentscheidungen selbst treffen. Als reiner Online-Brokerage wurden Wertpapierordern ausgeführt und Kunden hatten Zugriff auf die Expertise der Vermögensverwalter.

Mit Robin hat die Deutsche Bank auf die Änderungen im Markt reagiert und hat die Plattform um einen Robo-Advisor erweitert. Allen voran Startups um Scalable Capital, Whitebox und vaamo haben dazu geführt, dass immer mehr Traditionshäuser jetzt auch einen Robo-Advisor anbieten.

Die Expertise in der Vermögensverwaltung für das Angebot war also schon vorher vorhanden.

Deutsche Bank Robo-Advisor Robin Erfahrungen – Die Depotbank und die Sicherheit der Anlage

5/5

Als Depotbank dient die Deutsche Bank selbst. Das ist bei den meisten Robo-Advisorn eher unüblich, weil sie oft keine Bank sind, jedoch bei der Größe der Deutschen Bank nur konsequent.

Dass die Deutsche Bank insolvent geht, ist eher unwahrscheinlich – too big to fail. Deshalb ist das Vermögen der Anleger sehr sicher. Darüber hinaus hat die Deutsche Bank eine BaFin-Lizenz und so sind Vermögen bis 100.000 Euro gesetzlich geschützt.

Deutsche Bank Robo-Advisor Robin – Investmentstrategie

4/5

Robin investiert ausschließlich in ETFs und setzt dabei auf Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Liquidität. Die angebotenen Strategien für Robin wurden auch schon vorher von den Vermögensverwaltern der Deutschen Bank angewendet.

Zur Auswahl stehen insgesamt 30 ETFs, von denen am Ende 7 bis 12 im Portfolio des Kunden landen. Anleger können selbst keine ETFs auswählen und müssen den Vorschlag von Robin akzeptieren.

Die Portfolios und Strategien sollen individuell für jeden Anleger sein, daher wird keine Anzahl an Profilen genannt.

In welche ETFs genau investiert wird, ist auf der Website von Robin interaktiv einsehbar. Alternativ kann man sich die Liste der ETFs als PDF-Dokument online anschauen oder sie herunterladen:

Robin ETF-Liste

Als aktiver Robo-Advisor wird das Portfolio börsentäglich überwacht und bei Bedarf umgeschichtet. Je nach Risiko-Profil greift der Algorithmus ein und schichtet um.

[clickout url=”robin”]

Wie bei vielen Robo-Advisorn üblich, nutzt Robin die Kennzahl Value at Risk (VaR) sowie die Portfolio-Diversifikation (basierend auf der Markowitz-Theorie), um das Risiko und die möglichen Rendite einschätzen zu können.

Bei der Kennzahl VaR wird der Anleger vom Robo-Advisor aufgeklärt:

„Der Value at Risk (VaR) ist eine Kennzahl, die das Risiko eines Wertpapierportfolios für einen bestimmten Zeitraum betrachtet. Er gibt das Verlustpotential wieder, das durch Marktpreisschwankungen der im Portfolio enthaltenen Anlagen auftreten kann und innerhalb eines definierten Zeitraumes mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit (Konfidenzniveau) nicht überschritten wird. ROBIN arbeitet mit einem Betrachtungszeitraum von einem Jahr und einem Konfidenzniveau von 95 %.“

Praktisch: der VaR kann in einem digitalen Prozess im Cockpit geändert werden!

Darüberhinaus nutzt Robin das Wissen der Finanzexperten sowie Analysten der Deutschen Bank. Dazu schreiben sie: „Robin orientiert sich an Kapitalmarktprognosen der Deutschen Bank.“

Um den Robo-Advisor nutzen zu können, müssen vorab wie üblich Fragen zur Vermögenssituation, Risikoeinschätzung und zum Wissensstand über verschiedene Investmentprodukte beantwortet werden.

Deutsche Bank Robo-Advisor Robin - Abfrage Monatliche Ausgaben

Der Anleger erhält ebenfalls eine PDF, in der er sich über mögliche Risiken, die verschiedenen Anlageklassen und Vorgehensweise belesen kann. Erst wenn die PDF geladen wurde, erlaubt Robin, die Anlage zu erstellen.

Deutsche Bank Robo-Advisor Robin - Anlagestrategie

Wie viele Anlagestrategien es gibt, ist nicht bekannt. Für jeden Anleger soll die Strategie je nach Beantwortung der Fragen individuell sein. Wir nehmen jedoch an, dass nicht mehr als 15 Strategien vorhanden sind, da der Anleger nicht sonderlich viele Szenarien bei der Abfrage angeben kann.

Bei der dargestellten Strategie mit einer Risikobereitschaft von 20 Prozent (zumutbarer Verlust) liegt der Aktienanteil bei 41,6 Prozent. Mit der höchstmöglichen Risikobereitschaft von 34 Prozent liegt der Aktienanteil bei 75,2 Prozent.

Sinkt die Risikobereitschaft auf 8 Prozent (niedriger lässt der Robo-Advisor es nicht zu), so verbleiben 63,10 Prozent in liquide Mittel. Lediglich der Rest wird gleichermaßen in Aktien und Anleihen investiert.

Deutsche Bank Robo-Advisor Robin – Performance und Renditen

4/5

Leider wird dem Anleger nichts über eine zu erwartende Rendite gesagt. Auch historische Entwicklungen werden nicht aufgezeigt. Das ist sehr schade und ist von einem Traditionshaus wie der Deutschen Bank eigentlich zu erwarten.

Fazit: Robin wäre als Angebot noch spannender, wenn mögliche Renditen benannt würden, sodass der Anleger ein Gefühl dafür bekommt, was ihm erwarten könnte. Die Expertise ist umfangreich vorhanden, um gute Portfolios zu entwickeln. Die Kosten liegen im Mittelfeld, doch leider wird der Anleger nur geringfügig mit niedrigen Kosten belohnt, wenn er höhere Beträge investiert. Bei Whitebox sinken die Gebühren um über 50 Prozent, sofern 250.000 Euro investiert werden.

Weitere Beiträge:

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.