Double-Diagonal-Spread

Double Diagonal Put Spread

Double Diagonal Optionsstrategie – Handelsstrategie erklärt

Die Double Diagonal Optionsstrategie setzt durch eine Kombination von zwei beliebten Strategien auf den Zeitwertverlust. Mit unterschiedlichen Laufzeiten sollen Erträge generiert werden, wenn sich die Basiswerte möglichst wenig bewegen. Um die Grundzüge der komplexen Optionsstrategie zu verstehen, gibt es im folgenden Beitrag nützliche Informationen rund um Setup, Break-Even-Point, Zeitwertverlust oder sonstige Tipps.

Definition der Double Diagonal Strategie

Die Double Diagonal Optionsstrategie kombiniert einen diagonalen Spread mit Calls mit einem diagonalen Spread mit Puts. Diese Strategien zielen beide auf den Zeitwertverlust ab. Die Option, welche über eine kürzere Laufzeit verfügt, verliert jedoch immer mehr Zeitwert als die andere Option. Schließlich steigt der Zeitwertverlust exponentiell zum Ende der Laufzeit.

Normalweise bewegt sich der Basiswert am Anfang zwischen Strike 2 und 3. Dort sollte dieser auch verbleiben, damit die verkauften Optionen wertlos werden. Dann steht dem Optionshändler die gesamte Prämie zu. Die weiteren Put Optionen mit Strike 1 und Strike D fungieren nur als eine Art Absicherung, falls die Kursbewegungen doch größer sind und außerhalb der Strikes stattfinden.

Vorzugsweise beginnen die Optionshändler die Double Diagonal Strategie mit dem Erhalt einer Gesamtprämie. Allerdings ist dies nicht immer möglich, da die verkauften Optionen einen geringeren Zeitwert haben. Teilweise müssen Optionshändler somit auch geringe Prämien zahlen. Wenn diese die Optionen mit den Strikes 2 und 3 noch ein weiteres Mal verkaufen, liegt ein Iron Condor vor. Dennoch bleibt die Erwartungshaltung die Gleiche. Der Kurs soll an der gleichen Stelle verharren, die Optionen sollen als wertlos verfallen. Da die Optionshändler die Prämie für die Short-Option noch ein weiteres Mal bekommen, bevorzugen viele den Double Diagonal gegenüber dem Iron Condor.

Setup beim Double Diagonal

Das Setup sieht beim Double Diagonal wie folgt aus:

  • Put Option ist Strike 1 wird gekauft (Laufzeit 60 Tage – nachgelagerte Zeitperiode)
  • Put Option mit Strike 2 wird gekauft (Laufzeit 30 Tage – vorgelagerte Zeitperiode)
  • Call Option wird mit Strike 3 wird verkauft (Laufzeit 30 Tage – vorgelagerte Zeitperiode)
  • Call Option mit Strike 4 wird gekauft (Laufzeit 60 Tage – nachgelagerte Zeitperiode)

Der Preis des Basiswerts befindet sich normalerweise zwischen den Strikes 2 und 3. Zugleich sollen alle Optionen out of the money gekauft oder verkauft werden. Wenn sich der Basiswert nicht verändert und nach der vorgelagerten Periode immer noch zwischen Strike 2 und 3 liegt, werden weitere Put- und Call-Optionen verkauft. Deren Fälligkeit muss den Long-Positionen der Double Diagonal Strategie entsprechen.

Der Break-Even-Point

Der Break-Even-Point lässt sich bei der Double Diagonal Strategie theoretisch berechnen. Allerdings ist der Aufwand immens. Zugleich existieren vielfältige Variablen, sodass das Ergebnis immer sehr unsicher wäre. Aus diesem Grund lohnt es sich nicht, den Break-Even-Point zu berechnen. Die Gewinnzone wird dann erreicht, wenn der Basiswert zwischen dem Strike 2 und 3 verbleibt. Der Gewinn steigt jedoch erst dann an, wenn sich der Kurs des Basiswertes den Strikes nähert. Allerdings steigt damit auch das Risiko, dass die Aktie zu weit fällt oder steigt. Die Gewinnspanne ist somit relativ klein. Zudem liegen maximaler Gewinn und Eintreten des Verlusts denkbar nah nebeneinander.

Maximaler Gewinn und Verlust

Der Gewinn ist bei der Double Diagonal begrenzt. Der maximale Gewinn ergibt sich aus den erhaltenen Prämien für die verkauften Optionen abzgl. der gezahlten Prämien für die Optionen mit den Strikes 1 und 2. Allerdings lässt sich der maximale Gewinn nicht genau berechnen, da die Prämien für die folgenden Perioden zu Beginn gar nicht feststehen. Folglich müssen die Optionshändler mit diesem Stück Ungewissheit leben.

Der maximale Verlust unterscheidet sich bei der Double Diagonal Optionsstrategie je nach Art der Prämienzahlung. Wenn der Optionshändler am Anfang eine Prämie zahlen musste, ergibt sich der maximale Verlust aus dem Strike 2 minus dem Strike 1 plus der Prämie. Das Risiko verringert sich in der nächsten Periode, wenn die Optionen verkauft werden. Dann kommen die erhaltenen Prämien hinzu, sodass der maximale Verlust kleiner wird.

Wenn der Optionshändler am Anfang eine Prämie bekommen hat, lässt sich das maximale Risiko wie folgt darstellen: Strike 2 minus Strike 1 plus Prämie. Sobald in der nächsten Periode die Optionen wieder verkauft werden, verringert sich das Risiko erneut. Denn die erhaltenen Prämien mindern den maximalen Verlust.

Hinweis:

Eine präzise Bestimmung des maximalen Gewinns und maximalen Verlusts ist nicht möglich, da die Prämien der nachgelagerten Periode erst im Laufe der Zeit feststehen.

Zeitwertverlust und Double Diagonal

Die Double Diagonal Optionsstrategie setzt gerade auf den Zeitwertverlust. Im Best-Case verstreicht die Zeit, bis alle Optionen als wertlos verfallen. Der Optionshändler kann dann die anfangs erhaltene Prämie behalten.

Implizite Volatilität

Der Double Diagonal profitiert im Grundsatz von einer geringeren Volatilität. Diese sollte somit tendenziell sinken. Allerdings sieht dies anders aus, wenn die vorgelagerten Optionen kurz vor der Fälligkeit stehen. Dann kann ein Anstieg der Volatilität den Erlös maximieren, wenn die zusätzlichen Shorts verkauft werden. Sofern die erste Zeitperiode vorbei ist, hängen die Auswirkungen der impliziten Volatilität von dem Basiswert im Verhältnis zu den Strikes ab.

Sofern der Basiswert zwischen Strikes 2 und 3 liegt, ist eine sinkende Volatilität vorteilhaft. Diese mindert den Optionspreis. Die Optionen verfallen bestenfalls als wertlos. Wenn der Basiswert an oder außerhalb von Strike 1 und 4 liegt, profitiert die Optionsstrategie von einer ansteigenden Volatilität. Dann wirkt sich dies nämlich deutlich stärker auf den Preis der Long-Optionen aus als auf den Wert der Short-Optionen aus.

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Für wen eignet sich die Strategie?

Die Double Diagonal ist relativ komplex. Deshalb eignet sich die Optionsstrategie nur für sehr erfahrene Anleger, die den Optionshandel bereits beherrschen.

Für wann eignet sich die Strategie?

Optionshändler können auf die Double Diagonal Strategie setzen, wenn diese lediglich geringfügige Bewegungen beim Basiswert erwarten. Folglich ist die Markteinschätzung eher neutral. Zudem eignet sich die Strategie für mindestens zwei Fälligkeitszyklen, da die Optionen unterschiedliche Laufzeiten haben.

Tipps für die praktische Umsetzung

Die Laufzeiten können vom Optionshändler frei gewählt werden. Dieser sollte jedoch eine gewisse Erfahrung im Rollen von Optionen aufweisen. Dabei handelt es sich um die Anpassung einer bestehenden Option. Damit reagieren Marktteilnehmer auf sich verändernde Erwartungen oder möchten sich vor Verlusten schützen. Das Adjustieren der Optionen wird bei der Double Diagonal Optionsstrategie dann wichtig, wenn sich eine Short-Option mit 30 Tage Laufzeit in the money befindet. Durch das Rollen wird dann die Ausübung der Position verhindert, der Optionshändler passt seine Position an die neuen Gegebenheiten an.

Zugleich sollten Optionshändler beim praktischen Einsatz das Risiko einer frühzeitigen Ausübung der Option berücksichtigen. Empfehlenswert ist der Einsatz der Double Diagonal Strategie mit einem Index als Basiswert, da hier die Volatilität naturgemäß geringer ist. Die Einzeltitel entwickeln sich häufig unterschiedlich. Da der Index die Kurse angleicht, sinkt die Volatilität. Dadurch steigen die Erfolgschancen beim Double Diagonal.

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